Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, Mai 31, 2007

Ganztaegig fruehstuecken.

In ihrer Pressemitteilung "NPD REPORTS CONSUMERS WANT BREAKFAST FOODS AT LUNCH AND DINNER" weist das Marktforschungsunternehmen NPD Group für die USA auf den Trend hin, daß sich traditionelle Verzehrgewohnheiten im Tagesablauf wandeln:
"As Americans move further away from the traditional nine-to-five workday, they are reaching for breakfast beyond the traditional hours for the morning meal, according to research from The NPD Group, a leading provider of consumer and retail information. A group of full-service restaurant chains have been offering breakfast foods throughout the day for years, and now some quick-service restaurant chains are considering following suit.

NPD research indicates that servings of breakfast foods are up by 64 percent over the past five years. Forty-four percent of breakfast food servings at major family-style chains were eaten beyond traditional morning meal times. However, only seven percent of breakfast food servings at quick-service restaurants were served beyond traditional morning meal times.
"While consumers looking for a breakfast fix at quick-service restaurants after the morning mealtime have limited options, the NPD data reveal that, when breakfast items are available, consumers often order them, particularly during lunch,"
says Bonnie Riggs, restaurant analyst for The NPD Group. She adds,
"There has been much talk about several major quick-service chains extending breakfast. The biggest question remains whether it’s operationally feasible. It is still in an exploration phase as operators try to determine if it is feasible from an operational standpoint and if the consumer demand is great enough. Offering breakfast foods throughout the day could help increase visits from existing customers; it could also attract new customers."
In order to capitalize on the trend, quick-service restaurants are considering making traditional breakfast items available throughout the day as well as introducing new menu items that address the trend. Consumers might see such familiar fare as pancakes, bacon, and eggs -- as well as new twists on those old standbys.

One item that would almost certainly make the menu beyond breakfast time is the breakfast sandwich. According to NPD data, nearly half of all orders (46%) of breakfast foods during non-morning meals include a breakfast sandwich. The appeal is mostly due to its convenience. Says Riggs,
"It’s all about grab-n-go."
Clevere Gastronomen in Deutschland bieten schon lange Frühstücke ganztägig oder, wenn das organisatorisch nicht möglich ist, zumindest bis in den frühen oder späten Nachmittag hinein an. Oder sie offerieren traditionelle Frühstückskomponenten ganztägig.

Wir haben z.B. in unserem Bamberger Café Abseits ein "Bauernfrühstück" (Bratkartoffeln, vermischt mit Schinken und Rührei), das wir seit vielen Jahren während der Frühstücks zusammen mit Milchkaffee als Bündel anbieten, unter anderer Bezeichnung auch in unsere ganztägig gültige Karte aufgenommen. Zuvor hatten Gäste gelegentlicht abends nachgefragt, ob sie das "Bauernfrühstück" noch haben könnten. Wir haben dies als Sonderwunsch gerne erfüllt, jetzt aber explizit angeboten.

Mitunter ist es jedoch, wenn etwa das Frühstücksangebot günstig (aus Sicht der Gäste) kalkuliert worden ist, um Gäste morgens anzulocken, sinnvoll, den Preis für die Zweitplazierung zu erhöhen. Dies wird eher akzeptiert, wenn man das die Rezeptur, die Portionsgröße und/oder den Namen des Produkts variiert.

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Usability-Checkliste.

Stefan Nitsche hat eine "ultimative Usability-Checkliste" auf Dr. Web veröffentlicht. Sie können anhand dieser Liste zahlreicher, häufig vernachlässigten Usability-Faktoren z.B. die Website Ihres Restaurants oder Hotels testen. Ist sie von Ihren Besuchern gut nutzbar, bedienbar, verwendbar?

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Mittwoch, Mai 30, 2007

Alles neu macht der Mai.

Anfang 2004 mußte sich die Bundesagentur für Arbeit für ihre neue Website verspotten lassen. Siehe dazu: "Wasserköpfe". Damals wurden über 100 Millionen Euro verplempert.

Jetzt hat man für schlappe 400.000 Euro die Website relauncht. Ihre Pressestelle lobt:
"Neuer Internetauftritt der Bundesagentur für Arbeit geht online
übersichtlich und kundenfreundlich

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihren Internetauftritt grundlegend überarbeitet. Damit die Nutzer von www.arbeitsagentur.de künftig schneller und einfacher an die gewünschten Informationen gelangen, wurden die Gestaltung, die Navigationsstruktur sowie der Seitenaufbau verbessert und den heutigen Standards angepasst. Dabei waren die Nutzer in verschiedenen Entwicklungsstadien beteiligt: Zu Beginn der konzeptionellen Arbeiten wurden ihre Anliegen und Fragestellungen analysiert, in den Arbeitsagenturen in Nürnberg und Dresden fanden umfangreiche Nutzertests statt.

Die Startseite www.arbeitsagentur.de bietet wie bisher einen direkten Einstieg in die Jobbörse mit ihren Stellen- und Bewerberangeboten. Auch die Links zu den Datenbanken BERUFENET und KURSNET sind hier verankert. Die Informationen sind für Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen und für Institutionen gegliedert. Wer seine örtliche Agentur für Arbeit oder ARGE sucht, gelangt ebenfalls direkt von der Startseite zu den lokalen Informationsseiten. In einem neuen Bereich findet der Kunde alle wichtigen Formulare, Anträge und Veröffentlichungen auf einen Blick. Die Entwickler des neuen Auftritts haben auf eine flache Navigationsstruktur geachtet, damit Nutzerinnen und Nutzer die gewünschte Information mit wenigen Klicks finden. Wenn dies einmal nicht gelingen sollte, hilft eine integrierte Suche weiter, die die 50.000 zentralen und lokalen BA-Internetseiten durchleuchtet. Aus Gründen der Barrierefreiheit gibt es keine technischen Spielereien. Die Bundesagentur für Arbeit hat den Internetauftritt im eigenen IT-Systemhaus realisiert. Dabei wurde sie bei der Entwicklung des Konzepts, der Navigation und des Layouts sowie bei der technischen Umsetzung von externen Spezialisten unterstützt. Die Kosten dafür lagen bei ca. 400.000 Euro."
Zumindest habe ich beim Stöbern entdeckt, daß es Obskures gibt Irgendwie müssen fast 100.000 Seelen halt beschäftigt werden, wenn sie schon nichts zu tun haben.

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Warenkunde und Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Der aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V. hat Inhalte seiner CD-ROM "Kennwort Lebensmittel" auf der Website www.was-wir-essen.de online gestellt. Sie erfahren dort alles über Warenkunde und Kennzeichnung von über fünfzig Produktgruppen, u.a. Erfrischungsgetränke, Fleisch, Fruchtsäfte und Fruchtnektare, funktionelle Lebensmittel, Gemüsesäfte und Gemüsenektare, Konfitüre und andere süße Brotaufstriche, Schokolade sowie Sekt & Co.

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Politiker wollen Selbstaendige zu Gunsten der gesetzlichen Rentenversicherung auspluendern.

Wenn eine Bank vor der Pleite steht und der Inhaber dennoch Aktien seiner Bank verkauft, macht man ihm den Prozeß. Anders bei Politikern. Die können jahrzehntelang lügen, die Rente sei sicher, und kommen dafßr nur in die Hölle.

Angesichts des voraussehbaren Debakels der gesetzlichen Rentenversicherung suchen die Betrüger neue Opfer. Fündig geworden sind sie bei den Menschen, die sie bislang nicht abzocken können, weil sie als Selbständige nicht beitragspflichtig sind. Natürlich sagen unsere Politiker nicht, daß sie weiteren Opfern in die Taschen greifen wollen. Stattdessen spielen die Pharisäer Samariter: "SPD und CDU fürchten neue Altersarmut", in: Financial Times vom 29. Mai 2007.

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Dienstag, Mai 29, 2007

Die Bundeslaender lassen sich Zeit mit einem gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie.

Laut dem Meldung "Nichtraucherschutz: Der Rückfall in die Kleinstaaterei", in: net-tribune.de vom 29. Mai 2007, hat die Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. ausgeführt, daß sieben Bundesländer noch keine Entwürfe für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie vorgelegt haben. In den übrigen Entwürfen seien Verstöße gegen Rauchverbote je nach Land als Ordnungswidrigkeit mit 20 bis 5.000 Euro bedroht. Verstöße gegen die Pflicht des Hausrechtsinhabers, Rauchverbote durchzusetzen, würden je nach Entwurf entweder überhaupt nicht als Ordnungswidrigkeit behandelt oder aber mit bis zu 10.000 Euro Strafe belegt.

Mein Kommentar: In der Tat wäre es absurd, Gastronomen dafür verantwortlich machen zu wollen, wenn Gäste in ihren Räumen Straftaten begehen. Genausowenig ist etwa die Bundesrepublik Deutschland haftbar, wenn Autofahrer auf Bundesautobahnen schneller fahren als erlaubt. Man kann Gastronomen allenfalls per Gaststättenrecht untersagen, Aschenbecher aufzustellen. Wobei dann nichts dagegen spricht, etwa Teelichthalter aufzustellen, auch wenn Gäste darin Asche entsorgen können.

Vielleicht kann man Gastronomen auch dazu zwingen, ein Schild anzubringen, daß das Rauchen untersagt. Wobei solche Schilder im Falle eines generellen Rauchverbots unsinnig sind, genauso wie Schilder, die innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h Höchstgeschwindigkeit vorschreiben würden.

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New York: "smoking's back".

"Cig Ban? What Cig Ban? City Hot Spots smoking again" von Angela Montefinise, in: New York Post vom 27. Mai 2007 (via Freie Bürger gegen totales Rauchverbot).

In New York dürfen die Gastronomen keine Aschenbecher aufstellen, "No smoking"-Hinweisschilder aufhängen. Raucher werden nicht bestraft.

Gastronomen müssen Strafen von bis zu 2.000 Dollars befürchten. Wer dreimal pro Jahr erwischt wird, verliert seine Lizenz. In der Zeit vom April 2006 bis März 2007 ist das neun Kollegen passiert.

Die New Yorker wehren sich mit Clubs gegen das verhängte gesetzliche Rauchverbot oder ignorieren es einfach. Die Zahl der Verstöße nimmt zu. Im Vergleich zur Vorjahresperiode stieg die Anzahl der angezeigten Verstößte von 258 auf 542 und die der angezeigten Kollegen von 162 auf 199. Das städtische Gesundheitsamt gibt zu, daß gegen das Rauchverbot verstoßen werde. Aber man könne nicht jederzeit überall sein.

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Deutscher Tourismusverband veroeffentlicht Zahlen zum Deutschlandtourismus.

Auch in diesem Jahr präsentiert der Deutsche Tourismusverband (DTV) in seiner Broschüre "Zahlen, Daten, Fakten - Tourismus in Deutschland 2006" (PDF) wieder aktuellste Zahlen zur Entwicklung des Reiseverhaltens in Deutschland im vergangenen Jahr.

Der Tourismus in Deutschland befindet sich in vielen Regionen, insbesondere in den Städten, weiter im Aufwind – so das Fazit des DTV. Ausgelöst durch die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft und andere Großveranstaltungen sowie dank einet positiven volkswirtschaftlichen Entwicklung konnte der Deutschlandtourismus im vergangenen Jahr wieder weitgehend solide Zuwächse verzeichnen, wenn auch in einigen Ferienregionen die Entwicklung verhalten war. Die DTV-Broschüre dokumentiert diese Entwicklung mit zahlreichen Einzeldaten, Statistiken und übersichtlichen Grafiken.

Besonders erfolgreiche touristische Segmente wie u.a.
  • der Städtetourismus,
  • Geschäftsreisen,
  • Eventurlaube,
  • Natururlaube und
  • Aktivurlaube
erfahren in der aktuellen Broschüre eine detaillierte Betrachtung.

