Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, August 19, 2007

Ein Jahr Antidiskriminierungsgesetz und die negativen Folgen fuer Stellenbewerber.

Das Antidiskriminierungsgesetz ("Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz") ist seit einem Jahr in Kraft. Es hat negative Folgen für Stellenbewerber:
  • Die Unternehmen sagen in Stelleninseraten nicht mehr ehrlich, was sie suchen. So nehmen auch solche Bewerber den Zeitaufwand und die Kosten in Kauf, die bestimmt keine Chancen haben. Beispiele: Es wird eine weibliche Servicekraft gesucht, aber man schreibt die Stelle geschlechtsneutral aus, um eine Klage zu verhindern. Man sucht eine zum gastronomischen Konzept passende junge Servicekraft, hütet sich aber davor eine Altersgrenze anzugeben oder darauf hinzuweisen, daß man eine Bewerberin für ein "junges Team" sucht.
  • Den Empfehlungen einiger Juristen folgend, verzichten Unternehmen in ihren Stellenanzeigen gerne darauf, Fotos zu verlangen oder auf "vollständige Bewerbungsunterlagen", um dem Vorwurf einer Diskriminierung wegen der Rasse oder Herkunft zu entgehen. Bewerbungen, die dann tatsächlich kein Lichtbild enthalten, werden dann häufig ausgesondert, weil ein gutes Aussehen in vielen Berufen mit zahlreichen persönlichen Kontakten ein wichtiges Auswahlkriterium ist.
  • Unternehmen geben die Bewerbungsunterlagen erst nach drei Monaten zurück, um sich für den Fall einer Klage die Belege zu sichern. So erspart man sich das Kopieren der Unterlagen. Die Bewerber hingegen benötigen insgesamt mehr Kopien, weil sich der Rückfluß der Unterlagen erfolgloser Bewerbungen verlangsamt.
  • Die Absagen werden nicht mehr begründet, um Klagen wegen Diskriminierung zu vermeiden. Damit entgehen den Bewerbern Informationen, die ihnen helfen könnten, ihre Bewerbungsstrategie zu verbessern oder auch persönliche Defizite abzubauen.
  • Nicht wenige, vor allem kleine und mittlere Unternehmen machen das, was auch ich empfehle, gar keine Stellen mehr auszuschreiben. Siehe dazu: "Antidiskriminierungsgesetz". Dies hat zur Folge, daß solche Bewerber, denen es an Beziehungen mangelt, von zu besetzenden Stellen gar nicht mehr erfahren. Davon betroffen sind etwa Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende, aber auch Zugereiste.
Zusammengefaßt kann man sagen, daß das Antidiskriminierungsgesetz die Transparenz auf dem Arbeitsmarkt verringert.

Siehe dazu auch: "Antidiskriminierungsgesetz wird ein Jahr alt", in: Westfälische Nachrichten vom 18. August 2007.

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