Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, März 31, 2007

Kaffee von den Knackis.

In der Justizvollzugsanstalt Hünfeld wurde Deutschlands erste Kaffeerösterei im Knast eröffnet: "Deutschlands erste JVA-Kaffeerösterei in Hünfeld eröffnet", in: Fuldainfo vom 31. März 2007. Man kann ihn sich auch munden lassen, ohne jemanden umgebracht zu haben oder als Justizvollzugsbeamte zu jobben.

Die Kaffeemarke Kaffee Bohne No. 1 ist im Online-Shop der Knackis gemahlen oder als ganze Bohne in den Geschmacksvariationen Schümli/Schweizer Röstung, Espresso Napoli, Gourmet Melange, Milde Harmonie und Nabucco Gold bestellbar: JVA-OnlineShop.de. Zu den angegebenen Preisen kommen gewichtsabhängige Versandkosten. Gebracht werden die Bohnen nicht von den Knackis selbst, sondern vom DPD.

Bilder aus der JVA-Rösterei hat der Hessischen Rundfunk veröffentlicht.

Mehr über die Hintergründe dieses Projekts erfährt man in dem Artikel "Frischer Kaffeeduft hinter Gittern", in: Fuldaer Zeitung vom 23. März 2007.

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Online-Shops von Justizvollzugsanstalten".

Labels:


Der Bayerische Hotel- und Gaststaettenverband bekommt Konkurrenz.

Die Münchener Oktoberfestwirte haben sich außerhalb des ungeliebten Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes organisiert und wollen auch Festwirte außerhalb Münchens aufnehmen: "Aufstand der Wiesnwirte", in: Süddeutsche Zeitung vom 31. März 2007 (dummerweise nur kostenpflichtig online zugänglich).

Auch unter den bayerischen Gastronomen mit nur einem Gastraum ("Eckkneipen") rumort es. Sie sehen sich von dem geplanten bayerischen Nichtraucherschutzgesetz in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Doch der BHG tut nichts dagegen, sondern fällt ihnen in den Rücken. Müssen sich auch die "kleinen" Gastronomen auch in einem eigenen Verband organisieren?

Edelmetall für Ernaehrungskonzepte.

Der 1. VKD-Wettbewerb um das "Beste Tages-Ernährungs-Konzept" ist entschieden: Eine Goldmedaille und der Gesamtsieg in diesem innovativen Wettbewerb gehen an Marcel Müller (23) vom Inselspital Bern. Die Wettbewerbspremiere und der anschließende Mediterrane Abend in der Kulturhalle Korn in Rothenburg o.d.T. waren ein voller Erfolg.

Im Mittelpunkt des Interesses vieler Köche (und Gäste) steht die gesundheitsbewusste, ausgewogene Ernährung. Das gilt auch für den neuen Wettbewerb um das "Beste Tages-Ernährungs-Konzept" des Verbandes der Köche Deutschlands, für dessen Ausschreibung sich rund 60 Fachleute interessierten. Für das Finale in Rothenburg o.d.T. wurden sieben Teilnehmer ausgewählt - Marcel Müller vom Inselspital Bern hatte die Nase vorn.

Ausgewogen, vernünftig und mit einem Brennwert zwischen 2000 und 2200 kcal - das waren die wichtigsten Anforderungen an das Konzept für einen Tag. Während es im schriftlichen Teil des neuen Wettbewerbs vor allem darum ging, die Rezepte und Zutaten für die geforderten fünf Mahlzeiten zusammen zu stellen, stand das Finale ganz im Zeichen der Präsentation. Gezeigt werden mussten die einzelnen Komponenten des Tageskonzepts - in der vorgesehenen Anrichteweise, korrekt portioniert und kalt ausgestellt.
"Die kalte Präsentation vor Publikum und Jury bietet den Teilnehmern in der Vorbereitung die Chance, am heimischen Herd auf jedes Detail zu achten.

Selbstverständlich gelten dabei nicht die strengen Regeln der internationalen Plattenschauen. Die Theorie, also die Einhaltung der Kalorienvorgabe und die Nährwertberechnung, sind die wichtige Basis, die kalten Präsentationen im Finale dann das i-Tüpfelchen"
erklärt Klaus-Wilfried Meyer, Vorsitzender der Jury und Vorsitzender des VKD-Fachausschusses Ernährung und Gesundheit, dessen Mitglieder bei dem neuen Wettbewerb die Jury stellten.
"Grundsätzlich"
so Meyer weiter,
"hat die Ausschreibung gezeigt, dass das Thema gesunde Ernährung bei den Kollegen großes Interessse hervorruft und beeindruckende Konzepte hervorbringt. Es war uns wichtig, mit diesem Wettbewerb alle Fachkräfte zu unterstützen, die sich regelmäßig weiterbilden, um den wachsenden Anforderungen und der großen Verantwortung gerecht zu werden."
Hauptgang des Zweitplatzierten Heiko Becker: Pangasiusfilet im Bananenblatt gegart, dazu eine kleine Gemüseauswahl und ein Wildreistimbal Mit kreativen Ideen und einer exzellenten Zusammenstellung der Speisen hatte Marcel Müller (23) am Ende die besten Karten: Mit Kreationen wie Asiatisches Dim-Sum Frühstück mit gegrilltem Tofu, Lammnierstück mit Buchweizen-Blütentraum oder Birnenturm mit Vanilleschaum, Roggenbisquit mit Aprikosen und Himbeersoße überzeugte er die Jury mit dem "Besten Tages-Ernährungs-Konzept". Der Chef Gardemanger in der Kinderklinik des Inselspitals Bern konnte sich über eine Goldmedaille und den ersten Preis, ein Seminar der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im Wert von 2.000 Euro, freuen. Heiko Becker (Silber), Betriebsleiter im Bundesministerium des Innern, und Stephan Tappert (Silber), Küchenleiter in der Eltern-Kind-Fachklinik Tannenhof in Todtnauberg, folgten auf Platz 2 und 3.

Die Präsentationen der Tageskonzepte sowie die Preisverleihung des neuen Wettbewerbs fanden in einem ganz besonderen Rahmen statt: Beim "Abend für die Gesundheit und den Gesundheit" in der Kulturhalle Korn in Rothenburg o.d.T. begrüßten die Vertreter des Verbundklinikums Landkreis Ansbach, der Berufsschule Rothenburg, des Verbandes der Köche Deutschlands und der Deutschen Herzstiftung insgesamt rund 150 Gäste, unter ihnen auch Frau Dr. Margit Bölts von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Diese Informationsveranstaltung rund um die Mediterrane Küche fand bereits zum fünften Mal statt und erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit, wie Gerald Wüchner, Ernährungsexperte und Küchenchef im Rothenburger Krankenhaus des Verbundklinikums Landkreis Ansbach, betonte.

(Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands).

Schrilles Rot.

Sich als einzigartige Gastronomie zu profilieren, bedeutet auch, sich anders darzustellen als die anderen. Deshalb bieten Anbieter von Gastromöbeln eine Vielzahl von Formen, Materialien, Farben und Dekors. Gaststätten finden qualitätsvolle Möbel in den Farben ihrer Marke und bieten ein harmonisches Bild im Innern wie in ihrer Außengastronomie.

Doch die grauen Mäuse der Düsseldorfer Stadtverwaltung lieben es uniform pastell, cremefarben statt rot: "Gastronomie: Terrassen-Kampf auf der Kö", in: Westdeutsche Zeitung vom 31. März 2007.

Freitag, März 30, 2007

Einfach statt kompliziert verkaufen.

Komplizierte Produkte einfach vermarkten. Tschibo zeigt wie es geht und offeriert "Malerprofis":
  • einfaches Preismodell: 16,99 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.
  • All-Inclusive-Preis: An- und Abfahrt, Farbe, Abdecken, Verrücken von leichten, nicht befestigten Möbeln, schweres oder befestigtes Mobiliar wird, wenn es nicht 1 m Abstand zur Wand hat, fachmännisch umstrichen, Anstreichen, keine versteckten Kosten.
  • Wunschtermin bis 30. September 2007.
  • online zu bestellen.
  • 10 Farbtöne oder weiß.
  • bis zu 2,80 m Raumhöhe.
  • deckender Anstrich garantiert.
  • Das Angebot enthält das Streichen von Wänden und Decken in Wohnräumen. Heizungen, Fenster, Türen oder Treppenhäuser sind davon ausgeschlossen.
  • Bei durchnässten Wänden, sich lösenden Tapeten, notwendigen Spachtelarbeiten wird ein Aufpreis fällig.
Und welche einfachen Preismodelle bieten Sie in Ihrem gastgewerblichen Betrieb?

Der Partyservice Lehrieder in Nürnberg hat z.B. sein Partyservice-Angebot unterteilt in
  • ein standardisiertes Angebot, das der Kunde sich per Online-Shop selbst zusammenstellen kann und
  • den beratungsintensiven Rest.
Die Almhütte in Darmstadt-Eberstadt besitzt eine sogenannte "Kilostub'n", in der Gruppen bis zu 20 Personen feiern können. Alle dort bereitgestellten Preise und Getränke werden nach Kilo berechnet. Die Gäste zapfen selbst an der im Tisch integrierten Zapfstelle, das Haus stellt alles Nötige an Getränken und Speisen bereit.

Mehr dazu in unserem früheren Beitrag: "Erlöse im Gastgewerbe: Erlösquelle und Preispolitik".

Gaeste duerfen weiterhin in Raucherzonen oder -zimmern bedient werden.

Der Bundesrat hat eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung (PDF) abgelehnt. Siehe dazu: "Kellner weiter im blauen Dunst", in: Süddeutsche Zeitung vom 30. März 2007.

Es bleibt damit bei der bewährten Regelung des Absatz 2 von Paragraph 5 der Arbeitstättenverordnung, wonach Arbeitgeber in allen Arbeitsstätten mit Publikumsverkehr, also nicht nur in der Gastronomie, Schutzmaßnahmen für nicht rauchende Beschäftigte nur insoweit treffen müssen, als die Natur des Betriebes und die Art der Beschäftigung dies zulassen.

Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Rauchverbot per Arbeitsstaettenverordnung II".

Labels:


Flatrate-Winseln.

"Unsere Regierung schickt 18- oder 19-Jährige in den Irak-Krieg, aber sie erlaubt ihnen nicht, Bier zu trinken. Man darf Auto fahren, ein Haus oder eine Waffe kaufen, aber nicht mit den Kumpels saufen. Das ist nicht nur lächerlich, sondern auch kontraproduktiv, denn es führt dazu, dass die Kids heimlich zu Hause oder auf Parties der Studentenverbindungen saufen. In einer Bar würde sie von den Älteren lernen, wie man trinkt und wo die Grenzen liegen. Ein Barkeeper würde nie 52 Tequila rausgeben, sondern sagen: 'Hör auf, du bringst dich um.'"
Lesen Sie mehr pointierte Aussagen von Frank Kelly Rich, dem Herausgeber der amerikanischen Zeitschrift "Modern Drunkard" im Interview der Süddeutschen Zeitung vom 30. März 2007: "'Saufen ist das letzte Abenteuer'" (via "Flatrate saufen", in: Mixology - Magazin für Barkultur).

Ganz anders hört sich da das defensive Winseln des Bundesverbandes der Discotheken und Tanzbetriebe (BDT im Deutsche Hotel- und Gaststättenverband) an: "'Jugendschutz muss Priorität haben'", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 30. März 2007.

Hotelblogger: Wie verloren, so gewonnen.

Den Hotelblogger habe ich Ihnen im letzten Sommer vorgestellt: "Hotelblogger".

Der anonyme Blogger arbeitet nebenberuflich als Rezeptionist in verschiedenen Berliner Hotels. Bis heute war er einen Monat lang weg vom Fenster. Heute erklärt er warum:
"Warum ich überhaupt weg war? Nun, es gab da ein Paar (und ich schreibe Paar ganz bewusst mit großem 'P') Hoteldirektoren, denen gefiel mein Geblogge wohl gar nicht. Da war ich meinen Studentenjob Ende Februar ganz fix mal los. Kein Problem, dank der eigenen Blogger-"Prominenz" hatte ich schnell (binnen einer Woche) eine neue Anstellung. Man kann also sagen: Job durchs Blog verloren, Job durchs Blog gefunden. Quasi ein Perpetuum Mobile der Medienlandschaft."

