Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Oktober 24, 2007

CSU-Fraktion fuer Rauchverbot ohne Ausnahmen.

Eine Mehrheit der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag hat sich für ein radikales Rauchverbot in der Gastronomie ausgesprochen - ohne Ausnahmen für Bierzelte, Festhallen und Nebenzimmer: "CSU verschärft Nichtraucherschutz - auch die Wiesn wird rauchfrei", in: Augsburger Allgemeine vom 24. Oktober 2007.

Mit einem totalen Rauchverbot müßte logischerweise auch die Verpflichtung für die Gastronomie entfallen, Rauchverbotschilder anzubringen und dafür zu sorgen, daß nicht geraucht wird.

Würde ein solche Vorschlag Gesetzeskraft erlangen, hätten gastronomische Betriebe einen Wettbewerbsnachteil, die auf dem eigenen Betriebsgelände, auf öffentlichen Straßen oder Plätzen oder auf fremdem Gelände in ihrer Nachbarschaft keine Flächen anzubieten haben, auf denen geraucht werden darf. Im Sommer würde sich der Wettbewerbsvorteil von Betrieben mit Außengastronomie verstärken. Im Winter wären Betriebe im Vorteil, die solche Außenflächen, Innenhöfe oder halboffene Bereiche anzubieten haben, in die ihre Gäste zum Rauchen ausweichen können. Die Auseinandersetzungen zwischen Aufsichtsbehörden und Gastronomen würden nicht mehr um die Frage kreisen, wo im Gebäude das Rauchen verboten ist, sondern sich auf die Frage konzentrieren, welche Flächen drinnen oder draußen sind. Einige Beispiele für strittige räumliche Gegebenheiten:
  • überdachte Innenhöfe, deren Überdachung geschlossen oder geöffnet werden kann
  • Flächen, die von zwei oder drei Seiten mit Mauern eingefaßt sind, bei denen aber eine oder zwei Seiten offen sind oder geöffnet werden können.
  • Wintergärten, die geöffnet oder geschlossen werden können.
  • Bierzelte, deren Seiten teilweise oder ganz geöffnet sind bzw. geöffnet werden können.
  • Treppenhäuser, Durchgänge und Durchfahrten, die nicht zum gastronomischen Betrieb gehören, aber von den Gästen faktisch genutzt werden können.

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Kommentare:
Natürlich enthebt ein vollständiges Rauchverbot nicht von der Kennzeichnungspflicht – das Jugendschutzgesetz muss ja u.a. auch aufgehangen werden obwohl "jeder weiß" das 10-jährige keinen Alk bekommen dürfen. Es dürfte wohl kein Problem sein für einen Wirt einfach ein kleines Schildchen aufzuhängen bzw. nebem dem Dehoga-Sign an der Eingangstür zu kleben.

Da in Bayern auch viele chinesische Touristen willkommen sind, sollte diesen das Rauchverbot natürlich auch näher gebracht werden, und das geht am besten mit Schildern/Schild.
 
Man kann natürlich nicht alles bis ins Detail regeln. Auch in Irland gibt es sagenhafte Konstrukte von geschlossenen Zelten draussen die an den richtigen Stellen Löcher haben und die somit als nicht geschlossen gelten. An einem halboffenen Zelt das 5% der Wirte draußen aufstellen worin dann das rauchen erlaubt ist und sich zumindest im Winter ein paar Gäste aufhalten, hat nun wirklich niemand etwas.

Dies sind alles theoretische Fragen die in der Praxis kaum Fragen aufwerfen werden nach Inkrafttreten des Gesetzes.

Auch kleine Kinder können ein offenes Zelt von einem geschlossenen oder einen Innenhof (der zwangsläufig immer offen ist) unterscheiden.

Ansonsten ist und war es schon immer so das Lokale mit Außenbereich Vorteile hatten und haben. Ganz unabhängig vom Rauchverbot.
 
Nikotin ist eine hochgiftige Droge die krank und süchtig macht und jährlich 140 000 Menschen tötet. Darunter 3 300 zwangsberau-chte Nichtraucher, darunter 300 Kinder und Jugendliche. Alle Drogen sind verboten und geächtet
nur nicht Nikotin.
Grund sind hohe Schmiergelder die an die Entscheidungsträger über ein absolutes Rauchverbot immer und überall fließen! Wenn nicht mehr geraucht werden darf, sind alle Probleme gelöst und das Gleichbehandlungsgesetz gewahrt!
Richard Hagenauer
 
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