Gastgewerbe Gedankensplitter



Freitag, August 31, 2007

Üebersetzungshilfen.

Die Lingo24 Übersetzungsdienste, ein führendes Unternehmen aus Großbritannien, das professionelle Übersetzungsdienste und weitere Dienstleistungen (de.lingo24.com/services.html) erstklassigen Unternehmen und anderen Übersetzungsagenturen anbietet. Die Haupttätigkeit besteht in Übersetzungen von Unterlagen zwischen Deutsch und europäische bzw. asiatische Sprachen.

Die Website von Lingo 24 zeichnet sich durch eine Auswahl an kostenlosen, hilfreichen Ressourcen aus:Mehr Nachschlagewerke und Lexika.

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Mittwoch, August 29, 2007

FBMA / Leaders Club Academy: Resonanzstarker Unterrichtsbaustein "Strukturiertes F&B Management".

Frankfurt, 28.8.2007. Praxisnahe Themen, Branchengrößen als Referenten und der kommunikative Trendtreff in einer Szenelocation – ein Fortbildungskonzept, das ankommt. Ausgebucht war der Baustein 3 "Strukturiertes F&B Management" der Hospitality Management School (HMS) im Rahmen der FBMA / Leaders Club Academy. 23 Teilnehmer reisten aus fünf verschiedenen Bundesländern nach Dortmund, um von MoschMosch-Gründer Matthias Schönberger in Techniken zum Aufbau und zur Implementierung von Strukturen in einem modernen Gastronomiebetrieb eingeführt zu werden.
"Durch strukturiertes F&B Management gibt es klare Aufgaben, die hundertprozentig erfüllt werden können – sie werden also plan- und messbar. Neue Mitarbeiter haben es leichter, sich anhand von Strukturen zurecht zu finden und Restaurants können an verschiedenen Standorten mit gleicher Qualität betrieben werden"
so Dozent Matthias Schönberger, der zusammen mit Tobias Jäkel die Fast Casual-Konzepte MoschMosch und Die Kuh die lacht betreibt. Der knapp zweitägige Unterricht fand am 20.-21. August 2007 an der WIHOGA Dortmund statt, der modernsten und größten Hotelfachschule Deutschlands. Zum kommunikativen Trendtreff am Abend trafen sich Teilnehmer und Dozent im Cafe del Sol in Lünen.

Seit Mai 2007 bietet die HMS monatlich Fortbildungsveranstaltungen zu praxisrelevanten Themen aus der Gastronomie und Hotellerie an. Referenten sind ausschließlich Branchenpersönlichkeiten. Das HMS Praxistraining richtet sich an Nachwuchs-Führungskräfte, aber auch erfahrene Führungskräfte erhalten wertvolle Tipps. Die HMS ist offen für alle Interessenten. Jeder Baustein kostet 198 Euro zzgl. MwSt., der Vorzugspreis für FBMA und Leaders Club Mitglieder beträgt 148 Euro zzgl. MwSt. Enthalten sind der Unterricht an der WIHOGA, der Trendtreff am ersten Abend, Seminarunterlagen, Teilnahmebestätigung usw. Hotelpartner in Dortmund bieten Sonderkonditionen.

Um den Teilnehmern die größtmögliche Flexibilität entsprechend ihren Bedürfnissen zu garantieren, können die Bausteine unabhängig voneinander gebucht werden. Die Teilnahme an jedem Baustein wird mit einer offiziellen Teilnahmebestätigung und 100 Credits belohnt. Teilnehmer, die mindestens 600 Credits in einem Zeitraum von 18 Monaten gesammelt haben, sind zur Teilnahme an einer Prüfung zum Erwerb des WIHOGA-Zertifikats Hospitality Manager (HMS)® berechtigt.

Die HMS ist ein Projekt von Food & Beverage Management Association (FBMA) und Leaders Club Deutschland in Zusammenarbeit mit der WIHOGA Dortmund und wird unterstützt von Hövels, Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Salomon FoodWorld, Tengelmann, Vega, APS sowie Tchibo Coffee Service.

Auf der Gastro Vision Berlin vom 16.-18.September 2007 ist die HMS mit einem Informationsstand vertreten.

Die weiteren Termine 2007
  • 17. - 18. September, Betriebswirtschaft & Controlling, Tobias Jäckel
  • 15. - 16. Oktober Sales & Marketing, Josef Schulte
  • 19. - 20. November, Standard- und Qualitätsmanagement, Spiridon Soukas

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Donnerstag, August 23, 2007

Profit durch Veraenderung - Innovationsworkshop im Schindler Hof.

Frankfurt, 23. August 2007. Am 1. und 2. Oktober 2007 veranstaltet Pencom Ploner Partner im Schindler Hof Kreativzentrum Nürnberg den ersten Innovationsworkshop "Profit durch Veränderung". Der Workshop ist auf Entscheiderebene angesetzt und richtet sich an Inhaber und Führungskräfte aus der Gastronomie und Hotellerie sowie Konzeptentwickler.
"Unsere Branche verändert sich nonstop und in immer schnellerem Tempo. Wir wollen mit unserem Workshop Menschen helfen, gezielt in die Zukunft zu investieren und an Veränderungen teilzuhaben"
so Jean Ploner, Geschäftsführender Gesellschafter von Pencom Ploner Partner.

In anderen Dienstleistungsbranchen werden diese Workshops bereits erfolgreich zum Finden und Weiterentwickeln von Ideen und Lösungen genutzt. Erstmals bietet Pencom Ploner Partner diese Form des moderierten Brainstormings im Gastgewerbe an. Der Preis für den Zweitageworkshop beträgt 495 Euro pro Teilnehmer. Kreatives Umfeld ist der Schindler Hof in Nürnberg.

Der Workshop besteht aus Impulsvorträgen und der Vermittlung wirksamer Kreativitäts- und Innovationstechniken. Geleitet wird er von Jean Georges Ploner und seinen strategischen Partnern Pierre Nierhaus und Hansjürgen Hartauer. Als über die Branche hinaus international agierender Trainer und Dienstleistungsexperte zeigt Jean Ploner die Auswirkung von Zukunft auf die deutsche Gastro-Szene auf. Pierre Nierhaus, einer der führenden Experten für Innovation, Strategie und Ideen, befasst sich in seinem Impulsvortrag mit Benchmarketing, Trends und Foodkonzepten weltweit. Hans Jürgen Hartauer ist Vordenker für neue Ansätze und Profit durch "Future Service".

Bei den Kreativitätstechniken werden u.a. die Osborn Checkliste und die Six Thinking Hats von Edward de Bono vorgestellt und angewandt. So erhalten die Teilnehmer das Rüstzeug, um zukünftig im Betrieb eigene Potentiale zu nutzen, den Prozess gezielt zu steuern und Lösungen strukturiert zu entwickeln.
"Jeder Teilnehmer wird mit konkreten Ergebnissen den Workshop beschließen"
garantiert Jean Georges Ploner.
"Zwei Tage, die viel bringen und dies zu einem wirklich attraktiven Vorteilspreis."
Der Innovationsworkshop wird zweimal angeboten: am 1. und 2. Oktober 2007 sowie am 16. und 17. Januar 2008. Veranstaltungsort ist das Schindler Hof Kreativ Zentrum Nürnberg. Der Preis beträgt 495.- Euro zzgl. MwSt. pro Teilnehmer, dazu kommen Übernachtung und Tagungspauschale.

(Quelle: Pressemitteilung von Pencom Ploner Partner).

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Dienstag, August 21, 2007

Streit in der baden-wuerttembergischen Landesregierung wegen Rauchverbot.

In der Landesregierung Baden-Württemberg ist ein Streit um das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie ausgebrochen. Nachdem sich das eigentlich zuständige Sozialministerium beharrlich weigert, praktikable Regelungen einzuführen, die es Gastronomen erleichtern, wenn sie denn mitziehen, das Rauchverbot in ihren Räumen umzusetzen, hat sich das Wirtschaftsministerium an die Öffentlichkeit gewandt und Brosamen der Verbesserung bekannt gegeben: "Rauchverbot: Antworten auf offene Fragen", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 21. August 2007.

Damit will sich der Wirtschaftsminister Ernst Pfeifer von der FDP, die vor Verabschiedung des Gesetzes vollmundig ihren Widerstand gegen das gesetzliche Rauchverbot erklärt hat und dann umgefallen ist (siehe: Baden-Wuerttemberg: FDP faellt um beim Nichtraucherschutzgesetz"), wohl bei den Kollegen in Baden-Württemberg einschleimen. Doch wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

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Fehlende WM-Effekte, schlechtes Wetter und die Mehrwertsteuererhoehung machen dem Getraenkefachgrosshandel einen Strich durch die Erwartungen.

Düsseldorf, 21. August 2007. Noch im Juni hatte sich der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e. V. (BV GFGH) angesichts der guten Ergebnisse des vergangenen Jahres optimistisch geäußert für 2007.
"Leider müssen wir unsere Aussichten revidieren"
bedauert Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes, zu dem 883 Getränkefachgroßhändler gehören, die rund 13,5 Mrd. von insgesamt 16,6 Mrd. Euro Getränkefachgroßhandelsumsatz in Deutschland repräsentieren.
"Das Jahr 2007 läuft wirtschaftlich gegen die Fußball-Weltmeisterschaft, das warme Wetter und die Mehrweg-Renaissance bei Flaschenbier im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Alle diese positiven Effekte fehlen 2007, zusätzlich erschwert durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer seit 1. Januar, die zum Teil nicht in den Preisen weitergegeben werden konnte oder zu Konsumzurückhaltung geführt hat"
fasst Guder die Situation zusammen.

Laut einer Blitzumfrage unter den Mitgliedern gingen die Umsätze im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 0,6 Prozent zurück. Dagegen melden die Betriebe immerhin eine leicht positive Ertragssituation, resultierend überwiegend aus Rationalisierungseffekten und Kostensenkungen. Dagegen kann Guder die Meldungen des Statistischen Bundesamtes "nicht nachvollziehen", die den Umsatz des gesamten GFGH mit nominal plus 5,3 und real (preisbereinigt) plus 2,2 Prozent angeben.
"Sowohl der Inlands-Bierabsatz mit minus 1,2 Prozent als auch die Umsätze im Gaststättengewerbe mit minus 0,7 und im Getränkeeinzelhandel mit minus 0,5 Prozent nominal und minus 3,1 Prozent real sprechen dagegen"
wundert er sich über die GFGH-Zahlen des Amtes. Die Umstellung auf neue Stichproben ab 2006 mit anderer Systematik könnte seiner Meinung nach den statistischen Positivschub für 2007 erklären.

Getränkefachmärkte weiter auf Erfolgskurs

Im Bereich der hochspezialisierten Getränkefachmärkte seien die Getränkefachgroßhändler dagegen gut aufgestellt. Nach einer Umsatzsteigerung von 1,7 Prozent im Gesamtjahr 2006 konnten die rund 7.000 Fachmärkte ihre Umsätze im ersten Halbjahr 2007 um 2,0 Prozent steigern. Und für das Gesamtjahr erwarten 29 Prozent weiter steigende Umsätze. Das bestätige die Richtigkeit der Strategie, das wachsende Qualitätsbewusstsein der Konsumenten in interessanten Getränkefachmärkten zu bedienen durch attraktive Produktpräsentationen und professionelle Beratung.

Für ihr übriges Geschäft in der Versorgung der Gastronomie und der Strecken im Einzelhandel erwarten die Betriebe des Getränkefachgroßhandels offenbar einen Dämpfer für 2007 aufgrund der weiter steigenden Dieselkosten und der Nichtraucherkampagne in der Gastronomie, die besonders die bierintensive Eckkneipe treffe. Nur noch 60 Prozent rechnen für das laufende Jahr mit eher mehr (15 %) beziehungsweise gleichbleibendem (45 %) Umsatz. Zu Beginn des Jahres waren es noch insgesamt 79,6 Prozent (37,3 % eher mehr, 42 % gleichbleibend), die sich optimistisch äußerten. Auch die Erwartung steigender Gewinne reduzierte sich von 31,34 auf 25 Prozent, die für eher gleichbleibende Erträgen stieg dagegen von 47 auf 55 Prozent.

Insgesamt sieht Günther Guder den Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels gut gerüstet, um Getränkeherstellern, Gastronomie und Handel ein wertvoller Partner zu sein und im Wettbewerb um den Kunden im Facheinzelhandel zu bestehen. Voraussetzung dafür sei jedoch ein weiteres konjunkturelles Wachstum mit entsprechender Kauflaune, unter-stützt durch verlässliche gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Weiter steigende Energiekosten, überzogene Eingriffe in die Marktwirtschaft wie die gesetzliche Diskriminierung des Tabak- oder Alkoholgenusses oder weitere steuerliche Belastungen wie die jetzt zum 1. September anstehende Erhöhung der Autobahnmaut könnten weder der Getränkefachgroßhandel noch die Konjunktur insgesamt gebrauchen, meint der GFGH-Bundesverband in seiner Halbjahresbilanz.

(Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes des deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.).

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Raucher willkommen im "Zilini", Spandau.

Im Spandauer Biker-Café "Zilini" wird der Kollege Uwe Hagemeister den kontrollunwilligen Ordnungsämtern und Polizisten die Arbeit nicht abnehmen. Er hält die Ankündigung des Spandauer Bürgermeisters, nicht zu kontrollieren, findet für "sehr sympathisch": "Rätselraten über Kontrolle des Rauchverbots", in: Die Welt vom 21. August 2007.

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Rauchverbot in Berlin: Die Polizei hat keinen Bock auf den Schwarzen Peter.

Wir hatten auf Presseberichte hingewiesen, wonach sich der Berliner Bezirk Spandau weigert, das geplante gesetzliche Rauchverbot zu kontrollieren ("Keine Kontrolle des Rauchverbots in Berlin-Spandau."). Mittlerweile habe weitere Bezirke sich diesem Boykott angeschlossen.

Jetzt hat auch die Berliner Polizei angekündigt, sie werde bei ihr eintrudelnden telefonischen Anzeigen "keinen Funkwagen schicken": "Keine Kontrolle von Rauchverbot", in: Rundfunk Berlin-Brandenburg vom 20. August 2007. Sie werde solche Anzeigen lediglich an das zuständige Ordnungsamt weiterleiten, wenn eine telefonische Anzeige eingeht.

Mit einer solchen Anzeige wird das Ordnungsamt wenig anfangen können:
  • Der rauchende Gast wird daraus gerichtsverwertbar nicht zu identifizieren sein.
  • Und einem Gastwirt müßte nachgewiesen werden, daß er gemerkt hat, daß geraucht worden ist, und er nichts dagegen unternommen hat.
Ganz im Gegenteil: Die von der Polizei an das Ordnungsamt weiter geleitete telefonische Anzeige ist ein Beleg dafür, daß er das ihm Mögliche getan hat, nämlich bei der Polizei anzurufen oder anrufen zu lassen. Die Sesselfurzer der Ordnungsämter hängen ja schon vor dem häuslichen Fernseher rum, wenn wir Gastronomen nachts und an den Wochenenden und Feiertagen arbeiten.

Siehe dazu auch: "Die Polizei weigert sich, das geplante gesetzliche Rauchverbot zu kontrollieren" über die Weigerung der Polizei-Gewerkschaft, sich den Schwarzen Peter zuschieben zu lassen.

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Scharfe Wochen.

Das Gasthaus Roter Ochs in Forchheim hat es mit seinen "Scharfen Wochen" (es wird nicht Sex thematisiert, sondern Meerrettich) in die Wochenzeitung "Die Zeit" geschafft hat: "Ganz schön scharf" von Hans Gasser, in: "Die Zeit" Nr. 40/2006.

Lesen Sie auch, was der Kollege Konrad Scheller über den Besuch des Journalisten im letzten Jahr in seinem Blog "Kulinarische Monologe" grummelnd am Herd geschrieben hat: "ZEIT zu lesen" vom 11. Oktober 2006 (der Zeit-Artikel selbst ist erst seit kurzem online).

Auch in diesem Jahr finden im Oktober die "Scharfen Wochen" wieder statt, eine Initiative des Tourismusverbandes Fränkische Schweiz und der Baiersdorfer Meerrettich Firma Schamel, an der sich mehrere Restaurants beteiligen. Der "Rote Ochse" in Forchheim startet seine "Scharfen Wochen" am 29. September 2007 mit einem Meerrettich-Menü mit einem Meerrettich-Eis als Dessert. Ich glaube, das ist was für mich...

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Facebook contra StudiVZ.

Die Online-Community Facebook, die noch in diesem Jahr eine deutschsprachige Benutzeroberfläche anbieten (siehe dazu: "Machtkampf: Facebook auf Deutsch vs studiVZ", in: Zweinull.cc vom 21. Juli 2007) und damit Xing und StudiVZ, dank überragender Funktionen, noch besser Konkurrenz machen kann, imponiert mir immer mehr. Z.B. habe ich am 3. August 2007 eine Gruppe Bamberg in Facebook gegründet und bis heute sind bereits 13 Mitglieder beigetreten, ohne daß es irgendeinen Inhalt gibt.

Da sich das Wissen um die Existenz neuer Gruppe vor allem dadurch verbreitet, daß den Freunden von neuen Mitgliedern auf deren Startseite angezeigt wird, was Freunde gemacht haben (automatische Mundpropaganda), ist dies doch erstaunlich, zumal bundesweit vermutlich weniger als 100.000 Deutsche Mitglieder sind (im Vergleich zu angeblichen 2,6 Millionen Mitgliedern bei StudiVZ). Die Facebook-Gruppe "StudiVZ - The German Facebook" hat etwas über 10.000 Mitglieder, sind also vermutlich Mitglieder in beiden Online-Communities. Im StudiVZ gibt es eine ganze Reihe von Gruppen,, die umgekehrt Facebook thematisieren. Die mitgliederstärkste ist die Gruppe "Studiverzeichnis=Facebook for Germans" mit zur Zeit 1.658 Mitgliedern.

