Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, Juni 24, 2007

Gaeste auf dem Strassenstrich.

Sollte es zu einem gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie in Deutschland kommen, werden vor vielen Gaststätten rauchende Gäste stehen oder sitzen. Für Passanten, ob zu Fuß oder im Auto, hat dies den Vorteil, daß sie sich, ohne die Gaststätte betreten zu müssen, einen optischen Eindruck von den Gästen machen können. So können sie besser abschätzen, ob sie dazu gehören möchten. Es kann natürlich auch zu Mißverständnissen kommen. So hat ein ungarischer Schriftsteller die vor den Bürogebäuden rauchenden Büroangestellen für Straßenprostituierte gehalten: "Rauchfreie Zone", in: Schlaflos in New York" vom 23. Juni 2007.

Spaß beseite. In Zukunft wird man als Gastronom nicht nur auf eine attraktive Gestaltung
  • des Speisekartenaushangs,
  • des Gasthausschildes,
  • der Außenbeleuchtung,
  • der Hausfassade,
  • der Stelltafeln,
  • von Hinweisschildern auf den Betrieb
  • usw.
achten müssen, sondern auch darauf, daß möglichst attraktive Gäste auf der Straße stehen.

Vieleicht kann man rauchende Stammgäste dazu bewegen, sich Werbeschilder um den Hals zu hängen, Kneipen-T-Shirts überzustreifen oder Passanten als Doormen h.c. zum Besuch der Gaststätte zu animieren? Das wäre auch eine Einsatzmöglichkeit für die "Ein-Euro-Sandwichmen".

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Kommentare:
Auch ein Vorteil für viele kleine Eckkneipen - wusste man zumal manchmal garnicht ob die ein oder andere Kneipe ob ihres dunklen, zugehangenen Aussehens überhaupt noch geöffnet ist, und zog sie damit schon keine Kunden an, wird es nun den ein oder anderen Gast mehr anlocken.

Allerdings muss der ein oder andere Wirt auch mal kehraus machen, nur mit gelben Tapeten, Plastikblumen und den verbleibenden Stammgästen wird man vom Rauchverbot nicht profitieren können.

Mein Tipp:
- Zum 1.1.2008 Neugestaltung oder zumindest ein Aussehen das auch zum hereinkommen einlädt (also das Gegenteil der geschlossenen Gesellschaftskultur bei Eckkneipen)

- Ausschreiben von Mittagsangeboten (Bauernfrühstück o.ä.), oder Kaffeegedecken, das zieht dann auch Familien an
 
Da wird ja jetzt manches klarer, sie haben sich in die Kneipen nicht reingetraut und hoffen jetzt auf neolichtdurchflutete Glaskabinen, bei denen sie schon von aussen sehen, ob es drinnen gefährlich ist. Armes Würstchen. Das Gegenteil wird eintreten. Niemand möchte Mensche wie sie zum Gast oder als Gesprächspartner. Darin wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
 
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