Vorstellungsgespraeche: nicht alle Fragen sind verboten.

In einem Artikel des "Berliner Kuriers" ("Suchen Sie nie eine 'Putzfrau'" vom 21. März 2007), ist zu lesen:
"Wichtig für Chefs: Fragen Sie im Vorstellungsgespräch nie nach dem Alter, der Religion, der Abstammung oder sexuellen Neigung. All das ist diskriminierend und kann vor Gericht geahndet werden."
Das ist gelinde gesagt ein Schmarrn. Natürlich ist es erlaubt, nach solchen Informationen zu fragen, wenn sie für den Job bedeutsam sind:
  • Bei jungen Bewerbern muß man sogar nach dem Alter fragen, weil die Beschäfigung von Kindern (also unter 14 Jahren) mit wenigen Ausnahmen verboten ist und für Jugendliche das Jugendarbeitschutzgesetz gilt. Bei älteren Bewerbern kann eine Einstellung daran scheitern, daß der Bewerber in Kürze in den Altersruhestand eintreten könnte und sich eine Einarbeitung deshalb nicht lohnt. Ohnehin muß man nicht explizit nach dem Alter fragen. Man läßt sich z.B. die Lohnsteuerkarte zeigen, auf dem das Alter steht, oder den Personalausweis oder Pass, um festzustellen, ob der Bewerber überhaupt eine Arbeitsgenehmigung hat. Bei Nicht-EU-Ausländern ist man sogar verpflichtet, eine Kopie der Arbeitserlaubnis zur Personalakte zu nehmen.
  • Die Feststellung der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion ist wichtig, weil z.B. Moslems untersagt ist, Schweinefleisch zu essen oder sogar anzufassen. Einen strenggläubigen Moslem, der keinen Alkohol trinkt, würde ich zumindest nicht als Weinsommelier einstellen.
  • Die Abstammung an sich ist für die meisten Jobs uninteressant. Von Interesse für Jobs nicht nur in der Gastronomie ist jedoch, in welchen Sprachen ein Bewerber Sprachkenntnisse hat und welches Niveau sie erreichen. Von muttersprachlichen Kenntnissen in exotischen Sprachen auf die Abstammung zu schließen, kann auch das Antidiskriminierungsgesetz nicht verhindern.
Unabhängig von diesen rechtlichen Fragen, was zu fragen erlaubt ist, gehört das Gastgewerbe zu den Branchen, in denen viel für die Integration getan wird. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz: Gut gemeint, schlecht gemacht".

Labels:


Bayern: Gebuehrenpflichtige Ausnahmen vom Rauchverbot koennen ab dem 1.4. beantragt werden.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die sich aus dem geplanten gesetzlichen Rauchverbot in Bayern für Zigarrenbars und ähnliche Betriebe ergeben (siehe dazu: "Dicke Luft in der Zigarren-Bar", in: Süddeutsche Zeitung vom 26. März 2007), haben das bayerische Gesundheitsministerium kurzfristig bewogen, wie es heißt auch auf Druck des designierten Ministerpräsidenten Günter Beckstein, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen.

Ab übermorgen (1. April 2007) können von der Website des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Antragsformulare für eine Ausnahmegenehmigung als Rauchergaststätte als PDF heruntergeladen werden.

Um zu vermeiden, daß allzuviele bayerische Gastronomen eine solche Genehmigung beantragen und damit der Schutz der Volksgesundheit, der mit dem Rauchverbot erreicht werden soll, ins Leere läuft, wird eine Gebühr von 33 Euro pro Quadratmeter Gastraumfläche und Jahr verlangt. Die Nürnberger Zigarrenbar müßte also für ihre 240 Quadratmeter 7.920 Euro zahlen und zwar jährlich voraus. Erster Zahltermin ist der Tag des Inkrafttreten des bayerischen Nichtraucherschutzgesetzes am 1. August 2008. Die Gebühr wird nicht erstattet, falls der Betrieb nachträglich auf die Ausnahmegenehmigung verzichtet oder den Betrieb einstellt, sie kann als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Betrieben, die nicht so liquide sind, die Gebühr auf einen Schlag zu zahlen, will die BayernLB kurzfristig zinsgünstige (7,5% p.a.) Überbrückungsdarlehen gewähren.

Nach Genehmigung und Eingang der Zahlung erhalten die Antragsteller ein Schild mit einem großen "R" und einer Plakette des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, das an der Aussenwand vor dem Eingang der Gaststätte in einer Höhe zwischen 1,50 und 2,00 Meter angebracht werden muß. Für dieses Schild mitsamt der Plakette erhält der Antragsteller zusätzlich, einmalig und unabhängig von der flächenbezogenen Gebühr einen Kostenbescheid in Höhe von 125,00 Euro, zahlbar per Nachnahme. In den Folgejahren wird vom Ministerium dann lediglich eine neue Plakette zugesandt, die der Gastronom selbst auf dem Schild anzubringen hat. Die Farbe der Plakette wechselt jährlich. Im ersten Jahr hat sie einen Hintergrund in bayrischblau.

Donnerstag, März 29, 2007

Die grosse Schweinerei.

Vor vielen Jahren hatten wir einen jungen Amateurbasketballer im Service-Team. Sein Trainingsfleiß und sein Hunger sind enorm gewesen. Eines Tages erzählte er mir, was er am Vorabend erlebt hat, eine Geschichte, an die ich heute denken mußte.

Er war mit seinesgleichen im Restaurant eines Kollegen (mittlerweile geschlossen) und hat dort das Angebot "Tacos - all you can eat" wahrgenommen. Sie hauten kräftig rein und bemerkten, daß der Nachschub immer langsamer kam. Irgendwann wurde es der Bedienung zu viel und sie weigerte sich, noch mehr Tacos zu servieren. Die Gruppe verließ empört den Betrieb und schwor sich, nie mehr dort einzukehren. Unser Mitarbeiter ist noch nach Tagen empört gewesen und erzählte seine Geschichte jedem, der es hören wollte oder auch nicht.

Eingefallen ist mir diese alte Geschichte, als ich im Blog vom Landgasthof Meyer-Bünne die Story "Die Große Schweinerei: '7 Herren = 51 Schnitzel'" gelesen habe. Dem Kollegen Jörg Meyer wurden bei seinem All-You-Can-Eat-Angebot auch die Haare vom Kopf gegessen. Aber statt sich zu ärgern und die Gäste zu verärgern, macht er eine Blog-Story draus. Wetten, daß die sieben jungen Gäste, die 51 kleine Schnitzel geschafft haben, den Landgasthof über den grünen Klee loben werden und ihren Freunden und Bekannten davon erzählen werden, daß ein Bild von Ihnen und ihrer rekordverdächtigen Leistung veröffentlicht worden ist?

Man kann sowas natürlich auch übertreiben oder perfektionieren, etwa einen Schnitzelkönig küren, ihn interviewen, auszeichnen, krönen, Herausforderer suchen usw. Siehe dazu: "Schnitzel im Müll".

Oder man begrenzt die Zeit, in der die Schnitzel verdrückt werden müssen: "Speedy Gonzales". Aber solche Zuspitzungen passen nicht unbedingt zum seriösen Charakter eines Landgasthofes.

Mehr über "Erlöse im Gastgewerbe: Erlösquellen und Preispolitik".

Porzellan von Maxwell & Williams.

Maxwell & Williams ist eine 1995 in Australien gegründete Marke der H.A.G. Import Incorpn. (Australia) Pty. Ltd. für Designer-Haushaltsgeschirr. Man fing an mit einem kleinen Sortiment aus schlichtem, weißem Porzellan und einigen Accessoires, das aber von Anfang an international akzeptiert werden sollte.

Innerhalb von nur fünf Jahren gelangt es ein internatioales Vertriebsnetz aufzubauen. Mittlerweile ist das Sortiment, das auch Produkte aus Glas und Edelstahl umfaßt, in Australien, Neuseeland, Großbritannien, China, Israel, Südafrika und Europa erhältlich.

Neben zahlreichen Fachhändlern verkaufen in Deutschland auch einige Möbelhäuser diese Produkte, die gerne auch von zeitgeistigen Gastronomen ("New World Cuisine") eingesetzt werden. In Deutschland weden diese Kultprodukte von der Designer Homeware Distribution GmbH in Marsberg vertrieben.

Weshalb ein Caterer bloggen sollte.

Irgendwie ist es kurios. Ich habe Robert Basic zwar nur einmal kurz auf der Frankfurter Buchmesse persönlich kennengelernt, wir sind uns aber seit ein paar Jahren über unsere Blogs recht vertraut. Gerade habe ich gelesen, daß wir beide, ich zumindest ohne es zu ahnen, Geburtshelfer der Blog-Aktivitäten von Jörg Meyer, dem Gastronom und Caterer vom Landgasthof Meyer-Bühne, gewesen sind.

Doch lesen Sie selbst, warum der Kollege mittlerweile ein überzeugter Blogger ist, der sogar Features des sozialen Webs ("Web 2.0") einzusetzen weiß: "Warum ein Weblog / Blog / Blogger?", in: "Veranstaltungen in Niedersachsen" vom 28. März 2007:
"Neben all diesen marketing relevanten Gründen sollte man aber eines nicht vergessen: Ein Blog macht Spaß! der Dialog mit Kunden, Mitbewerbern und völlig Fremden erweitert den Horizont. Dies ist der eigentliche Hauptgrund für meine Entscheidung ein reines Weblog als Internetauftritt zu installieren.

Ein weitere Grund war für mich, das die neuen Blogger Software diese Gestaltung Kinderleicht macht. Ich habe bei meinem Provider den cname auf die URL geändert. Sämtlicher Content wird direkt bei Google gehostet (und ist somit recht Suchmaschienen "NAH"). Mit Hilfe weiterer Anbieter wie Sevenload, Flickr, Thinkfree ist prinzipelle kein Webspace nötig. Diese Idee finde ich für ein so kleines Unternehmen wie das unsere mehr als interessant."
Mit seinem zusätzlichem, neuen Blog "Veranstaltungen in Niedersachsen" verfolgt er das Ziel, mit Veranstaltern, mit potentiellen Kunden seines neuen Verleihservices, ins Gespräch zu kommen:
"Neben dem Weblog über unsere gewerblichen Aktivitäten möchte ich Content on top bieten. Ich möchte hier die Region und die Mitbewerber, Locations, etc ... kurz: alles was rund um eine Veranstaltung in unserer Region nötig ist, vorstellen. Ein Blick auf unseren Blog, soll Ihnen als Veranstalter oder Agentur die Möglichkeit geben eine Veranstaltung in unserer Nord West Region Niedersachsens erfolgreich zu planen. Wenn wir Ihnen dabei mit Veranstaltungseuipment und Catering behilf sein können, freut uns das natürlich."

Altenpflege braucht mehr ganzheitliches Denken - Statements zu Branche und Business von Udo Luerssen, ARAMARK Holdings GmbH & Co. KG.

Neu-Isenburg, 29. März 2007

ARAMARK ist einer der wichtigsten Anbieter im Care-Catering-Markt in Deutschland. Anlässlich der "Altenpflege+ProPflege 2007" in Nürnberg fordert Udo Luerssen mehr ganzheitliches Denken im Bereich der Altenpflege.
"Die Fachmesse 'Altenpflege' in Nürnberg hat dieser Tage gezeigt, dass der Markt rund um die Seniorenbetreuung deutlich an Tempo gewinnt. Der zunehmende Wettbewerb kann dabei nicht nur zum Ziel haben, die Kosten zu senken, sondern die Betreuungsqualität für Senioren und Pflegebedürftige nachhaltig zu verbessern. Ein Schlüssel zu dieser Verbesserung liegt in einer ganzheitlichen Sichtweise. Unsere Erfahrung im Catering zeigt: Erst ein gut funktionierendes Zusammenspiel aller gesetzlichen Richtlinien, institutioneller Ansprüche und persönlicher Wünsche gibt den Raum für flexible und individuelle Lösungen. Und das ist, was jedem Menschen in einer Pflegesituation zustehen sollte, denn Individualität bedeutet Lebensqualität.