Im StudiVZ muß man sich, um neue Gruppen zu finden, mühsam durch die Listen der Gruppen quälen, die andere abonniert haben. Oder man verwendet die Gruppensuche, die nur die Gruppentitel durchsucht, deren Inhalte aber nicht per Volltext durchsucht werden können, und deren Themen nur grob kategorisiert sind. Die schlechte Findbarkeit von Gruppen und die Leichtigkeit, mit der man als einzelnes Mitglied eine neue Gruppe gründen kann, ist auch ein Grund dafür, daß man eher zum selben Thema eine neue Gruppe gründet als einer bereits bestehenden beizutreten. So ist es kein Wunder, daß allein zum Thema Facebook bei StudiVZ 78 Gruppen existieren.

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Satellitenunterstuetzter elektronischer Reisefuehrer.

Seit dem 26.07.2007 läuft die öffentliche Testphase eines sogenannten FluPa-Guides, einem digitalen GPS-Reiseführer für das Regnitztal. Der FluPa-Guide wurde am Lehrstuhl für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften im Auftrag der Umweltstation Lias-Grube und des Flussparadies Franken e.V. mit finanzieller Unterstützung des Wasserwirtschaftsamtes Kronach entwickelt. Bis voraussichtlich Ende September kann dieser unter www.kinf.wiai.uni-bamberg.de/flupa/ kostenlos heruntergeladen und ausprobiert werden. Der satellitenunterstützte elektronische Reiseführer macht die besonderen Natur- und Kulturschätze im Regnitztal in einer völlig neuen Form erlebbar. Ist ein interessanter Punkt in der Nähe, meldet sich der Radreiseführer automatisch mit einer kurzen Text- und Bildinformation. Einzigartig ist das eingebaute Spiel "Leinen los!", das die Radtour durch das Regnitztal gerade für Kinder und Jugendliche zu einem spannenden Erlebnis macht. Voraussetzung für die in der Testphase kostenfreie Nutzung ist der Besitz eines PDAs/Pocket PCs mit mind. Windows Mobile 2003 (SE) mit integriertem oder zusätzlichem GPS-Empfänger.

Der Lehrstuhl für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften, Prof. Dr. Christoph Schlieder, befaßt sich mit Fragestellungen der Kulturinformatik, d.h. der Angewandten Informatik der Kulturwissenschaften. Am Lehrstuhl entstehen zum Beispiel Informationssysteme für die Baudenkmalpflege, für die Kulturgeographie oder für die Kommunikationsforschung. Die Arbeitsschwerpunkte des Lehrstuhls liegen auf folgenden Technologiefeldern:
  • Geoinformationssysteme
  • Digitale Bibliotheken und Archive
  • Mobile Assistenzsysteme
  • Computer-mediated Communication

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Montag, August 20, 2007

Die Landwirt'n.

Die LandWirt'n ist ein Gastronomennetzwerk von zur Zeit vier fränkischen Dorfwirtshäusern im Schweinfurter Land im Dreieck zwischen Würzburg, Bamberg und der Rhön. Voraussetzung zur Mitgliedschaft ist, dass die Speisekarte überwiegend fränkisch und saisonal gestaltet ist.

Alexander von Halem vom "Gasthaus zur Sonne" in Kolitzheim-Zeilitzheim verantwortet die gemeinsame Website. Außerdem ist er für sein kleines Hotel Schloß Zeilitzheim in Zeilitzheim im Februar 2007 unter die Blogger gegangen: "Schlossblog".

Er nutzt dafür den Webspace von Microsoft Spaces. Siehe dazu meinen früheren Beitrag vom Dezember 2004: "Microsoft fuer kleine Unternehmen", in dem ich auf MSN Spaces hingewiesen haben.

Mehr über "Werbegemeinschaften gastronomischer Betriebe".

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Interview mit dem Geschaeftsfuehrer von Qype.

Stephan Uhrenbacher, der Chef von Qype, hat förderland ein Interview gegeben: "'Wenn eine Internetcompany nicht funktioniert, ist sie nichts wert'" vom 8. August 2007.

Er spricht über die besonderen Schwierigkeiten von Existenzgründungen mit einer Idee für's Internet, da Banken gewohnt sind sichtbare Unternehmen zu finanzieren (mit Sicherheiten, Maschinen, Geschäftsräumen, körperlichen Produkten).

Er erzählt auch, daß Qype Blogger sponsert. Da ich in den letzten Monaten viele Beiträge über Qype geschrieben habe, möchte ich dazu sagen, daß ich nicht von Qype gesponsert werde und dies auch ablehnen würde. Abseits.de verdient sein Geld mit Provisionen von Partnerprogrammen, inbesondere von Google Adsense und Amazon, und lebt vom Vertrauen seiner Nutzer in meine persönliche und finanzielle Unabhängigkeit. Aber ich habe zu Stephan Uhrenbacher und ein paar Mitarbeitern von Qype per Internet Kontakt und freue mich, daß man dort meine Fragen bereitwillig, kompetent und ohne Marketinggeschwätz beantwortet.

Wie Stephan Uhrenbaucher ausführt, soll Qype in Zukunft sein Geld mit lokaler Werbung verdienen. Lokale, regionale Werbung ist genau das, was für die meisten gastgewerblichen Betriebe angesagt ist, denn unsere Dienstleistungen werden in der Regel vor Ort erbracht. Qype tritt damit in Konkurrenz zu zahlreichen Wettbewerbern:
  • Printmedien wie regionale Tageszeitungen, Anzeigenblätter, Stadtmagazine.
  • Lokale Radiostationen.
  • Regionale Fernsehkanäle
  • Spots in Kinos.
  • Regionale Portalen.
  • Hotel-, Restaurant- und Kneipenfuehrer.
  • Suchmaschinen.
  • Gelbe Seiten.
  • Telefonbücher.
  • Regionale und lokale Incoming-Agenturen.
  • die Websites der Gastronomie und Hotellerie selbst.
Was Qype fehlt, aus meiner Sicht, sind regionale Basisinformationen, etwa die vorhandene Infrastruktur (Museen, interessante Gebäude, kulturelle Einrichtungen usw.) und Events. Es finden sich zwar in Qype auch Berichte über Events, aber naturgemäß erst im Nachhinein, wenn Besucher über ihre Erlebnisse berichten, nicht aber über das zukünftige Events. Das Bamberger Unternehmen BeLocal.de hat deshalb Kontakte zu den Fremdenverkehrsämtern (Tourismus-Service-Agenturen usw.) aufgebaut und kooperiert mit diesen. Tourismusinformationsdienste, Eventveranstalter, Hotels und Gastronomen können ihre Basisinformationen und ihre geplanten Events einspeisen. BeLocal erspart sich mit dieser Form von "user generated content" eine Menge redaktionelle Arbeit. Eine denkbare Kooperation (Content-Tausch) zwischen Qype und Belocal stelle ich mir spannend vor. Qype steuert Bewertungen und Nutzerberichte bei, Belocal die Basisinformationen über die Städte und Events.

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Passiver Widerstand: Munter weiter rauchen.

Marko Belsner hat sich für die "Stuttgarter Nachrichten" in Kneipen Stuttgarts umgeschaut:
"Zunächst hielt sich der Wirt der Bismarckstube an das Rauchverbot. Die Umsatzeinbußen waren enorm. Rund hundert Euro gingen dem Wirt pro Tag verloren. Daraufhin hat er sich bei der Konkurrenz umgeschaut. Und siehe da: Viele Wirte lassen munter weiterrauchen."
Mehr über den "Widerstand in der Eckkneipe" gegen das gesetzliche Rauchverbot in den "Stuttgarter Nachrichten" vom 20. August 2007.

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Sonntag, August 19, 2007

BioFach 2008: Bio-Wein im Rampenlicht.

Die BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, rückt 2008 den Bio-Wein besonders ins Rampenlicht. Vom 21.-24. Februar 2008 erleben Aussteller und Fachbesucher die größte Bio-Weinfachmesse weltweit im neuen Gewand! Diese verzeichnete 2007 mit rund 300 Ausstellern aus 13 Ländern eine Spitzenbeteiligung. Der Jahrgang 2008 schickt sich nun an, diesen Rekord mit einem geschätzten Zuwachs von mehr als 10 % erneut ins Wanken zu bringen. In der Weinhalle wird Genuss zelebriert! Aussteller und Fachbesucher erleben in tageslichtdurchfluteter Wohlfühl-Atmosphäre das internationale Spektrum des Bio-Weins in einer Halle vereint. Insgesamt erwartet der Messeverbund BioFach und Vivaness 2008 rund 2.600 Aussteller (2007: 2.565) und wieder rund 45.000 Fachbesucher (2007: 45.520).

In der Weinhalle präsentieren sich Winzer aus den führenden Bio-Weinbau-Nationen Italien, Frankreich, Spanien, aber auch aus Argentinien, Chile, Deutschland, Griechenland, Österreich, der Türkei oder Ungarn. Kleinere, unbekannte Provenienzen werden ebenso erwartet. Deren Weine gilt es neu zu entdecken - zum Beispiel in der von Weinfachkräften betreuten Verkostungszone der Weinhalle, der Vinothek. Der Fachbesucher hat dort die Möglichkeit, sich einen Überblick über das Bio-Weinangebot der gesamten BioFach zu verschaffen. Anmeldungen für die Vinothek sind in den Kategorien "rot", "weiß", "rosé", "Dessertwein" oder "Schaum-/Perlwein" möglich.