(Quelle: Pressemittielung des Deutschen Tourismusverbandes).

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Sonntag, Mai 27, 2007

Jugendschutzgesetz ueberteuert per Cold Call.

Im Magazin der Wochenzeitung "Die Zeit" vom 24. Mai 2007 berichtet Günter Wallraff von seinen Erfahrungen in Call-Centern, die denen er natürlich anonmy gearbeitet hat: "Günter Wallraff ist zurück". Unter anderem soll er Gastronomen verarschen:
"Mein Job soll es sein, Auszüge des Jugendschutzgesetzes an Kneipiers, Wirte und Imbissbudenbesitzer zu verkaufen. Das Papier mit dem aktuellen Jugendschutzgesetz wird von .... in einen Ikea-Rahmen gesteckt, der 4,50 Euro kostet, und per Barnachnahme für 69 Euro an den Käufer geschickt. Dass man sich den Text im Internet kostenlos herunterladen kann, wissen die wenigsten Wirte."
Wer auf so etwas hereinfällt?
"Bei türkischen Dönerbuden-Besitzern, griechischen Tavernen-Inhabern und italienischen Eisverkäufern funktioniert die Masche von ..... besonders gut. Viele der Angerufenen haben sprachliche Defizite, sind leicht zu verunsichern und glauben, es mit einer Behörde zu tun zu haben, deren Anordnungen sie Folge leisten müssen."
Sie können einen aushangpflichtigen Auszug aus dem Jugendschutzgesetz billiger im DEHOGA-Shop kaufen oder kostenlos z.B. auf der Website der IHK Berlin.

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Floris Garden.

Im letzten Jahr haben wir über die Eröffnung der "Floris Bar" in Brüssel berichtet: "Floris Bar: 2000 Spirituosen aus der ganzen Welt".

Das "Delirium Café" mit der weltweit größten Bierauswahl und die "Floris Bar" mit der größten Auswahl an Absinth haben am 25. Mai 2007 eine Ergänzung durch den Floris Garden bekommen mit einem Schwerpunkt auf Rum.

Siehe auch frühere Beiträge über das "Delirium":Mehr über Absinth.

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Samstag, Mai 26, 2007

Schwullesbisches Wien.

Der Wiener Tourismusverband hat sich für das Jahr 2007 ein umfassendes Marketingkonzept erstellt. Es umfaßt auch die Ansprache von besonderen Zielgruppen wie "Schwullesbisches Wien" (PDF) und "Gaste mit Handicaps" (PDF).

Siehe dazu auch meinen früheren Beitag "Marketing fuer Schwule und Lesben".

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Keine Tischreservierungen entgegen nehmen.

In meinem Beitrag "Schadenersatz bei Nichteinhaltung einer Tischreservierung" habe ich als eine von mehreren möglichen Strategien gegen das Nichterscheinen von Gästen trotz Tischreservierung genannt, daß man generell keine keine Reservierungen annimmt und erläutert:
"Dies ist bei angesagten Betrieben eine optimale Lösung aus der Sicht des Gastronomen. Die Gäste 'prügeln' sich um die Plätze. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Sie wälzen damit als Gastronom, das Risiko keinen Platz zu bekommen, auf den Gast ab. Sowas funktioniert aber schlecht bei Zielgruppen, die anreisen, und bei älteren Zielgruppen, die es hassen, keinen Platz zu bekommen oder mit einem Stehplatz abgespeist zu werden. In der Szenegastronomie ist diese Strategie eigentlich die Regel."
Betriebe, die so verfahren, sind gar nicht so selten. Aber meist wird darauf nicht explizit hingewiesen. Eine Ausnahme ist das Wiener Café Drechsel. Auf deren Website ist zu lesen:
"Das Cafe Drechsler ist ein Café - wir bitten um Verständnis, dass wir keine Tischreservierungen entgegen nehmen können."
Das legendäre "Café Drechsler" wurde am 15. Februar 2007 nach behutsamen Umgestaltung durch den Designer Sir Terence Conran wieder eröffnet. Es präsentiert sich heute als Wiener Kaffeehaus im Stil des 21. Jahrhunderts. Es gehört zu den Gaststätten in Wien, in denen man auch nach Mitternacht noch etwas zu esen bekommt. Geboten werden klassisches Frühstück, Gerichte der traditionellen Wiener Kaffeehausküche mit saisonalen Akzenten sowie ein Tagesteller um 7,20 Euro. Das neue "Hinterzimmer" für bis zu 12 Personen kann exklusiv gemietet werden.

Das Café Drechsler war traditionell die "letzte Bastion für Nachtschwärmer" in Wien und bekannt für die von Engelbert Drechsler persönlich in aller Früh zu den Naschmarkt-Standlern "über die Wienzeile" servierte Melange.
"Heute setzt das Café Drechsler fort, was die Familie von Engelbert Drechsler schon 1919 begann: Ein traditionsreicher Treffpunkt für all jene Gäste zu sein, die Kaffeespezialitäten, eine klassische Kaffeehausküche und eine entspannte Atmosphäre zu jeder Tages- und Nachtzeit zu schätzen wissen"
freut sich Manfred Stallmajer, geschäftsführender Gesellschafter der Café Drechsler Gastronomiemanagement GesmbH (GMG GastronomiemanagementgmbH). Das Gesamtergebnis zeigt: Der Aufwand hat sich gelohnt.

Wienzeilen-Juwel: Erhaltung des Café Drechsler oberstes Ziel

Oberstes Ziel bei der Neugestaltung durch den britischen Designer Sir Terence Conran und den damit einhergehenden Umbauarbeiten war ein sachtes und behutsames Vorgehen. Notwendiges wurde erneuert oder modernisiert. Alles was sinnvoll und charakteristisch für das Café war, blieb erhalten. So wurde zum Beispiel die Innenvertäfelung komplett abgenommen und renoviert wieder angebracht. Die Toilettenanlagen, die Belüftung und Heizung hingegen musste komplett erneuert werden.

Stallmajer:
"Manchmal hätten wir sicher einen einfacheren und kostenschonenderen Weg gehen können. Allerdings wäre dann ein Stück Drechsler-Charme verloren gegangen. Deshalb war es uns wichtig, mit viel Liebe zum Detail zu erhalten, was irgend möglich war. Es hat sich wirklich gelohnt!"
Als Beispiel nennt Stallmajer die Holzvertäfelungen, die nicht durch neue billig ersetzt, sondern in mühsamer Kleinstarbeit restauriert wurden.

Auch Neues tritt zu Tage: Deckenmalereien nun wieder sichtbar

Neben der Original-Holzvertäfelung, die wieder zum Einsatz kommt, kann man sich auch auf wunderschöne alte Original Deckenmalereien im Eingangsbereich - wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – freuen. Diese waren unter einer dicken Schicht Tapete verborgen und kamen bei den Renovierungsarbeiten wieder zum Vorschein.
"Das Cafe Drechsler war insgesamt keine normale Baustelle. Das Allerwichtigste war uns - auch in Zusammenarbeit mit Terence Conran - mit der nötigen Sorgfalt und mit Akribie zu arbeiten"
so Stallmajer weiter.

Service und Ambiente: Alles was ein Kaffeehaus ausmacht

Das Besondere Wiener Flair im neuen Drechsler ist auch mit dem speziell von Lilien-Porzellan designten Café Drechsler Service spürbar. Für das Kaffeehaus-Ambiente daheim werden Tassen und Teller übrigens auch zum Verkauf angeboten.

Dazu bietet das Drechsler eine hauseigene Kaffeemischung: biologischer Hochland-Kaffee aus Arabica-Bohnen von der Rösterei Naber. Diese gibt es im 250g-Packerl - in ganzen Bohnen oder wahlweise gemahlen - auch zum Mitnehmen für zu Hause. Internationale und österreichische Zeitungen und Zeitschriften werden ebenso offeriert wie Zigaretten "einzeln". Und: Der Espresso an der Theke ist – wie früher üblich – günstiger als die Melange am Tisch.

Auch der Hauswein wird eigens für das Drechsler abgefüllt: Der Blaufränkische kommt vom Weingut Gerald Unger aus Deutsch Schützen im Südburgenland, der Grüne Veltliner vom Heldenberg Weingut Josef Kührer aus dem Weinviertel.

Frühstück im Drechsler: von 3 Uhr früh bis 2 Uhr nachts
"Dass der Gast sein Frühstück bei uns rund um die Uhr serviert bekommt, ist außergewöhnlich. Aber eine Stadt wie Wien braucht eine Institution, die ihren Gästen diesen besonderen Service bietet"
erklärt Ronnie Gerdey, frischgebackener Cafe Drechsler-Geschäftsführer.

Typisch Wienerische Speisen mit Charakter

Im Drechsler wird Wienerisch gekocht: Zusätzlich zur Speisekarte mit typischer Wiener Kaffeehausküche ist auch eine täglich wechselnde Mittagskarte geplant. Ein Tagesteller – je nach Geschmack ein Fleischgericht oder eine vegetarische Speise – wahlweise mit Suppe oder Dessert kostet nicht mehr als 7,20 Euro.

Als Küchenchef fungiert Andreas Gwiasda:
"Unser Anspruch ist es, neben der klassischen Kaffeehausküche auch traditionelle Wiener Speisen zu revitalisieren und einem breiten Publikum schmackhaft zu machen. Hier dürfen sich alle Gäste in den nächsten Wochen auf kulinarische Überraschungen mit wienerischem Background – und das eine oder andere unbekannte Gericht mit Geschichte – freuen."
Gekocht wird mit besten, frischen Grundprodukten, je nach Saison, das Fleisch kommt vom Biobauern und die Eier aus Boden- oder Freilandhaltung.

Über den Architekten: Sir Terence Conran

Der Name des englischen Designers von Weltruf steht für Qualität und einen Stil, der durch seine schlichte Eleganz überzeugt. Diese bewusste Zurückhaltung ist mehr als ein einfacher, vergänglicher Modegag: Es ist die Einrichtungsphilosophie eines Ästheten, der sich auf das Wesentliche konzentriert.

Conran kann mittlerweile auf eine Reihe von internationalen Gastronomieprojekten verweisen. Sein Fokus in der architektonischen Ausgestaltung ist eine Symbiose zwischen Alt und Neu, mit dem Anspruch, eine perfekte Funktionalität zu schaffen. Dass das gelingt, hat der britische Designer in Wien schon mit dem Hotel "Das Triest" bewiesen. Insgesamt bringt Conran die notwendige Erfahrung im Umgang mit Behutsamkeit erfordernden Projekten mit und war für das Cafe Drechsler von Anfang an "die ideale Wahl für dieses sensible Vorhaben."

(Quelle: Pressemiteilung des Café Drechsler).

Berlin-Tourismus im Maerz 2007 weiterhin mit hohem Zuwachs.

Rund 632 500 neu angekommene Gäste und damit 14,8 Prozent mehr als vor einem Jahr wurden nach vorläufigen Berechnungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg im März 2007 in den 589 geöffneten Berliner Beherbergungsbetrieben und auf den drei Berliner Campingplätzen für Urlaubscamping empfangen. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 15,9 Prozent auf 1,38 Millionen an. Abermals nahm die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland (533 000; +22,6 Prozent) wesentlich stärker zu als die von Inlandsgästen (851 300; +12,0 Prozent).