ARAMARK verfolgt mit 'Mosaik', unserem neuen Ernährungskonzept für Senioren, bereits den ganzheitlichen Ansatz, der alle Faktoren berücksichtigt, die eine richtige Ernährung im Alter ausmachen. Wir wünschen uns im gesamten Markt mehr Zusammenspiel ? wie etwa in der Fraunhofer Initiative 'Pflege 2020', die von ARAMARK unterstützt wird - um der großen gesellschaftlichen Herausforderung des 'Altern in Würde' gerecht zu werden.
ARAMARK - das Unternehmen

Die ARAMARK Corp., Philadelphia, gehört mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Catering und Facility Management zu den weltweit führenden Unternehmen im Dienstleistungsbereich. In 18 Ländern arbeiten mehr als 240.000 Mitarbeiter für ARAMARK. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2005 betrug 11,0 Mrd. US $.

Das deutsche Tochter-Unternehmen, die ARAMARK Holdings GmbH & Co. KG mit Sitz in Neu-Isenburg, beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter in allen Segmenten des Marktes. Namhafte deutsche Wirtschaftsunternehmen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Sport- und Freizeitstätten, Schulen und Ausbildungsstätten sowie Messen und Kongresshäuser zählen zu den Kunden des zweitgrößten Catering-Unternehmens in Deutschland. Allein in der Betriebsgastronomie ist ARAMARK für rund 500 Kunden aktiv.

(Quelle: Pressemitteilung von Aramark).

Gruselgeschichten.

In einem Interview des SWR sagte Franz-Josef Möllenberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß, Gaststätten, in der Hotellerie und Gastronomie gebe es inzwischen Fälle, in denen ein gelernter Koch mit "einem Stundenlohn von 1,61 Euro abgespeist" werde oder eine Reinigungskraft im Hotel mit 1,92 Euro: "Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im Gespräch mit Rudolf Geissler", in: SWR vom 29. März 2007.

Er muß es ja wissen. Schließlich sind fast alle Arbeitnehmer im Gastgewerbe Mitglied seiner Gewerkschaft. Oder sind es vielleicht doch nur weniger als zehn Prozent?

Siehe zu früheren Eskapaden dieses Gewerkschaftsfunktinärs:

Labels:


Kautsky und die Zigarette in der Eckkneipe.

"Wenn der Staat über den Umweg Nichtrauchergesetz die proletarische Eckkneipe eliminiert, ist das, als überwältigte ein mobiles Einsatzkommando einen kiffenden 97-Jährigen - eine reine und nur dämliche Machtdemonstration am schwachen Objekt...."
schreibt Martin Krauß in seinem lesenswerten Essay "Die Kraft des Tresens - Das bevorstehende Rauchverbot in Kneipen ist ein weiterer Beleg für das Ende der sozialdemokratischen Kultur", in der Ost-West-Zeitung "Freitag 13" vom 30. März 2007.

Der Autor arbeitet heraus, daß die Zerstörung von "Eckkneipen" der Ideologie und der Geschichte der SPD wesensfremd ist. Die Verbotsgesetze, die auf Länder- und Bundesebene gegenwärtig durchgesetzt werden, seien ein dramatischer Rückschritt und erinnerten an das 19. Jahrhundert.
"Also: Verteidigt das Bierchen und die Zigarette in der Eckkneipe! Das ist nämlich Politik."
Die Zeitung "Freitag 13" ist hervorgegangen aus dem "Sonntag", Ostberlin, gegründet 1946 vom Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, und der "Volkszeitung", ehemals "Deutsche Volkszeitung", gegründet 1953 in Düsseldorf von Reichskanzler a. D. Dr. Joseph Wirth, und der "Tat", gegründet 1950 in Frankfurt/M. von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.

Labels:


Keine Bussgelder bei Verstoessen gegen das gesetzliche Rauchverbot in der brandenburgischen Gastronomie - zumindest im ersten Halbjahr 2008.

Wenigstens ein halbes Jahr nach dem für 2008 geplanten gesetzlichen Rauchverbot in Brandenburg sollen Verstöße nicht als Ordnungswidrigkeiten verfolgt werden: "Rauchverbot in Brandenburg kommt", in: Rundfunk Berlin-Brandenburg vom 29. März 2007.

Das ist insoweit geschickt, als die Strafbewehrung von Verstößen dann am 1. Juli 2008 beginnt, also im Hochsommer, wo sowieso alle im Freien sitzen. So merkt kaum einer, daß auch im zweiten Halbjahr 2008 niemanden gibt, der kontrollieren wird.

Die vom brandenburgischen Gesundheitsministerium angekündigten Bußgelder von "bis zu 1000 Euro" scheinen furchterregend, aber das ist nur das obere Ende des Strafrahmens, der vermutlich mit 5 Euro beginnt. Höhere Bußgelder kann es nur geben, wenn jemand vorsätzlich und wiederholt gegen das Rauchverbot verstößt und gerichtsfest beim Rauchen erwischt wird.

Labels: ,


Betruegerisches Angebot per Fax.

Vorsicht! Ich habe soeben per Fax ein "Gratis-Eintrag ins Branchenverzeichnis" betiteltes Angebot erhalten. Die Absenderanschrift ist nicht angegeben. Das Angebot ist geschmückt mit dem Wappen des Freitstaats Bayern. Zusätzlich steht links vom Titel das Wort "Angebot" und im Kleingedruckten steht:
"Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt sein. Der Eintrag (200 Euro) ins Branchenverzeichnis ist bis zum u.a. Datum Gratis. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die damit zusammenhängende Laufzeitgebühr beträg jährlich 500 Euro zuzüglich MwSt. Es gelten die AGB auf der Grundlage der aktuellen Ausführung."
Ich habe bei der Polizei Strafanzeige erstattet. Die zur Rücksendung angegegebene Faxnummer kann ich zwar per Online-Telefonbuch keinen Inhaber ermitteln, aber die Polizei sollte dazu in der Lage sein.

Keine Angst vor Restaurantfuehrern - HDV vergibt Wissenschaftspreis.

Bad Honnef: Für Absolventen deutscher Studiengänge im Hotelma-nagement hatte die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland e.V. (HDV) den HDV Wissenschaftspreis Hotellerie ausgeschrieben. Die Sieger stehen jetzt fest. Sie reisen nach Cornell.

Simone Bartens (24), Trainee im The Breakers, Palm Beach, Florida, heißt die Gewinnerin des ersten HDV Wissenschaftspreises in der Kategorie ?wissenschaftlich orientierte Arbeiten?, der am 17. März 2007 in Wiesbaden verliehen wurde. In ihrer Arbeit beschäftigte sich die Absolventin der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef mit der Qualität der in Deutschland verbreiteten Restaurantführer sowie den Auswirkungen eines Michelin-Sterns auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Restaurants. Den ersten Preis in der Kategorie "praxisorientierte" Arbeiten? erreichte Martin Schaller (29), Absolvent der Fachhochschule Worms, für seine Diplomarbeit "Problemkredite im Hotelbereich." Darin setzte sich Schaller unter anderem auch intensiv mit der Bedeutung sogenannter NPL Investoren (Non-Performing-Loans) auseinander. Schaller arbeitet inzwischen bei Christie + Co in Frankfurt.

Beide zweite Plätze wurden in diesem Jahr in der Kategorie "praxisorientierte Arbeiten" vergeben. Einer ging an Swantje F. Voss (30), Absolventin der Fachhochschule München für ihre Arbeit "Möglichkeiten der Vertriebsoptimierung von Hotels mit Hilfe von Imagefilmen." Swantje Voss erteilt zurzeit für ein NGO-Projekt (non-governmental organisation) an der Westküste Sri Lankas Englischunterricht für arme Kinder. Einen weiteren zweiten Platz erreichte Kai Dieckmann (28), stellvertretender Empfangsleiter im Hotel am Schlossgarten in Stuttgart, mit seiner Diplomarbeit an der Berufsakademie Ravensburg "Ideenmanagement in der Hotellerie." Den Gewinnern winkt ein einwöchiger Aufenthalt während der Sommerkurse an der Cornell University in Ithaka, New York, inklusive Flug und Aufenthalt im Cornell-Camp. Zweitplatzierte erhalten einen dreitägigen Cornell-Kurs inklusive Übernachtungen in Brüssel bei eigener Anreise.

Die Preisverleihung des erstmals von der HDV vergebenen Wissenschaftspreises fand anlässlich der Jahrestagung des Verbandes im Dorint Sofitel Pallas Hotel in Wiesbaden statt. Moderiert von Radio- und Fernsehjournalist Immo Reinermann gaben die anwesenden Preisträger dabei einen Einblick in ihre Arbeiten. Besonders begeistert wurden von den Hoteldirektoren die kritischen Anmerkungen Simone Bartens zum Thema "Restaurantführer" aufgenommen. Die junge Frau hatte bei ihrer Untersuchung festgestellt, dass einzig der Michelin-Führer als "neutral" bezeichnet werden könne. Alle anderen Führer, so Bartens, finanzierten sich auch durch Werbung. Diese werde häufig von den "getesteten" Restaurants bezahlt.

Martin Schaller setzte sich in seiner Arbeit intensiv mit den Besonderheiten der Hotelimmobilie im Vergleich zu Wohn- oder Büroimmobilien auseinander. Diese, so Schaller bestünde nicht nur darin, dass vor einem Hoteleingang zwei Buchsbäumchen platziert seien und die American Express Karte im Fenster hinge. Schallers Arbeit zeigte auf, wie Hotelimmobilien mit den aktuell in Theorie und Praxis vorherrschenden Verfahren bewertet werden können und ging dabei auch auf die allgemeine Unternehmensbewertung von Hotels ein.

Die Arbeit von Swantje Voss befasste sich mit der möglichen Vertriebsoptimierung von Hotels mittels der Vertriebskanäle Internet und Fernsehen. Im Speziellen wurden dabei Reiseshopping sowie Imagefilme als Instrumente für diese Vertriebskanäle untersucht. Ihr Fazit: Es ist offensichtlich, dass Nutzung und Ausbau der neuartigen Vertriebswege Internet und Fernsehen einzelnen Hoteliers nicht nur Angebotsvorteile verschaffen, sondern sogar notwendig sind, um überhaupt auf einem immer enger werdenden, aber zukunftsträchtigen Markt zu bestehen.

Kai Dieckmann beleuchtete in seiner Arbeit das Thema Ideenmanagement, früher unter der Bezeichnung "Betriebliches Vorschlagswesen" bekannt. Eine wichtige Kreativitäts- und Informationsquelle für Verbesserungen und Neuerungen in betrieblichen Arbeits- und Leistungsprozessen stellen hier die Mitarbeiter eines Unternehmens dar. Doch wie kann der Unternehmer das vielfach vorhandene und oftmals brachliegende Kreativitäts- und Ideenpotenzial der Mitarbeiter erfahren und zum Vorteil des Unternehmens nutzen? Die Arbeit von Dieckmann setzte sich dafür mit motivationstheoretischen Erkenntnissen der Organisationstheorie auseinander und stellte interessante und für die Praxis hilfreiche Erkenntnisse über wesentliche Barrieren und Faktoren hinsichtlich der Bereitschaft der Mitarbeiter vor, sich ins Ideenmanagement einzubringen. Dabei zeigte Dieckmann anhand des Konzepts der Althoff Ideenschmiede praktische Beispiele aus den Althoff Hotels & Residences auf. Die HDV-Jury wertete bei dieser Arbeit die Mischung aus Theorie und praktischer Umsetzbarkeit als sehr gelungen.