Der Besucher kann die Weine entweder nur begutachten oder sich bei der Degustation eingehender mit einzelnen Weinen beschäftigen. Dabei bleibt es ihm überlassen, ob er dies selbstständig oder mit fachlicher Beratung tun möchte. Hallenrestaurant und Geschmacksparcours überraschen den Gaumen mit außergewöhnlichen Sinneswahrnehmungen. Dabei bietet die Weinhalle der BioFach spannende Erlebnisse, die über den Klassiker "Schokolade+Wein" hinausgehen. Auch der Durst nach Wissen und Informationen rund um das Thema Bio-Wein wird im Forum und auf der Bühne gestillt.

Innenarchitektonisch bekommt die Weinhalle ein völlig neues Gesicht. Die Aussteller dort können aus verschiedenen Stand-Konzepten im modernen, exklusiven Design wählen. Einzel- und Gemeinschaftspräsentation auf einer der Plazas sind möglich.
"Wir wollen mit unserem neuen Wein-Konzept einen Trend unterstützen und einem wichtigen Segment des Bio-Marktes eine internationale, umfassende und hochwertige Plattform bieten. Bio-Wein birgt ein enormes Potential und wird auf der BioFach 2008 entsprechend präsentiert"
so Udo Funke, Projektleiter BioFach und Vivaness.

Auch 2008 werden im Rahmen des jährlichen Weinpreises wieder Bio-Spitzenweine prämiert (Anmeldeschluss: 5. Oktober 2007, www.biofach.de/weinhalle). Zuletzt stellten sich rund 1.000 Weine der kritischen Fachjury, die 76 Mal "Gold" bzw. "Großes Gold" vergab.

Erstmals verleiht die BioFach 2008 auch einen Preis für die besten Olivenöle aus Bio-Anbau. Die Fachbesucher wählen ihre Favoriten, die am Messesamstag gekürt werden.

Zweistellige Zuwachsraten bei Bio-Wein in Deutschland

An der Spitze der internationalen Bio-Wein-Statistik liegt Italien mit ca. 30.000 ha Rebfläche. Jeweils etwa halb so viel, ca. 15.000 ha, entfallen auf Frankreich und Spanien. Bio-Weinbau, der in ganz Europa kaum mehr als 4 % und in Deutschland nach Expertenschätzung 2 % der Weinproduktion ausmacht, verzeichnet hierzulande seit ein paar Jahren zweistellige Zuwachsraten. In Deutschland werden etwa 2.000 ha Rebfläche ökologisch bewirtschaftet. Circa 80 % der über 400 Betriebe sind in den nationalen Bio-Verbänden wie Ecovin, Bioland, Naturland oder Demeter organisiert. 15 Bio-Weingüter mit 260 ha Rebfläche sind Mitglieder im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP).
"Die Erzeugung von Bio-Wein verlangt ganz besonderes Fachwissen im Weinberg. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel zwingt den Bio-Winzer zum sensiblen Umgang mit seinen Reben"
erklärt Branchenkenner und Weinfachhändler Martin Kössler aus Nürnberg.

Den Ausbau im Keller regelt allerdings (noch) keine Bio-Verordnung. Daran wird gearbeitet. 2009 soll es EU-weite Kellerrichtlinien für Weine aus biologischem Anbau geben. Bio-Wein ist bisher Wein aus Trauben, die kontrolliert biologisch angebaut werden.

Die Frage, wie der Bio-Wein der Zukunft produziert wird, beschäftigt auch Steffen Christmann, VDP-Präsident. Er möchte seine Mitglieder zu einer Rückkehr zur reinen Natur motivieren:
"Um auch in Zukunft Qualität zu ernten, müssen der Boden und die Rebe wieder gesunden."
Der Markt für Bio-Wein gewinnt nach Ansicht von Branchenkennern insgesamt an Selbstbewusstsein und Anerkennung. Die Zeichen für Bio-Wein stehen eindeutig auf biodynamisch.

Man(n) kauft Bio-Wein

Glaubt man einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung von TNS Emnid, Bielefeld, gilt es vor allem, die Männer für Bio-Wein zu begeistern. Bisher waren in erster Linie Frauen Bio-Käufer.

Deutsche Männer hingegen sind "Bio-Muffel", so das Ergebnis der Studie. Der Grund: fehlende Information über Bio-Produkte. Haben Männer sich informiert, werden drei Viertel von ihnen zu Bio-Käufern. Frauen entscheiden sich für Bio-Wein vorwiegend aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen, Männer suchen eher den Qualitätskick. Hier liegt ein großes Potential für den Bio-Wein, denn ebenso wie die Erzeugung ist auch der Weinkauf nach wie vor eher Männersache.

Hochwertiger Bio-Wein sehr gefragt - gerne aus dem eigenen Land

Was regionale Präferenzen der deutschen Kunden angeht, werden Weine aus Übersee und Spanien stark nachgefragt. Aber auch Bio-Weine aus dem eigenen Land sind sehr beliebt. Peter Riegel, Branchenkenner und Weinhändler, Orsingen:
"Deutsche Weine, die lange im Schatten der Mittelmeerweine standen, sind zurzeit sehr gefragt, besonders typische Sorten wie Riesling oder Weißer, Grauer und Spätburgunder."
Am liebsten trinken die Deutschen Bio-Wein zwischen 5 und 7 EUR. Trotz guter Qualität haben es Bio-Weine zwischen 7 und 10 EUR deutlich schwerer.

Weinfachhändler freuen sich aber über starke Zuwächse bei Markenweinen im Preisbereich über 10 EUR. Experten zufolge treten diese künftig mit sehr viel Power aus ihrem Nischendasein heraus. Eine Entwicklung, die auch Jürgen Schmücking von BioAustria bestätigt.
"Diese Weine werden zur echten Qualitätsbewegung im Weinbau. Wer künftig Spitzenweine produzieren will, wird um hochwertigen Bio-Weinbau nicht herumkommen."
(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

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WebSnapr.

Ein nützliches Tool, um Bildschirmausdrucke (Screens) von Webseiten dynamisch in Webseiten einzubinden ist WebSnapr - Thumbnails for Your Site. Ein Beispiel:

Screenshot Kaffeeblog

Die Verknüpfung zur dargestellten Webseite wird nicht automatisch erstellt, nur die Graphik selbst. Dabei stehen vier Größen zur Auswahl
  • T = 92x70
  • S = 202x152
  • M = 400x300
  • L = 640x480
Weitere Beispiele:

in der Größe S:

Abseits Catering & Partyservice

in der Größe T:

Abseits Catering & Partyservice


Sie sollten jedoch, bevor Sie Abbildungen fremder Webseiten in ihre eigenen Webseiten einbinden, prüfen, ob Sie damit Urheberrechte verletzen. Die Verwendung von Bildern, die nicht unter einer freien Lizenz stehen, ist nach deutschem Recht unter bestimmten Umständen als Bildzitat nach § 51 UrhG zulässig. Zulässig sind die Screenshots z.B. in dem Artikel "Globale Marketing Trends und ihre Auswirkungen auf die Hotellerie" von Prof. Dr. Axel Gruner und Prof. Dr. Chekitan Dev, weil die Screenshots als Zitate Verwendung finden. Siehe dazu auch: "Wikipedia: Bildrechte".

Auf der sicheren Seite sind sie, wenn sie die Urheber um Erlaubnis fragen und die Einverständniserklärung aufbewahren. In der Regel sind Website-Betreiber froh, wenn sie ihre Sreenshots einbinden und auf die dazugehörige Website verlinken.

Ein Nachteil von WebSnapr sind die durch den notwendigen Zugriff auf diese Website verlängerten Ladezeiten. Als Alternative empfiehlt sich deshalb seekxl Snapr. Ich habe diese Alternative nicht getestet.

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Ein Jahr Antidiskriminierungsgesetz und die negativen Folgen fuer Stellenbewerber.

Das Antidiskriminierungsgesetz ("Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz") ist seit einem Jahr in Kraft. Es hat negative Folgen für Stellenbewerber:
  • Die Unternehmen sagen in Stelleninseraten nicht mehr ehrlich, was sie suchen. So nehmen auch solche Bewerber den Zeitaufwand und die Kosten in Kauf, die bestimmt keine Chancen haben. Beispiele: Es wird eine weibliche Servicekraft gesucht, aber man schreibt die Stelle geschlechtsneutral aus, um eine Klage zu verhindern. Man sucht eine zum gastronomischen Konzept passende junge Servicekraft, hütet sich aber davor eine Altersgrenze anzugeben oder darauf hinzuweisen, daß man eine Bewerberin für ein "junges Team" sucht.
  • Den Empfehlungen einiger Juristen folgend, verzichten Unternehmen in ihren Stellenanzeigen gerne darauf, Fotos zu verlangen oder auf "vollständige Bewerbungsunterlagen", um dem Vorwurf einer Diskriminierung wegen der Rasse oder Herkunft zu entgehen. Bewerbungen, die dann tatsächlich kein Lichtbild enthalten, werden dann häufig ausgesondert, weil ein gutes Aussehen in vielen Berufen mit zahlreichen persönlichen Kontakten ein wichtiges Auswahlkriterium ist.
  • Unternehmen geben die Bewerbungsunterlagen erst nach drei Monaten zurück, um sich für den Fall einer Klage die Belege zu sichern. So erspart man sich das Kopieren der Unterlagen. Die Bewerber hingegen benötigen insgesamt mehr Kopien, weil sich der Rückfluß der Unterlagen erfolgloser Bewerbungen verlangsamt.
  • Die Absagen werden nicht mehr begründet, um Klagen wegen Diskriminierung zu vermeiden. Damit entgehen den Bewerbern Informationen, die ihnen helfen könnten, ihre Bewerbungsstrategie zu verbessern oder auch persönliche Defizite abzubauen.
  • Nicht wenige, vor allem kleine und mittlere Unternehmen machen das, was auch ich empfehle, gar keine Stellen mehr auszuschreiben. Siehe dazu: "Antidiskriminierungsgesetz". Dies hat zur Folge, daß solche Bewerber, denen es an Beziehungen mangelt, von zu besetzenden Stellen gar nicht mehr erfahren. Davon betroffen sind etwa Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende, aber auch Zugereiste.
Zusammengefaßt kann man sagen, daß das Antidiskriminierungsgesetz die Transparenz auf dem Arbeitsmarkt verringert.

