Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, Januar 31, 2007

Die Forderung nach dem gesetzlich geregelten Mindestlohn bedroht Arbeitsplaetze im Thueringer Gastgewerbe.

Erfurt, 31. Januar 2007 / Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Thüringen spricht sich in der laufenden politischen Debatte gegen die Forderung nach einem Mindestlohn aus. Dieser würde zwangsläufig zur Gefährdung von Arbeitsplätzen insbesondere im Niedriglohnsektor im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe führen.

Dirk Ellinger, Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen e.V., sagte:
"Die aktuelle Debatte ist vollkommen kontraproduktiv und stellt mitnichten eine Lösung für die aktuellen Probleme in Aussicht."
Speziell für die Neuen Bundesländer und damit auch für Thüringen würde der Mindestlohn nach Expertensicht schlimme Folgen haben. Dies liegt vor allem daran, dass hier niedrigere Arbeitskosten zugrunde liegen und ein bundeseinheitlicher Mindestlohn die hiesige Wirtschaft erheblich treffen würde. Gerade auch im Hotel- und Gastgewerbe als Hauptleistungsträger im Tourismus würden die Personalkosten exorbitant steigen.
"Die Debatte zu den Mindestlöhnen, gerade seitens einiger politischer Strömungen, und die Forderung danach, weil diese im Ausland verschiedentlich funktionieren sollen, kann aus unserer Sicht nur auf Unverständnis stoßen, ist es doch gerade der Staat, der insbesondere durch die Steuer- und Sozialgesetzgebung immer mehr dafür sorgt, dass immer weniger Netto in der Geldbörse der Arbeitnehmer/-innen übrig bleibt,"
so Ellinger.

Ellinger weiter:
"Beispielsweise die Abschaffung der Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit für Fahrtkosten oder andere Bezüge, die gerade für unsere Branche wichtig sind, als Abschaffung von Subventionen zu bezeichnen und gleichzeitig eine Erhöhung des Bruttolohnes quasi durch die Hintertür politisch regeln zu wollen, kann von uns gerade im Niedriglohnsektor nur zurück gewiesen werden."
Arbeitsplätze würden in großem Umfang verschwinden, wenn plötzlich der Lohn nicht mehr durch das Wirken des Marktes sondern durch eine politische Instanz gebildet würde. Aus Sicht des DEHOGA Thüringen wird ein Mindestlohn nur dazu führen, dass gerade bestimmte einfache Tätigkeiten, dabei vor allem Hilfsarbeiten, nicht mehr bezahlbar sind, da diese nicht über den Preis an den Kunden weitergegeben werden können.

Es kann nicht sein, dass in die Tarifautonomie, welche als gesetzliches hohes Gut gesichert ist, weiter eingegriffen wird.

Der DEHOGA Thüringen kann nur die Aussagen von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) bekräftigen, dass ein staatliches Eingreifen in den Lohnsektor erneut eine Reihe restriktiver Bürokratismen lostritt, die ein Mehr an Arbeitslosigkeit bringen.

(Quelle: Pressemitteilung der DEHOGA Thüringen).

Internationaler Weinpreis der BioFach 2007.

Das ist bisheriger Rekord: 1.129 Weine von 294 Winzern aus 13 Ländern stellten sich am letzten Novemberwochenende den sensiblen Sinnesorganen der Fachjury und bewarben sich damit um den begehrten Internationalen Weinpreis der BioFach 2007. Das 43-köpfige Degustatoren-Team aus Önologie, Gastronomie und Handel war von der Qualität beeindruckt und vergab 10 Mal "Großes Gold", 66 Gold- und 151 Silbermedaillen. 263 Weine erhielten eine Empfehlung. Während die Weißweine im Zeichen der Jahrgänge 2004 und 2005 standen, prägte beim Rotwein noch immer der Jahrhundertjahrgang 2003 das Bild.

Die Weltleitmesse für Bio-Produkte lädt wieder vom 15.-18. Februar ins Messezentrum Nürnberg. Mit rund 300 Anbietern von Wein, Sekt und Champagner ist die BioFach zugleich die größte Bio-Weinfachmesse der Welt. Die Aussteller in der Weinhalle kommen natürlich aus den führenden Bio-Weinbau-Nationen Italien, Frankreich und Spanien, aber u. a. auch aus Argentinien, Chile, Deutschland, Griechenland, Österreich, der Türkei oder Ungarn. Nicht nur die bekannten Provenienzen warten mit einem umfangreichen Angebot auf, sondern ebenso kleinere, weniger bekannte Anbaugebiete. Auch Großhändler, Weinbau- und Weinhandelsverbände sind mit ihren Winzern und weiteren Ansprechpartnern unmittelbar vor Ort.

Die Anzahl der zum Internationalen Weinpreis der BioFach 2007 eingereichten Weine stieg erneut; diesmal um beachtliche 45 Prozent! So hatte die ebenfalls internationale Jury ? Winzer, Önologen, Sommeliers, Weinfachleute aus Handel, Gastronomie sowie Fachjournalisten ? gut zu tun. Absolut passend zum edlen Wein: der architektonische Rahmen. Erstmals fand die Degustation in den modernen, lichtdurchfluteten Räumen des neu erbauten CongressCenters CCN Ost der NürnbergMesse statt.

Weinpreis mit eigenem Bewertungsmodus

Die Degustatoren der weltgrößten Bio-Weinverkostung setzen auch bei der fachlichen Beurteilung der Weine qualitativ neue Maßstäbe. In Gruppen zu je drei Verkostern bilden sich die Fachleute in mehreren Durchgängen pro Wein ein gemeinsames Urteil ? zunächst zur Sorten- und Herkunfts-typizität. Typisch heißt: ähnliche Düfte, Säurestruktur oder das Zusammenspiel inhaltsstofflicher Gruppen wie Mineralstoffe, Alkohol oder Süße. Verschiedene Anbauregionen stehen für Gemeinsamkeiten im Geschmack oder Geruch. Auch die Art und Weise, wie der Winzer die Trauben im Weinberg behandelt und den Wein im Keller ausbaut, sind wichtige Kriterien. Diese Parameter zeigen sich in Konzentrationen bestimmter Inhaltsstoffe, veränderten Duftstoffen sowie schmeck- und fühlbaren Elementen im Wein. Es wird nicht vordergründig gefragt, ob der Wein schmeckt, sondern: Wo liegen die Unterschiede? Hier ist hohe Professionalität der Degustatoren wichtig, um auch geringste Nuancen heraus zu riechen und zu schmecken, die dem Wein Individualität verleihen. Martin Darting, der die Verkostung im Auftrag der BioFach leitet, liegt diese klare, systematische Vorgehensweise sehr am Herzen. Sie erlaubt eine nachvollziehbare Bewertung, die Wein und Winzer besser gerecht wird. Zudem erleichtern die so entstandenen Weinbeschreibungen die Einkaufsentscheidung ? zunächst für Facheinkäufer auf der BioFach und später natürlich dem Verbraucher im Handel.

Neuerungen garantieren eine noch bessere Qualitätstransparenz:
  1. In der neuen Kategorie ?Besonderheiten? wurden Weine gesondert degustiert, die in kein gängiges Schema passten. Das unterstützt Innovationen der Winzer, die z. B. durch Kultivierung pilzresistenter Rebsorten, die kaum Pflanzenschutzmaßnahmen bedürfen, das Geschmacksspektrum zu erweitern.
  2. Rotweine, die nach den ersten beiden Degustations-Runden bereits für "Großes Gold" oder "Gold" nominiert waren, wurden nach ca. zwölf Stunden Oxidationszeit nochmals kritisch unter die Lupe genommen. Nur Weine, die diese Zeitspanne unbeschadet überstehen oder sich sogar noch positiv entwickeln, haben diese Auszeichnung verdient.
  3. Eine unabhängige Verkostergruppe degustierte die von Fachleuten bereits selektierten Weine erneut ? diesmal aber unter dem Aspekt der Verbraucherakzeptanz. Die zusätzlichen Informationen fördern das Verständnis wenig geübter Weingenießer.
Zum neunten Mal werden auf der BioFach ? im Rahmen des offiziellen Rundgangs der Ehrengäste unmittelbar nach der Messeeröffnung ? internationale Spitzenweine aus ökologischem Anbau prämiert. Weitere überdurchschnittliche Weine sind in einer Empfehlungsliste besonders hervorgehoben (Listen unter www.bioweinpreis.de). Sämtliche Siegerweine werden in geführten Degustationen auf der Messe vorgestellt.

BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, und Vivaness, die neue Fachmesse für Naturkosmetik und Wellness, führen vom 15. bis 18. Februar 2007 gut 2.100 Aussteller und über 37.000 Facheinkäufer aus aller Welt im Messezentrum Nürnberg zusammen.

(Quelle: Pressemitteilung der Biofach).

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7 Prozent mehr Ausbildungsplaetze in Hotellerie und Gastronomie.

(Berlin, 31. Januar 2007) Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Jahr 2006 seine Ausbildungsleistung um beeindruckende 7,4 Prozent gesteigert, in der Gesamtwirtschaft liegt die Zuwachsrate bei 4,7 Prozent. Nach aktuellen Angaben des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BiBB) starteten bis 30. September letzten Jahres 46.409 junge Menschen eine Karriere in Hotellerie und Gastronomie - so viele, wie niemals zuvor, gab der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) am Mittwoch in Berlin bekannt. Damit haben die gastgewerblichen Unternehmer eine neue Rekordmarke gesetzt.

In der Beliebtheitsskala ganz oben rangiert weiterhin der Kochberuf. 18.404 Neuverträge, 1.249 Verträge mehr als 2005 (+7,3 Prozent), wurden 2006 abgeschlossen. Die größten prozentualen Zuwächse verzeichnet der Ausbildungsgang Fachmann/-frau für Systemgastronomie. Um 20,7 Prozent stieg in diesem Wachstumssegment die Zahl der neuen Azubis. Auch beim Angebot für praktisch veranlagte Schulabgänger ist das Gastgewerbe ganz vorne mit dabei. 480 junge Menschen mehr als in 2005 (+11,5 Prozent) entschieden sich für die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe. Gastgewerbliche Ausbildungsbetriebe bieten damit auch Jugendlichen, die es auf dem Ausbildungsmarkt schwerer haben, einen vollwertigen dualen Einstieg in einen Beruf mit Aufstiegschancen.
"Der Ausbildungspakt wirkt. Trotz weiterhin angespannter Ertragslage vieler Betriebe nehmen Hoteliers und Gastronomen ihre Verantwortung für den Nachwuchs ernst. Ich bin stolz auf unsere Branche"
würdigt Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), das Engagement der Betriebe.
"Die Zahlen belegen deutlich, was Unternehmer zu leisten vermögen. Es ist sogar noch mehr drin. Bis zu 2.000 zusätzliche Ausbildungsplätze wären machbar, wenn das Jugendarbeitsschutzgesetz endlich an die betrieblichen Realitäten angepasst würde"
fordert Fischer die Politik zum Handeln auf. Der DEHOGA Bundesverband kämpft daher seit langem für eine Heraufsetzung der Nachtruhezeit von 22 Uhr auf mindestens 23 Uhr.

(Quelle: Pressemitteilung der DEHOGA).

NGG sorgt fuer Arbeitsmarkttransparenz.

Die in Nordrhein-Westfalen zwischen dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Nordrhein-Westfalen und der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß und Gaststätten vereinbarten Tariflöhne - z.B für Zimmerfrauen und Spülkräfte ein Stundenlohn von 7,49 Euro - würden durch
  • Outsourcing der Arbeitsplätze,
  • Werksverträgen mit Drittfirmen und
  • Aushilfsjobs
unterlaufen, gab Dieter Schormann, Düsseldorfer NGG-Geschäftsführer, auf einer Diskussion zu Protokoll. Miguel Sanchez, Betriebsratsvorsitzender im SAS Radisson Hotel meinte ergänzend, über Fremdfirmen in Hotels eingesetzte Aushilfskräfte erhielten Stundenlöhne von 3 bis 4 Euro: "Diskussion mit Karin Kortmann", in: Vorwärts vom 31. Januar 2007.

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Out Cafe, Prag.

