Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Deutsche Rentenversicherung nervt Gastronomen mit ... » | Interaktive Salatbar. » | Rauchverbot in Graubuenden: Das Volk darf entschei... » | Wein in der Gastronomie verkaufen. » | Weinblogs als Marketinginstrument. » | Schaumschlaegerei. » | Sachsen-Anhalt will reine Raucherkneipen erlauben.... » | Rauchverbot in Mecklenburg-Vorpommern kommt spaete... » | Rauchverbot macht Kinder tot. » | Rauchverbot in Niedersachsen: Die Kommunen wissen ... »


Montag, Juli 16, 2007

Bionade attackiert vermeintliche Nachahmer.

Letzte Woche habe ich über Me-Toos von Bionade gepostet: "Nox". Gestern meldet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Bionade habe eine einstwillige Verfügung gegen die Discount-Kette Plus und das Frankfurter Brauhaus erwirkt, weil deren Produkt "Maltoade" dem Ostheimer Produkt verdächtig ähnele: "Bionade kämpft gegen die Nachahmer" von Thiemo Heeg.

Um keine Mißverständisse zu provozieren: Me-Toos sind legitim und die in meinem Beitrag angeführten Beispiele sind nach meinem Dafürhalten keine illegitimen Nachahmungen, sondern sie greifen den Trend auf zu weniger süßen Limonaden, zu Limonden mit neuen Geschmacksrichtungen, zu Limonaden für Erwachsene, zu Longneck-Flaschen aus weißem Glas und zu Bio-Drinks und entwickeln neue Produkte, die einen oder mehreren dieser Trends aufgreifen. Das ist Marktwirtschaft und gut so.

Ob "Maltonade", nach der Abbildung in der FAS zu schließen, ähnlich ist, würde ich subjektiv bezweifeln, auch wenn nach meiner Meinung Maltonade näher an Bionade dran zu sein scheint als die anderen von mir erwähnten Me-Toos. Eine Abbildung von Maltonade findet sich in der Online-Foto-Community Flickr.

Letztlich entscheiden über solche Fragen aber die Gerichte. Diese beauftragen meist Marktforschungsunternehmen oder auch Professuren wie z.B. Prof. Wimmer von der Universität Bamberg, die dann versuchen, herauszufinden, ob ein normaler, durchschnittlicher Konsument die Marke mit dem neuen Produkt verwechselt, ob der neue Wettbewerber die Marke des erfolgreichen Produktes ausbeutet oder nicht. Nicht immer ist der Kläger der Gute. Klagen sind manchmal auch ein Instrument des Wettbewerbs, um andere zu beschäftigen, einzuschüchtern und daran zu hindern, den Markt zu betreten. Eine erfolgreiche einstweilige Verfügung sagt zudem wenig darüber aus, wie ein Verfahren ausgeht.

Ich trinke Bionade mäßig aber regelmäßig. Maltonade habe ich noch nie zu Gesicht und in den Mund bekommen. Wir schenken in unserem Bamberger Café Abseits Bionade seit März 2003 ständig aus. Bereits davor, vor dem Relaunch von Bionade, haben wir es ausgeschenkt, es wurde dann aber von unserem Getränkefachgroßhändler ausgelistet, weil es niemand außer uns ausschenken wollte. Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Bionade - keine geradlinige Erfolgsgeschichte".

Labels: