Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, April 28, 2007

Rauchverbot in Hamburg: Reemtsma hilft der Gastronomie.

Die Zigarettenhersteller haben lange zu den geplanten Rauchverboten in der Gastronomie sich zurückhaltend geäußert, denn sie sind eigentlich nicht betroffen, wenn Raucher zu Hause oder in der Schwarzgastronomie rauchen, statt in den Kneipen.

Reemtsma, Teil der Imperial Tobacco Group, des viertgrößten Tabakunternehmens der Welt, gibt jetzt in Hamburg den Plänen des Senats lautstark Kontra und tritt der Gastronomie zur Seite. Sie stellt der Gastronomie 50 000 Protestkarten zur Verfügung, die Gegner des Verbots an Bürgermeister Ole von Beust (CDU) schicken können. Großflächenplakate in der Stadt und eine Telefon-Hotline unterstützen die Unterschriftenkampagne. Und der Reemtsma-Vorstandsvorsitzende Richard Gretler streitet sich mit der Gesundheitssenatorin Birgit Schnieber-Jastram (CDU): "Rauchverbot: Reemtsma gibt Kontra", in: Hamburger Abendblatt vom 28. April 2007.

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Kommentare:
Sollten es einige immer noch nicht verstanden haben:

Zigarettenindustrie: lebt von verkauften Zigaretten

Gastronomie: lebt von zahlenden Gäste

"Wie" die Zigarettenindustrie der Gastronomie jetzt "hilft" wenn durch kein Rauchverbot mehr Zigaretten verkauft, aber weniger Gäste kommen sollte mal erklärt werden!

Nochmal: von gerauchten Zigaretten kann kein einziger Wirt die Rechnungen zahlen, er geht lediglich ein großes Risiko ein das Gäste wg. des Qualms fernbleiben.

Die Tabakindustrie erweist der Gastronomie hier also einen Bärendienst in dem sie versucht die Gastronomie weiterhin als Konsumort zu installieren und für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Die Wirte müssen Lüftungen installieren (bringt der Tabakindustrie Umsatz, dem Wirt minus), Gäste trennen (bringt der Tabakindustrie Umsatz, dem Wirt minus), Nichtraucher verbannen (brignt der Tabakindustrie Umsatz, dem Wirt ausbleibende Gäste).

Man sollte hier die Einnahmequellen der Branchen also nicht verwechseln, vielmehr sollte jeder der für tausende in Lüftungsanlagen und Umbauten installiert hat weil es kein Rauchverbot gibt der Tabakindustrie dafür "danken", und gleich noch ein Dank dafür hinterherschicken dass aufgrund des Lobbying der Tabakindustrie die Mehrheit der Gäste die derzeitige Qualmsituation in der Gastronomie ablehnt.

Nochmal: die Gastronomie lebt nicht vom Verkauf von Zigaretten.
 
Die Gastronomie lebt von den Gästen. Alle Raucher werden demzufolge aus den Kneipen wegbleiben, und "privat" bzw. "schwarz" oder in Vereinskneipen ( wo's ja immernoch erlaubt ist ) rauchen / trinken / Geld ausgeben.

Ich denke schon das es zu nicht unerheblichen Umsatzeinbrüchen kommt in Kneipen wo üblicherweise Geraucht wurde.
 
Weiter so,

die Wirte in Baden-Württemberg haben zwischen 25 und 55 % Umsatzrückgang.

Jede dritte Gaststätte hält kein halbes Jahr mehr durch.

Arbeitsplatzverluste in der Gastronomie sind tagtäglich der „Normalzustand“.

Wo wird eigentlich das Geld ausgegeben, das nicht in der Kneipe liegen bleibt?

Wessen Karren ziehen wohl die Mitläufer?

Viele Nichtraucher haben verstanden!

60 % der Nichtraucher unterstützen Aktionen gegen das Rauchverbot.

Die 3% „militanter Nichtraucher“ haben nicht einmal mehr die Hälfte der Nichtraucher auf ihrer Seite.

Die Nichtraucherfront zerbröckelt zusehends.

Die Presse hat noch nicht erkannt, dass sich die BRD nicht in Raucher und Nichtraucher teilt (außer der Presse in Bayern).

Die Verbände vertreten Interessen (welche denn bitte)?

Landtagswahlen sind in:
- Hessen und Niedersachsen im Januar
- Hamburg im Februar
- Bayern im Herbst.

Aktionen gegen das Rauchverbot gibt es Dutzende, die derzeit nicht gebündelt werden können.

Deshalb haltet durch, bis sich die beste Aktion durchsetzt.

Geht wählen!!!!
 
Rauchverbot hin, Rauchverbot her, solange sich, wie in Hamburg kaum jemand daran hält, wird es noch lange dauern, bis eine objektive Bewertung abgegeben werden kann.
In den meisten Kneipen und Gaststätten, die ich in diesem Jahr besucht habe, halten sich weder die Raucher, noch die Gaststättenbetreiber an bestehende Gesetze. Fragen hierzu, werden mit dem Hinweis beantwortet, dass es ja schließlich noch keine Bußgelder gebe beantwortet. Im "Schach Café" in Hamburg Barmbek wird das Rauchen auf Anfrage sogar erlaubt. Hier versucht man dem Problem auf folgende Weise aus dem Weg zu gehen: Auf einem aufgestellten Schild wird darauf hingewiesen, dass im dahinter liegenden Bereich demnächst ein Raucherbereich eingerichtet wird. Bis dieses fertig ist, wird um Verständnis gebetern. Mit anderen Worten: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht an die geltenden Gesetzt halten.
Bis in Hamburg gewählt wurde, wird sich wohl auch nichts ändern, denn schließlich will auch Ole von Beust wieder gewählt werden.
 
Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis unbequeme Nichtraucher, in Kneipen, Restaurants etc. in denen illegal geraucht wird, Lokalverbot erteilt wird.
 
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