Die deutschsprachige "Prager Zeitung" stellt am 31. Januar 2007 das im Spätsommer 2006 im Prager Stadtteil Vinohrady eröffnete "Out Cafe" vor: "Gastronomie: Keinesfalls 'out'". Der Bericht selbst ist nur als kostenpflichtiges E-Paper erhältlich.

"Out Cafe" ist ein ungewöhnlicher Name für einen gastronomischen Betrieb, die gemeinhin ja eher "in" sein wollen. Andererseits sind selbstironische "Namen gastronomischer Betriebe" gar nicht so selten. Ein paar Beispiele, die Sie per Kommentar gerne vermehren dürfen:

Rauchverbots-Initiative im Bundestag: nichts dazu gelernt.

Die "Zeit" meldet heute früh ("Nichtraucherschutz: Abgeordnete planen Gesetzesantrag für Rauchverbot"), eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten plane einen fraktionsübergreifenden Gesetzesantrag zur Einführung eines Rauchverbots in der Gastronomie. Der Entwurf sehe unter anderem ein allgemeines Rauchverbot für alle Speisegaststätten, Diskotheken und Weinlokale vor. Geraucht werden soll dort dem Gesetzentwurf zufolge nur noch in eigens gekennzeichneten, getrennten Räumen. In Kneipen solle das Rauchen erlaubt bleiben, diese müssen allerdings gekennzeichnet werden.

Drei Anmerkungen dazu:
  • Ein solches Rauchverbot kann über die Bundeskompetenz im Arbeitsschutz nicht die Gäste schützen, sondern nur die Nichtrauchern unter den Beschäftigten, falls sie sich als Nichtraucher erklären und damit ihren Arbeitsplatz riskieren. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Rauchverbot per Arbeitsstättenverordnung".
  • Die Begriffe Restaurant, Weinlokal und Kneipe sind bislang nicht juristisch definiert. Das Gaststättengesetz kennt nur Speisewirtschaften und Schankwirtschaften; sie unterscheiden sich durch das Vorhandensein (Speisewirtschaften) bzw. Nichtvorhandensein (Schankwirtschaft) einer den Lebensmittelhygienevorschriften und den branchenspezifischen Bauvorschriften entsprechenden Küche. Die überwältigende Mehrzahl der Gaststätten in Deutschland sind Speisewirtschaften. Siehe dazu auch: "Zur Geschichte des Restaurants".
  • Auch der Begriff "Diskothek" ist kaum von Nachtbars, Musikkneipen usw. abzugrenzen. Zudem ist seit der weitgehenden Abschaffung von Sperrstunden-Regelungen die Notwendigkeit entfallen, eine Betriebsart definitorisch abzugrenzen, die sich unter anderem dadurch auszeichnet, daß sie länger geöffnet hat als andere Betriebsarten und der Besucheransturm später einsetzt.
Faktisch läuft ein Rauchverbot für Restaurants, Weinlokale und Diskotheken darauf hinaus, daß Gastronomen, die konzeptionell ein Restaurant, ein Weinlokal oder eine Diskothek betreiben, aber kein Rauchverbot in ihrem Betrieb einführen wollen, sich juristisch einfach als Kneipe definieren. Konkret müssen sie ein Schild anbringen, das besagt, daß in dieser "Kneipe" geraucht werden darf. Der einzige Effekt eines solchen Gesetzes wäre ein kleines Konjunkturprogramm für die Hersteller und Verkäufer von Schildern.

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Seitwert.

Seitwert.de ist ein nettes Tool, das diverse Bewertungen von Websites hübsch zusammenfaßt. Man könnte sich zwar diese Bewertungen auch selbst zusammenstellen, doch dieses Tool vereinfacht diese Arbeit. Berücksichtigt werden
  • Gewichtung bei Google: Hier werden Google-spezifische Faktoren, wie der Google PageRank und die Platzierung in den Suchergebnissen berücksichtigt.
  • Zugriffszahlen (Alexa): Die über den Dienst Alexa ermittelten Zugriffszahlen einer Domain werden hier verwendet.
  • Social Bookmarks: Die Anzahl der Bookmarks bei del.icio.us und Mister Wong wird mit einbezogen.
  • Technische Details: Der Quellcode und einige andere seiteninterne Faktoren werden analysiert und bewertet.
  • Gewichtung bei Yahoo: Analog zu den Google-Faktoren werden hier Rückschlüsse aus den Yahoo-Suchergebnissen gezogen.
  • Sonstige Faktoren: Zusätzliche Dinge, wie das Domainalter oder die Einträge in Wikipedia werden hier berücksichtigt.
Die Gewichtung dieser Faktoren zu einer zusammenfassenden Bewertung, der sogenannte "Seitwert", der einen Wert zwischen 0 und 100 erreichen kann, wird nicht offen gelegt, so daß man das zusammenfassende Ergebnis schlecht interpretieren kann. Siehe etwa das Ergebnis für Abseits.de.

Die bisher ermittelten Werte werden in einer Reihenfolge dargestellt, z.B. die Plätze 101 bis 250. Abseits.de landet zur Zeit auf Platz 141, einen Platz vor Basicthinking.de (via "Seitwert-Spielchen" von Robert Basic). Wer jetzt aufschreit, das Multi-Themen-Blog von Robert Basic habe doch viel mehr Leser, sollte bedenken, daß von Seitwert.de die gesamte Website bewertet wird. Abseits.de ist insgesamt erheblich umfangreicher als das in diese Website integrierte Branchenblog "Gastgewerbe Gedenkensplitter".

Für alte Hasen bietet dieses Tool - von dem vereinfachten Abruf diverser Bewertungsfaktoren einer Website - wenig Neues. Die abgefragen Bewertungsfaktoren sind allesamt bekannt. Wer sich weniger gut mit den Kriterien zur Bewertung einer Website auskennt, dem bietet dieses Tool einen guten Überblick. Man kann damit feststellen:
  • welche Faktoren in die externe Bewertung einer Website eingehen können.
  • wie die eigene Website von Außenstehenden bewertet werden kann.
  • Wie man Websites anderer Betreiber bewerten kann, z.B. wenn sich jemand als Partner oder Insertionsfläche anbietet oder wenn man konkurrierende Websites einschätzen möchte.
Lehrreich sind auch die Anmerkungen zu den einzelnen Bewertungsfaktoren, die sichtbar werden, wenn man mit der Maus über die roten Fragenzeichen fährt. Darunter sind auch Faktoren, auf die man bei der "Seitenoptimierung für Suchmaschinen" achten sollte.

Einen Überblick über fundiertere Methoden der Websitebewertung bietet mein älterer Beitrag "Web Site Valuation oder was ist eine Website wert?".

Dienstag, Januar 30, 2007

Aus dem Leben eines Pizzalieferdienstes.

In seinem Blog "Aus dem Leben eines Pizzalieferdienstes" erzählt ein Franchisenehmer seit Juli 2006 nicht nur Amüsantes aus seinem stressigen Alltag. Besonders gerne lästert man über Kunden ab: "Anwärter auf den Titel "unverschämtester Kunde des Monats".

Ich habe noch nicht rausgefunden, in welcher Stadt der Kollege, dessen Blog einen gewissen Kultstatus erreichen könnte, seinen Standort hat. Wissen Sie mehr?

Namenswahl bei einem Relaunch - das Beispiel "Kuechenwerkstatt".

Am letzten Samstag haben wir Teilnehmer des Blog-trifft-Gastro 2007 das Hamburger Restaurant "Küchenwerkstatt" besucht. Der Winzerblogger Thomas Lippert hat darüber bereits berichtet: "BtG 2007 - das Finale in der Küchenwerkstatt". Da wohl weitere Teilnemer noch auf die getrunkenen Weine, die Speisen und den überaus netten Service eingehen werden, möchte ich mich der "Küchenwerkstatt" thematisch auf eine Weise nähern, die möglicherweise für Gastronomen interessanter sind als für Gourmets und Gourmands.

Als Guido Marquardt, der Hamburger Organisator des Treffens, das Restaurant "Küchenwerkstatt" vorgeschlagen hat, konnte ich mit diesem Namen wenig anfangen. Wenn man nach "Küchenwerkstatt" ohne den Zusatz Hamburg googelt, stößt man auf Schreinereien und andere Anbieter von Einrichtungsgegenständen für Küchen. Diese Namenswahl für ein Restaurant ist insoweit auf den ersten Blick irreführend.

Angela Gnade, die den Service in der "Küchenwerkstatt" leitet und das Restaurant mit ihrem Partner und Küchenchef Gerald Zogbaum in der Rechtsform einer GmbH betreibt, hat uns im Rahmen eines Rundgangs durch die Gast- und Küchenräume, erzählt, wie es zu diesem Namen gekommen ist.

Der Betrieb wurde vor der Übernahme Ende 2004 als "Mühlenkamper Fährhaus" geführt. Als Bamberger sagte mir das zwar nichts. Aber in Hamburg ist das 1916 errichtete Gebäude unter diesem Namen überaus bekannt. Z.B. war Rudolf Augstein Stammgast in diesem am Fähranleger vom Langen Zug, einem Ableger der Außenalster, gelegenen Kleinod.

Angela Gnade und Gerald Zogbaum, die unter anderem im Tafelhaus" des mittlerweile fernsehbekannten Christian Rach gearbeitet haben, wollten sich mit der Namenswahl von dem ranzig gewordenen Konzept des "Mühlenkamper Fährhaus" und einer Reihe von Vorgängern, die in diesem Objekt gescheitert sind, und einem einjährigen Leerstand (siehe dazu: "Mühlenkamper Fährhaus: Räumungsklage", in: Die Welt vom 2. September 2003), abgrenzen, deutlich machen, daß ein völlig neues, innovatives Restaurant entstanden ist, in dem sich nicht nur Senioren wohlfühlen.

Ein neues Ambiente war ohnehin fällig, da das Objekt weitestgehend leer geräumt übernommen wurde. Jetzt treffen echte Delfter Kacheln auf Eternitverkleidungen, Eichenschnitzereien- und Vertäfelungen auf hohe, helle Räume.

Restaurantküche Küchenwerkstatt
Foto mit freundlicher Genehmigung von Theo Huesmann


Nachdem ich das Konzept an einem langen, unterhaltsamen Abend kennengelernt habe, erscheint mir der ungewöhnliche Name durchaus gelungen:
  • Er besagt, daß in der Restaurant handwerklich gearbeitet wird, mit frischen Zutaten möglichst regionaler Herkunft und mit viel Liebe.
  • Die Preise sind wie von einem redlichen Handwerksmeister kalkuliert. Uns erschienen sie im Verhältnis zur Qualität eher günstig. Das siebengängige Abendmenü hat nur 65 Euro gekostet. Man kann daraus aber auch auch drei Gänge (für 37 Euro), vier, fünf oder sechs frei wählen. Jedesmal wird danach eine Patisserie gereicht.
  • Auch Gäste können sich mit ihren Händen betätigen, werkeln. Es werden eintägige Kochkurse angeboten, etwa "Unsere kleine Saucenfibel" mit Tipps zur Vorratshaltung, in denen man lernt, wie Grundfonds, kalte Saucen, Marinaden und Vinaigrettes, aber auch leichte Saucen aus frisch entsaftetem Gemüse, aber auch Satésaucen hergestellt werden.
Weitere Artikel zum Thema "Namenswahl":

Von der Macht des Machens - Profi-Gastronomie 2007.

Am Donnerstag, 8. März 2007, also am Vortag der Internorga, findet in der Zeit von 10.00 ? 18.00 Uhr im Congress Center Hamburg das 26. Internationale Food-Service-Forum (PDF) statt. Es trägt den Titel "Von der Macht des Machens - Profi-Gastronomie 2007: Verbrauchertrends. Marktchancen. Differenzierungs- & Innovationsstrategien. Wachstumskonzepte".

