Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Dezember 10, 2007

Schinderhannes-Marketing VI.

Den Begriff "Schinderhannes-Marketing" habe ich für Marketing-Aktionen eingeführt, bei denen vorsätzlich gegen Gesetze verstoßen wird oder fragliche Rechtssituationen oder rechtliche Grauzonen ausgenutzt werden, um die kostenlose Werbung auszunutzen, die sich daraus ergibt, daß Wettbewerber, der Staat oder andere Organisationen dagegen vorgehen oder auch nur wettern und die Medien darüber berichten. Siehe dazu "Schinderhannes-Marketing V".

Ein neues Beispiel ist der Gag von Ikea, am Nikolaustag 250 Gramm Butter für 0,50 Euro zu verkaufen. Ein solcher Verkauf von Lebensmitteln ist nach einer Gesetzesänderung, das der Bundestag und Bundesrat bereits verabschiedet haben, verboten, auch wenn er nicht regelmäßig erfolgt. Doch zum Zeitpunkt der Aktion war diese diese Novelle noch nicht in Kraft. Der Deutsche Bauernverband hat mitgespielt: " Bauernverband tobt wegen Ikea-Butter", in: Die Welt vom 6. Dezember 2007.

Der Verkauf unter Einstandspreisen ist, wenn er regelmäßig erfolgt, bereits nach § 20 Abs. 4 des Gesetes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verboten. Siehe dazu: "Verkauf unter Einstandspreis" von der IHK Schleswig-Holstein.

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