Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, Juni 30, 2007

Mindestlohn in der Elektroinnung.

Laut einer Meldung von net-tribune vom 30. Juni 2007 ("Union warnt SPD vor Mindestlohnkampagne") wollen eine Reihe von regionalen Elektroinnungen beschließen, einen Lohn von 7,70 Euro im Osten und 9,20 Euro im Westen in das Entsendegesetz aufnehmen zu lassen. Dann würde dieser Lohn für alle Beschäftigten dieser Branche gelten.

Akzeptieren Sie deswegen keine steigende Preise Ihres Elektromeisterbetriebs. Sie können, statt einen Betrieb der Elektroinnung zu beauftragen, einen Gesellen dieser Branche geringfügig oder kurzfristig in ihrem gastgewerblichen Betrieb beschäftigen. Dann gilt für diesen Mitarbeiter der branchenbezogene Mindestlohn nicht, weil er im Gastgewerbe beschäftigt ist.

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Einzigartig bemalte Zimmer.

Über das "Project Fox der Volkswagen AG" haben wir schon berichtet. Mittlerweile zeigt die Website des Hotels Fox Fotos der einzigartig bemalten Zimmer (via "Interessante Zeiten" von Dr. Stephan List).

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Sushi im Supermarkt.

Robert Lücke schreibt heute in der "Süddeutschen Zeitung" über die tsunamisushibars GmbH & Co. KG in Neuss, den Marktführer im deutschen Markt für frische Sushis, die in Supermärkten abgepackt verkauft werden, und weitere Trends der "deutschen Esskultur: "Schäumchen im Schnapsglas".

Der Erfolg hat sicherlich auch etwas zu tun mit den nicht alltäglichen Konditionen für den Handel:
"Was wir Ihnen bieten? Ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem attraktiven Preis, welches wir ausschließlich über unsere eigene Logistik ausliefern: frisch,schnell und zuverlässig! Bei Ihnen im Markt vor Ort räumen wir unsere Ware selbst ein und das Beste: Sie müssen nur das bezahlen, was auch wirklich verkauft wurde. Dieses Konzept ist einzigartig im deutschen Frische-Markt und begeistert nicht nur Sie, sondern auch Ihre Kunden."
Siehe auch zum verwandten Thema Tiefkühl-Sushi unseren früheren Beitrag "Sushi aus Island" über ein Tiefkühlangebot der Deutschen See.

Mehr über "Sushi. Links und Buchempfehlungen".

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Gastronomiepreis Franken.

Über Awards, bei denen man Kohle rüber schieben muß, um daran teilnehmen zu können, habe ich eine dezidierte Meinung. Sie ähnelt der über Jobangebote, bei denen Arbeitslose Waren gegen Vorauskasse abnehmen müssen, die sie verkaufen sollen. Sie können sie sich denken.

Unvergleichlich, ganz anders, nämlich super, toll, gelungen, überaus empfehlenswert, grandios, phantastisch, einzigartig, ein Muß für alle Gastronomen, denen die Seele nach einer Auszeichnung brennt, ist der "oscar-ähnlich gestaltete" "Gastronomiepreis Franken". Siehe dazu: "Ein Königreich der tollen Gastronomie", in: Fränkische Nachrichten vom 30. Juni 2007.

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Flaschenoeffner.

Ich will meinem Bremer Lieblingsblogger, dem ShopBlogger, nicht zu nahe treten. Aber sein jüngster Eintrag "Erweiterer Kundenservice", worin er schildert, daß er jetzt für die vielen Kunden, die ihr Bierchen zum Soforttrinken haben wollen, einen Flaschenöffner an der Kasse liegen hat, motiviert mich zu einer Anmerkung.

In Bamberg hat in den 80er Jahren das Ordnungsamt einen Kiosk über Monate hinweg mit Bußgeldern genervt, weil der Betreiber Flaschenbier verkauft hat. Der Platz um diesen Kiosk ist bevorzugt von Stadtstreichern besucht worden, die Bier am Kiosk verkauft und nach dem Trinkvergnügen mangels Toiletten (auch öffentlicher) in der Umgebung an Bäume in der Nähe des Kiosks wieder abgelassen haben.

Diesem Kiosk wurde formal ein Verstoß gegen das Gaststättengesetz vorgeworfen. In Paragraph 1 des Gaststättengesetzes heißt es:
"(1) Ein Gaststättengewerbe im Sinne dieses Gesetzes betreibt, wer im stehenden Gewerbe

1. Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle verabreicht (Schankwirtschaft),....

wenn der Betrieb jedermann oder bestimmten Personenkreisen zugänglich ist."
Daß dieser Kiosk jedermann zugänglich gewesen ist, ist angesichts seines Standorts auf einem öffentlichen Platz offensichtlich gewesen. Strittig ist aber gewesen, ob die Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle verabreicht worden sind, denn der Kioskbesitzer hat die Flaschen verschlossen gekauft und auch keinen Öffner bereit gestellt. Substantiell ging es um fehlende Toiletten, die, wenn dieser Kiosk als Gaststätte anzusehen gewesen wäre, Voraussetzung einer Konzessionserteilung gewesen wären.

Juristisch stellt sich die Chose heutzutage nach der Reform des Gaststättengesetzes nicht mehr ganz so einfach dar, zumindest solange man keinen Alkohol ausschenkt. Ich gehe deshalb davon aus, daß der Bremer Flaschenöffner bereit liegt, um damit Flaschen mit alkoholfreien Getränken zu öffnen.

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Freitag, Juni 29, 2007

Jeder Vierte isst taeglich außer Haus.

Jeder Vierte isst mindestens einmal täglich außer Haus, beispielsweise in Betriebskantinen, Schulmensen oder Gaststätten - ein gesundes Essensangebot ist daher ein Image förderndes Aushängeschild, auf das immer mehr Kunden achten. Darauf machte Bayerns Gesundheits-Staatssekretär Otmar Bernhard auf der Jahrestagung des Verbandes der Fachplaner Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung heute in München aufmerksam. Bernhard:
"Das Ernährungsverhalten unserer Gesellschaft ändert sich grundlegend. Die klassische Aufteilung in drei Mahlzeiten zuhause wird zunehmend abgelöst vom Essen auf die Schnelle und vom Happen zwischendurch außer Haus."
Angewiesen auf das Angebot der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sind alle Altersgruppen von Kindergartenkindern, über Berufstätige bis zu Altenheimbewohnern. Dabei steige aber nach den Worten des Staatssekretärs auch die Erwartungshaltung der Gäste; eine reichhaltige, gesunde Essenspalette mit Salatbuffet, frischem Obst und Fruchtsaft seien gefragter denn je. Neben zahlreichen anderen Initiativen lobt das Gesundheitsministerium daher auch in diesem Jahr wieder den Wettbewerb "Essen pro Gesundheit" aus. Er will Hotels, Gaststätten, Betriebskantinen, Mensen, Heime, Krankenhäuser sowie Reha-Einrichtungen dafür gewinnen, stärker auf gesundheitsfördernde Ernährung zu achten und ihren Gästen ein gesundes Essen schmackhaft zu machen.

Die Wettbewerbs-Jury beurteilt insbesondere das Essensangebot unter ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten, beispielsweise ob ausreichend Salat, Gemüse, Obst und Milchprodukte verwendet oder ob die Gerichte fettsparend und nährstoffschonend zubereitet werden. Auch das Verhältnis zum Gast und die Initiativen und Aktionen zu einer gesundheitsfördernden Ernährung fließen in die Beurteilung ein. Interessierte Bewerber können sich beim Gesundheitsministerium ab sofort für den Versand der Ausschreibungsunterlagen vormerken lassen.

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz).

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Beste Winzer-Websites 2007.

Thomas Lippert, dem Heidelberger Winzerblogger und Kellermeister, auf diesem Wege meinen herzlichen Glückwunsch zum Sonderpreis für die Einbindung von interaktiven Web2.0-Elementen auf der Website des Weinguts Clauer. Diesen Sonderpreis erhielt auch das Weingut Jonas aus Eltville. Die Jury hielt die Einbindung dieser Elemente in Form eines Weblogs oder eines Tagebuchs auf ihrer Homepage für besonders gelungen.

Den Preis für die beste Winzer-Website 2007, ausgelobt vom Deutschen Weininstitut, ging an das fränkische Weingut Max Müller in Volkach.

Aus den rund 150 beteiligten Winzerbetrieben und Genossenschaften hat die 17-köpfige Jury aus Fachleuten der Wein-, Werbe-, Internet- und Medienbranche die Sieger gekürt. Die Plätze zwei und drei belegen das sächsische Weingut Schloss Wackerbarth sowie das „Klostergut Himmeroder Hof“ in Kesten an der Mosel.

Die Besucher der DWI-Homepage www.deutscheweine.de hatten zudem drei Wochen lang die Möglichkeit, aus den zwölf besten Websites des Wettbewerbes ihren Favoriten auszuwählen. Die Homepage www.dasenstein.de der badischen Winzergenossenschaft „Hex vom Dasenstein“ verbuchte mit Abstand den größten Teil der 2600 abgegebenen Stimmen für sich und erhält den Publikumspreis des Wettbewerbs.

Das Juryvotum zu den Preisträgern

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden drei ganz unterschiedliche Ansätze einer Internetpräsenz ausgezeichnet:
  • Der Sieger, Weingut Max Müller I aus Volkach, ist ein Familienweingut, dem es in hervorragender Weise gelungen ist, das Erlebnis eines persönlichen Besuches auf seine Homepage zu übertragen – und dies mit einem sehr ansprechenden Design“, so das Urteil der Jury.
  • Beim Gewinner des 2. Preises, Schloss Wackerbarth aus Sachsen, lobte sie insbesondere die sehr umfangreiche, informative und schöne Site eines großen Weinguts mit den entsprechenden Möglichkeiten.
  • Den dritten Preis vergab die Jury an die eher futuristisch anmutende Site für ein junges Publikum, des Klostergutes Himmeroder Hof, das mit gezielt gesetzten Farben, Flächen und Formen als grundlegende Gestaltungsmerkmale, den weininteressierten Internet-Surfer umgehend in die Welt des Klosterguts eintauchen lässt.
Die ausführlichen Bewertungen der Siegerwebsites durch die Jury können demnächst unter www.deutscheweine.de eingesehen werden.

Laudatio für das Weingut Max Müller I:
Utz Graafmann, Herausgeber des Internetportals www.weinplus.de

Laudatio für das Weingut Schloss Wackerbarth:
Britta Binzer, Redakteurin ZDF-online

Laudatio für das Klostergut Himmeroder Hof:
Robert Lönarz, Campus-Manager der Fachhochschule Geisenheim

Laudatio für die Winzergenossenschaft Hex vom Dasenstein:
Eckhard Biehl, Vorstand der ICT Solutions AG, Trier,

Laudatio für Weingut Clauer und Weingut Jonas:
Mario Scheuermann, Internetportal www.best-of-wine.com.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Weininstituts).

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Mobile-Tagging.

Wie funktioniert Mobile-Tagging? An Produkte, Objekte wie z.B. touristischen Sehenswürdigkeiten, Gaststätten und Hotels oder auch Werbeplakaten, praktisch allem, was man bedrucken kann oder mit einem Druck (Schild, Aufkleber usw.) versehen kann, wird ein zweidimensionaler Barcode aufgedruckt oder angebracht. Mit einem Handy kann man diesen Barcode scannen und bekommt dann weiterführende Information zu diesem Objekt auf dem Display des Handys angezeigt. Es handelt sich anders ausgedrückt um für Handys lesbare physische Hyperlinks.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, z.B.
  • kann man seinen Kunden Produktinformationen anbieten, die über die Beschreibung auf der Verpackung hinausgehen, z.B. Nährwertangaben, Verwendungsmöglichkeiten, Hilfeseiten, Reparaturanleitungen. Die Abbildung Hamburger-qr-code.jpg zeigt z.B. eine Hamburger-Verpackung mit einem solchen Code.
  • gelangt man zur Website des gastgewerblichen Betriebs, um sich über diesen Betrieb zu informieren oder z.B. auch eine Reklamation, Kommentar zu hinterlassen.
  • kann man sich Meinungen von Gästen über diesen Betrieb anschauen.
  • Auf Werbemitteln, z.B. Plakaten und Flyern kann man dem Leser zu weiterführenden Informationen leiten.
Mehr über "Mobile-Tagging" im Online-Lexikon Wikipedia, in einem einführenden Artikel "Mobile-Tagging - Durchbruch des mobilen Internets", in: gründerszene vom 28. Juni 2007, und im Blog mobile-tagging (via "Newcomer (61): mobile-tagging-blog" von Best Practice Business Blog.