Nach einer Begrüßung durch Gretel Weiß, Chefredakteurin der Fachzeitschrift Food Service und Dietmar Aulich von der Hamburg Messe geht es fachlich los:
  • Gretel Weiß referiert über . 2006: Facts & Figures der größten Gastro-Unternehmen, Mega-Trends, Wachstums- und Verlustmärkte und die Perspektiven der Profi-Akteure.
  • Klaus Welter, Arena One, München, spricht über "Top-Chancen im Sport- und Event-Markt".
  • Nach der Mittagspause stellen erfolgreiche Jung- und Quereinsteiger ihre Geschäftsideen vor (Kurzpräsentationen und Paneldiskussion: "Meine Gäste, meine Philosophie, mein Konzept":
    • Tobias Jäkel, MoschMosch, Frankfurt am Main.
    • Jürgen F. Baur, aran, Rosenheim
    • Jürg Landert, jlz, Zürich / Schweiz.
  • Dr. Michael Spitzbart, Medical Consultants, Lauf: "Power your Life!".
  • Bane Knezevic, McDonald's Deutschland, München: "M wie McDonald?s und McCafé".
  • Der Extrembergsteiger Reinhold Messner: "Berge versetzen ? das Credo eines Grenzgängers".

Fotografierverbot fuer Blogger bei Vapiano.

Am Samstag, 27. Januar 2007, ist dem Winzerblogger Thomas Lippert beim Besuch des Vapiano in der Hamburger Rothenbaumchaussee im Rahmen des Blog-trifft-Gastro 2007 etwas widerfahren, was ihn zu Recht in Rage gebracht hat: "BtG 2007- come together & die Pastapolizei".

Dazu drei Anmerkungen:
  • Ich habe, ohne daß sich jemand darum gekümmert hätte, einige Aufnahmen im Vapiano gemacht. Ich hätte meinen Lesern damit gerne meinen positiven Eindruck vom Ambiente dieses Betriebs vermittelt und muß sie jetzt auf die vielen Fotos verweisen, die von verschiedenen Vapiano-Outlets in der Online-Foto-Community Flickr veröffentlicht worden sind.
  • Darf man in Gaststätten fotografieren? Und wie sollte man als Gastronom man mit Menschen umgehen, die in Gaststätten fotografieren wollen? Antworten finden Sie in meinem früheren Beitrag "Kulinarische Blogger: Willkommen".
  • Wenn man wichtige Eigenheiten und Erfolgsfaktoren eines Franchisekonzeptes entdecken könnte, indem man ein paar Fotos schießt, wäre dieses Konzept wirklich sehr einfach zu kopieren und das Franchise-Konzept keinen Trüffel wert. Den Arbeitsablauf, die Anordung der Stationen, deren Bestückung mit Geräten und vieles mehr, kann sich ein Fachmann bei wenigen Besuchen en détail merken bzw. Notizen und Skizzen erstellen, die eine identische Kopie erlauben. Wirklich innovative Franchisegeber erschweren Kopien, indem sie eigene Geräte entwickeln oder entwickeln lassen und nicht auf 08/15-Geräte setzen, die jedermann kaufen kann. Meine Buchempfehlung für alle Gastronomen, die systematisch neue Konzepte entwickeln wollen, ist die Dissertation von Patrick Oliver Flad, die 2002 als Buch erschienen ist: "Dienstleistungsmanagement in Gastronomie und Foodservice-Industrie". Darin entwirft er auf abstraktem Niveau Lösungsansätze für eine Neukonzeption des gastronomischen Leistungsangebots bei gleichzeitiger Verbesserung der Rentabilität.

Montag, Januar 29, 2007

Kultbier.

Beim Lesen des Artikels "Kultmarke wider Willen" von Anselm Waldermann, im: Spiegel vom 27. Januar 2007, ist mir eingefallen, daß ich beim Blog-trifft-Gastro 2007 in Hamberg, zufällig am selben Tag, an dem dieser Artikel von Spiegel Online veröffentlicht worden ist, in der "Uhlenhorster Weinstube" zum Abschluß des Abends ein Rothaus Tannenzäpfle getrunken habe, das Kultbier, von dem dieser Artikel handelt.

Der Brauereivorstand Thomas Schäuble wird mit den Worten zitiert:
"Wir freuen uns über jeden neuen Kunden. Aber wir dürfen unseren Heimatmarkt nicht vernachlässigen."
Siehe dazu auch unseren früheren Artikel über die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG: "Etikett mit Frau".

Daß der Erfolg dieser Marke geradezu dem "fehlenden Marketing" zu verdanken sein könnte, wird auch durch den Erfolg einer anderen Kultmarke bestätigt, der Münchener Augustiner-Bräu: "Kult statt Werbung".

Wenn man diesen Ansatz auf die Gastronomie überträgt, wird daraus meine Polemik: "Ich will keine neuen Gäste", die seine Fortsetzung fand:.

Vier Chefkoeche im Casino.

Die Kampnagel Kochshow [k] Lecker! lädt in diesem Jahr zu einer kulinarischen Veranstaltungsreihe im Theaterrestaurant "Casino" in Hamburg ein. An vier Terminen kochen die Chefköche der Restaurants
  • "Maral" (Rojan Zadyousef) (29. Januar 2007),
  • "Küchenwerkstatt" (Gerald Zogbaum) am 12. Februar 2007,
  • "FuH" (Fabian Ehrich/Hans-Christian Heinrichsen) am 26. Februar 2007 und
  • "Artisan" (Thorsten Gillert) am 26. März 2007.
Der Eintritt beträgt jeweils 38,- Euro inklusive Menue (ohne Getränke). Der Vorverkauf beginnt sechs Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung.

Event-Blogger.

Im Blog Event-Blogger.de stellen Redakteure von jam&chips - die blogmacher, einer eigenständigen Abteilung des 4iMEDIA Journalistenbüros neue und alte Messe-, Tagungs- und Kongress-Blogs aus aller Welt vor und schauen hinter die Kulissen der Live-Berichterstattung. In regelmäßigen Abständen soll es zudem ein Ranking der beliebtesten Event Blogs geben - zusammengestellt auf Basis der Daten des Blogdienstleisters Technorati.

Bierabsatz im Jahr 2006 um 1,4% gestiegen.

WIESBADEN ? Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes setzten im Jahr 2006 deutsche Brauereien und Bierlager 106,8 Millionen Hektoliter Bier ab, das waren rund 1,4 Millionen Hektoliter oder 1,4% mehr als im Vorjahr. In den Zahlen sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkohol­freien Zusätzen - waren im Berichtsjahr mit 3,5 Millionen Hektoliter oder 3,3% am gesamten Bier­absatz beteiligt. Das ist ein Plus von 17,7% gegenüber dem Jahr 2005.

Daraus ergibt sich für den Absatz von unvermischtem Bier (103,3 Millionen Hektoliter) ein Plus gegenüber 2005 von 0,9%.

86,0% des gesamten Bierabsatzes im Jahr 2006 waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge stieg um 0,6% auf 91,8 Millionen Hektoliter. Der steuerfreie Absatz (Exporte und Haustrunk) betrug 15,0 Millionen Hektoliter Bier (+ 6,6%): 11,7 Millionen Hektoliter (+ 6,3%) davon gingen in die EU-Länder, 3,1 Millionen Hektoliter (+ 8,5%) in Drittländer und 197 130 Hektoliter (- 7,2%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Die Angaben zum regionalen Absatz von Bier richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Den höchsten Bierabsatz erzielten im vergangenen Jahr wie in der Vergangenheit die Länder Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24,8% und Bayern mit 21,4%.

Am Inlandsabsatz haben diese beiden Länder mit 26,4% und 21,6% ebenfalls die mit Abstand höchsten Anteile. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten dagegen die Brauereien oder Bierlager mit Sitz in Niedersachsen/Bremen mit einem Anteil von 36,0%.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Bruessel windet sich.

Claudia Ehrenstein behauptet in der "Welt" vom 29. Januar 2007 ("Berlin unterstützt Vorstoß für radikales Rauchverbot"),
"überraschend wenig Gegenwehr"
gegen einen EU-Vorstoß für ein gesetzliches Rauchverbot per Arbeitsschutz komme von den Gastwirten. Sie seien
"die scheinbar endlosen Debatten um Raucherrechte und Nichtraucherschutz schlicht leid"
Ich sehe das anders. Wir sind es leid, uns wegen jedem Furz, den sich Sesselfurzer ausdenken, vorsorglich die Nase zuzuhalten. Wir schauen erstmal, ob er überhaupt aus den Arschlöchern windet.

In der Sache kann man einem gesetzlichen Rauchverbot als Teil des Arbeitsschutzes gelassen entgegensehen. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Rauchverbot per Arbeitsstaettenverordnung".

Interessant ist an einer entsprechenden EU-Verordnung nur die verfassungsrechtliche Problematik, daß der Bund eine solche Verordnung zwar umsetzen müßte, aber nach der Föderalisusreform die Kommunen nicht verpflichten darf, deren Einhaltung zu kontrollieren, er sei denn, der Bund trage die Kosten der Kontrollen. Siehe dazu auch den polemischen Kommentar von Matthias Kamann: "Kommentar: Politik, in Rauch aufgelöst", in: Die Welt vom 29. Januar 2007.

Mit einer gewissen vorauseilenden Häme sehe ich dem 1. März 2007 entgegen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hatte sich für seine Mitgliedsbetriebe verpflichtet, bis zum 1. März 2007 dafür zu sorgen, daß 60 Prozent aller Speisebetriebe mindestens 40 Prozent des Platzangebots für Nichtraucher vorhalten. Die Politik hat diese Vereinbarung unnötigerweise aufgekündigt und an einem Gesetzentwurf dilettiert. Es wird sich jedoch mit Sicherheit jemand finden, der nach dem 1. März 2007 darauf herumreiten wird, die DEHOGA habe diese freiwillige Vereinbarung nicht eingehalten.

Schon jetzt treibt die neuerliche Debatte um ein gesetzliches Rauchverbot per Arbeitsschutz seltsame Blüten. So hat sich laut einem Artikel "Berlin offen für EU-weites Rauchverbot", in: Tagesspiegel vom 30. Januar 2007, ausgerechnet der Agrarstaatssekretär Gert Lindemann am Rande des EU-Landwirtschaftsrats in Brüssel zu dieser Frage geäußert. Dabei ist für Fragen des Arbeitsschutzes ausschließlich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zuständig, das sich hartnäckig weigert, ein gesetzliches Rauchverbot in die Wege zu leiten. Wenn nun ausgerechnet das für Schweine und rote Rüben zuständige Ministerium das Maul aufreißt, ist abzusehen, daß sich der Kompetenzwirrwarr des zweiten Halbjahres von Sommer und Herbst 2006 fortsetzen wird, wo die beiden nicht zuständigen Bundesministerien für Gesundheit und für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Ton angaben und sich so richtig schön blamiert haben.

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Blog-trifft-Gastro 2007: Rueckschau.

Zurückgekehrt vom diesjährigen Blog-trifft-Gastro 2007 in Hamburg bin ich seit gestern abend über das Abräumen der Arbeiten, die sich am Wochenende aufgetürmt haben, noch nicht dazu gekommen, über das Treffen etwas zu schreiben.

Andere Teilnehmer sind bereits fleißig gewesen:
  • Thorsten Sommer aus Wolfsburg bietet in seinem Speisekarten-Blog eine Gesamtschau: "Blog-trifft-Gastro 2007: Aller Guten Dinge ...".

  • Theo Huesmann aus Mannheim hat eine Reihe von Fotos querbeet online gestellt, die er noch kommentieren will. Zudem hat er ein Video von der Kaffeeverkostung bei J.J. Darboven veröffentlicht. Auch wenn man (noch) nicht online Kaffee kosten kann, können Sie in diesem Video von Sören Slowak, Marketingleiter bei J.J. Darboven, lernen, worauf man beim Verkosten von Kaffee achten sollte.