Für den Preis konnten sich Absolventen von Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien oder Fachschulen in der Fachrichtung Hotellerie/Hospitality bewerben, die ihre Abschlussarbeiten zwischen Herbst 2005 und Herbst 2006 abgeschlossen und damit mindestens die Note 2,5 erzielt hatten.

Preisverleihung

Foto: v.l.n.r (vorn): Kai Dieckmann, Simone Bartens, Martin Schal-ler. Hintere Reihe: die Jury v.l.n.r Folker Müller, Platzl Hotel Mün-chen, Christa Hennerbichler, Waldhotel am Christlesee, Oberstdorf, Prof. Dr. Christian Buer, Fachhochschule Heilbronn, Prof. Dr. Marco Gardini, Internationale Fachhochschule Bad Honnef, Prof. Dr. Axel Gruner, Fachhochschule München, Ralph Huber, HDV-Vorsitzender. Foto: HDV.


Die Jury des Wettbewerbs setzte sich aus den drei Tourismus-Professoren Dr. Axel Gruner, FH München, Dr. Christian Buer, FH Heilbronn und Dr. Marco A. Gardini, Intern. FH Bad Honnef/Bonn, sowie aus den drei HDV-Mitgliedern Folker Müller, Platzl Hotel München, Christa Hennerbichler, Waldhotel am Christlessee und Ralph Huber, Geschäftsführer Westfalenhallen Dortmund und erster HDV-Vorsitzender zusammen. Ralph Huber erklärte:
"Die Branche befindet sich in einem Wandel. Die Ausbildung an Fachhochschulen und Universitäten wird künftig einen noch größeren Stellenwert für die Karriere von Hotelmanagern einnehmen als bisher. Mit unserer Initiative möchten wir Absolventen branchenrelevanter Studiengänge unterstützen und dem Nachwuchs gleichzeitig einen Einblick in die Arbeit unserer Vereinigung geben."
In diesem Herbst wird der Preis erneut ausgeschrieben. Eingesendet werden können Arbeiten, die zwischen Herbst 2006 und Herbst 2007 bewertet wurden. Einsendeschluss ist der 30. Oktober 2007, die Anmeldeunterlagen sind auf der HDV-Homepage www.hdvnet.de ersichtlich. Die komplette Bewerbung ist einzureichen bei der: HDV-Geschäftsstelle, Sponheimweg 1, 53604 Bad Honnef.

Hintergrund: Die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland. e.V. (HDV) mit Sitz in Bad Honnef wurde im Jahr 1981 gegründet und zählt heute 135 Hoteldirektoren sowie 45 fördernde Mitglieder. Die HDV bündelt fachliche Kompetenzen der Führungskräfte in der Hotellerie, unterstützt ihre Mitglieder bei der Bewältigung ihrer Aufgaben und engagiert sich sehr stark im Nachwuchs-Bereich.

Burkhard Schneider: Berlin-Business Tour.

Burkhard Schneider macht vom 7. bis 11. Mai 2007 eine Tour durch interessante Berliner Geschäftskonzepte: "Suche Tipps für eine Berlin-Business Tour", darunter auch gastronomische Betriebe.

Das trifft sich gut. In der Woche drauf, schaue ich mir gastgewerbliche Konzepte in Berlin an. Da kann ich von seiner Auswahl profitieren oder auch es mir ersparen, mir die selben Betriebe anzuschauen. In seiner Liste würden mich interessieren:Bislang stehen auf meiner Liste:Übernachten werde ich, wenn es buchungsmäßig hinhaut, jeden Tag in einem anderen Hotel und zwar - nicht gerade alterskonform - möglichst in "Hostels", z. B.

Raucherzimmer: Bedienen verboten, liefern erlaubt.

Einige Bundesländer beabsichtigen das geplante gesetzliche Rauchverbot so auszugestalten, daß den Mitarbeitern der Gaststätte verboten wird, die Gäste in den Raucherzimmern zu bedienen.

Gottseidank bieten die meisten Gaststätten einen Partyservice, ein Catering oder einen Lieferservice an. Diese Dienstleistung fällt nicht unter das Gaststättengesetz. Man darf also in Raucherzimmern nicht bedienen, sehr wohl aber den Menschen, die sich darin aufhalten, Getränke und Speisen liefern.

Davor, daß andere Lieferservices, in die eigenen Räume liefern, kann man sich per Hausrecht schützen. Man gestattet es nur dem eigenen Lieferservice in die eigenen Raucherzimmer zu liefern.

Wenn dem Gesetzgeber einfallen sollte, diese Rechtslücke zu schließen, kann man mit einem befreundeten Kollegen vereinbaren, daß man in dessen Namen liefert und er umgekehrt in seinem Betrieb in unserem Namen. Das Liefern von Speisen und Getränke in Räume, in denen geraucht wird, bekanntes Beispiel: privaten Wohnungen, ist und bleibt erlaubt.

Nebenbei profitiert man bei der Lieferung von Speisen von dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz. Siehe dazu: "Umsatzbesteuerung beim Verzehr von Speisen in Raucherzonen".

Labels:


Bratwuerste und andere Wuerstchen.

Volkswirtschaft ist ganz einfach.

Stellen Sie sich vor: Sie betreiben einen Bratwurststand. Erhöhen Sie einfach die Preise. Das Geld, das Sie dann mehr einnehmen, geben Sie wieder aus, regen dadurch die "gesamtgesellschaftliche Nachfrage" an. Letztlich steigert dies das Einkommen auch derjenigen, die bei Ihnen Bratwürste kaufen. Die geben mehr Geld aus bei Ihnen und Sie können erneut die Preise erhöhen...

Hokuspokus Fidibus - am Ende sind wir alle reich und glücklich und haben nebenbei die Arbeitslosigkeit beseitigt.

Zumindest die Ökonomen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sehen das so ähnlich. Einfach den Preis der Arbeit erhöhen und schon entstehen 1,2 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland: "Studie: Lohnzurückhaltung kostete 600 000 Jobs", in: Berliner Zeitung vom 29. März 2007.
"Die Ergebnisse dieser Untersuchung stehen in scharfem Kontrast zu anderen, die positive Effekte der Lohnzurückhaltung ausweisen"
meinen die von den Aufsichtsratstantiemen der Gewerkschaftsfunktionäre gekaufen Wirtschaftswissenschaftler. In der Tat kommt niemand außer ihnen auf diese abstruse Idee.

Mittwoch, März 28, 2007

Leiden Kinder und Jugendliche unter dem Rauchverbot in der Gastronomie?

In Schottland haben Ärzte mit einer Untersuchung begonnen, ob Kinder unter dem Rauchverbot in der Gastronomie zu leiden haben, weil ihre rauchenden Eltern weniger in die Kneipen gehen und lieber zu Hause rauchen: "Smoking checks for kids", in: The Daily Record vom 8. Januar 2007.

Siehe dazu auch: "Rauchverbot in der Gastronomie gefaehrdet Kinder und Jugendliche". Ökonomen des University College London unter der Leitung von Dr. Jerome Adda haben auf der Grundlage von amerikanischen Daten herausgefunden, daß ein Rauchverbot in der Gastronomie gesundheitliche Risiken für Kinder und Jugendliche erhöht.

Labels: , ,


11 Prozent Umsatzverlust bei Getraenken in der schottischen Gastronomie.

Das im März 2006 in Schottland eingeführte gesetzliche Rauchverbot hat zu einem Arbeitsplatzabbau und zu sinkenden Umsätzen mit Getränken in den schottischen Kneipen geführt. Ramsay McGhee, der Geschäftsführer der Scottish Licensed Trade Association für die Highlands und Islands führt auch Probleme mit Lärm und Umweltverschmutzung außerhalb der Kneipen an, wenn rauchende Gäste gezwungen werden, außerhalb der Kneipe zu rauchen: "Bar jobs a casualty of the smoking ban", in: "Inverness Courier" vom 27. März 2007.

Die Verfügbarkeit von billigem Alkohol in den Supermärkten hat zu einem signifikaten Zuwachs der Raucher geführt, die lieber zu Hause trinken. Die Umsätze mit Getränken in der Gastronomie sind um 11% gefallen, die Umsätze mit Speisen um 3%:
"The ban is certainly not drawing more people in, that?s for sure....

There is a lot of anecdotal evidence that some places are suffering and they have laid off staff."
Die Abfälle, die rauchende Gäste auf den Straßen hinterlassen, könnte man zwar beseitigen, doch der Lärm führe zu Problemen:
"It is okay if you have a beer garden and it is not going to cause a great nuisance to anyone else. But there are quite a number of examples where people are standing outside at night and noise occurs."
Das Straßenbild in touristisch interessanten Gebieten leide, wenn große Gruppen von Rauchern sich auf der Straße versammeln.

Es sind zwar hohe Strafen vorgesehen (200 Pfund für einen Gastronomen, der vergißt, ein Rauchverbotszeichen aufzuhängen), aber es wurden bislang nur 14 Betriebe und 175 Raucher bestraft.

Labels: ,


Liberale Umfaller.

Die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt, die Nachwuchsorganisation der FDP, in Sachsen-Anhalt sprechen sich gegen ein Rauchverbot in Gaststätten aus: "Will Frau Kuppe Polizeikontrollen in jeder Bar?".

Leider kann man der verlogenen Bande von Liberalen nicht glauben. In Baden-Württemberg, wo sie mitregieren, haben Sie dem Gesetzesentwurf für ein Rauchverbot ohne Ausnahmen für Gaststätten mit nur einem Gastraum zugestimmt, obwohl sie früher das Gegenteil versprochen haben. Umfaller kann man nicht wählen, auch nicht bei den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt am 22. April 2007.

Labels: ,


Cold Call.

"Alles Klar" waren seine letzten Worte, bevor er aufgelegt hat. Er hat meinen Beitrag "Privat" wohl nicht gelesen.

Ein Depp wollte, wie viele andere vor ihm, einen Termin für ein "kostenloses Erstberatungsgespräch" für einen Unternehmensberater vereinbaren. Ich habe ihm wie immer in solchen Fällen angeboten, uns vorab 100 Euro zu überweisen. Wenn ich bei diesem Gespräch zum Ergebnis komme, er würde mir etwas anbieten können, was sich für uns lohnt anzunehmen, bekommt er das Geld zurück. Ansonsten sei es der verdiente Lohn für meine Zeit.

Weitere Erlebnisse mit Anrufern, die mich ohne vorherigen Geschäftskontakt rechtswidrig angerufen haben:Nebenbei: Ich kann nicht verstehen, wieso diese Cold-Caller-Deppen mit Schrotflinten schießen statt mit dem Zielgewehr. Es scheint bei denen üblich zu sein, sich ohne jede vorherige Recherche an Hinz und Kunz zu wenden. Insbesondere Unternehmensberater machen sich mit so einer Vorgehensweise - ohne vorherige Recherche und überdies gegen geltendes Recht anzurufen - lächerlich. Wer will sich von solchen Dummköpfen beraten lassen?

Zschornewitz ZweiNull.

Der Winzerblogger Thomas Lippert hat die Geschichte vom "Tischlein deck dich" genutzt, um eine Linksammlung ihm bekannter Lebensmittel-Blogger zusammenzutragen.

Darunter ist mir das Blog "Am Alten Bahnhof" aus Zschornewitz neu gewesen.

Dieses Blog der Kollegin Gabriela Theiß stellt in zweierlei Hinsicht eine Besonderheit dar:
  • Ihr Blog ergänzt nicht eine Website, sondern ersetzt ihn.
  • Der kostenlose Webspace und die zahlreichen Möglichkeiten von Microsofts Spaces werden genutzt, eine ansprechende Internetpräsenz zu erstellen, die weit mehr Features bietet als die meisten statischen, traditionellen Websites. Überspitzt könnte man sagen, Zschornewitz ist im Web 2.0 angekommen.
Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag vom Dezember 2004: "Microsoft fuer kleine Unternehmen", in dem ich auf MSN Spaces hingewiesen haben.