Siehe dazu auch: "Antidiskriminierungsgesetz wird ein Jahr alt", in: Westfälische Nachrichten vom 18. August 2007.

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Woran erkennt man eine gute Bar?

Er nennt sich drymartini, ein Pseudonym, das ich nicht lüften möchte, und wohnt in Berlin. Er reist beruflich um die Welt (Asien, Europa, USA). Seine Leidenschaft gilt dem guten Essen, dem Wein und anderen Freuden des Lebens. In seinem Blog drymartini schreibt er über Drinks, Wein, Essen und Leben.

In einem Beitrag vom 10. August 2007 geht er der Frage nach "Barkunde für Anfänger: Woran erkenne ich eine gute Bar?". Über einige seiner zehn Punkte läßt sich streiten. Doch lesen Sie selbst die kritischen Einwände seiner Leser. Diskutieren Sie vielleicht auch mit...

Mehr über "Cocktail-Bars".

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Samstag, August 18, 2007

BiO Erfrischungsgetränk Original.

Als weiteres Me-Too zu Bionade kommt Ende August "BiO Erfrischungsgetränk Original" auf den Markt, hergestellt in der Feldschlößchen-Brauerei in Braunschweig, einer Tochter der Holsten Brauerei, die wiederum zu Carlsberg gehört. Quelle: "Biobrause: Die vier Konkurrenten", in: Hamburger Abendblatt vom 18. August 2007. Laut einer Meldung im "Kontakter" handelt es sich bei "BiO Erfrischungsgetränk Original" um ein alkoholfreies Getränk auf Malzextraktbasis in den Geschmacksrichtungen Holunder-Cranberry, Orangen-Ingwer und Ananas-Citrus. Siehe: "Carlsberg launcht im September Bio-Erfrischungsgetränk", in: Der Kontakter vom 14. August 2007.

Außerdem wird in diesem Artikel "Aloha" erwähnt, ein mir bisher unbekanntes Szenegetränk in Hamburg, das in Paderborn abgefüllt wede, auf Malzbasis mit "100 Prozent natürlichen Zutaten", aber kein Bioprodukt. Abfüllung in Paderborn läßt mich vermuten, daß es sich um ein Produkt der Paderborner Brauerei handeln könnte, Teil der Warsteiner Gruppe. Kann mir jemand mal netterweise eine Flasche von "Aloha" zukommen lassen? Meine Postanschrift: Gerhard Schoolmann, Pödeldorfer Str. 39, 96052 Bamberg.

Den dritten Konkurrenten von Bionade, der in diesem Artikel erwähnt wird, ist "Maltonade", eine Eigenmarke von Rewe, die ich bereits vorgestellt habe: "Bionade attackiert vermeintliche Nachahmer".

Große Chancen in der nicht brauereigebundenen Gastronomie gebe ich diesen Me-Toos nicht. Getreu dem Motto "The winner takes it all" setzt sich in der Gastronomie meist der Marktführer durch, weil man nicht mehrere Produkte, die sich allzusehr ähneln, listen möchte, wenn die Qualität des Marktführers zumindest genauso gut ist wie die Qualität der Me-Toos. Im Einzelhandel sieht es manchmal anders aus, weil dort der Preis wichtiger ist und das Sortiment mit Abertausenden von Artikeln umfangreicher als in der Gastronomie mit ein paar Dutzend oder wenigen hundert Artikeln. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, daß "Maltonade" eine Eigenmarke von Rewe Plus ist.

Gewisse Chancen haben Me-Toos im Event-Catering, wenn die Gäste gezwungen sind, aus dem Sortiment zu wählen, das vor Ort erhältlich ist, ihnen das Event wichtiger ist als das, was sie trinken, und der Caterer durch niedrige Einkaufspreise bzw. Werbekostenzuschüsse, Sponsoringgelder und andere Incentives motiviert wird, statt dem Marktführer Me-Toos zu listen. Bionade könnte man deshalb raten, vor allem im Branchensegment Event-Catering durch Sponsoring und günstige Konditionen gegenzuhalten. Doch das weiß deren Marketingberater Wolfgang Blum von ganz alleine: "Ein Getränk spricht für sich" (PDF):
"Ganz bewußt werden Events aus Sport, Kultur, Business oder Medien ausgewählt, auf denen sich viele Opinionleader aufhalten, die aus ihrer Affinität zum Erfrischungsgetränk kein Geheimnis machen. Dementsprechend stößt man bei entsprechenden Events auf Stände der Getränkemacher, zum Beispiel beim Sommerfest des Sterns in Hamburg oder beim 'Tag der offenen Tür' der Bundesregierung in Berlin.

Außerdem wird neben anderen kulturellen Ereignissen u.a. das Theater Kampnagel in Hamburg gesponsert. Wichtig ist immer eine gewisse Andersartigkeit des Sponsoring-Projekts. So fahren in einigen deutschen Städten neuerdings Fahrradkuriere in BIONADE-Trikots ihre Lieferungen aus."

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Bayreuther Bio-Weisse von der Brauerei Gebr. Maisel KG.

Bio-Weissbier gibt es schon, z.B. von der Neumarkter Lammsbräu (in den Varianten Weisse, Schwarze, Kristallweizen, leichtes Hefeweizen und alkoholfrei), vom Riedenburger Brauhaus (Riedenburger Bio-Weisse Export, Riedenburger Weisse leicht und Riedenburger Weisse Premium) oder von der Hof-Bräu Kalsdorf (Hofbräu Bio-Weisse) in Österreich.

Jetzt ist auch die Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel KG mit der "Bayreuther Bio-Weisse" auf den Zug gesprungen. Siehe dazu: "Maisel goes Bio", in: Bamberg-Guide.de vom 15. August 2007.

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Magners Irish Cider baut Stellung in der Gastronomie Muenchens aus.

München, August 2007 - Nach kurzer Pause ist der Sommer endlich in die Stadt zurückgekehrt! Wer bei strahlend blauem Himmel und steigenden Temperaturen zu Hause bleibt, hat selber Schuld. Zahlreiche Open Air-Events und coole Locations unter freiem Himmel präsentieren ein abwechslungsreiches Programm im Münchner Sommer.

Magners Irish Cider - das neue Kultgetränk der bayerischen Landeshauptstadt – bietet den Münchnern im Rahmen von zahlreichen Veranstaltungen eine neue Art der Erfrischung und prägt das Bild der Stadt im Sommer.

Immer mehr Münchner Bars, Restaurants und Kneipen im Innenstadtbereich bieten ihren Gästen das traditionelle Getränk aus Irland an. Seit der Einführung im April des Jahres ist die Begeisterung der Münchner für Magners Irish Cider ungebremst. Frei nach dem Magners Motto "Time dedicated to you." erleben immer mehr Münchner Irlands beliebtesten Cider. Gut gekühlt auf Eis ist Magners, gerade an heißen Tagen, die ideale Erfrischung. Bereits rund 500 Münchner Gastronomien schenken Magners aus - Tendenz steigend!

Selbst vor Prominenten macht das Kultgetränk nicht halt: Die Moderatorin und Schauspielerin Diana Herold, u.a. bekannt aus der Bullyparade und den Kinofilm-Erfolgen "Der Schuh des Manitu" sowie "(T)raumschiff Surprise" genießt auf der Leopoldstraße im "Café an der Uni (Cadu)" gemeinsam mit Bro'Sis Star und Moderator Giovanni Zarrella ein eisgekühltes Magners Irish Cider nach dem stressigen Drehtag am Set..

Auch beim diesjährigen Kino Open Air auf dem Königsplatz konnten sich die Gäste aus Szene, Gastronomie und Medien im "Magners Garten" als auch in der exklusiven "Magners VIP-Lounge" vom erfrischenden Geschmack des Irischen Originals selbst überzeugen. Zu den Gästen in der Magners VIP-Lounge auf dem zählten unter anderem auch der deutsche Schauspieler Florian Fischer sowie der DSF-Moderator Klaus Gronewald, beide bekennende Magners Fans. Jens Glöckner, Marketing Manager Magners, höchst erfreut:
"Wir sind voller Stolz, dass Szeneleute, Trendsetter und Prominente sich zum Magners Genuß bekennen - für die Münchner gibt es diesen Sommer keine bessere Erfrischung."
Das bereits in London zum absoluten Kult avancierte Getränk hat somit gute Chancen, seinen Erfolg auch in München zu wiederholen!