Das klingt alles nach Zukunftsmusik, ist aber in Japan schon weit verbreitet und wird wohl auch in Deutschland in wenigen Jahren üblich sein. Die ersten Handys mit vorinstallierten Readern sind bei Nokia in der N-Serie erschienen, heißt es in dem einführenden Artikel.

Eine spezielle Anwendungsmöglichkeit bietet Semepedia. Man kann sich dort einen Barcode erstellen lassen, der zu einem Artikel des Online-Lexikons Wikipedia führt. Sie können das etwa für die Bamberger Brauereigaststätte und Brauerei Schlenkerla ausprobieren:
  • Den Artikel über das "Schlenkerla" in Wikipedia suchen und die URL ermitteln, in diesem Fall http://de.wikipedia.org/wiki/Schlenkerla.
  • Dann lassen Sie sich auf der Seite http://www.semapedia.org/community/learnmore den Barcode generieren. Das Ergebnis Semapedia_Schlenkerla.pdf ist ein PDF, das man auf Papier, besser noch auf Etiketten, ausdrucken kann.
  • Diese Etiketten kann man dann an allen Objekten anbringen, die man mit einem von Handys lesbaren Link zu diesem Wikipedia-Artikel versehen möchte, z.B. Speisekarten, Speisekartenaushang, Flyer, Hinweisschildern.
Über Ihren Betrieb gibt es noch keinen Wikipedia-Artikel? Den können Sie selbst erstellen. Aber Wikipedia ist ein Lexikon, verlangt also nach redaktionellen Artikeln. Statt sich selbst zu loben, sollten Sie eher jemand mit dem Schreiben beauftragen, der aus der Sicht eines Außenstehenden Ihren Betrieb beschreiben kann, z.B. einen Journalisten.

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Donnerstag, Juni 28, 2007

Frische Broetchen zum Fruehstueck.

Anke Brillen porträtiert den Existenzgründer Jörg Stulga aus Ochtrup und seinen Brötchenlieferdienst Broechenbursche: "Wie Brötchen Geld bringen", in: Handelsblatt vom 28. Juni 2007. Sein Service - Kundenzu akquirieren, Betellungen entgegenzunehmen, Touren zu planen und das Geld zu kassieren, zielt auf Bäckereien, die die Brötchen herstellen und ausfahren. Aus der Sicht der Bäckereien stellt sich dieses Konzept als Outsourcing dar, der es den Bäckereien erlaubt, sich auf ihre Kernkompetenz zu konzentrieren, statt mühsam Kunden zu acquirieren, Bestellungen anzunehmen und das Geld einzutreiben.

Ein Franchisegeber ist mein brötchen taxi von Benjamin Geck in Sundern, der - wenn ich das richtig sehe - sich vor allem auf Auslieferer als Franchisenehmer wendet. Mir ist aufgefallen, daß dieser Franchisegeber geschickt die kostenlose Insertionsmöglichkeit bei Kijiji nutzt, um regionale Inserate zu schalten, wie etwa "Bamberg - mein brötchen taxi bietet Partnerschaft".

Für die Gastronomie sind solche Brötchenlieferdienste:
  • potentielle Lieferanten an Sonn- und Feiertagen, falls der wochentägliche Lieferant nicht liefern mag.
  • Konkurrenten, die das häusliche Frühstück attraktiver machen und so eventuell Gäste motivieren, lieber zu Hause zu frühstücken als in der Gastronomie.
  • eine denkbare Möglichkkeit, einen eigenen Lieferservice, etwa für Pizza, zu nutzen, um ihn morgens auzuslasten.
Siehe dazu auch: "Fruehstueck ans Bett".

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Beleuchtung in der Gastronomie.

ERCO bietet zum kostenlosen Download eine Broschüre "Licht und Gastlichtkeit". Das Online-Tutorial zum Beleuchtungssystem DALI von Erco demonstriert - am Beispiel eines Retaurants - alle Schritte:
  • die Planung
  • die Installation
  • die Inbetriebnahme
Das Beleuchtungssystem DALI (Digital Addressable Lighting Interface) ist speziell für die szenografische Architekturbeleuchtung entwickelt worden. Die klassischen Prinzipien der qualitativen Lichtplanung, "Licht zum Sehen, Licht zum Hinsehen, Licht zum Ansehen" finden auch im Gastronomiebereich ihre Anwendung.

Im Tutorial wird die Bedeutung der Beleuchtung in der Gastronomie zutreffend beschrieben und anhand von zahlreichen Beispielen aus dem Gastronomie dargestellt:
"Ob Design- und Boutique-Hotels, ob Themenrestaurants oder Erlebnisgastronomie: Stets benötigt das gastronomische Konzept einen räumlichen und inszenatorischen Rahmen, der das jeweilige Thema trägt und kommuniziert. Immer mehr Wirte, Hoteliers und Manager der Systemgastronomie erkennen dabei das Potential von Licht und Architektur. Dieses Potential auszuschöpfen, in dem man Licht in seiner Wechselwirkung mit Raum, Zeit und Atmosphäre zu einer schlüssigen Szenografie formt – dazu sollen die Informationen, Planungstipps und Beispiele dieser Broschüre motivieren: Tune the light!"

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Rauchen auf dem Abort.

Das in Hamburg geplante Passivraucherschutzgesetz nötigt Menschen, die eigentlich die Menschheit retten könnten, dazu, sich mit so Profanem wie der Frage zu beschäftigen, ob man denn nach Einführung eines Rauchverbots in der Gastronomie auf den Toiletten rauchen darf.

Rechtsanwalt Sven Oliver Schmidt rät:
"Die Toiletten müssen rauchfrei bleiben."
(Quelle: "Rauchzeichen aus dem Parlament", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 23. Juni 2007.

Als Gastronom mit praktischem Verstand werden Sie sich fragen, wer denn kontrollieren soll, ob Gäste hinter der Tür mit dem Herzen rauchen oder nicht? Nun, ich gehe, zumindest bis sich die Sesselfurzer eine bessere Lösung ausgedacht haben, davon aus, daß die Kontrollbehörden sich rund um die Uhr, nach Männlein und Weibchen getrennt, in den Toiletten unserer Gaststätten aufhalten und jeden erwischen, der es wagt, dort klammheimlich zu rauchen. Aber ich habe ja gut reden, denn es ist immer noch nicht klar, wer denn überhaupt kontrollieren soll:Siehe dazu auch: "Nichtraucher-Pissoir: links, rechts oder in der Mitte".

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Mittwoch, Juni 27, 2007

Rauchverbot im Saarland.

Tobias Hans, der Referent des Saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU), hat gegenüber dem Hamburger Abendblatt ("Saarland stellt sich gegen generelles Rauchverbot", in: Hamburger Abendblatt vom 27. Juni 2007) geäußert, im Saarland dürften auch nach Einführung eines gesetzlichen Rauchverbots
"rein inhabergeführten Kneipen, die kein abhängiges Personal beschäftigen"
selbst über ein Rauchverbot entscheiden.

Von dieser Ausnahmeregelung profitieren nur ganz wenige Betriebe, in denen ausschließlich Familienangehörige mitarbeiten (wo die verwandtschaftlichen Grenze zu ziehen ist, wäre auszuloten) oder Schwarzarbeiter. Mit einer solchen Ausnahmeregelung zeigt die saarländische CDU nur, daß sie von der Gastronomie wenig Ahnung hat und die Existenz vieler kleinen Gastronomie bewußt gefährdet.

Eine Möglichkeit, diese Ausnahmeregelung kreativ zu nutzen, wäre, den gastronomischen Betrieb aufzuteilen, etwa in die Gaststätte und einen weiteren Betrieb, z.B. für das Catering. Die Mitarbeiter würde man dann beim Caterer beschäftigen; die Gaststätte selbst bleibt ohne abhängiges Personal - zumindest auf dem Papier.

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Rauchverbot foerdert illegale Nachbarschaftskneipen.

Mike Salemink berichtet in seinem Dutchblog ("Draussen nur Kännchen") über ungewöhnliche Preistaktiken niederländischer Gastronomen:
  • einen Mindestverzehr von 50 Euro in einem edel anmutenden Restaurant.
  • den neuen Trend von Strandkorbverleihern, die auch gastronomische Produkte anbieten, das Mitbringen von Kühltaschen zu untersagen.
Das Rauchverbot habe zu einer Zunahme von illegalen Nachbarschaftskneipen geführt:
"Da gibt es eine ganze Flasche Bier für einen Euro und Rauchen ist zugestanden. Wie zu Zeiten der Prohibition, da gab es auch diese Flüsterkneipen. Ähnlich verhält es sich mit den Nachbarschaftskneipen in denen ein Wohnzimmer leicht umgebaut wurde. Und die Einnahmen werden sicherlich nicht versteuert. Eingriffe des Ordnungsamtes oder der Polizei sind kompliziert, es kann sich ja auch um eine private Feier handeln."
Solche Formen illegaler Gastronomie wird es nach der Einführung eines gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie auch in Deutschland geben. Der Gastronomie drängt sich - wie auch bei der florierenden Schwarzgastronomie von Vereinen - die Frage auf: zuschauen oder mitmachen?

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Belgische Biere in der oesterreichischen Gastronomie.

Conrad Seidl schreibt in seiner Bierkolumne in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" vom 25. Juni 2007 über "Verrückte Brauer und ihre Biere" in Belgien und bedauert, daß Österreichs Gastronomen sich kaum trauen, deren Biere auf die Bierkarte zu setzen.

Der Bierpapst stellt in seiner Kolumne auch das Studentenlokal Känguruh in der Wiener Bürgerspitalgasse vor:
"erst in den letzten ein, zwei Jahren wurde die Bierkarte so weit umgekrempelt, dass es heute als das führende belgische Bierlokal Wiens gelten kann. Was immer an Bier aus Belgien aufzutreiben ist, kommt auf die Karte - und niemand muss sich Sorgen machen, dass da ein Bier alt werden und kaputt gehen könnte."
Als "Bier der Woche" stellt Conrad Seidl ein "Bayerisches Weizen-Ale" vor, gebraut von Vladko Semdmak in der Siebensternbräu, ein Bier vom Typ amerikanisches Hefeweizen.

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Apollinaris setzt auf neue Vertriebskanaele.

Die Mineralwassermarke Apollinaris hatte sich lange Zeit besondere mit "Apollinaris Selection", ein natürliches Mineralwasserprodukt mit einem reduzierten Kohlensäuregehalt, das – unter Mitwirkung der "Jeunes Restaurateurs d’Europe Deutschland" – exklusiv für die Gastronomie entwickelt wurde, als Marke für die gehobene Gastronomie positioniert, z.B. als Begleiter von Wein. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Apollinaris stellt die Studie "Geschmack 2006" vor".

Nach dem Erwerb dieser Marke durch Coca-Cola im Jahre 2006 setzt man nun auf neue Vertriebskanäle:
"Mit den neuen PET-Einweg-Flaschen will Apollinaris vor allem im Unterwegsgeschäft neue Vertriebskanäle erschließen. Um hier eine möglichst breite Distribution zu erreichen, werden die Flaschen nicht nur in Bäckereien, Bistros oder Tankstellenshops etabliert. Apollinaris baut in diesem Jahr zusätzlich ein umfassendes Cooler-Vertriebsnetz auf, zum Beispiel in Büros, Kantinen oder Veranstaltungshäusern."
Gute Gründe, darüber nachzudenken, Apollinaris in der Gastronomie auszulisten.