Fachhochschule Muenchen kooperiert mit Hanoi.

Im Bereich Ökonomie sowie im weltweiten Tourismus spielt Asien eine immer wichtigere Rolle. Aus diesem Grund baut die Fachhochschule München ihre Netzwerke zu asiatischen Hochschulpartnern weiter aus.

In Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber unterzeichnen am 28. März 2007 die Präsidentin der FH München, Prof. Dr. Marion Schick, und der Rektor der vietnamesischen University of Social Sciences and Humanities in Hanoi, Prof. Dr. Nguyen Van Khanh, einen Kooperationsvertrag. Damit wird der Weg frei für den Austausch von Studierenden und ProfessorInnen sowie für gemeinsame Forschungsprojekte.

Vorbereitet haben die Kooperation die Professoren Dr. Theo Eberhard und Dr. Dinh Trung Kien, die in München und Hanoi als Dekane die Fakultäten für Tourismus leiten. Für beide Tourismus-Fakultäten wird die Zusammenarbeit ein Novum sein: Die Münchner bekommen ihren ersten vietnamesischen Partner, die Vietnamesen den ersten deutschen. Theo Eberhard sieht das Abkommen als Teil einer ehrgeizigen Internationalisierungs-Strategie.
"Natürlich 'müssen' unsere Studierenden nicht ins Ausland gehen, aber wir tun alles, um ihnen ein Auslandssemester zu ermöglichen."
Schon jetzt arbeitet die Fakultät mit 28 europäischen Universitäten zusammen; demnächst kommen zwei irische Institute dazu, das Athlone Institute of Technology und das Cork Institute of Technology.

Besonders schnell wächst die Zahl der Partner auf den anderen Kontinenten. Den bestehenden Abkommen mit der Universidad de La Serena in Chile und der australischen University of the Sunshine Coast (USC) sollen bald weitere Verträge mit australischen und neuseeländischen Instituten folgen. Und selbst wer die Heimat nicht verlässt, kann im Hörsaal auf dem Campus Pasing den Duft der weiten Welt schnuppern: Die Münchner Tourismus-Fakultät bietet neuerdings verstärkt Vorlesungen von GastdozentInnen aus aller Welt an. Den Auftakt machten im Wintersemester die Professorin Meredith Lawley von der USC und der amerikanische Professor Bill Gartner (University of Minnesota). Beide Wissenschaftler werden aufgrund des großen Erfolgs auch im Sommersemester wieder Vorlesungen in München halten.

(Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule München).

Dienstag, März 27, 2007

Gastroberatung per Fernsehsendung.

Wenn ich einem Leser Glauben schenken darf, gibt es in der Ausgabe März 2007 der Fachzeitschrift GVManager einen Bericht, der sich kritisch mit der Fernsehsendung "Die Kochprofis - Einsatz am Herd" auseinandersetzt.

Zwei Betriebe, die von den Kochprofis besucht und beraten worden sind, würden darin beklagen, die "Kochprofis" hätten keine Ahnung von Gemeinschaftsverpflegung. Kritische Einwände der Mitarbeiter der besuchten Betriebe seien herausgeschnitten worden.

Dummerweise sind die Inhalte des GVManagers nicht online zugänglich und ich kann nicht alle Fachzeitungen und Fachzeitschriften abonnieren. Nebenbei: vielen Dank an alle Verlage, die mich schon damit beschenken.

Vielleicht kann mir ein Leser dieses Blogs einen Scan des Artikels zuschicken...

Viele Tipps der Kochprofis sind nach meiner Meinung richtig. In vielen Fällen wird fehlende Sauberkeit und Ordnung in den Küchen und Lagerräumen bemängelt. Auch das Allheilmittel, die Anzahl der angebotenen Produkte zu verringern, dürfte in der Tat in vielen Betrieben mehr oder weniger unbesehen hilfreich sein. In vielen der besuchten Betriebe erkennen Sie recht gut, daß hinter sachlichen Mängeln häufig persönliche Querelen stecken.

Was mir in der Analyse häufig fehlt, ist der Aspekt, daß meist auch konzeptionelle Änderungen notwendig sind. Davon erfährt man in der alternativen Sendung von Rach - der Restauranttester" mehr. Bei Rauch stört mich aber manchmal, daß er mehr oder weniger aus dem hohlen Bauch auf die Schnelle ein mehr oder weniger beliebiges Konzept, das andernorts funktioniert, überstülpt, statt aus der Umgebung, den bisherigen Stammgästen und den Vorlieben der Inhaber und Mitarbeiter ein neues Konzept abzuleiten. Andererseits hätte man ihn vermutlich nicht um Hilfe gerufen, wenn ohne eine massive Änderung, die auch das Konzept umfaßt, ohne radikalen Bruch mit dem bisherigen Konzept, der Betrieb überleben könnte.

Scribd.

Jörg Meyer vom Bitters Blog ist der Meinung, das Tool Scribd sei für Gastronomen und Bartender gut geeignet: "Scribd - für die Bar 2.0", in: Bitters Blog vom 27. März 2007.

Im Unterschied etwa zu Flickr, wo man Bilddateien hochladen und veröffentlichen kann, erlaubt Scribd das Hochladen und Veröffentlichen von Dokumenten beliebigen Formats, also auch PDFs, einem Format, in dem sehr gerne Speise- und andere Karten veröffentlicht werden.

Die Leser können diese Dokumente mit Begriffen versehen ("taggen") und es ist ersichtlich, wie häufig das Dokument heruntergeladen worden ist.

Dies ist nicht nur für solche Gastronomen interessant, die gewisse Schwierigkeiten damit haben, solche Dokumente auf der eigenen Website zu veröffentlichen (weil es zu kompliziert erscheint oder weil ein externer Dienstleister dies erledigt). Man erreicht damit auch eine zusätzliche Öffentlichkeit, nämlich derjenigen Menschen, die in solchen Websites wie Scibd recherchieren oder stöbern.

Ein großer Vorteil dieses Services ist die automatische Umwandlung der Dokumente in andere Formate. Testweise habe ich die aktuelle Bierkarte im PDF-Dateiformat meines Café Abseits in Bamberg hochgeladen. Sie steht damit automatisch z.B. auch als mp3-File zum Download oder Anhören bereit. Aber zugegeben: das Ergebnis ist schrecklich und klingt so, als würde ein Amerikaner diesen deutschen Text so vorlesen, als sei er in englischer Sprache.

Weitere Einsatzgebiete und Verwendungmöglichkeiten, die sich Jörg Meyer überlegt hat.

Ochsen-Blog.

Marc Kunkel, Koch und Inhaber vom Gasthof zum Ochsen, einem der ältesten Gaststätten Mannheims, hat mit einem Blog "Ochsenblog - der Alltag in der Gastronomie" angefangen.

Marc Kunkel ist seit Februar 2007 auch im Lokalfernsehen Rhein-Neckar-Fernsehen zu sehen. Ein Erlebnisbericht des Fernsehkochs.

Die Abonnenten seines Newsletters, der ca. alle sechs Wochen erscheint, belohnt er mit einem Gutschein über eine Glas Riesling Sekt.

Seine Überlegungen und verständlichen Bedenken, mit einem Blog anzufangen, hat er in seinem ersten Eintrag aufgeschrieben:
"Erst traut man sich ja nicht so richtig einen Blog zu schreiben.

Gerade als Selbstständiger schwebt natürlich die Angst mit das es sich negativ auf die Kunden bzw. Gäste auswirken könnte. Auf der anderen Seite passiert bei uns recht viel, so das es schön ist wenn es festgehalten wird und auch andere daran teilhaben können. Für unsere Freunde und Bekannten ist es immer wieder lustig und zum Teil unglaublich was so alles in unserem Alltag passiert, mit welchen Problemen man so als Gastronom zu kämpfen hat und was für tolle Erlebnisse man hat.

Natürlich ist es ein Werbemittel welches man nutzen kann? Mal mehr und mal weniger. Ich hoffe jedoch, dass der Blog für Gäste, andere Gastronomen und Kollegen und für Köche interessant ist. Denn ich schreibe nicht allein wegen der Werbung, sondern auch für mich. Irgendwem muß man ja einfach mal seinen Frust erzählen oder auch mit einem schmunzeln oder lachen am Rechner sitzen und den Tag und die lustigen Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen.
Darauf freue ich mich.

Baden-Wuerttemberg: FDP faellt um beim Nichtraucherschutzgesetz.

Laut einer Meldung "Keine Ausnahmeregelung für "Eckkneipen"", in: ka-news.de vom 27. März 2007 ist die FDP, trotz einer großmauligen Ankündigung ("Wirte kleiner Kneipen mit nur einem Raum, sollen entscheiden können, ob sie ihre Kneipe zum Raucherlokal oder zum Nichtraucherlokal machen"), umgefallen und hat einer Regelung zugestimmt, die es Gastronomen mit nur einem Gastraum untersagt, darin Raucher zu bewirten. Das Gesetz soll im August 2007 in Kraft treten.

Designerwettbewerb "R".

In dem geplanten niedersächsischen Raucherdrangsalierungsgesetz ist vorgesehen, daß Gastronomen, die ihren Gästen das Rauchen erlauben wollen, ein Schild mit einem "R" aufhängen müssen. Wo genau, steht noch nicht fest, vermutlich an der Aussenfassade in Eingangsnähe. Auch das Aussehen dieses Schildes wurde noch nicht festgelegt.

Diese Lücke möchte ich nutzen und rufe deshalb zu einem Designerwettbewerb auf.

Zugegeben: Beim Design eines Hotels oder eines Vibrators kann man sich als Designer mehr austoben. Aber im Minimalismus der Aufgabe liegt zugleich auch der Reiz.

Bitte veröffentlichen Sie Vorschläge auf Ihrer Website und verlinken Sie darauf als Kommentar. Oder senden Sie mir Ihren Entwurf, damit ich ihn auf Abseits.de veröffentlichen und in diesem Blog vorstellen kann.

Teilnahmeberechtigt sind sowohl professionelle Designer als auch größenwahnsinnige Amateure.

Der Wettbewerb läuft bis zu dem Zeitpunkt, wann Niedersachsen entschieden hat, wie das offizielle Schild aussehen soll.

Als Preis gibt es wahlweise ein Buch von Markus Stolpmann und mir (dieses oder jenes, beide sollen im Mai 2007 erscheinen) oder wahlweise ein Frühstück "Danach" für zwei Personen in meinem Bamberger Café Abseits.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich entscheide diktatorisch, wer gewonnen hat.

Neues von den Frontabschnitten.

Dem Artikel "Fortschritte im Kampf gegen blauen Dunst", in: PR-Inside.com vom 27. März 2007, sind weitere Details der geplanten Raucherdrangsalierungsgesetze der Bundesländer zu entnehmen. Leider sind die Entwürfe bislang nicht zugänglich, nicht einmal dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband liegen sie vor:
  • In Niedersachsen soll das Gesetz zum 1. Juli 2007 in Kraft treten. Bei Verstößen sind keine Bußgelder vorgesehen. So macht es auch nichts, wenn es niemand gibt, der für Kontrollen zuständig ist.
  • In Thüringen soll es untersagt werden, in Raucherräumen zu bedienen. Begründet wird dies angeblich mit dem Arbeitschutz. Diese Meldung muß falsch sein, denn die Bundesländer haben überhaupt keine Kompetenz, den Arbeitsschutz inhaltlich zu regeln, sie bzw. die Kommunen sind nur für die Kontrollen zuständig, neben der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten.
  • Das bayerische Raucherdrangsalierungsgesetz soll bereits zum 1. August 2007 in Kraft treten. Nicht ungeschickt vom Bärentöter. In Biergärten, Terrassen, in den Fußgängerzonen und in Bierzelten, wo sich die Gäste im Sommer aufhalten, gilt das Rauchverbot ohnehin nicht. So macht es nichts aus, daß keine Kontrollen vorgesehen sind.

