Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Fallstudie zur Personalfuehrung in der Systemgastr... » | Restaurant-Kritik.de und baranek online publishing... » | Connelly Cocktails. » | Top Ten Partyservice-Angebote. » | Kuenstlersozialkasse: Abgabepflicht. » | oneSearch. » | Pl0G. » | Dynamik im europaeischen Getraenkemarkt. » | Russischer Kaffee. » | Bio-Boom in der Gastronomie. »


Dienstag, Mai 22, 2007

Die andere Seite der Wahlenthaltung.

Daß ich von dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz wenig halte, habe ich unter anderem in einem früheren Beitrag "AGG" lautstark verkündet. Rechtsanwalt Holger Kiefer hat sich damit auseinandergesetzt: "News: Was denken Unternehmer über das AGG?". Meine Replik: "Offene Stellen - nein Danke".

Im Rahmen der Panelstudie "Microsoft Trendbarometer für kleine Unternehmen" wurde nunmehr eine Umfrage erhoben zur Akzeptanz bzw. zum Wissen von kleinen und mittleren Unternehmen über das AGG. Zwei Ergebnisse: "Kleine Unternehmen können das AGG nicht umsetzen":
  • Nur 64 Prozent der Befragten kennen den Inhalt des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.
  • Nur 15 Prozent der befragten Kleinbetriebe klären ihre Mitarbeiter der Umfrage zufolge in gesonderten Schulungen über das AGG auf. Die Mehrheit der Betriebe (84 Prozent) halte eine Schulung dagegen für unnötig.
Ich könnte auch polemisieren. Die Politik hat unseren Staat in eine Lage manövriert, in der die Bürger den Mist, den Bundesregierung und Bundestag verzapfen, schlichtweg ignorieren. Das ist die andere Seite der Medaille Wahlenthaltung: Sesselfurzer ignorieren.

Man kann dies ganz konkret studieren, wenn man sich mit kleinen Unternehmern unterhält. Sie verteilen ihre Eingangspost auf drei Stapel:
  • Der erste Stapel enthält alles, was man unbedingt erledigen muß, sowie alles, womit man Geld verdienen kann. Dieser Stapel wird nach des Tages Last abgearbeitet oder auch am Wochenende bzw. am freien Montag in der Gastronomie.
  • Der zweite Stapel enthält alles, was weniger verspricht bzw. nur niedrige Strafen erwarten läßt, wenn man es versäumt. Das erledigt man, wenn Zeit dafür sein sollte, was selten vorkommt
  • Der dritte Stapel enthält Spam und Informationen über allerlei Schabernack, den sich Politiker und Bürokraten ausgedacht haben. Dieser Stapel heißt auch Papierkorb.

Labels: