Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Juni 25, 2007

FroSTa testet Buero-Catering.

Testweise versucht sich der Tiefkühlkosthersteller FroSTa mit einem Catering-Angebot für kleine Unternehmen: FRoSTA Büro Bistro. Mehr darüber: "Das 'Büro Bistro' Projekt".

Dieses Angebot ähnelt Angeboten für das Schulcatering, etwa von Apetito:
"Das 'Büro Bistro' besteht aus einer Tiefkühltruhe für die Gerichte von FRoSTA und für Desserts sowie aus zwei Mikrowellen. Dass das echt nett aussehen kann, sehen Sie hier. Und die Idee dahinter ist, dass FRoSTA Ihnen das "Büro Bistro" ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung stellt, wenn Sie für eine bestimmte Zeit regelmäßig bei FRoSTA Produkte bestellen."
Bei Apetito und weiteren Anbietern bestellen die Konsumenten ihr Tiefkühlgericht aus einem recht großen Sortiment vor, was die Befriedigung spezieller Bedürfnisse ermöglicht. Andererseits müssen sich die Konsumenten Tage voraus festlegen.

Bei FroSTa Büro Bistro erfolgt die Lieferung anhand einer Bestellung des Kunden (mindestens 10 Gerichte, ab 25 Gerichte ohne Liefergebühr).

Welche Bestell- bzw. Liefersysteme wärend alternativ denkbar:
  • individuelle, taggenaue Vorbestellung seitens der Konsumenten wie bei Apetito und anderen Caterern. Dieses Verfahren provoziert Unzufriedenheiten, wenn Mitarbeiter erkranken, spontan keine Lust zu essen haben oder verhindert sind.
  • eine statische Füllung der Tiefkühltruhe, eventuell nach vorheriger Ermittlung des Kundenpräferenzen, bei dem entnommene Produkte aufgefüllt werden. Dann müßten Ladenhüter, die zu lange lagern, von den Auffüllern ausgetauscht werden.
  • ein System, das den Verbrauch der einzelnen Produkte ermittelt und entsprechend der so ermittelten Präferenzen wieder auffüllt, aber auch ermöglicht, saisonal zu variieren und ab und zu neue Produkte in die Truhe zu packen. Man könnte zudem den Kunden ermöglichen, gezielt einzelne Produkte vorzubestellen, aber ohne sie termingenau zur Abnahme/zum Verbrauch zu verpflichten.
Die konkrete Vertragsgestaltung
"Sie bekommen die FRoSTA Büro Bistro Station ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt, wenn Sie für 24 Monate monatlich 45 Gerichte kaufen. Innerhalb einer Probezeit von drei Monaten können Sie den Service testen."
erscheint mir etwas unflexibel, so haben Büros saisonal stark wechselnde Abnahmemengen (Feiertage, Urlaubszeit), so dass man eher auf eine abgenommene Jahresmenge abstellen sollte. Aber vermutlich kann man darüber mit FroSTa reden, wenn die durchschnittlich abgenommene Menge reicht, um die Kosten der Geräte und der Lieferung zu decken.

Eine Schwachstelle des Konzepts scheint mir in der Gefahr zu liegen, daß Mitarbeiter der Büros die Geräte nutzen, um Produkte (anderer Lieferanten) im Einzelhandel zu besorgen, tief gekühlt zu lagern und in der Mikrowelle zu erhitzen. Für FroSTa wären außer Spesen nichts gewesen. Dagegen spricht die Bequemlichkeit, dafür ein eventuell geringerer Preis von Produkte minderer Qualität. Vermutlich besteht das Risiko eher bei schlecht bezahlten Bürojobs.

In der Gastronomie werden ja auch allzu gerne Tiefkühltruhen von bestimmten Herstellern bzw. Lieferanten kostenlos geliehen und dann mit preisgünstigerer Ware anderer Hersteller bestückt.

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