Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Juni 22, 2007

Sitzbagatelle.

Seit der Reform des Gaststättenrechts dürfen auch andere Branchen innerhalb der Ladenöffnungszeiten und wenn sie auf den Ausschank von alkholischen Getränken verzichten, Speisen und Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle anbieten und ihren Gästen dafür Sitzplätze offerieren. Sie ersparen sich dabei den hohen Kostenaufwand, den Gastronomen für die Konzessionierung, bauliche Investitionen und laufenden Aufwand, etwa für Toiletten und Parkpätze, aufgenötigt wird.

Jetzt hat das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München die Anforderungen an diese Wettbewerber der Gastronomie verschärft:
  • Ein Lebensmittel-Laden darf eine Freischankfläche von nicht mehr als 6,5 Quadratmetern und 1,60 Metern Tiefe betreiben.
  • Drei Tische und neun Stühle sind das Höchstmaß.
  • Das Angebot muss aus Speisen und alkoholfreien Getränken bestehen, die über den Ladentisch verkauft werden.
  • Allein Selbstbedienung ist angesagt.
  • Stehtische sind nicht erlaubt, weil sie eine größere Gästezahl anziehen könnten, die dann die Fußgänger auf dem Gehsteig behindert.
Quelle: "'Sitzbagatelle': Die Stadt erleichtert Kleinst-Gastronomie", in: Merkur vom 22. Juni 2007.

Anders als viele Gastronomen bin ich nicht für ein weiteres Ausufern dere Bürokratie. Statt für die Wettbewerber der Gastronomie die bürokratischen Fesseln anzuziehen, sollten sie für die Gastronomie gelockert werden:
  • Abschaffung der Verpflichtung, Parkplätze zu schaffen oder abzulösen.
  • Abschaffung der Verpflichtung, Toiletten auszuweisen. Die Gäste werden das Vorhandensein von Toiletten schnell als Service begreifen.
  • Abschaffung der Konzessionierung. Die Höhe der Konzessionierungsgebühr steht ohnehin in keinem legalen Verhältnis zu den Kosten, wenn man überflüssige Sesselfurzer entläßt.

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