Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Juli 25, 2007

Rauchverbot in Brandenburg: Pflichten der Gastronomen bleiben vage.

Der Entwurf des Gesetzes zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in der Öffentlichkeit für das Land Brandenburg wurde am 17. Juli 2007 veröffentlicht.

Zur Frage, wie ein Gastronom das gesetzliche Rauchverbot in seinem Betrieb durchsetzen soll, bleibt der Entwurf abstrakt und vage:
"Soweit den Verantwortlichen nach Satz 1 ein Verstoß gegen das Rauchverbot bekannt wird, haben sie unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um ein Andauern des Verstoßes und weitere Verstöße zu verhindern."
Was sind denn nun "erforderliche Maßnahmen"? Meines Erachtens ist die einzig notwendige und hinreichende Maßnahme, eine Polizeidienststelle zu alarmieren. Die Zuständigkeit wird nach diesem Entwurf zwar den Kommunen zugewiesen, doch Stadtverwaltungen sind in der Regel, wenn gastromische Betriebe brummen, nicht erreichbar. Es wäre aber zu fragen, ob es als erforderliche Maßnahme genügt, zu versuchen, die Stadtverwaltung außerhalb der Büroöffnungszeiten anzurufen, auch wenn dort keiner mehr in seinen Sessel furzt. Man sollte, falls man jemanden anruft, der nicht erreichbar ist und auch keinen Anrufbeantworter geschaltet hat, ein Protokoll erstellen, in dem vermerkt ist, welche Nummer wann angerufen worden ist. Angesichts der vielen rauchenden Gäste empfiehlt sich eine Liste.

Weiter wäre zu fragen, ob man verpflichtet ist, eine nicht besetzte Stadtverwaltung immer und immer wieder anzurufen, oder ob es genügt den Zeitpunkt festzuhalten, zu dem man angerufen hätte, wenn dort jemand rangehen würde.

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Kommentare:
Also wenn ein Wirt im eigenes Haus nicht fähig ist einen Gast darauf hinzuweisen dass das rauchen untersagt ist, und das dieser Wirt dann die Polizei rufen will, ist arm.

Holt er dann auch die Polizei wenn die Kleiderordnung nicht eingehalten, jemand neben die Toilette pinkelt, rumkrakelt o.ä.?

Der Gast wird darauf hingewiesen, ansonsten fliegt er raus, ganz einfach. Stöpt er sich dann immer noch, was unwahrscheinlich ist, kann man immer noch wen rufen.

Nochmal: Bei McDoof muss auch niemand die Polizei rufen weil dort das rauchen verboten ist, die Angestellten, Gäste und Inhaber/anwesender Chef haben genug in der Hose um die entsprechende Hausordnung durchzusetzen.
 
Ein Gastronom wäre bescheuert, wenn er einen Gast rauswirft. Schliesslich ist es sein Geschaeft, Gaeste zu bewirten.

Mit dem gesetzlichen Rauchverbotn versucht der Staat, seine Ordnungsfunktion den Gastronomen aufzuhalsen und sie zu unbezahlten Hilfspolizisten zu degradieren. Deshalb sollte man als Gastronom diesen schwarzen Peter einfach wieder auf den Staat zurueckverlagern.

Wenn der Staat ein Rauchverbot will, soll er es gefaelligst selbst durchsetzen. Gastronomen sind keine Hilfspolizisten.
 
Richtig Herr Schoolmann,

Gastronmen sind keine Hilfspolizisten, sondern Gastgeber!

Bei MC DOOF hat das nicht zwingend was mit "genug in der Hose" zu tun. Der Restaurant Schichleiter erfüllt nur die Vorgaben seiner Restaurantleitung. Die Leitung handelt nach Vorgaben der Konzernleitung. Die Konzernleitung hat gar nichts in der Hose, die handeln ausschließlich nach dem Shareholder Value.

Der Individual Gastronom, der durch zivilen Ungehorsam unseren ausufernden Staat versucht in seine Schranken zu weisen hat zwar grundsätzlich, weil allein, weniger Erfolg (Dank Menschen wie Herrn Schoolmann ist man aber nicht ganz allein....) Er hat aber sehr viel in der Hose, denn er trägt die Konsequenzen seines Handelns in finazieller und ander Hinsicht ganz allein (im Gegensatz zu den Business Kaspern von der Shareholder Valuee Abteilung).

Die Hose anonymer Kommentarschreiber hingegen ist so klein, das man vermuten würde, außer Heisser Luft nichts gewesen.

Gruß

Jörg Meyer
 
Lieber Herr Meyer,

Was das alles mit dem rauchen zu tun hat ist mir nicht klar. Darüber hinaus sind Gastronomen natürlich GASTgeber, und das eben auch für NR. Und da man das nicht einsehen wollte, gibts jetzt ein Gesetz.
 
"Ein Gastronom wäre bescheuert, wenn er einen Gast rauswirft. Schliesslich ist es sein Geschaeft, Gaeste zu bewirten."

Werde ich, wenn ich an die Theke kacke oder Kokse rausgeschmissen? Eigentlich ja dann nicht, weil es "ist ja sein GEschäft" Gäste zu bewirten.
 
Sie, der sich scheut, seinen Namen zu sagen, schreiben,
> Darüber hinaus sind Gastronomen natürlich GASTgeber, und das eben auch für NR. Und da man das nicht einsehen wollte, gibts jetzt ein Gesetz.

Sie missverstehen den Inhalt des "Nichtraucherschutzgesetzes". Es schuetzt keinen Nichraucher davor, vor die Tuer gesetzt zu setzen. Gastronomen behalten ihr Hausrecht. Sie koennen frei entscheiden, wen sie bewirten. Sie muessen einen Raucher nicht vor die Tuere setzen und sie duerfen einen Nichtraucher rausschmeissen. Die meisten Nichraucher sind aber nette Leute und man wird sie gerne weiter bewirten, solange sie nicht anfangen rumzuzicken.
 
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