Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Auch keine Rauchverbotskontrollen in Stuttgart, Tu... » | Kostenlose Gummibaerchen, Zigarren und Zigaretten.... » | Wenig Gelegenheit fuer Rauchverbots-Kontrollen in ... » | Muffesausen. » | Oekonomisch oekologischer Austausch an der Fakulta... » | Befuerchtungen am Vorabend des gesetzlichen Rauchv... » | Der Kantinenblogger. » | Bio-Imbiss. » | China Fan Imbiss, Bamberg. » | Bitte haben Sie Verstaendnis. »


Mittwoch, August 01, 2007

Nah am User, nah am Gast.

Viele Gastronomen haben sie bereits, andere planen gerade. Für alle gilt aber, dass die eigene Unternehmenshomepage im Dschungel der Online-Aktivitäten immer neue Fragen aufwirft. Im Zeitalter von DSL und einer stetig steigenden User-Zahl gilt für jeden gastronomischen Betrieb: Nicht alles was kostspielig ist, muss auch gut und effizient sein. Auf jeden Fall beschert online neue Chancen auf dem Weg zum Gast! Denn die Nutzungsmöglichkeiten scheinen noch lange nicht ausgereizt. Das Internet gewinnt gerade in jüngster Vergangenheit eine neue Dynamik. Zuhause und am Arbeitplatz ist das Medium nicht mehr wegzudenken. Es greift immer stärker in die Lebensabläufe ein - für den Gastronomen Grund genug, dabei zu sein.

Zukunftsträchtige Kommunikations- und Informationsplattform

Die eigene Internetseite bedeutet für Betriebe mit unterschiedlichsten gastronomischen Konzepten nicht nur eine zukunftsträchtige Kommunikations- und Informationsplattform, sondern auch die virtuelle Visitenkarte. Sozusagen das Aushängeschild von morgen.
"Von einem Online-Auftritt kann der Betrieb nur profitieren. Wer die Servicemöglichkeiten des Internets nutzt, kann auf zeitgemäße Art und Weise das komplette Angebotsportfolio des Unternehmens darstellen und online Gäste zum Besuch motivieren. Ein ansprechender Internetauftritt ist ein wirksames Marketinginstrument, das im zentralen Business-to-Consumer-Umfeld nicht fehlen sollte,"
analysiert Veltins-Marketingdirektor Herbert Sollich den Status einer gastronomischen Online-Präsenz. Auch Hans-Dietmar Wosberg, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Westfalen, vertritt die Ansicht, dass eine Internetpräsentation gerade im Bereich Hotel und Gastronomie immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Doch wie hat er auszusehen, der perfekte Auftritt im Netz? Worauf muss geachtet werden, was darf auf keinen Fall fehlen?
"Wer einen professionellen Onlineauftritt wünscht, sollte sich diesen schon von einem Internet-Fachmann planen lassen,"
rät Oneline-Designerin Nina Winkelmann. Denn schließlich gehe es um den professionellen Auftritt eines Betriebes. In Zeiten der intensiven Online-Nutzung mit weit verbreiteter DSL-Flatrate gestalten sich Erfahrungen und Vorlieben der Internetnutzer facettenreicher denn je.
"Damit steigen auch die Ansprüche an den Auftritt,"
sagt Veltins-Marketingdirektor Herbert Sollich. Die kompetente Unterstützung vom Fachmann, der nicht immer gleich Unsummen verschlingen muss und auch nicht sollte, ist Garant dafür, dass alles einwandfrei läuft. Ideale Ladezeiten der einzelnen Seiten und rechtliche Bestimmungen werden vorausgesetzt. Und die Pflege und Aktualität der Daten kann in externe Hände abgegeben werden.

