Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, August 09, 2007

Ausserordentliche Kuendigung von Pachtvertraegen wegen Rauchverbot.

Wenig Hoffnung macht Jens Hönig, Referent für Recht in der Düsseldorfer DEHOGA-Geschäftsstelle, Gastronomen, die bei ihm anfragen, ob sie bestehende Pachtverträge wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage in Folge des gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie außerordentlich kündigen können: "Fünf Fragen an", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 9. August 2007.

Wenig beachtet in der laufenden Diskussion um das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie wird der Aspekt, daß das Rauchverbot zu einer erheblichen Veränderung der Bewertung gastronomischer Objekte führen wird:
  • Gaststätten, in denen kein Nebenraum für Raucher vorhanden ist oder geschaffen werden kann, werden im Vergleich zu den anderen Gaststätten an Wert verlieren. Die Pachten für solche Betriebe werden relativ sinken.
  • Gaststätten, die über keine oder wenig Aussenplätze verfügen, werden, wie auch schon verursacht durch das wärmere Klima, relativ an Wert verlieren.
  • Gaststätten, bei denen außerhalb des Gastraums keine attraktive Raucherzone geschaffen werden kann, werden relativ an Wert verlieren.
Mittel- und langfristig wird dies dazu führen, daß viele Einraum-Gaststätten aufgegeben und umgenutzt werden.

Soziologisch betrachtet verlieren damit viele kleine Gastronomen ihre Existenz, Gastronomen, die selbst alltäglich hinter ihrer Theke stehen, Eckkneipen und ähnliche Betriebsformen, die häufig nebenberuflich betrieben werden oder es gerade mal so erlauben, mit selbst verdientem Geld einen Arbeitslosengeldanspruch zu vermeiden. Daß ausgerechnet die sogenannten "Volksparteien" diesem Kneipenproletariat derart in den Rücken fällen, verstehe wer will.

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Kommentare:
Das man der Politik jetzt dies anlastet (die Raucherzimmerregelung) ist wohl etwas einfach. SChließlich forderte der Gaststättenverband Ausnahmen und Raucherzimmer. Diese hat er nun bekommen. Wenn Werverluste dadurch bei "Einraumkneipen" entstehen (Was ich nicht glaube) dann darf man sich bei der Dehoga bedanken.
 
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