Gastgewerbe Gedankensplitter



Montag, April 30, 2007

Roadfood.

Roadfood ist eine Online-Community für regionale Speisen entlang der amerikanischen Highways, in kleinen Städten und Stadtteilen, betrieben von Jane und Michael Stern. Es geht um individuelle Anbieter, Speisenangebote von Köchen, Bäckern und Imbissen ("America’s culinary folk artists"):
"Roadfood is almost always informal and inexpensive; and the best Roadfood restaurants are colorful places enjoyed by locals (and savvy travelers) for their character as well as their menu."
Seit den 70er Jahren durchstreift das Ehepaar die USA auf der Suche nach Angeboten mit Lokalkolorit, vorzüglichen regionalen Spezialitäten und unvergesslichen Genüssen. Zentral besteht das Informationsangebot aus
  • einer Datenbank mit Restaurants und Restaurantbesprechungen
  • einer Rezeptsammlung
  • einem rege genutzten Forum
  • einem Online-Shop mit Merchandise-Artikeln
Über eintausend Restaurantbesprechungen können ausgedruckt werden oder mit mobilen Geräten herunter geladen werden. Ein Muster mit mehreren Restaurantbesprechungen (PDF).

Für Gastronomen (mit Englischkenntnissen) ist besonders das Restaurant Professionals Forum von Interesse, z.B. eine Diskussion über das Thema "Advertising in Restroom".

Die Inhalte wurden bereits in mehreren Büchern erschlossen, u.a.:Mehr über "Subs - Sandwiches - belegte Brötchen - Baguettes".

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Rauchverbot in Nordirland.

Die Sonderkonjunktur in nordirischen Pubs ist zu Ende.
"Viele Raucher aus der Republik Irland hatten nach der Verhängung des Rauchverbots die Pubs in Nordirland besucht und den Betreibern der Bars dort steigende Umsätze beschert. Doch mit diesem kleinen Grenz- und Pubverkehr dürfte es nun vorbei sein."
Denn jetzt gilt auch in Nordirland ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie: "Guinness künftig ohne Zigarette: In allen Pubs in Irland nun striktes 'No Smoking'", in: networld.at vom 30. April 2007.

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Mindestbestellmengen.

Mindestbestellmengen oder Liefergebühren, die berechnet werden, wenn eine bestimmte Liefermenge oder Wert der Lieferung unterschritten wird, sind Kunden ein Ärgernis. Als Kunde mit betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen kann ich zwar nachvollziehen, wenn ein Lieferant nur kostendeckende Aufträge akzeptieren möchte. Aber manchmal stoßen mir solche Preismodelle bei unseren Lieferanten auch auf:
  • So hat vor kurzem die Kaffeerösterei Burkhof einen Aufschlag eingeführt, wenn eine Mindestlieferwert von 100 Euro unterschritten wird. Eigentlich sind wir davon nicht betroffen, weil wir erheblich mehr geliefert bekommen. Aber Burkhof bietet den ungewöhnlich guten Service, daß deren eigener Lieferdienst uns besucht und dann selbständig die Liefermenge festlegt, also unsere Regale selbständig auffüllt, was mir die Arbeit des Bestellens erspart. Ich habe deshalb angewiesen, daß wenn er falsch disponiert hat und aus der letzten Lieferung zu viel auf Lager ist, er dennoch wenigstens für 100 Euro auffüllt. Burkhof hätte meines Erachtens, statt eine generelle Regelung einzuführen, in unser Kundenkonto (wir sind seit über 20 Jahren dort Kunde) geschaut und mich mit dieser Neuregelung nicht behelligt.
  • Ein Getränkefachgroßhändler hat vor einiger Zeit eine n Aufschlag eingeführt, wenn weniger als 15 Gebinde bestellt werden. Auch das trifft mich in der Substanz wenig. Es ist nun aber nicht besonders schlau, einen solchen Aufschlag an der Anzahl der Gebinde festzumachen. Ein Gebinde kann eine Kiste mit sechs Flaschen Saft sein aber auch ein 50-Liter-Fass mit Bier. Die Neuregelung hat dem Getränkefachgroßhändler gleich Ärger eingebracht. Ein Kollege, der wöchentlich über 10 Fässer Bier bestellt, war erzürnt, weil er trotz dieser wertmäßig großen Liefermenge befürchtet hat, einen Aufschlag zahlen zu müssen.
Auch der Kollege vom "Aus dem Leben eines Pizzalieferdienstes" berichtet aus der Sicht des Lieferanten über ein Streitgespräch mit einem Kunden über seine Mindestbestellmenge: "Ich Chef! Du...".

Nun kann ich in diesem Fall auch die Haltung des Kunden nachvollziehen. Er argumentiert damit, daß er häufig bestellt und im Durchschnitt den Mindestbestellwert übertrifft. Was kann man als Lieferant in solchen Fällen machen, um im Geschäft zu bleiben, ohne drauf zu zahlen?
  • Man kann ein Konto dieses Kunden führen und vorab geführte Liefergebühren erstatten, wenn in einer Periode die Mindestbestellmenge im Durchschnitt überschritten wird, bzw. Liefergebühren nachträglich berechnen, wenn die Mindestbestellmeng im Durchschnitt unterschritten wird.
  • Man kann eine Pauschale per Monat oder Jahr vereinbaren, die der Kunde unabhängig von seinen Bestellungen zu zahlen hat. Dafür kann er so wenig bestellen wie er will, ohne mit weiteren Liefergebühren belästigt zu werden, evtl. begrenzt auf eine Lieferung pro Tag. Amazon hat so etwas ähnliches in den USA eingeführt für 79 US-Dollar pro Jahr: Amazon Prime.

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Sammelbestellungen.

Manchmal muß man auf Gäste bzw. Kunden auch verzichten: "Sonst nix zu tun...", in: Aus dem Leben eines Pizzalieferdienstes vom 29. April 2007.

Auch wenn die wenigsten Gastronomen bei der Kalkulation ihrer Preise explizit ihre "Prozesskosten" zugrunde legen, spüren sie doch, wenn bestimmte Gäste und Gästewünsche sie zeitlich zu sehr belasten.

Ein paar Tipps zum Umgang mit den von dem Kollegen vom Pizzalieferdienst angesprochenen Sammelbestellungen für Belegschaften. Man sollte mit Dauer-Sammelkunden vereinbaren:
  • Die Bestellung sollte gesammelt werden. Man kann dazu Bestellformulare zur Verfügung stellen, die sich zum Sammeln eignen.
  • Die Sammelbestellung sollte bis zu einem vereinbarten Termin eingehen, der es erlaubt, die Bestellung zu produzieren, ohne daß andere Gäste warten müssen, und evtl. auch auszuliefern.
  • Für die Bezahlung der Sammelbestellung kann man mehrere Verfahren anbieten bzw. mit dem Sammelbesteller aushandeln. Wir schicken z.B. einem Kunden eine Gesamtmonatsrechnung. Die Aufteilung auf die einzelnen Besteller (Mitarbeiter des Kunden) erfolgt dort. Man könnte auch für jedes Mitglied der Sammelbestellung ein Konto einrichten und z.B. monatlich per Lastschrift einziehen. Hauptsache, der Sammelbesteller erspart sich das Einsammeln des Geldes, die Herausgabe von Wechselgeld, und der Gastronom sich das umständliche Prozedere mit Bargeld. Der Aufwand bei bargeldlosen Zahlweise ist nicht unbedingt geringer, aber man kann diese Arbeiten (Rechnung schreiben, Kundenkonto führen, Lastschrift einziehen usw.) erledigen, wenn Zeit ist. Ausserdem helfen solche Zahlsysteme, den Kunden zu binden.
  • Man kann Rabatte anbieten, die sich einerseits an der Kostenstruktur (etwa Lieferkosten) ausrichten, aber auch Anreize bieten, bestimmte Bestellmengen je Lieferung oder auch je Periode zu überschreiten. Auch damit bindet man den Kunden und motiviert den Sammelbesteller, nicht fremd gehen.
  • Man kann Sammelbesteller ab und zu mit unerwarteten Geschenken überraschen, etwa einem kostenlosen Dessert, das man übrig hat. Oder man lädt sie zu einer kostenlosen Weihnachtsfeier ein, wenn der Jahresumsatz dies erlaubt.

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Sonntag, April 29, 2007

Aufpreis fuer ein sauberes Glas.

Gottseidank ist diese Geschichte erfunden: Ein Gast reklamiert, sein Bierkrug sei schmutzig. Die Bedienung entgegnet, man könne die Getränke auch in sauberen Gläsern bekommen, aber dafür sei ein Aufpreis fällig.

Sowas ähnliches widerfährt vielen Käufern von PC's: "PC-Käufer fordern 'sauberes' Windows", in: futurezone des ORF vom 29. April 2007.

Mehr über "Erlöse im Gastgewerbe: Erlösquellen und Preispolitik".

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Samstag, April 28, 2007

Kaffee auch in 2006 meist getrunkenes Getraenk Deutschlands.

Hamburg, 27. April 2007 - Kaffee liegt im Trend. Daher wurde in Deutschland im Jahr 2006 mehr Kaffee getrunken als im Vorjahr. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch lag bei 146 Litern. "Kaffee ist wie kein anderes Getränk in unterschiedlichsten Variationen bei allen Generationen beliebt und hat sich zu einem Lifestylegetränk zu Hause und unterwegs entwickelt. Daher wird in Deutschland mehr Kaffee als Wasser oder Bier konsumiert. Deutschland ist ein Kaffee-Land", so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes Holger Preibisch.

Deutschland ist weltweit der drittgrößte Kaffeemarkt nach den USA und Brasilien. Wie modern und beliebt Kaffee in Deutschland ist, zeigt der Vergleich mit Italien. Hierzulande liegt der Pro-Kopf-Verbrauch rund 10 Prozent höher als in Italien.

Insgesamt wurden in 2006 für den deutschen Kaffeemarkt 510.420 Tonnen Rohkaffee zu 392.000 Tonnen Röstkaffee und 16.900 Tonnen löslichem Kaffee verarbeitet. Damit stieg der Konsum insgesamt um rund 1,5 Prozent. Besonderes Wachstum verzeichnen die Einzelportionen sowie das Marktsegment Espresso / Caffè Crema. Der Filterkaffee ist weiterhin der Klassiker im Röstkaffeesegment.
"Der Konsument entdeckt zunehmend die Vielfalt des Kaffees sowohl beim Geschmack als auch in der Zubereitung"
so Preibisch. Die Kaffeewirtschaft hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Innovationen das Angebot erweitert.
"Kaffeetrinken ist Genuss, schon die Kaffeezubereitung ist für viele Spaß und Ausdruck ihres persönlichen Lifestyles"
erläutert Preibisch.
"Sei es die Zubereitung mit einem Vollautomaten, das Öffnen der duftenden Kaffeepackung, die komfortable Zubereitung mit Kapsel, Pad oder löslichem Kaffee: Bereits das Kaffeekochen wird vom Konsumenten zelebriert."
Dies zeigt sich auch in den Wirtschaftzahlen: Der Absatz von Espresso / Caffè Crema stieg in 2006 um 20 Prozent auf 30.000 Tonnen. Lebte in den vergangenen Jahren der Markt hauptsächlich von Importen aus Italien, so wurde in 2006 erstmals so viel Espresso / Caffè Crema in Deutschland geröstet, wie aus Italien importiert wurde.

Großes Wachstum zeigt auch der Markt der Einzelportionen. Der Absatz von Kaffee für Kapsel- und Pad-Systeme verdoppelte sich im vergangenen Jahr auf 14.000 Tonnen.
"Das beachtliche Wachstum bei Einzelportionen, ganzen Bohnen für Vollautomaten und beim puren löslichen Kaffee zeigt, dass der Konsument neben der Qualität auch zunehmend auf Convenience achtet"
so Preibisch.