Professionelle Homepage vom IT-Dienstleister

Auch Ralf Versteegden, Geschäftsführer der Hamburger Internet-Agentur Vesch, plädiert dafür, das Projekt "eigene Homepage" mit professioneller Unterstützung anzugehen. Sein Tipp an den Gastronom:
"Erst ganz viele Webseiten ansehen, um ein Bild davon zu bekommen, was man will und wie man es will. Dann mit klaren Vorstellungen zu einem Dienstleister gehen."
Dabei entwickelt sich eine Homepage im Austausch mit dem IT-Spezialisten geradezu fließend, da es immer noch viele Ergänzungen gibt oder neue Ideen, die noch berücksichtigt werden können. Ganz wichtig ist für ihn die Aktualität einer Seite:
"Wer einen Auftritt plant, sollte mit dem Inhalt immer so aktuell wie möglich sein - sei es mit Veranstaltungen, Speisenkarten oder Öffnungszeiten."
Aktualität der Homepage ist Pflicht

Wenn ein Gast online bucht oder seine Kontaktdaten hinterlässt, müsse er auf jeden Fall zurück gerufen werden. Denn nichts ist schlimmer, als wenn der Gast mit seiner Buchungsanfrage im World-Wide-Web ganz alleine bleibt. Wichtig ist: Innerhalb der Navigationsleiste sollte eine schnelle Kontakt- und Reservierungsmöglichkeit gegeben werden.
"Hier kann mit einem 'Call-Back-Button' gearbeitet werden, bei dem der User seine Telefonnummer und die gewünschte Rückrufzeit angibt"
schlägt Versteegden vor. Ebenso darf bei den Kontaktdaten eine Faxnummer, die Adresse und eine Anfahrtsbeschreibung nicht fehlen. Eine weitere Möglichkeit, mit den Usern in Kontakt zu treten, kann über die Registrierung für einen Newsletter geschehen. Dieser informiert zum Beispiel über Events, Veranstaltungen, Aktionen, Speisenkartenänderungen oder könnte auch Partybilder enthalten. Wichtig sei hierbei, das sogenannte "Double-Opt-In-Verfahren" anzuwenden.
"Hierbei registriert sich der User im Web, bekommt daraufhin eine E-Mail mit einem Link. Auf diesen Link muss der User dann klicken, um die Anmeldung zu bestätigen"
erklärt Ralf Versteegden. 90 % der Newsletterversender nutzen laut Versteegden dieses Verfahren nicht, was rechtlich bedenklich ist und in Zukunft zu Abmahnungen führen kann. Ein wichtiger Punkt, der bei einem Online-Auftritt unbedingt eingehalten werden muss, ist ein rechtlich einwandfreies Impressum:
"Viele, gerade kleinere Betriebe machen in diesem Bereich Fehler. Beim Impressum muss das neue Teledienstgesetz präzise beachtet werden - sonst drohen teure Abmahnungen"
warnt Ralf Versteegden. Apropos Recht: Im Impressum muss laut §5 des Telemediengesetzes laut der "Allgemeinen Informationspflichten" unbedingt Name und Anschrift, die Adresse für elektronische Post, das Handelsregister und die Umsatzsteueridentifikationsnummer hinterlegt sein.