    Die senorische Prüfung von Kaffee unterscheidet sich erheblich von der Verkostung von Bier und Wein. Die Bedeutung der verschiedenen Zonen der Zunge beim Kaffeeverkosten hat mich an Bierverkostungen erinnert. Ein Unterschied ist augenfällig: Bier kann man nicht ausspucken, weil der Geschmack und das Gefühl, wenn Bier den Gaumen passiert, auch bewertet werden muß. Deshalb kann man beim Bierverkosten nur vergleichsweise wenige Biere kosten, sonst ist man am Ende einfach zu betrunken. Wein, Kaffee und Tee kann man hingegen nach dem Verkosten ausspucken und somit beliebig viele Proben verkosten. Ein paar Links dazu:

  • Der Winzerblogger Thomas Lippert aus Heidelberg stellt das diesjährige "Hotel", vor, in dem wir auswärtigen Blog-trifft-Gastro-Blogger übernachtet haben, er berichtet, was wir am Freitag unternommen haben: "BtG 2007 - der Freitag", schildert seine Eindrücke vom Samstagabend in der Küchenwerkstatt: "BtG 2007 - das Finale in der Küchenwerkstat" und unseren Besuch bei Darboven: "BtG 2007 - Kaffeekränzchen bei Darboven", porträtiert den diesjährigen Organisator "Guido" und zieht sein "Fazit".

  • Guido Marquardt hat das Wochenende Revue passieren lassen und bespricht das gebotene Menü und die dazu getrunkenen Weine en détail: "Blog-trifft-Gastro 2007: Rückblick".

  • Matthias Metze, der in diesem Jahr erstmals teilgenommen hat, schildert seine Eindrücke: "Blog trifft Gastro 2007".
(wird fortgesetzt).

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Donnerstag, Januar 25, 2007

Glocke und Fahne.

Ein Flag and Bell-Event ist ein Durch-Die-Kneipen-Ziehen von Menschen, die sich meist nur aus dem Internet kennen, ein "Tech Pub Crawl". Man verweilt etwa 45 Minuten in jeder einzelnen Kneipe und zieht dann in die nächste, gut per Fuß erreichbare Kneipe weiter. Essen und Trinken wird meist von IT-Unternehmen gesponsert. Eine Liste der monatlichen Flag-and-Bell-Events in London seit Mai 2006.

Diese Treffen werden in Fotos und mit Kommentaren der Teilnehmern dokumentiert, die es den Teilnehmern zugleich erleichtern, gefundene Kontakte weiter zu verfolgen.

Die Bezeichnung "flag and bell" wurde gewählt, weil in jeder Kneipe eine Glocke geläutet wird, sobald man in die nächste aufbricht. Jemand, der eine Fahne trägt, geht dann voran - ähnlich wie bei Messerundgängen.

Ich bin mal gespannt, wer sowas als Erster in Deutschland nachmacht...(via "Arbeitstitel: Webtrinken" von Mario Sixtus).

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag über "Veranstaltungen in mehreren Kneipen".

Business Podcasts.

iBizRadio ist ein Verzeichnis von Business Podcasts, sortiert nach Branchen, wie z.B. Food and Beverage oder Travel and Hospitality (via ResearchBuzz). Zu jedem Podcast gibt es eine kurze Beschreibung und das Datum der letzten Aktualisierung. Die letzte Episode jedes Podcast kann man direkt herunterladen oder anhören.

Viva-Vino - Alltags- und Spitzenweine aus biologischem Anbau.

Matthias Metze hat während seines Studiums des Hotel- und Restaurantmanagements an der Fachhochschule München in Restaurants und Hotels in Heidelberg gejobt und Praktika absolviert. Danach hat er sieben Jahre lang im Hotel Schanzenstern in Hamburg gearbeitet (Controlling, Küchenorganisation, Weineinkauf). Danach hatte er Lust auf Neues, hat sich zum Webdesigner fortgebildet und arbeitet seitdem freiberuflich. Seit Oktober 2006 ist er Online-Weinhändler mit Sitz in Weste, spezialisiert auf Bio-Weine: Viva-Vino.de. Geplant ist, in Kooperation mit dem Hotel Schanzenstern und ehemaligen Kollegen Kochkurse anzubieten.

Ich freue mich darauf, Matthias Metze beim Blog-trifft-Gastro 2007 in Hamberg am kommenden Wochenende persönlich kennenzulernen.

Matthias Metze schreibt außerdem das Biowein Blog.

Literaturhaus & Café, Hamburg.

Nur einen Steinwurf vom Hotel Alsterblick in Hamburg entfernt, in dem ich von Freitag bis Sonntag übernachten werden, befindet sich das Literaturhaus & Café. In dem 1868 erbauten denkmalgeschützten Haus werden seit 1989 in Zusammenarbeit der "Zeit"-Stiftung Ebelin, Gerd Bucerius und der Stadt Hamburg Literatur und kulinarische Genüsse konzeptionell miteinander verbunden.

Reichweite von Websites.

Es ist schon erstaunlich, mit wenig Traffic bzw. Rank und Reichweite ihrer Websites sich auch kommerziell bedeutsame Unternehmen zufrieden gäben.

Hier z.B. einmal eine Graphik, in der die von Alexa ermittelten Reichweiten der Websites Darboven.com, Burkhof.com und Abseits.de im Verlauf der letzten fünf Jahre miteinander verglichen werden:


Blog-trifft-Gastro 2007.

Vom Freitag, 26. Januar 2007, bis Sonntag, 28. Januar 2007, bin ich bei Blog-trifft-Gastro 2007 in Hamburg:
  • Die meisten Teilnehmer übernachten wie ich im Hotel Alsterblick an der Außenalster.
  • Ein kleiner Kreis trifft sich bereits am Freitag ab 20.30 Uhr in dér Uhlenhorster Weinstube bei den Kollegen Heike und Lars Schippmann.
  • Am Samstag besichtigen wir ab 12.00 Uhr das Vapiano. Siehe dazu unseren früheren Beitrag über "Nudelkonzepte".
  • Gegen 14.00/14.30 Uhr gibt es eine Kaffeeverkostung und einen Vortrag vom Marketingverantwortlichen bei Darboven, der führenden Kaffeerösterei bzw. Heißgetränkeanbieter für die Gastronomie. Im Sortiment sind u.a. auch die Marken Eilles (Tee) und Idee Kaffee (gegründet 1915, seit 1927 entcoffeinierter Kaffee nach einem von Prof. Karl Lendrich entwickelten Verfahren). Siehe zur Firmengeschichte auch unseren früheren Beitrag "INTERNORGA-Ehrenpreis 2005 geht an Albert Darboven". Lesen Sie ein Interview mit Albert Darboven im Manager-Magazin vom 5. März 2004: "'Ik heff mit den Schauerslüüd Kaffeesack sleppt'" von Martin Scheele.

    Wir sind mit unserem Café Abseits in Bamberg indirekt seit 32 Jahren Kunde von Darboven, genauer gesagt von Burkhof in München. Die 1928 von Wilhelm Burkhardt & Wilhelm Imhof als Kaffeerösterei in München gegründete Firma Burkhof wurde 1974 von Darboven übernommen.
  • Ab 17.00 treffen sich alle im Restaurant Küchenwerkstatt zum Gedankenaustausch.
  • Am Sonntag endet das Treffen mit einem gemeinsamen Frühstück im Hotel Alsterblick.

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Mittwoch, Januar 24, 2007

Buerokratie-Abbau.

Das Bundesjustizministerium teilt in einer Pressemitteilung "Mehr Licht im Vorschriftenwald" vom 24. Januar 2007 mit, im Kampf gegen die Bürokratie sei mit einem zehnten Rechtsbereinigungsgesetz das "Gesetz zum Schutz des zur Anfertigung von Reichbanknoten verwendeten Papiers gegen unbefugte Nachahmung" und die "Verordnung über die Einführung der Reichshaushaltsordnung in der Justizverwaltung" aufgehoben worden.

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, daß mir damit bei meiner Büroarbeit, etwa der immer komplizierter werdenden Lohn- und Gehaltsabrechnung, nicht wirklich geholfen ist. Die einzig effektive Art und Weise, Bürokratie abzubauen statt Bürokratie zu mehren, bleibt, Bürokraten ganz unbürokratisch ins Jenseits zu befördern.

Bio Suisse - Swissness mit Wilhelm Tell.

Dieses Jahr hat sich Bio Suisse, der Verband der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern, für ihren Auftritt an der BioFach etwas Besonderes einfallen lassen. Mit dem berühmten Apfelschuss von Wilhelm Tell macht sie auf die hervorragenden Schweizer Bioprodukte aufmerksam, die auch bei ausländischen Kunden immer begehrter sind.

Die Schweiz ist bekannt für unberührte Natur, schöne Landschaften, frische Luft und hohe Berge. "Swiss Made" steht rund um den Erdball für Produkte in Top-Qualität. Wir sind stolz, Bioprodukte "swiss made" zu produzieren. Und dies seit 1981. Schon ein paar Jahrhunderte vorher ? nämlich 1291 ? hat Wilhelm Tell mit seinem berühmten Apfelschuss Werbung für Schweizer Bioprodukte gemacht. Und genau mit diesem Motto - und einem Augenzwinkern - wirbt Bio Suisse in diesem Jahr an der BioFach in Nürnberg für Bioprodukte aus der Schweiz. Diese werden im Ausland immer beliebter. Und viele Schweizer Biolandbaubetriebe sind bereit, ihre erstklassigen Produkte ins Ausland zu exportieren. Wir empfehlen Ihnen in diesem Zusammenhang das Referat von Jürg Schenkel, Leiter Marketing Bio Suisse, am Messe-Freitag um 10 Uhr: "Swissness - Mehrwert für den Biomarkt weltweit" hören Sie im Raum Krakau, CCN Ost, Ebene 2.

Bio in der Schweiz- eine Erfolgsgeschichte

Rund 6000 Biobauernhöfe in der Schweiz werden mit dem Knospe-Label ausgezeichnet. Bereits werden mehr als 10% der landwirtschaftlich genutzten Fläche nach Bio Suisse Richtlinien bewirtschaftet. Bio Suisse vergibt die Knospe, das Label des Verbandes, an ausgewählte Betriebe. Dabei verlangen die strengen Richtlinien, dass der gesamte Betrieb auf biologische Produktionsweise umgestellt wird. Auch Produzenten ausserhalb der Schweiz können ihre Produkte in den Knospe-Kanal liefern, wenn sie dieselben Anforderungen erfüllen.

Jährlich werden in der Schweiz für rund 1,2 Milliarden Franken (74,3 Mio Euro) Bioprodukte verkauft. Insbesondere Frischprodukte (Fleisch, Milchprodukte, Brot, Eier, Gemüse, etc.) verzeichnen hohe Umsatzanteile. 85% der Schweizer kaufen mindestens einmal pro Jahr ein Bioprodukt und geben pro Kopf und Jahr rund 160 Schweizer Franken oder 105 Euro für solche aus. In Deutschland sind es 42 Euro. (Quelle: "The world of organic agriculture, statistics & emerging trends 2006", by International Federation of Organic Agriculture Movements IFOAM Bonn and Research Institute of Organic Agriculture FiBL, Frick, Switzerland)

Die Schweizer Biobauern zu Gast an der BioFach: Halle 1 Stand 1-224

(Quelle: Pressemitteilung von BioSuisse).

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Dienstag, Januar 23, 2007

Double-Opt-In-Verfahren juristisch auf der sicheren Seite.

Wenn Sie einen Newsletter versenden oder z.B. ihre Wochenspeisepläne usw. per E-Mail laufend versenden und sich Interessenten dafür automatisch anmelden können, sollten Sie das Double-Opt-In-Verfahren verwenden. D.h. man erhält an die eMail-Adresse, mit der man sich angemeldet hat, eine eMail, die man zurücksenden muß oder in der eine URL angegeben ist, die man aufrufen muß, damit festgestellt werden kann, daß der Inhaber dieser Adresse mit dem Abonnement einverstanden.

Juristisch war bislang umstritten, ob die versandte Bestätigungsmail nicht bereits Spam ist und abgemahnt werden kann.

Zwei rechtskräftige Urteile (wenn auch nur von Amtsgerichten) bestätigen nun: "Bestätigungsmails bei Double-Opt-In sind kein Spam", in: Heise online vom 23. Januar 2007.

Food-Festival: Kochen mit Freunden.

Am Sonntag, 11. Februar 2007 findet im Lindner Grand Hotel Beau Rivage in Interlaken das 2. Food Festival "Kochen mit Freunden" statt (via Feinschmeckerblog von Alexander Hänsel, Director Food & Beverage des Lindner Grand Hotel Beau Rivage).