Das seit Jahren anhaltende Wachstum im Absatz von löslichem Kaffee setzte sich auch 2006 fort. Nachdem in den vergangenen Jahren die löslichen Kaffeegetränke, wie zum Beispiel Cappuccino, beachtliche Wachstumsraten aufwiesen, konnte im Jahr 2006 der pure lösliche Kaffee eine Steigerung von 3,1 Prozent verbuchen.

Der Durchschnittspreis für 500 Gramm Röstkaffee lag im vergangenen Jahr bei rund 3,79 Euro und damit knapp 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.
"Es handelt sich hierbei um eine bislang nur zu Teilen erfolgte Weitergabe der seit 2002 deutlich gestiegenen Rohkaffeepreise"
erläutert Preibisch.

Entsprechend dem Marktwachstum und den teilweise weitergegebenen Preisanpassungen an die Rohkaffeepreisentwicklung stieg der Umsatz der deutschen Kaffeewirtschaft um 6 Prozent auf 4,25 Milliarden Euro.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kaffeeverbandes)

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Der Gastronomie-Experte.

Manchmal weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. So geistert im bayerischen Landtag ein "Gastronomie-Experte" umeinander. Siehe z.B. "SPD-Gastronomieexperte Memmel: CSU lässt Wirte und Verbraucher im Stich - SPD will eigenes bayerisches Gesetz" von der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag vom 9. Februar 2006.

Herbert Memmel, so heißt der Schelm aus dem Münchener Osten, weist auf seiner Website folgenden Lebenslauf auf:
"Volks- und Berufsschule, graph. Gewerbe. Anschließend Fortbildung zum Versicherungskaufmann. Verschiedene Führungsaufgaben, jetzt geschäftsführender Gesellschafter der VKM - Versicherungskontor GmbH München. Seit 1959 Mitglied der SPD. Vorsitz Kreisverband München 9 (Ramersdorf, Perlach, Trudering/Riem). Den Vorsitz des Kreisverband 9 hat er Anfang 2000 in jüngere Hände gelegt. Seit 1972 ehrenamtlicher Stadtrat der Landeshauptstadt München. Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Europa des Deutschen Städtetages sowie der Landeshauptstadt München, u.a. Verwaltungsbeirat für Referat Arbeit und Wirtschaft. Aufsichtsrat Messe München und Olympiapark GmbH. Mitglied in zahlreichen Vereinen und Verbänden: Sozial, Kultur, Sport. U.a. im deutschen Gewerbeverband, Münchner Schaustellerstiftung. Auszeichnungen: München leuchtet - in Gold, Bundesverdienstkreuz am Bande."
Einzig in den Jahren 1972 bis 1974 ist er einmal mit der Gastronomie in Berührung gekommen. In diesen Jahren war er Verwaltungsbeirat für Oktoberfest, Dulten und Christkindlmarkt.

Unter den Dutzenden von Mitgliedschaften, die er auf seiner Website anführt, hat einzig der Verein Deutsches Institut für Reines Bier e.V. im Entferntesten einen vagen Bezug zur Gastronomie, insoweit als Bier auch in Gaststätten ausgeschenkt wird. Wenn man sich aber die Vereinsziele genauer anschaut, könnte man diesen Verein auch als Versuch interpretieren, ab und zu an Freibier zu kommen:
"Das Deutsche Institut für Reines Bier, DIRB, wurde 1974 gegründet, um den damaligen Kampf der deutschen Brauer für den Erhalt des Reinheitsgebotes parlamentarisch zu unterstützen. Heute zählt das DIRB 120 Mitglieder - knapp die Hälfte Politiker aus Bundestag, Landtagen und Kommunalparlamenten, die andere Hälfte aus Verbänden, Organisationen oder der Brauwirtschaft. Präsident ist der Münchener Bundestagsabgeordnete Herbert Frankenhauser."
Zugute halten muß man dem "Gastronomieexperten", daß er von der SPD-Fraktion des Bayerischen Landtages (siehe: Funktionen) insoweit zum Gastronomie-Experten ernannt worden ist, als man ihm die Bereiche
  • Banken
  • Versicherungen
  • Tourismus
  • Hotel- und Gastgewerbe
  • Schausteller und Marktkaufleute
  • Wirtschaftsverbände
  • Beteiligungsunternehmen des Freistaates
zugwiesen hat. Das heißt aber nicht, daß er Gastronomie-Experte ist, sondern nur, daß es vermutlich in der ganzen SPD-Landtagsfraktion niemanden gibt, der noch weniger Ahnung davon hat.

All dies hat jedoch den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband nicht daran gehindert, Herbert Memmel wegen seiner "erfolgreichen Initiativen, Einsätze und Unterstützungen" die Ehrenmedaille in Gold zu verleihen. Nun denn, wenn man wenig Unterstützung findet in der bayerischen Politik, ergreift man jeden Strohhalm.

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Rauchverbot in Hamburg: Reemtsma hilft der Gastronomie.

Die Zigarettenhersteller haben lange zu den geplanten Rauchverboten in der Gastronomie sich zurückhaltend geäußert, denn sie sind eigentlich nicht betroffen, wenn Raucher zu Hause oder in der Schwarzgastronomie rauchen, statt in den Kneipen.

Reemtsma, Teil der Imperial Tobacco Group, des viertgrößten Tabakunternehmens der Welt, gibt jetzt in Hamburg den Plänen des Senats lautstark Kontra und tritt der Gastronomie zur Seite. Sie stellt der Gastronomie 50 000 Protestkarten zur Verfügung, die Gegner des Verbots an Bürgermeister Ole von Beust (CDU) schicken können. Großflächenplakate in der Stadt und eine Telefon-Hotline unterstützen die Unterschriftenkampagne. Und der Reemtsma-Vorstandsvorsitzende Richard Gretler streitet sich mit der Gesundheitssenatorin Birgit Schnieber-Jastram (CDU): "Rauchverbot: Reemtsma gibt Kontra", in: Hamburger Abendblatt vom 28. April 2007.

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Freitag, April 27, 2007

Das Rauchverbot als Konsulat umgehen.

Gesetzliche Rauchverbote bieten gastronomischen Betrieben die Chance, sich das Alleinstellungsmerkmal einer Gaststätte zu erarbeiten, in der geraucht werden darf. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "USP fuer rauchende Gaeste".

Die Kollegen wetteifern mit kreativen Ideen, um das Privileg, das trinkfreudige Klientel der Raucher bewirten zu dürfen. Debbie Trevithick, Besitzerin des Pubs "Peruvian Arms" in England ist auf die witzige Idee gekommen, Peru zu bitten, ihrem Lokal den Status eines Konsulats zu verleihen: "Rauchverbot umgehen: Pub will Konsulat werden", in: "Der Standard" vom 27. April 2007, und "Pub's diplomatic bid to avoid ban", in: BBC vom 26. April 2007.

Sie treibt den PR-Schabernack auf die Spitze (ganz im Stile von Humoristen wie Ebrahim Kishon oder Loriot) und gibt der Journaille Futter:
"Die Pub-Betreiberin versprach, ihr Personal werde auch Spanisch lernen, falls das 'Peruvian Arms' den Status als Konsulat erhalten sollte. Zudem würde der peruanische Nationalfeiertag gefeiert werden. Auch über die Anschaffung eines Haus-Lamas würde sie nachdenken, sagte Trevithick. Sollte das Pub tatsächlich den Status eines Konsulats erhalten, dürfte dort nicht nur geraucht werden - dem Lokal stünden auch kostenlose Parkplätze zu."

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Werbeanzeige als Foto in Foto-Communities hochladen.

Zweierlei finde ich an diesem Inserat gut:
  • Die Anzeige fokussiert auf ein Produkt, das eines der Alleinstellungsmerkmale des Kollegen ist. An sich ist ein Erdbeereisbecher nichts besonderes. Dieser Eisbecher aber läßt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen.
  • Das Inserat wurde als Bild in die Online-Foto-Community hochgeladen.
Welche Vorteile bietet Flickr (aber auch andere, vergleichbare Dienste?
  • Man kann Features von Flickr nutzen, um seine Fotos auf der eigenen Website einzubauen.
  • Man kann Funktionen anderer Dienste nutzen, etwa von Delivr (E-Card-Service) oder Filmloops oder Slide (zwei Dia-Show-Generatoren).
  • Man präsentiert seine Anzeige in einer rege genutzten Online-Community und zwar kostenlos bzw. gegen eine geringe Gebühr, wenn man sehr viele Fotos online stellen möchte (zur Zeit 24,95 US-Dollar pro Jahr). Um dort gefunden zu werden, sollten Sie Ihre Bilder zusätzlich mit Schlagwörtern versehen (tagging) und in thematischen Gruppen einbringen. Zum Beispiel könnte man ein Foto eines Eisbechers in der Gruppe Iced Sweetness unterbringen.
  • Nicht zuletzt sollte man das Bild beschreiben und in der Beschreibung einen Link auf die Website des gastgewerblichen Betriebs setzen. Ein Beispiel mit eingebautem Link auf die Website eines Events von uns, auf dem ich das Foto geschossen habe.

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Weihenstephaner Kristallweissbier gewinnt Grand Champion Trophy des Australian International Beer Awards 2007.

Das Kristallweißbier der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan ist Gesamtsieger der Australian International Beer Awards 2007 geworden und gewinnt damit die begehrte Grand Champion Trophy.

Nahezu 900 Biersorten aus 39 Ländern wurden von den Juroren des zweitgrößten Bierwettbewerbs der Welt innerhalb von neun Tagen verkostet, mit dem Ziel, das beste Premium Bier weltweit zu küren.

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist das Kristallweißbier ein schäumendes, kristallklares Bier, dessen erfrischender und einzigartiger Geschmack die Juroren an Bananen und tropische Früchte erinnerten.

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan wurde bei dem diesjährigen Wettbewerb insgesamt neun Mal ausgezeichnet. Neben dem Kristallweißbier erhielten unter anderem auch das Hefeweißbier, das Pils, das Original Lager und das dunkle Lager Tradition Medaillen für hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Geschmack, Qualität und Verpackung.

(Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan).

Das Verzeichnis aller ausgezeichneten Biere.

Was haben Sie als Gastronom von solchen Awards?

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Polemische Schilderungen der Tarifsituation helfen Niemand.

Erfurt, 27. April 2007 /
"Die Gewerkschaft NGG sollte mit Äußerungen über das Tarifgefüge im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe wenigstens die reale Situation wiedergeben"
fordert Gudrun Münnich, Präsidentin des DEHOGA Thüringen in Antwort auf die gestrige Äußerung der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten, bei der Eröffnung der Bundesgartenschau mit einer Flugblattaktion auf "Niedriglöhne im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe hinzuweisen".
"Die 'Niedriglöhne' wurden schließlich zwischen den Tarifpartnern auch eingedenk der Situation der seit Jahren rückläufigen Umsätze im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe verhandelt. Insofern stellt die Gewerkschaft ihre eigene Position in Frage,"
ergänzt Dirk Ellinger, Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen.
"Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass es eben unserem Gewerbe, insbesondere mit Blick auf die ständigen Kostensteigerungen und auch die Mehrwertsteuererhöhung, kaum möglich ist, Preissteigerungen am Markt durchzusetzen um damit Spielraum für Steigerungen des Entgeltes zu haben. In der Vergangenheit wurden immer Tariferhöhungen am Rande der Möglichkeiten vereinbart. Im Jahr 2006, als die Forderung der NGG nach einer Erhöhung um mehr als 13 Prozent kam, war dies völlig fern jeglicher wirtschaftlicher Realität. Aber auch da hat unsere Tarifkommission durch Gespräche mit den Mitarbeitern, die durchaus dem Gedanken einer Arbeitszeitverlängerung näher treten konnten, versucht einen Kompromissvorschlag zu finden,"
so Ellinger weiter.