Die vollständige Pressemitteilung:

Apollinaris Sampling auf Langen Nächten der Museen

Berlin, 27. Juni 2007: Mit einem groß angelegten Sampling erreicht Apollinaris auf den Langen Nächten der Museen anspruchsvolle Endverbraucher. Auf den ersten beiden Veranstaltungen freuten sich insgesamt knapp 40.000 Kulturbegeisterte über die willkommene Erfrischung: Apollinaris Medium in der neuen, praktischen PET-Einweg-Flasche. Bis zum Jahresende folgen noch vier weitere Sampling-Auftritte.

Der Premium-Charakter der kulturellen Großveranstaltungen passt besonders gut zur Mineralwassermarke Apollinaris und das Sampling zahlt direkt auf die Dachmarke ein. "Die strategische Entscheidung Apollinaris auch im Bereich Kultur zu positionieren, war richtig", erklärt Volker Büttel, Water Marketing Director bei der Coca-Cola GmbH. Er fügt hinzu: "Mit den Langen Nächten der Museen als Sampling-Plattform haben wir in den beiden letzen Jahren nur positive Erfahrungen gemacht und Apollinaris Medium in der stilvollen PET-Einweg-Flasche ist das ideale Sampling-Produkt." Die Flaschen, die nach dem Vorbild der mehrfach ausgezeichneten Selection-Flasche des Designers Peter Schmidt gestaltet wurden, sind praktische Begleiter auf der Museumstour und erfüllen auch optisch die Ansprüche der Veranstaltungsbesucher.

In den vergangenen Jahren konnte Apollinaris auf den Langen Nächten der Museen insgesamt knapp 250.000 Endverbraucherkontakte erzielen. Den diesjährigen Veranstaltungen in Hamburg und Hannover folgen noch weitere Stationen in Dresden, Dortmund, München und Köln.

Ideal für unterwegs

Mit den neuen PET-Einweg-Flaschen will Apollinaris vor allem im Unterwegsgeschäft neue Vertriebskanäle erschließen. Um hier eine möglichst breite Distribution zu erreichen, werden die Flaschen nicht nur in Bäckereien, Bistros oder Tankstellenshops etabliert. Apollinaris baut in diesem Jahr zusätzlich ein umfassendes Cooler-Vertriebsnetz auf, zum Beispiel in Büros, Kantinen oder Veranstaltungshäusern.

(Quelle: Pressemitteilung von Coca-Cola).

Mehr über "Apollinaris" im Online-Lexikon Wikipedia.

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Strategie Orange.

Der Schweizer Arbeitgeberverband GastroSuisse propagiert eine sogenannte "Strategie Orange" von Daniel Jung, dem Leiter Berufsbildung GastroSuisse.

Einer Pressemitteilung "Wahlfreiheit für den 'Ich-Gast'", in: "Der Zürcher Oberländer", ist zu entnehmnen, daß Gastronomen davon absehen sollen, ein traditionelles Restaurant-Menü, z.B. mit drei Gängen, anzubieten. Das Rezept für die Zukunft sei "Food-Moduling".
"Das Essverhalten entwickelt sich weg vom Drei-Mahlzeiten-Denken hin zur maximalen uneingeschränkten Wahlfreiheit."
Nun, daß ein Gast alles bekommt, wann und in welcher Reihenfolge, die er möchte, wenn er es denn bezahlen kann, ist doch eigentlich selbstverständlich.

In einem anderen Bericht über die Pressekonferenz, auf der die "Strategie Orange" vorgestellt worden ist, kommen Détails zur Sprache ("Glaubt man GastroSuisse, dann geht das klassische Speisemenü in den Restaurants seinem Ende entgegen. Gestern präsentierte der Dachverband der Schweizer Wirte seine Vision der servicetechnischen Zukunft: das «Food-Moduling»", in: Liechtensteiner Vaterland):
"Den gestern präsentierten Beispielen zufolge würde die Essensbestellung dann ein wenig einer Excel-Kalkulationsübung ähneln. Anhand einer Tabelle, die beispielsweise acht gleichwertige Angebotseinheiten (Pasta, Kartoffeln, Gemüse A, Gemüse B etc.) in drei verschiedenen Portionsgrössen zur Auswahl stellt, könnte sich der Gast mittels Kreuzchen in den 24 Feldern seine persönlichen lukullischen Freuden zurechtkombinieren.

'Das Paradebeispiel einer Win-Win-Situation!' schwärmte Jung. Denn das 'Food-Moduling' erlaube den Gastro-Unternehmern eine Reduktion des Sortiment-Umfangs, dies dank der zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten, die dem Gast offen stünden."
Statt einer kritischen Bemerkung dazu, nur der Hinweis, daß die Vertreter dieser Idee laut dem erwähnten Bericht bereits zurückgerudert sind:
"Ganz so heiss gegessen wie gekocht möchten Jung und GastroSuisse-Präsident Klaus Künzli ihr Multioptions-Soufflée dann aber doch nicht haben, wie sich auf Nachfragen von Journalisten hin zeigte. «Mit der 'Strategie Orange' wollen wir der Branche in erster Linie Denkanstösse liefern», so Künzli. Und Jung ergänzte: «Unser Vorschlag mit dem 'Food-Moduling' soll die Wirte dazu anstacheln, an ihren Angebotsstrukturen zu arbeiten."
Wer sich über Détails informieren will, kann das Booklet "La stratégie Orange by GastroSuisse" beim Infocenter von GastroSuisse, Telefon Schweiz 0848 377 111, zum Preis von 49 Schweizer Franken kaufen.

Die anläßlich einer Pressekonferenz gehaltenen Vorträge können auf der Website von GastroSuisse heruntergeladen werden: "Medienkonferenz: Food-Moduling - das Menü der Zukunft". Dazu gehören auch Statements der Kollegen Peter Rosenberger, Vorderer Sternen, Rosaly's und Belcafé AG, und René F. Maeder, Waldhotel Doldenhorn und Landgasthof Ruedihus.

Der Vortrag von Daniel Jung ist durchaus lesenswert, auch wenn der Autor sich in einem Wulst von Begriffen wie "Ich-Gast", die an die Sprüche von Peter Hartz erinnnern, ertränkt. Solche Aussagen kann ich unterschreiben:
"Die Auflösung des Menü-Denkens führt dazu, dass sowohl die Folge (1. Vor-, 2. Haupt-, 3. Nachspeise) als auch die Wertigkeit (Vor-, Haupt-, Nachspeise) der Menüteile aufzugeben sind. An ihre Stelle tritt das Food-Moduling mit gleichwertigen Komponenten, deren Wahl, Kombination, Reihenfolge und Anzahl der Gast selbst bestimmt."

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Dienstag, Juni 26, 2007

Deutschlandfonds.

Einen saudummen Vorschlag hat sich der SPD-Vorsitzende Kurt Beck von Gewerkschaftsfunktionären einflüstern lassen: "Beck will die Deutschland AG", in: Tagesspiegel vom 26. Juni 2007.
"'Ich schlage einen Deutschlandfonds für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor, in den die Arbeitnehmer einzahlen und der sich dann an ihren Unternehmen beteiligt', sagte Beck dem Magazin 'Stern'. Durch die indirekte Beteiligung über den Fonds sollten die Arbeitnehmer vor dem Risiko von Pleiten geschützt werden. Den Kauf von Anteilen am 'Deutschlandfonds' will die SPD staatlich fördern."
Warum ist dieser Vorschlag saudumm?
  • Die Mehrheit von Arbeitnehmern in Deutschland ist in Unternehmen beschäftigt, die für Kapitalbeteiligungen nicht zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter dieser Unternehmen würden mit ihren Ersparnissen nicht ihre eigenen Unternehmen fördern, sondern fremde, evtl. sogar konkurrierende Unternehmen. Mitarbeiter meiner Gaststätte würden sich via Deutschlandfonds etwa an McDonald's beteiligen, woran weder sie noch ich ein Interesse haben.
  • Der einzige, von Beck nicht genannte Zweck eines solchen "Deutschlandsfonds" besteht darin, für Funktionäre, denen kein Mensch freiwillig sein Geld anvertrauen würde, Jobs und Macht zu generieren. Funktionäre vom Typ der Gewerkschaftsfunktionäre, die schon bei der Bank für Gemeinwirtschaft, der Coop, der Volksfürsorge und der Wohnungs- und Städtebaugesellschaft Neue Heimat Milliarden vernichtet haben, könnten sich wieder einmal am Geld anderer Leute bereichern.
  • Durch den Deutschlandsfonds werden Arbeitnehmer nicht vor einer Pleite eines Unternehmens, an dem sich der Fonds beteiligt hat, geschützt. Vielmehr tragen auch Mitarbeiter solider Unternehmen das Risiko von Unternehmen mit, an denen man sich besser nicht beteiligen sollte. Zudem ist das Risiko, daß sich der "Deutschlandfonds" an riskanten Unternehmen beteiligt, überdurchschnittlich groß. Starke Unternehmen werden keine Beteiligungen akzeptieren, bei denen sie Gewerkschaftsfunktionären Informationen übermitteln müssen. Unternehmen mit schlechtem Ranking hingegen werden Beteiligungen des Deutschlandsfonds gerne akzeptieren, weil sie von vernünftigen Anlegern kein Geld mehr bekommen.
  • Es ist Stand der Wissenschaft, daß Anleger ihr Portfolio regional diversifizieren sollten. Arbeitnehmer, die sparen, sollten ihr Kapital deshalb global streuen, sich z.B. auch an amerikanischen oder asiatischen Aktiengesellschaften oder Investmentfonds mit solchen Werten beteiligen und nicht nur an deutschen Unternehmen.
  • Anleger sollten aber auch nicht nur in Unternehmen investieren, sondern auch in Immobilien, Gold, Rohstoffe usw. Per "Deutschlandfonds" werden die Arbeitnehmer motiviert, ihr Geld einseitig in Unternehmensbeteiligungen anzulegen.
  • Der deutschnationale, populistische Name "Deutschlandfonds" unterschlägt und lügt über die Tatsache hinweg, daß deutsche und ausländische Arbeitnehmer in Deutschland Mitarbeiter z.B. von DAX-Unternehmen sind, die mehrheitlich ausländischen Aktionären gehören, mehrheitlich Mitarbeiter im Ausland beschäftigten und ihren Umsatz und Gewinn überwiegend im Ausland machen. Das Kozept ist damit - gab es nicht einmal soetwas wie eine "Sozialistische Internationale"? - so provinziell wie man es von einem "Landei" wie Beck erwarten kann.
  • Nicht zuletzt gibt es für Kapitananleger eine große Auswahl an Möglichkeiten, Geld anzulegen. Warum sollte man einen bürokratischen Apparat mit Menschen aufzubauen, die mehrfach bewiesen haben, daß sie nicht mit Geld umgehen können? Wenn die SPD ihren Vorschlag ernst meint, kann sie ja, gerne auch mithilfe der gewerkschaftlichen Kapitalvernichter, einen Fonds auflegen. Jeder, der mag, kann ihnen dann ja sein Geld anvertrauen - ganz unbürokratisch und freiwillig.

Montag, Juni 25, 2007

FroSTa testet Buero-Catering.

Testweise versucht sich der Tiefkühlkosthersteller FroSTa mit einem Catering-Angebot für kleine Unternehmen: FRoSTA Büro Bistro. Mehr darüber: "Das 'Büro Bistro' Projekt".

Dieses Angebot ähnelt Angeboten für das Schulcatering, etwa von Apetito:
"Das 'Büro Bistro' besteht aus einer Tiefkühltruhe für die Gerichte von FRoSTA und für Desserts sowie aus zwei Mikrowellen. Dass das echt nett aussehen kann, sehen Sie hier. Und die Idee dahinter ist, dass FRoSTA Ihnen das "Büro Bistro" ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung stellt, wenn Sie für eine bestimmte Zeit regelmäßig bei FRoSTA Produkte bestellen."
Bei Apetito und weiteren Anbietern bestellen die Konsumenten ihr Tiefkühlgericht aus einem recht großen Sortiment vor, was die Befriedigung spezieller Bedürfnisse ermöglicht. Andererseits müssen sich die Konsumenten Tage voraus festlegen.