Ganz nebenbei zeigt Alexander Hänsel, den ich am kommenden Samstag beim Blog-trifft-Gastro 2007, diesmal in Hamburg, wiedersehen darf, wie man die Online-Community Xing (vormals: OpenBC) nutzen kann, um für Events bzw. gastgewerbliche Betriebe, in denen Events stattfinden, zielgruppengenau zu werben. Zur Anmeldung per Xing.

Montag, Januar 22, 2007

Snack-Angebote von Baeckern, Metzgern und Imbissbuden.

Im Artikel "Imbissbuden verdrängen Restaurants", in: Die Welt vom 22. Januar 2007, wird auf eine Studie des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung eingegangen. Danach sind Snack-Angebote von Bäckern, Metzgern und Imbissbuden inzwischen so beliebt, dass die traditionelle Gastronomie in Deutschland zunehmend Probleme habe. Das Institut macht dafür auch die Benachteiligung der Gastronomie bei der Mehrwertsteuer mit dafür verantwortlich.

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken".

Beispielhafte Speisekarten-Beratung.

Thorsten Sommer, der Herausgeber der Speisekarten-Seite.de bietet - unsere treuen Lesen wissen dies - eine kostenlose Speisekarten-Beratung an. In seinem Blog hat er nun den Entwurf einer Speisekarte online gestellt und zahlreiche Punkte aufgeschrieben, die man nach seiner Meinung Punkte inhaltlich oder formal verbessern könnte. Er bittet darum, seine Anmerkungen zu ergänzen, zu bestätigen, zu widerlegen oder für hahnebüchenene Unsinn zu erklären. Ziel der Diskussion soll die Verbesserung des vorgestellten Entwurfes sein: "Speisekarten-Beratung: Jack Sportsbar".

Auch wenn Sie keine Zeit haben, dazu beizutragen, den vorgestellten Entwurf zu verbessern, ist es nützlich, sich die kritisierten Punkt durchzulesen. Sie werden sensibilisiert für Fehler Ihrer eigenen Speise- und Getränkekarte.

Sonntag, Januar 21, 2007

Schadenersatz bei Nichteinhaltung einer Tischreservierung.

Wenn Gäste Tische reservieren und dann einfach nicht erscheinen oder eine Gruppe kommt mit weniger Teilnehmern als angekündigt, ist dies für uns Gastronomen ärgerlich. Kann man einen eventuellen Schaden in Rechnung stellen?

Rechtlich gesehen können Sie den Schadenersatz (also den Nettoumsatzerlös abzüglich die ersparten Aufwendungen, etwa ein Essen, das Sie an einen anderen Gast verkaufen) nur durchsetzen, wenn Sie mit der Reservierung einen bestimmten Umsatzerlös bereits fest vereinbart haben, z.B. ein bestimmtes Hochzeitsmenü für 30 Gäste angeboten haben und dieses Angebot angenommen worden ist. In solchen Faellen, wo Sie als Gastronom in nicht unerhebliche Vorleistungen eintreten (für zusätzliches Personal, spezielle Tischdekoration, erweiterte Öffnungszeiten, zusätzliche Waren) empfiehlt sich aber ohnehin eine schriftliche Vereinbarung (Bewirtungsvertrag). Um eine Diskussion über die Höhe des Schadenersatzes abzuwürgen, kann man seine Höhe auch vorab vereinbaren.

Ohne die Festlegung der zu konsumierenden Speisen und Getränke (wenigstens ihrer Art nach wie z.B. 20 Hauptgerichte) hätte der Gast auch im Falle einer Reservierung das Recht, z.B. nur ein Glas Wasser zu trinken oder einfach zu sagen, daß ihm das Angebot nicht zusagt und wieder zu verschwinden. Es kommt deshalb darauf an, ob mit der Reservierung bereits verbindlch die Abnahme eines Produktes vereinbart worden ist oder nicht.

Andererseits sind Sie bei solch "inhaltsleeren" Reservierungen auch als Gastronom nicht verpflichtet, die "reservierten" Plätze freizuhalten.

Theo Huesmann hat in seinem Posting "Tischreservierungen, Nichterscheinen & Folgen", in: Notizen für Genießer, ein älteres Urteil (1998) zu dieser Frage zitiert und verweist auf einen Bericht der Welt, wonach Restaurants in London Stornogebühren verlangen.

Das zitierte Urteil stellt hohe Anforderungen an den Gastwirt, der einen Schadensersatzanspruch durchsetzen will. Prof. Dr. Klaus Sakowski weist darauf hin, daß der Gastronom nachweisen muß:
  • seine vergeblichen Aufwendungen.
  • daß er andere Gäste abgewiesen hat.
Was kann man als Gastronom tun, um sich nicht erscheinender Gäste zu erwehren?
  • Man überbucht, nimmt mehr Reservierungen an als man Plätze hat, und vertraut darauf, daß ein Teil nicht erscheinen wird. Diese Überbuchungsstrategie wird gerne von Fluggesellschaften benutzt, macht aber böses Blut, wenn wider Erwarten doch alle kommen.
  • Man reserviert nur einen Teil der verfügbaren Plätze und hofft darauf, daß bei Nichterscheinen der Reservierungen die reservierten Plätze von Gästen besetzt werden, deren Reservierungen man nicht mehr angenommen hat.
  • Man bietet Gästen statt einer Reservierungszusage einen Platz auf einer Warteliste an.
  • Man nimmt überhaupt keine Reservierungen an. Dies ist bei angesagten Betrieben eine optimale Lösung aus der Sicht des Gastronomen. Die Gäste "prügeln" sich um die Plätze. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Sie wälzen damit als Gastronom, das Risiko keinen Platz zu bekommen, auf den Gast ab. Sowas funktioniert aber schlecht bei Zielgruppen, die anreisen, und bei älteren Zielgruppen, die es hassen, keinen Platz zu bekommen oder mit einem Stehplatz abgespeist zu werden. In der Szenegastronomie ist diese Strategie eigentlich die Regel.
  • In einer Variante verweigert man Reservierungen nur in der Hauptzeit, z.B. sonntags von 10 bis 14 Uhr. Wer reservieren will, muß bis 10 Uhr kommen, also z.B. um 9.30 Uhr reservieren. Welches Ihre Stoßzeiten sind, wissen Sie selbst am besten.
  • Man richtet Warteplätze ein. Dies isst in vielen amerikanischen Restaurants üblich. Ein Barbereich mit Stehsitz- und/oder Stehplätzen nimmt die Gäste auf, bis ein Platz, an dem essen kann, frei wird. Dort gibt es Kleinigkeiten und vor allem Drinks. Wenn das Restaurant nicht überschaubar ist, braucht man einen oder mehrere spezielle Mitarbeiter, die koordinieren. Man nutzt die Bar entweder, um die Gäste mir einem Freidrink zu trösten, oder man will damit einen zusätzlichen Getränkeumsatz (Aperitif, Cocktail) erzielen.
  • Man verkauft Gutscheine für bestimmte Produkte, die nur zur reservierten Zeit gültig sind. Wenn der Gast zu dem vereinbarten Zeitpunkt nicht erscheint, verfällt der Gutschein.
  • Man läßt sich bei einer Reservierung eine Bankverbindung oder die Kreditkartendaten des Gastes geben, vereinbart eine Reservierungsgebühr und zieht diese bei Nichterscheinen ein.
  • Man wälzt das Problem, Stornierungsgebühren einzuziehen, auf einen Buchungsservice ab.
Siehe dazu auch "Rechtlicher Charakter der Tischreservierung, Urteil des Landgerichts Kiel vom 22.1.1998 - 8 S 160/97.

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Besteuerung von Second Life-Aktivitaeten in Deutschland.

Gerüchteweise wird im Referat "Grundsatz- und Strukturfragen der Steuerpolitik" des Bundesfinanzministeriums überlegt, Vermögenswerte und Einkommen, die in Deutschland von steuerpflichtigen Teilnehmern der virtuellen Welt Second Life besessen werden bzw. ihnen zufließen, zu besteuern. Dies gebiete schon die Steuergerechtigkeit.

Durch die Möglichkeit, virtuelle Linden-Dollars in wirkliche Euro zu tauschen (der Kurs steht zur Zeit bei etwa 0,26 Euro für 100 L$), seien diese virtuellen Bestände und Ströme im Grunde wirklichen Vermögen und Einkommen im Ausland gleichzusetzen und unterlägen systematisch der Besteuerung in Deutschland. Gedacht werden könne z.B. an Grundsteuer, Körperschafts- und Einkommensteuer und Kapitalertragsteuer. Mehrwertsteuer hingegen falle nicht an, da der Vertrieb von virtuellen Produkten von Teilnehmern mit Sitz in Deutschland als nicht mehrwertsteuerpflichtiger Export anzusehen sei, es sei denn, der Käufer sei selbst in Deutschland steuerpflichtig.

Konsequenterweise wäre auch von der für das internationale Steuerrecht zuständigen Unterabteilung IV B des Bundesfinanzministeriums die Möglichkeit eines Doppelbesteuerungsabkommens mit "Second Life" zu prüfen. Solche Doppelbesteuerungsabkommen wurden bislang nur mit wirklichen Staaten abgeschlossen.

Über die Höhe des zu erwartenden zusätzlichen Steueraufkommens gibt es noch keine verläßliche Schätzungen. Um die Größenordnung der wirtschaftlichen Aktivitäten in Second Life zu verdeutlichen: Das Blog Slinside hat am 20. Januar 2007 berichtet, am 19. Januar 2007 habe es in Second Life einen Rekordumsatz von 1,6 Millionen US-Dollar (am Tag!) gegeben. Und es sind bereits eine Vielzahl von Unternehmen in Second Life vertreten, darunter etwa auch Adidas und der Springer-Verlag.

Es ist aber zweifelhaft, ob das unter der Bezeichnung "Quirinalia" diskutierte Projekt einer Besteuerung durch deutsche Finanzbehörden noch bis Ende des ersten Quartals 2007 umsetzbar ist.

Über die wachsende, auch reale wirtschaftliche Bedeutung von "Second Life" hat die angesehene Neue Zürcher Zeitung in ihrem Artikel "Schlagzeilen für die Scheinwelt" vom 19. Januar 2007 berichtet.

In Deutschland hat insbesondere Robert Basic sich in einer Vielzahl von Beiträgen mit "Second Life" beschäftigt.

Betroffen von einer Besteuerung in Deutschland wäre auch der Kollege, der einen deutschen Biergarten in der Second Life-Kommune Neifreistadt eröffnet hat.

Kein Rauchverbot im Bundestag.

Monatelang haben die Initiatoren eines Antrags für ein gesetzliches Rauchverbot im Bundestag getrommelt, eine Mehrheit der Abgeordneten hinter sich zu wissen. Ich habe im Juni 2006 empfohlen, der Bundestag möge sich erstmal um seinen eigenen Mist kümmern: "Rauchverbot im Bundestag". Heute hat die Bild am Sonntag gemeldet, das Vorhaben, den Abgeordneten selbst und ihren Lakaien im Bundestag das Rauchen zu untersagen, sei gescheitert. Siehe dazu: "Rauchverbot: Länder für einheitliche Lösung", in: Die Zeit vom 21. Januar 2007.

In den Bundesländern ist abzusehen, daß ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie scheitern wird:
  • In Bayern erübrigt es sich nun, mit einem solchen Verbot vom Mopping an Edmund Stoiber abzulenken.
  • In allen anderen Bundesländern ist entweder die FDP dagegen oder die CDU.
  • Allein in Berlin könnte die Sozialistische Einheitskoalition ein Verbot beschließen. Die Berliner Quoten-Ossi-Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz und studierten Diplom-Ingenieurin für Städtebau Katrin Lompscher von der SED/PDS/Linkspartei wird in der "Zeit" mit den Worten zitiert:
    "Als einzige Ausnahmeregelung in der Gastronomie könnte ich mir vorstellen, separate Raucherräume anzubieten, in denen man rauchen darf, aber nicht bedient wird."
Der Berliner Vorschlag erinnert an die DDR-Gastronomie, wo in den HO-Gaststätten der Preisstufen I bis IV Tische als reserviert bezeichnet wurden, weil das Kollektiv keinen Bock hatte zu arbeiten und nichts mehr Vernünftiges vorrätig war, was man hätte servieren können.