Dazu muss ausgeführt werden, dass die in die Öffentlichkeit entlassenen Zahlen seitens der NGG dem Entgelttarifvertrag nicht entsprechen. Die Bewertungsgruppe 1, welche ein Stundenentgelt von 5,09 Euro pro Stunde umfasst, findet praktisch, und dies ist in den Tarifverhandlungen unstreitig gestellt, keine Anwendung, da kein Arbeitnehmer nach ihr bezahlt wird. Insofern liegt das Einstiegsentgelt in der Bewertungsgruppe 2 bei 173 Stunden pro Monat, für eine Hilfstätigkeit, wo nur geringe fachliche Kenntnisse vorhanden sind, die durch Anleitung erworben wurden. Auch diese Mitarbeiter sind im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe äußerst selten beschäftigt und würden 5,96 Euro erhalten.

Bei dem Entgelt für einen Facharbeiter nach dreijähriger Lehrzeit, als Einstiegsentgelt, werden gemäß dem in der Nachwirkung befindlichen Entgelttarifvertrag 7,36 Euro pro Stunde gezahlt.

Die Forderung der NGG im Jahr 2006 betrug 13,18 Prozent, bezogen auf die Ecklohngruppe 5.

Im Gegenzug wurde seitens des DEHOGA Thüringen eine Anhebung der Bezüge von sechs Prozent, bei gleichzeitiger Anhebung der Arbeitszeit um zwei Stunden pro Woche angeboten.
"Darüber war die NGG in keiner Weise bereit zu verhandeln. Insofern ist gerade der Grund für das seitens der NGG angemahnte Stocken der Tarifverhandlungen keineswegs auf der Arbeitgeberseite zu suchen,"
erklärt Gudrun Münnich zur derzeitigen Situation.
"Der DEHOGA Thüringen
so Münnich weiter,
"wird sich Tarifverhandlungen und realistischen Abschlüssen eines Entgelttarifvertrages nicht verweigern und im Rahmen der, wenn auch leider nur geringen Spielräume, nach Lösungen suchen, weil auch die Arbeitgeber wissen, dass das Wichtigste im Unternehmen unsere Mitarbeiter sind."
(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).

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Absage.

Die Bundestagsfraktion der Grünen hat mich zu einem Fachgespräch "Strukturwandel im Mittelstand" eingeladen:
"Über die Fragen der Unternehmensnachfolge und Finanzierungsalternativen für mittelständische Unternehmen diskutieren wir mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden."
Ich sage aus mehreren Gründen ab:
  • Das Eingangsstatement zu diesem Fachgespräch unterstellt, Private Equity Fonds und Hedge Fonds wären bedeutsam für die Unternehmensnachfolge des Mittelstands, und fokussiert damit auf sehr große mittelständische Unternehmen, die für das Gastgewerbe weniger typisch sind.
  • Auf den Podien sitzen nur Menschen, die mich nicht interessieren. Wer die CeWe Color AG & Co. OHG, deren Finanzvorstand die Seite der betroffenen Unternehmen vertritt, mit seinen rund 100 Millionen Euro Umsatz als KMU versteht, langweilt mich.
  • Die reale Politik unter Rot-Grün ist mittelstandsfeindlich gewesen. Ich erinnere nur an die Steuersenkungen für Kapitalgesellschaften, die den Personengesellschaften verweigert worden sind, an die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes, das Teilzeitarbeitsgesetz, die Abgabenbelastung der Mini-Jobs oder die Regelungen zur Saisonarbeit.
  • Die reale Politik der Grünen unter Rot-Grün war gastgewerbefeindlich. Ich erinnere an die Weigerung, einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Produkte und Dienstleistungen des Gastgewerbes einzuführen.
  • Es ist nicht zu erkennen, daß die Grünen in der Opposition sich dem Mittelstand annähern. Ganz im Gegenteil: Wirtschaftskompetente Grünen-Politiker wurden abgewatscht, gemoppt und aus der politischen Arbeit vertrieben. Eine Partei, die sich von einem ehemaligen Mitglied der Kommunistischen Hochschulgruppe, einem ehemaligen Mitglied des Kommunistischen Bundes und einem Groupie von Ton, Steine, Scherben präsentieren läßt, ist alles andere als mittelstandstauglich.
  • Auch inhaltlich neigen die Grünen zu Positionen, die dem Gastgewerbe schaden. Stichworte: gesetzlicher Mindestlohn, radikales Rauchverbot.

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Mit Schulklassen ins Brauereimuseum.

Das Fränkische Brauereimuseum in Bamberg bietet Schulklassen eine Museumsrallye an. Zwei Stunden düsen Schulkinder der Altersgruppe der Acht- bis Zehnjährigen bzw. der vierten und fünften Klassen durch das Brauereimuseum. Die Kultur des Brauens ist zumindest in Bayern ein Bestandteil des Heimat- und Sachkundeunterrichts.

Wenn Kinder mit dem Thema konfrontiert werden, ist es wichtig, daß eine gute Vor- und Nachbereitung stattfindet. Deshalb ist eine Museumsrallye ein guter Baustein, auf dem im Unterricht aufgebaut werden kann.

Die Rallye wurden von Johannes Schulters, dem Leiter des Fränkischen Biermuseums, einem erfahrenen Braumeister und "Bierologen" und dem Archäologen w ausgearbeitet. So können die Kinder zum Beispiel Hopfen malen, durch Probieren verschiedene Malzsorten herausfinden oder einfach mal die Stufen durch alle Räume zählen. Insgesamt 20 Fragen beschäftigten die in Dreiergruppen zusammenarbeitenden Schülerinnen und Schüler. Anschließend gibt es natürlich kein Bier zu trinken, sondern Limo und Spezi und eine Brezel.

Das Konzept der Rallye wurde in einem Testlauf vor Weihnachten 2006 von einer Grundschulklasse ausprobiert. Die Kinder waren begeistert. Viele wollen mit ihren Eltern noch einmal das Museum besuchen, um ihnen alles zeigen zu können, was sie gelernt haben.

Termine können unter Telefon 0951-53016 vereinbart werden.

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Donnerstag, April 26, 2007

Rauchverbot in Oesterreich: Wahlfreiheit fuer Gaststaetten bis 75 Quadratmeter.

In Österreich sollen sich Gastwirte mit Lokalen unter 75 Quadratmeter Fläche entscheiden können, ob sie ihren Betrieb zu einem Raucher-oder Nichtraucherlokal erklären wollen: "Wirte pfeifen auf Ministerin Kdolsky: Schutz für Nichtraucher ist noch immer mangelhaft", in: Networld.at vom 26. April 2007. Felix Austria!

Betriebe, die knapp über 75 Quadratmeter Gastraumfläche liegen, können sich ja ein paar Gedanken machen, wie man den Raum kreativ verkleinert, ohne wirklich Platz zu verlieren.

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Alles brav aufessen.

Angebote wie All-You-Can-Eat, Flatrates (z.B. für Flammkuchen, Getränke), bei denen der Gast einen Pauschalpreis zeigt und den Umfang der Inanspruchnahme des Produkts innerhalb geregelter Grenzen selbst bestimmt, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Siehe dazu: "Erlöse im Gastgewerbe: Erlösquellen und Preispolitik".

Mangels guter Sitten führen solche Angebote, vor allem auch bei Selbstbedienung, dazu, daß sich manche Gäste schlecht benehmen und sich mehr auf den oder gar die Teller laden als sie essen können. Bei Buffets gibt es auch kulturelle Unterschiede. Manche Menschen laden sich die Teller und die Tische voll und verzehren nur einen Teil davon. Anderen, die meinen, man solle alles aufessen, was auf den Teller kommt, ist das zuwider oder sie imitieren den verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln und es artet aus zu einer Schlacht am Buffet.

Als Gastronom kann man dem unerfreulich hohen Warenaufwand und dem hohen Aufkommen an Lebensmittelabfällen, die teuer entsorgt werden müssen, auf verschiedenen Wegen begegnen:
  • Man verwendet die Form des Flying Buffets wählen.
  • Man beschickt das Buffet in mehreren Tranchen. Dann verlieren Speisen auch weniger an Qualität, bleiben warm oder kalt. Außerdem sieht ein geplündertes Buffet für die am Ende der Schlange und die Nachzügler unästhetisch aus. Siehe dazu: "Brunch-Büfets und vermeidbare Fehler bei ihrer Organisation".
  • Man verstärkt die personelle Präsenz am Buffet, etwa indem man Front-Cooking-Stationen einbinden oder jemand, der Speisen portioniert.
  • Man verkleinert die Teller verkleinern und hält sie zudem knapp, um zu verhindern, daß Teller parallel verwendet werden.
  • Man bietet Fingerfood an, ohne Teller zur Verfügung zu stellen.
Eine außergewöhnliche Idee hatte ein Kollege in Hongkong. Jeder Gast, der am Buffet mehr auflädt, als er ißt, muß umgerechnet 47 Cent pro Unze Strafe bezahlen.(Quelle: "Geldstrafe für Gäste, die nicht aufessen", in: SL-Marketing & Managment vom 25. April 2007).

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Kostenlose Fotos fuer Blog-Postings.

Als gelernter Fotograf hat Achim Maurer viele Fotos, die da so auf seiner Festplatte herumliegen und mit denen kaum etwas geschieht. Deswegen hat er noch auf dem Barcamp in Frankfurt beschlossen, einen Benutzer auf Sevenload einzurichten nur mit Fotos für Blog-Postings. Er schreibt dazu in seinem Beitrag "Fortsetzung Projekt: Blog-Post-Foto-Pool"):
"Sämtliche Bilder unter dem Benutzer Alm-Studio's Blog-Fotos könnt Ihr in Zukunft für Eure Blog-Postings kostenlos verwenden, unter der Bedingung, dass Ihr am Ende des Artikels auf www.almstudio.at verweist. Die kostenfreie Nutzung gilt ausschließlich für Blog-Postings, nichts anderes. Dabei verlasse ich mich auf Euer Blogger-Ehrenwort."
Wie geht das technisch:
"Einfach in den Alben ein Bild aussuchen, auf 'extern verwenden' klicken und den angebotenen Quelltext in den Post einsetzen. Nach Bedarf kann man hier verschiedene Größen sich aussuchen. Die maximale Größe beträgt 600 Pixel in der Breite."
Um Mißverständnisse bei meinen Lesern zu vermeiden, die etwa als Gastronom die Website Ihres Betriebs in Form eines Blogs betreiben:
  • Die von Achim Maurer erteilte Erlaubnis zur kostenlosen Nutzung gilt nur für Blog-Postings, nicht für die anderen Elemente eines Blogs, etwa die Navigationsspalten oder den Kopf des Blogs. Wenn Ihr dafür ein Foto bei Achim Maurer findet, könnt Ihr ihn natürlich fragen, was er für eine solche Verwendung haben möchte.
  • Verwenden dürft Ihr seine Fotos kostenlos auch nicht für Eure Prospekte, Flyer, Speisekarten usw. Aber auch in solchen Fällen kann man mit Achim Maurer wie mit anderen Fotografen über einen angemessenen Preis verhandeln.
Zu den Bildern von Achim Maurer auf Sevenload. Darunter ist auch eine Sammlung von Nahrungsmittel-Fotos.

