Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, August 19, 2007

BioFach 2008: Bio-Wein im Rampenlicht.

Die BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, rückt 2008 den Bio-Wein besonders ins Rampenlicht. Vom 21.-24. Februar 2008 erleben Aussteller und Fachbesucher die größte Bio-Weinfachmesse weltweit im neuen Gewand! Diese verzeichnete 2007 mit rund 300 Ausstellern aus 13 Ländern eine Spitzenbeteiligung. Der Jahrgang 2008 schickt sich nun an, diesen Rekord mit einem geschätzten Zuwachs von mehr als 10 % erneut ins Wanken zu bringen. In der Weinhalle wird Genuss zelebriert! Aussteller und Fachbesucher erleben in tageslichtdurchfluteter Wohlfühl-Atmosphäre das internationale Spektrum des Bio-Weins in einer Halle vereint. Insgesamt erwartet der Messeverbund BioFach und Vivaness 2008 rund 2.600 Aussteller (2007: 2.565) und wieder rund 45.000 Fachbesucher (2007: 45.520).

In der Weinhalle präsentieren sich Winzer aus den führenden Bio-Weinbau-Nationen Italien, Frankreich, Spanien, aber auch aus Argentinien, Chile, Deutschland, Griechenland, Österreich, der Türkei oder Ungarn. Kleinere, unbekannte Provenienzen werden ebenso erwartet. Deren Weine gilt es neu zu entdecken - zum Beispiel in der von Weinfachkräften betreuten Verkostungszone der Weinhalle, der Vinothek. Der Fachbesucher hat dort die Möglichkeit, sich einen Überblick über das Bio-Weinangebot der gesamten BioFach zu verschaffen. Anmeldungen für die Vinothek sind in den Kategorien "rot", "weiß", "rosé", "Dessertwein" oder "Schaum-/Perlwein" möglich.

Der Besucher kann die Weine entweder nur begutachten oder sich bei der Degustation eingehender mit einzelnen Weinen beschäftigen. Dabei bleibt es ihm überlassen, ob er dies selbstständig oder mit fachlicher Beratung tun möchte. Hallenrestaurant und Geschmacksparcours überraschen den Gaumen mit außergewöhnlichen Sinneswahrnehmungen. Dabei bietet die Weinhalle der BioFach spannende Erlebnisse, die über den Klassiker "Schokolade+Wein" hinausgehen. Auch der Durst nach Wissen und Informationen rund um das Thema Bio-Wein wird im Forum und auf der Bühne gestillt.

Innenarchitektonisch bekommt die Weinhalle ein völlig neues Gesicht. Die Aussteller dort können aus verschiedenen Stand-Konzepten im modernen, exklusiven Design wählen. Einzel- und Gemeinschaftspräsentation auf einer der Plazas sind möglich.
"Wir wollen mit unserem neuen Wein-Konzept einen Trend unterstützen und einem wichtigen Segment des Bio-Marktes eine internationale, umfassende und hochwertige Plattform bieten. Bio-Wein birgt ein enormes Potential und wird auf der BioFach 2008 entsprechend präsentiert"
so Udo Funke, Projektleiter BioFach und Vivaness.

Auch 2008 werden im Rahmen des jährlichen Weinpreises wieder Bio-Spitzenweine prämiert (Anmeldeschluss: 5. Oktober 2007, www.biofach.de/weinhalle). Zuletzt stellten sich rund 1.000 Weine der kritischen Fachjury, die 76 Mal "Gold" bzw. "Großes Gold" vergab.

Erstmals verleiht die BioFach 2008 auch einen Preis für die besten Olivenöle aus Bio-Anbau. Die Fachbesucher wählen ihre Favoriten, die am Messesamstag gekürt werden.