Bei FroSTa Büro Bistro erfolgt die Lieferung anhand einer Bestellung des Kunden (mindestens 10 Gerichte, ab 25 Gerichte ohne Liefergebühr).

Welche Bestell- bzw. Liefersysteme wärend alternativ denkbar:
  • individuelle, taggenaue Vorbestellung seitens der Konsumenten wie bei Apetito und anderen Caterern. Dieses Verfahren provoziert Unzufriedenheiten, wenn Mitarbeiter erkranken, spontan keine Lust zu essen haben oder verhindert sind.
  • eine statische Füllung der Tiefkühltruhe, eventuell nach vorheriger Ermittlung des Kundenpräferenzen, bei dem entnommene Produkte aufgefüllt werden. Dann müßten Ladenhüter, die zu lange lagern, von den Auffüllern ausgetauscht werden.
  • ein System, das den Verbrauch der einzelnen Produkte ermittelt und entsprechend der so ermittelten Präferenzen wieder auffüllt, aber auch ermöglicht, saisonal zu variieren und ab und zu neue Produkte in die Truhe zu packen. Man könnte zudem den Kunden ermöglichen, gezielt einzelne Produkte vorzubestellen, aber ohne sie termingenau zur Abnahme/zum Verbrauch zu verpflichten.
Die konkrete Vertragsgestaltung
"Sie bekommen die FRoSTA Büro Bistro Station ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt, wenn Sie für 24 Monate monatlich 45 Gerichte kaufen. Innerhalb einer Probezeit von drei Monaten können Sie den Service testen."
erscheint mir etwas unflexibel, so haben Büros saisonal stark wechselnde Abnahmemengen (Feiertage, Urlaubszeit), so dass man eher auf eine abgenommene Jahresmenge abstellen sollte. Aber vermutlich kann man darüber mit FroSTa reden, wenn die durchschnittlich abgenommene Menge reicht, um die Kosten der Geräte und der Lieferung zu decken.

Eine Schwachstelle des Konzepts scheint mir in der Gefahr zu liegen, daß Mitarbeiter der Büros die Geräte nutzen, um Produkte (anderer Lieferanten) im Einzelhandel zu besorgen, tief gekühlt zu lagern und in der Mikrowelle zu erhitzen. Für FroSTa wären außer Spesen nichts gewesen. Dagegen spricht die Bequemlichkeit, dafür ein eventuell geringerer Preis von Produkte minderer Qualität. Vermutlich besteht das Risiko eher bei schlecht bezahlten Bürojobs.

In der Gastronomie werden ja auch allzu gerne Tiefkühltruhen von bestimmten Herstellern bzw. Lieferanten kostenlos geliehen und dann mit preisgünstigerer Ware anderer Hersteller bestückt.

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Voruebergehend kostenloser Zugang zu Beitraegen in Fachzeitschriften.

In der Zeit vom 25. Juni bis 20. Juli 2007 ist das Archiv der Printausgaben von
  • Food-Service (seit 1993)
  • gv-praxis (online archiviert seit 1995)
  • FoodService Europe & Middle East (1999)
  • cafe-future.net mit allen News seit November 2000.
Quelle: "Ab heute 25 Tage kostenlos: Online-Archiv aller Print-Ausgaben von food-service seit 1993", in: Cafe-Future.net, dem Branchenportal des Marktführers Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag.

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Sonntag, Juni 24, 2007

Pflichtablieferungsverordnung.

Mit einer Pflichtablieferungsverordnung sollen auch Blogs, wie das, das Sie gerade lesen, verpflichtet werden, der sammelwütigen Deutschen Nationalbibliothek ihre "unkörperlichen Medienwerke" abzuliefern.

Der Verband Bitkom kritisiert zu Recht diesen bürokratischen Exzess: "BITKOM kritisiert weitreichende Pläne zur Pflichtablieferung von Internet-Publikationen":
"BITKOM hat grundsätzlich Verständnis für die Bestrebungen der Bundesregierung Netzpublikationen von öffentlichem Interesse auf Dauer für Literatur, Wissenschaft und Praxis zu sichern und zugänglich zu machen. BITKOM bemängelt allerdings insbesondere die mit dem Verordnungsentwurf verbundene Rechtsunsicherheit hinsichtlich erfasster Netzpublikationen, die fehlende Angemessenheitsprüfung aus Sicht des Ablieferungspflichtigen, ungeklärte urheberrechtliche Aspekte sowie eine erhebliche zusätzliche Belastung von im Internet tätigen Unternehmen."
Ich habe dafür weniger Verständnis als die Bitkom. Denn es gibt mit dem Internetarchiv von Amazon bereits ein privates Unternehmen, das das Internet archiviert und nach einem Jahr zugänglich macht. Diese Lösung kostet die Websiteherausgeber nichts und hat zudem den Vorteil, daß die Herausgeber selbst entscheiden können, ob ihre Inhalte zentral archiviert werden oder nicht. Unsere Inhalte werden im Internetarchiv gespeichert. Darauf kann die Deutsche Nationalbibliothek, wenn sie denn mag, gerne zugreifen.

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Hausverbot fuer die nordrhein-westfaelische Landesregierung.

Kollege Bernd Wölbling hat für sein Bistro "OP Spandau" in Mechernich allen Politikern der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die direkt oder indirekt mit dem gesetzlichen Rauchverbot in Verbindung zu bringen sind, ab dem 21. Juni 2007 Hausverbot erteilt.

Bernd Wölbling hat die Website seines Bistros seit dem 15. Mai 2007 als Blog gelauncht und bei Blogger gehostet. Lesen Sie seinen Starteintrag: "Ich bin's, der Bernd".

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Gaeste auf dem Strassenstrich.

Sollte es zu einem gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie in Deutschland kommen, werden vor vielen Gaststätten rauchende Gäste stehen oder sitzen. Für Passanten, ob zu Fuß oder im Auto, hat dies den Vorteil, daß sie sich, ohne die Gaststätte betreten zu müssen, einen optischen Eindruck von den Gästen machen können. So können sie besser abschätzen, ob sie dazu gehören möchten. Es kann natürlich auch zu Mißverständnissen kommen. So hat ein ungarischer Schriftsteller die vor den Bürogebäuden rauchenden Büroangestellen für Straßenprostituierte gehalten: "Rauchfreie Zone", in: Schlaflos in New York" vom 23. Juni 2007.

Spaß beseite. In Zukunft wird man als Gastronom nicht nur auf eine attraktive Gestaltung
  • des Speisekartenaushangs,
  • des Gasthausschildes,
  • der Außenbeleuchtung,
  • der Hausfassade,
  • der Stelltafeln,
  • von Hinweisschildern auf den Betrieb
  • usw.
achten müssen, sondern auch darauf, daß möglichst attraktive Gäste auf der Straße stehen.

Vieleicht kann man rauchende Stammgäste dazu bewegen, sich Werbeschilder um den Hals zu hängen, Kneipen-T-Shirts überzustreifen oder Passanten als Doormen h.c. zum Besuch der Gaststätte zu animieren? Das wäre auch eine Einsatzmöglichkeit für die "Ein-Euro-Sandwichmen".

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Tarifbindung.

Im Editorial der aktuellen Ausgabe der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 23. Juni 2007 ("Streitfall Mindestlohn") schreibt deren Chefredakteur Hendrik Markgraf:
"Im Gastgewerbe fällt die Tarifbindung von Region zu Region unterschiedlich aus: Nicht alle Bundesländer liegen über 50 Prozent."
Da bin ich fürbaß erstaunt. Gibt es denn überhaupt ein einziges Bundesland, in demWelches Bundesland soll das denn sein?

Siehe dazu auch "DEHOGA kritisiert Mindestlohn-Kompromiss der fetten Koalition".

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Kaese als Topping.

Wegen der stark steigenden Preise (plus 55%) für Käse (Cheddar) berechnet Pizza Hut (in den USA) Käse als Topping. Pizza Hut verarbeitet jährlich rund 300 Millionen Pfund Käse: "Pizza Hut: If It's Cheese, It's A Topping!", in: Restaurant Marketing Blog vom 23. Juni 2007.

Mehr oder weniger integrale Bestandteile von Produkten zusätzlich zu berechnen oder auszugliedern und als Option anzubieten, sind bekannte Taktiken der Preispolitik gastronomischer Betriebe:
  • So kann man statt eines Produkts wie z.B. "Steak mit Pommes frites und Salat" alle drei Bestandteile getrennt anbieten. Dies verringert optisch den Preis für das "Steak".
  • Man kann bei Frühstücken Bündel anbieten inclusive eines Heißgetränks oder auch ohne Heißgetränk. Im zweiten Fall sieht der Preis des Frühstücks niedriger aus.
  • Man kann Komponenten ausgliedern. Steht in der alten Speisekarte ein Gericht mit einem Dip, bietet man das Gericht ohne Dip an und dazu optional Dips, die zusätzlich berechnet werden.
Siehe dazu: "Zielkostenrechnung (Target Costing) in der Gastronomie".

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Samstag, Juni 23, 2007

Brauereien als Energieerzeuger.

Das Treibhausgasemissionshandelsgesetz (PDF) stuft Brauereien als Energieversorger ein, weil die Branche für die Produktion Wärme erzeugt. Deshalb werden die Bierpreis steigen: "Warum Klimaschutz das Bier teurer macht", in: "Die Welt" vom 23. Juni 2007.

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Deutscher Kaffeeverband feiert zum zweiten Mal bundesweit.

Hamburg.
"Am 28. September können Kaffeeexperten sowie Kaffeelaien neue Facetten des Kaffees kennen lernen und Veranstaltungen oder Aktionen rund um das diesjährige Motto 'Kaffee – meine große Liebe' miterleben"
so Schirmherr Erol Sander. Durch verschiedene Fernsehfilme und Serienrollen verkörpert der TV-Star wie kaum ein anderer Schauspieler das Thema Liebe. Am "Tag des Kaffees" 2007 dreht sich alles um die innige Beziehung zwischen den Deutschen und ihrem Getränke-Favoriten. Zahlreiche Partner beteiligen sich bundesweit mit Aktionen und Veranstaltungen zu Ehren der braunen Bohne. Schon im vergangenen Jahr fanden mehr als 1.500 Events in über 600 deutschen Städten und Gemeinden statt, so beispielsweise Vorträge und Filmvorführungen, exotische Kaffee-Granulatmassagen und zahlreiche Kaffeeverkostungen.
"Kaffee fasziniert durch seinen Facettenreichtum"
so Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes.
"Jeder kann seinen persönlichen Lieblingskaffee finden, jeder seine eigenen Kaffeerituale entwickeln. Schließlich hat Kaffee tausend Gesichter – und zum deutschen Lebensstil gehört Kaffee einfach dazu. Mit dem ‚Tag des Kaffees’ wollen wir genau das feiern."
Passt immer, schmeckt immer: Der Star in deutschen Tassen
"Ob jung oder alt, männlich oder weiblich: Kaffee schmeckt einfach jedem, egal zu welcher Tageszeit oder in welcher Situation"
so Erol Sander, der durch seine Drehzeiten oft keinen festen Tagesrhythmus hat. Er sagt:
"Kaffeetrinken ist für mich immer eine erholsame Pause vom stressigen Arbeitsalltag. Ich genieße ihn als kleinen Urlaub oder als Wachmacher, wenn ich spät nachts noch über Drehbüchern sitze. Und das Abendessen kröne ich gerne noch mit einem guten Espresso – am liebsten schwarz ohne Milch und Zucker."
Der Schauspieler freut sich darauf, den Deutschen zum "Tag des Kaffees" Spannendes, Informatives und Wissenswertes rund um den Kaffee näher zu bringen.
"Ich war schon immer ein großer Kaffee-Fan"
so Sander.
"Seit ich mich als Schirmherr noch intensiver mit Kaffee beschäftige, genieße ich ihn noch bewusster."
"Tag des Kaffees" für alle: Online-Informationen auf einen Blick

Wer sich allgemein über das Thema Kaffee informieren möchte, findet auf der Internetseite www.tag-des-kaffees.de jede Menge Wissenswertes rund um die braune Bohne. Darüber hinaus haben die am "Tag des Kaffees" teilnehmenden Unternehmen in den kommenden Wochen die Möglichkeit, ihre geplanten Aktionen und Veranstaltungen selbständig dort einzutragen. Interessierte können diese Informationen und die genauen Aktionstermine nach Postleitzahlen geordnet auf der Homepage abrufen.