Dort habe ich z.B. folgendes Foto gefunden. Es sind auch größere Darstellungen bis 600 Pixel möglich:

'Alm-Studio's Blog-Fotos Food' von Alm-Studio's Blog-Fotos

Foto: www.almstudio.at

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Acai-Drinks von BioAmazon.

Rainer Welke gründete 1973 einen der ersten Bioläden in Deutschland (der später in die Superbiomarkt-AG überging), baute wenig später den Großhandel Biogarten in München auf und gründete schließlich den Getreidehandel Rainer Welke in Münster, aus dem sich später die Firma Davert entwickelte. Als Geschäftsführer der Firma Davert GmbH machte er das Unternehmen zu einem der führenden Naturkostanbieter in Deutschland. Im Jahre 2003 begann er sich allmählich aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen, um sich mit Leib und Seele seiner neuen Idee im amazonischen Regenwald zu widmen. Vor 2 Jahren hat Rainer Welke im Norden des Amazonas zusammen mit seiner brasilianischen Frau Telma die Firma Amazon Organic gegründet. Ihr Ziel war es, eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel dieser Region, Açai, auch in kontrolliert-biologischer Qualität zu entwickeln. In Deutschland gründete er die Firma BioAmazon, die die Früchte und deren Zubereitung in Europa vertreibt.

BioAmazon schreibt auf ihrer Website über die Frucht Açai:
"Kaum eine andere tropische Frucht erlebt derzeit einen spektakuläreren Aufschwung als die kleine Beere der amazonischen Acai-Palme (sprich: A-ssa-i). Ursprünglich Grundnahrungsmittel der Bevölkerung des nördlichen Amazonas, gilt Acai entdeckt von der Surfer- und Wellnessszene – mittlerweile auch in den Metropolen Süd-Brasiliens als die Fitnessfrucht und als das absolute kultige Lifestylegetränk.

Von Rio aus startete Acai seinen Siegeszug in die USA und Fernost. Auch hier hat die Fitness- und Gesundheitsszene inzwischen die kleine Powerbeere entdeckt. Namhafte Sportler und Schauspieler sind mittlerweile überzeugte Acai-Fans.

In Europa ist Acai bisher noch relativ unbekannt. Mit BioAmazon Acai Vitaldrink können Sie jetzt südamerikanische Lebensfreude, Vitalität und Exotik tanken und gleichzeitig viel für Ihre Gesundheit und für den Erhalt des brasilianischen Regenwaldes tun."
Es gibt die Açai Vitaldrinks von BioAmazon in den Sorten:
  • Original
  • mit Guarana
  • mit Ananas-Mango
Diese Produkte wurden erstmals auf der Biofach 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt (Verköstigung am Stand von Voelkel) und sind im Naturkosthandel erhältlich. Ein Direktvertrieb ist geplant.

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Glossner Original Neumarkter Bio-Bier.

Die Brauerei Franz Xaver Glossner aus Neumarkt in der Operpfalz braut ein "Glossner Original Neumarkter Bio-Gold".

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Maguna AG.

Wer zufällig auf die Website des Schweizer Mineralbrunnens Maguna AG stößt, wundert sich, wie offen dieses Unternehmen seime Ziele und internen Strukturen kommuniziert.

Doch leider handelt es sich nur um ein fiktives Unternehmen, eine Fallstudie des Schweizer Schulbuchverlags Sauerländer, der mit seiner Websites Booksites.ch zu den Themen Wirtschaft und Recht, Recht und Gesellschaft und Information / Kommunikation / Administration vielfältige Zusatzinformationen zu den entsprechenden Schulbüchern bietet.

Energieeinsparverordnung.

Die Bundesregierung hat ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für Architekten, Bausachverständige und Energieberater beschlossen, die Energieausweise für Gebäude erstellen dürfen. Verschämt nennt sie dies Energieeinsparverordnung (EnEV), obwohl durch das Drucken und Beschmieren von Papier keine Energie eingespart wird - ganz im Gegenteil.

Mieter und Pächter müssen sich ab 2008 auf höhere Nebenkosten einstellen. Besonders teuer wird es für Mieter in Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen, die vor 1977 gebaut wurden und den Standard der Wärmeverordnung nicht erreichen. Denn für diese Gebäude muss ein besonders aufwendiger "Bedarfsausweis" erstellt werden.

Mehr darüber: "Energiepass für Gebäude" von Bundesregierung.de.

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Gaeste und Wirte gegen Rauchverbot.

70% der Österreicher sind für die Einrichtung von Raucher- und Nichtbereichen in der Gastronomie, 21% der Österreicher sind für ein generelles Rauchverbot. Das ergab eine vom Institut Österreichische Gesellschaft für Marketing durchgeführte Befragung von 1.001 Österreichern aller Bundesländer, Alters- und Berufsgruppen. Selbst von den Nichtrauchern plädierten 67% für zwei Bereiche und nur 26% votierten für ein Rauchverbot.
"Das zeigt, dass die Österreicher den Weg des Miteinander und der Gemütlichkeit gehen wollen. Bevormundung und Verbote sind der falsche Weg"
kommentiert Stefanie Werger, Sängerin und Buchautorin, das Ergebnis.
"Damit Raucher ihre Stimme in diesem Sinn erheben und sich nicht alles gefallen lassen, habe ich mein Buch geschrieben"
kündigt Stefanie Werger die Sonderedition ihres Buches "Ich rauche" an.

Aus eigener Erfahrung wissen die Trafikanten, dass die Raucher, ihre Kunden, die derzeitigen Vorschläge und Pläne rund ums Rauchen als Kesseltreiben empfinden.
"Allerdings traut sich heute kaum noch ein Raucher, so wie Frau Werger die Stimme zu erheben. Wir wollen unseren Kunden eine Stimme verleihen, aber auch Gelegenheit geben, Gutes zu tun"
führt Trinkl aus.

1 Euro jedes verkauften Buches von "Ich rauche" geht daher an die Aktion "Raucher helfen". Trafikanten und Großhandel verzichten dafür auf einen Großteil der üblichen Spanne. Das Geld wird von der Organisation "Licht in Dunkel" verwaltet und einem guten Zweck gewidmet.
"Wir Trafikanten bekennen uns zum Jugend- und Nichtraucherschutz und unterstützen daher den Weg der Gastronomie"
stellt Komm.Rat Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums Tabaktrafikanten klar.
"Egal ob freiwillig oder rechtlich verbindlich, ob in der Gastronomie oder in öffentlichen Gebäuden wie Flughäfen oder Bahnhöfen – es muss ein Miteinander geben, bei dem Rauchern ein menschenwürdiger Platz bleibt"
schlägt Trinkl als österreichische Lösung vor. Nicht Verbote, Kreativität ist gefragt – bei der Kennzeichnung der Lokale, bei der Belüftung, bei der Information der Kunden und Gäste, bei der Aufteilung der Bereiche für Raucher und Nichtraucher.

In der Umfrage zu Rauchverboten wurden auch Motive abgefragt: 63% der Befragten begründeten ihre Ablehnung eines Rauchverbots damit, dass die Wahlmöglichkeit zwischen Nichtraucher- und Raucherbereich einfach besser sei. Die Umfrage ergab weiters, dass Nichtraucher sich mit Rauchern meist in Raucherbereiche setzen (67%), 30% der Nichtraucher wollen sich dabei nur in Nichtraucherbereiche setzen. Bei der Aufteilung sind die Österreicher salomonisch: 49% wollen, dass der Nichtraucherbereich 50% der Fläche ausmacht. Auch die relative Mehrheit der Nichtraucher ist für 50/50. Ein generelles Rauchverbot würde das Ausgehverhalten in Summe verändern. 9% der Nichtraucher würden häufiger ausgehen, immerhin 35% der Raucher würden dann aber seltener ausgehen. Hier käme es zu einer Verlagerung in den privaten Bereich, was für die gewerbliche Gastronomie negative Auswirkungen hätte.

(Quelle: Pressemitteilung der Wirtschaftskammer Wien).

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Mittwoch, April 25, 2007

Bier-Matadore in gemeinsamer Mission.

Kelheim, 25. April 2007: In der Brauer-Szene sind Garrett Oliver und Hans-Peter Drexler hinlänglich bekannt: Hans-Peter Drexler als Braumeister von Schneider Weisse und der Amerikaner Garrett Oliver als Buchautor und Braumeister der Brooklyn Brewery in New York. Beide gelten als ausgesprochene Bier-Experten und sitzen in den Jurys internationaler Verkostungsrunden und Spezialitäten-Wettbewerbe. Am 9. Mai wagen sie sich in der Privaten Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH in Kelheim an ihr erstes gemeinsames Projekt: Zusammen brauen sie einen Sud "Schneider & Brooklyner Hopfen-Weisse".
Monatelang haben sie immer wieder über ihre Kreation sinniert. Nun haben sie eine gemeinsame Vorstellung vom Ergebnis:
"Wir brauen ein kräftiges Weissbier mit Rohstoffen aus der Kelheimer Gegend. Das deutliche Hopfenaroma stammt von Saphir, einer neuen Hopfensorte aus der Hallertau. Die 'Schneider & Brooklyner Hopfen-Weisse' wird fruchtig und erfrischend schmecken mit einer ausgeprägten und ganz besonderen Hopfenblume"
meint Braumeister Hans-Peter Drexler. Diese Mischung aus Bayerischer Braukunst und Amerikanischem Erfindergeist wird in jedem Fall eine echte Rarität. Von diesem Bier wird es weltweit nur einen einzigen Sud geben.

Mit dem fertigen Bier ist Mitte Juni zu rechnen. Nach dem Einbrauen am 9. Mai folgt eine vierwöchige Gärung und Reifung in der Flasche. Eine kleine Menge des Sudes kommt in den Weissen Brauhäusern in Kelheim und München zum Ausschank. Der Rest geht über den Ozean an die amerikanische Ostküste. Für Mitte Juli ist ein Gegenbesuch geplant. Dann reist Hans-Peter Drexler in die USA und braut mit Garrett Oliver in der Brooklyn Brewery einen anderen Sud. Dieser steht bislang noch in der Planung.

Die Einladung zu einem Pressegespräch und Biermenü mit Hans-Peter Drexler und Garrett Oliver am 9. Mai 2007 im Schneider Weisse-Sudhaus in Kelheim bzw. im "Weissen Brauhaus" in Kelheim habe ich gerne angenommen und werde darüber berichten.

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Rotierende Produktanzeige.

Amazon.de erlaubt jetzt auch eine rotierende Produktanzeige in Einzeltitellinks.

Bei jedem neuen Request wird ein anderes aus einer Reihe von Produkten angezeigt, die der Affiliate sich aus dem Sortiment von Amazon.de frei wählen kann.

Sinn macht der Einsatz dieses Werbemittels, wenn die Website bzw. Page des Affiliates von vielen Kunden wiederholt besucht wird und darauf wenig Platz für Produktplazierungen ist.

Sie könnten auf der Website Ihres gastgewerblichen Betriebs verschieden Bücher oder auch andere Produkte, die für die Besucher Ihrer Website von Interesse sein könnten, rotieren lassen.

Ich lasse demonstrativ in der rechten Navigationsspalte dieses Blogs zwei Bücher von Markus und Stolpmann und mir, die demnächst herauskommen werden, rotieren.

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Die wichtigsten Tipps zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Der Verlag Businessvillage hat in seiner Reihe MiniBooks zum kostenlosen Download das MiniBook "Alle Gleich! Die wichtigsten Tipps zum AGG" veröffentlicht. Er schreibt dazu:
"Mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) erfährt das deutsche Arbeitsrecht einschneidende Veränderungen. Bei Missachtung drohen hohe Strafzahlungen und teure Gerichtsprozesse. Aber was ist eine Benachteiligung? Wie sieht eine geschlechtsneutrale Stellenausschreibung aus? Wie beugt der kluge Arbeitgeber vor?