Magners Irish Cider wurde von William Magner, einem regionalem Cider-Produzenten aus Clonmel im County Tipperary, gegründet. Das Unternehmen ist Teil der C&C Gruppe - dem größten, sich zu 100 Prozent in irischer Hand befindenden Getränkehersteller mit einem Marktkapital von 3,8 Milliarden Euro. Magners Irish Cider beschäftigt in seinem Stammsitz in Clonmel 704 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Magners wurde 2003 in Schottland auf den Markt gebracht und ist dort zur Nummer 1 der verpackten Long Alcoholic Drinks (LAD) mit 19,1 Prozent Marktanteil On-Trade aufgestiegen. Im Frühjahr 2005 wurde die Marke in London eingeführt, wo sie sich zur Nummer 2 in diesem Markt entwickelte. Aufgrund dieser Erfolge wurde mit dem landesweiten On-Trade-Vertrieb von Magners begonnen. Gleichzeitig wurde die Marke in ausgewählten Outlets Off-Trade eingeführt. Gegenwärtig hält Magners in UK einen Marktanteil von 1,7 Prozent unter den LAD. In Irland besitzt der Cider sogar einen Marktanteil von 9,8 Prozent.

Magners ist der meistverkaufte Cider in Irland. 1999 wurde er in verschiedenen europäischen Ländern auf den Markt gebracht. Dazu gehören Nordirland, Österreich, Tschechien, Finnland, Holland, Spanien, Schweden und die Schweiz. 2002 kam Magners auch in Schottland auf den Markt, und mittlerweile erfreut sich der Cider auch in der Londoner Pub-Szene großen Erfolges. Auch außerhalb Europas gibt es inzwischen Magners zu kaufen. Seit 2000 ist der Cider in den USA und seit Oktober 2004 auch in Australien erhältlich. (Quelle: Pressemitteilungen von Magners Cider)

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Rhino's energize your homepage.

Der große Erfolg von Red Bull zieht seit vielen Jahren alternative Anbieter an von weiteren nach Gummibärchen schmeckenden, wenig koffeinhaltigen, kohlesäurehaltigen Getränken, die mit Taurin versetzt sind. Siehe z.B. unsere Berichte über "Monster". Gegen einige dieser Surrogate ist Red Bull markenrechtlich vorgegangen (siehe eine Übersicht in: "Markenrecht" von webschool).

In der Gastronomie hat, weil es auch in großen Gebinden erhältlich ist, Big Pump einen Namen gemacht.

Inbesondere Sportsponsoring nutzt rhino's energy, um sich bekannt zu machen. Mittlerweile ist man auf Platz 2 nach Red Bull. Der Energydrinkhersteller mit dem Nashorn im Logo war bisher bereits stark im Motorsport engagiert, unterstützt aber auch den Fußball-Regionalligisten SSV Jahn Regensburg, ist im Eishockey beim EHC München, den Eisbären Regensburg und den Kassel Huskies aktiv tätig, aber auch im Kampfsport und ist seit Neuestem ein Trikotsponsor des deutschen Basketball-Meisters Brose Baskets Bamberg (siehe dazu: "Zwei neue Partner für die Brose Baskets").

Um Betreiber von Websites zu animieren, Werbung für rhino's energy zu machen, hat man sich die Aktion "Energize your homepage!" einfallen lassen.

Wer diesen Banner auf seine Homepage klatscht, bekommt, solange der nicht spezifizierte Vorrat reicht, einen Kasten geschenkt.

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Einweghandschuhe: ja oder nein.

Im Restaurant Marketing Blog wird kritisiert, daß in einer amerikanischen McDonald's-Filiale Mitarbeiter Frühstück zubereitet hätten, ohne daß sie Schutzhandschuhe tragen: "McDonald's: Employees Wash Hands Every 30 Minutes" vom 18. August 2007.

In der Tat glauben viele, das Tragen von Einweghandschuhen bei der Zubereitung von Lebensmitteln verbessere die Hygiene.

Dabei verbessert nach neuesten Erkenntnissen das Tragen von Einweghandschuhen nicht die Hygiene: "Einmal-Handschuhe verbessern die Hygiene nicht", in: Krankenkassen Ratgeber vom 8. August 2007. Der Grund ist banal:
"Es gab dabei keinen Unterschied zwischen der Arbeit mit Handschuhen und jener mit bloßen Händen. Denn, wer Handschuhe benutzte, war eher geneigt, die Lebensmittel mit den Händen zu berühren. Wer keine trug, griff eher zum Hilfsmittel, etwa einer Gabel."
Sie sollten also Ihre Mitarbeiter darin schulen, Lebensmittel möglichst wenig zu berühren, egal ob mit Handschuh oder ohne.

Bei Arbeitsplätzen, die von Gästen eingesehen werden können, sollte man aber auch die psychologische Wirkung nicht vergessen. Solange es sich noch nicht rumgesprochen hat, daß Einweghandschuhe nichts bringen, sind sie ein deutliches, wenn auch irreführendes Signal an den Gast, daß man es mit der Hygiene ernst nimmt.

Auch der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter gebietet den Gebrauch von Schutzhandschuhen auf das nötigste zu begrenzen, etwa beim Umgang mit aggressiven Reinigungsmitteln:
"Schutzhandschuhe sollten nur zum Einsatz kommen, wenn alle anderen arbeitstechnischen und organisatorischen Maßnahmen, die zu einer Reduktion der Hautgefährdung führen können, ausgeschöpft sind. Ihre Einsatzzeit ist zu minimieren, d.h. Schutzhandschuhe sind nur während der unmittelbar hautgefährdenden Tätigkeit zu tragen."
heißt es in der Arbeits-Sicherheits-Information "Haut und Beruf" (ASI 8.60) (PDF).

Bei Verletzungen an den Händen (z.B. Schnittwunden) sind Einweghandschuhe natürlich Pflicht.

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Romantikhotel Schloss Rheinfels als Zeichentrickvideo.

Es gibt motivierte Mitarbeiter, sehr motivierte und es gibt Mario Pfeiffer, den Nachtportier des Romantikhotels Schloss Rheinfels. Er ist Video-Freak und hat in seiner Freizeit die komplette Hotelanlage nachgezeichnet und wie ein Videospiel aufgebaut. Schloßblogger Stefan Niemeyer hat dieses Unikat heute im Schloss-Blog veröffentlicht (bzw. auf Youtube): "Rheinfels in 3d".

Er kann sich vorstellen, daß man auch Variationen nutzen kann:
  • als Bankett-Tool: Das Spiel könnte so erweiterert werden, dass man einzelne Tischordnungen stellen kann.
  • als Kinder-Spiel: Umbau als echtes Videospiel.
Siehe dazu auch unsere früheren Beiträge:

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Keine Kontrolle des Rauchverbots in Berlin-Spandau.

Beim gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie haben sich die Politiker in den Bundesländern die Sache fein ausgedacht. Sie sonnen sich im Lob der Antiraucherfanatiker und die Kommunen sind für die Drecksarbeit zuständig, sollen die Einhaltung kontrollieren, dafür die Personalkosten tragen und den Ärger der betroffenen Gastronomen und Gäste auf sich ziehen.

Doch viele Kommunen spielen nicht mit. Jetzt hat auch der Berliner Bezirk Spandau erklärt, daß er das Rauchverbot boykottieren wird: "Spandau will das Rauchverbot boykottieren", in: Berliner Morgenpost vom 18. August 2007:
"Bei der Kontrolle des Rauchverbots in Berlin gibt es offenbar erhebliche Probleme. Gestern kündigte als der Bezirk Spandau als erster an, dass er wegen Arbeitsüberlastung des Ordnungsamtes die Kontrolle des Nichtraucherschutzes in Gaststätten nicht durchführen wird."
Dies ist kein Wunder. Die zu erwartenden geringen Einnahmen aus Bussgeldern stehen in keinem Verhältnis zu dem Aufwand einer flächendeckenden Kontrolle rund um die Uhr. Allein in Spandau gibt es rund 500 Gaststätten. Wenn man von einer durchschnittlichen Öffnungszeit von nur 80 Stunden pro Woche ausgeht, macht dies über 2 Millionen Öffnungsstunden pro Jahr. Ein Kontrolleur, selbst wenn er 2.000 Stunden pro Jahr vor Ort wäre (also von Gaststätte zu Gaststätte beamen könnte und keine Nachbearbeitung im Büro und keine Zeugenaussagen vor Gericht anfallen würde), könnte nur ein Promille der Öffnungszeiten abdecken.

Der Berliner Bezirk Spandau beziffert den Aufwand für den personellen Mehraufwand mit 456.000 Euro per anno, also auf knapp 1.000 Euro per Gaststätte. Dafür stehen dann 12 Kontrolleure bereit mit einer Kontrolldichte von rund einem Prozent.

