Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Juli 27, 2007

Hitler ist Scheisse.

Daß Dikatoren, wenn sie nur weit genug weg ihr Unwesen treiben, bei einfältigen Zeitgenossen beliebt sein können, weiß man nicht erst seitdem Oskar Lafontaine Hugo Chavez und Edmond Stoiber Wladimir Putin in den Arsch kriechen. Auch eine zeitliche Distanz zu Massenmorden ist der Bereitschaft förderlich, die Opfer zu vergessen und mit den Mördern zu sympathisieren.

So wird Adolf Hitler als Marke für Weine verwendet. Wobei man dem Weinhändler Alessandro Lunardelli historische Kenntnisse nicht absprechen kann, denn er vermarktet auch Stalin und Mussolini.

In Asien - also weit genug weg - nutzen Gastronomen den Bekanntheitsgrad Adolf Hitlers, um ihre Klitschen bekannt zu machen. 2006 wurde in Mumbai (früher Bombay genannt) die Gaststätte "Hitlers' Cross" eröffnet, die als Bildbestandteil ihres Logos gar ein Hakenkreuz verwendet:
"When Hitler’s Cross restaurant opened in a Mumbai suburb Sunday, local politicians and movie industry types were on hand to celebrate beneath the posters of the Nazi leader and swastikas."
Der Aufschrei in den indischen Medien hielt sich in Grenzen, denn das Hakenkreuz ist ein Indien verbreitetes, positiv besetztes Symbol, war aber groß genug, den Betreiber zu einer Namensänderung zu motivieren.

In Busan, Südkorea, wurde eine Techno-Bar "Hitler" genannt. Der Betreiber erläuterte warum:
"I wanted to design a beer bar with something shocking that would attract the young generation. Beer got me thinking about Germany (the home of beer) which made me think of Hitler.

….he is no different than Alexander the Great or Gengis Khan. They were all conquerors who killed many people and they are all ‘big men’ in the sense of their notoriety living on long after they died."
Auch in Südkorea gab es Ärger. Der Betrieb wurde deswegen zuerst in "Ditler" und dann in "Ceasar" umbenannt.

Diese und weitere Beispiele finden sich in dem Artikel "Dining With Hitler In Asia: Hitler-themed Bars & Restaurants", in: Who sucks vom 21. Juli 2007, auf den mich Simon Hengel netterweise aufmerksam gemacht hat.

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