Das AGG ist im Grunde einfach ein Verbot willkürlicher Entscheidungen. Der Arbeitgeber muss seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundsätzlich gleich behandeln. Behandelt er sie ungleich, muss er dafür einen sachlichen Grund haben. Das AGG soll Menschen davor schützen, wegen ihrer unveränderbaren – Eigenschaften benachteiligt zu werden, ohne dass es hierfür gute Gründe gibt. Für den Arbeitgeber ist dies oftmals schwer einzuschätzen, zum Beispiel sind seine wirtschaftlichen Gründe nicht zwangsläufig „gute Gründe“."

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Essen fotografieren.

Als Kommentar zu meinem Eintrag "Fingerfood vom Lan" hat Jörg Meyer vom Landgasthof Meyer-Bünne Tipps aus seinem Erfahrungsschatz beim Fotografieren von Speisen gegeben.

Ein paar weitere Links mit weiteren Tipps:

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Culinary Fool.

Culinary Fool nennt sich Brenda Pederson, eine Unternehmensberaterin aus Seattle, die eine Vielzahl interessanter Fotos in der Online-Foto-Community Flickr veröffentlicht hat.

Auch für ihren Blog Culinary Fool nutzt Brenda Pederson fremden Webspace bzw. den Service Microsoft Webspaces. Er dreht sich um kulinarische und Ccocktail-Abenteuer in ihrer Küche, in der Stadt und manchmal in der ganzen Welt. Und natürlich sind die Beiträge reich bebildert.

Sie absolviert gerade einen Kurs über die Wurstherstellung an der Kochschule Culinary Communion: "Culinary Communion: Charcuterie Class". In früheren Kursen hat sie sich mit Brot und Gänseleberpastete beschäftigt.

Präsent ist Brenda Pederson auch in The Spirit World, einem von 15 Blogs des Well Fed Netzwerks, das ich Ihnen schon in einem früheren Beitrag vorgestellt habe: "Well Fed Network".

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Bierfeste feiern wie sie fallen.

Vom 22. bis 31. Juli 2007 findet in Forchheim das Annafest statt, eines der schönsten Bierfeste, dem ich den Vorzug gebe vor der Kulmbacher Bierwoche, Erlangener Bergkirchweih oder dem Münchener Oktoberfest, auch wegen der Qualität der jeweils ausgeschenkten Biere. Wobei ich die Sandkerwa in Bamberg genauso hoch einschätze wie das Annafest.

Das Annafest erfreut sich mittlerweile auch bei vielen amerikanischen Bierliebhabern großer Sympathie, zumal sich der Besuch des Annafestes mit dem Besuch des Great British Beer Festival vom 7. bis 11. August 2007 in London zeitlich besser verbinden läßt als mit der Bamberger Sandkerwa vom 23 bis 27. August 2007.

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Dienstag, April 24, 2007

Freunde von Veltins Plus.

VPlusFirends.de ist eine für die Teilnehmer kostenlose Anbagger-Website zur Vermarktung der Biermixgetränke-Range von Veltins. Nicht schlecht, denn beschwipste Weiber sind wohl leichter rumzukriegen. Die Designer des Radler-Flirt-Portals sind echte cool: "Vlirten, Vreizeit, Verien". Wer sich sowas ausdenkt, muß cool sein. Oder besoffen.

Die Funktion VlirtVinder (auch cool!) erlaubt es, aus vorgeschlagenen Kandidaten/Kandidatinnen solche auszuwählen, die einem/einer gefallen. Ist die Sympathie gegenseiig, wird man per E-Mail darüber informiert. So cool wie bei einem Speed-Dating.

Wie bei fast allen Hirngespinsten von Marketingfuzzis muß man bei der Registrierung mehr Daten angeben als unbedingt notwendig. Wer will, kann sich auch ausziehen und sein Einverständnis erklären:
  • Ich bin damit einverstanden, dass Veltins mich unter dieser Nummer kostenlos per SMS über aktuelle Aktionen und Angebote informiert. Eine Weitergabe meiner Nummer an Dritte ist ausgeschlossen.
  • Ich bin einverstanden, dass Veltins den Nickname und das Foto aus meinem Profil bei öffentlichen Veranstaltungen für Projektionen verwendet.
Die Datenkank ist recht gut gefüllt. Zum Beispiel finden sich in meiner Postleitzone 15 Frauen und 31 Männer, also das typische Verhältnis vergleichbarer Singlebörsen. Das Alter der Teilnehmer ist etwas jünger, passend zur Zielgruppe der Radler-Genießer. Regional scheint der Westen Deutschlands überproportional vertreten zu sein.

Siehe auch unsere früheren Beiträge:

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Berlin Plaza Hotel Blog.

Das Berlin Plaza Hotel am Kurfürstendamm hat einen Blog: Berlin Plaza Hotel Blog. Auf der Startseite steht geschrieben:
"Just the first Berlin hotel weblog"
Für die Entscheidung für ein Hotel-Blog hat der Geschäftsführer Frank Hägele gute Gründe:
"Warum ein Weblog? Das Berlin Plaza Hotel hat doch schon eine Website. Warum jetzt noch einen Weblog und was macht den Unterschied zu der Website aus?

Dieser Weblog öffnet einen Blick hinter die Kulissen des täglichen Geschehens im und rund um das Hotel. Hier werden persönliche Eindrücke geschildert, Momentaufnahmen geliefert, Tipps zum Einkaufen gegeben, Wettervorhersagen versucht, wird Insiderwissen vermittelt, Hintergründiges recherchiert, Aktuelles kommentiert, Kurioses gesammelt und Anderen die Möglichkeit geboten, Kommentare einzugeben.

Die Protagonisten dieses Blogs: das Hotel, der Kurfürstendamm, Berlin, der Autor: Frank Hägele und viele Kommentatoren."
Das Berlin Plaza Hotel hat auf der CEBIT im März 2007 den 3. Preis des NEG Website Award für die "beste Unternehmenspräsentation" von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bekommen, welche die Bedeutung des Mediums Internet für ihre geschäftlichen Aktivitäten erkannt haben und die Möglichkeiten des Internets in vorbildlicher Weise nutzen. Beworben hatten sich rund tausend Unternehmen. (Zur Preisverleihung: siehe "Ehrliche Rührung", in: ad hoc, Handelsblatt Weblog, vom 16. März 2007).

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SuperBlogs 2007.

Im Februar letzten Jahres habe ich Ihnen das damals neue Blog "Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn" vorgestellt, zum Lesen empfohlen und Ihnen versprochen, "Sie werden sich amüsieren": "Kundenklobber".

Gestern wurde publiziert, daß dieses Blog in der Kategorie "Buch, Literatur & Hörbuch" der SuperBlogs 2007 mit großem Vorsprung zum Sieger gewählt worden ist. Herzlichen Glückwunsch!

Die "SuperBlogs" sind eine clevere Marketingaktion von Hitflip. Siehe dazu meinen alten Beitrag "Auszeichnungen / Awards - oft nur ein Marketing-Trick".

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Kein Rauchverbot bei Bayerischer Bierwoche in Beilngries.

Vorweg: Ich habe Siegfried Gallus (Hotel Gasthof Gallus in Beilngries) zugeschaut, wie er auf der HOGA 2006 in Nürnberg seine Gruppe Mini-Köche präsentiert hat, und ich muß sagen, ich bin beeindruckt von der Energie und dem Charme dieses Kollegen.

Trotzdem konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, als ich dies gelesen habe: "Gallus stinksauer" von Josef Riedl, in: Donaukurier vom 22. April 2007.

Da verkündet er als frisch gewählter 1. Vorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband im letzten Jahr par ordre de Mufti eine umstrittende, nicht abgestimmte Position für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie, und wird heuer vor die Alternative gestellt, sein angestammtes Zelt auf der Bayerischen Bierwoche vom 21. April bis 01. Mai 2007 auf dem Beilngrieser Volksfestplatz entweder als Raucherzelt oder gar nicht zu betreiben. Und das auch noch per einstimmigem Beschluß des Volksfestausschusses.

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Montag, April 23, 2007

Wird Bier teurer?

Als hätte ich es geahnt, propagiert der Verband Privater Brauereien in Bayern eine Bierpreiserhöhung: "Bier voraussichtlich bald teurer", in: Focus vom 22. April 2007.

Damit wir uns nicht mißverstehen: Ich habe beileibe nichts dagegen, wenn Brauereien ihre Preise zu erhöhen versuchen. Wer gegen staatlich regulierte Mindestlöhne ist, muß auch gegen regulierte Preise für Bier sein. Aber es ist nicht zu akzeptieren, wenn Brauereien unter sich Preise absprechen oder wenn ihre Verbände Preiserhöhungen ihrer Mitglieder koordinieren, insbesondere wenn sie den Zeitpunkt und die Höhe vorgeben:
"spätestens im Herbst oder Winter ... um 25 bis 30 Cent pro Kasten..."
Bundeskartellamt, bitte übernehmen Sie!

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Im Wirtshaus - Eine Geschichte der Wiener Geselligkeit.

Im Atrium des Wien Museums werden vom 18. April bis 23. September 2007 23 typische Wiener Wirtshäuser präsentiert - mit Originalobjekten, Speisekarten und Fotodokumenten: "The Local Tavern - History of Viennese conviviality".Das Wien Museum schreibt dazu in einer Pressemitteilung:
"Erste große Ausstellung zur Wiener Gasthauskultur

Essen, trinken, Schmäh führen, Karten spielen, anbandeln, politisieren. Als Ort der Geselligkeit ist das Wiener Wirtshaus seit Jahrhunderten ein Fixpunkt. Doch als Mythos rangiert es hinter Kaffeehaus und Heurigem. Denn das Beisl ums Eck steht für städtischen Normalbetrieb. Zugleich ist es ein Mikrokosmos des Alltäglichen. Das Wien Museum Karlsplatz zeigt nun die erste große kulturhistorische Ausstellung zur Wiener Gasthauskultur: 'Im Wirtshaus'.

Das Wirtshaus existiert in vielen Varianten. Um 1800 wird von dumpfen Weinkellern ebenso berichtet wie von gutbürgerlichen Gaststätten. Der Trakteur war eine Frühform der Schnellgastronomie, in der Weinhalle versackten die stillen Zecher. Vor 150 Jahren waren riesige Etablissements mit Extrazimmern und Tanzsälen populär. Und es entstanden in den schnell wachsenden Arbeiterbezirken zahllose kleine Beisln. Im 20. Jahrhundert hatte das Wirtshaus oft mit anderen Nahversorgern wie den Schnellimbissen zu kämpfen, dazu kam der Verlust des Ausschank-Monopols. Nach der Beisl-Renaissance Ende der 70er Jahre kann man heute von einer Blüte der Wiener Gasthauskultur sprechen: Das Spektrum reicht vom Edel-Wirtshaus mit neu interpretierter Wiener Küche bis zum erdigen Beisl.

Stehschank und Stammtisch

Bei aller Verschiedenheit gibt es typische Merkmale eines Wirtshauses: Die Stehschank mit der wuchtigen Kühlwand, der Stammtisch, die Schiefertafel mit den Klassikern der Wiener Fleischküche. Aber es kommt auch auf den Besuchermix an - und auf die „organisierte“ Geselligkeit: Im halböffentlichen Raum des Wirtshauses treffen sich seit jeher Stammtischrunden, Vereine und politische Gesinnungsfreunde.

