Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Oktober 24, 2007

Erst einmal abwarten.

Die Süddeutsche Zeitung hat fünf Münchener Gastronomen befragt, was sie vom geplanten Rauchverbot halten: "'Das Ende des zweiten Wohnzimmers'", in: Süddeutsche Zeitung ohne Datum (gesehen am 24. Oktober 2007).

Ob das Rauchverbot für die Gastronomie in Bayern kommen wird, wann und in welchem Umfange ist unklar. Die CSU-Fraktion streitet sich wieder einmal. Nur Schüttel-Schorsch meint, es käme spätestens zum 1. März 2007.

Jürgen Seidel, (CDU), Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat offen zugegeben, daß Einraumgaststätten mit einem Rauchverbot wirtschaftliche Probleme haben. Quelle: "Nichtraucherschutz in der Gastronomie" , in: MVregio vom 24. Oktober 2007. Deshalb sollen sie, bevor sie pleite gehen, noch mal schnell ein öffentliches Darlehen aufnehmen (bis zu 15.000 Euro, 20% Eigenanteil erforderlich, Darlehensvergabe durch das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern", die Förderrichtlinie, gefördert werden Investitionen in Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen in Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zwei Millionen Euro):
"Gerade die Existenzängste kleiner Kneipen werden im Zusammenhang mit dem Rauchverbot sehr ernst genommen. Mit einem Darlehen für Umbaumaßnahmen ist eine unbürokratische Möglichkeit gefunden worden, die Hotel- und Gaststättenbe­sitzer finanziell zu unterstützen."
Wenn ich böse wäere, würde ich den Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern raten, das Geld zu nehmen und noch einmal einen schönen Urlaub zu machen, bevor sie anschließend Hartz IV beantragen.

Ernsthafter:
  • Viele Einraumgaststätten sind Pachtbetriebe. Umbaumaßnahmen müssen deshalb mit dem Verpächter abgestimmt und von diesem baurechtlich beantragt werden.
  • In der Regel reicht die Restpachtzeit nicht aus, diese Investitionen abzuschreiben. Die Pachtvertragsdauer zu verlingern, liegt ferne, denn Einraumgaststätten haben unter dem Diktat des Rauchverbots langfristig keine Chance.
  • Wieso sollte ein Gastwirt in wirtschaftlich schwieriger Lage ein Darlehen aufnehmen und 20 Prozent der Investitionssumme selbst tragen, obwohl die von ihm finanzierten Bauinvestitionen nach dem Pachtvertragsende oder seiner Pleite dem Hauseigentümer anheimfallen?
  • Das Darlehen ist zinspflichtig (ab 5 Prozent per anno). Woraus sollen Tilgung und Zinsen finanziert werden, wenn mit dem Rauchverbot weniger Gäste kommen als vorher?

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Kommentare:
Während man in Meckpomm den Wirten schadet, der Staat auch noch Darlehen vergibt und mit Raucherzimmern unnötige Bürokratie und Wettbewerbsverzerrung schafft, hat Bayern nun im Sinne der Gastronomie gehandelt (der Bayerische Hotel und Gaststättenverband forderte ein Rauchverbot mit gleichen Chancen für alle, d.h. ohne Raucherzimmer und ohne Ausnahmen für "Festzelte"):


http://www.pr-inside.com/de/bayern-will-rauchen-auch-in-bierzelten-r264190.htm

Das freut nicht nur die kleinen Kneipen, die nun keine Nachteile haben, sondern auch die großen die sich keine Gedanken oder Geld für Umbauten machen müssen. Auch werden Festveranstaltungen in Hallen nicht gegenüber Festzelten benachteiligt.

Das rauchen ist so genauso auf der Wiesn wie auch in allen Gaststätten unabhängig der Größe untersagt.

Klare, faire und intelligente Entscheidung die von allen Parteien, Gästen und vor allem Wirten getragen wird. Kleinkneipiers brauchen sich nun nicht mehr beschweren.
 
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