Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Juni 23, 2007

Gesetzliches Rauchverbot in der Hamburger Gastronomie: Fragen ueber Fragen.

Langsam beginnt der Widerstand der Gastronomen gegen ein gesetzliches Ruchverbot in der Gastronomie: "Rauchverbot: Kiez-Wirte wehren sich", in: Hamburger Abendblatt vom 23. Juni 2007.

Rose Pauly, die Präsident des Hamburger DEHOGA, wirft der regierenden CDU vor, sie setze mutwillig die Existenz der kleineren Kneipen aufs Spiel.

Die Hamburger Grün-Alternative Liste sieht es so wie auch ich, daß die regierenden Politiker, um der vermeintlichen Mehrheitsmeinung nachzuäffen, pro forma ein Rauchverbot beschließen möchten, aber keinen Bock haben, es auch faktisch durchzusetzen und sich dabei den Zorn der Raucher zuzuziehen. Sie verweigern sich der unangenehmen Mühe, die organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen für eine effektive Kontrolle zu schaffen.

Der Hamburger Gesetzentwurf sieht z.B. vor, daß eine Ordnungswidrigkeit, also ein Rauchen, nur im Wiederholungsfall mit einem Bußgeld bestraft werden darf. Dazu müßte aber alle Erstverstöße gerichtsfest erfaßt werden. Aber auch dann, wenn dieses gelingen sollte, stellen sich diverse Fragen:
  • Gibt es eine Verjährungsfrist?
  • Wer trägt die Kosten der Datenerfassung?
  • Welche Behörde ist für die Erfassung zuständig?
  • Werden nur Verstößte Hamburger Bürger erfaßt oder auch von Bürgern anderer Bundesländer und von Ausländern?
  • Kann man einer Feststellung, man sei erwischt worden, widersprechen. Welche Gerichte sind für diese Widersprüche zuständig?
  • Bezieht sich der Vorwurf der Wiederholung auf das Rauchen an verbotenen Orten aller Art, nur auf Gaststätten oder gar nur auf eine bestimmte Gaststätte?
  • Werden auch Verstöße in anderen Bundesländern erfaßt, etwa im Hamburger Umland in Niedersachsen?

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Kommentare:
Mehrheitsmeinung? Natürlich! Oder will man den <1% "protestierenden" Gastronomen, die das nur tun weil sie zu faul sind kurz vor die Tür zu gehen, zum Nachteil alle anderen (Gäste, sowie Wirte und Angestellte) folgen?

Hier machen sich die Kleinkneipenbesitzer mal wieder keine Gedanken; das es ihren Lokal sauschlecht geht und sie ohne Veränderung Pleite gehen, sehen sie nicht. Typisch deutsch: Lieber 10 Stammgäste behalten, also 15 dazubekommen, weil man sich ändern muss.
 
Besonders borniert die Schildchen die man derzeit an ca. 0,05% der Hamburger Gaststätten findet

"Dies ist ein Raucherlokal – die Mehrheit unserer Gäste raucht. Auch Nichtraucher sind natürlich herzlich willkommen".

Abgesehen davon das letzterer Teil eine glatte Lüge ist weil NR in Raucherlokalen nunmal nicht willkommen sind (und deswegen die Mehrheit auch dort raucht), fragt man sich warum diese Kneipen nicht alle Gäste ansprechen:

"Dies ist eine Kneipen: bei uns sollen sich also Gäste wohlfühlen, Raucher wie Nichtraucher – wer bei uns rauchen möchte für den haben wir eine wunderschöne Terasse"
 
Nun bin ich ja aus gesundheitlichen Gründen seit geraumer Zeit gezwungen, nicht mehr zu rauchen. Aber auch jetzt als Nichtraucher geht mir die agressive Nichtraucherfraktion so was von auf den Keks... Die Lust an den Lüsten muss nicht geregelt werden. Besser wäre es, wenn man schon etwas tun will, die manipulative Raucherwerbung zu verbieten. Und ob Konzepte von Raucherlokalen aufgehen oder nicht, darf man gerne dem Markt überlassen. Die Politik ist nicht dazu da, den Menschen gesundes Handeln vorzuschreiben, sondern nur dazu da, den Menschen zu ermöglichen, nach ihrer Fasson selig zu werden.
 
Ganz genau, sie ist dazu da den Menschen zu ermöglich nach ihrer Fasson glücklich zu werden, deswegen das Rauchverbot: oder warum will man Nichtrauchern vorschreiben mitzurauchen, oder sie aus bestimmten Lokal herausgängeln?

Es geht nicht darum gesundes handeln vorzuschreiben sondern darum den Menschen die Selbstbestimmung zu ermöglichen, dann kann jeder selbst entscheiden was er machen möchte: ob gesund oder ungesund.
 
@Anonymous
Ihre Feigheit wird nur noch von ihrer Borniertheit übertroffen.Wie nennt man die Krankheit, die einen dazu verleitet, dem Rest der Welt die eigene Weltanschauung aufzuzwingen?
 
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