Neben diesen Themen erzählt die Ausstellung vom Wirtshaus als Vergnügungsort, von Musik, Tanz und der berüchtigten Lokalszene in Neulerchenfeld. Weiters auf dem 'Menüplan': Der Wirt und die Wirtin als - oft berühmte - Hauptfiguren; Bier und Wein, die lange in Konkurrenz standen; Alkoholismus und Abstinenzler-Bewegung u. v. m. Zu sehen sind rund 700 Objekte, u. a. historisches Küchengerät, Speisekarten, Schilder & Fässer, Hauszeichen, Möbel, Plakate, Filmausschnitte, Flugschriften und Kunstwerke. Zusätzlich wird im Atrium des Museums am Beispiel von 23 Lokalen eine Typologie der aktuellen Wiener Wirtshauskultur präsentiert.

Rundgang durch die Ausstellung

Was ist typisch für ein Wiener Wirtshaus? Mit dieser Fragestellung wird der Besucher zu Beginn der Schau konfrontiert: Sind es die Wirtsleute? Die 'Budel'? Oder das Maggi-Ensemble? Trotz vieler Varianten lassen sich gewisse Konstanten feststellen. So ist die klassische Einrichtung eines Wirtshauses standardisiertes anonymes Design, Resultat eines über Jahrhunderte optimierten Funktionalismus.

Von solchen generellen Überlegungen ausgehend, eröffnet sich ein historisches Panorama der Wiener Gastwirtschaft. Früheste Spuren führen in die Römerzeit. Erst kürzlich wurde im heutigen 3. Bezirk eine römische Garküche von Archäologen entdeckt. Fundstücke daraus sind in der Ausstellung erstmals öffentlich zu sehen. Diese Attraktion ist der Wiener Stadtarchäologie zu verdanken, die in monatelanger Detailarbeit den Fund gesichert und wissenschaftlich bearbeitet hat.

Neulerchenfeld:


von 155 Häusern 83 Wirtshäuser Öffentliche Wirtshäuser im heutigen Sinne entstanden erst in der Neuzeit, wobei im 19. Jahrhundert ein richtiger Boom einsetzte. Dieser machte sich vor allem in den Vororten bemerkbar, denn außerhalb des Linienwalls waren Essen und Trinken auch aus steuerlichen Gründen preiswerter. Als Fallbeispiel wird Neulerchenfeld vorgestellt, das als 'Größtes Wirtshaus des Heiligen Römischen Reiches' bezeichnet wurde. 1803 hatten dort von 155 Häusern 83 Bier- oder Weinausschank. Typisch für die Wirtshauskultur der Zeit war auch das Etablissement Schwender in Fünfhaus, das neben Weinhalle, Bierkeller, Sängerstube und Kegelbahn große Tanzsäle umfasste. Dort spielten unter anderem Johann und Josef Strauß mit ihren Orchestern auf.

Mit dem rasanten Bevölkerungswachstum in den Arbeiterbezirken in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg auch die Zahl der einfachen Beisln, die lange Zeit wichtige Nahversorger-Funktionen übernahmen. Neue Einkaufsmöglichkeiten und veränderte Konsumgewohnheiten führten spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem 'Wirtshaussterben'. Die Ausstellung führt bis in die jüngste Vergangenheit inklusive der Beisl-Renaissance ab den 1970er Jahren. Der Begriff 'Beisl' wurde in dieser Zeit von seinem negativen Image befreit und zugleich erweitert. Mit 'Beisl' bezeichnete man ab sofort auch die boomenden Szenelokale.

Fünf Extrazimmer mit thematischen Schwerpunkten

Die Schau setzt in fünf 'Extrazimmern' Schwerpunkte. Eines ist dem Personal und den Wirtsleuten gewidmet, die untrennbar mit der Institution Wirtshaus verbunden sind. Legendär die Wirtin des Gmoa-Kellers, die ein strenges Regiment führte und bei Gelegenheit selbst dem seinerzeitigen Bundeskanzler Franz Vranitzky kurzfristig den Eintritt verwehrte.

Vereine und der Stammtisch stehen ebenfalls im Fokus. Während in der Anfangsblüte des Vereinswesens noch die literarischen, politischen oder 'Wissensvereine' dominierten, rückte später immer mehr das Hobby in den Mittelpunkt, ob das nun Taubenzüchten oder Fußball ist. Beim Stammtisch ist der Name Programm: Hier gelten ungeschriebene Regeln und Gesetze, die ein Außenstehender zu beachten hat. Und es stellt sich die Frage, wie viel Platz und welche Rollen im Gasthaus für Frauen vorgesehen waren bzw. sind.

Um organisierte Treffen geht es auch im 'Politik-Extrazimmer'. Denn der halb-öffentliche Raum des Wirtshauses bot schon immer beste Gelegenheit für konspirative Zusammenkünfte, wie etwa der revolutionären Studenten und Bürger im Jahre 1848. Die Angst vor unkontrollierbarem Aufruhr hat über Jahrhunderte hinweg das Misstrauen der Obrigkeit ausgelöst, mit Verboten und Bespitzelungen als Folge. Für die Sozialdemokraten war es zur Mobilisierung der Wählerschaft ebenso wichtig wie für die Bürgerlichen.

Derbe Tänze, zotige Lieder

Musik, Tanz und Spiel haben seit jeher Publikum angelockt. Als Musiker von Schenke zu Schenke zu ziehen, war bis ins 19. Jahrhundert als Versorgungsjob armen Studenten und Kriegsinvaliden vorbehalten. Derbe Tänze und zotige Lieder mischten sich mit Kritik an der Obrigkeit, oft sehr zum Missfallen der Zensur. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts verlor die Live-Musik an Bedeutung.

Ein weiteres 'Extrazimmer' ist schließlich dem Essen und Trinken gewidmet. Hier wird die deftige Wiener Fleischküche als Hauptspeise serviert, begleitet von Beilagen wie den vegetarischen Alternativen, die zumindest in Notzeiten eine wichtige Rolle gespielt haben. Ein großes Thema sind die vornehmlich alkoholischen Getränke. Dass im Wirtshaus lange Zeit mehr Wein als Bier konsumiert wurde, ist heute kaum mehr jemandem bewusst. Die immer wieder kehrenden Debatten rund um den Alkoholismus haben jedenfalls in der Geschichte des Wirtshauses ihre Spuren hinterlassen.

Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit zahlreichen Wiener Wirten und der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien. Die Präsentation im Atrium bringt 23 typische Wirtshäuser direkt ins Museum - mit außergewöhnlichen Originalobjekten, Speisekarten und Fotodokumenten: ein Panorama der florierenden aktuellen Wirtshauskultur. Das Wien Museum bedankt sich zudem ganz herzlich bei der Wiener Stadtarchäologie, ohne deren Einsatz die Fundstücke des frühesten bekannten Wiener Wirtshauses aus der Römerzeit nicht in der Ausstellung zu sehen wären.

Kinderwirtschaft & Wirtshauskost im Wien Museum Karlsplatz

Das Wien Museum Karlsplatz bietet im Atrium wieder Spielmöglichkeiten für Kinder. Unter dem Motto 'Kinderwirtschaft' steht dem Nachwuchs eine eigene Spiel-Schank und Stammtische zur Verfügung. Man kann sich als Wirt/in oder Kellner/in verkleiden, Brettspiele ausprobieren oder mit Bierdeckeln eigene (Wirts-)Häuser bauen. Wer in der Ausstellung Appetit bekommen hat, kann sich außerdem im Museumsbeisl (ebenfalls im Atrium) verköstigen lassen. Während der Dauer der Ausstellung versorgt Jürgen Wiesenhofer vom Cateringunternehmen Apartment 02 die Besucher/innen mit Schmankerln und Klassikern der Wiener Küche - vom 'Gselchten' mit Kraut und Knödel bis zur Tafelspitzsulz. Außerdem gibt es sonntags von 9 bis 13 Uhr einen Familienbrunch mit Wiener Frühstücksbuffet."

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Bier-Content vom Feinsten.

Heute, am Tag des Bieres, startet, wie von mir angekündigt ("Der Standard" thematisiert Bier"), die österreichische Tageszeitung "Der Standard" ihre Rubrik Bier.

Was gibt es alles zu lesen?
  • Conrad Seidls wöchentliche Bier-Kolumne (immer ab Montag), diesmal über das Reinheitsgebot: "Ein Prost auf den Tag des Bieres!". Conrad Seidl spuckt den Propagandisten des "Reinheitsgebots" gehörig in die Maische:
    "Das Reinheitsgebot begünstigt die großen deutschen Brauereien, indem den Biertrinkern suggeriert wird, dass ohnehin alle Biere, die den Auflagen des Reinheitsgebots genügen, gleich „rein“ und damit gleich gut wären. Das ist Unsinn: Es gibt große Brauereien mit sehr interessanten Bieren – und andere mit sehr faden. Es gibt auch kleine Brauereien, (die sich noch nie einen Fernsehspot leisten konnten), mit Bieren, ebenso wenig eine besondere Erwähnung verdienen – und andere, die einfach tolles Bier brauen, das noch seiner Endeckung harrt."
  • Aktuelle Biertermine (unter anderem von der Kampagne für Gutes Bier in Österreich).
  • Immer ab Freitag: das Bier der Woche, diesmal "Eegit Stout"
  • Termine rund ums Bier: Bierkalender,
  • News
  • Gewinnspiele etc.
Ich bin begeistert. Aber ich frage mich auch, warum insbesondere die "Süddeutsche Zeitung" sowas nicht bietet?
  • Bayern, das Hauptverbreitungsgebiet der Süddeutschen Zeitung, ist zumindest so bieraffin wie Östereich.
  • Der Verlag der "Süddeutschen Zeitung" ist an der Tageszeitung "Der Standard" beteiligt. Sind die in München zu blöde, für einen Know-How- oder Content-Transfer zu sorgen?

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Kuriose Namen von Gaststaetten.

Die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung widmet sich einem meiner Lieblingsthemen "Ungewöhnliche Restaurantnamen" und hat wirklich schöne Beispiele recycelt oder auch neu entdeckt:
  • "Bar jeder Vernunft",
  • "Hausbar"
  • das Café "An einem Sonntag im August",
  • "Kauf dich glücklich".
  • die Bar "Ick koof mir Dave Lombardo, wenn ick reich bin".
  • das Kreuzberger Restaurant "Mädchen ohne Abitur".
Siehe dazu auch: "Namenswahl bei einem Relaunch - das Beispiel "Kuechenwerkstatt" und die dort angegebenen Links.

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Die besten Biere der Welt.

Beeindruckt von der Kompetenz des Autors Paul Katzenberger habe ich eine Rezension des Buches "Die hundert besten Biere der Welt" gelesen, die in der Süddeutschen Zeitung vom 23. April 2007 veröffentlicht worden ist: "Bier-Bibel oder Hassobjekt".