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Massive Umsatzruckgaenge in schottischen Pubs nach Einfuehrung eines gesetzlichen Rauchverbots.

"Scottish pubs suffer under ban", in: Morning Advisor vom 9. Januar 2007. Das im Frühjahr 2006 in Kraft getretene gesetzliche Rauchverbot in Schottland hat nach einer Untersuchung der International Epidemiological Association in den schottischen Pubs zu einem Umsatzrückgang von 10% und einem Rückgang der Zahl der Gäste in Höhe von 14% geführt.

In den USA hatten ähnliche Untersuchungen immer behauptet, es habe dort langfristig keine negativen Effekte auf die Umsätze in der Gastronomie gegeben. Die Autoren der Studie führen das abweichende Ergebnis für Schottland darauf zurück, daß Pubs in Schottland gesellschaftlich anders genutzt werden:
"However, differences in the social use of public houses in Great Britain in comparison with the US may lead to different findings."
Auch der von vielen fanatischen Nichtrauchern in Deutschland behauptete Zustrom von Nichtrauchern in die nunmehr rauchfreien Pubs ist ausgeblieben:
"The short-term impact of the ban did not lead to more customers coming into pubs due to the smoke-free atmosphere, and presumably did not lead smokers to spend more money on drink or food instead of smoking."

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Alterskontrolle bei Zigarettenautomaten.

In einem früheren Beitrag habe ich darauf hingewiesen, daß bestehende, geplante oder von Gutmenschen propagierte Werbeverbote etwa für Tabakwaren oder Alkohol sich für die Gastronomie eher günstig auswirken, weil die Werbebudgets aus den Medien an die Verkaufspunkte fließen: "Brauereiwerbung am Point of Sale".

In einem Artikel über die Auswirkung einer zum 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Änderung des Jugendschutzgesetzes, wonach Zigaretten nur noch nach einer Alterskontrolle per Chipkarte von Zigarettenautomaten ausgespukt werden dürfen ("Umsatzeinbruch an Zigaretten-Automaten", in: Netzeitung vom 21. Januar 2007) konnte ich jetzt lesen, daß zwar auch der Umsatz an Zigarettenautomaten in der Gastronomie zurückgegangen ist, aber in wesentlich geringerem Umfange als bei den Zigarettenautoamten in den Straßen:
"Von dem Umsatzrückgang sind vor allem die 250.000 Automaten betroffen, die an Straßen stehen. Das Geschäft in Gaststätten sei nur um rund zehn Prozent zurückgegangen, sagt Verbandsvertreter Lind. Dort darf der Wirt nach einer Alterskontrolle die Zigaretten für den Gast kaufen."
Die Folgen sind für die Gastronomie günstig:
  • Die knappen Standorte von Zigarettenautomaten in der Gastronomie werden relativ wertvoller. Man kann möglicherweise höhere Provisionen herausschlagen.
  • Zigarettenkäufer, denen eine Chipcode mit Alterscodierung fehlt, werden motiviert, Gaststätten aufzusuchen, um dort ihre Zigaretten mit Unterstützung des Gastronomen zu ziehen. Die Zigarettenautomatenaufsteller beliefern die Gastronomie dafür mit Blanko-Karten, mit denen man Zigaretten ziehen kann.
  • Wer als Zigarettenkäufer eine Gaststätten betritt, lernt nicht nur Betriebe kennen, an denen er ansonsten vorbeigelaufen wäre, sondern nutzt die Gelegenheit vielleicht, auch ein Getränk oder einen Happen zu sich zu nehmen. Oder er trifft Bekannte und verweilt. Vielleicht gefällt es ihm auch so gut, daß er gerne wieder kommt.
Denken Sie daran,
  • an Ihren Zigarettenautomaten ein Hinweisschild anzubringen, daß an der Theke eine Karte erhältlich ist, mit der man Zigaretten ziehen kann auch ohne eigene Karte mit Alterskontrolle.
  • mit Ihrem Automatenaufsteller über bessere Konditionen zu sprechen.
Überlegen Sie sich, ob es sich für Ihren Betrieb lohnt, Zigaretten manuell zu verkaufen. Man verdient daran zwar etwa doppelt soviel wie beim Verkauf per Automat, aber eigentlich doch wenig. Und man riskiert, daß manuell verkaufte Zigaretten versehentlich nicht abkassiert oder vom Personal geklaut werden.

Mehr über "Zigarettenautomaten-Aufstellungsverträge".

Samstag, Januar 20, 2007

Neuer Wettbewerb: Ernaehrungskonzepte gesucht.

Obst und Gemüse, Bioprodukte und viel ausgewogene Abwechslung auf dem Teller - worauf kommt es an bei einer vernünftigen Ernährung? Der Verband der Köche Deutschlands sucht unter Federführung des Fachausschusses Ernährung und Gesundheit erstmals das "Beste Tages-Ernährungs-Konzept" und schreibt zu diesem Zweck einen neuen Wettbewerb aus. Anmeldeschluss: 15. Februar 2007.

Die Aufgaben für teilnehmende Köchinnen und Köche, die als Einzelpersonen antreten oder aus einer Einrichtung kommen und keine diätetische Zusatzausbildung mitbringen müssen, sind zweigeteilt: Im schriftlichen Teil geht es darum, ein Konzept für einen Tag mit fünf Mahlzeiten für eine Person zu erstellen, inklusive Warenanforderung (Materialeinsatz maximal 7 Euro), Rezeptur und Nährwertberechnung sowie Einhaltung des Tagesbedarfs von 2000 bis maximal 2200 kcal. Im zweiten Teil werden die vorgeschlagenen Gerichte im Rahmen einer kalten Ausstellung am 30.03.07 in Rothenburg o.d. Tauber präsentiert - alle Speisen dürfen fertig mitgebracht werden, chemisieren ist erlaubt.

Der Punktbeste aller Aussteller wird belohnt mit dem Titel "estes Tages-Ernährungs-Konzept" und einem Seminar der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im Wert von 2000 Euro. Auf die Teilnehmer warten weiterhin Gold-, Silber- und Bronzemedaillen (ab einer gewissen Punktzahl) sowie Wochenend-Reisen für jeweils zwei Personen und die Teilnahme an einem Abendseminar "Mediterrane Küche" mit Küchenmeister Gerald Wüchner.

(Quelle: Pressemitteilung des Verbandes der Köche Deutschlands).

Hotel Human Resources Circle.

Heute findet von 14 bis 17 Uhr in vierzig Hotels in Deutschland ein sogenannter "Check-In-Day" statt, ein Projekt des Hotel Human Resources Circle mit dem Ziel, Praktikanten für tausend Praktikumsplätze zu gewinnen. Details verrät "Zukunftsbranche Hotellerie in Deutschland", in Travel Press vom 8. Januar 2007 und der Check-In-Day Flyer (PDF).

HHRC ist eine Interessengemeinschaft von Personalleitern der führenden Hotelgessellschaften Deutschlands, die sich zum Ziel gesetzt hat:
  • Das Image der Hotellerie zu verbessern, zu fördern und transparent zu machen.
  • Gemeinsam und konzernübergreifend Lösungen für die Probleme von heute und von morgen zu finden.
  • Ideen zu entwickeln und umzusetzen - von "A" wie Azubi bis "Z" wie Zeitarbeit.
In regelmäßigen Veranstaltungen und Aktionen werden Interessenten die Berufsvielfalt der Hotellerie & Gastronomie eröffnet.

Teilnehmende Hotelgruppen (Mitglieder) sind zur Zeit
  • Accor,
  • ArabellaSheraton,
  • Hilton,
  • Hyatt,
  • InterContinental Hotels & Resorts,
  • Kempinski,
  • Marriott Hotels & Resorts,
  • NH Hoteles,
  • Rezidor,
  • Sheraton,
  • Steigenberger.
Kritisch zu dieser Initiative äußert sich Carsten Henning: "Die Praktikantengesellschaft - auch in der Hotellerie", in: Hotelblog vom 8. Januar 2007.

Freitag, Januar 19, 2007

Marriott on the move, das Blog von Marriott.

Robert Basic hat entdeckt, daß John Willard "Bill" Marriott, der Chef der Marriott Hotelgruppe, ein Blog "Marriott on the move" schreibt: "Marriott Chef bloggt", in: Basic Thinking Blog.

Ganz überraschend ist das nicht. Wenn man raten müßte, welche große, internationale Hotelkette als erste bloggen würde, liegt Marriott auf der Zunge. Dieses Unternehmen besticht durch seine Konzentration auf die Zufriedenheit von Gästen und Mitarbeitern, auch wenn alle Hotels diesen Fokus haben - mehr oder weniger. Siehe dazu auch den früheren Beitrag: "Was macht Hotels und Anlagen erfolgreich?".

Bill Marriott schreibt in seinem Eröffnungsbeitrag einiges, was sich jeder Hotelier durchlesen sollte. Mich fasziniert besonders, wie schnell er als - wie er zugibt - wenig internetaffine Manager das Wesentliche von Blogs kapiert hat, die Interaktion mit dem Leser (Hervorhebungen von mir):
"A year ago, I didn't even know what a blog was -- until my Communications team began telling me about all the blog traffic on travel and tourism. Now I know this is where the action is if you want to talk to your customers directly -- and hear back from them....

Bottom line, I believe in communicating with the customer, and the internet gives me a whole new way of doing that on a global scale. I'd rather engage directly in dialogue with you because that's how we learn and grow as a company.

So tell me what you think, and together we'll keep Marriott on the Move!"
Für Bill Marriott ergänzt diese Zwiesprache mit dem Leser gut seine Gespräche vor Ort, wenn er seine Hotels in der ganzen Welt besichtigt:
"Blogging will allow me to do what I've been doing for years -- on a global scale. Talking to the customer comes easily to me. I visit 250 hotels around the world every year. This year I'll be traveling once again to China where we have 27 hotels, 16 under construction and many more in our development pipeline. At every hotel, I talk to associates, from housekeepers to general managers, to get their feedback. I call it "management by walking around." Like my parents, I value the input from our associates at all levels. I make lots of notes -- and my best ideas almost always come from our people in the field."
Als Inhalte sind geplant:
  • Anekdoten aus der Unternehmensgeschichte, wie sich das Unternehmen entwickelt hat - aus einem einfachen Kiosk, in dem Bier verkauft worden ist.
  • Ideen und Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter in aller Welt.
  • Geschichten über Mitarbeiter.
  • Aktuelle Ereignisse.
Daß die Kommunikation mit Gästen nicht ganz einfach ist, zeigt ein Kommentar, in dem sich ein Gast darüber beschwert, daß es ihn 14 Dollar kostet, wenn er in einem der Hotels einen Internetanschluß nutzen will. Und er vermißt ein WLAN:
"Comment: I too travel alot, and love the idea of this blog. Of course, for me to read this blog at one of his hotels, it will cost me an extra $14 a day for a cable connection (not even wireless -- what's up with that???)......."

BASF-Blog.

Daß die BASF einen großen Weinkeller besitzt, der auch als Großhändler fungiert, so daß auch Gastronomen dort einkaufen können (stationär und online), ist für unsere regelmäßigen Leser keine Überraschung. Siehe dazu unsere Linksammlung "Online-Weinhändler". Und auch die Vinothek im Gesellschaftshaus der BASF haben wir früher bereits vorgestellt.

Seit November 2006 gibt es auch ein RheinNeckarWeb Weblog der BASF. Die "Kurpfalznotizen" stellen es vor: "BASF bloggt mit der Rheinpfalz".

Im Blog wird auch alle vier Wochen ein Wein präsentiert: "Weintipp es Monats".

Kaderschmiede Ottensen.

Nana Lewis-Weiß eröffnet heute abend um 19 Uhr die Kaderschmiede Ottensen im gleichnamigen Hamburger Stadtteil (via "Offtopic: Kaderschmiede, Hamburg Ottensen", in: "Kundenbindung der Zukunft" von Frank Felix Debatin).