Im März kamen aus dem Inland 420 400 Beherbergungsgäste (+10,0 Prozent) sowie 212 100 aus anderen Ländern (+25,9 Prozent) in die Spreemetropole. Der Anteil der Besucher aus dem Ausland lag bei 33,5 Prozent. Von diesen wiederum kamen über drei Viertel (76,6 Prozent) aus europäischen Ländern. An erster Stelle waren es Gäste aus Großbritannien und Nordirland, gefolgt von Besuchern aus Italien. Aus Übersee reisten rund 42 300 Übernachtungsgäste an, besonders zahlreich aus den USA und aus Japan.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Gäste lag bei 2,2 Tagen. Die Auslastung der insgesamt 89 400 angebotenen Betten war trotz des in den vergangenen zwölf Monaten um über 4 100 Betten gestiegenen Angebots (+4,9 Prozent) mit 49,9 Prozent höher als im März 2006 (45,1 Prozent). Die Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe, Pensionen) stellte mit 75 900 Betten den größten Anteil am Angebot. Die Bettenauslastung betrug hier 49,5 Prozent und lag ebenfalls über dem Vorjahreswert (45,5 Prozent ). In den übrigen Beherbergungsstätten (Parahotellerie), die insgesamt 13 600 Betten anboten, betrug die Auslastung 52,1 Prozent (Vorjahr: 42,9 Prozent).

(Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg).

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2.000 neue Stellen waeren machbar: Grosse Koalition vergibt Chance für mehr Ausbildungsplaetze im Gastgewerbe

(Berlin, 25. Mai 2007) Schwarz-Rot hat die Möglichkeit verpasst, den Weg für mehr Ausbildungsstellen in Hotellerie und Gastronomie frei zu machen.
"Durch die Ablehnung des FDP-Antrages zur Flexibilisierung des Jugendarbeitsschutzgesetzes werden jugendliche Haupt- und Realschüler weiter benachteiligt"
kommentiert Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) die Bundestagsentscheidung vom 24. Mai 2007. Bis zu 2.000 zusätzliche Ausbildungsplätze könnten geschaffen werden, wenn das Jugendarbeitsschutzgesetz endlich an die betrieblichen Realitäten angepasst würde – so das Ergebnis einer DEHOGA-Umfrage.

In der gestrigen Bundestagsabstimmung votierten lediglich die Abgeordneten der FDP-Bundestagsfraktion für einen Gesetzentwurf, der eine Lockerung des Jugendarbeitsschutzes vorsah. Die Unionsfraktion verwies auf die noch ausstehenden Ergebnisse der zur Reform des Jugendarbeitsschutzgesetzes einberufenen Bund-Länder-Arbeitsgruppe.
"Eine betriebliche Ausbildung ist immer noch das beste Rüstzeug gegen Arbeitslosigkeit"
so Fischer.
"Ich kann nicht verstehen, warum die sonst so reformeifrige Bundesregierung hier ihren Beitrag zum Abbau von Ausbildungshemmnissen nicht leistet"
wundert sich Fischer. Das völlig antiquierte Jugendarbeitsschutzgesetz führe dazu, dass bei der Einstellung oftmals volljährige Abiturienten bevorzugt würden, während Haupt- und Realschüler aufgrund ihres jugendlichen Alters das Nachsehen hätten. Die derzeitige Regelung verbiete es, Jugendliche im Gastgewerbe nach 22 Uhr zu beschäftigen.
"Was aber spricht gegen die Heraufsetzung der Nachtruhezeit auf mindestens 23 Uhr"
fragt DEHOGA-Präsident Fischer. Im Nachbarland Österreich sei man hier schon viel weiter.
"Ich hätte wenigstens erwartet, dass auch uns die Chance gegeben wird, den Beweis für die Schaffung von noch mehr Ausbildungsplätzen anzutreten"
macht Fischer deutlich.
"Das Gesetz hätte wie von uns vorgeschlagen auf drei Jahre befristet erlassen werden können."
Die Branche habe gezeigt, dass sie auch in schwierigen Zeiten zu ihrer Ausbildungsverantwortung stehe.
"Trotz negativer Umsatzentwicklung seit 2002 haben wir die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge überdurchschnittlich gesteigert. Im letzten Jahr starteten fast 46.000 junge Frauen und Männer eine Karriere in Hotellerie und Gastronomie. Ein Plus von 5,2 Prozent. Damit lernen mehr als 105.000 junge Menschen einen der sechs gastgewerblichen Ausbildungsberufe"
berichtet der DEHOGA-Präsident.
"Jetzt ist die Politik an der Reihe."


(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

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Qualitaetsjournalismus á la Spiegel.

Der "Spiegel" reißt seinen Artikel "SPD beschäftigt Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen" vom 25. Mai 2007 mit zwei Fehlern auf:
"Die SPD kämpft für gesetzliche Mindestlöhne - und hält sich selbst nicht daran"
1. Die SPD kämpft nicht für gesetzliche Mindestlöhne. Sie versucht nur in ihrer Propaganda so zu tun, weil sie glaubt, dieses Thema als Wahlkampfthema verwenden zu können:
  • Tatsächlich hat sie einen Koalitionsvertrag für die laufende Legislaturperiode geschlossen, der einen gesetzlichen Mindestlohn nicht vorsieht. Stattdessen heißt es dort:
    "Die Koalitionsparteien sind sich darüber einig, dass der so genannte Niedriglohnsektor an sich und seine Zusammenhänge mit der Gesamthöhe von Sozialtransfers an Bedarfsgemeinschaften einer Neuregelung bedürfen. Wir wollen einerseits sicher stellen, dass Löhne nicht in den Bereich der Sittenwidrigkeit heruntergedrückt werden können, aber andererseits Menschen mehr als bisher die Möglichkeit auch zur Beschäftigung mit niedrigen Einkommen anbieten. Trotz der sehr unterschiedlichen Programme der Parteien besteht Einigkeit, dass die große Koalition diese Fehlentwicklung beenden muss.

    Wir werden deshalb die Einführung eines Kombi-Lohn-Modells prüfen, das sowohl die Aufnahme einfacher Arbeiten durch eine ausgewogene Kombination aus Arbeitslohn und Sozialleistung lohnend macht, als auch die Möglichkeit für zusätzliche Arbeitsplätze für einfache Tätigkeiten neu schafft. Klar ist dabei allerdings schon jetzt, dass CDU, CSU und SPD weder eine dauerhafte Subvention von Unternehmen noch ein zusätzliches Arbeitsmarktinstrument einführen wollen."
    Anders ausgedrückt: Vereinbart wurde, sittenwidrige Löhne zu unterbinden. Als sittenwidrig werden in der Rechtsprechung Löhne angesehen, die ca. 30 oder 40 Prozent unterhalb der ortsüblichen Löhne der jeweiligen Branche liegen. Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Mindestloehne fuer Arbeitslose?".

  • Die SPD kann laut Koaltionsvertrag gegen den Willen ihres Koalitionspartners keine Gesetzesinitiative für einen gesetzlichen Mindestlohn einbringen. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu:
    "Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen."
    Würde die SPD-Bundesttagsfraktion gegen den Willen ihres Koalitionspartners einen Gesetzesantrag für einen gesetzlichen Mindstlohn einbringen, würde sie den Koalitionsvertrag brechen. Die Bundeskanzlerin könnte die SPD-Minister daraufhin auch gegen deren Willen entlassen und, wenn sie mag, einen Vertrauensantrag stellen. Im Falles des Scheiterns der Vertrauensfrage könnte sie den Bundespräsidenten um eine Neuwahl des Bundestags bitten. Sie könnte aber auch einfach bis zum normalen Ende der Legislaturperiode weiterregieren. Die SPD müßte die Peinlichkeit erdulden, keine Mehrheit für ihren Kanzlerkandidaten zustande zu bringen, falls sie sich überhaupt auf einen Kandidaten einigen könnte.

  • Die SPD-Abgeordneten im Bundestagsausschuß für Arbeit und Soziales haben Anträge der Opposition für einen gesetzlichen Mindestlohn abgelehnt. Zuvor hat die gesamte Fraktion zugestimmt, diese Anträge der Opposition in diesen Ausschuß zu verweisen, statt im Plenum des Deutschen Bundestages darüber inhaltlich zu diskutieren. Siehe dazu: "SPD lehnt gesetzlichen Mindestlohn ab".
2. Die SPD-Bundestagsfraktion hat nicht, wie der Spiegel behauptet, Sekretärinnen beschäftigt mit einem Lohn unterhalb des von ihr geforderten gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 Euro je Stunde. Vielmehr hat sie ein Zeitarbeitsunternehmen beauftragt und zahlt diesem Unternehmen pro Stunde 17,33 Euro.

Nun könnte man darüber spekulieren, warum die SPD-Bundestagsfraktion für teures Geld ein Zeitarbeitsunternehmen beauftragt statt Mitarbeiter selbst einzustellen. Die Antwort hat möglicherweise etwas damit zu tun, daß die SPD vermeiden möchte, aufgrund des rigiden deutschen Kündigungsrechts auf Mitarbeitern, die sie nur zeitweise oder bis zum Ende der Legislaturperiode benötigt, sitzen zu bleiben. Doch leider hat der Spiegel die Chance verpaßt, nachzufragen, warum die SPD-Bundestagsfraktion lieber ein Zeitarbeitsunternehmen beauftragt statt Arbeitsverträge mit Kündigungsschutz abzuschließen.

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Freitag, Mai 25, 2007

Mineralwasser von Coca Cola.

Viele deutsche Mineralbrunnen haben jahrelang den Trend zu stillem Mineralwasser verpennt und zugeschaut, wie französische Wettbewerber mit hochpreisigen Produkten den Markt in Deutschland entwickelt und besetzt haben. Erst spät sind sie nachgezogen. Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Natuerlich Naturell".

Jetzt springt auch die noch lahmarschigere Coca Cola auf den fahrenden Zug. Nachdem Appolinaris 2006 von Coca Cola übernommen worden ist, bringt Appolinaris in diesem Sommer "ViO" heraus (ein stilles Mineralwasser aus Lüneburg, abgefüllt von der Nord-Zentra Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG).

In den USA hat Coca-Cola die amerikanische Getränkefirma Energy Brands Inc. für 3 Milliarden Euro übernommen. Unter der Marke Glacéau vertreibt diese mit Vitamin angereichertes stilles Wasser.

Mehr darüber: "Coca-Cola verkauft stilles Wasser und kauft Energy Brands Inc.", in: Wirtschaftswoche vom 25. Mai 2007.

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Berliner Gastgewerbe im ersten Quartal 2007 mit Umsatzplus.

Der Umsatz des Berliner Gastgewerbes stieg nach vorläufigen Berechnungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg im ersten Quartal 2007 um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Real, also unter Ausschaltung von Preisveränderungen, wurde 0,5 Prozent weniger umgesetzt.

Im Beherbergungsgewerbe konnte in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 ein Umsatzplus von nominal 6,2 Prozent und bei den Kantinen und Cateringunternehmen von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. In dem größten Bereich, dem Gaststättengewerbe, war dagegen ein Umsatzrückgang um 3,2 Prozent zu verzeichnen.

Die Zahl der Beschäftigten ging im Berliner Gastgewerbe im ersten Quartal 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zurück (- 0,1 Prozent). Dabei wurden Vollzeitstellen (-3,3 Prozent) abgebaut, während die Zahl der Teilzeitstellen um 3,0 Prozent zunahm.

Im Monat März 2007 stieg der Umsatz nominal um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wobei in allen drei Bereichen ein Umsatzplus zu verzeichnen war. Gleichzeitig setzte sich der Beschäftigtenabbau bei den Vollzeitstellen (-3,6 Prozent) weiter fort, während sich die Zahl der Teilzeitstellen um 4,0 erhöhte.

(Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg).

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Gastronomie in Teltow-Flaeming.

In seinem kurzen Beitrag "Von Tabernen zu Tavernen / Historisches aus der Gastronomie" beschreibt Willy Boelcke in der "Märkischen Allgemeinen" vom 25. Mai 2007 en passant die Geschichte der Gastronomie im brandenburgischen Kreis Teltow-Fläming. Nach der Wende ist die Anzahl der Gaststätten stark gestiegen:
"Bis zum Jahr 2000 hat sich die Anzahl der Gaststätten im Kreisgebiet verdoppelt, stieg auf 768 und, ohne in der Gründungseuphorie einzuhalten, bis 2005 auf 1023 Betriebe."