Ab und zu irrt aber auch der Kritiker des Buches:
"Biere wie etwa das 'Bamberger Klosterbräu Gold', das 'Hübner Bräu Vollbier', das "Eschawecka Zoiglbier' und etliche weitere der genannten Biere werden nur in Kleinstmengen von wenigen tausend Hektolitern pro Jahr produziert und sind daher den Biertrinkern in ihrer Region vorbehalten."
Beim Hübner Bräu Vollbier stimmt das. Davon werden pro Jahr ca. 6000 Hektoliter gebraut, wie man mir gerade am Telefon verraten hat. Ob vom Klosterbräu Gold mehrere tausend Hektoliter pro Jahr gebraut werde, möchte ich bezweifeln. Mit ein paar Tausende Hektolitern für alle Sorten einer Brauerei ist man in Oberfranken schon ein kleiner Gott. Von "Kleinstmengen" würde ich hier bei uns erst reden, wenn es sich um ein paar Hundert Hektoliter pro Jahr und Brauerei handelt. Insbesondere von saisonalen Bieren werden mitunter nur ein paar Dutzend Hektoliter jedes Jahr gebraut. Je nach Volumen pro Sud (z.B. 9 Hektoliter wie bei Drei Kronen in Memmelsdorf oder 45 Hektoliter bei der Brauerei Kundmüller in Weiher) und der Anzahl Sude, die man einer Sorte gönnt. Wenn ich etwa vom "Mönchsambacher Maibock" in diesem Jahr 2 Hektoliter abbekommen sollte, breche ich in Jubel aus, denn dieses Bier ist in der Regel am Tag des Bockbieranstichs (1. Mai) schon ausverkauft bzw. vorverkauft. Vielleicht schicke ihm mal ein Franken-Bier-Quartett.

Der Grund dafür, daß man solche Biere außerhalb ihrer Heimat kaum bekommt, liegt nicht in der Tatsache begründet, daß es zu wenig davon gibt. Viele Brauereien haben noch Kapazitäten frei. Der Grund liegt in den allzu hohen Distributionskosten und in der begrenzten Haltbarkeit. Gerade die besten Bieren haben eine Mindesthaltbarkeitsdauer von nur 3 Monaten. Da verbietet es sich, diese Biere in einem indirekten Vertriebskanal irgendwohin zu verkaufen, wo man als Erzeuger keine Kontrolle über den Abverkauf hat und seinen guten Ruf riskiert, weil das Bier an Qualität verloren hat oder gar verdorben ist, wenn der Verbraucher Monate später die Flasche öffnet oder das Partyfaß ansticht. Siehe dazu unseren früheren Beitrag über die begrenzte Haltbarkeit als Alleinstellungsmerkmal.

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Umsatzrueckgaenge infolge Rauchverbot in BordBistros der Deutschen Bahn.

Irgendwie ist es gerecht, aber es kann einem auch angst und bange werden. Ausgerechnet die Gastronomie der staatseigenen Deutschen Bahn hat wegen des in den Fernzügen verhängten Rauchverbots Millionenverluste eingefahren: "Millionenverlust durch Rauchverbot". , in: Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung vom 23. April 2007.

Die Ergebnisse kann man durchaus als gute Prognose für die Folgen eines gesetzlichen Rauchverbots in der deutschen Gastronomie sehen, denn auch in Schottland haben sich ähnliche Ergebnisse gezeigt:
  • Der Getränkeumsatz geht stark zurück.
  • Der Essensumsatz nimmt zu.
  • Unterm Strich bleibt ein Minus von 15 Prozent.
Anders ausgedrückt: Knapp einhunderttausend Arbeitsplätze gehen verloren.

Da ist es zumindest konsequent, wenn man schon mit einem Rauchverbot die biertrinkenden und rauchenden Proleten verärgert, das Weinangebot zu verbessern: "Gourmet-Offensive im Speisewagen", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 20. April 2007.

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Buecherhotels.

Neue Links und Informationen über "Bücherhotels" hat das Blog Literaturwelt zusammengetragen.

Siehe ergänzend dazu auch unsere früheren Beiträge:

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Gletscherblog.

Heute ist das Gletscherblog gestartet, ein Blog des Restaurants "Gletscherblick" im Stubaital, Österreich. Die selbständige Wirtin Barbara Schreiner erzählt darin über ihr Leben in der Gastronomie, gibt Einblicke in ihre Küche und verrät Tipps rund um das Stubaital in Tirol:
"Darüberhinaus wird es hier Fotos, Veranstaltungstipps geben. Mein eigenes Restaurant-Magazin sozusagen, geschrieben für EUCH, und deshalb freue ich mich jederzeit über Eure Beteiligung in Form von Kommentare, Anregungen, Verbesserungsvorschlägen und anderen Ideen! Die Möglichkeit dazu habt ihr immer ganz am Ende eines Beitrages - oder Ihr besucht mich im Gletscherblick!"
Über dieses Restaurant siehe auch den früheren Beitrag "Zahlen Sie soviel Sie wollen".

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Pro Rauchfrei distanziert sich von Morddrohung.

Wegen einer Morddrohung gegen mich in einem Kommentar zu meinem Posting "Revolution im Cafe Hawelka" hatte ich den Verein Pro Rauchfrei e.V. angeschrieben, mit der Bitte, mir die Adresse des angeblichen Vereinsmitglieds zu nennen.

In einer Antwort des stellvertretenden Vereinsvorstands Axel Napolitano distanziert sich Pro Rauchfrei e.V. sich von dieser Drohung:
"Wir teilen Ihre Ansicht, dass Äußerungen in dieser Form untragbar und unhaltbar sind. Sie dürfen sich sicher sein, dass es nicht dem Niveau von Pro Rauchfrei entspricht, sich in dieser Form an Personen und Unternehmen zu wenden. Selbstverständlich distanzieren wir uns daher mit Nachdruck von derartigen Äußerungen und sehen uns im Gegenteil durch Herrn Edelkötter verleumdet.

Herr Edelkötter war ein registrierter Nutzer der Internet-Plattform Pro Rauchfrei. Auf Grund ähnlicher Äußerungen und nachhaltiger Beleidigungen gegenüber anderen Nutzern haben wir zuletzt den Zugang zu unserem Angebot für ihn vollständig gesperrt. Mitglied des Vereins war er zu keinem Zeitpunkt."
Leider weigert sich dieser Verein aber dennoch, mir die Adressdaten mitzuteilen. Man werde aus Datenschutzgründen "erst auf Grund einer richterlichen Anordnung tätig werden können".

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Sonntag, April 22, 2007

Mehr Gaeste und Uebernachtungen im Norden.

In Schleswig-Holstein sind im Februar 217 000 Übernachtungsgäste in den größeren Beherbergungsstätten des Landes (mit mehr als acht Betten) und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) angekommen. Das entsprach einem Zuwachs im Gästeaufkommen von 10,7 Prozent gegenüber dem Februar des Vorjahres.

Wie das Statistikamt Nord mitteilt, nahm auch die Anzahl der gebuchten Übernachtungen (725 000) im Vorjahresvergleich zu, gegenüber Februar 2006 um 11,7 Prozent.

In die Erhebung einbezogen waren insgesamt 2 956 geöffnete Beherbergungsstätten mit 130 000 angebotenen Gästebetten und 26 geöffnete Campingplätze.

Sieht man vom Camping ab, erwirtschafteten die Beherbergungsbetriebe (ohne Campingplätze) einen Zuwachs von 10,8 Prozent bei den Gästeankünften, das Übernachtungsaufkommen nahm um 11,7 Prozent zu. In den ersten zwei Monaten des Jahres kamen 9,8 Prozent mehr Gäste an, die 9,6 Prozent mehr Übernachtungen buchten als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Regional tiefer gegliederte Ergebnisse für Schleswig-Holstein sind im Internet abrufbar.

Die Hamburger Beherbergungsbetriebe haben für den Februar erneut mehr Gäste und auch wieder mehr Übernachtungen als im Vorjahresmonat gemeldet. Insgesamt wurden 488 000 Übernachtungen gezählt und damit 11,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Wie das Statistikamt Nord mitteilt, buchten 274 000 Gäste, 13,2 Prozent mehr als im Februar 2006. In die Erhebung einbezogen waren insgesamt 287 geöffnete Beherbergungsstätten mit knapp 35 500 angebotenen Betten, die zu durchschnittlich 49,3 Prozent belegt waren.

Das Übernachtungsaufkommen von Gästen aus Deutschland betrug 393 000 Nächte und nahm damit um 11,3 Prozent binnen Jahresfrist zu. Um 11,7 Prozent auf 95 000 Nächte wuchs das entsprechende Aufkommen, das durch ausländische Besucher erbracht wurde. In den ersten zwei Monaten des Jahres zusammen wurden in Hamburg 7,8 Prozent mehr Übernachtungen gezählt als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Auch kamen im entsprechenden Zeitraum 9,5 Prozent mehr Gäste an. Ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 1,8 Tage.

Gäste aus dem Ausland buchten in den ersten zwei Monaten des Jahres knapp 20 Prozent der Übernachtungen. Die größten Gästegruppen stammten aus dem Vereinigten Königreich, den USA, aus Dänemark, der Schweiz und aus Österreich. Nach der Herkunft der Gäste tiefer gegliederte Ergebnisse für Hamburg sind im Internet abrufbar.

(Quelle: Statistik informiert ... Nr. 45/2007 (PDF) vom 20. April 2007)

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Orale Begruessung.

Anfang des Jahres habe ich Ihnen den neuen Blog von Bill Marriott vorgestellt: "Marriott on the move, das Blog von Marriott".

In seinem Beitrag "Springing Forward for Our Guests vom 27. März 2007 geht Bill Marriott auf eine ihm häufig gestellte Frage ein, wieso Marriott so viele Marken verwende. Nebenbei weist er auf das amüsante Detail hin, daß in den SpringHill Suites die Gäste zur Begrüßung einen Lutscher bekommen, einen Lollipop des spanischen Lutscherfabrikanten Chupa Chups, den vielleicht besten Lutscher weltweit. Den würden auch Geschäftsreisende mögen. Mehr über Chupa Chups verrät Ihnen das Online-Lexikon Wikipedia.

Für den Fall, daß Sie nicht wissen, wo Sie Produkte von Chupa Chups kaufen können, verrate ich es Ihnen: der Online-Shop World of Sweet führt sie.

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Starkes Wachstum der Gastronomie in China.

Das China Internet Information Center meldet heute, das chinesische Handelsministerium habe mitgeteilt, die chinesische Gastronomie habe mit umgerechnet 38,7 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2007 17 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2007 seien 171 gastronomische Betriebe mit auswärtiger Investition im Werte von 190 Millionen US-Dollar neu eröffnet worden, 5,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: "Chinesische Gastronomie legt erfreulich zu".

Die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung hat am 13. April 2007 über eine Expanssion von Marriott in China berichtet: "Marriott International expandiert in China - 13.04.2007. Aktuell verfüge Marriott International in China und Hongkong über 24 Hotels, mit insgesamt 9.164 Zimmern und fünf unterschiedlichen Hotelmarken. Elf weitere Häu­ser seien derzeit im Bau, unter anderem das Nanning Marriott Hotel mit 325 Zimmern und das Shenzen Marriott Hotel mit 450 Zimmern, beide würden noch in 2007 eröff­nen.

Ebenfalls in der Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung wird bereits am 13. März 2007 über das erste Hotel von Golden Tulip Hospitality in China berichtet: "Golden Tulip geht in den chinesischen Markt".

Am 1. März 2007 hat "China Business News & Observer" in einem Artikel "McDonalds Expansion in China" berichtet, dank des starken Wachstums in China und der Zunahme des Autoverkehrs wolle McDonalds über 300 neue Outelts in den kommenden drei Jahren eröffnen und die Hälfte davon als Drive-Thru. Jeffrey Schwartz, der CEO von McDonald's China, habe anläßlich der Eröffnung des 19. chinesischen Drive-Thrus von McDonald's in Fuzhoou erklärt, das weltweit beste Outlet befände sich in China. Die Bauzeit habe 23 Tage betragen.

Das erste chinesische Outlet von McDonald's wurde 1990 in Shenzhen eröffnet.. Heute gibt es mehr als 790 McDonald's Restaurants in 120 Städten Chinas. Das erste chinesische Drive-Thru wurde im Dezember 2005 in Dongguan eröffnet. Heutzutage gibt es McDonald’s Drive-Thrus in den Provinzen Beijing, Shanghai, Zhejiang, Guangdong und Hainan.