Zweistellige Zuwachsraten bei Bio-Wein in Deutschland

An der Spitze der internationalen Bio-Wein-Statistik liegt Italien mit ca. 30.000 ha Rebfläche. Jeweils etwa halb so viel, ca. 15.000 ha, entfallen auf Frankreich und Spanien. Bio-Weinbau, der in ganz Europa kaum mehr als 4 % und in Deutschland nach Expertenschätzung 2 % der Weinproduktion ausmacht, verzeichnet hierzulande seit ein paar Jahren zweistellige Zuwachsraten. In Deutschland werden etwa 2.000 ha Rebfläche ökologisch bewirtschaftet. Circa 80 % der über 400 Betriebe sind in den nationalen Bio-Verbänden wie Ecovin, Bioland, Naturland oder Demeter organisiert. 15 Bio-Weingüter mit 260 ha Rebfläche sind Mitglieder im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP).
"Die Erzeugung von Bio-Wein verlangt ganz besonderes Fachwissen im Weinberg. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel zwingt den Bio-Winzer zum sensiblen Umgang mit seinen Reben"
erklärt Branchenkenner und Weinfachhändler Martin Kössler aus Nürnberg.

Den Ausbau im Keller regelt allerdings (noch) keine Bio-Verordnung. Daran wird gearbeitet. 2009 soll es EU-weite Kellerrichtlinien für Weine aus biologischem Anbau geben. Bio-Wein ist bisher Wein aus Trauben, die kontrolliert biologisch angebaut werden.

Die Frage, wie der Bio-Wein der Zukunft produziert wird, beschäftigt auch Steffen Christmann, VDP-Präsident. Er möchte seine Mitglieder zu einer Rückkehr zur reinen Natur motivieren:
"Um auch in Zukunft Qualität zu ernten, müssen der Boden und die Rebe wieder gesunden."
Der Markt für Bio-Wein gewinnt nach Ansicht von Branchenkennern insgesamt an Selbstbewusstsein und Anerkennung. Die Zeichen für Bio-Wein stehen eindeutig auf biodynamisch.

Man(n) kauft Bio-Wein

Glaubt man einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung von TNS Emnid, Bielefeld, gilt es vor allem, die Männer für Bio-Wein zu begeistern. Bisher waren in erster Linie Frauen Bio-Käufer.

Deutsche Männer hingegen sind "Bio-Muffel", so das Ergebnis der Studie. Der Grund: fehlende Information über Bio-Produkte. Haben Männer sich informiert, werden drei Viertel von ihnen zu Bio-Käufern. Frauen entscheiden sich für Bio-Wein vorwiegend aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen, Männer suchen eher den Qualitätskick. Hier liegt ein großes Potential für den Bio-Wein, denn ebenso wie die Erzeugung ist auch der Weinkauf nach wie vor eher Männersache.

Hochwertiger Bio-Wein sehr gefragt - gerne aus dem eigenen Land

Was regionale Präferenzen der deutschen Kunden angeht, werden Weine aus Übersee und Spanien stark nachgefragt. Aber auch Bio-Weine aus dem eigenen Land sind sehr beliebt. Peter Riegel, Branchenkenner und Weinhändler, Orsingen:
"Deutsche Weine, die lange im Schatten der Mittelmeerweine standen, sind zurzeit sehr gefragt, besonders typische Sorten wie Riesling oder Weißer, Grauer und Spätburgunder."
Am liebsten trinken die Deutschen Bio-Wein zwischen 5 und 7 EUR. Trotz guter Qualität haben es Bio-Weine zwischen 7 und 10 EUR deutlich schwerer.

Weinfachhändler freuen sich aber über starke Zuwächse bei Markenweinen im Preisbereich über 10 EUR. Experten zufolge treten diese künftig mit sehr viel Power aus ihrem Nischendasein heraus. Eine Entwicklung, die auch Jürgen Schmücking von BioAustria bestätigt.
"Diese Weine werden zur echten Qualitätsbewegung im Weinbau. Wer künftig Spitzenweine produzieren will, wird um hochwertigen Bio-Weinbau nicht herumkommen."
(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

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