* Quelle: Aktuelle Marktstatistik (2007) des Deutschen Kaffeeverbandes.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kaffeeverbandes).

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START-Messe in Nuernberg.

Am 6. und 7. Juli 2007 ist die START-Messe in Nürnberg der Mittelpunkt der Gründer- und Jungunternehmerszene in Süddeutschland.

Auf der zweitägigen Veranstaltung in Halle 10 der NürnbergMesse stellen Institutionen, Berater und Netzwerke sowie Verbände, Dienstleistungsunternehmen, Banken, Versicherungen und eine Vielzahl von Franchise-Systemen ihre Angebote rund um die berufliche Selbstständigkeit vor..

Umfassendes Vortragsprogramm

Aus der Praxis für die Praxis – das steht bei der START in Nürnberg im Mittelpunkt. Neben den über 180 Ausstellern bieten mehr als 70 kostenfreie Vorträge von Experten und erfolgreichen Existenzgründern eine Vielzahl von wichtigen Anregungen und Informationen. Sie zeigen, worauf man bei einer erfolgreichen Gründung achten muss, welche Stolperfallen vermieden werden können, welche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen und vieles mehr. Zu den Themen der START gehören unter anderem: Finanzierung und Fördermittel, innovative Ideen und technologieorientierte Gründungen, Franchising und Unternehmensnachfolge, Gründen aus der Arbeitslosigkeit, Businessplan und Rating, Marketing und Vertrieb, Recht und Steuern, Unternehmenssicherung und Wachstumsstrategien.

Franchising im Fokus

Ein traditioneller Schwerpunkt der START-Messen ist das Thema Franchising. Denn gerade die Gründung mit einer erprobten Geschäftsidee und die Unterstützung durch den Franchise-Geber erleichtern den Start in die berufliche Selbstständigkeit und machen diese besonders erfolgreich. So informieren der Deutsche Franchise-Verband (DFV), über 90 Franchise-Geber und spezielle Vorträge die Messebesucher in Nürnberg ausführlich über Franchising.

(Quelle: Pressemitteilung des Veranstalters asfc).

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Gesetzliches Rauchverbot in der Hamburger Gastronomie: Fragen ueber Fragen.

Langsam beginnt der Widerstand der Gastronomen gegen ein gesetzliches Ruchverbot in der Gastronomie: "Rauchverbot: Kiez-Wirte wehren sich", in: Hamburger Abendblatt vom 23. Juni 2007.

Rose Pauly, die Präsident des Hamburger DEHOGA, wirft der regierenden CDU vor, sie setze mutwillig die Existenz der kleineren Kneipen aufs Spiel.

Die Hamburger Grün-Alternative Liste sieht es so wie auch ich, daß die regierenden Politiker, um der vermeintlichen Mehrheitsmeinung nachzuäffen, pro forma ein Rauchverbot beschließen möchten, aber keinen Bock haben, es auch faktisch durchzusetzen und sich dabei den Zorn der Raucher zuzuziehen. Sie verweigern sich der unangenehmen Mühe, die organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen für eine effektive Kontrolle zu schaffen.

Der Hamburger Gesetzentwurf sieht z.B. vor, daß eine Ordnungswidrigkeit, also ein Rauchen, nur im Wiederholungsfall mit einem Bußgeld bestraft werden darf. Dazu müßte aber alle Erstverstöße gerichtsfest erfaßt werden. Aber auch dann, wenn dieses gelingen sollte, stellen sich diverse Fragen:
  • Gibt es eine Verjährungsfrist?
  • Wer trägt die Kosten der Datenerfassung?
  • Welche Behörde ist für die Erfassung zuständig?
  • Werden nur Verstößte Hamburger Bürger erfaßt oder auch von Bürgern anderer Bundesländer und von Ausländern?
  • Kann man einer Feststellung, man sei erwischt worden, widersprechen. Welche Gerichte sind für diese Widersprüche zuständig?
  • Bezieht sich der Vorwurf der Wiederholung auf das Rauchen an verbotenen Orten aller Art, nur auf Gaststätten oder gar nur auf eine bestimmte Gaststätte?
  • Werden auch Verstöße in anderen Bundesländern erfaßt, etwa im Hamburger Umland in Niedersachsen?

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Cafe Casselius, Quakenbrueck.

Wohl selten hat ein einzelner gastronomischer Betrieb so von der Begeisterung eines Finals der deutschen Basketball-Bundesliga profitiert wie das Café Casselius in Quakenbrück in diesem Jahr. Die Wirtin Christine Casselius ist begeisterter Fan des diesjährigen Finalisten Artland Dragons aus der Kleinstadt Quakenbrück bei Osnabrück. Ihr Café, das sie in dritter Generation führt, ist ein Ort der Begegnung zwischen Fans und den Profisportlern. Die überwiegend aus den USA stammenden Basketballer bekommen im Café Casselius nicht nur ein amerikanisches Frühstück geboten, sondern auch eine Umarmung und einen Schmatz der Wirtin:
" Um zu verstehen, warum die Menschen so begeistert sind, so hinter ihrer Mannschaft stehen, in der kein Quakenbrücker spielt, genügt ein Besuch im Café Casselius, in dem die Sitze samtgrün bezogen sind und der Aprikosenstreusel hausgemacht ist. Hier ist die Zentrale sozusagen, die Spieler kommen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen, schlappen in Badelatschen zur Sparkasse gegenüber. Fast alle wohnen in der Langen Straße, über dem Italiener Di Stefano oder gegenüber der Gaststätte Hagspihl."
Quelle: "Das kleine Glück von Quakenbrück", in: Der Tagesspiegel vom 23. Juni 2007.

Auch beim Kontrahenten, den Brose Baskets Bamberg, interessieren sich die Fans dafür, in welchen Gaststätten ihre Basketballstars verkehren. Wenn ein Gastronom will, kann er für einige Tausend Euro pro Saison ein Gastronomie-Paket buchen und für seinen Betrieb in der Hallenzeitung, durch Aktionen im Rahmenprogramm der Spiele usw. werben lassen. Aber auch ohne sich finanziell zu engagieren, konkurrieren die Gaststätten um die Gunst der Spieler, um sich im Glanze ihrer Präsenz zu sonnen.

Nicht zuletzt nutzen die Brose Baskets ihre Reputation auch, um einen eigenen gastronomischen Betrieb, die "Pension Solutions Business- Lounge" in der Bamberger Jako-Arena, zu vermarkten. Siehe dazu einen Bericht über die Eröffnung "Eröffnung Pension Solutions Business-Lounge JAKO-Arena Bamberg", in: Bayern Online. Sie bietet Die Business Lounge der JAKO Arena bietet auf einer Fläche von 700 Quadratmetern Räumlichkeiten für bis zu 570 Gäste.

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Freitag, Juni 22, 2007

Die fette Koalition will die Bundesagentur fuer Arbeit auspluendern.

Laut einer Meldung von Krankenkassen-Direkt.de hat sich die fette Koalition darauf geeinigt, die Kasse der Bundesagentur für Arbeit zu plündern, um damit einen Zuschuß zur gesetzlichen Krankenversicherung zu finanzieren: "Bundesagentur wird für Zuschuss an Kassen herangezogen" vom 22. Juni 2007.

Meines Erachtens ist dies rechtlich nicht zulässig, allein schon deshalb, weil es Menschen gibt, die sich zwangsweise bei der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichern müssen, aber nicht bei der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sind höher als notwendig, auch dies ist illegal. Man kann zwar argumentieren, die Bundesagentur für Arbeit könne Überschüsse erzielen und diese für Zeiten schlechter Konjunktur reservieren. Doch auch dann darf die Bundesregierung die Gelder der Beitragszahler nicht in den Bundeshaushalt entführen.

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Das iPhone und die Gastronomie.

Matthias Schwenk, Unternehmensberater aus Bad Saulgau, macht sich Gedanken, wie sich das mobile Internet auf die Gastronomie auswirken könnte: "Was Handel und Gastronomie mit dem iPhone zu tun haben", in: bwl-zwei-null.

Ich gehe in etwa konform:
  • Die Bedeutung einer guten Sichtbarkeit von Gaststätten wird sich verringern. "Lauflagen", insbesondere in mittleren Städten, verlieren ohnehin an Bedeutung. Innenstädte in mittleren Städten werden anders aussehen. Einkäufe werden häufiger im Internet gemacht. Stattdessen dienen Geschäfte in der Innenstadt mehr der Unterhaltung, der Information und dem Vergnügen. Der traditionelle Handel wird zum Service-Point, wo Bestellungen abgeholt, reklamiert und zurückgegeben, Produkte individuell angefertigt oder angepasst werden. Siehe dazu: "Standortkriterien im Gastgewerbe".
  • Es wird für Gastronomen wichtiger, im mobilen Internet vertreten zu sein. Die eigene Website muß für das mobile Internet gut erreichbar und lesbar sein. Portale und Suchmaschinen, die per mobilem Internet gut nutzbar sind, gewinnen an Bedeutung. Man sollte dort gut platziert sein. Zielgruppe sind aber, da bin ich etwas anderer Meinung, weniger Jugendliche (auch wenn diese das mobile Internet stärker nutzen) als Reisende, insbesondere Geschäftsreisende und Touristen, weil sie mehr ausgeben. Mehr über "Mobile Marketing im Gastgewerbe" und über "iMode - Mobiles Internet".
Was kann man als Gastronom tun? Man kann ausprobieren, wie gut der eigene Betrieb per iPhone (wie auch anderen Handys) findbar ist. Für einige Handys gibt es auch Simulatoren, also Programme, die man per Browser bedienen kann und die ein Handy simulieren, z.B. den iPhone-Simulator iPhoneX für einen Mac OS X 10.4 oder später (dieses Programm habe ich mangels Mac nicht getestet). iPhoney ist kein iPhone-Simulator sondern ein Tool für Webdesigner, die Webseiten im für iPhone geeigneten Seitengrößen (320 mal 480 oder 480 mal 320 Pixel) entwickeln wollen.

Um einen Eindruck von der Seitengröße 320 mal 480 Pixel zu bekommen, können Sie sich ja schon einmal die Seite, die Sie gerade lesen, in diesem Seitenformat anschauen:



und von da aus Ihre eigene Website aufrufen und sich anschauen.

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Sitzbagatelle.

Seit der Reform des Gaststättenrechts dürfen auch andere Branchen innerhalb der Ladenöffnungszeiten und wenn sie auf den Ausschank von alkholischen Getränken verzichten, Speisen und Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle anbieten und ihren Gästen dafür Sitzplätze offerieren. Sie ersparen sich dabei den hohen Kostenaufwand, den Gastronomen für die Konzessionierung, bauliche Investitionen und laufenden Aufwand, etwa für Toiletten und Parkpätze, aufgenötigt wird.

Jetzt hat das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München die Anforderungen an diese Wettbewerber der Gastronomie verschärft:
  • Ein Lebensmittel-Laden darf eine Freischankfläche von nicht mehr als 6,5 Quadratmetern und 1,60 Metern Tiefe betreiben.
  • Drei Tische und neun Stühle sind das Höchstmaß.
  • Das Angebot muss aus Speisen und alkoholfreien Getränken bestehen, die über den Ladentisch verkauft werden.
  • Allein Selbstbedienung ist angesagt.
  • Stehtische sind nicht erlaubt, weil sie eine größere Gästezahl anziehen könnten, die dann die Fußgänger auf dem Gehsteig behindert.
Quelle: "'Sitzbagatelle': Die Stadt erleichtert Kleinst-Gastronomie", in: Merkur vom 22. Juni 2007.