Ganz Berlin hat 9.562 Gaststätten, woraus sich ein Aufwand in ganz Berlin in Höhe von 8,72 Millionen Euro per anno errechnet.

Bundesweit gibt es 188.344 Gaststätten. Der Aufwand, um eine Kontrolldichte von 1% bundesweit zu erzielen, beträgt knapp 172 Millionen Euro per anno.

Eine umfassende, ständige Kontrolle würde über 17 Milliarden Euro per anno verschlingen, also mehr als die Hälfte des Umsatzes aller Gaststätten (32,2 Milliarden Euro per anno, Stand 2005).

Die Pressemitteilung des Bezirks Berlin-Spandau im Wortlaut:
"Bezirksbürgermeister Birkholz ruft den Senat zur Ordnung

Pressemitteilung

Berlin, den 16.08.2007

Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz fordert den Senat auf, endlich die finanziellen und somit auch personellen Voraussetzungen zur Bewältigung der immer neuen bezirklichen Ordnungsaufgaben zu schaffen

Bezirksbürgermeister Birkholz erklärt hierzu: "Die Landespolitik erlässt ständig neue Gesetze und gibt Verordnungen heraus, die dann von den Bezirken in eigener Verantwortung überwacht werden müssen. Für die bezirklichen Ordnungsämter bedeutet dies einen ständigen Aufgabenzuwachs ohne zusätzliches Personal.

Seit Einrichtung der Ordnungsämter sind bereits zusätzliche Aufgaben, wie Fließverkehr in Fußgängerzonen und auf Gehwegen sowie Kontrolle des Winterdienstes ohne Personalzuwachs hierher verlagert worden.

Nun hat der Senat auch die Kontrolle von alkoholtrinkenden Jugendlichen und Kindern im öffentlichen Raum auf die Ordnungsämter abgewälzt. Die beinhaltet sogar, dass alkoholisierte Kinder und Jugendliche ihren Personensorgeberechtigten zugeführt werden sollen. Das ist so nicht umsetzbar!
  1. Dienstfahrzeuge des Ordnungsamtes sind nicht für die Beförderung von Privatpersonen zugelassen,
  2. die Außendienstkräfte sind in keiner Weise für diese Form von Kontrollen ausgebildet und
  3. uns fehlen dafür einfach die Kräfte.
Bisher wurden diese Kontrollen als gezielte Schwerpunkteinsätze gemeinsam mit der Polizei durchgeführt. Dies ist schon aus Sicherheitsgründen unabdingbar, da zwei bis vier Außendienstkräfte eine Gruppe von alkoholisierten Kindern und Jugendlichen, die oft auch Messer bei sich führen, oder abgeschlagene Flaschenhälse als Waffe benutzen, nicht zur Vernunft bringen können. Die Kontrollen sollten daher weiterhin nur in Begleitung der Polizei und, wenn möglich, unter Beteiligung des Jugendamtes durchgeführt werden. Der Transport zu den Personensorgeberechtigten oder die Mitnahme auf die Wache muss durch die Polizei erfolgen.

Ab Januar 2008 sollen die Ordnungsämter dann auch noch die Kontrollen der Einhaltung des Nichtraucherschutzgesetzes vornehmen.

Dies ist mit dem vorhandenen Personal nicht zu gewährleisten!

Alleine die Verpflichtung allen konkreten Bürgerhinweisen bei mehr als 500 Gaststätten in Spandau nachzugehen, würde mein Ordnungsamt lahm legen.

Zusätzlich sollen auch noch die im Gesetz benannten weiteren Einrichtungen, wie z.B. Berliner Behörden, Kultureinrichtungen oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (Jugendfreizeiteinrichtungen) kontrolliert werden.

Bereits eine stichprobenartige Kontrolle alleine der Gaststätten ist mit dem vorhandenen Personalkörper von insgesamt 40 Kräften im Außendienst nicht zu leisten.

Um diese Aufgaben korrekt wahrnehmen zu können, sind mindestens 12 zusätzliche Vollzeitkräfte und für die Finanzierung dieser Stellen rd. 456.000 Euro jährlich erforderlich. Geld, welches der Bezirk einfach nicht hat, und der Senat zur Verfügung stellen muss, wenn er den Bezirken immer mehr Ordnungsaufgaben auflädt. Auch fordere ich den Senat auf, bei der Landespolizeischule endlich ein qualifiziertes Eigensicherungstraining für die Außendienstkräfte der Ordnungsämter anzubieten und zu finanzieren.

Spandau wird somit die Kontrolle der Einhaltung des Nichtraucherschutzgesetzes nicht vornehmen können.

Auch die Kontrolle des Jugendschutzgesetzes (Trinken im öffentlichen Raum) ausschließlich durch das Ordnungsamt, ist mit der vorhandenen Ausbildung und der Ausstattung der Außendienstkräfte - schon aus Fürsorgegründen - ausgeschlossen."

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Freitag, August 17, 2007

Simits statt Burger.

So langsam kommen auch eher altbackene Tageszeitungen auf den Dreh, audiovisuelle Beiträge zu publizieren. So kann man sich heute auf der relaunchten Website des Berliner Tagesspiegels ein Video "Fastfoodkrieg" anschauen.

Vorgestellt wird die türkische Großbäckerei Simit, die McDonald's starke Konkurrenz macht.

Ich hoffe, ich habe für Simit die richtige URL verlinkt, denn ich kann leider kein türkisch. Simits sind türkische Sesamringe, deshalb werden viele Websites angezeigt, wenn man nach diesem Begriff sucht.

Das deutsche Pendant zu Simits wären, wenn man so will, Laugenbrezn, z.B. von Ditsch, oder mehr oder weniger koschere Bagels.

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Erlebnisprogramme fuer Schulklassen.

Von den deutschen Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland können viele Anbieter von Übernachtungen noch etwas lernen. Alle 42 Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland haben komplett ausgearbeitete 3 Tage- oder 5 Tage-Erlebnisprogramme oder einzelne Programm-Bausteine zur individuellen Gestaltung von Klassenfahrten im Angebot. Die kostenlose Broschüre „Klasse Programm 2007“ im Umfang von 52 Seiten kann heruntergeladen oder angefordert werden.

Ich meine mit "lernen" nicht, daß man sich in allen Betrieben Schulklassen als Gäste antun sollte, sondern die Art und Weise, wie den Organisatoren von Reisegruppen die Arbeit erleichtert wird, um sie zu bewegen, in Ihrem Betrieb zu buchen.

Aber auch die einzelnen Programmbestandteile lassen sich übertragen als Angebote oder Hinweise auf Angebote, inbesondere für Übernachtungsanbieter, die auf Familien fokussieren.

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Coupons bei Qype.

Seit dem 9. August bietet Qype das Feature Kennenlerngutscheine an, die Restaurantgutscheinen ähneln.

Gastronomen sollen Qype Gutscheine zur Verfügung stellen. Qype-Nutzer können dann:
  • sich einen oder mehrere Gutscheine aussuchen
  • Gutscheine kaufen (gegen Euro) oder gegen Qype Credits tauschen. Qype Credits sind Prämien, die Nutzer erhalten, wenn sie Inhalte beisteuern, etwa Restaurantbeschreibungen.
  • die Gutscheine ausdrucken und beim Anbieter einlösen.
Vor Ort in der Gaststätte gelten folgende naheliegenden Spielregeln:
  • Gutschein immer VOR Bestellung bzw. Kauf vorlegen.
  • Gutscheinanbieter sind nicht verpflichtet, mehr als 1 Gutschein pro Kunden zu akzeptieren.
  • Je Rechnung / Gruppe darf nur 1 Gutschein eingelöst werden. Gegenseitiges Einladen mit Gutscheinen ist nicht erlaubt.
  • Gutscheine gelten generell nicht im Zusammenhang mit anderen Angeboten des Anbieters.
  • Gutscheine dürfen nicht vervielfältigt oder mehrfach ausgedruckt werden.
  • Gutscheine sind nicht in bar auszahlbar.
  • Der Gutscheinanbieter ist nicht verpflichtet, Gutscheine bei Sonderveranstaltungen wie bspw. Hochzeiten, Geburtstags-, Weihnachts-, Betriebs- oder Vereinsfeiern einzulösen. Gleiches gilt für die Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 1. Januar sowie für alle gesetzlichen Feiertage und Festtage. Sie sollten als Gastronom aber auf solche Nutzungseinschränkungen explizit hinweisen, um Ärger zu vermeiden.
  • Die Daten der Käufer werden dem Gastronomen nicht mitgeteilt. Aber die Gutscheine sind personalisiert, lauten also auf einen Namen. Dies erlaubt es dem Gastronom, den Gast als Qype-Nutzer zu finden (wenn er dort publiziert hat) und in einen Gedankenaustausch mit ihm zu treten, etwa um Reklamationen oder eine schlechte Bewertung bei Qype zu besprechen und zu bereinigen. Sie sollten diese Möglichkeit aber nicht nutzen, um zu spammen.
  • Gutscheine können von den Käufern per Kreditkarte (VISA und Mastercard) und per Elektronisches Lastschriftverfahren bezahlt werden.
Details bieten die Nutzungsbedingungen.