Deutsche Hecke.

Von einem Kollegen wurde ich gefragt, was ich von der Idee halte, als eine Art Revanche für den Ärger, den der Staat mit den geplanten Raucherdrangsalierungsgesetzen den Gastronomen bereitet, umgekehrt den Staat zu ärgern und in möglichst vielen gastronomischen Betrieben unversteuerte Zigaretten zu verkaufen.

Davon halte ich nichts. Logistisch wäre das sicherlich kein Problem. Aber damit liefert man Politikern eine Steilvorlage, die Branche zu kriminalisieren. Wir liegen ja nicht im Clinch mit Polizeit und Zoll, sondern unterstützen die Gewerkschaft der Polizei, die sich weigert, das Rauchverbot zu kontrollieren.

Amüsanter finde ich die Idee, einen Verein zu gründen, der eine vermeintliche Lücke im deutschen Tabaksteuerrecht auszunutzen versucht, und Tabak für den Eigenverbrauch seiner Mitglieder anbauen will: "Verein Deutsche Hecke e.V.".

Labels:


Pastakontor, Berlin-Mitte.

Anfang Oktober 2006 wurde in Berlin das Nudelkonzept Pastakontor, das mich konzeptionell etwas an Vapiano erinnert, "slow" eröffnet. Die "langsame" Eröffnung wird von mir eigentlich in allen Fällen gepredigt, bei denen nicht "Sex" (menschliche Kontakte) verkauft wird sondern qualitätsvolle Speisen. Ein "slow opening" empfiehlt sich, wenn es gilt, die Qualität der Produkte und deren Akezptanz zu testen, den Arbeitsablauf auszuprobieren, das Personal einzuarbeiten usw., bevor man Werbung macht und eventuell von dem Gästeansturm erwischt wird, wenn der Betrieb noch nicht rund läuft. Siehe dazu auch unseren Beitrag "Eröffnungswerbung".

Beim "Pastakontor" griff man zu dieser Eröffnungstrategie, weil der Küchenbereich nicht rechtzeitig komplett fertig gestellt werden konnte und es deshalb einige logistische Probleme gab.

Im Gästebuch dieses rauchfreien Selbstbedienungs-Nudelrestaurants am Hausvogteiplatz in Berlin-Mitte sind viele positive Reaktionen von Gästen verzeichnet. Die Gäste können den Köchen und Nudelmachern in der offenen Schauküche auf die Finger schauen. Die Pasta wird in vielen Sorten täglich frisch hergestellt. Man kann sie mit Pastasaucen frei kombinieren. Dazu gibt es Fisch- und Fleischbeilagen. Zusätzlich gibt es täglich ab 7 hr ein Frühstücksangebot, über Mittag ein Lunchmenu, nachmittags Kaffee und Kuchen und abends After-Work-Menu (eine Kombination aus Pasta und Prosecco oder Bier).

Aufmerksam geworden bin ich auf das "Pastakontor" durch "Berlin für Nichtraucher".

Gesetzliches Rauchverbot in Schottland.

Seit einem Jahr gilt in Schottland ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie: "Frische Luft im Pub", in: Spiegel vom 19. März 2007 (leider nur kostenpflichtig zugänglich). Eine englischsprachige Version dieses Artikels "A Breath of Fresh Air" ist hingegen frei zugänglich.
"A number of the smallest pubs, especially in rural areas, have apparently suffered as a result of the smoking ban, with many of their patrons now preferring to drink and smoke at home."
Siehe dazu auch: "Massive Umsatzruckgaenge in schottischen Pubs nach Einfuehrung eines gesetzlichen Rauchverbots" vom 21. Januar 2007.

Labels: ,


Berliner Gastronomie fuer Nichtraucher.

Ian Barwick, ein Programmierer, Japanologe und leidenschaftlicher Nichtraucher, der seit langem in Berlin wohnt, hat einen Nichtraucher-Gastronomieführer für Berlin angefangen: berlin-fuer-nichtraucher.de.

Danke für den Hinweis an Simon Hengel von der Berliner Akademie.de.

Montag, März 26, 2007

Die zehn haeufigsten Fehler beim Internetmarketing eines Restaurants.

"Top 10 Web Site Mistakes That Restaurants Make" von Jaime Oikle, in: Restaurant Report vom 26. März 2007.

Jaime Oikle ist der Verleger des Restaurant Reports. Er beschreibt die zehn häufigsten Fehler, die man beim Internetmarketing für ein Restaurant machen kann:
  • Kontaktinformationen verstecken. Die Adresse und Telefonnummer sollte am Anfang oder Ende jeder Webseite zu finden sein. Außerdem sollten leicht zu finden sein: Landkarte bzw. Stadtplan, Anfahrtsbeschreibungen, Öffnungszeiten. Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag: "Lokalisierung von Websites gastgewerblicher Betriebe".
  • Speisekarten nicht oder nur auszugsweise veröffentlichen. Wer die Website einer Gaststätte besucht, möchte auch wissen, was es dort zu trinken und zu essen gibt und was es kostet. Beschränken Sie sich nicht auf einen Speisekartenauszug, sondern ziehen Sie sich ganz aus. Sie sind dabei nicht auf einen bestimmten Umfang begrenzt wie in gedruckten Speisekarten. Sie können mehr, tiefere Informationen bieten zu vielen Produkten Ihrer Karte. Ausserdem sollte Ihr potentieller Gast in der Lage sein, sich Ihre Karte auszudrucken (am besten als PDF).
  • Schlechte Fotos. Auf gedruckten Speisekarten und in Restaurantprospekten kosten Fotos Platz und verursachen Kosten. Auf einer Website spricht nichts gegen viele und gute Fotos. (Anmerkung: Hier bin ich etwas anderer Auffassung. Unprofessionelle Fotos können glaubwürdiger sein, auch wenn sie nicht zu jedem Konzept passen. In der Spitzengastronomie erwartet der Besucher vermutlich auch professionelle Fotos der Speisen, die in der Qualität Kochbüchern nicht nachstehen).
  • Fehlende Menschen. Wer arbeitet in Ihrem Restaurant? Viele Restaurant-Websites erwecken den Eindruck, daß dort keine menschlichen Lebewesen arbeiten. Vor allem, wenn es kein Kettenbetrieb ist, kann man seinen Betrieb durch die Mitarbeiter von anderen Betrieben unterscheiden. Wer arbeitet in der Küche, wer im Service, wer sind die Inhaber. Vergessen Sie dabei die Fotos nicht und die Lebensläufe vor allem des Küchenchefs. (Anmerkung: Ich mache da auf der Website meines Café Abseits uch nur wenig. Aber man muß natürlich dabei immer berücksichtigen, inwieweit sich die Mitarbeiter, Gäste usw. outen möchten.
  • Schlechte Erreichbarkeit. Man sollte Anrufe, E-Mails usw. möglichst schnell beantworten (sich maximal 24 Stunden Zeit lassen).
  • Keine E-Mail-Kommunikation. Wer darauf verzichtet, mit seinen Gästen per E-Mail zu kommunizieren, verzichtet auf die größte Chance, sein Geschäft zu fördern und Kunden zu binden. Gäste sollten wenigstens einen Newsletter abonnieren können, der auch regelmäßig versandt werden sollte.
  • Keine Aktualität. Man sollte Feiertage und andere aktuelle Gelegenheiten für Aktionen nutzen. Eine Website mit veralteten Informationen ist das gerade Gegenteil davon.
  • Design der Website und Konzept des Restaurants (Marke) passen nicht zueinander. Das Design einer Website muß zum Konzept des Restaurants passen.
  • Mangelnde Verkaufsorientierung. Eine Website soll verkaufen, Reservierungen anregen und ermöglichen, Merchandisingartikel und andere Produkte offerieren.
  • Offene Stellen werden nicht auf der Website angeboten. (Anmerkung: Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Wenn eine Brauereigaststätte "sofort" einen Braumeister sucht, könnten Leser auf die Idee kommen, sich zu fragen, wie es mit der Qualität des Bieres aktuell bestellt ist).
Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag: "Internetpraesenz von Restaurants am Beispiel der Hamburger Kuechenwerkstatt".

Das Raucher-Handy.

Einen schönen Aprilscherz hat die Netzeitung veröffentlicht: "Endlich: Das Raucher-Handy ist da" vom 26. März 2007.

Von dem netten Scherz mal abgesehen: Die geplanten Raucherdrangsalierungsgesetze verbieten nur das Rauchen in der Gastronomie, nicht aber das Mitsichführen von Zigaretten, Zigarillos, Zigarren, Pfeifen, Tabak usw. Zugegeben, das erleichtert die Arbeit der Kontrolleure nicht gerade. Wenn mehrere Gäste an einem Tisch sitzen und eine brennende Zigarette im Aschenbecher bzw. im Teelicht- oder Kerzenhalter vor Ihnen liegt, ist es praktisch nicht möglich, diese Zigarette eindeutig einem einzelnen Gast zuzuordnen und gegen diesen Gast ein Bußgeld zu verhängen. Aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Mehrheit der Gastronomie im IHK-Bezirk Magdeburg lehnt Rauchverbot ab.

Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg hat 600 gastgewerbliche Unternehmen nach ihrer Meinung zu einem gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie befragt. Das Ergebnis ist eindeutig. Gegen ein Rauchverbot sind:
  • 100 Prozent der getränkegeprägten Gastronomie.
  • 71 Prozent der speise- und getränkegeprägten Gastronomie
  • 60% der Hotels und Pensionen.
Quelle: "IHK: Mehrheit der Gastronomen lehnt generelles Rauchverbot ab", in: PR-Inside.com vom 26. März 2007.

NGG fordert den Abbau von Arbeitsplaetzen fuer Bedienungen.

Die Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß,Gaststätten unterstützt den Plan des roten Berlines Senats, Gäste in Nichtrauchernebenzimmern sollten sich selbst bedienen: "NGG: Ministerpräsidenten riskieren die Gesundheit der Beschäftigten", in: Cafe-Future.net vom 26. März 2007.

Ob das Arbeitsplätze schafft?

Solche Forderungen kann die NGG nur erheben, weil nur ganz wenige Beschäftigte in der Gastronomie Mitglied dieser Minigewerkschaft sind.

Labels:


Katlenburger Smoothie.

Die Katlenburger Kellerei Dr. Demuth setzt auf den Mega-Trend aus den USA und führt mit Katlenburger Smoothie eine Range von drei besonders wohlschmeckenden, mit Sahne verfeinerten Fruchtwein-Cocktails ein.

Smoothies sind seit einigen Jahren das Trendgetränk in den USA, Australien und England. Ursprünglich bezeichnet das neue Kultgetränk einen dickflüssigen Fruchtdrink aus 100 % Frucht. Mittlerweile findet man Smoothies auf der ganzen Welt in den verschiedensten Variationen als leckeres Produkt für Handel und Gastronomie.

Die Katlenburger Kellerei Dr. Demuth, Marktführer in den Segmenten Cocktails, Fruchtweine und Bowlen und bekannt für die Entwicklung innovativer und erfolgreicher Produktkonzepte, hat diesen Trend aufgegriffen. Mit Katlenburger Smoothie bringt sie eine fruchtig-prickelnde Cocktailrange in den Geschmacksrichtungen
  • Erdbeer & Himbeer,
  • Zitrone & Limette und
  • Orange & Maracuja
in die Regale des Handels. Die satinierte Flasche im modernen Look unterstreicht die einzigartige Cremigkeit und hohe Wertigkeit der neuen Smoothie-Range von Katlenburger.

Smoothies

Umfangreiche Verbraucherbefragungen haben eine hohe Verbraucherakzeptanz und positive Kaufbereitschaft gezeigt.

Die cremige Konsistenz, der volle Fruchtgeschmack und seine 8 % Alkohol machen die Smoothie Cocktails zu einem unwiderstehlichen Genuss. Sowohl im Sommer gut gekühlt als leckere Erfrischung als auch in der kalten Jahreszeit im Kreise von Freunden oder auf einer Party ? die Katlenburger Smoothie Cocktails sind immer das Richtige.