Texte sollten kurz und knackig sein

Informationen besitzen stets Priorität, sollten aber mediengerecht aufbereitet werden.
"Die Texte sollten kurz und knackig sein – am Monitor ist es schwieriger aufmerksam lange Texte zu lesen"
spricht Nina Winkelmann ein Problem vieler Internetseiten an, die mit viel zu langem Text völlig überfrachtet wirken und den User sicherlich nicht zum Lesen animieren. Man kann viel mit Tabellen arbeiten, um eine Seite übersichtlich und strukturiert zu halten.
"Generell sollte das Look & Feel einer Internetseite immer zu dem Objekt und der Zielgruppe passen – das ist ganz wichtig,"
rät der Internetexperte Ralf Versteegden und meint den gesamtästhetischen Auftritt der Homepage. Man sollte sich hier nicht dem Geschmack des Web-Designers anpassen, sondern den Stil und das Corporate-Design des eigenen Objekts präsentieren und auch einfordern. Auch Mediendesignerin Nina Winkelmann rät zu einer guten Abstimmung zwischen Gastronom und Web-Desinger:
"Der Objektbetreiber sollte auf jeden Fall im Vorfeld grob wissen, was er will. Es ist hilfreich, wenn der Kunde in etwa weiß, in welchem Stil er die Seite gestaltet haben möchte oder auf welche Fotomotive er Wert legt."
Gerne setzt sie in Praxis die Wünsche und Anforderungen so um, wie der Kunde es wünscht,
"obwohl es natürlich immer schön ist, wenn da auch Platz für die eigene Kreativität bleibt"
meint die 28-Jährige. Als Bestandteile für einen gelungenen Online-Auftritt sind dabei auch die perfekte Bildschirmauflösung, realitätsnahe Fotos und 360 Gradaufnahmen hilfreich, um den User und späteren Gast
"einen schönen und realistischen Eindruck vom Objekt zu geben."
Traditionelles kann im Web sehr innovativ präsentiert werden

Dabei muss ein traditioneller Landgasthof längst nicht auf technische Raffinessen in der visuellen Gestaltung verzichten – ganz im Gegenteil:
"Auch Traditionelles kann im Web sehr innovativ und technisch bzw. gestalterisch hochwertig präsentiert werden"
weiß Ralf Versteegden aus vielen gelungen Praxisbeispielen. Nichts spricht seiner Ansicht dagegen, einen traditionellen Gasthof mal mit witzigen Einfällen in Szene zu setzen. Ob Szene-Gastronomie oder Wandergasthof, für beide Kundengruppen kann mit Flash-Applikationen, Verlinkungen und Gästebuch gearbeitet werden. Besonders der Szene-Gastronomie rät Versteegden mit typischen Web 2.0-Inhalten zu arbeiten. Das bedeutet, dass den Usern die Möglichkeit gegeben wird, selbst aktiv zu werden und den Inhalt der Seite zu generieren.

Menüführung und Navigationsleiste so übersichtlich wie möglich

Überhaupt sollte darauf Wert gelegt werden, die Menüführung und Navigationsleiste so übersichtlich wie möglich auszurichten.
"Wenn sich der Gast auf einer Internetseite nicht zurecht findet, dann wird er die Seite schnell wieder verlassen"
so Nina Winkelmann. Auch auf schnell sich wechselnde Bilder und aufspringende Pop-Ups kann verzichtet werden – diese machen eine Homepage nur unnötig unruhig.
"Events oder Inhalte können auch direkt auf der Homepage hervorgehoben werden, z.B. mit einem Werbefeld oder Bannern in eigener Sache"
schlägt Vesch-Geschäftsführer Ralf Versteegden vor. Geeignete Bilder sind für einen gastronomischen Auftritt allerdings unverzichtbar.
"Und dann dürfen es ruhig professionelle Bilder sein."
Ob Food-Fotografie oder eine Darstellung der Hotelzimmer oder Außengastronomie – die Fotos müssen großformatig, aber für den Webauftritt entsprechend komprimiert werden.
"Das sollte schon ein Profi machen,"
rät Versteegden, denn welcher Gast warte schon gerne auf ein Foto, das Minuten braucht, um geladen zu werden. Im Bereich Fotos kann auch mit 360 Grad-Ansichten, die in Flash programmiert sind, gearbeitet werden. Sie sollten jedoch wirklich authentisch sein und viel vom Ambiente, dem Interieur und auch den Gästen wiedergeben. Schnell vorstellbar, dass ein imposanter Kameraschwenk über den vollbesetzten Biergarten zum Besuch motiviert. Heute verfügen fast 80 % aller User über schnelle DSL-Verbindungen, so Versteegeden. Daher wird am PC nicht nur erwünscht, sondern vielmehr auch erwartet, dass auf gastronomischen Seite mit großen "Visuals" gearbeitet wird.