Siehe dazu auch unsere früheren Beiträge

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Fingerfood vom Land.

Sehr schön hat der Kollege Jörg Meyer vom Landgasthof Meyer-Bünne das Problem gelöst, wie man Speisen in Fotos darstellt.

In seinem Fotoset Fingerfood präsentiert er zum einen die Komponenten eines Fingerfood-Buffets wie üblich, angerichtet auf großen Platten. Daneben wertet er die einzelne Komponente durch eine Großaufnahme auf, bei der das Produkt auf einem Teller vor verschiedenen Landschaftsperspektiven gezeigt wird. Schließlich wird das Fingerfood-Buffet ja von einem Landgasthof angerichtet.

Man kann sich diese Aufnahmen auch per Flickr-Slideshow als Diashow vorführen lassen.

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Schoen, dass wir darueber geredet haben - Reklamationsbearbeitung.

Beschwerden sind nicht nur im Gastgewerbe nicht selten. Manchmal sind sie auch berechtigt. Aber häufig auch nicht. Zwei Beispiele, wie man damit umgehen sollte:

Der Landgasthof Meyer-Bünne hat vor einigen Jahren sein Konzept für "Bälle" geändert. Statt wie es immer noch bei vielen Kollegen geschieht, einfach eine Tanzfläche freizuräumen, eine mehr oder weniger gute Liveband ("Kapelle") zu bestellen, einen Eintritt von wenigen Euro zu nehmen und die Gäste dann abzufüllen, hat er seinen Bällen eine Marke verpaßt, gute DJs mit aufwendiger Technik statt schlechter Livebands engangiert, einen höheren Eintritt verlangt, einen Dresscode verhängt, aufwendig dekoriert und für ein feierliches Ambiente gesorgt. Effekt: es kommen eher Twens statt Teenies, es wird gefeiert statt gesoffen und es geht weniger zu Bruch. Trotzdem hat sich ein Gast beschwert und zwar über den höheren Preis und das Fehlen einer Liveband. Lesen Sie selbst, wie der Kollege Jörg Meyer darauf reagiert hat: "SHUT UP AND DANCE sorgt für Unmut an den Osterfeiertagen".

Mein zweites Beispiel stammt nicht aus dem Gastgewerbe. Es betrifft eine indirekte Preiserhöhung. Und zwar hat der Tiefkühlkosthersteller Frosta wegen gestiegener Kosten für die Zutaten, die Packungsgröße drastisch vermindert (von 650 bzw. 600 auf 500 Gramm) und den alten Preis beibehalten. Wenn man dies schlecht kommuniziert, muß man mit drastischen Reaktionen der Kunden rechnen. So wollte ein Kaffeeröster vor Jahren die Packungsgröße von 500 auf 400 Gramm absenken und mußte dies wieder rückgängig machen, weil die Kunden revoltiert haben. Frosta entgeht vielleicht diesem Schicksal. Warum? Frosta hat diese Packungsverkleinerung in seinem Frosta-Blog vorab kommuniziert und mit seinen Lesern darüber langfristig und ausführlich diskutiert:Es gibt aber Gegenbeispiele, wo Unternehmen ihre Packungsgröße mehr oder weniger klammheimlich vermindert haben, ohne daß die Kunden aufgeschrien haben. So hat ein Eishersteller das Volumen seiner Verpackung von einem Liter auf 900 Milliliter verringert. Die neue Verpackung ist wellenförmig gewunden statt rechteckig und wirkt auf den ersten Blick größer als sie ist.

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40 Stunden feiern.

Daß jemand seinen 40. Geburtstag feiert, soll vorkommen. Daß er das in einer Gaststätte macht, auch. Daß diese Geburtstagsfeier 40 Stunden dauert, ist schon ein besonderer Gag. Besonders aber gefällt mir, weil ich es lobend erwähnen kann, daß der Gastronom, der diese Feier ausgerichtet hat, Bilder davon und zwar reichlich (255 Fotos!) veröffentlicht und zwar geschickterweise in der Foto-Online-Community Flickr. Warum ist das clever?
  • Fotos auf Flickr veröffentlichen ist einfach.
  • die Besucher der Feier können diese Fotos einfach finden und z.B. zu ihren Lieblingsfotos machen. Idealerweise weist man bereits in der Einladung oder während der Feier darauf hin, daß fotografiert wird und diese Fotos veröffentlicht werden.
  • der Gastwirt steigert seine Bekantheit bei den Mitgliedern dieser Community und empfiehlt sich als Ausrichter, Caterer solcher Events.
  • der Gastronom nimmt dem Geburtstagskind und den Gästen die Arbeit ab, selbst Fotos zu schießen und zu verteilen. Er muß nur noch jemanden finden, der die Fotos schießt.
Siehe den Blogeintrag "Claudias 40 hour party" vom Landgasthof und Cateringservice Meyer-Bünne.

Mehr über den cleveren Kollegen Jörg Meyer: "Geschichten erzählen".

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Die Schokodinatorin.

Um das Frauenklischee zu erfüllen, bäckt Christin Heuser aus Neunkirchen bei Köln Muffins und verwöhnt damit auch die Teilnehmer von Barcamps, zuletzt am letzten Wochenende beim Barcamp Frankfurt am Main. Die Teilnehmer konnten sich sogar vorab ihre Lieblingsmuffins auswählen. In ihrem Blog schokodinatorin schreibt Christin Heuser aber nicht nur über Muffins...

Was kann man als Gastronom (Bäcker, Metzger usw.) daraus lernen? Events, Kongresse, Barcamps usw. sind eine gute Gelegenheit, die Akzeptanz von Produkten und Produktvariationen zu testen. Bei einem beauftragten Catering wird man zwar eher auf bewährte Produkte setzen. Aber wenn man solche Events sponsert oder der Auftraggeber Lust darauf hat, Neues auszuprobieren, kann man sich durchaus kreativ austoben. Innovative und jüngere Zielgruppen werden das besonders zu schätzen wissen.

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Samstag, April 21, 2007

Leute, die ich noch nicht kenne, aber kennenlernen moechte oder auch nicht.

Gerade hat jemand, den ich nicht kenne, sein Erscheinen angekündigt. Er sei in der Gegend und wolle mich kennenlernen. Ich hoffe, es handelt sich nicht um den Killer Spinner, der behauptet Mitglied von Pro-Rauchfrei.de zu sein.

Da die Zeit drängt, ein Bajonett auf meine AK-47 zu pflanzen, klaue ich auf die Schnelle einen Text von Theo Huesmann aus seinem Blog "Notizen für Genießer". Theo schreibt, gestern habe das restaurant-kritik-blog ein neues Video-Podcast gestartet. Ab sofort präsentiere Newsmaker Dirk Baranek Neues aus der Welt der Gastronomie. In einem ersten, knapp fünfminütigem Video habe er eine Buchstabenschokolade und ein skurriles Restaurant in Taiwan vorgestellt.

Dirk Baranek, ein freier Journalist aus Stuttgart, habe seine Teilnahme am Blog-trifft-Gastro 2008 im Januar 2008 zugesagt. Ihn möchte ich wirklich gerne kennenlernen.

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Malheur Brut Réserve.

Die belgische Brauerei De Landtsheer SA wurde vom Verband der Winzer des französischen Bezirks Champagne abgemahnt, weil sie die Begriffe "Brut" und "Réserve" für ihr Bier "Malheur Brut Réserve" verwendet hat:
"La Malheur Bière Brut 'à la méthode originale' est une bière riche exclusive avec une teneur en alcool de 11%, mise en bouteilles et refermentée jusqu'à trois fois en bouteille . Le résultat en est une bière raffinée et pétillante avec un col énergique et un arrière-goût élégant. Convient très bien comme apéritif, dessert ou digestif."
Der Europäische Gerichtshof hat der Brauerei recht gegeben: "Herbe Niederlage für den Champagner" von Maximilian Steinbeis, in: Spiegel vom 21. April 2007. Siehe dazu auch eine Pressemitteilung des Europäischen Gerichtshofs "Vergleichende Werbung zwischen Produkten ohne Ursprungsbezeichnung und Produkten mit Ursprungsbezeichnung ist in bestimmten Fällen zulässig".

Beim World Beer Cup 2006 wurde das Bier "Malheur Brut Réserve" in der Kategorie "Other Belgian-Style Ale" unter 28 eingereichten Bieren dieser Kategorie mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Kammentar: Wer wie einige Champagner-Hersteller seine überschüssige Brühe bei Discountern raus haut, sollte die Nase weniger hoch tragen und sich freuen, wenn ein hervorragendes Bier die Fahne hoch hängt, die man selbst durch den Dreck zieht.

In Belgien gibt es vier Gaststätten, die sich thematisch authentisch an der Brauerei bzw. der Biermarke "Malheur" orientieren.

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Ueber den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Alexander W. Schoppmann will mit seiner Smoker's International Airways die Chancen nutzen, die ein gesetzliches Rauchverbot in Zügen, Flugzeugen und in der Gastronomie bietet. Siehe dazu ein Interview mit ihm: "'Das wird keine Rauchbombe'", in: taz vom 16. März 2007:
"Außerdem werden wir nur Clubreisen veranstalten, keinen öffentlichen Personenverkehr. Wer bei uns einen Flug bucht, wird automatisch Mitglied in unserem Club und bekommt die Smintcard, die auch gleichsam als Discontkarte dient. Wir legen auch gerade eine Smintcard auf, eine Kredit-Debit und Prepaid-Karte in Verbindung mit Mastercard, die Sie voraussichtlich ab Ende des nächsten Monats in Nordrhein-Westfalen an jeder Ecke bekommen werden. Sie dient auch als Clubkarte für alle Gastronomiebetriebe, die sich uns anschließen."
(Hervorhebung von mir).

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Freitag, April 20, 2007

Revolution im Cafe Hawelka.

Vor kurzem habe ich darauf hingewiesen, daß das geplante gesetzliche Rauchverbot die Chancen zur Vermarktung rauchfreier Gaststätten verschlechtert und Gaststätten, die dem Rauchverbot trotzen, ein Alleinstellungsmerkmal beschert: "USP fuer rauchende Gaeste"

Das traditionsreiche Café Hawelka in Wien macht es vor: "Hawelka trotzt dem Rauchverbot", in: oe24.at vom 20. April 2007:
"Falls eine Bestimmung das Rauchen im Hawelka verbieten soll, werden sich Leopold und Günter Hawelka nicht daran halten und ihre Gäste weiter rauchen lassen. Auf die Frage, was dann geschieht, schreit ein Kellner aus der Küche heraus: 'Revolution!'"
Das Café Hawelka ist mit vielen weiteren Betrieben Mitglied des Verband der Europäischen Traditionscafes (Associazione Europa di Café Storici), darunter Antico Café Greco (Rom), das Café Tomaselli (Salzburg), das Café Musil (Klagenfurt), die Cafés Prückel, Weingartner, Schottenring, Diglas und Dreier (alle Wien), Gerbaud (Budapest), Orient Express (Zagreb) sowie San Marco und Tommaseo (Triest). Das Logo des Verbandes stellt ein ein typisches Kaffeehaus-Tischchen mit Marmorplatte, dampfender Kaffeetasse, Zeitung und beigestelltem Thonet-Sessel dar. Vielleicht sollten sie das Logo um eine Zigarre, ein Zigarillo oder Zigarette oder eine Pfeife ergänzen?

Mehr historische Gaststätten und Gasthäuser.

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