Das neue Cocktail-Erlebnis genießt man am besten gut gekühlt. Und wenn es mal schnell gehen soll: einfach ein paar eisgekühlte Früchte in ein Cocktailglas geben und mit dem Smoothie Cocktail aufgießen.

Katlenburger Smoothie ist erhältlich in den Sorten Erdbeer & Himbeer, Orange & Maracuja und Zitrone & Limette und wird im Handel zu einem Endverbraucherpreis von 2,89 ? pro 0,75 l Flasche angeboten. Die Einführung wird unterstützt durch Verkostungen am POS, Zweitplatzierungen und diverse Verkaufsförderungsmaßnahmen.

(Quelle: Pressemitteilung der Katlenburger Kellerei Dr. Demuth, Foto: Katlenburger Kellerei Dr. Demuth).

Rauchverbot in der Zigarrenbar.

Das "Casa del Habano" in Nürnberg ist die einzige bayerische Tabaklounge, die von der Tabakgesellschaft in Havanna lizensiert worden ist. Hundertausende Euro wurden investiert, die Auszeichnung "Bestes Zigarrengeschäft Deutschlands" errungen. Damit er starrsinnig auf seinem Raucherdrangsalierungsgesetz beharren kann, weiß der "Bärentöter", weniger bekannt als Dr. Werner Schnappauf, Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, nur den ruinösen Rat, den Zigarrensalon in einen Club umzuwandeln: "Dicke Luft in der Zigarren-Bar", in: Süddeutsche Zeitung vom 26. März 2007.

Hinter der Sturheit des bayerischen Gesundheitsministeriums steckt vermutlich die Angst, auch Gaststätten mit einem nicht ganz so umfangreichen Angebot an Tabakwaren könnten sich als Zigarrenbars oder ähnlich ausweisen und so das Rauchverbot umgehen. Tatsächlich hat in Montreal das Rauchverbot zu einem Boom der Zigarrenbars geführt: "Das Rauchverbot fuehrt zu einem Boom von Zigarrenbars in Montreal". Mir fällt gerade ein, auch wir verkaufen bei uns Drehtabake und Zigarren an der Theke...

Siehe dazu auch "Absurdistan: Rauchverbot in Zigarrenbars".

Labels: ,


Umsatzbesteuerung beim Verzehr von Speisen in Raucherzonen.

In den Bundesländern wird geplant, das Rauchen in der Gastronomie "generell" zu verbieten. Je nach konkreter Ausgestaltung könnte dies dazu führen, daß rauchende Gäste gezwungen werden, die Betriebssstätte zu verlassen, um zu rauchen. In der politischen Debatte wurde bislang übersehen, daß dies auch Auswirkungen auf die Umsatzsteuerzahllast hat.

Bestellt ein Gast eine Speise, um sie außer Haus zu verzehren, wird statt des normalen Mehrwertsteuersatzes in Höhe von zur Zeit 19% nur der ermäßigte Mehrwertsteuersatz in Höhe von zur Zeit 7% fällig. Siehe dazu: "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken".

Eine Abgabe zum Verzehr an Ort und Stelle (bei der der normale Mehrwertsteuersatz anzuwenden ist) ist nach dem Umsatzsteuergesetz anzunehmen, wenn
  • Speisen nach den Umständen der Abgabe dazu bestimmt sind, an einem Ort verzehrt zu werden, der mit dem Abgabeort in einem räumlichen Zusammenhang steht,
  • und besondere Vorrichtungen für den Verzehr an Ort und Stelle bereitgehalten werden.
Das heißt: Wenn der Gastronom außerhalb seines Betriebsgrundstücks z.B. Tisch und Stühle bereit stellt, wo die Speisen verzehrt werden können, und der Gast dort bedient wird oder beim Selbstabholen an der Theke die Absicht äußert, Speisen dort zu verzehren, wird der normale Umsatzsteuersatz fällig.

Gibt es hingegen keine besondere Vorrichtung, ist etwa ein Stehtisch nur so klein, um einen Aschenbecher und Gläser abzustellen, oder bejaht der Gast eine Frage, ob er die Speise mitnehmen möchte, und wird sie dann in eine Transportpackung verpackt statt auf einem Teller serviert, wird nur der ermäßigte Mehrwertsteuersatz fällig.

Mein Tipp:
  • Verwenden Sie nur kleine Stehtische, wenn überhaupt.
  • Fragen Sie den Gast, der an der Theke oder einem Schalter bestellt, ob er außer Haus essen möchte.
  • Verpacken Sie die Speise in eine Transportverpackung, so daß er sie raustragen kann, ohne zu kleckern.
  • Verbuchen Sie den Erlös dann mit 7 Prozent.

Ausnahmen beim gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie Baden-Wuerttembergs.

In Baden-Württemberg regiert die FDP mit. Beschlüsse der regierenden Koalition von CDU und FDP gegen den Willen eines Koalitionspartners sind laut Koalitionsvertrag ausgeschlossen. Birgit Homburger, die Landeschefin der FDP und Bundestagsabgeordnete, hat sich zum Thema Rauchverbot in Gaststätten eindeutig festgelegt: "'Für Kneipen gibt es Ausnahmen'", in: Südkurier vom 26. März 2007:
"Im Unterschied zu Teilen der CDU wollen wir die Menschen aber nicht umerziehen. Deshalb können wir uns vorstellen, dass in kleinen Eckkneipen eine Ausnahme gemacht wird. Wirte kleiner Kneipen mit nur einem Raum, sollen entscheiden können, ob sie ihre Kneipe zum Raucherlokal oder zum Nichtraucherlokal machen. Dann kann auch jeder Gast entscheiden, ob er dorthin geht. Die Gäste haben durchaus eine Marktmacht. Wenn sie in ein Raucherlokal nicht reingehen, wird der Wirt, wenn er ein Geschäft machen will, umstellen....

Die Wirte können und sollen das selbst entscheiden."
Eigentlich braucht man dann gar keine gesetzliche Regelung. Denn selbst entscheiden können wir Gastronomen jetzt auch schon. Aber wenn es das Gewissen der Politiker beruhigt, daß nach der Verabschiedung ein "generelles Rauchverbot" herrscht und konkret der Gastronom entscheidet, meinetwegen.

Siehe dazu auch: "Rauchverbot: Das Land will es allen recht machen", in: Südkurier vom 26. März 2007.

Labels: ,


Lichtjahre von der Realitaet entfernt.

Heinrich Kohlhuber, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Pfaffenhofen, kommt der Dr. Werner Schnappauf, Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, so vor, als sei er "Lichtjahre von der Realität entfernt": "Rauchverbot: Nutzen hat die Schwarzgastronomie", in: Donaukurier vom 25. März 2007.

Labels: ,


Sonntag, März 25, 2007

Ausnahmen vom gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie auch in Hamburg.

Entgegen der ersten Ankündigung eines radikalen gesetzlichen Rauchverbots in der Hamburger Gastronomie, rudert die CDU-Fraktion zurück (die anstehenden Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft 2008 lassen grüßen!) und sieht Ausnahmen vor: "Rauchverbot: CDU prüft doch Ausnahmen", in: Die Welt vom 25. März 2007.

Über die geplante Ausnahme in den Bordellen dürften sich insbesondere Betriebsräte der IG Metall freuen. Schließlich ist Wolfsburg ja nur einen Seitensprung entfernt.

Ausgenommen werden sollen auch Rotlichtklubs und Bierzelte.

Auch in Hamburg stößt man - reichlich spät - auf die Erkenntnis, daß es Umsetzungsprobleme gibt:
"Wenn in einem Zelt 800 angetrunkene Leute sitzen, können Sie schlecht eine Hundertschaft Polizisten reinschicken, um ein paar Gäste am Rauchen zu hindern."
Wobei ich mir die Anmerkung nicht verkneife, daß die Polizei sich ohnehin weigern dürfte, wegen solch einer Lappalie auszurücken. Und ob man nun 800 Polizisten in ein Bierzelt schickt oder je zwei davon in 400 Kneipen, kommt auf das gleiche hinaus. Ich möchte den Innensenator sehen, der trotz Bedenken der Polizeiführung eine strikte Anweisung dazu erteilt. Dann muß nur noch zeitgleich irgendwo ein Schwerverbrechen passieren und der Herr Innensenator kann seinen ehemaligen Amtskollegen, den Richter Gnadenlos, besuchen.

Labels: ,


Rauchverbot in der hessischen Gastronomie: Gastwirte als Denunzianten.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat die hessische Gesundheitsministerin interviewt ("'Ich bin überzeugt von der Vernunft'", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. März 2007).

Auf die Frage, wie man sich die Kontrolle des geplanten gesetzlichen Rauchverbots vorstellen müsse, ob "freiwillige Polizeihelfer" abends mit Meßgeräten durch die Kneipen ziehen und Knöllchen an die Wirte verteilen, wenn die Werte zu hoch sind, antwortete Silke Lautenschläger:
"Die Raucher wissen künftig, dass 'normale Gaststätten und Restaurants' künftig rauchfrei sind. Die Wirte wissen, dass sie die Verantwortung für die Einhaltung tragen. Ich bin fest überzeugt von der Vernunft der Menschen - ein freundlicher Hinweis wird in den weitaus meisten Fällen sicher genügen."
Mein Kommentar:
  • Den Weg, durch Messungen festzustellen, ob in einer Gaststätte geraucht worden ist oder nicht, hätte das österreichische Gesundheitsministerin gerne beschritten. Man hat aber feststellen müssen, daß solche Geräte nicht existieren. Siehe dazu: "Naseweis". Ich habe meine Zweifel, ob eine solche Messung überhaupt möglich ist. Man müßte zwischen verschiedenen Quellen einer Belastung unterscheiden und sie auch zeitlich zuordnen können. Z.B. dürfen Mitarbeiter der Gastronomie wie auch der Gastwirt, wenn der Betrieb geschlossen ist, rauchen soviel sie wollen, z.B. wenn sie nach Feierabend noch ein Bierchen gemeinsam trinken.

    Die geplanten Nichtraucherschutzgesetze schreiben keine maximale zulässige Belastung vor, sondern untersagen lediglich das Rauchen in den Gaststätten innerhalb der Öffnungszeiten.

    Auch ist die Luft insbesondere an viel befahrenen Straßen stark belastet und möglicherweise auf der Straße stärker belastet als im Innern der Betriebe, wo häufig leistungsfähige Filteranlagen in Betrieb sind. So hat mir ein Anbieter eines Raumfiltersystems erzählt, er habe selbst in einer Schwabinger Gaststätte gemessen und festgestellt, daß die Luft auf der Straße vor dem Lokal stärker belastet gewesen ist als im Lokal.
  • Gastwirte werden, ehe sie mit ihren Gästen darüber parlieren, ob die Gäste so nett sind, mit dem Rauchen aufzuhören, lieber gemeinsam mit ihren Gästen auf die Politiker schimpfen oder sich über sie lustig machen.

Labels: ,


Rauchschwaden.

Frank Spieth, vor der Wende hessischer Gewerkschaftsfunktionär, der 1992 den DGB Landesverband Thüringen übernommen hat, zur Zeit Thüringer Bundestagsabgeordneter und gesundheitspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der SED, die sich zur Zeit als "Die Linke" tarnt, schwätzt in einer Pressemitteilung "Kleinstaaterei beim Rauchverbot verhindern", in: Yoome vom 25. März 2007 von
"Rauchschwaden feudaler Kleinstaaterei"
Im Programm der PDS zur Bundestagswahl 2005 (PDF) heißt es zum Föderalismus:
"Die Linkspartei.PDS steht für einen kooperativen, solidarischen Föderalismus. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Länder müssen erheblich erweitert, die Kompetenzen der Landtage gestärkt werden. Es geht um mehr Demokratie, mehr Transparenz, mehr Bürgernähe sowie mehr Handlungs- und Gestaltungsraum für diejenigen, die den sozialen Problemen am nächsten sind."