Anders als viele Gastronomen bin ich nicht für ein weiteres Ausufern dere Bürokratie. Statt für die Wettbewerber der Gastronomie die bürokratischen Fesseln anzuziehen, sollten sie für die Gastronomie gelockert werden:
  • Abschaffung der Verpflichtung, Parkplätze zu schaffen oder abzulösen.
  • Abschaffung der Verpflichtung, Toiletten auszuweisen. Die Gäste werden das Vorhandensein von Toiletten schnell als Service begreifen.
  • Abschaffung der Konzessionierung. Die Höhe der Konzessionierungsgebühr steht ohnehin in keinem legalen Verhältnis zu den Kosten, wenn man überflüssige Sesselfurzer entläßt.

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Donnerstag, Juni 21, 2007

DEHOGA kritisiert Mindestlohn-Kompromiss der fetten Koalition.

Ingrid Hartges, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes des Deutschen Hotel- und Gastststättenverbandes, kritisiert den faulen Kompromiss der fetten Koalition zum gesetzlichen Mindestlohn: "Kritik an Mindestlohn-Kompromiss", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 21. Juni 2007.

Die Aussage
"So liege die Tarifbindung in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bei 50 Prozent, in den neuen Ländern darunter."
kann man so nicht stehen lassen:
  • Ist in diesen beiden Bundesländern auf Seiten der Arbeitgeber die Anzahl der Betriebe oder der Gastronomen gemeint? Ich möchte, bis man mich eines Besseren belehrt, behaupten, daß auch in diesen beiden Bundesländern weniger als die Hälfte der Gastronmen im DEHOGA organisiert sind. Bei den Betrieben mag das anders aussehen, da, wenn man die Betriebe zählt, Systemgastronomen mit ihren vielen Betrieben ein großes Gewicht erhalten. Die GEHOGA Baden-Württemberg selbst gibt auf ihrer Website die Zahl ihrer Mitgliedsbetriebe jedoch nur mit 12.000 an. Wenn man diese 12.000 Mitgliedsbetriebe in Beziehung setzt zu den insgesamt 30.000 Betrieben in Baden-Württemberg (so die DEHOGA Baden-Württember in ihrer Pressemitteilung "Neuer Lohntarifvertrag im Gastgewerbe vereinbart" vom 27. April 2006), komme ich auf nur 40%. Aber vieleicht rechnen Juristen anders?
  • Um das Entsendegesetz anwenden zu können, müßten aber auch mindestens 50% der Arbeitnehmer Mitglied der Gewerkschaft Nahrungsmittel Genuß und Gaststätten sein. Die NGG publiziert leider keine Zahlen. Ich schätze den Anteil der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer in der Gastronomie auf unter 5 Prozent.

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Raus aus den Klamotten, rin in die Klamotten.

Sehr lustig:
"Afri-cola will sich verstärkt in der Szene-Gastronomie etablieren."
Quelle: "Szene-Scouts promoten Afri-cola", in: Allgmeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 21. Juni 2007.

Da hat der Mineralbrunnen Überkingen nach dem Erwerb der Marke Afri-Cola jahrelang alles getan, das Image eines Szene-Getränk abzustreifen:
  • Der Koffeingehalt wurde runter gesetzt.
  • Statt Afri-Cola nur in der Gastro-Flasche vertreiben, füllte man es in Einheitsflaschen ab.
  • Statt mit dem Drogen-Motiv zu kokettieren, wurde es als Produkt für die kinderreiche Familie verharmlost.
  • Statt die Szene-Gastronomie zu hofieren, lieferte man sich der Einkaufsmacht des Einzelhandels aus.
Nachdem die Marke jetzt reif für die Zielgruppe der Seniorenheimbewohner ist und andere begonnen haben, mit den Marken Fritz-Cola oder Premium-Cola die Nische der Szene-Gastronomie zu besetzen, besinnt man sich eines Besseren. Siehe dazu auch: "Die echte afri-cola ist zurueck. Mit vollem Koffeingehalt".

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Eine Entdeckungsreise zum Ursprung des Bieres.

Nach über einem Jahr Bauzeit ist es nun endlich soweit: Am 4. Juli eröffnet das Museum "Zum Ursprung des Bieres" der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan.

Der ehemalige Maschinenraum mit seinem antiken Gewölbe wurde in mühevoller Arbeit mit viel Liebe zum Detail, unter Verwendung hochwertiger Materialien und unter Berücksichtigung denkmalschützerischer Aspekte, zu einem historischen Schauraum ausgebaut.

Das Brauereimuseum ist die ideale Ergänzung zu den begehrten Führungen durch die heiligen Hallen der Bayerischen Staatsbrauerei, die nun wieder gebucht werden können. Anhand antiker Exponate und informativer Schautafeln erhält der Besucher einen Einblick in die über 1000-jährige Geschichte der ältesten Brauerei der Welt: von der Gründung des Klosters durch den heiligen Korbinian 725, die Erwirkung des Brau- und Schankrechts durch Abt Arnold im Jahre 1040 (ab diesem Zeitpunkt galt das Kloster offiziell als Klosterbrauerei Weihenstephan), sowie den Übergang zur Staatsbrauerei 1803 die wichtigsten Stationen der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan sind hier festgehalten. Auch die Geschichte der Technischen Universität, die den malerischen Weihenstephaner Nährberg zum Zentrum der Brautechnologie weltweit machte, wird hier erlebbar gemacht. Nach der spannenden und aufschlussreichen Brauerei-Führung dürfen sich die Besucher in der gemütlichen Atmosphäre des Museums auf eine Bierverkostung mit frisch gezapftem Bier und frischen Brezen freuen. Das erfrischende Bier wird in exklusiv gefertigten Gläsern mit nostalgischem Motiv serviert, die die Besucher als Souvenir mit nach Hause nehmen dürfen.

Allgemeine Informationen zur Brauerei-Führung (zwei Varianten):
  • 1. Brauerei-Führung (Dauer 60-70 min): 6 Euro inkl. 2 Euro-Gutschein für den Weihenstephaner Getränkeshop (Getränke & Werbemittel)
  • 2. Brauerei-Führung inkl. Bierverkostung (Dauer ca. 120 min): 9 Euro inkl. Breze und 2 - Gutschein für den Weihenstephaner Getränkeshop sowie ein Glas mit nostalgischem Motiv als Geschenk
Führungszeiten:
Montag: 10:00 Uhr
Dienstag: 10:00 Uhr und 13:30 Uhr
Mittwoch: 10:00 Uhr
Anzahl der Personen: Gruppen von mind. 15 Personen, max. 40 Personen; Einzelpersonen werden zu Gruppen zusammengefasst.

Brauerei-Führung nur nach vorhergehender Anmeldung: Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
Alte Akademie 2
85354 Freising Tel.: 08161 / 536 0
Fax: 08161 / 536 - 200
E-Mail: info@weihenstephaner.de
www.weihenstephaner.de

(Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan).

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Zwei auf einen Streich.

Heute hat mich ein Paketdienst mit den Autorenexemplaren der beiden Bücher überrascht, bei denen ich das Vergnügen gehabt habe, Co-Autor von Markus Stolpmann zu sein:Dazu wird es ab 1. Juli 2007 ein begleitendes Online-Magazin Branchenwissen.Info geben mit News und Know-how für Gastronomen, Hoteliers und Touristiker, Newsticker, fachspezifischen Beiträgen und jeder Menge Information.

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Fairtrade-Kaffee bei Der Beck.

Nürnberg, 19.06.2007: Fairness und Genuss gehören für die Bäckerei "Der Beck" eng zusammen, daher wird ab sofort in allen 130 Filialen und den vier Filialen des Casa Pane nur noch Fairtrade-gesiegelter Kaffee der Firma Burkhof, einem Tochterunternehmen von J.J. Darboven, angeboten. Zur Einführung des Fairtrade-Kaffees schenkt César Rivas Peña, Geschäftsführer der Fairtrade-zertifizierten Kaffeekooperative La Florida aus Peru, die erste Tasse fair gehandelter Kaffee aus.
"Für diesen 'Café Intención' ernten wir in Peru den besten Kaffee. Dafür erhalten wir einen fairen Preis und können zusätzlich über die Fairtrade-Prämie soziale Projekte verwirklichen, wie den Bau einer Grundschule und die Vergabe von Kleinkrediten"
so erklärt der Gast aus Peru die Vorteile von Fairtrade.

"Der Beck" ist ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen und setzt sich seit Jahren für Umwelt und Soziales in der Region ein, wie zum Beispiel in seiner "Der Beck Kinderfonds Stiftung", mit der benachteiligte Kinder in der Metropolregion Nürnberg unterstützt werden. Daher ist die Umstellung auf Fairtrade-Kaffee eine konsequente Erweiterung der Unternehmensphilosophie. "In Zeiten der Globalisierung ist es eine Grundvoraussetzung für verantwortungsvolle Unternehmen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken", weiß Geschäftsführerin Petra Beck.
"Indem wir auf das Fairtrade-Siegel und den gerechten Handel setzen, fördern wir die Produzentenfamilien in der so genannten 'Dritten Welt'."
Ansonsten verarbeitet "Der Beck" nur Rohstoffe aus der eigenen Region, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Zudem hat sich "Der Beck" einer nachhaltigen Umweltpolitik verpflichtet und nimmt aus tiefer Überzeugung am Programm von "Öko Audit" teil.

Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair, würdigt das soziale Engagement von "Der Beck":
"Mit dem Verkauf des 'Cafe Intención' erhalten Kaffeekooperativen in Lateinamerika und Afrika eine Fairtrade-Prämie von 14.000 Euro für soziale Projekte."
Der Kaffeeanbau ist die Lebensgrundlage von rund 25 Millionen Menschen in den Entwicklungsländern. Die schwankenden Weltmarktpreise der letzten Jahre konnten oft nicht einmal die Produktionskosten abdecken, so dass es in vielen Regionen zur Verelendung ganzer Landstriche kam. Der Handel mit Fairtrade-gesiegelten Produkten garantiert Preise, die die Produktions- und Lebenshaltungskosten decken und den Produzenten durch die Fairtrade-Prämie Investitionen für soziale, ökologische und ökonomische Projekte ermöglichen.

Der in den Bäckereifilialen "Der Beck" ausgeschenkte Fairtrade-gesiegelte "Café Intención" stammt von dem Kaffeeröster Burkhof, einem 100 prozentigen Tochterunternehmen von J.J. Darboven aus Hamburg. "Café Intención" steht für "die gute Absicht" - genau die spiegelt sich auch in der Firmenphilosophie des traditionsreichen Familienunternehmens, das in vierter und fünfter Generation von Albert Darboven und Arthur E. Darboven geleitet wird, wieder. J.J. Darboven engagiert sich bereits seit 1993 im Fairen Handel.
"Die Sicherung einer lebenswerten Existenz und die Unterstützung der Kaffeebauern wird auch in Zukunft eine große Verantwortung sein, die wir als Kaffeeunternehmen tragen"
sagt Arthur E. Darboven, der selber lange Zeit in El Salvador gelebt hat.

Der Beck

Die Der Beck GmbH wurde 1982 in Erlangen-Tennenlohe gegründet, die Wurzeln der Familienbäckerei reichen allerdings zurück bis ins 19. Jahrhundert. Die Geschäftsführung teilen sich Petra und Siegfried Beck. Heute gehört Der Beck mit rund 130 Filialen in Oberfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz zu den größten Gastronomiebetrieben bundesweit. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro und engagiert sich in verschiedenen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Projekten für die Menschen in der Metropolregion Nürnberg.