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Sesselfurzer-Logik.

In dem Artikel "Steuerklasse V soll entschärft werden", in: Handelsblatt vom 24. Mai 2007, wird der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium Dr. Barbara Hendricks, zugleich Bundestagsabgeordnete der SPD, folgende Bemerkung zugeschrieben:
"Sie räumte zudem ein, dass von dem neuen Verfahren zusätzliche Bürokratie zu erwarten ist. Deshalb könnte es auch frühestens ab 2009 gelten."
Hat nicht die Bundesregierung versprochen, Bürokratie abzubauen? Auf die Idee "Bürokratieabbau" so zu definieren, daß man Bürokratie später aufbaut, statt den Unsinn sofort in die Tat umzusetzen, muß man erst mal kommmen. Aber dazu braucht man wohl jahrelanges Training als Sesselfurzer.

Wer wirklich Bürokratie abbauen will, entlastet die Arbeitgeber von der Pflicht, ihren Mitarbeitern in die Taschen zu greifen, ihnen Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag abzuknöpfen und dem Staat auszuliefern. Müßte der Staat die Lohnsteuer usw. den Lohn- und Gehaltsempfänger selbst abknöpfen, würde die Bereitschaft zunehmen, sich gegen ihn und seine Geldverschwendung zu empören. Und das wäre gut so.

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Donnerstag, Mai 24, 2007

Fischkoepfen mangelt es an Lokalkolorit.

Eine Studie der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen GmbH kommt zum Ergebnis, norddeutsche Gaststätten seien zu wenig landestypisch: "Gastwirte im Norden machen nur das halbe Geschäft / FORSA-Studie: Norddeutsche Gaststätten haben zu wenig regionales Profil", in: Finanznachrichten.de vom 24. Mai 2007. Die Grundsatzstudie im Auftrag eines Getränkeunternehmens wurde von der Beratungsgesellschaft Industrie-Contact begleitet.

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ARAMARK setzt auf Fisch aus nachhaltigem Fischfang.

Neu-Isenburg, 24. Mai 2007. Rund 25.000 Fischsorten leben im Meer - eine Artenvielfalt, die bedroht ist. Mehr als 75 % der Fischbestände gelten als überfischt oder sind gefährdet. Bei einigen Fangmethoden werden zudem Meeressäuger und Seevögel ungewollt mitgefangen oder schwere Geräte eingesetzt, die den Meeresboden zerstören. Nachhaltige Fischerei setzt auf schonende Fangmethoden und festgelegte Fangquoten. ARAMARK unterstützt diese Initiative: Seit April stellt das Unternehmen sein Fischsortiment nach und nach auf Produkte aus nachhaltigem Fischfang um.

Das Engagement für bestandserhaltende Fischerei ist Teil der "Qualität erleben"-Strategie, mit der ARAMARK bevorzugt auf hochwertige Produkte und Initiativen für verantwortungsbewusstes Wirtschaften setzt. Ziel ist es, den langfristigen Schutz und Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu unterstützen.

Derzeit wird ARAMARK von der Deutschen See mit Seelachs, Hoki und Hering aus bestandserhaltender Fischerei beliefert. Der deutschlandweit größte Anbieter für Fische und Meeresfrüchte ist MSCzertifiziert: Der Marine Stewardship Council (MSC) vergibt Zertifikate an Fischereien, die auf umweltschädliche Fangmethoden verzichten und sich an festgelegte Fangquoten halten. Bereits 74 % der Seelachseinkäufe von ARAMARK stammen aus nachhaltigem Fischfang – je nach Verfügbarkeit wird das Cateringunternehmen sein Angebot zukünftig weiter umstellen und ausbauen.

(Quelle: Pressemitteilung von Aramark).

Tarifeinigung im Bayerischen Gastgewerbe.

In der zweiten Verhandlungsrunde wurden die Entgelttarifverhandlungen im Bayerischen Gastgewerbe abgeschlossen. Die Beschäftigten erhalten eine Erhöhung ab 1. Juni 2007 um 2,2 % bei einer Laufzeit bis 30.04.2008.

Der Abschluss berücksichtigt die immer noch unbefriedigende Ertragslage im Bayerischen Gastgewerbe und knüpft die Hoffnung an eine endlich auch im Gastgewerbe anziehende Konjunktur.

Das heutige Verhandlungsergebnis kann für unsere Arbeitgeber im Lichte der bereits abgeschlossenen Tarifverhandlungen in anderen Branchen als großer Erfolg gewertet werden.

Ausbildungsvergütungen wurden nur geringfügig angehoben. (Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands).

Anmerkung: Der zwischen dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband und der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß, Gaststätten abgeschlosseene Lohntarifvertrag ist nicht allgemeinverbindlich Er gilt deshalb nur für die Minderheit der Verbandsmitglieder unter den bayerischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Gastgewerbe. Mit diesem Tarifabschluß entfernen sich die Tariflöhne weiter von den eher sinkenden, marktkonformen Löhnen, inbesondere außerhalb der Region München.

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Minijobs verdraengen keine Vollzeit-Arbeitsplaetze.

Minijobs verdrängen keine sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen und haben eine zunehmende Bedeutung als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt – zu diesem Fazit kommt eine Untersuchung der Minijob-Zentrale, deren Ergebnisse in der "RVaktuell", Ausgabe 3/2007, der Fachzeitschrift der Deutschen Rentenversicherung, veröffentlicht worden sind.

Für die Untersuchung wurde erstmals der Datenbestand der Minijob-Zentrale genutzt, um eine Antwort auf die viel diskutierte Frage zu erhalten, ob Minijobs sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen ersetzen. Ein Vergleich der beiden Beschäftigungsformen zeigte dabei, dass die Entwicklung der Minijobs in den meisten Fällen im Gleichklang mit der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze steht. So konnte anhand des Datenmaterials nachgewiesen werden, dass beispielsweise in einem Wirtschaftszweig mit einer steigenden Zahl an Minijobbern eine ähnlich hohe Steigerungsrate bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten festzustellen ist.

Ein Relationenvergleich der beiden Beschäftigungsformen zeigt, dass sich zwar zunächst bis Ende 2004 die Minijobs im Vergleich zu den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen günstiger entwickelten; seit Anfang 2005 steigt jedoch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen, während der Anteil der Minijobs konstant bleibt oder sogar leicht abnimmt. Diese Entwicklung ist auch im Gastgewerbe und im Handel festzustellen, also in jenen Wirtschaftszweigen, in denen in der Vergangenheit verstärkt von einem Verdrängungseffekt zu Lasten der Vollzeitstellen ausgegangen worden war.
"Die durchgeführten Analysen zeigen, dass von einer Verdrängung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungen durch Minijobs nicht ausgegangen werden kann"
so Dr. Georg Greve, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, zu der auch die Minijob-Zentrale gehört.

Die große Bedeutung der Minijobs für den Arbeitsmarkt werde auch daran deutlich, dass nahezu ein Viertel der neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse im Jahr 2006 aus Minijobs resultierten, sagte Greve. Die Brückenfunktion der Minijob-Regelungen gewinne somit in Zeiten eines wachsenden Arbeitsmarktes an Relevanz.

Der in der "RV aktuell" 3/2007 veröffentlichte Fachbeitrag "Minijob-Zentrale - Entwicklung und Status-Quo der geringfügigen Beschäftigung" (PDF).

(Quelle: Pressemitteilung der Minijob-Zentrale).

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Feedburner.

Google hat Feedburner übernommen: "Google kauft Feedburner für 100 Mio. US-Dollar", in: web-zweinull vom 24. Mai 2007.

Ich habe Ihnen den Feedburner im letzten Herbst empfohlen, um eigene oder fremde RSS-Feeds auf eigenen Seiten einzubinden: "Feeds in Websites einbinden". Außerdem biete ich schon lange den Atom-Feed des Blogs, das Sie gerade lesen, auch über den Feedburner an.

Kopien von Rezepten aus Kochbuechern.

Bei den Kochpiraten wurde die Frage aufgeworfen, ob es erlaubt sei, in einem Kochkurs der Volkshochschule ein Menü zu kochen, das auf Rezepten von Witzigmann beruht, und dazu Kopien aus den Kochbüchern von Witzigmann zu benutzen.

Generell gilt das, was ich in einem früheren Beitrag geschrieben habe: "Rezepte und Urheberrecht".

Ob die Verteilung von Kopien erlaubt ist, hängt davon ab, ob die betreffende Bildungseinrichtung unter die Privilegierung von Bildungseinrichtungen nach Paragraph 53 Absatz 3 Urhebergesetz fällt. Siehe dazu: Urheberrecht in der Schule. Kopieren erlaubt? Unterrichtsmaterial, Internet- und Internetrecht CDs , Fragen zum neuen Urheberrecht" (PDF), ein Vortrag von Rechtsanwalt Johannes Richard vom 13.01.2004.

Lehrern bzw. Dozenten einer Volkshochschule rate ich, mit dem Buchverlag Kontakt aufzunehmen und um eine Erlaubnis zu bitten. Eigentlich müßten Verlage für eine solche Empfehlung Ihrer Kochbücher dankbar sein. Ausgenommen sind vielleicht solche Fälle, in denen schlechte Dozenten bzw. Lehrer den Ruf eines angesehenen Gastronomen und Kochbuchautors für eigene Zwecke ausbeuten wollen.

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Mittwoch, Mai 23, 2007

Lohnsklaven im Luxushotel.

Die IG BAU macht in ihrem Mitgliedermagazin auf einen angeblichen Skandal in der Hotel-Reinigung aufmerksam. Es werde für die Zimmerreinigung ein Lohn bezahlt, der weit unterhalb des Mindestlohns liege: "Dienstleistungen" (PDF) (via "TATORT HOTEL- REINIGUNG: Lohnsklaven im Luxushotel", in: Mindestlohn Blog vom 15. Mai 2007).

Die IG Bau versucht, Reinigungsarbeiten in Hotels der Gebäudereinigung zuzuordnen. Tatsächlich unterliegen Reinigungsarbeiten, wenn sie von Mitarbeitern gastgewerblicher Betriebe geleistet werden, nicht dem gesetzlichen Mindestlohn für die Gebäuedereinigungsbranche, sondern unterfallen Tarifverträgen des Gastgewerbes, falls es einen solchen vor Ort gibt und Arbeitgeber und Arbeitnehmer Mitglieder der Tarifvertragsparteien sind. Ansonsten können gastgewerbliche Unternehmen marktkonforme Löhne vereinbaren.

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SPD lehnt gesetzlichen Mindestlohn ab.

Die SPD-Bundestagsabgeordneten im Bundestagsausschuß für Arbeit und Soziales haben heute einen Antrag der SED/SED-PDS/PDS/Linkspartei zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns abgelehnt: "Opposition scheitert mit Anträgen zum Mindestlohn".

Der abgelehnte Antrag (PDF) fordert im Kern:
"Der Deutsche Bundestag fordert deshalb die Bundesregierung auf,
  • tarifvertragliche Lösungen für Mindestlöhne zu fördern und dazu das Arbeitnehmer-Entsendegesetz auf alle Wirtschaftsbereiche auszuweiten;
  • für Branchen, in denen tarifliche Lösungen nicht greifen oder Tariflöhne ein Mindestniveau unterschreiten, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, der sich in seiner Höhe am Niveau vergleichbarer europäischer Länder orientiert."
Diverse Sozialdemokraten hatten zuvor eine Unterschriftenaktion mit gleich lautenden Forderungen noch unterschrieben. Aber das war vor den Bremer Landtagswahlen.

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White Beer Travels.

White Beer Travels ist das leider leblose Blog von John White, einem britischen Bierkenner, der seit 1993 Bierreisen organisiert und begleitet: White Beer Travels. Ab dem 22. Juli ist er mal wieder mit einer Reisegruppe in Bamberg.

Siehe dazu auch meinen Beitrag "Touristische Angebote für Bierliebhaber".

