Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Juli 28, 2007

Neuregelung der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgueter.

Sie schwätzen gerne von Entbürokratisierung, doch tatsächlich wird das Ausmaß bürokratischer Gängelung inbesonderer von kleinen und mittleren Unternehmen, denen es schwerer fällt, aus Deutschland abzuhauen, von unseren Politikern eher ausgeweitet denn abgebaut. So sind zusätzliche bürokratische Belastungen bei der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter, zudem mit dem Effekt höherer Gewinnsteuern, Teil der sogenannten Unternehmensteuerreform 2008, mit der die fette Koalition großen Kapitalgesellschaften Steuergeschenke gemacht hat.

Diese Neuregelung führt zu unglaublichen Effekten, die sich nur ein krankes Hirn ausdenken kann. Wer z.B. ein Wirtschaftsgut für 700 Euro erwirbt und es innerhalb der nächsten fünf Jahre verkauft, muss den Erlös gewinnsteigernd buchen, darf aber dieses Wirtschaftsgut nicht ausbuchen.

Mehr darüber verrät Ihnen Robert Chromow in seinem Beitrag "Steuerreform 2008: Vorsicht GWG-Falle", in: Akademie.de vom 28. Juli 2007.

In der Gastronomie fällt es relativ leicht, auch die auf 150 Euro abgesenkte Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter auszunutzen, denn viele Gegenstände des Anlagevermögens liegen im Wert darunter. Überlicherweise wird z.B. bei Geschirr so verfahren, daß die Erstausstattung aktiviert wird (also über die Jahre abgeschrieben wird) und die Ersatzbeschaffung in den Folgejahren sofort als Kosten gebucht wird. Man kann aber auch bei der Erstbeschaffung jeden einzelnen Teller, jede einzelne Tasse als einzelnes Wirtschaftsgut ansehen und sofort als geringwertiges Wirtschaftsgut abschreiben (da bzw. wenn das Einzelteil jeweils bis zu 150 Euro kostet).

Zudem beläßt die Unternehmenssteuerreform 2008 die Möglichkeit zur Ansparabschreibung, mit der sich in den meisten Fällen jede Gewinnsteuer vermeiden läßt. Kleinere und mittlere Firmen werden sogar über eine leicht verbesserte Ansparrücklage entlastet. So wurde die Betriebsvermögensgrenze von 210.000 Euro auf 235.000 Euro erhöht. Die geplante Investition muss auch nicht mehr ganz genau bestimmt werden und der Zeitraum wurde von bisher zwei auf jetzt drei Jahre erweitert.

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