Burkhof und J.J. Darboven

Das Inhabergeführte Unternehmen J.J. Darboven wurde 1866 von Johann Joachim Darboven gegründet und besteht seither als ein erfolgreiches hanseatisches Familienunternehmen. Eines dieser Tochterunternehmen von J.J. Darboven ist die Firma Burkhof, gegründet 1928 von Wilhelm Burkhardt und Wilhelm Immhof. Das in Bayern aktive und ansässige Haus Burkhof versteht sich als einzigartiger Lieferant für alle diejenigen, die Genuss und Gastfreundschaft als ihre Kompetenz sehen. Das mittelständische, inhabergeführte Unternehmen unterstützt als Partner die Gastronomen mit innovativen Aktionsideen um den Kaffeeabsatz in der Gastronomie langfristig zu steigern. Ein hoher Qualitätsanspruch, Produktvielfalt und der Dienstleistungsgedanke zeichnen Burkhof aus und sind die Antriebsfedern für das kundenorientierte Handeln.

TransFair e.V.

TransFair vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair e.V. wird von 38 Organisationen wie zum Beispiel Misereor, Brot für die Welt, UNICEF, BUND und der Verbraucher Initiative getragen. Für 1,4 Million benachteiligte Produzentenfamilien in 59 Ländern schafft der Faire Handel mit dem Siegel nachhaltig bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Produkte mit Fairtrade-Siegel sind in 800 Kantinen und Hotels sowie in über 27.000 Supermärkten, Weltläden und vielen Naturkostmärkten erhältlich.

(Quelle: Pressemitteilung von Transfair).

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Speisekarten einwaschen.

Marc Kunkel kocht mit seiner Küchencrew vom Ochsen in Mannheim seine neue Speisekarte ein: "Weiter im Blog..., in: Ochsenblog vom 21. Juni 2007.

Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Relaunch einer Speisekarte".

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Grenzen erlaubter Gastronomie-Kritik.

Monika Goetsch gibt einen Überblick über einige gerichtliche Streitfälle um die Grenzen erlaubter Gastronomie-Kritik: "Ein Haar zu viel in der Suppe", in: Süddeutsche Zeitung vom 20. Juni 2007.

Mir gefallen die Gastronomie-Kritiken von Wolfgang Abel, wie der umstrittene Band "Südschwarzwald. Gastronomie, Landschaft, Touren" recht gut. vieleicht würde ich dies aber als Betroffener anders sehen.

Auch wenn ich - wie die Rechtsprechung - von Restaurantbesprechungen, die ernster genommen werden wie etwa von Michelin, natürlich erwarte, daß deren Urteile wenigstens auf zwei Besuchen basieren, inbesondere im Falle einer Änderung des Urteils im Vergleich zur vorherigen Ausgabe. Siehe dazu auch: "Restaurant- und Hotelführer".

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Baumwaggon-Hotel.

2002 erregte die ungewöhnte Übernachtungsidee eines Open-Air-Hotels in Bad Kissingen Aufsehen (siehe dazu: "Ein Bett im Kornfeld", in: MDR vom 12. August 2006).

Im letzten Jahr gewann das im Juni 2005 an der Grenze zu Polen eröffnete Baumhaushotel den Deutschen Tourismuspreis.

In diesem Jahr ist es möglicherweise das Baumwaggon-Hotel in Hollenbek bei Ratzeburg, über das es viele Berichte in den Massenmedien geben wird (via "Hotel: Zug im Baum", in: "Gutes von Morgen" von Helge Siems).

Die Idee eines Baumhauses wurde Aufmerksamkeit erregend modifiziert. Es entstand ein historisch begründetes "Baumwaggonhotel in einem explodierten Zug", in dem bis zu 12 Personen in 3 Abteilen komfortabel übernachten können, mit eigenem Bad mit Dusche und WC sowie Frühstücksplattform in 6,5m Höhe. In diesem "Zug" ist alles schief, man denkt, man hätte zu viel Alkohol getrunken. Nur die Betten sind gerade und der Blick reicht aus 8m Höhe von der eigenen Matratze direkt durchs Fenster über die Baumwipfel in weite Ferne. Jedes Abteil verfügt über ein eigenes Bad, alles darin ist total verrückt, Spiegelscherben zieren die Wände, armdicke Bäume wachsen in der Dusche aus der Wand, in der Decke klafft ein Loch - bei näherem Hinsehen ist es gar keines... Ein Schaffner ragt kopfüber auf den Frühstückstisch und gibt Licht im Dunkeln...

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Mittwoch, Juni 20, 2007

Beurteilungen bei Google Maps.

Google Maps wurde gestern um das neue Feature Beurteilung erweitert (via "Qype Killa", in: live.hackr vom 20. Juni 2007). Siehe dazu auch "Add your reviews to businesses on Google Maps" von Google LatLong vom 19. Juni 2007.

Ich habe natürlich gleich mal die Möglichkeit genutzt, selbst eine weitere Information über mein Café Abseits in Bamberg den Beurteilungen hinzuzufügen. Alle drei anderen Beurteilungen stammen vom Bewertungsportal Qype, mit dem Google in Deutschland kooperiert, sowie von Restaurant-Kritik.de.

Sie benötigen, um Beurteilungen verfassen zu können, einen Google Account (zumindest vermute ich dies, da meine Beurteilung ohne Abfrage persönlicher Daten akzeptiert worden ist und ich in Google eingeloggt gewesen bin). Und Sie sollten natürlich nicht spammen, sondern objektiv richtige Informationen eintragen.

Als Betreiber eines gastgewerblichen Objekts können Sie ohnehin im Kopfbereich Ihres Eintrags bei Google Maps Informationen über ihren Betrieb eingeben und bearbeiten. Außerdem steuert Google automatisch Bilder bei, die von anderen Websites stammen.

Weitere Beiträge auf Abseits.de über "Google Maps".

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Gefahr durch gasbeheizte Woks.

Im heute versandten Newsletter 12 der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten wird u.a. auf die Gefahr durch gasbeheizte Woks hingewiesen. In den vergangenen Monaten sei es mehrfach zu Bränden in aisiatischen Restaurants und Imbissbetrieben gekommen:
"Die Brände entstanden zumeist dadurch, dass sich das Öl bzw. Fett in gasbeheizten Woks durch Überhitzung selbst entzündet hat.

Die Überhitzung wurde von den Beschäftigten aber nicht bemerkt, weil die Woks längere Zeit ohne Beaufsichtigung betrieben wurden. Bei den anschließend vorgenommenen Löschversuchen, wurden vielfach ungeeignete Löscheinrichtungen wie z. B. CO2-Löscher oder Löschdecken eingesetzt."
Ich kann mir eine Anmerkung nicht verkneifen: Jahrelang wurden von den technischen Gewerbeaufsichtsämtern und anderen Fachleuten Löschdecken nicht nur ausdrücklich empfohlen sondern - so bei uns Ende 1998 - sogar angeordnet.

Mittlerweile hat sich der Kenntnisstand geändert. Seit 2000 sind, um brennendes Öl zu löschen, Schaumlöscher und Wasserlöscher mit Zusätzen Stand der Technik. Siehe dazu auch: "Die unendliche Geschichte, Teil 2" von der BGN. Zulässig sind nur noch Feuerlöscher mit der Aufschrift "Geeignet zum Löschen von Speiseöl- und Speisefettbränden".

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Thueringer Gastgewerbe im April 2007.

Die Umsätze des Thüringer Gastgewerbes stiegen nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im April 2007 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, um 2,1 Prozent gegenüber April 2006. Real, d.h. nach Ausschaltung der Preisänderungen, ergab sich ein Minus von 0,6 Prozent.

Der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland lag nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im April 2007 nominal um 1,3 Prozent höher, real dagegen um 1,3 Prozent niedriger als im April 2006.

Das beste Ergebnis erzielten in Thüringen die Kantinen und Caterer mit einer Umsatzsteigerung von nominal 2,7 Prozent, was real einem Minus von 0,1 Prozent entsprach. Das Gaststättengewerbe und das Beherbergungsgewerbe konnten ebenfalls ihre Umsätze nominal steigern (2,2 Prozent und 1,7 Prozent), real waren es jedoch 0,5 und 0,8 Prozent weniger.

Im Thüringer Gastgewerbe wurden im April 2007 durchschnittlich 1,2 Prozent weniger Personen beschäftigt als ein Jahr zuvor. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten sank um durchschnittlich 2,2 Prozent, die der Teilzeitbeschäftigten blieb mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu konstant.

Von Januar bis April 2007 sanken die Umsätze im Thüringer Gastgewerbe nominal um 0,1 Prozent und real um 2,7 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresergebnis. Durch die Zunahme der Teilzeitbeschäftigten um durchschnittlich 2,3 Prozent bei gleichzeitiger Abnahme der Vollzeitbeschäftigten um 2,8 Prozent, sank die Anzahl der insgesamt Beschäftigten minimal um 0,5 Prozent.

(Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik).

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Dienstag, Juni 19, 2007

Dopplr.

Dopplr (noch privat, also nur per Einladung zugänglich & Beta) ist ein internetbasiertes Tool, daß es Nutzern erlaubt, ihre Reisepläne online zu stellen und Menschen ihres Vertrauens zugänglich zu machen. Zielgruppe sind Vielreisende mit mehr als fünf Reisen pro Jahr. Man wird an Freunde und Kollegen erinnert, die in der Zielregion wohnen. Der Betreiber, die Dopplr Ltd, hat seinen Sitz in Helsinki.

Plazes ist ein weit verbreitetes Tool, mit dem man seine Aufenthaltsorte Freunden mitteilen kann bzw. herausfinden kann, wo sich Freude gerade aufhalten, z.B. um sich mit ihnen zu verabreden, wenn sie sich in der Nähe aufhalten. Seit Ende Mai kann man bei Plazes auch seine zukünftigen Reisepläne aufschreiben.

Mehr darüber: "Assisted serendipity and the digital side of travelling", in: mind this - von Lars Plougmann vom 31. Mai 2007.

Stundenlohn: vier Euro.

Gerade Existenzgründer fragen sich oft, was sie ungelernten Kräften im Service und in der Küche angemessen zahlen sollen. Nun, die Arbeitsmärkte in Deutschland unterscheiden sich regional erheblich, so daß sich allgemeine Antworten eigentlich verbieten. Schließlich sind auch die regionalen Preise für Speisen und Getränke an den verschiedenen Makro- und Mikrostandorten stark unterschiedlich.

Dankenswerterweise bemühen sich unsere Spitzenpolitiker, die ja viel herumkommen und sich rühmen, mit vielen Menschen zu reden, um Markttransparenz. Laut einer Meldung des Spiegels vom 19. Juni 2007 ("Müntefering sieht rot") hat der Bundesarbeitsminister Franz Müntefering auf einer Pressekonferenz von Stundenlöhnen von vier Euro gesprochen. Das scheint mir etwas untertrieben. Doch wie könnte ich diesem Fachmann widersprechen?

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Personaleinsatz rund um die Uhr.

Lange Öffnungszeiten und die sich daraus ergebenden Fragen der Personaleinsatzplanung sind für das Gastgewerbe nicht ungewöhnlich. Andere Branchen tun sich mangels Erfahrung schwerer damit.

So hat der Bremer Shopblogger Björn Harste seit gestern sein Einzelhandelsgeschäft rund um die Uhr geöffnet (ausgenommen Sonn- und Feiertage). Die Fragen, die sich daraus ergeben, diskutiert er auch mit den Lesern seines Blogs: "Personaleinsatz bei 24/6".

Bei anderen Einzelhandelsgeschäften, die ich entfernungsmäßig eher besuchen kann als den von Björn Harste in Bremen, ist mir aufgefallen, daß einige erst nach vielen Monaten auf die Idee gekommen sind, den Umfang des angebotenen Services nachts einzuschränken. So kann man meines Erachtens durchaus, wenn sich das nicht rechnet, die Frischetheken mit Wurst, Käse, Fleisch usw. schliessen, wenn es eine gewisse Auswahl an verpackter Ware gibt.

In der Gastronomie macht man so etwas Ähnliches doch auch und schließt etwa gegen Mitternacht die Küche oder beschränkt die Auswahl der noch angebotenen Speisen. Dabei geht es nicht nur um Personalkosten sondern auch um Energiekosten. Schließlich "fressen" Küchengeräte wie Pizzaöfen oder Friteusen enorme Mengen an Strom, wenn sie ihre Betriebstemperatur halten.

