Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Dezember 17, 2007

Rauchverbot: 5 Prozent Umsatzrueckgang.

Michael Pakko, Wissenschaftler und Ökonom der Federal Reserve Bank of St. Louis, hat in einer Studie die Folgen des gesetzlichen Rauchverbots für die Gastronomie im amerikanischen Bundesstaat Columbia untersucht. Seiner Studie legte er die Umsatzsteuerstatistiken der Zeit von Januar 2001 bis Juli 2007 zugrunde, also den Jahren vor der Einführung des Rauchverbots Anfang 2007 und den sieben Monaten danach. Das Rauchverbot führte, wenn man andere Faktoren isoliert, zu einem Umsatzrückgang von durchschnittlich 5 Prozent. Teilweise ging der Umsatz um bis zu 30 Prozent zurück: "Study: Smoking ban hurts sales", in: Columbia Tribune vom 12. Dezember 2007.

Lesenswert ist auch seine Studie "On the Economic Analysis of Smoking Bans" (PDF), in der Pakko die bis dato vorhandene Literatur zur Frage der ökonomischen Effekte von Rauchverboten ausgewertet hat.

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Kommentare:
In Deutschland gingen die Umsätze von Januar 2001 bis Juli 2007 um 16% zurück. Manche Gaststätten hatten Umsatzeinbußen bis 70%.

Das bedeutete das vor der Einführung eines Rauchverbotes die Umsätze jährlich durschnittlich um 7% zurückgehen.

Bye the way: ich kann hier mindestens 10 Wissenschaftler und Ökonomen und Statistiken aufzählen die massive Umsatzanstiege nach dem Rauchverbot aufzeigen. Hier eine "Wissenschaftler" herauszupicken die Rückgänge (als ob es in der Gastronomie noch nie Rückgänge geben hat) gefunden haben, und diese angeblich mit dem Rauchverbot in Verbindung bringen, ist unseriös.


Aber das ist bei den Nichtraucher-Gegnern ja schon bekannt: gibt es Umsatzzuwächse, behauptet man ohne das Rauchverbot wären diese noch höher ausgefallen bzw. die Umsätze stiegen ohnehin, findet man irgendwo Rückgänge, behauptet man das Rauchverbot war Schuld.

Nochmal zur Verdeutlichung: in Deutschland mussten in den letzten 10 Jahren OHNE RAUCHVERBOT 25% der getränkeorientierten Lokale schließen (!)!
 
Wenn Sie lesen würden, hätten Sie bemerkt, daß die Studie die Umsatzentwicklung von Gaststätten in Columbia auswertet. Dies ist ein amerkanischer Bundesstaat. In den USA nehmen die Umsätze gastronomische Betriebe seit vielen Jahren regelmaeessig zu - anders als in Deutschland - von lokalen Katastrophen wie der Flutkatastrophe in New Orleans oder der Zerstoerung der Twin Tower in New York mal abgesehen.

Der Wissenschaftler, den Sie kritisieren, kann nicht nur, anders als Sie, seinen Namen schreiben, er hat auch methodisch korrekt gearbeitet. Wer lesen kann, kann dies, wenn er sich die verlinkte Studie durchliest, selbst ueberpruefen. Dass es viele Faktoren gibt, welche die Umsätze gastronomische Betriebe beinfussen, ist klar. Deshalb verwendet man auch Analyseverfahren, die weiere Faktoren isolieren. Wenn die Datenbasis breit genug ist, kann man regionale Einfluesse wie Wetter und Sonderentwicklungen in einzelnen Betrieben methodisch ausschliessen. Unterm Strich bleibt ein erheblicher Umsatzrueckgang in der getraenkeorientierten Gastronomie, der nicht anders erklärt werden kann als durch das Rauchverbot.
 
"Unterm Strich bleibt ein erheblicher Umsatzrueckgang in der getraenkeorientierten Gastronomie, der nicht anders erklärt werden kann als durch das Rauchverbot."

Aha...dann erklären Sie mir doch bitte mal den 11%-Umsatzrückgang in der Mecklenburg-Vorpommern-Gastronomie im letzten Jahr in den getränkeorientieren Betrieben. Ich führe das zweifelslos auf das nicht vorhandene Rauchverbot zurück, da es erstens mehr Nichtraucher gibt und diese zweitens mehr konsumieren und mehr Geld haben. Viele Kunden teilten zudem mit das sie Bars nichtmehr besuchen wegen des Qualms.

"In den USA nehmen die Umsätze gastronomische Betriebe seit vielen Jahren regelmaeessig zu - anders als in Deutschland - von lokalen Katastrophen wie der Flutkatastrophe in New Orleans oder der Zerstoerung der Twin Tower in New York mal abgesehen."