Bundesarbeitsministerium plant einen gesetzlichen Mindeststundenlohn von 5,64 Euro.

Das Bundesarbeitsministerium plant über einen Umweg eine gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 5,64 Euro einzuführen. Die Chose sollt nicht "Mindestlohn" heißen, damit die CDU ihr Gesicht bewahrt (die CDU/CSU hat vor der Bundestag die Wähler belogen, einen gesetzlichen Mindestlohn nicht einzuführen), sondern "allgemeine gesetzliche Lohnanteilsschranke".

Orientierungsmarke sollen die "Hartz IV"-Ansprüche eines Singles inklusive Mietpauschale sein, also etwa 1100 Euro monatlich: "Neues Konzept auf Hartz-IV-Niveau", in: Focus vom 25. März 2007.

Daraus ergib sich bei einer 45-Stunden-Woche ein Bruttolohn von 5,64 Euro je Stunde. Werden Urlaubsgeld und/oder Weihnachtsgeld gezahlt, verringert sich der Mindeststundenlohn entsprechend. Inwieweit Trinkgeld, das der Arbeitnehmer erhält, anzurechnen ist, wird in dem Artikel nicht angesprochen.

Die Berliner Bezirksaemter wollen das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie nach 22 Uhr nicht kontrollieren.

Laut dem Berliner Entwurf für ein Raucherdrangsalierungsgesetz sollen die Bezirksämter die Kontrolle des Rauchverbots in der Gastronomie übernommen. Doch die arbeiten prinzipiell nur bis 22 Uhr: "Rauchverbot: Probleme mit der Kontrolle", in: Welt vom 25. März 2007:
"Aber in den Ordnungsämtern der Bezirke endet die Arbeitszeit um 22 Uhr. 'Ab dann sind wir nicht mehr zuständig. Das ist gesetzlich so geregelt', sagte der Abteilungsleiter Bürgerdienste und Ordnungsaufgaben in Reinickendorf, Thomas Ruschin. Zuständig ist nachts die Polizei. Die sieht sich aber nicht in der Lage, auch noch das Rauchverbot durchzusetzen, was sie laut Gesetzentwurf auch nicht soll."
Siehe dazu auch:Vorschlag zur Güte: Warum kontrollieren die Abgeordneten das Rauchverbot nicht selbst, statt unterbezahlte Sesselfurzer dafür zu mißbrauchen. Dann bekämen Sie ein unmittelbares Feedback auf Ihr Gesetz. Vermutlich aber auch ab und zu ein paar Schellen.

Labels: ,


Angst vor der Wirte-Lobby.

Die politisch erfahrene Prof. Dr. Dagmar Schipanski (sie wurde einmal als Kandidatin für den Job des Bundespräsidenten gehandelt), zur Zeit Präsidentin der Deutschen Krebshilfe und Präsidentin des thüringischen Landtags, sagte laut "'Vor der Wirte-Lobby' eingeknickt", in: PR-Inside.com vom 25. März 2007, in einem Interview der Super-Illu, einige Ministerpräsidenten seien "vor der Wirte-Lobby" eingeknickt. Der eine oder andere Ministerpräsident hätte Angst vor einem Entrüstungssturm an den Stammtischen seiner Dorfkneipen.

Und Furcht vor den kommenden Landtagswahlen, füge ich hinzu. Auch in den Städten bläst der Politik der Rauch ins Gesicht.

Hundert Euro Bussgeld.

Der Berliner Gesetzentwurf Rauchen in Gaststätten und Diskotheken sieht eine Bußgeld in Höhe von 100 Euro vor, wenn jemand unerlaubt raucht. Rauchen ist demnach nur noch in "Hinterzimmern" erlaubt, in denen nicht bedient werden darf. Die Bezirksämter sollen die Einhaltung des Verbots kontrollieren: "100 Euro Strafe", in: Die Welt vom 24. März 2007.

Wenn ich zynisch wäre, würde ich dies als Versuch interpretieren, sich einen Teil der Hartz IV-Gelder, von denen rund ein Drittel der Berliner vegetieren, wieder zurück zu holen. Aber ernsthaft: Ein Bundesland, das nicht einmal in der Lage ist, vollständig illegale Gaststätten zu unterbinden, in dem mehr als zehn Prozent der Bewohner sich illegal aufhalten, über 50% aller Zigaretten auf dem Schwarzmarkt eingekauft werden, in dem die Prostition, Korruption und Kriminalität blüht, will mit einem Heer demotivierter Sesselfurzer Abertausende von Gaststätten rund um die Uhr kontrollieren, ob dort in irgend einer Ecke geraucht wird? Viel Spaß dabei wünsch' ich...

Christian Wulf: Der Staat darf nicht ohne Bedacht in die Geschaeftstaetigkeit der Gastronomen eingreifen.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat ein gutes Argument für Verfassungsklagen in anderen Bundesländern gegen ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie geliefert:
"Grundsätzlich gibt es ein Rauchverbot, aber die Gastwirte tragen für ihre Kneipe oder ihr Restaurant das wirtschaftliche Risiko. Ich finde, der Staat darf an dieser Stelle nicht ohne Bedacht in die Geschäftstätigkeit eingreifen. Daher bin ich für Ausnahmen. Sowohl die Gastwirte als auch die Kundschaft sollen auch selbst eine bewusste Entscheidung treffen."
sagte er in einem Interview der "Welt am Sonntag": "Hält die Koalition bis zum Ende, Herr Wulff?" vom 25. März 2007. Als Jurist weiß er um die Bedeutung der Gewerbefreiheit.

Christian Wulf geht im Verlauf des Interviews davon aus, es werde eine klare Abstimmung mit den Füßen geben - von Gastronomen und von Gästen, die keinen Passivrauch wollen. Ich teile seine Einschätzung zwar nicht, zumindest gehe ich davon aus, daß viele Betriebe ganz oder teilweise Raucherplätze bereit stellen werden, solange es viele Raucher gibt. Aber darüber zu spekulieren ist müßig, wenn wirklich die Gäste und Gastronomen entscheiden dürfen und der Markt entscheidet.

Labels: ,


Samstag, März 24, 2007

Kochshow-Tournee durch Oesterreich.

"Einst waren Köche bemitleidenswerte Kreaturen, die sich in heißen Küchen Finger und Hirn verbrannten - Heute sind sie Topstars der Unterhaltungsgesellschaft"
lautet die Einleitung des Artikels "Warum sind die bloß so scharf?", in: Der Standard vom 24. März 2007.

Beworben wird eine Kochshow-Tournee von fünf Haubenköchen, startend am 10. April 2007 im Audimax der Universität Wien. Veranstalter ist der Verband Beste Österreichische Gastlichkeit.

Es kochen Heino Huber, Walter Eselböck, Christian Petz und Siegfried Kröpfl. Auf der Website der BÖG wird der geplante Verlauf des Abends beschrieben:
"Die Köche werden gleichzeitig - und nebeneinander ... je einen Gang zubereiten, wobei sie natürlich - ganz der Philosophie der BÖG entsprechend - mit hochwertigen Produkten aus Österreichs Genussregionen arbeiten werden. Daneben werden sie natürlich auch so manchen Koch- und Einkaufstipp verraten sowie ihre Lieblingsrezepte preisgeben....

Insgesamt 16 Glückliche dürfen dann sogar das zubereite Menü verspeisen, sie werden über diverse Medienkooperationen ausgelost...

Im Vorfeld der Show kann man ab 17 Uhr 30 bereits kleine Schmankerln aus den Genussregionen verkosten bzw. sich über die neuesten Kücheninnovationen informieren. Nach Wien stehen am 7.Mai das Kulturzentrum Eisenstadt, am 1. Juni die Arena-Halle am Salzburger Messegelände, am 16. Juni die Erlebnissennerei Zilltertal in Mayrhofern sowie am 17. September die Messe Wels als Tournee-Standorte auf dem Programm."
"Haubenköche?" fragen Sie sich vielleicht. Der Ausdruck bezieht sich auf die von dem Restaurantführer Gault Millau vergebenen Hauben. In Deutschland würde man wohl eher von Sternenköchen sprechen.

Kein umfassendes Rauchverbot in bayerischen Diskotheken.

Bis vor kurzem hat der "Bärentöter", weniger bekannt als Dr. Werner Schnappauf, Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, vollmundig verkündet, in Bayern werde es in Diskotheken ein vollständiges Rauchverbot geben.

Heute steht in einem Artikel der "Süddeutschen Zeitung" ("Raucherzimmer in der Disco" (dummerweise nicht kostenlos zugänglich)) in letzter Minute sei dies geändert worden, weil man Diskotheken nicht von Tanzcafés und Musikhallen abgrenzen könne. Genau darauf hatte ich bereits im Februar hingewiesen: "Wulff schlaegt gesetzliches Rauchverbot in Diskotheken vor".

Nach dem nunmehr vorliegenden Entwurf des Nichtraucherschutzgesetzes können Diskotheken in Bayern in Nebenräumen das Rauchen erlauben. Praktisch bedeutet dies, daß nur in einem Raum ("Hauptraum") das Rauchen verboten ist, in allen anderen Räumen die Betreiber das Rauchen aber zulassen können.

Labels: , ,


Nichtraucher diskriminieren.

In einem Artikel des "Focus" vom 22. März ("Länder wollen Rauchverbot mit Ausnahmen") heißt es:
"Anschließend könne der Bund über eine mögliche Änderung des Arbeitsstättengesetzes entscheiden. Es sei denkbar, dass künftig die Angestellten in der Gastronomie ihre Einwilligung für eine Beschäftigung an einem Raucherarbeitsplatz geben müssten. Wowereit bezweifelte allerdings, dass sich dies 'in der Praxis nicht durchsetzen lassen' werde."
Sie könnten Vorsorge treffen und bei Neueinstellungen von Service-Mitarbeitern Nichtraucher diskriminieren (nicht einstellen). Es wird zwar gelegentlich behauptet, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (Antidiskriminierungsgesetz) verbiete eine Diskriminierung von Rauchern oder Nichtrauchern. Aber das ist falsch. Sie können frei und frank erklären, daß Sie jemanden deshalb nicht einstellen, weil er raucht oder auch nicht raucht.

Wenn Sie trotzdem einen Nichtraucher einstellen, lassen Sie sich eine Erklärung unterschreiben, daß er bereit ist, auch in Raucherzonen oder Raucherzimmern zu arbeiten.

Es kann wohl auch nicht schaden, sich vorsorglich von allen beschäftigten Service-Mitarbeitern eine Erklärung unterschreiben zu lassen, daß sie bereit sind, an einem Raucherarbeitsplatz zu arbeiten. Dann haben Sie genügend Zeit bis Anfang 2008, alle zu kündigen, die ihre Unterschrift verweigern, und Ersatz einzustellen.

Labels: ,


Reisevoucher per eBay versteigern.

Bereits vor drei, vier Jahren habe ich auf die Chancen hingewiesen, gastgewerbliche und touristische Produkte per eBay anzubieten:In der aktuellen Ausgabe der "Zeit" vom 22. März 2007 schreibt Fabian von Poser über das ausufernde Angebot an Reisen auf eBay: "Drei, zwei, eins ? Urlaub":
"Täglich finden sich rund 1500 Reisevoucher für die verschiedensten Hotels auf der Seite. Die meisten stammen allerdings gar nicht von den Anbietern selbst, sondern von Vermittleragenturen wie Hotelboxx, Suite No. 3, Voucherking oder Hotel2000....

Hotelketten setzten inzwischen mehr als eine Million Euro im Jahr über eBay um, einzelne Hotels bis zu 10000 Euro im Monat."
Bereits Ende 2003 hat die "Zeit" Armin Loos vorgestellt, der die meisten Zimmer seines Hotels in Wickerode/Ostharz über das Internet-Auktionshaus eBay verkauft: "Ein Euro fürs Bett", in: Die Zeit Nr. 52/2003- (DIE ZEIT 52/2003).