Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, September 13, 2007

DEHOGA Thueringen weist Darstellungen der NGG zurueck.

DEHOGA Thüringen weist Darstellungen der NGG zurück.

Erfurt, 13. September 2007/ Im Thüringer Gastgewerbe ist die Lage trotz anziehender Konjunktur leider noch gedämpft. Dies nicht nur wegen des bevorstehenden Nichtraucherschutzgesetzes, sondern auch wegen der trotz leichter Steigerungen bei den Gästezahlen immer noch stagnierenden Umsätze im ersten Halbjahr 2007.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sprach auf ihrer Pressekonferenz am 10. September in Erfurt zwar von Steigerungen der Umsätze um 5,6 Prozent, doch der Blick in die offizielle Statistik weist für Januar bis Juni 2007 einen realen Umsatzrückgang für das Thüringer Gastgewerbe von 2,5 Prozent aus. Leider sind weder das Beherbergungsgewerbe noch das Gaststättengewerbe im ersten Halbjahr aus den roten Zahlen herausgekommen. Die von der NGG behauptete Umsatzsteigerung ist schlichtweg nicht nachvollziehbar.

Richtig ist wiederum, dass die Zahl der Beschäftigten des Gastgewerbes gering zurückgegangen ist. Dies ist aber nicht, wie von der Gewerkschaft behauptet, ein Rückgang von 2,5 Prozent, sondern die Statistik des Thüringer Landesamtes weist für das erste Halbjahr -0,5 Prozent aus. Diese Zahl muss aber vor dem Hintergrund der dramatischen Rückgänge der Beschäftigtenzahlen im sonstigen Beherbergungsgewerbe von 23,9 Prozent gesehen werden.

Der DEHOGA Thüringen widerspricht weiterhin entschieden, der von der NGG aufgestellten Behauptung, dass die angeblich geringe Entlohnung in der Branche zu dem Rückgang bei den Beschäftigten geführt habe.

Der von der NGG geforderte Mindestlohn von 7,50 Euro kann überhaupt nicht in Rede stehen, da dieser Schritt Personalkostenerhöhungen für die von Umsatzrückgängen geplagte Branche von circa 25 Prozent zur Folge hätte. Dies allein würde, aufgrund der ohnehin geringen Erträge, Preiserhöhungen von sechs bis acht Prozent nach sich ziehen, was schon allein wegen der angespannten Marktsituation vollkommen unvorstellbar wäre.

Das gesamte Gastgewerbe war in den letzten Wochen weiterhin massiven Belastungen ausgesetzt. Diese resultieren
  • aus den Forderungen im Urheberrechts- und Rundfunkbereich,
  • bei den Energiepreisen
  • sowie den Steigerungen bei den Lebensmittelpreisen um teilweise mehr als zehn Prozent.
Natürlich ist das Plus bei den Gästezahlen von über vier Prozent im ersten Halbjahr sehr erfreulich und trägt wohl auch insgesamt zu einem vorsichtigen Optimismus bei. Nicht nachvollziehbare und finanzierbare Lohnforderungen würden hier weitere Unsicherheit mit sich bringen und den leichten Aufwärtstrend sofort im Keim ersticken.

Ein Mindestlohn ist kein probates Mittel in einer Marktwirtschaft und kann auch nicht aus politischen Gründen in Rede stehen, da Tarifpolitik Aufgabe der Tarifpartner ist. Insofern stehen die Arbeitgeber im Thüringer Gastgewerbe zu ihrer sozialen Verantwortung, die aber auch die Sicherheit der Unternehmen umfasst.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).

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