Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Hausverbot fuer die nordrhein-westfaelische Landes... » | Gaeste auf dem Strassenstrich. » | Tarifbindung. » | Kaese als Topping. » | Brauereien als Energieerzeuger. » | Deutscher Kaffeeverband feiert zum zweiten Mal bun... » | START-Messe in Nuernberg. » | Gesetzliches Rauchverbot in der Hamburger Gastrono... » | Cafe Casselius, Quakenbrueck. » | Die fette Koalition will die Bundesagentur fuer Ar... »


Sonntag, Juni 24, 2007

Pflichtablieferungsverordnung.

Mit einer Pflichtablieferungsverordnung sollen auch Blogs, wie das, das Sie gerade lesen, verpflichtet werden, der sammelwütigen Deutschen Nationalbibliothek ihre "unkörperlichen Medienwerke" abzuliefern.

Der Verband Bitkom kritisiert zu Recht diesen bürokratischen Exzess: "BITKOM kritisiert weitreichende Pläne zur Pflichtablieferung von Internet-Publikationen":
"BITKOM hat grundsätzlich Verständnis für die Bestrebungen der Bundesregierung Netzpublikationen von öffentlichem Interesse auf Dauer für Literatur, Wissenschaft und Praxis zu sichern und zugänglich zu machen. BITKOM bemängelt allerdings insbesondere die mit dem Verordnungsentwurf verbundene Rechtsunsicherheit hinsichtlich erfasster Netzpublikationen, die fehlende Angemessenheitsprüfung aus Sicht des Ablieferungspflichtigen, ungeklärte urheberrechtliche Aspekte sowie eine erhebliche zusätzliche Belastung von im Internet tätigen Unternehmen."
Ich habe dafür weniger Verständnis als die Bitkom. Denn es gibt mit dem Internetarchiv von Amazon bereits ein privates Unternehmen, das das Internet archiviert und nach einem Jahr zugänglich macht. Diese Lösung kostet die Websiteherausgeber nichts und hat zudem den Vorteil, daß die Herausgeber selbst entscheiden können, ob ihre Inhalte zentral archiviert werden oder nicht. Unsere Inhalte werden im Internetarchiv gespeichert. Darauf kann die Deutsche Nationalbibliothek, wenn sie denn mag, gerne zugreifen.

Labels:


Kommentare:
Soweit mir das von einem 'Betroffenen'-Bibliothekar erläutert wurde, sind die darüber auch nicht 'glücklich'. Zum Teil bestehen weder die Prozesse noch die notwendige technischen Voraussetzungen. Die Bibliotheken, die dabei am weitesten (techn. Voraussetzungen vorhanden) sind, haben folgendes Vorgehen (pre-draft) mal vorgestellt (NESTOR).
1. Auswahl des iAuftritts nach 'Archiwierungswürdigkeit' (Schöner Bergiff ;-) ) soll heissen, ist es vn allgem. Interesse dies zu erhalten.
2. Festlegung der Periodizität (wöchentl. Monatl. etc.)
3. Harvesting
4. Konvertierung in properitäre Formate und/oder in DB (z.B. ExLibris)
5. Katalogisierung durch Stichwort-Indexierung. Die Schlagwort-Indexierung möchte man möglichst vermeiden.
Soweit ich das verstanden habe, ist die zitierte Pflichtablieferung der Hebel, falls sich der Inhalt (von allgem. Intersse) in einem geschützten Bereich (z.B. PW, etc.) befindet.
 
Kommentar veröffentlichen