Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Juli 13, 2007

Rauchverbot in Niedersachsen: Die Kommunen wissen nicht, was sie tun sollen.

"Ein Knöllchen für Rauchsünder", in: Neue OZ online vom 13. Juli 2007.

Bei der Stadt Osnabrück gäbe es zur Frage der Kontrolle noch keine konkreten Überlegungen. Man will erstmals die endgültige Fassung des Raucherdrangsalierungsgesetzes abwarten, dann mit der Polizei reden, "wie es am besten umgesetzt werden kann", das heißt in meinen Worten, wer den Schwarzen Peter nimmt. Bußgelder können ohnehin erst ab dem 1. November 2007 verhängt werden.

Die Polizei indes mag den Schwarzen Peter nicht annehmen. Man werde nicht aktiv werden, sondern nur handeln, wenn sich jemand beschwert und dann auch nur, "sofern es zeitlich und personell möglich ist". "Priorität habe aber immer die Verfolgung von Straftaten." Das will wohl sagen, wenn alle Verbrecher gefangen worden sind. Am Sanktnimmerleinstag.

Lustig ist auch die zitierte Stellungnahme eines Sprechers des Landessozialministeriums. Der hat Rauchsünder mit Falschparkern verglichen. Schade nur für die Politessen, daß Raucher keine Schilder mit den Daten um den Hals tragen, anhand derer man diese Daten aufschreiben kann, und daß es keine Halterhaftung für Raucher gibt.

Daß, angesichts der geringen Bußgelder ab 5 Euro und einer kostenlosen Ermahnung vorab, die eingenommenen Bußgelder ausreichen, die "Raucherpolizei" zu finanzieren, kann sich der Sprecher abschminken. Und angesichts der geringen gesellschaftlichen Akzeptanz der Diskriminierung von Verstößen gegen das Rauchverbot werden die Gerichte allen Versuchen, kostendeckende Bußgelder zu verhängen, also von 100 Euro aufwärts, widerstehen. Hoffe ich wenigstens.

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Kommentare:
"Und angesichts der geringen gesellschaftlichen Akzeptanz der Diskriminierung von Verstößen gegen das Rauchverbot werden die Gerichte allen Versuchen, kostendeckende Bußgelder zu verhängen"

Tja, da sind Sie wohl einer der wenigen die "dagegen" sind. Fakt ist das die gesellschaftliche Akzeptanz groß sein wird, sodaß die Ordnungsbehörden nur bei Wiederholungstätern oder durchgehend renitenten Wirten einschreiten werden. Das wird noch besser klappen als in Italien, weil die Dt. noch gesetzestreuer sind als dort.
 
"Das wird noch besser klappen als in Italien, weil die Dt. noch gesetzestreuer sind als dort."

Heil, mein Anonym.
 
Ich werde das gefühl nicht los das sich unser liebes Deutschland so langsam aber sicher in ein Diktatur Staat verwandelt.Was kommt als nächstes Alkoholverbot? Also "wir leben auch noch" Der Arme Bürger und Otto-Normal Arbeiter hat sowieso kaum Geld um sich Irgentwie mal was zu gönnen.Kein Urlaub,kein Luxus einfach nichts! Man Arbeitet von Früh bis Spät nur noch für Vater Staat,und die Nebenkosten fressen einen auf! Die Politiker sollten mal sehen wie man mit geringem Einkommen eine Familie durch den Monat bringen soll.Und nun wird einem noch das letzte "Funkchen" genommen das Rauchen!
Ich Rauche nicht in meiner Wohnung!! Ich Rauche gern wenn Ich mal Ausgehe,auch nicht in Restaurants! Aber in meiner Stammkneipe werde Ich mir das Rauchen nicht verbieten lassen! Mal abgesehen davon werde Ich im "besoffenen Kopf" sowieso Rauchen drinnen oder draussen! Jeder Nichtraucher hat gefälligst in eine Gastronomie zu gehen,deren Gastwirt eine Rauchfreie Kneipe führen möchte.Und jeder Raucherkneipe sollte auch eine bleiben! Jedem seine Wahl!! Aber wir müssen uns nun mittlerweile sagen lassen was wir machen dürfen und nicht! Ihr werdet sehen das dieses Raucherschutzgesetz dem Staat mehr Unkosten wie Erfolg bringen wird.Und wer darf das wieder bezahlen der "Arme Mann"!!
Ich kann nur noch sagen "Danke Deutschland" "Enig,tut das was wir wollen" Nehmt uns doch die letzte Freude hier zu leben!
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!
 
Ich bin Nichtraucher seit 4 Jahren. Wenn es um Bierkneipen geht, gebe ich meinem Vorredner recht. Wen es stört, soll da halt nicht hingehen. Aber in Gastronomie, wo auch gegessen wird, sollte das Rauchverbot auch durchgesetzt werden. Wenn ich Hunger auf Döner habe will ich nicht meinen Stammdönerladen aufgeben. Und in so einem kleinen Raum mit 3 Stehtischen macht das schon was aus, wenn einer raucht. Voralllem, wenn es der Wirt hinter dem Tresen ist.
 
"Die Politiker sollten mal sehen wie man mit geringem Einkommen eine Familie durch den Monat bringen soll"

Der erste Schritt könnte sein, das sinnlose Qualmen aufzugeben und sein Bier zu Hause zu trinken, statt in einer Kneipe ein Mehrfaches dafür auszugeben.

Rechne mal nach!
 
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