Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Juni 21, 2007

DEHOGA kritisiert Mindestlohn-Kompromiss der fetten Koalition.

Ingrid Hartges, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes des Deutschen Hotel- und Gastststättenverbandes, kritisiert den faulen Kompromiss der fetten Koalition zum gesetzlichen Mindestlohn: "Kritik an Mindestlohn-Kompromiss", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 21. Juni 2007.

Die Aussage
"So liege die Tarifbindung in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bei 50 Prozent, in den neuen Ländern darunter."
kann man so nicht stehen lassen:
  • Ist in diesen beiden Bundesländern auf Seiten der Arbeitgeber die Anzahl der Betriebe oder der Gastronomen gemeint? Ich möchte, bis man mich eines Besseren belehrt, behaupten, daß auch in diesen beiden Bundesländern weniger als die Hälfte der Gastronmen im DEHOGA organisiert sind. Bei den Betrieben mag das anders aussehen, da, wenn man die Betriebe zählt, Systemgastronomen mit ihren vielen Betrieben ein großes Gewicht erhalten. Die GEHOGA Baden-Württemberg selbst gibt auf ihrer Website die Zahl ihrer Mitgliedsbetriebe jedoch nur mit 12.000 an. Wenn man diese 12.000 Mitgliedsbetriebe in Beziehung setzt zu den insgesamt 30.000 Betrieben in Baden-Württemberg (so die DEHOGA Baden-Württember in ihrer Pressemitteilung "Neuer Lohntarifvertrag im Gastgewerbe vereinbart" vom 27. April 2006), komme ich auf nur 40%. Aber vieleicht rechnen Juristen anders?
  • Um das Entsendegesetz anwenden zu können, müßten aber auch mindestens 50% der Arbeitnehmer Mitglied der Gewerkschaft Nahrungsmittel Genuß und Gaststätten sein. Die NGG publiziert leider keine Zahlen. Ich schätze den Anteil der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer in der Gastronomie auf unter 5 Prozent.

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