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Haltet den Dieb.

Die fette Koalition hat entgegen dem verlogenen Wahlversprechen der CDU/CSU nach ihrer Inthronisation das von den Grünen maßgeblich forcierte Antidiskriminierungsgesetz (verschämt "Allgemeines Gleichbehandlungsgestz" genannt) beschlossen. In einer Anfrage an die Bundesregierung will ausgerechnet die Bundestagsfraktion der Grünen scheinheilig wissen, ob die Bundesregierung die Ansicht teile, dass von "interessierter politischer Seite", von Verbänden und Seminaranbietern für Unternehmen und Arbeitgeber zum Umgang mit dem AGG, "teilweise gezielt Fehlinformationen verbreitet" werden, um das AGG, zu diskreditieren oder Geld mit Kursen über das AGG zu verdienen. Quelle: "Über erste Erfahrungen mit dem Antidiskriminierungsgesetz berichten", in: Socialticker vom 14. Mai 2007.

Dabei ist diese Abzockerei absehbar gewesen, um nicht zu sagen, primäres Interesse all derjenigen, die dieses Gesetz gefordert haben. Siehe dazu auch meine Polemik: "Freude schöner Götterfunken" vom 19. August 2006..

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Kaffeehaus Nun, Karlsruhe.

Der Dresdner Unternehmensberater Martin Röll hat im Karlsruher Kaffehaus "Nun" ein paar Fotos geschossen. Mehr über dieses Café im Stadtwiki Karlsruhe.

Das Foto Café NUN, Tisch, Bücherregal illustriert einen der USPs vom "Nun": Im Café kann man in ausliegenden Büchern stöbern bzw. diese auf Wunsch auch käuflich erwerben.

Das Sortiment des "Nun" zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Bio- und Fairtradeprodukten aus. Siehe dazu auch unseren Beitrag "Bio-Boom in der Gastronomie".

Das Café Nun ist Veranstaltungsort der Webmontage. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Pl0G".

User generated video als Werbespot.

In seinem Beitrag "Wie man seine Werbekosten um 75% senkt" zeigt Hannes Treichl, wie amerikanische Unternehmen, so auch Kentucky Fried Chicken, Videos, die von Kunden/Gästen erstellt worden sind, in ihre Fernsehwerbung einbauen und welche Probleme damit verbunden sind.

Kostensenkungen lassen sich erreichen:
  • durch Amateur-Models. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Sex sells". Diese Vorgehensweise wurde von östereichischen Landwirten entwickelt und von deutschen Studenten abgekupfert, wenn auch für Bildkalender: "Bauern und Studenten nackt und ungehemmt.".
  • indem man Amateure motiviert, Videos zu erstellen. Siehe als Beispiel: "Hotel Bed Jumping".
  • indem man Online-Portale mit Videos durchstöbert und vorhandene Videoclips, die sich für den Einbau in Werbespots eignen, in der Werbung verwendet (also die Urheber fragt und mit ihnen sich über ein Entgelt für das Nutzungsrecht einigt).

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Der Gastronom als Supernanny.

Zum 1. April 2003 (der Gesetzgeber scheint eine besondere Vorliebe gerade für dieses Datum zu entwickeln!) wurde das Jugendschutzgesetz reformiert, dem antiautoritäten rot-grünen Zeitgeist verhaftet, Jugendlichen möglichst viele Freiräume einzuräumen. In Paragraph 2 Absatz 1 heißt es:
"(1) Soweit es nach diesem Gesetz auf die Begleitung durch eine erziehungsbeauftragte Person ankommt, haben die in § 1 Abs. 1 Nr. 4 genannten Personen ihre Berechtigung auf Verlangen darzulegen. Veranstalter und Gewerbetreibende haben in Zweifelsfällen die Berechtigung zu überprüfen."
Daß diese Regelung einem Mißbrauch Tür und Tor öffnet war und ist dem Gesetzgeber und der Bundesregierung bekannt. In einer aktuellen Broschüre ("Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder" (PDF) des Bundesministeriums für Jugend heißt es:
"Eine Darlegungspflicht ist in Abs. 1 nur für Erziehungsbeauftragte besonders geregelt. Die Möglichkeit ist freilich nicht von der Hand zu weisen, dass irgendeine volljährige Person sich als erziehungsbeauftragt bezeichnet, um dadurch bekannten oder befreundeten Mädchen und Jungen den Zutritt zu Gaststätten oder Veranstaltungen zu ermöglichen. Wer angibt, erziehungsbeauftragt zu sein, muss im Einzelnen angeben können, wann, wie und für welche Aufgaben er von wem (dem Vater, der Mutter, von beiden?) den Auftrag erhalten hat. Wenn Anlass zu wesentlichen Zweifeln besteht, ist der Gastwirt oder der Veranstalter (oder die von ihm damit beauftragte Person) verpflichtet, die Angaben zu überprüfen, z. B. durch Anruf bei den Eltern. Können vernünftige Zweifel nicht ausgeräumt werden, darf der Gastwirt oder Veranstalter die jungen Menschen nicht anders behandeln, als wenn sie unbegleitet wären."
Offensichtlich hat, wer so etwas formuliert, noch nie in einer Schlange vor einer Diskothek gestanden oder gar als Türsteher gearbeitet. Es ist gelinde gesagt, eine Unveschämtheit der Politik, sich gegenüber Jugendlichen generös zu zeigen, um sich bei den Jungwählern einzuschleimen, und die Drecksarbeit der Gastronomie zu überlassen. Dies muß schief gehen. Und wenn es schief gegangen ist, haut man zu schlechter Letzt noch auf die Gastronomie ein. Siehe dazu einen Beitrag von TV Oberfranken vom 22. Mai 2007: "Jugendschutzkontrollen im Landkreis Bamberg". Darin heißt es:
"Von der Polizeiinspektion Bamberg-Land und dem Kreisjugendamt wird darauf hingewiesen, dass die erziehungsbeauftragte Person eine altersentsprechende Beaufsichtigungsperson sein muss, die zur Gefahrenabwehr auch ein gewisses Autoritätsverhältnis zum Jugendlichen haben muss. Ausgeschlossen ist deshalb z.B. der volljährige Freund, da hier ein Autoritätsprinzip nicht greifen kann. Die Begleitperson sollte den Erziehungsauftrag im übrigen nicht nur als bloße Begleitung verstehen, sondern durchaus auch Erziehungsaufgaben wahrnehmen und genügend eigene Reife besitzen, um dem jungen Menschen Grenzen setzen zu können (z.B. Alkohol, Rauchen). Deshalb muss die erziehungsbeauftragte Person auch während des gesamten Aufenthaltes des Jugendlichen bei der Veranstaltung anwesend sein."
Ein Gastronom bzw. ein von ihm beauftragter Mitarbeiter oder Sicherheitsdienst soll innerhalb von wenigen Sekunden beurteilen können:
  • ob ein ihr unbekannter Erwachsener ein "gewisses Autoritätsverhältnis" zum Jugendlichen hat, den er begleitet.
  • ob dieser Erwachsene in einem Liebesverhältnis zum betreffenden Jugendlichen steht.
  • ob der Erwachsene Erziehungsaufgaben wahrnimmt
  • ob der Erwachsene "genügend eigene Reife" besitzt, um dem "jungen Menschen" Grenzen setzen zu können
Zudem soll der Gastronom sicher stellen, daß dieser Erwachsene während des gesamten Aufenthaltes des Jugendlichen bei der Veranstaltung anwesend ist. Darf oder muß man den Jugendlichen und den begleitenden, erziehungsberechtigen Erwachsenen aneinander ketten?

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Heuchler.

Die Fraktionen von FDP und CDU haben im Landtag von Rheinland-Pfalz den Antrag gestellt, den Gastronomen die Entscheidung überlassen, ob und inwieweit in ihren Räumen das Rauchen untersagt ist (Quelle: "Geplantes Rauchverbot im Landtag", in: SWR.de vom 22. Mai 2007).

Das nützt den Gastronomen in Rheinland-Pfalz wenig, denn in Rheinland-Pfalz sind FDP und CDU in der Opposition. In den Bundesländern hingegen, in denen CDU und FDP regieren oder mitregieren, vertreten CDU und FDP die Position, uns Gastronomen ein Rauchverbot vorzuschreiben.

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Dienstag, Mai 22, 2007

Innereien.

Prof. Dr. Peter Oberender, Direktor der Forschungsstelle für Sozialrecht und Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth, Direktor des "Instituts für angewandte Gesundheitsökonomie" (IaG) sowie Inhaber und Seniorpartner der Unternehmensberatung "Oberender & Partner", eines auf Gesundheitsökonomie und Krankenhausmanagement spezialisierten Beratungsunternehmens, hat für seinen Vorschlag, arme Menschen sollten sich selbst vermarkten können, zuletzt vom Schockwellenreiter Keile bekommen: "Wer arm ist, soll sich verstümmeln lassen". Prof. Oberender hat gesagt:
"Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben."
(Quelle: "Wir brauchen einen regulierten Markt für Organe", in: Deutschlandradio vom 22. Dezember 2006), .

Angesichts der aufgeregten Debatte kann ich nur darauf verweisen, daß der irische Satiriker Jonathan Swift bereits 1729 einen weitergehenden Vorschlag unterbreitet hat, wie sich das Problem hungernder Armer lösen läßt: "A Modest Proposal". Davon würde auch die Gastronomie profitieren:
"This food would likewise bring great custom to taverns; where the vintners will certainly be so prudent as to procure the best receipts for dressing it to perfection, and consequently have their houses frequented by all the fine gentlemen, who justly value themselves upon their knowledge in good eating: and a skilful cook, who understands how to oblige his guests, will contrive to make it as expensive as they please."
Mehr darüber in dem Buch "Vom Menschsein und vom Gefressenwerden. Eine illustrierte Geschichte des Kannibalismus".

Die andere Seite der Wahlenthaltung.

Daß ich von dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz wenig halte, habe ich unter anderem in einem früheren Beitrag "AGG" lautstark verkündet. Rechtsanwalt Holger Kiefer hat sich damit auseinandergesetzt: "News: Was denken Unternehmer über das AGG?". Meine Replik: "Offene Stellen - nein Danke".

Im Rahmen der Panelstudie "Microsoft Trendbarometer für kleine Unternehmen" wurde nunmehr eine Umfrage erhoben zur Akzeptanz bzw. zum Wissen von kleinen und mittleren Unternehmen über das AGG. Zwei Ergebnisse: "Kleine Unternehmen können das AGG nicht umsetzen":
  • Nur 64 Prozent der Befragten kennen den Inhalt des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.
  • Nur 15 Prozent der befragten Kleinbetriebe klären ihre Mitarbeiter der Umfrage zufolge in gesonderten Schulungen über das AGG auf. Die Mehrheit der Betriebe (84 Prozent) halte eine Schulung dagegen für unnötig.
Ich könnte auch polemisieren. Die Politik hat unseren Staat in eine Lage manövriert, in der die Bürger den Mist, den Bundesregierung und Bundestag verzapfen, schlichtweg ignorieren. Das ist die andere Seite der Medaille Wahlenthaltung: Sesselfurzer ignorieren.

Man kann dies ganz konkret studieren, wenn man sich mit kleinen Unternehmern unterhält. Sie verteilen ihre Eingangspost auf drei Stapel:
  • Der erste Stapel enthält alles, was man unbedingt erledigen muß, sowie alles, womit man Geld verdienen kann. Dieser Stapel wird nach des Tages Last abgearbeitet oder auch am Wochenende bzw. am freien Montag in der Gastronomie.
  • Der zweite Stapel enthält alles, was weniger verspricht bzw. nur niedrige Strafen erwarten läßt, wenn man es versäumt. Das erledigt man, wenn Zeit dafür sein sollte, was selten vorkommt
  • Der dritte Stapel enthält Spam und Informationen über allerlei Schabernack, den sich Politiker und Bürokraten ausgedacht haben. Dieser Stapel heißt auch Papierkorb.

