Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Mai 07, 2007

Preisdifferenzierung.

In seinem Blog Sankt-Georg.info kritisiert Markus Merz die Neueröffnungswerbung eines Restaurants: "Restaurant, Neueröffnung, Werbung sozial ausgerichtet".

Es wäre interessant, über solch eine Werbung, die Mitarbeitern bestimmter Unternehmen gegen Vorzeigen des Firmenausweises Rabatte einräumt, mit Kollegen und anderen Lesern zu diskutieren. Was ich davon halte:
  • Eine persönliche Preisdifferenzierung nach Zielgruppen ist an sich keine schlechte Idee. Bei Hotels ist sie gang und gäbe, bei Restaurants selten. Sie diskriminiert zugleich andere. Wenn diese anderen davon erfahren, sollten sie die Argumente verstehen können, warum andere Gäste bevorzugt werden. Gibt es keinen einleuchtenden Grund für eine persönliche Preisdifferenzierung, verärgert man diese anderen Gäste.
  • Geschickter wäre es, wenn man Belegschaften ansprechen will, z.B. Gutscheine dort zu verteilen (über einzelne Mitarbeiter, die man kennt, den Betriebsrat oder die Personalabteilung), Rabatte einzuräumen, die nach außen nicht kommunziert werden oder einer sozialen Einrichtung dieses Unternehmens eine Rückvergütung als Spende zu übergeben. Profitabler ist es aber, keine Preisermäßigung zu gewähren, sondern andere Vergünstigungen, etwa einen Lieferservice oder Dauer-Reservierungen für Tische.
  • In der Werbung Namen von Unternehmen ohne deren Einverständnis zu nutzen, ist rechtlich bedenklich. Man könnte sich eine Abmahnung dieser Unternehmen einhandeln, weil man ihren guten Ruf ausbeutet. Eventuell könnten auch Kollegen klagen wegen unlauteren Wettbewerbs, weil man evtl. bei einem unbefangenen Leser den Eindruck erwägt, Mitarbeiter dieses Unternehmens seien Stammgäste (bei einer Neueröffnung kann dieser Eindruck wohl nicht entstehen).

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