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DIHK gegen Mindestlohn-Kompromiss der fetten Koalition.

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, den wir alle mit unseren Pflichtbeiträgen zur IHK finanzieren, hat sich deutlich zum Kompromiss der fetten Koalition zum Mindestlohn geäußert ("Deutliche Kritik am Koalitionskompromiss"):
"Mehr Mindestlöhne bedeuten weniger Chancen am Arbeitsmarkt – insbesondere für die Einsteiger und Geringqualifzierten. Daher ist die Einigung im Koalitionsausschuss kein gutes Signal. Die schon jetzt schwierige Situation Geringqualifizierter wird sich weiter verschlechtern – daher droht nicht weniger, sondern mehr Alg-II-Bezug.

Zwar konnte die Union einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn verhindern. Jedoch sind auch Branchenmindestlöhne über das Entsendegesetz beschäftigungspolitisch schädlich – wie die Erfahrungen in der Bauwirtschaft zeigen.

Als möglicherweise in das Arbeitnehmerentsendegesetz aufzunehmende Branchen waren in den letzten Monaten unter anderem bereits die Zeitarbeit, die Entsorgungswirtschaft, die Postdienste, der Einzelhandel, das Bewachungs- sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe, aber auch Bereiche aus Handwerk und Landwirtschaft in der Diskussion. Dabei liegt auf der Hand, dass Branchenvertreter bei ihren Mindestlohnabreden die Perspektive ihrer Branche und weniger die gesamtgesellschaftlich wichtige Integration Geringqualifizierter in den Arbeitsmarkt im Blick haben. Zudem droht gerade bei Branchenlösungen eine teure und aufwändige Kontrollbürokratie.

Über die Modernisierung des Gesetzes zu den Mindestarbeitsbedingungen ist schließlich weiterer staatlicher Einfluss auf die Löhne zu befürchten: Zwar haben nach diesem Gesetz Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Mitspracherecht. Falls es zu keiner Einigung kommt, kann aber letztlich doch das Bundesarbeitsministerium allein über Mindestlöhne entscheiden.

In der Praxis zeigt sich, dass niedrige Löhne vor allem Einstiegslöhne für junge Leute am Anfang des Erwerbslebens sind. Mehr Mindestlöhne bedeuten daher, gerade Jugendlichen den Zugang in den Arbeitsmarkt zu erschweren. Mittel- bis längerfristig sind vor allem mehr Kraftanstrengungen im Bildungsbereich ein geeigneter Weg hin zu höheren Löhnen für alle.

Im internationalen Vergleich hat Deutschland schon heute mit die höchsten Arbeitskosten, einen strengen Kündigungsschutz sowie verhältnismäßig großzügige Formen der Arbeitslosenunterstützung – und das alles gleichzeitig, was weltweit beispiellos und zentrale Ursache für die hier zu Lande schon seit Jahren hohe Arbeitslosigkeit ist. Deshalb wäre es gerade für die Geringqualifizierten so gefährlich, wenn noch Mindestlöhne draufgesattelt würden. Wäre der deutsche Arbeitsmarkt indessen so hochflexibel wie beispielsweise der britische, auf den Mindestlohnbefürworter ja gerne verweisen, könnte auch der Standort Deutschland Mindestlöhne tendenziell eher verkraften."
Siehe zu diesem faulen Kompromiss auch meine Beiträge "Gesetzlicher Mindestlohn: Fauler Kompromiss zu Lasten des Gastgewerbes" und "Mindestarbeitsbedingungsgesetz".

Wie man den gesetzlichen Mindestlohn umgehen kann, verrate ich Ihnen in meinem Beitrag "Eine Menge Buerokratie".

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Lieferanten-Suche.

Hoga-Lieferanten-Suche.de ist ein Website, die Hotel- und Gastronomiebetriebe bei der Lieferantensuche unterstützt. Hoteliers und Gastronom können online
  • Ausschreibungen platzieren
  • Angebote von registrierten Lieferanten/Dienstleistern entgegennehmen
  • Angebote auf Leistung, Qualität und Preis prüfen
  • Gewünschte Produkte/Dienstleistungen direkt beim Anbieter ordern
Für die Ausschreibenden ist dies kostenlos, für die Lieferanten nicht.

Die eingegangenen Ausschreibungen werden an die registrierten Lieferanten und Dienstleister weitergeleitet.

Ob dieses Tool nützlich ist, hängt letztlich davon ab, ob alle und insbesondere die leistungsfähigen und preisgünstigen Lieferanten registriert sind. Leider habe ich keine Übersicht über alle bereits registrierten Lieferanten gefunden.

Probieren Sie Hoga-Lieferanten-Suche.de einfach mal aus, wenn Sie wieder einmal einen Lieferanten suchen. Wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen, bin ich dankbar.

Tipps zur Lieferantenidentifikation finden Sie in meinem Beitrag "Lieferantenmanagement, Lieferantenbeurteilung, Lieferantenbewertung im Gastgewerbe".

Nachtrag: Thomas Hendele von HOGA-Lieferanten-Suche.de hat mir mitgeteilt, daß an einer Funktion gearbeitet wird, die es den ausschreibenden Hoteliers/Gastronomen ermöglicht,
  • sich zum einen alle gelisteteten Anbieter anzeigen zu lassen und
  • zum anderen einen ganz bestimmten Anbieter extra anzufragen, wenn dies gewünscht ist.

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Mindestarbeitsbedingungsgesetz.

In der Presseberichterstattung über den gestern von der fetten Koalition gefundenen schlechten Kompromiß zum gesetzlichen Mindestlohn (siehe dazu: "Gesetzlicher Mindestlohn: Fauler Kompromiss zu Lasten des Gastgewerbes"), wird immer wieder auf das Mindestarbeitsbedingungsgesetzes (MinArbBG) aus dem Jahre 1952 hingewiesen.

Sogar das von den Aufsichtsratstantiemen der Gewerkschaftsfunktionäre finanzierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut ist zu der Auffassung gekommen, daß dieses Gesetz nicht anwendbar ist. Mit der aufwändigen Prozedur zur Festsetzung von Mindestarbeitsbedingungen, wie sie im MinArbBG vorgesehen sei, ließe sich ein Mindestlohn als verbindlicher Maßstab für einen längeren Zeitraum nicht etablieren. Siehe dazu: "Gesetz ohne Anwendungsmöglichkeiten", Böckler Impuls 11/2007 der Hans-Böckler-Stiftung.

Historisch betrachtet ist es amüsant, daß ausgerechnet die SPD dieses antiquierte Gesetz aus der Versenkung zieht. Es wurde 1952 von der CDU durchgesetzt, weil es die Gewerkschaften schwächen sollte, indem es sie überflüssig macht, denn es gibt keinen Grund mehr für Arbeitnehmer einer Gewerkschaft beizutreten, wenn der Lohn statt in Tarifauseinandersetzungen per Kommission festgesetzt wird. Es ergänzte den politischen Kampf gegen die Kommunistische Partei Deutschlands im Vorfeld der Bundestagswahl 1953. 1952 wurde der KPD die Möglichkeit genommen, im Bundestag als Fraktion zu arbeiten. Bei der Bundestagswahl 1953 kam die KPDF nur noch auf 2,2 Prozent. Vor der Bundestagswahl 1957 wurde die KPD verboten.

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Google Analytics filtert mehr Suchmaschinen aus.

Wer wie ich zur statistischen Auswertung seiner Websites das kostenlose Tool Google Analytics nutzt (siehe dazu meinen Beitrag "Google Analytics: aktuelle Daten verfuegbar - mehr oder weniger", wird sich vermutlich in den letzten Tagen gewundert haben, warum der angezeigte Traffic abgenommen hat. Den Grund dafür und mehr verrät der Beitrag "Google Analytics verlässt den Beta-Status", in: Yoome.de vom 19. Juni 2007. Google Analytics hat mehr Robots gefiltert. So werden mehr automatische Suchanfragen, die nicht von Menschen stammen sondern von Suchmaschinen, aus der Zählung genommen.

Bei mir wirkt sich dieser Effekt so aus, daß ceteris paribus die Zahl der angezeigten Nutzer um etwa 10% zurückgegangen ist. Das kann aber auch am warmen Wetter liegen.

Woran Hotliers und Gastronomen Betrueger erkennen.

Herbert Vigl vom Berggasthof Plörr in Südtirol gibt in seinem Blog Kollegen Tipps, woran man Betrüger erkennen kann, die per E-Mail und anderen Internetdiensten versuchen, Hoteliers und Gastronomen zu betrügen: "E-Mail & Internetbetrug", in: Südtirol Reisen Blog vom 19. Juni 2007.

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Gesetzlicher Mindestlohn: Fauler Kompromiss zu Lasten des Gastgewerbes.

Die fette Koaltion hat sich zu Lasten des Gastgewerbes auf einen Kompromiss beim gesetzlichen Mindestlohn geeinigt. Laut einer Meldung des Handelsblatts ("Pflegeversicherungsbeitrag steigt 2008" vom 19. Juni 2007) besteht der Kompromiss aus zwei Stufen:
  • In solchen Branchen, die zu mindestens 50 Prozent tarifvertraglich organisiert seien, soll das Entsendegesetz auf diese Branche ausgeweitet werden. Dazu zählt das Gastgewerbe nicht. In unserer Branche ist nur eine Minderheit der Unternehmen im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband organisiert und nur eine sehr kleine Minderheit der Arbeitnehmer in der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß, Gaststätten, ich schätze mal unter fünf Prozent. Zahlen werden von der NGG nicht veröffentlicht. Sie wissen warum.
  • Für Branchen, in denen es keine tarifvertragliche Bindung gibt, soll ein Ausschuss Anträge auf einen Mindestlohn gestellt werden können. Der Bundesarbeitsminister kann dann dessen Position dann für allgemeinverbindlich erklären. Dem Ausschuss sollten Vertreter von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie ein neutraler Vorsitzender mit Stimmrecht angehören. Ich kann mir dazu die Anmerkung nicht verkneifen, daß mit diesem Trick Funktionäre, die die Branche nicht repräsentieren, dazu ermächtigt werden sollen, für die Branche zu sprechen. Wer sich dafür hergibt, bekommt es auch mit mir zu tun.
Die CDU/CSU hat mit diesem Kompromiß ein weiteres Mal nach dem Motto von Angela Merkel gehandelt:
"Versprochen - gebrochen"

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Montag, Juni 18, 2007

Bentos.

Bentos sind laut Wikepdia eine in Japan weit verbreitete Darreichungsform von Speisen, bei der in einem speziellen Karton mehrere Speisen durch Schieber voneinander getrennt sind. Den Karton zusammen mit den Speisen nennt man ebenfalls Bentō. Das Bentō bietet die Möglichkeit, diese vielen kleinen Speisen in einem einzigen Behälter aufzubewahren und zu transportieren, ohne dass sie sich mischen, also ein spezielles Gebinde, eine Darreichungsform zum Ausser-Haus-Verkauf, etwa für die Schulverpflegung oder eine Mahlzeit am Arbeitsplatz. In Japan gibt es an Bahnhöfen und in Einkaufszentren Läden, die sich auf Bentos spezialisiert haben. Dabei dürfte eine Rolle spielen, daß Japaner teilweise stundenlange Fahrtzeiten zur Arbeit haben.

Dhania, ein weiblicher Foodfreak aus Hamburg, hat eine Fotosammlung von Bentos, die sie ihrem Mann im Jahre 2007 gemacht hat, in der Online-Foto-Community Flickr online gestellt, sowie weitere Fotos von Bentos des Jahres 2006. Natürlich kann man darin nicht nur japanische Speisen verpacken, sondern z.B. auch ein Bavarian Bento, u.a. mit Leberkäse und Kartoffelsalat.

Noch mehr Fotos von Bentos finden Sie im Flickr-Pool Bento Boxes
Mehr über Bentos mit japanischen Speisen erfahren Sie in dem Buch "Bento Boxes: Japanese meals on the Go" von Naomi Kijima.
Bento Box ist auch der Namen eines japanischen Restaurants mit Take-Away in Düsseldorf.

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