Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, August 16, 2007

Tabakprohibition.

Unser Staat nutzt die lehrreichen Erfahrungen der Alkoholprohibition in den USA, wo das Alkoholverbot zu einem immensen Anstieg der organisierten Kriminalität geführt hat, um auch in Deutschland die organisierte Kriminalität konsequent zu fördern.

Man fokussiert dabei auf Zigaretten:
  • Mit einer exorbitanten Steigerung der Tabaksteuer (fünf Erhöhungen seit 2002) konnte der Marktanteil der Kriminellen auf über 20% gesteigert werden. In Teilen Deutschland liegt er bereits über 50%. Der legale Markt konsolidiert. Viele Tabakwarenhändler mußten den Kriminellen weichen.
  • Die Automatenbetreiber wurden mit erheblichen Investitionen in ihre Automaten belastet. Geschickt wurden schrittweise immer neue Anforderungen formuliert. Allein im vergangenen Jahr fielen Umrüstkosten von 60 Millionen Euro an. Kriminelle Wettbewerber profitieren, denn sie sind auf Automaten nicht angewiesen, da ihre Verdienstspannen so hoch sind, daß sich händisches Verkaufen rechnet (stangenweise auf den Straßen und zunehmend per Paketzustellung in Wohnungen, teilweise per Abonnement). In diesem Jahr fallen durch die Anhebung des Abgabealters weitere sechs Millionen Euro für die Umstellung. Siehe dazu: "Tabakwarenhändler warnen vor drastischer Zunahme des Schwarzhandels", in: Markenpost.de vom 19. Juni 2007.
  • Das geplante Rauchverbot in der Gastronomie dürfte die Marktbedingungen für die organisierte Kriminalität weiter verbessern. Wenn in der Gastronomie überwiegend nicht mehr geraucht werden darf, wird der Umsatz mit den dort aufstellten Zigarettenautomaten weiter zurückgehen. Wenn die Raucher immer mehr zu Hause rauchen, werden sie sich Zigaretten auch dorthin liefern lassen. Mittlerweile gibt es ein gut organisiertes Netz, das per Multi-Level-Management Zigaretten in die Haushalte distribuiert. Die Kunden werden über Mundproganda gewonnen bzw. im Bekanntenkreis der Verkäufer des letzten Levels angesprochen. Sie bestellen eine bestimmte Anzahl von Stangen Zigaretten und werden etwa einmal monatlich beliefert. Aufgrund des engen persönlichen Kontaktes ist das Risiko erwischt zu werden, erheblich geringer als beim Straßenverkauf an jedermann. Deshalb kann die organiserte Kriminalität bei der Rekrutierung von Tätern des niedrigsten Levels auf Menschen zurückgreifen, die nicht mehr ethnischen Randgruppen angehören müssen.

    Teilweise entwickelt sich diese Vertriebsform auch zum "Network Marketing" weiter. Der Käufer wirbt im Freudes- und Bekanntenkreis weitere Abnehmer an und bestellt für diese mit (Sammelbesteller).
Von der staatlichen Förderung der organisierten Kriminalität wird auch die illegale Gastronomie profitieren wie in den 20er Jahren die sogenannten Speakeasy, illegale Kneipen oder Clubs, in denen hochprozentiger Alkohol ausgeschenkt wurde. Deren Geschäftsmodell basiert auf persönlichen Beziehungen ihrer Gäste (Zutritt bekommt nur, wer von Stammgästen empfohlen wird) und der Bestechung der Aufsichtsbehörden und der Polizei, um vor Razzien gewarnt zu werden.

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Kommentare:
Erstens mal sind die Theorien totaler Blödsinn, zweitens gibt es gar keine Tabakprohibition (meines Wissens gibt es in Dt. die meisten Zigarettenautomaten der Welt, man darf sogar legal in Nebenräumen in Gaststätten rauchen, Werbung ist auch erlaubt), und drittens müsste man dann sofort den Kokain- und Heroinhandel legalisieren, weil es ja jetzt soviel Schwarzhandel gibt.

Die Vermutung es würden jetzt tausende illegale Raucherclubs entstehen entbehrt auch jeder Grundlage (es gibt einfach keinen Bedarf, den meisten Rauchern ist es wichtiger in voller Hütte zu feiern, als heimlich zu fünft zu rauchen).

Deutschland ist immer noch eines der liberalsten Raucherländer (Raucherzimmer, Tabakwerbung, Sponsoring, Zigarettenautomaten, freie Verfügbarkeit von Zigaretten alle 500m)
 
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