Innovativ ist das kommunikative Konzept. Der Gastraum dient als "Kaderschmiede", als Gastraum für berufliches und kreatives Networking. Gäste finden hier eine Bühne, sich zu präsentieren, können den Gastraum als Ausstellungsfläche nutzen, Abrißzettel aushängen usw.

Das kulinarische Konzept ist - soweit man dies nach einem Besuch der Website beurteilen kann - eher belanglos, dem kommunikativen Konzept angemessen und untergeordnet: Zu essen gibt es dort ein warmes Mittagessen für 4,50 Euro, ansonsten fünf verschiedene Sorten Brötchen, die mit fünf verschiedenen Sorten Wurst oder Käse kombiniert werden können. Außerdem verschiedene Aufstriche, Gemüse, Fisch, Frikadellen usw.

Das kommunikative Konzept nutzt geschickt bereits bekannte Elemente, die sich isoliert ähnlich auch in anderen Betrieben finden:Weiter gehen Konzepte, in denen Gäste die Gasträume als Arbeitsplätze nutzen können, bis hin zu solche Konzepten, welche die traditionelle Trennung zwischen Arbeitsplatz und Gaststättenbesuch (aus Sicher der Gäste) mehr oder weniger aufheben: "Nutzung von Gaststaetten als Arbeitsplatz der Gaeste".

Donnerstag, Januar 18, 2007

Goldene internationale Palme fuer L'Atelier des Chefs.

Frankfurt, 18. Januar 2007. Das erste Treffen auf internationaler Ebene für alle Leaders Clubs in Europa und dem Mittelmeerraum fand vom 12. bis 15. Januar 2007 in Marrakesch statt. Im Mittelpunkt standen das Best Practice Forum und die Verleihung der internationalen Palmen für innovative Gastronomiekonzepte. Das zweitägige Forum war ein intensiver Kreativworkshop in englischer Sprache für die teilnehmenden Gastronomen, allesamt Mitglieder in den verschiedenen Länderclubs. Behandelt wurden die Themen Marketing, Personal, Supply Chain sowie Ausbau und Optimierung des Leaders Club-Networks.

Eine Premierenveranstaltung war auch die Verleihung der internationalen Palmen in der beeindruckenden Wüstenkulisse der Eventlocation Dar Soukkar. Als Vertreter des Gastgeberlandes nahmen der marokkanische Tourismusminister und der Präsident der Royal Air Maroc an der Gala teil. Aus fünf Ländern ? Belgien, Deutschland, Frankreich, Marokko und Russland - wurden jeweils drei ausgewählte Konzepte vorgestellt. Aus Deutschland gingen an den Start: "Brenner" (Gewinner der Goldenen Palme 2004), "East" (Preisträger 2005) und "M. Vuong" (Siegerkonzept aus dem Jahr 2002). Die Entscheidung fällte eine Fachjury, besetzt mit Vertretern aus allen Mitgliedsländern.

Gewinner der goldenen internationalen Palme und damit das innovativste Konzept auf internationaler Ebene ist "L'Atelier des Chefs" in Paris. Das von den Quereinsteigern Francois und Nicolas Bergerault entwickelte Konzept ist eine innovative Art der Kochschule und Gewinner der Bronzenen Palme des Leaders Club Frankreich im Jahr 2005. Die silberne internationale Palme erhielt Robert Petit für "A Toutes Vapeurs" (Goldene Palme 2004 in Frankreich). In diesem Pariser Restaurant ersetzen Dampfgarer den Herd. Produziert wird in Minutenschnelle eine leichte, gesunde Küche. Die bronzene internationale Palme ging nach Deutschland: Christoph Strenger, Marc Ciunis und Anne-Marie Bauer nahmen die Auszeichnung für das East Hotel & Restaurant in Hamburg entgegen. Im November 2005, ein Jahr nach seiner Eröffnung, erhielt das "East" mit seinem innovativen Restaurantkonzept und dem beeindruckenden Design von Jordan Mozer die Goldenen Palme des Leaders Club Deutschland.

Der Leaders Club ist ein Zusammenschluss führender Gastronomen eines Landes unter Einbindung von Entscheidungsträgern der Industrie im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und Förderung von innovativen gastronomischen Entwicklungen und Ideen. Der Leaders Club versteht sich als Austausch- und Kommunikationsplattform mit starker europäischer Ausrichtung. Gegründet wurde er im März 2001, nach dem Vorbild des französischen Leaders Club. Seit Beginn 2005 sind die Clubs der verschiedenen Länder als Leaders Club International zusammengeschlossen.

(Quelle: Pressemitteilung des Leaders Club Deutschland).

Coca-Cola Erfrischungsgetraenke AG baut Mitarbeiterzahl im Verkauf deutlich aus.

Berlin, 18. Januar 2007 - Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) will mit einer deutlich stärkeren Präsenz im Markt ihr Geschäft ausbauen. So plant der größte deutsche Coca-Cola Abfüller, in den kommenden 18 Monaten 300 zusätzliche Verkaufsmitarbeiter zu beschäftigen. Bislang betreuen knapp 1800 Außendienstmitarbeiter die Kunden der CCE AG aus Handel und Gastronomie.

Mit der Aufstockung der Verkaufsmannschaft um knapp 20 Prozent verspricht sich der Getränkehersteller einen noch intensiveren Kundenservice und damit positive Impulse für das Geschäft. "Wir sehen im Markt für alkoholfreie Getränke großes Potential, das wir durch Investitionen in unsere Verkaufsorganisation ausschöpfen möchten", sagt Damian Gammell, Vorstandsvorsitzender der CCE AG.
"Persönlicher und kontinuierlicher Kundenservice ist ein wichtiges Merkmal, mit dem wir uns von den Wettbewerbern unterscheiden möchten. Mit mehr Außendienstmitarbeitern können wir einen noch engeren Kundenkontakt halten und damit eine traditionelle Stärke des Coca-Cola Geschäfts weiter ausbauen, um Wachstum zu erzielen."
Die CCE AG sieht Möglichkeiten zur Absatzsteigerung unter anderem im Ausbau des Getränkeangebots für unterwegs zum Beispiel über Bäckereien und Metzgereien, in der Erschließung neuer Vertriebskanäle wie zum Beispiel Bekleidungsgeschäfte oder Mobilfunkshops sowie der Forcierung von Kategorien wie Wasser, Wellnessdrinks oder kalorienarme Getränke. Erhebliches Potential liegt nach Einschätzung des Getränkeherstellers ebenfalls im so genannten "Convenience-Bereich", zu dem unter anderem Tankstellen und Drogeriemärkte gehören. Weiter ausbauen möchte die CCE AG auch die Zusammenarbeit mit dem Getränkefachgroßhandel in der Betreuung kleinerer Kunden wie zum Beispiel Restaurants oder Imbissbetriebe.

Die CCE AG ist mit rund 9.300 Mitarbeitern sowie einem Absatzvolumen von 2,5 Milliarden Litern der größte deutsche Getränkehersteller. Das Unternehmen ist für die Abfüllung und den Vertrieb von Coca-Cola Produkten in rund 75 Prozent des deutschen Marktes zuständig.

(Quelle: Pressemitteilung der COCA-COLA Erfrischungsgetränke AG).

Einen Kommentar kann ich mir nicht verkneifen: Das Herz eines Gastronomen schlägt schneller, wenn Coca-Cola unsere Konkurrenten aus Handel und Handwerk besser betreuen möchte. Man überlegt sich dann, auszulisten und auf Marken und Anbieter umzustellen, die Hinz und Kunz nicht anbieten. Siehe dazu auch unseren früheren Artikel "Die Gastronomie als Käufermarkt".

Hotel 2.0.

Das Designhotel Hôtel Hi in Nizza nutzt für sein Marketing Tools und Plattformen des Web 2.0:
  • ein hoteleigenes Blog HI.
  • eine Präsenz in myspace, das besonders gern von Musikern und musikbegeisterten Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt wird. (Ich selbst bin dort unter www.myspace.com/gerhardschoolmann inhaltsarm vertreten, mehr aus Neugierde denn als Begierde.)
  • stellt sich per Video in der Online-Video-Plattform Dailoymotion vor.
(gefunden via "Hotel Marketing 2.0", in: TOURpedo, dem touristischen Weblog, und "Hi Hotel launched its blog...", in: Hotel Blogs 2.0).

Konzeptionell wird das Hotel HI in MySpace wie folgt beschrieben:
"HI is a new concept in top of the range hotel accommodation, breaking away from traditional standards of luxury. The happy bar and the music is the focal point of the hotel, built around a suspended hot air balloon-style basket, both striking and ethereal, hovering aloft, suggesting a modern alcove, and imposing order on the space as it lters the light from both the street and the atrium garden. By night, the atmosphere is festive with lighting effects. The interior of the basket is used for evenings with DJs and for video screenings included in the HI.mages programs. F communications, famous french electronic label of laurent garnier and eric morand, signs the sound design of HI."
Die Hintergrundmusik, die im Hotel zu hören ist, wird zugleich per Internetradio ausgestrahlt.

An Künstler richtet sich ein besonderes Angebot, eine kostenlose Übernachtung im Tausch gegen einen kleinen Auftritt in der Bar des Hotels.

Siehe auch unsere Besprechung der Website eines Hostels "Factory41" in der Fränkischen Schweiz, das ebenfalls Elemente des Web 2.0 integriert hat: "Hostel Factory41".

Mittwoch, Januar 17, 2007

Trendbarometer HOGA Nuernberg: frischer Wind weht durch das Gastgewerbe - die Branche investiert wieder.

Nürnberg - Mit einem Spitzenergebnis ging die vom 14. bis 17. Januar 2007 durchgeführte 24. HOGA, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, zu Ende. Rund 450 Aussteller präsentierten in der Messe Nürnberg bei der ersten Fachmesse des Jahres für das Gastgewerbe auf 40.000 qm Bruttofläche das gesamte fachliche Spektrum der Branche. Während der vier Veranstaltungstage informierten sich rund 35.500 Besucher. Damit konnten die Organisatoren das gute Ergebnis der letzten HOGA Nürnberg vor zwei Jahren mit einem Plus von 1500 Besuchern nochmals toppen.

Aufgrund des frühen Termins übernahm die HOGA diesmal die Funktion eines Frühindikators und Konjunkturbarometers für die Saison 2007. Zum Messeschluss zogen die Aussteller, der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband als fachlicher Träger und die AFAG Messen und Ausstellungen als Veranstalter eine mehr als positive Bilanz. BHG-Präsident Siegfried Gallus und AFAG Geschäftsführer Heiko Könicke stellten gemeinsam fest, dass die guten Ergebnisse in der Branche im zweiten Halbjahr 2006 die Fachbesucher aus ganz Süddeutschland und den angrenzenden Gebieten stimulierten und bei den Ausstellern zu exzellenten Ergebnissen wie schon lange nicht mehr geführt haben - die Branche investiert endlich wieder, so der Tenor aller Beteiligten.

Die neue Führung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes war während der gesamten Messe vor Ort und diskutierte mit den Messebesuchern und dem Berufsnachwuchs die Chancen und Perspektiven der Branche und ihrer einzelnen Sparten. BHG-Präsident Siegfried Gallus stellte in seinem Resumée fest:
"Die Aufbruchstimmung zur Nürnberger HOGA wird uns einen kraftvollen Schub geben. Die Mehrwertsteuererhöhung trifft uns, hat aber im Messegeschehen und beim Orderverhalten kaum eine Rolle gespielt. Einmal mehr lieferte die HOGA ein überzeugendes Branchenbild und es dürfte kaum einen Besucher gegeben haben, der das Nürnberger Messegelände ohne Inspiration, neuer Motivation und mit vielen Anregungen und Ideen für die berufliche Praxis verlassen hat"
so sein Fazit.