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Fallstudie zur Personalfuehrung in der Systemgastronomie.

Die Fallstudie in der Systemgastronomie (konkret: McDonald's) "Betriebsratsarbeit im Niedriglohnsektor" (PDF) von Nils J. Nolting basiert auf einer Diplomarbeit des Autors. Sie stammt zwar aus dem Jahr 2004, ist aber immer noch lesenswert.

Aus gastronomischer Sicht kann man daraus lernen:
  • Das Kapitel "Beschäftigtenstruktur und Interessendivergenz" stellt die unterschiedliche Motive für eine Tätigkeit in der (System)gastronomie der Bewerbergruppen Asylbewerber, Ausländer, Hausfrauen und geringfügig Beschäftite, Schüler und Studenten und Vollzeitangestellt dar.
  • Das Kapitel "Einbindung und Disziplinierung" informiert über Instrumente der Personalführung wie Beförderung ("Karriere und Hierarchie"), Dienstpläne und Schichtverteilung sowie die Befristung von Arbeitsverträgen und Teilzeitarbeitsverträge.

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Restaurant-Kritik.de und baranek online publishing übernehmen Feinschmeckerblog.

Gastro-Blogger Alexander Hänsel (siehe dazu: "Gastronomische Kompetenz im Lindner Grand Hotel Beau Rivage") hat seinen Feinschmeckerblog an Carsten Jutzi, Geschaftsführer von Restaurant-Kritik.de, und den freien Journalisten Dirk Baranek abgegeben. Alexander Hänsel möchte sich in Zukunft vor allem seinem neuen Internet-Angebot Restaurant-News widmen.
"Wir freuen uns über das Vertrauen von Alexander Hänsel und danken ihm für seine bisherige Arbeit"
erklärt Carsten Jutzi und erläutert:
"Mit dem Feinschmeckerblog runden wir unser Online-Portfolio im Bereich Gastronomie & Genuss weiter ab. Mit dem sehr erfolgreichen Restaurantführer Restaurant-Kritik.de sind wir bereits sehr stark im Bereich der mittleren und gehobenen Gastronomie vertreten. Dazu kam vor sechs Monaten das Rezepteportal FoodX. Der Feinschmeckerblog erlaubt es uns jetzt, auch im Luxussegment ein relevantes Angebot zur Verfügung zu stellen."
Dirk Baranek, der die redaktionelle Leitung des Feinschmeckerblog übernehmen wird, ist als freier Journalist und Online-Produzent in Stuttgart tätig. Er wird auch an dem am 26./27.1.2008 geplanten vierte Treffen Blog-trifft-Gastro 2008 teilnehmen. Dirk Baranek erklärt:
"Die Redaktion des Feinschmeckerblogs ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ich sehr gerne übernehme. Wir hoffen sehr, dass wir die hohen Standards, die Alexander Hänsel mit seiner Kompetenz gewährleistet hat, halten können. Ich bin aber optimistisch und zähle auf die Loyalität der Leser, die uns sicherlich eine Chance geben werden. Auf jeden Fall wollen wir mit den bisherigen Partnern des Weblogs bruchlos weiter zusammenarbeiten. Alexander Hänsel hat ein starkes Netzwerk geschaffen, das wir lebendig halten und ausbauen wollen."

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Connelly Cocktails.

Der ConellyBlog dient der Vermarktung von Conelly Cocktails der Conlley Cocktails GmbH im österreichischen Lustenau. In zwei Dosen, verbunden durch einen roten Ring, sind je eine Spirituosen- und eine Fruchtsaftmischung getrennt abgefüllt. Eiswürfel in den Shaker, die gekühlten CONELLYs dazu, kräftig schütteln und im mit Eis gefüllten Cocktailglas anrichten.

Warum macht das einen Sinn? Convenience-Cocktails haben das Problem, daß sich die Einzelkompenenten vielfach nicht vertragen. So zerstört Alkohol schon ab einem geringen Prozentsatz die Pektinstruktur von Fruchtsäften. Wenn man Spirituosen und Fruchtsaft getrennt vorportioniert und erst vor dem Konsum zusammenführt, schmecken Cocktails frisch.

Bei der Auswahl der Drinks hat sich CONELLY an den internationalen "Cocktail-Charts" orientiert. Gestartet ist man mit den Sorten:
  • Mai Tai,
  • Planters Punch,
  • Sex on the Beach,
  • Lady Killer oder
  • Tequila Sunrise.
Weitere Cocktailvarianten sollen folgen, zudem ist geplant, alkoholfreie Cocktails ins Programm aufzunehmen. Die Spirituosenmischung wird von der Freihof Destillerie in Lustenau exklusiv für CONELLY produziert.

Ein dazu passender CONELLY-Aluminiumbecher "Shake'n Go" dient als Shaker und "Cocktailglas" in einem und ist die bequemste und schnellste Variante, CONELLY Cocktails zu genießen. Er bietet auf Großveranstaltungen und Megaevents eine echte Alternative zum gewöhnlichen Glas.

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Montag, Mai 21, 2007

Top Ten Partyservice-Angebote.

Rankings gehören zu den beliebtesten Inhalten auch im Netz. Anja Brügger in Litzendorf bei Bamberg hat für ihren Catering- und Partyservice Canapés & Co. eine Liste ihrer zehn beliebtesten Angebote veröffentlicht: Top Ten.

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Kuenstlersozialkasse: Abgabepflicht.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat ein Merkblatt zur Beitragspflicht zur Künstlersozialversicherung online gestellt "Wann sind Unternehmen an die Künstlersozialkasse abgabepflichtig?" (PDF). In Zukunft wird die Prüfung der Unternehmen nicht mehr von der Künstlersozialkasse vorgenommen (die dazu durchgängig kaum in der Lage ist), sondern von der Deutschen Rentenversicherung im Rahmen der tournusmäßigen Prüfung. Deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, massiv an.

Wer Aufträge an Künstler und Publizisten vergibt, also an
  • Alleinunterhalter,
  • Ballettlehrer,
  • Choreographen,
  • Clowns,
  • Designer,
  • Fotodesigner,
  • Grafiker,
  • Journalisten,
  • Kabarettisten,
  • Musiklehrer,
  • Pressefotografen,
  • Schriftsteller,
  • Texter,
  • Web-Designer oder
  • Werbefotografen
sollte prüfen, ob er abgabenpflichtig ist. Die Meldepflichten sind hochgradig schwammig formuliert (Fettauszeichnung von mir):
"Unternehmen sind unabhängig von ihrer Rechtsform zur Abgabe an die KSK verpflichtet, wenn sie
  • typischerweise künstlerische oder publizistische Werke oder Leistungen verwerten (z. B. Verlage, Presseagenturen, Theater, Orchester, Chöre, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Galerien, Museen etc.), oder
  • Aufträge an selbständige Künstler und Publizisten erteilen (zur Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit für das eigene Unternehmen oder um auf andere Weise mit diesen Aufträgen Einnahmen zu erzielen) und dies nicht nur gelegentlich tun."
Dies läßt Ungemach befürchten, wenn man es bei der Prüfung durch die Rentenversicherung mit einem oberschlauen Sesselfurzer zu tun bekommt.

Das Merkblatt des Deutschen Industrie- und Handelskammertags nennt einige Grenzwerte, z.B. daß man abgabepflichtig wird, wenn man jährlich mehr als 3 Veranstaltungen mit selbständigen Künstlern und Publizisten organisiert und dafür Eintritt verlangt oder sonst Einnahmen erzielen möchte. Anders ausgedrückt: Man kann sich der Abgabepflicht von zur Zeit 5,1 Prozent entziehen, wenn man bei Veranstaltungen:
  • nicht selbst als Veranstalter auftritt
  • nur bis zu drei Veranstaltungen durchführt.
  • nicht selbständige Künstler und Publizisten engagiert, sondern eine Kapitalgesellschaft beauftragt (die dann aber ihrerseits abgabepflichtig ist).
Die Zahlungspflicht läßt sich reduzieren, indem man die Abgabebasis verringert. Abgabepflichtig sind nicht:
  • die gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer,
  • steuerfreie Aufwandsentschädigungen (z. B. Reise- und Bewirtungskosten) sowie
  • Entgelte, die im Rahmen der so genannten Übungsleiterpauschale in Höhe von 1.848 EUR jährlich steuerfreie Aufwandsentschädigungen sind (§ 3 Nr. 26 EStG)
Eine Möglichkeit, der Abgabepflicht an die Künstlersozialkasse zu entrinnen, welche der DIHK nicht erwähnt, ist, den "Künstler" vorübergehend - zumindest auf dem Papier - als Arbeitnehmer zu beschäftigen, sei es als kurzfristig Beschäftigen (ohne Sozialabgaben) oder als Mini-Jobber (mit bis zu 400 Euro per Monat; mit pauschalen Beiträgen zur Sozialversicherung).

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oneSearch.

Yahoo hat eine mobile Suche online gestellt: oneSearch (via Explido Marketing Suchmaschinenmarketing News vom 21. Mai 2007).

Testen Sie, ob auch Ihre Webseiten gefunden werden. Ein Beispiel ist die Trefferliste, wenn man nach "Bamberg Catering" sucht. oneSearch listet zuerst das lokale Wetter, dann aktuelle Stadtnachrichten und Bilder, die Yahoo auf Ihrer Website oder auch in Flickr gefunden hat, wenn sie entsprechend mit Begriffen versehen worden sind (sog. "tags").

Vielleicht verstehen Sie jetzt besser, warum ich seit langem predige, Sie sollten als gastgewerblicher Betrieb auch in Flickr präsent sein (siehe z.B. "Gastromarketing per Flickr und Qype"). Sie können z.B. bei oneSearch mit attraktiven Fotos Suchende zu einem Foto Ihres Flickr-Accounts locken. Dieses Foto sollte mit einem Text versehen sein, mit Notes (Erläuterungen zu Bildstellen) und natürlich mit einem Link zu Ihrer Website (ein Beispiel).

Mehr über "Mobile Marketing im Gastgewerbe".

Nebenbei: Wenn Sie in oneSearch nach "Bamberg" suchen, wird Ihnen als erstes Bild ein Foto mit dem Stadtwappen der Stadt Bamberg angezeigt. Dieses Foto hat nur sehr am Rande mit unserem "Café Abseits" in Bamberg zu tun. Der erläuternde Text enthält jedoch einen Link zu unserer Website. Man sieht an diesem Beispiel, daß man durch Inhalte (in diesem Fall: Fotos) zu regionalen und lokalen Themen, wie etwa Sehenswürdigkeiten, sich in Suchmaschinen gut platzieren kann. Damit solche Fotos gefunden werden, sollten Sie sie mit den passenden Tags versehen, mit einer Überschrift und einem erläuternden Text, der die Suchbegriffe enthält, zu denen Sie gefunden werden möchten. Siehe dazu auch: "Wie man geeignete Schlüsselwörter finden kann".

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Sonntag, Mai 20, 2007

Pl0G.

Die Website pl0g.de hat sich der Organisation von (regionalen) Treffen von webaffinen Menschen verschrieben, die sich im Internet kennengelernt haben, motiviert und animiert durch die Barcamps in Köln und Nürnberg, sowie durch regelmäßig stattfindende Webmontage in deutschen Großstädten. pl0gbar.de ist das dazu gehörige Blog.

Bislang gibt es Trefen in Köln, Nürnberg/Fürth, Heidelberg, München und Hamburg. Und da man sich naheliegend meist in Gaststätten trifft, sind solche Communities auch für die Gastronomie interessant:
  • Die Heidelberger Gruppe trifft sich z.B. im "P11 Café.Bar am Römerkreis", einem Café in einem ehemaligen Einzelhandelsgeschäft mit dementsprechend großen Schaufenstern. Dieses Café wird zwiespältig vermarktet, als "P11" zur Römerstraße und als "Café am Römerkreis" zur Bahnhofsstraße hin. Mehr über dieses Café in Qype.
  • Die Kölner Gruppe trifft sich am 29. Mai 2007 zur pl0gbar Köln #14 im "Grünfeld", dem Vereinslokal des Schachvereins Grünfeld".
Siehe zum Thema "Virtuelle Communities", die sich vor Ort treffen, auch:

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Dynamik im europaeischen Getraenkemarkt.

Gut 1.400 Austeller von Getränke-Rohstoffen, Technologie, Logistik und entsprechender Vermarktungsideen laden die europäische Getränkewirtschaft vom 14. bis 16. November zur BRAU Beviale 2007 ins Messezentrum Nürnberg ein. Die über 36.000 Fachleute erwartet der international hochkarätigste Branchentreff des Jahres, der Weltmarkt für industrielle Getränkeabfüllung. Im Mittelpunkt der drei turbulenten Messetage steht wie stets das umfassende Fachangebot der ausstellenden Unternehmen. Doch bietet die BRAU Beviale 2007 auch zusätzliches Know-how, zum Beispiel rund um das heiße Thema Energie: von der Erzeugung über Einkauf, regenerative Energien, Sparpotenziale, Rückgewinnung bis zum Emissionshandel. Der Themenpavillon Energie wird von der NürnbergMesse in bewährter Zusammenarbeit mit der VLB, Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei Berlin, organisiert.

Der European Beer Star wird auch 2007 erstrahlen. Im letzten Jahr bewarben sich 440 Biere aus aller Welt um die begehrte Auszeichnung, die von den Privaten Brauereien Bayern, ideeller Träger der Messe, gemeinsam mit dem deutschen und europäischen Dachverband ins Leben gerufen wurde. Unter den Goldmedaillen-Bieren küren die Messegäste ihren Consumers‘ Favourite, der dann auf dem BRAU Beviale-Abend – neu: diesmal am Donnerstag! – verliehen wird. Bereits am Vortag der BRAU Beviale (13.11.) lädt die Akademie Fresenius Getränkehersteller und Zulieferer zum internationalen Kompaktseminar "The Essence of Aseptic Filling" ein.

Auf ein Glas ins Café Europa
"Europa ist wesentlich aus dem Geist der Kaffeehäuser geboren"
behauptet der Philosoph und Kritiker George Steiner (geb. 23.04.1929, Paris). Wer sich auf die Suche nach den Wurzeln der "europäischen Idee" begibt, einer Melange aus den Idealen der Freiheit, Vielfalt und Einheit, kommt unweigerlich ins Kaffeehaus. Hier saß und sitzt man beisammen, bespricht die Weltlage im Allgemeinen und die Geschäfte im Besonderen. Egal, wie zersplittert und uneinheitlich die europäische Landkarte auch war, Cafés boten ein respektables Forum für Verabredungen und Verschwörungen, für intellektuelle Debatten und Klatsch. Das Wiener "Café Central" (gegr. 1860), das Pariser "Les Deux Magots" (1885), das venezianische "Caffè Florian" (1720), das Prager "Café Slavia" (1800) und nicht zu vergessen das Leipziger "Zum Arabischen Coffe Baum" (1711) wurden berühmt als Orte der politischen Kommunikation sowie der "exquisiten" Konsumation. Man mag es bedauern, dass die europäischen Kaffeehäuser ihre politisch aufklärerische Funktion als bürgerlicher Debattierclub eingebüßt haben und nur noch als Gastronomiebetriebe fungieren... Über die Epochen hinweg war die Getränkekarte der Cafés Abbild des jeweiligen Getränkemarktes. Alle kommerziell produzierten Getränke fanden sich darauf: Heißgetränke, alkoholfreie Getränke, Bier, Wein, und Spirituosen.

Insofern können Cafés unmittelbar Aufschluss darüber liefern, wie sich der Getränkekonsum in Europa entwickelt. Und der entwickelt sich gar nicht schlecht – trotz der viel beklagten Stagnation in den reifen Märkten Westeuropas. Wohlgemerkt, geringes oder selbst Nullwachstum sind nicht gleichzusetzen mit Stillstand. So ist in den einzelnen Getränkekategorien, in den einzelnen Segmenten und selbstverständlich auch in den einzelnen Märkten sehr viel Dynamik zu spüren – was die BRAU Beviale als europäisches Forum der Getränkewirtschaft unmittelbar registriert.

Rasantes Wachstum des globalen Getränkekonsums

Nach Erhebungen der britischen Marktforscher von Canadean, ist der Verbrauch an "commercial beverages" (d.h. ohne Hausgetränke und Leitungswasser) in Nordamerika am höchsten – über 600 l pro Kopf/Jahr. Trotz eines vergleichsweise geringen Konsums an Wein und Spirituosen konnten die Amerikaner ihre Spitzenreiterrolle verteidigen. Das verdanken sie nicht zuletzt dem weltweit höchsten Konsum an Erfrischungsgetränken. West- bzw. Osteuropäer rangieren, was den Verbrauch von Heißgetränken, alkoholfreien Getränken, Bier, Wein und Spirituosen anbelangt, an dritter bzw. vierter Stelle.

Für die kommenden sechs Jahre (bis 2012) prognostiziert Canadean ein globales Konsumwachstum von 18 %, an dem, mit Ausnahme Afrikas, alle Marktregionen partizipieren werden. Der Großteil des Konsumwachstums wird auf Rechnung der alkoholfreien Getränke gehen. Unternehmen, die Wässer in ihrem Portfolio haben, dürfen sich demnach die Hände reiben. Allein das Segment der Wässer wird bis 2012 über 40 % Zuwachs verzeichnen. Selbst der weltweite Durst auf Erfrischungsgetränke soll sich insgesamt positiv entwickeln, wenngleich er in Nordamerika etwas rückläufig sein wird.

Kommt die Rede auf Bier, spricht alle Welt seit einigen Jahren nur noch von China. Trotz des anhaltend steigenden Absatzes von Bier in China (2006: +9,8 %) sind es aber die Heißgetränke, insbesondere Tee- und Teegetränke, die entscheidend dazu beitragen, dass der Konsum von kommerziell produzierten Getränken in Asien in den kommenden Jahren wächst. Schon heute hat Tee in Asien mehr als 30 % Anteil am Gesamt-Getränkeverbrauch.

Der europäische Getränkemarkt – in Vielfalt vereint

Die Konvention der Marktforscher, den europäischen Markt zweizuteilen in einen west- und einen osteuropäischen, ist nicht ihrem Unwillen zuzuschreiben, politische Umwälzungen zu akzeptieren, sondern entspringt empirisch belegbarer Erkenntnis: Nach wie vor sind große Unterschiede in Europa festzustellen, was den Getränkekonsum anbelangt. Allerdings hat auch diese Zweiteilung ihre Tücken. Etwa im Hinblick auf den Konsum von Bier kaschiert sie eine ebenfalls vorhandene Nord-Süd-Teilung Europas.

Für 2006 weist Canadean ein Wachstum von einem Prozent in den Biermärkten Westeuropas aus, während in Osteuropa ein Wachstum von 3,7 % notiert wurde. Entscheidend beigetragen hat Russland mit einem Plus von 2,4 %. Damit dürften die Tage des sprunghaften Volumenanstiegs in Russland vorüber sein, wie übrigens in den meisten anderen Ländern der Marktregion Osteuropas. Mit über 90 Mio. hl Bierkonsum ist Russland der größte Markt vor Polen (30 Mio. hl) und der Ukraine (21 Mio. hl).

Betrachtet man innerhalb der Marktregion Westeuropas einzelne Länder, so stellt man fest, in Spanien ist der Bierkonsum 2006 um 2,9 % angestiegen. Auch in Italien und Portugal kletterte er etwas nach oben. Das scheint die These zu untermauern, dass der europäische Biermarkt ebenfalls entlang einer Nord-Süd-Achse geteilt ist: in einen stagnierenden und mittelfristig fallenden nordeuropäischen, zu dessen Verlierern Deutschland, Schweden und Dänemark zählen, und einen etwas dynamischeren südeuropäischen.

Im Ranking der zehn trinkfreudigsten Länder haben sich diese Entwicklungen freilich noch nicht bemerkbar gemacht. Nach wie vor sind die Tschechen, was den Pro-Kopf-Verbrauch von Bier betrifft, weltweit Nummer 1 mit 159 l und verteidigen damit ihren seit Jahrzehnten angestammten Platz. An zweiter Stelle findet man die Iren (133 l), gefolgt von Deutschen (115 l), Österreichern (111 l) und Briten (96 l). An sechster Stelle liegen die Esten (94 l), deren Verbrauch binnen eines Jahres von 82 auf 94 Liter kletterte, vor Belgiern und Litauern (beide 91 l), Finnen (88 l) und Dänen (87 l).

Der europäische Biermarkt präsentiert sich als höchst heterogene Zusammenschau von Einzelmärkten. Das liegt u. a. daran, dass der Bierkonsum erfahrungsgemäß von Faktoren beeinträchtigt wird, auf die die Brauer in ihren jeweiligen Märkten selbst keinen Einfluss nehmen können. Dazu zählen etwa die wirtschaftliche Lage, Eingriffe von Seiten der Regierung, um den Alkoholkonsum zu beschränken, ungünstige demographische Entwicklungen oder auch das Wetter.

Für die Brauer mag es ein schwacher Trost sein, aber im Unterschied zum Biermarkt erweist sich der europäische Markt für alkoholfreie Getränke als weitaus uneinheitlicher. Mit anderen Worten: Die für Gesamteuropa ermittelten Werte sind in der Tat nur Durchschnittswerte, da die Konsumunterschiede zwischen West- und Osteuropa erheblich sind. Für Westeuropa ermittelten die Marktbeobachter von WILD, Heidelberg, 2006 einen Gesamtverbrauch an alkoholfreien Getränken (ohne Haus- und Heißgetränke) von 247 l pro Kopf. In Osteuropa lag der Wert bei 101 l pro Kopf, der europäische Durchschnitt demzufolge bei 175 l. Rein rechnerisch betrachtet hat dieser Wert seine Richtigkeit. Doch für eine realitätsnahe Betrachtung des Marktes ist er leider völlig unbrauchbar.

Stellt man die einzelnen Getränkesegmente einander gegenüber, so stechen einem die Diskrepanzen zwischen West- und Osteuropa sofort ins Auge. 112 l Wasser pro Kopf (West) gegenüber 34 l (Ost). 75 l Erfrischungsgetränke (West) gegenüber 42 l (Ost). 26 l Säfte und Nektare (West) gegenüber 14 l (Ost). In gleicher Weise könnte man fortfahren, bis man auf das Segment "Fruchtpulver" stößt: Hier liegt Osteuropa vorn mit einem Liter pro Kopf, während diese Spalte in Westeuropa leer bleibt.

Anders sieht es aus bei den Sport- und Energiegetränken, die in den vergangenen sieben Jahren auf dem westeuropäischen Markt für erfreuliches, weil margenstarkes Wachstum sorgten. Zwischen 2000 und 2006 hat sich der Pro-Kopf-Konsum dieser Getränke verdoppelt: von 2 auf 4 l. In Osteuropa hingegen ist dieses Segment noch relativ unbekannt. Die abgesetzten Mengen bewegen sind so gering, dass die Umrechnung in die üblichen Liter pro Kopf noch bei null liegt.

Die Zweiteilung des europäischen Marktes für alkoholfreie Getränke ist aber immer noch viel zu unspezifisch, um daraus detaillierte Aussagen über den Status Quo ableiten zu können. Bestes Beispiel dafür ist das Segment "Säfte und Nektare" in Westeuropa. Hier stellten die Marktbeobachter von WILD zwischen 2000 und 2006 einen Konsumzuwachs von 24 auf 26 l fest. Ein recht erfreuliches Ergebnis, würde es nicht dadurch getrübt, dass der Saftkonsum seit 2003 stagniert.

Steigende Preise für das Konzentrat haben sicherlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Weitaus stärker wurde der Markt jedoch durch den Konsumrückgang in Deutschland in Mitleidenschaft gezogen: Der sank 2003 bis 2006 von 46,6 auf unter 40 l. Allein vergangenes Jahr schrumpfte der Absatz an Fruchtsäften in Deutschland, laut Canadean, um 7 %. Die Auswirkungen auf den westeuropäischen wie den globalen Markt sind weitreichend. So weitreichend, dass Canadean für die kommenden Jahre dem Saftkonsum in Westeuropa nur ein Wachstum von 0,4 % jährlich zuweist – und Deutschland daran Schuld gibt. Deutschland hat weltweit den höchsten Pro-Kopf-Konsum bei Fruchtsäften. Dadurch ist Westeuropa international gesehen der zweitwichtigste Markt für Fruchtsäfte, zu dessen Absatz Deutschland allein ein Drittel beiträgt. Je häufiger die deutschen Konsumenten zu flavorisierten Wässern statt zu Fruchtsäften greifen, umso spürbarer sind die Konsequenzen – und nicht nur für die deutschen Safthersteller, sondern für die Kategorie insgesamt.

Ob bei Bier, Wasser oder Säften - in anderen Marktregionen dieser Welt mögen die Entwicklungen eindeutiger verlaufen als in Europa und zudem auch nur in eine Richtung – nach oben. Doch der Genius Europas lag schon immer in dem, was der englische Künstler William Blake (1757-1827) "the minute particular" nannte, das "klitzekleine Besondere". Europa ist das klitzekleine Besondere in zigfacher Ausfertigung. Wer sich mit Europa beschäftigt, muss sehr genau hinschauen – auch beim Getränkekonsum im Café Europa.

(Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

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Russischer Kaffee.

In der Gastronomie wird gerne Kaffee von Kaffeeröstern verwendet, die sich auf die Gastronomie spezialisiert haben, Kaffeemarken, über die man nicht in jedem Einzelhandelsgeschäft stolpert. Hingegen scheint "Jacobs Krönung" bei russischen Taschendieben populär zu sein, zumindest wenn man die Erfahrungen in einem Bremer Spar-Laden verallgemeinert: "Kaffeedieb", in: ShopBlogger vom 19. Mai 2007.

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Bio-Boom in der Gastronomie.

Laut einer Meldung der "Salzburger Nachrichten" hat sich der Großküchenexperte Peter Hecht von Bio Austria beklagt, Wirte könnten ohne Probleme mit "Bioecken", "Biofrühstück" und anderen "Bio"-Slogans werben, auch wenn er konventionell eingekauft worden sei. Theoretisch könne jeder "bio" draufschreiben, weil nicht kontrolliert würde. Von den Gastronomen und Großküchen ließen sich derzeit nur eine Minderheit freiwillig von zugelassenene Zertifizierungsstellen kontrollieren. Quelle: "Gastronomie Österreich: Das Bio-Image leidet", in: Bio-Markt.Info.

Ein Angebot von Bio-Produkten im Gastgewerbe ist in vier Ausbaustufen möglich:
  • beschränkt auf einzelne Rohstoffe,
  • gefolgt von ganzen Komponenten
  • dem Angebot kompletter Gerichte in Bioqualität.
  • Die höchste Stufe ist erreicht, wenn (fast= alles Bio ist wie z.B. bei den Bio Hotels.
Siehe dazu: "Überzeugung ist wichtigster Erfolgsfaktor für Bio".

Geregelt wird die Bio-Zertifizierung in der EU-Verordnung "VERORDNUNG (EWG) Nr. 2092/91 DES RATES vom 24. Juni 1991 über den ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 198 vom 22.7.1991, S. 1)" (PDF).

In Artikel 2 dieser EU-Verordnung wird der Begriff "Bio" erläutert:
"Im Sinne dieser Verordnung gilt ein Erzeugnis als aus ökologischem Landbau stammend gekennzeichnet, wenn in der Etikettierung, der Werbung oder den Geschäftspapieren das Erzeugnis, seine Bestandteile oder die Futtermittel-Ausgangserzeugnisse mit Bezeichnungen versehen werden, die dem Käufer den Eindruck vermitteln, dass das Erzeugnis, seine Bestandteile oder die Futtermittel-Ausgangserzeugnisse nach den in Artikel 6 genannten Produktionsregeln gewonnen wurden. Insbesondere die folgenden Bezeichnungen, die daraus abgeleiteten gebräuchlichen Bezeichnungen (wie Bio-, Öko- usw.) und ihre Diminutive, alleine oder kombiniert verwendet, gelten in der gesamten Gemeinschaft und in allen Amtssprachen als Hinweis auf Methoden des ökologischen Landbaus, es sei denn, sie werden nicht für in Lebensmitteln oder Futtermitteln enthaltene landwirtschaftliche Erzeugnisse verwendet oder stehen ganz offensichtlich in keinem Zusammenhang mit dieser Art der Erzeugung: spanisch: ecológico, —dänisch: økologisk, deutsch: ökologisch, biologisch, —griechisch: ß........, englisch: organic, französisch: biologique, italienisch: biologico, — niederländisch: biologisch, portugiesisch: biológico,— finnisch: luonnonmukainen, — schwedisch: ekologisk."
In Artikel 8 wird geregelt, wer sich zertifizieren lassen muß, wenn er mit "Bio" werben möchte und schiere Händler werden ausgenommen:
"1) Jedes Unternehmen, das Erzeugnisse gemäß Artikel 1 erzeugt, aufbereitet, lagert oder aus einem Drittland einführt, um sie später zu vermarkten, oder das diese Erzeugnisse vermarktet, ist verpflichtet, a) diese Tätigkeit bei der zuständigen Behörde des Mitgliedstaats, in dem diese Tätigkeit ausgeübt wird, zu melden; die Meldung muss die in Anhang IV genannten Angaben enthalten; b) seine Tätigkeit dem Kontrollverfahren gemäß Artikel 9 zu unterstellen.

Die Mitgliedstaaten können Einzelhändler, die derartige Erzeugnisse direkt an den Endverbraucher oder -nutzer verkaufen, von der Anwendung dieses Absatzes befreien, sofern sie diese Erzeugnisse nicht selbst erzeugen, aufbereiten, an einem anderen Ort als einem Ort in Verbindung mit der Verkaufsstelle lagern oder aus einem Drittland einführen."
Der letzte Absatz betrifft die Gastronomie insoweit sie eine Einzelhandelsfunktion wahrnimmt, also z.B. Handelswaren verkauft, die Bio-zertifiziert sind (etwa Bio-Tee, Bio-Kaffee oder Bio-Riegel in Verpackungen verkauft).

Weitergehende Informationen zum Einsatz von Bio-Produkten bei Großverbrauchern (wie Gastronomie, Kantinen, Catering) erhalten Sie beim Bundesverband ökologischer Landbau.

Anstelle des Bio-Segels auch mit den eingeführten Öko-Zeichen von Anbauverbänden arbeiten. Diese sind in der Regel jedoch stringenter und die Auswahl der in Frage kommenden Lieferanten und Produkte ist kleiner:
  • Bioland
  • Demeter
  • Naturland
  • ANOG (als Bio-Marke unter dem Dach von Naturland)
  • Biopark
  • Gäa
  • Biokreis
  • Ecovin
  • Ökosiegel.
Ein Beispiel für eine Bioland-Gastronomie: Cassiopeia

Weitere Bioland-Gastronomiebetriebe.

Mehr über Bioland-Restaurants: "Kein Bammel vor dem Bio-Boom", in: Gastronomie-Report.de.

Mehr über "Biologische Produkte im Gastgewerbe".
Der Wirtschaftsjournalist Markus Groll und der Ernährungswissenschafter Gernot Loitzl warnen in ihrem Buch "Die 50 größten Bio-Lügen" vor konventionellen Trittbrettfahrern, die mit Konsumententäuschungen vom Bio-Markt profitieren möchten.

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Starbucks Podcasts.

Starbucks Deutschland bietet Podcasts, in denen ein "Blick hinter die Kulissen" geworfen wird. Wo kommt Kaffee her, was ist eine French Press und wie sieht eine Kaffeebohne nach der Ernte aus? Barista erzählen über Zubereitung und Qualität und ihren ganz persönlichen Bezug zur braunen Bohne. Als Moderator hat man Alexander Wunschel gewinnen können, Gewinner des Podcast Awards 2006 und bekannt in der Szene mit seinen Podcasts "Pimp my Brain" und "Blick über den Tellerrand".

Die ersten drei Podcasts haben u.a. zum Inhalt:
  • ein Interview mit Katrin David, Starbucks-Expertin für Kaffee.
  • ein Interview mit Kerstin May, Starbucks-Marketing-Spezialistin für Kaffee und das CSR-Projekt für Ruanda.
  • ein Kaffeeseminar mit Katrin David und Kiko Kiriakou, dem Store Manager aus dem Starbucks Coffee House in der Düsseldorfer Nordstraße.

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Touristische Angebote fuer Bierliebhaber.

Touristische Destinationen in Deutschland haben Defizite bei Angeboten für Bierliebhaber und -kenner, auch wenn einige langsam nachbessern. Das fängt bei den Brauereien an. So gestand mir ein Brauer einer namhaften Brauerei, daß die Mitarbeiter seines Hauses, die unregelmäßig zwei- bis dreimal in der Wcohe Brauereibesichtigungen durchführen, im Grunde keine Ahnung von Bier haben, insbesondere keine Bierverkostung angemessen durchführen können. Anders die Riedenburger Brauerei. Deren Inhaber, Diplom-Braumeister Michael Krieger, hat sich zum Biersommelier ausbilden lassen. Und das endet bei Incoming-Agenturen, die oft keine Ahnung haben, wie sie Bündel schnüren können, die Bierkenner wirklich interessieren. Deshalb wird der Markt der Bierreiseveranstalter noch geprägt von engagierten Amateuren und Semi-Professionals.

Die Entwicklung interessanter Angebote wird erschwert durch lokale Scheuklappen. Man erkennt das Besondere vor der eigenen Haustür nicht. Hilfreich ist es, eine fremde Brille aufzusetzen. Was Ortsfremde und insbesondere Ausländer an deutschem Bier fasziniert, zeigt z.B. ein aktueller Artikel in der New York Times: "On a German Beer Trail, One More for the Road" vom 20. Mai 2007. Evan Rail, ein Amerikaner, der in Prag lebt, hat im Frühjahr eine selbst organisierte Bierreise nach Köln, Leipzig und Bamberg gemacht.

Kein Deutscher käme wohl auf die Idee, Destinationen wie Köln, Leipzig und Bamberg in einer Reise zu vereinen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus verschwendet ihre Staatsknete lieber für andere Themen. Außer ein paar flotten Sprüchen über Bier hat man nichts zu bieten. Aus amerikanischer, asiatischer oder meinetwegen auch österreichischer Sicht liegen deutsche Städte und Brauereien jedoch dicht beieinander. Siehe dazu auch: "Rekordverdaechtige Bierreise von Wien ueber Bamberg nach Belgien".

Frühere Berichte über Bierreisen und andere hochwertige Bier-Events:

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Samstag, Mai 19, 2007

Cocoa Bar, New York.

Meine Flickr-Partnerin Bonny Kang hat im letzten Jahr ín New York die Cocoa Bar besucht und einige Fotos geschossen.

Die Speisekarte ist natürlich voll auf Schokolade fokussiert. Es gibt Pralinen, Trüffel, Schokoladenbonbons und Schokoladenkuchen. Trinken kann man Kaffee, Tee und Wein. Höhepunkte sind abendliche Dessertmenüs und Verkostungen von Wein und Schokolade.

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