Ich werde dieses Angebot von Qype mit meinem "Café Abseits" in den nächsten Tagen als erster Betrieb in Bamberg einmal ausprobieren und über meine Erfahrungen berichten. Interessant erscheint mir dieses Angebot nicht so sehr wegen der relativ großen Anzahl der Nutzer, sondern weil sich in dieser Community viele extrovertierten Menschen rumtreiben, die gerne auch anderen über ihre Erfahrungen berichten. Auch Ihre Erfahrungen würden mich interessieren. Ich verspreche mir in erster Linie nicht neue Gäste (siehe dazu: "Ich will keine neuen Gäste") oder mehr Umsatz, sondern weitere Rezensionen und Kritiken. Dabei sind kritische Kommentare hilfreicher, da man daraus lernen und etwas verbessern kann. Es geht also eher um Anreize für "Mystery Guests", auch wenn nicht garantiert ist, daß jeder, der einen Gutschein erwirbt und einlöst, auch eine Besprechung seines Besuchs in Qype veröffentlicht.

Was man als Gastronom, der dieses Angebot nutzen möchte, tun muß: "Qype Gutscheine".

Mehr über den "Einsatz von Gutscheinen in Restaurants".

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Apfelwein vom Fass in Hamburg.

Den Kollegen Mike Weil hat es als gebürtiger Frankfurter nach Hamburg verschlagen, wo er das BeLaMi mit Biergarten in Hamburg-Bergedorf betreibt.

Als waschechter Frankfurter ist er natürlich Apfelwein-Fan. Es ist gar nicht so einfach gewesen, in Hamburg echten hessischen Apfelwein aufzutreiben, der in Hamburg als exotisch gilt. Seit April 2007 bietet er das feine "Stöffchen" vom Faß an, als einzige Kneipe in Hamburg.

Das "Stöffche" stammt von einem kleinen Betrieb im Vordertaunus. Das Gasthaus Rudolph in Liederbach keltert seit ca. 200 Jahren selbst - aus Äpfeln aus Taunus und Wetterau ohne irgendwelche Zusätze. Um 1800 wurde hier auch noch eigenes Bier gebraut und Schnaps gebrannt, der damalige Eigentümer Conrad Rudolph war sogar als Meister des Bierbrauens in der Handwerksrolle Mainz eingetragen. Noch heute ist das Gasthaus in Familienbesitz und hält an der Tradition des Apfelweinkelterns fest.

Mike Weils norddeutschen Stammgäste bestellen inzwischen regelmäßig Eppelwoi, was einiges an Missionarsarbeit erforderte. Aber sicherlich gibt es noch mehr "Exil-Hessen" in Hamburg, die noch nicht wissen, daß es das "Stöffche" nunmehr auch in Hamburg gibt.

Am 20. August 2007 wird der Betrieb von Mike Weil in der 50. Folge der Fernsehsendung "Kochprofis - Einsatz am Herd" im Fernsehsender RTL2 vorgestellt.

Mehr über Apfelwein, Cidre, Cider, Most.

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Listen bei Qype.

Das Online-Bewertung-Portal Qype erlaubt die Bildung von Listen. Ein Beispiel: "Fleischlos genießen, vegetarische Restaurants in Qype". Unter dem Motto "Fleischlos genießen", finden man hier - zur Zeit 109 - vegetarischen Restaurants in Qype - in und außerhalb Deutschlands - in einer Liste zusammengefasst.

Gastronomen sollten die Funktionalität von Listen bei Qype nutzen:
  • Nachschauen, ob es Listen gibt, in die der eigene Betrieb hineingehört, und ihn dort eintragen lassen.
  • Alleine oder in Absprache mit Kollegen eigene Listen gründen, etwa für Betriebe mit einer Bindung zur selben Brauerei, einer ethnischen Küche, Betriebe, die Werbegemeinschaften angehören oder eines bestimmten Typs wie Brauereigasthöfe usw.
Zuvor muß man sich darum kümmern, das der Betrieb in Qype nicht nur mit einem Basiseintrag verzeichnet. Sie sollten selbst eine Beschreibung verfassen, überprüfen, ob die Daten ihres Betriebs korrekt und aktuell sind und Fotos hochladen. Siehe etwa den Eintrag meines Café Abseits in Qype.

Man kann auch Stammgäste motivieren, Bewertungen zu verfassen, sollte sich aber davor hüten, positive Bewertungen zu veranlassen oder gar anonym selbst zu schreiben. Geben Sie diesen Gästen keine Texte vor, sondern lassen sie ihrer Ausdrucksweise freie Bahn. Es genügt schon, wenn sie Gäste, von denen sie wissen, daß ihnen ihr Betrieb gefällt, zum Mitmachen bewegen.

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Gruppen bei Qype.

In der Studenten-Community StudiVZ gehören, auch mangels anderer Funktionalitäten, die Gruppen zu den virtuellen Räumen, in denen sich die Mitglieder über alle möglichen Themen austauschen können. Sie können sich darüber aber auch profilieren und selbst charakterisieren:
  • indem sie Gruppen gründen (vielfach auch mit nur sich selbst als Mitglied oder mit wenigen Freunden)
  • indem sie Gesinnung oder Interessen zeigen, indem sie bestimmten Grupppen beitreten. StudiVZ hat, weil viele Teilnehmer den Ehrgeiz besitzen, in möglichst vielen Gruppen Mitglied zu sein, eine Höchstgrenze der Gruppen festgelegt, der man beitreten kann.
Mehr über die Bedeutung der Gruppen in StudiVZ:"Gruppendynamik" von Martin Recke, in: Fischmarkt vom 16. August 2007.

Seit gestern bietet auch das Online-Bewertungs-Portal Qype Gruppen. Mehr darüber: "Gruppen bei Qype", in: Qype Blog vom 16. August 2007.

Ich werte z.B. einige Gruppen von StudiVZ aus, um auf neue Produkte und interessante gastronomische Betriebe und Konzepte aufmerksam zu werden. Um so bedauerlicher ist es, daß die Gruppen von StudiVZ erst nach Registrierung zugänglich sind, von Suchmaschinen nicht durchsucht werden dürfen und man so auch nicht mit einer externen Suchmaschine nach Suchbegriffen darin suchen kann. Eine interne Suchmaschine, die eine Volltextsuche in den Gruppeneinträgen erlaubt, existiert nicht. Man kann nur nach bzw. in Gruppennamen suchen. Dies ist, wenn man die Geschichte des Internets betrachtet und die große Bedeutung von Newsgroups in den 90er Jahren, ein Rückschritt und ein Fehler, den Qype nicht macht.

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Gastgewerbe setzt im Juni 2007 real 3,8% weniger um.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamtmitteilt, lag der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland im Juni 2007 nominal um 1,5% und real um 3,8% niedriger als im Juni 2006. Im Vergleich zum Mai 2007 wurde im Gastgewerbe im Juni 2007 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal genau so viel und real 0,2% weniger abgesetzt.

Nur die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, erzielten nominal und real höhere Umsätze als im Juni 2006 (nominal + 3,0%; real + 0,3%). Die anderen beiden Bereiche des Gastgewerbes blieben im Juni 2007 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats: das Gaststättengewerbe (nominal - 1,8%; real - 4,4%) und das Beherbergungsgewerbe (nominal - 2,2%; real - 4,1%).

Betrachtet man jeweils das erste Halbjahr, dann setzte das Gastgewerbe insgesamt 2007 nominal 0,4% mehr und real 2,1% weniger um als 2006.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

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Gastronomie-Reservierungs-Service auf der Luisenburg gestartet.

Bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel wurde durch Initiative von Leben findet Innenstadt ein Gastro-Reservierungs-Service ins Leben gerufen. Interessierte Festspielbesucher können sich vor ihrem Theaterbesuch an einem Stand im Foyer über Angebote der heimischen Gastronomie informieren und direkt am Stand einen Tisch in einem Restaurant ihrer Wahl für den Zeitraum nach der Veranstaltung reservieren.

Wein-Buch-Rallye.

Eine clevere Idee zur Promotion seines neuen Buches hat sich der Hamburger Wein-Journalist und -autor Mario Scheuermann einfallen lassen. Bei seiner sogenannten Wein-Buch-Rallye erhalten Journalisten und Blogger, die Vor-Ab-Rezensionen des Buchs veröffentlichen, nachträglich ein Rezensionsexemplar.

Üblicherweise verschicken Verlage auf Verdacht oder nach Anforderung Rezensionsexemplare und riskieren so, daß Rezensionen dieser Bücher gar nicht erscheinen. Von den Fällen mal ganz abgesehen, wo Journalisten zahlreiche Rezensionsexemplare ungelesen zu Geld machen. Siehe etwa: "Billige Bücher per Auktion im Internet: Grundsatzurteil erwartet".

Mehr über das Buch "Wein und Zeit".

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Donnerstag, August 16, 2007

Druckvorlagen fuer Schilder fuer Raucherraeume, Nichtraucherbereiche und die Bitte um Nachtruhe.

Der Landesverband Niedersachsen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes stellt auf seiner Website Vorschläge für Hinweisschilder im PDF-Format zum Ausdrucken zum Download bereit. Die Schilderausdrucke sind im DIN A4 Format gestaltet, damit diese unproblematisch auf Ihrem Drucker ausgedruckt werden können. Es gibt Hinweisschilder für
  • