Gastgewerbe Gedankensplitter


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Sonntag, März 25, 2007

Christian Wulf: Der Staat darf nicht ohne Bedacht in die Geschaeftstaetigkeit der Gastronomen eingreifen.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat ein gutes Argument für Verfassungsklagen in anderen Bundesländern gegen ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie geliefert:
"Grundsätzlich gibt es ein Rauchverbot, aber die Gastwirte tragen für ihre Kneipe oder ihr Restaurant das wirtschaftliche Risiko. Ich finde, der Staat darf an dieser Stelle nicht ohne Bedacht in die Geschäftstätigkeit eingreifen. Daher bin ich für Ausnahmen. Sowohl die Gastwirte als auch die Kundschaft sollen auch selbst eine bewusste Entscheidung treffen."
sagte er in einem Interview der "Welt am Sonntag": "Hält die Koalition bis zum Ende, Herr Wulff?" vom 25. März 2007. Als Jurist weiß er um die Bedeutung der Gewerbefreiheit.

Christian Wulf geht im Verlauf des Interviews davon aus, es werde eine klare Abstimmung mit den Füßen geben - von Gastronomen und von Gästen, die keinen Passivrauch wollen. Ich teile seine Einschätzung zwar nicht, zumindest gehe ich davon aus, daß viele Betriebe ganz oder teilweise Raucherplätze bereit stellen werden, solange es viele Raucher gibt. Aber darüber zu spekulieren ist müßig, wenn wirklich die Gäste und Gastronomen entscheiden dürfen und der Markt entscheidet.

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Kommentare:
Tja, wenn die Gäste nur FREI ENTSSCHEIDEN könnten. Was passieren wird, ist folgendes: 20 Nichtraucher kommen in die Kneipe, ein Raucher dazu, der Wirt macht die Kneipe zur Raucherkneipe, der Gast wird vor den Kopf gestoßen!
 
Die bedauernswerten Nichtraucher werden von dem bösen Gastwirt mit der Pistole in der Hand daran gehindert, das Lokal zu verlassen und in eine der florierenden Nichtrauchergaststätten zu wechseln.
 
Herr Schoolmann versteht die Funktion von Angebot und Nachfrage nicht: wenn ein ANGEBOT NICHT DA IST, kann man es auch nicht nutzen, und wenn die gleichen Wirte die sesselpfurzend über ausbleibende Kunden heulen, die Nachfrage nicht erkennen wollen, sind die der Fehler, nicht der Gast dem kein Angebot gemacht wird.

Wer seinem Gast den Wunsch verwehrt, ihn praktisch nach Hause schickt, ist im Gastgewerbe falsch.

Und wenn ein paar Wirte so fanatisch auf den Rauch sind sollen sie Raucherclubs daheim aufmachen, aber nicht ihre Gäste rausekeln und dann noch davon sprechen das sie ein GASTgewerbe betreiben bzw. sich nach den Kunden richten!
 
Kaufen Sie mir doch einfach meine Gaststätte ab (wenn Sie 500.000 Euro fluessig haben) und machen Sie daraus eine Nichtrauchergaststätte. Oder machen Sie woanders eine auf.

Sie scheuen das eigene Risiko und wollen stattdessen andere Leute zwingen, Ihrem Phantom einer Nachfrage nach Nichtrauchergaststätten nachzulaufen. Sie sind wirklich mutig!
 
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