Besucher auf die eigenen Homepage locken

Das Schlüsselwort heißt heute "Seeding" und meint das Promoten der eigenen Website, damit genügend Traffic generiert wird und potenzielle Gäste überhaupt auf die Seite aufmerksam werden. Hier kann mit Verlinkungen gearbeitet werden, zum Beispiel auf passenden Portalen in der Region, auf Stadtportalen und ähnlichen Seiten wie www.qype.de. Auch mit definierten Überschriften, die dann von Suchmaschinen gefunden werden, können Besucher auf die eigenen Homepage gelockt werden - da ist Pfiffigkeit und Sachkenntnis gefordert, um die Möglichkeiten der eigenen Seite später vollends nutzbar zu machen. Der Gast wird die Mühen schließlich belohnen – mit dem Besuch im Objekt oder im Biergarten.

(Quelle: Pressemitteilung von Veltins Bierpresse)

Labels: ,


Kommentare:
Ich dachte das Impressum muss seit Neustem nur noch auf die Webseite, wenn AUF dieser Seite Produkte zum Kaufen angeboten werden?

Gaststättenseiten fielen demnach nicht mehr darunter. Oder irre ich mich da?

Manchmal denke ich dieser Impressumswahn pflanzt sich fort wie die falsche Interpretation des Gerichtsurteils, das eben KEINE Distanzierung zu Links zulässt.

W.P.
 
Ich weiss nicht, wie Sie darauf kommen (Quelle?). Nach dem Teledienstgesetz ist man zu einem Impressum verpflichtet, wenn man

- geschäftsmäßig
- Informationen über Produkte und Dienstleistungen

anbietet.

Bei Gaststätten ist klar, dass sie geschäftsmäßig agieren, da Gaststätten Gewerbebetriebe sind.

Informationen über Produkte und Dienstleistungen werden Gaststätten in fast allen Fällen anbieten. Theoretisch mag es aber denkbar sein, daß man eine Gaststättten-Website so gestaltet, daß sie keine solche Informationen enthält.

"Entschärfungen" der Impressumspflicht gibt es meines Wissens in der Rechtsprechung nur insoweit, als die Anforderungen an die Erreichbarkeit des Impressums etwas gelockert worden sind. Man muss nicht mehr von jeder Page einer Website mit einem Klick das Impressum erreichen können.

Und es wurde klargestellt, daß nur noch Wettbewerber gegen Verstöße vorgehen können (Ansrüche aus dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb), so daß das Risiko, abgemahnt zu werden, gesunken ist, gerade weil in der Branche Gastrnomie Kollegen selten gegen andere Kollegen wegen Verstößgen gegen das UWG vorgehen. Abmahnen könnten auch noch die akkreditierten Verbaucherschutzverbände, doch die legen sich lieber mit großen Handelsunternehmen an.
 
Ich meinte dies sogar hier in den Gedankensplittern gelesen zu haben. Meine Suche danach blieb aber erfolglos - ich habe "Impressum Gedankensplitter" in die Suchfunktion unter abseits.de eigegeben. Es gibt nur 3 Ergebnisse.

Es kann aber durchaus sein, dass ich die Einzelheiten nicht mehr genau im Kopf habe.

W.P.
 
Ich habe früher einmal angezweifelt, ob in bestimmten Ausnahmefällen im Impressum auch die Aufsichtsbehörde angegeben werden muss:

Siehe dazu:
http://www.abseits.de/weblog/2002/08/von-einem-leser-wurde-ich-auf-einen.html

Für Websites, die der Vermarktung von gastronomischen Betrieben dienen, würde ich diese Pflicht zur Angabe der Aufsichtsbehörde nicht verneinen.

Da sich die Auffassung, die Aufsichtsbehörde müsse angegeben werden, mittlerweile aber durchgesetzt hat, würde ich dazu raten, sie eher anzugeben als nicht. Schaden tut das dem Gastronomen nicht. Warum sollte man sich also der Gefahr aussetzen, wegen einer fehlenden Angabe abgemahnt zu werden?
 
Kommentar veröffentlichen