Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, September 30, 2007

Der Raucherrebell.

Vor der Einführung des gesetzlichen Rauchverbots in Niedersachsen war es eine Unique Selling Proposition, eine Nichrauchergaststätte anzubieten. Jetzt sieht das anders aus:
"Ein bisschen was von Asterix hat es schon, was da seit geraumer Zeit in der Gaststätte 'Bauernreihe No. 8' in Tarmstedt vor sich geht. Mir nichts, dir nichts hat sich der Wirt Heiner Schnackenberg mal eben über das seit dem 1. August gültige Rauchverbot in Gaststätten hinweggesetzt und die Aschenbecher wieder aufgestellt. Schon seit einem Monat zieht der blaue Dunst erneut durch das Lokal. Das wissen auch Gäste von außerhalb des Landkreises zu schätzen, die jetzt zum lecker Essen und genüsslich Qualmen nach Tarmstedt kommen."
Heiner Schnackenberg inseriert sogar offensiv, daß bei ihm weiter geraucht werden darf. Er will sich sein Hausrecht nicht nehmen lassen. Mehr über Heiner Schnackenberg, den Raucherrebellen, in der "Bauernreihe No. 8" in Tarmstedt": "Nebel verzieht sich nicht", in: ROW-People.de vom 29. Septmber 2007 und "Tarmstedt - Viel Rauch um nix?", in: Radio Bremen vom 29. September 2007. Radio Bremen schreibt:
"Knapp einen Monat nach Einführung des Rauchverbotes in Niedersachsen pfeifen viele auf das seit dem 1. August gültige Gesetz. Aber kaum einer der Gastwirte, die ihren Besuchern weiterhin das Rauchen erlauben, treiben es so offensiv und bunt wie der Tarmstedter Gastwirt Heiner Schnackenberg."
Erfahren Sie mehr über und vom Raucherrebellen in Statements einer Diskussion auf Radio Bamberg.

Aus Ulm (wo das baden-württembergische Rauchverbot gilt) und Neu-Ulm (in Bayern gibt es noch kein Verbot) berichtet der "Thekenmeister" von leeren Kneipen in Ulm und von "gerammelt" vollen in Neu-Ulm: "Umsatzeinbrüche durch das Rauchverbot" vom 25. September 2007.

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Kommentare:
Nichtraus raus - eine tolle USP! Traurig das der Wirt für seine Ideologie sogar seine sein Geschäft aufs Spiel setzt, anstatt einfach die wenigen Raucher draussen rauchen zu lassen.

Auch aus anderen Bundesländern lässt sich berichten das dort, wo nach rauchen erlaubt ist, gähnende leere herrscht und sich nur wenige Gäste rumtreiben. Die, so ein Wirt, rauchen dann meist nur, und bestellen kaum. In Stuttgart hingegen sind die Kneipen gerammelt voll, die Umsätze steigen.
 
Seit den Rauchverboten in Schottland und Italien gingen die Herinfarkte um über 10 Prozent zurück.

Das bedeutet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass Aktivrauchen Lungenkrebs und Passivrauchen extrem das Herzinfarktrisiko erhöht.

Ich finde es langsam nervend, hier ständig Sympathie für Raucherlokale lesen zu müssen. Das ist in etwaso wie das Argument, Rüstungsabbau gefährde Arbeitsplätze.
 
"..In Stuttgart hingegen sind die Kneipen gerammelt voll, die Umsätze steigen..."
Wir meinen hier beide das gleiche Stuttgart, die Landeshauptstadt von BaWü? Ich war am Freitag dort; die einzigen Kneipen, die gerammelt voll sind, sind die, die das Rauchen weiter erlauben (ein überwiegender Teil der dortigen Gastro). Der Rest...
Im übrigen: wenn sie die Artikel hier nerven, warum lesen sie sie?
 
"Seit den Rauchverboten in Schottland und Italien gingen die Herinfarkte um über 10 Prozent zurück." ... berichtet die Regenbogenpresse. Die Wahrheit sieht anders aus: In Schottland sind die Herzinfarkte schon seit 1998 in der Tendez um jährlich 3% rückläufig. Je nach Jahr und Gegend schwanken die Zahlen allerdings zwischen +10% und -18% (Shetland -60%). Die "Studie" aus Schottland hat einfach die neun "richtigen" Krankenhäuser (von über 100) ausgesucht. Das Ergebnis war beabsichtigt.
In Italien stieg(!) gemäss der Studie die Zahl der Herzinfarkte. Sie sank nur bei den Männern unter 65. Aber interessanterweise war die Herzinfarktrate drei Jahre zuvor ebenso stark gefallen: Wenn es also nicht das Rauchverbot war, was war es dann?
 
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
 
"anstatt einfach die wenigen Raucher draussen rauchen zu lassen."

Die Raucher sind keine willenlosen Objekte, die der Wirt herumkommandieren kann, es sind Menschen wie du und ich (es sei denn..). Wer vor der Tür rauchen will, kann sich vor jede beliebige Tür stellen, dazu braucht er nicht in ein Lokal zu gehen. Der Wirt wird's merken.
 
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