In den USA gibt es immer mehr Rauchverbote, in Deutschland in der Vergangenheit nicht. In den USA steigen, wie Sie selber sagen, die Umsätze, in Deutschland, ohne Rauchverbot, sinken sie, wie Sie sicherlich auch nicht abstreiten können. Das unterstützt für mich sehr eindeutig die These eines Rauchfreiheitsgetriebenen Umsatzanstieges.

Dieser Rückgang hier kann also nicht anders erklärt werden als durch den Fakt das es kein Rauchverbot gibt, weil in Vergleichszahlen erkannt werden kann das im Ausland beispielsweise in Getränkebetrieben die Umsätze stiegen (wie sie selber sagen).

Und wenn sich aus 50 Bundestaaten, eine spezielle Stadt herauspickt in der die Umsätze um "5% zurückgegangen sind", dann zeigt das doch schon die fehlende Seriosität. Wenn man so sucht bzw. argumentiert, findet man unter 10.000 Gastronomen auch Männer, die früher mal Frauen waren.

Und wie will man wissen ob Rückgänge durch ein Rauchverbot begründet sind, wenn es in Dt. beispielsweise seit Jahren massive Rückgänge, Schwankungen etc. gibt die ja auch keiner auf ein Rauchverbot zurückführen kann, weil es keines gab. Nein, das ist nicht seriös.

Zusammengenommen tangiert ein Rauchverbot überhaupt nicht, lässt im Einzelfall die Umsätze aber steigern. Wer sich willkürliche Städte mir minimale Umsätzen bzw. Umsatzschwankungen heraussucht, der muss auch die dt. Schwankungen und Rückgänge erklären (z.B. MV 2006 11% Umsatzeinbruch), und muss dann erkennen das man nicht alle Rückgänge auf Rauchverbote schieben kann, da sie eben, wie in Dt., noch garnicht existieren.

Das ist so wie die Aussage: ein Wissenschaftlicher hat in Kleinkleckersdorf in Sachsen von 2000 bis 2007 die Umsätzentwicklung betrachtet, sie methodisch analysiert und ist zu dem Ergebnis kommen dass das Rauchverbot, ach nein geht ja nicht war ja nochgarnicht in Kraft, irgendetwas der Grund war. Natürlich gibt es in verschiedenen Städten der USA unterschiedliche Umsatzentwicklungen, die aber nun wirklich nicht auf irgendwelche Rauchgesetze zurückzuführen sind, denn dann dürfte es in 50 Jahren zuvor ja nie Schwankungen und Rückgänge gegeben waren da für diese laut einiger immer nur Rauchverbote verantwortliche sind und ja sonst niieeeeee niemals nie Rückgänge in der Gastronomie entstehen.
 
Leute, der Blogschreiber hier besitzt die Naivität der besonderen Art.

Michael Pakko ist ein Prediger der Tabakindustriemafia, längst entlarvt und überführt. Wer so einen "Studien"-Bockmist glaubt, ist wirklich selbst Schuld!

siehe:

http://www.columbiatribune.com/2007/Dec/20071218Comm009.asp
 
Was heisst "entlarvt"? Man wirft ihm vor, dass er sich politisch engagiert. Was ist daran verwerflich? Soll er sich politisch fuer Forderungen stark machen, die den Ergebnissen seiner Studie widersprechen? Oder duerfen nur solche Menschen forschen, die sich politisch nicht engagieren? Auch in Deutschland auessern sich z.B. die Chefs der grossen wolkswirtschaftlichen Forschungsinstitute wie DIW, Ifo bis hin zu den Chefvolkswirten der Banken in politische Themen ein. Soll politisches Engagement Menschen vorbehalten bleiben, die keine Ahnung haben?

Eine Studie "Bockmist" zu nennen, ohne eine einzige methodische Schwaeche zu benennen, disqualifiziert den Kritiker und hilft sachlich nicht weiter. Also: was ist in dieser Studie falsch?
 
Ach du liebe Zeit, Herr Schoolmann,
haben Sie den obigen Kommentar übersehen? Zur Erinnerung:

"Und wenn sich aus 50 Bundestaaten, eine spezielle Stadt herauspickt in der die Umsätze um "5% zurückgegangen sind", dann zeigt das doch schon die fehlende Seriosität. Wenn man so sucht bzw. argumentiert, findet man unter 10.000 Gastronomen auch Männer, die früher mal Frauen waren."

Im Übrigen enthält der von mir verlinkte Artikel
(http://www.columbiatribune.com/2007/Dec/20071218Comm009.asp )alle Informationen, um sich einen Eindruck über diesen "Forscher" zu verschaffen. Tabakindsutriemafia vom Feinsten. Sie wissen, wer das ist und wass die bezwecken?
 
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