AFAG Geschäftsführer Heiko Könicke stellt in seiner Bilanz fest:
"Wir sind mit den Ergebnissen mehr als zufrieden. Es ist uns gelungen das eigenständige Profil der Nürnberger HOGA, die bei den Besuchern fast schon einen Kultstatus hat, weiter zu schärfen und ein familiäres Messeklima für die Branche herzustellen. Bei der repräsentativen Besucherbefragung des Instituts für Congress- und -Event-Marktforschung, Hamburg, zeigte sich, dass bei 88% der Besucher die Erwartungen erfüllt wurden und bei weiteren 10% in Teilbereichen. Ein hoher Anteil von 94% gab an, dass man auch die nächste HOGA Nürnberg in zwei Jahren besuchen werde. Besonders erfreulich und ein wichtiger Aspekt für unsere Aussteller: der Fachbesucheranteil ist gegenüber der letzten Besucherbefragung 2003 nochmals gestiegen und lag diesmal bei 94% gegenüber 89% im Jahr 2003. Zuwächse gab es auch bei Besuchern aus Sachsen und Thüringen und 6% der Besucher reisten aus über 300 km an. Hervorzuheben sind noch zwei weitere Zahlen aus der Befragung unserer Besucher. So stieg der Anteil der Fachbesucher, die nur die HOGA und keine andere Fachmesse dieser Art besuchen, auf 51% (letzte Befragung 48%). Bemerkenswert ist der hohe Anteil an Entscheidern: 48% der Besucher haben demnach ausschlaggebenden Einfluss bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen. Dies alles unterstreicht eindrucksvoll den Stellenwert der HOGA im Reigen vergleichbarer Messen"
so Könicke in seiner Bilanz.

Begeisterung für spannende Wettbewerbe und Fachevents Zum hohen fachlichen Anspruch und Gesamterfolg der Messe haben die Wettbewerbe der bayerischen Berufsschulen in den Ausbildungsberufen des Gastgewerbes, das hohe Niveau der Internationalen Kochkunstschau, die Cocktail-Wettbewerbe der Deutschen Barkeeper-Union im Rahmen der neuen Cocktail-Arena sowie die täglichen Kochshows im Rahmen der HOGA Vivre Trophy beigetragen, bei der Spitzenköche aus Bayern und Baden-Württemberg, in Kombination mit unterhaltsamen Entertainment-Einlagen, Kochkunst auf höchstem Niveau zelebrierten. Innovationen, Ideen, Konzepte und neueste Trends standen bei der aufwändigen Präsentation von Pflaums Posthotel Pegnitz im Mittelpunkt, die mit zahlreichen Partnern realisiert wurde und große Beachtung fand.

FOOD SPECIAL erlebte Ansturm von Fachbesuchern

Die im Rahmen der HOGA an zwei Tagen vom Service Bund Bayern veranstaltete FOOD SPECIAL - Fachbörse für Food & Beverage sowie Convenience-Produkte, erwies sich einmal mehr als Branchenevent mit Magnetwirkung. Vor allem der Montag war der bislang stärkste Tag seit Durchführung der FOOD SPECIAL und unsere Aussteller sprachen von hervorragenden Kontakten, stellte Mitorganisator Johannes Fuchs von der Firma Trias fest. Die Besucher werteten vor allem die kompakte Food-Präsentation und die Information der kurzen Wege sowie die Symbiose mit der Fachmesse HOGA als entscheidenden Vorteil der FOOD SPECIAL. Begrüßt wurde von den Fachbesuchern auch der frühe Termin, der eine optimale Vorbereitung auf die Saison ermögliche.

Hohe Zufriedenheit bei Ausstellern

In der am letzten Messetag durchgeführten Befragung zeigte sich der Großteil der Aussteller mit den geschäftlichen Ergebnissen sehr zufrieden. Mit "sehr gut" und "gut" bewerteten 56% die Geschäfte, 32% waren zufrieden und 9% waren weniger zufrieden. Damit fiel die Zufriedenheit nochmals deutlich besser aus als vor zwei Jahren, wobei auch noch das Nachgeschäft zu berücksichtigen ist, das viele Aussteller sehr positiv bewerten.

Nachstehend einige Stimmen von HOGA-Ausstellern aus unterschiedlichen Angebotsbereichen:

Erdinger Weißbrau, Stefan Müller, Regionalverkaufsleiter Nord-bayern u. Baden-Württemberg:
"Für uns war die HOGA ein großer Erfolg. Wir hatten überdurchschnittlich viele Neukunden und interessante Anbahnungen und konnten auch direkt auf der Messe viele Abschlüsse tätigen. Schon der Sonntag, normalerweise ein etwas schwächerer Tag, lief hervorragend und der Trend setzte sich auch an den Wochentagen fort."
Metro Cash & Carry, Wolfgang Kirchner, Metro Geschäftsleitung:
"Wir waren das erste Mal auf der HOGA, um als Partner der Gastronomie unser Food-Sortiment zu präsentieren. Unser Fazit fällt ausgesprochen positiv aus, die Qualität des Publikums war hervorragend und die enorme Resonanz, die unser Messestand hatte, bestätigt unsere Entscheidung, auf die HOGA zu gehen. Wir haben vor allem für unser Sortiment an Frischfisch und die breite Palette an exotischen Früchten vorgestellt und dadurch auf der Messe auch viele neue Kunden gewinnen können. Schon im Vorfeld hatten wir 5000 Kunden angeschrieben und mit Bussen zur HOGA gebracht."
Neubert Objekteinrichtungen, Ingo Büscher, Vertrieb
"Als regionales Unternehmen konnten wir in hohem Maße von der Präsenz auf der HOGA profitieren und wertvolle Kontakte knüpfen. Die Investionsbereitschaft zieht an und obwohl wir als Einrichter keinen aktiven Verkauf auf Messen betreiben, versprechen wir uns aufgrund der guten Gespräche und vieler interessierter Fachbesucher ein sehr gutes Nachgeschäft. Für uns war die HOGA ein Erfolg."
Zollner Hotelwäsche, Karl Zollner,Geschäftsführer:
"Die diesjährige HOGA war kein Vergleich zur Vorveranstaltung, denn diesmal liefen die Geschäfte deutlich besser. Unsere Neuheiten sind sehr gut bei den Kunden angekommen und die Kundenfrequenz war hervorragend. Ich schätze an der HOGA besonders die attraktiven Non Profit Bereiche der Messe mit den Wettbewerben und Schaubereichen sowie die Einbeziehung der jungen Leute. Sowas findet man auf keiner anderen Messe."
Gefako, Getränke-Fachgroßhandel u. Kooperation, Anja Bukkenmaier, Marketing-Leitung:
"Wir können für die diesjährige HOGA ein durchwegs positives Ergebnis vermelden. Der Anteil der Altkunden auf dem Stand liegt bei etwa 60% liegt, aber 40% waren Neukunden, zu denen wir auf der HOGA Kontakte knüpfen konnten. Für uns ist die Messe sehr gut gelaufen."
Kason, Einrichtungen, Gernot Possmann:
"Wir spürten die positive Aufbruchstimmung in der Branche und die Bereitschaft, wieder zu investieren. Die Besucherfrequenz war sehr gut und auch die Qualität der Besucher war ebenfalls top. In vielen Betrieben gibt es Nachholbedarf und ich denke, dies wird sich positiv auf die Geschäfte in diesem Jahr auswirken."
Frosteria Exquisit, Tiefkühlbackwaren, Tanja Böttcher, Marketing:
"Wir haben uns erstmals für eine Beteiligung auf der HOGA entschieden, weil wir mit unseren Produkten bislang nur Bäckereien und Konditoreien belieferten und nun verstärkt die Gastronomie als Kunden gewinnen möchten. Dafür war die HOGA eine ideale Plattform und die hier geknüpften Kontakte sind für uns überaus wertvoll."
Burkhof Kaffee, Jürgen E. Wurst, Geschäftsführer:
"Die HOGA Nürnberg ist für uns unverzichtbar und eine der wichtigsten Messen. Sie wird immer besser und auch wir konnten von Jahr zu Jahr Zuwächse bei Umsatz, Kontakten und Neukundengewin-nung verzeichnen. Dass die HOGA diesmal die erste Messe im Jahr war, ist ein großer Vorteil, den frühen Termin sollte man beibehalten."
(Quelle: Pressemitteilung der HOGA)

Sieger des HOGA-Jugend-Pokals beim Jugendwettbewerb der 24. HOGA - Fachmesse.

Nürnberg - Beim Wettbewerb um den "HOGA-Jugendpokal 2007", bei dem anlässlich der 24. HOGA Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung in der Messe Nürnberg der Nachwuchs aus 11 bayerischen Berufsschulen gegeneinander antritt, erreichte das Team aus Passau im Leistungsvergleich mit dem Berufsschulteam Kitzingen-Ochsenfurth (2. Platz) und der Berufsschule Aschaffenburg (3. Platz) am 17. Januar den Tagessieg.

Das siegreiche Berufsschulteam setzte sich aus dem Nachwuchskoch Martin Weber (1. Ausbildungs-jahr, Wunsch-Hotel Residenz, Bad Griesbach), dem Koch Roman Stöckl-Schmidt im 2. Ausbil-dungsjahr, (Asklepios Klinik) und dem Koch Felix Hallhuber (3. Lehrjahr, Wunsch-Hotel Residenz, Bad Griesbach) zusammen. Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten ferner die Hotelfachfrau Sarah Berger (Hotel Drei Quellen, Bad Griesbach) und die Restaurantfachfrau Corinna Aigner (Wunsch-Hotel Residenz, Bad Griesbach).

Die drei Köche der Siegermannschaft kochten für den Wettbewerb nach einem vorgegebenen Waren-korb das folgende 4-Gang-Menü für 12 Personen:

Selleriekremsuppe mit Walnussschöberl und Basilikumnockerl
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Gebratene Zanderschnitte mit grüner Kruste Weißweinschäumchen, glasierten Kirschtomaten
Zucchini und Safrannudeln
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"Zweierlei vom Spanferkel"
knuspriges Ripperl und gefüllte Roulade
mit Natursaft, Wirsing, Kohlrabi, Möhren und Rote Beete
Knödelauflauf
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"Süße Kartoffelvariation"
warmer Kartoffelkuchen, knuspriger Kartoffelring, glasierte Trüffelkartoffel
Waldbeereis, Quarkmus und Mangosoße

Die Hotel- und Restaurantfachleute zeigten bei theoretischen und praktischen Aufgaben aus ihrem Beruf, z. B. dem Service am Tisch, ihr Können.

Gesamtsieger des HOGA-Jugend-Pokals der 24. HOGA - Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung in der Messe Nürnberg, wurde mit 86,2 Punkten die Berufsschule Nürnberg vor der Berufsschule Landshut (2. Platz) mit 85,60 Punkten. Die Berufsschule aus Re-gensburg, mit insgesamt 84,03 Punkten, belegte den 3. Platz um den HOGA-Jugend-Pokal.

Für die einzelnen Berufsschüler steigen nun die Chancen an der bundesweiten Ausscheidung teilzu-nehmen, denn dafür qualifizieren sich in Nürnberg diejenigen Teilnehmer mit der jeweils höchsten Einzelpunktzahl aus dem HOGA-Gesamtwettbewerb. Die Bekanntgabe des Bayerischen Jugendmei-sters in seinem Fach wird allerdings erst einige Wochen nach Ende der Fachmesse sein, nachdem alle Punkte ausgewertet sind.

Zum dritten Mal wird der Konditorenwettbewerb der bayerischen Berufsschulen um den HOGA-Jugend-Pokal ausgetragen. Acht bayerische Berufsschulen mit je zwei Auszubildenden des zweiten und dritten Ausbildungsjahres müssen dabei feine, dekorative Köstlichkeiten rund um die ?süße Kunst? zaubern, z. B. eine Torte, ein leichtes Tagesdessert, 2 Pralinen- und drei Teegebäcksorten.

Gewonnen hat den letzten Wettbewerbstag die Berufsschule Bamberg/Bayreuth. Die Auszubilden-den Christina Köhler (Café am Dom, Bamberg) und Nadine Hofmann (Konditorei Vetter, Hof) sind die erfolgreichen Tagessieger vor dem Berufsschulteam aus Bayreuth.

Der Gesamtsieger und damit Gewinner des HOGA-Jugend-Pokals der Konditoren ist die Berufsschule Nürnberg (1. Platz) vor dem Berufsschulteam Nürnberg-Ansbach (2. Platz) und der Berufs-schule aus Würzburg (3. Platz)

(Quelle: Pressemitteilung der HOGA).