Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, August 09, 2007

Blitzumfrage und Unterschriftenaktion: Über 27.000 Gaeste und Gastronomen fordern Wahlrecht beim Nichtraucherschutz in kleinen Betrieben.

"Wir machen uns für ein Wahlrecht mit Deklarierungspflicht zugunsten kleiner Ein-Raum-Betriebe stark, solange großzügige Ausnahmen beim Nichtraucherschutz für Volksfeste, Festzelte und Betriebe mit separaten Raucherräumen geplant sind. Das ist die Grundlage für einen fairen Wettbewerb"
unterstreicht Helmut Otto, Präsident des DEHOGA Gastgewerbe NRW. Er sieht sich durch eine Umfrage mit Unterschriftensammlung bestätigt, die der Hotel- und Gaststättenverband an Rhein und Ruhr durchführte und deren Schwerpunkt in der getränkeorientierten Gastronomie lag:
  • Insgesamt beteiligten sich rund 1.200 Betriebe zwischen Bielefeld und Aachen, die in ihren Betrieben bis dato über 27.000 Unterschriften von rauchenden wie nicht rauchenden Gästen sammelten.
  • 96 Prozent der Kneipenbesitzer treten vor dem Hintergrund der Ausnahmetatbestände des Eckpunktepapiers von NRW-Gesundheitsminister Laumann für eine Deklarierungspflicht (ob Raucher- oder Nichtraucherbetrieb) ein.
  • Drei Prozent bevorzugen ein generelles Rauchverbot.
  • Nur ein Prozent hält den Vorschlag aus dem Ministerium für tragbar.
Betrachtet man sich die Gastronomie insgesamt, ergibt sich folgendes Bild:
  • 94 Prozent aller Befragten (Betreiber von Restaurant, Bars, Cafés, Bistros, Kneipen, Kombibetrieben) lehnen das Eckpunktepapier ab
  • 73 Prozent bevorzugen ein Wahlrecht für kleinere Betriebe,
  • 21 Prozent fordern ein generelles Rauchverbot.
"Viele, gerade Kneipiers, fürchten um ihre Existenz, wenn nebenan, in größeren Betrieben, noch geraucht werden darf. Darüber hinaus stehen Arbeitsplätze und der Sozialraum Kneipe insgesamt auf dem Spiel"
so Helmut Otto.
"In der Diskussion um Rauchverbote werden die Kneipengänger, für die ihr Stammbetrieb, das zweite Wohnzimmer ist, gar nicht gehört. Stattdessen streiten sich Mediziner, Politiker und Juristen was gut und schlecht für unsere Gäste ist."
Auf die Frage: Wie groß ein kleiner Ein-Raum-Betrieb sein darf, antworteten 75 Prozent der Kneipiers (52 Prozent gesamt): bis 100qm.
>br>Der DEHOGA setzt auf die noch bestehende Gesprächsbereitschaft des Arbeits- und Gesundheitsministers Laumann und knüpft an die Aussage aus der Presseerklärung des Ministers vom 12. Juni an:
"Sollte es im Gesetzgebungsverfahren weitere, über die Eckpunkte hinausgehende und belastbare Vorschläge geben, so werden diese im weiteren Verfahren geprüft."
Helmut Otto sieht in den Ergebnissen der Umfrage und der Unterschriftensammlung zweierlei:
"Erstens möchten die Menschen, gerade in Kneipen, weiterhin rauchen. Zweitens ist unsere Umfrage belastbar und geeignet, als Grundlage für die geforderte Ausnahme für kleine Betriebe zu dienen."
(Quelle: Pressemitteilung der DEHOGA Nordrhein-Westfalen)

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Kommentare:
Wenn man natürlich Kneipengäste fragt (die zu 90% rauchen) ist das Ergebniss klar. Das gleiche bei den Wirten.

Das die Gäste 0% Wahlfreiheit haben wenn es nur Raucherkneipen gibt, sagt Herr Otto nicht. Natürlich "wollen Raucher rauchen", aber sie sind ja auch süchtig. Und kommen trotzdem in rauchfreie Kneipen.

Und im Gegensatz zu den 12.000 Stimmen, gibt es 79 Millionen die nicht dafür gestimmt haben. Die Umfrage ist also nicht belastbar.

Und weil "kleine BEtriebe" keine Nebenräume einrichten können zu fordern, diese sollen des rauchen erlauben können, ist doch unsinn, logischer wäre es zu fordern das die großen keine Raucherräume kriegen dürfen.

Herr Otto fordert mit seinem komischen qm-Modell also noch mehr Bürokratie.

Representative Umfrage der IHK Rostock:

Die Diskussion über den Nichtraucherschutz im Gastgewerbe hält an. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Saisonumfrage Tourismus Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe auch nach Regelungen und Angeboten zum Nichtraucherschutz befragt. Die Ergebnisse zeigen: Ein generelles Rauchverbot findet vor allem bei den antwortenden Gastronomen einen deutlichen Zuspruch.
So geben 44,9 % der antwortenden speise- und getränkegeprägten Gastronomie an, dass sie ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie aus Ihrer Sicht für am besten halten


Nur 19% der Gastronomen plädiert für eine freiwillige Selbstverpflichtung...

http://www.rostock.ihk24.de/servicemarken/aktuell/presseinformationen/Mai_2007/PI_230507.jsp
 
Jetzt wird die Argumentation langsam wirklich abenteuerlich. Auf einmal kritisiert die Raucherlobby die sinnvollen Ausnahmen im Gesetz, nämlich dass in größeren Läden Raucher ihren eigenen Raum bekommen können, wo sie niemanden stören?

Jesus, das ist ja so, als wenn ich Restaurants kritisiere, weil sie ihren Gästen etwas zu essen anbieten, weil ja die Kneipe um die Ecke dadurch benachteiligt ist, die keine Küche hat.

Wer es immer noch nicht verstanden hat: Die neuen Gesetze sollen nicht Rauchen verbieten, sondern Nichtraucher schützen. Wer weiterrauchen will, soll dies gerne tun, sofern er das in separaten Räumen tut.
 
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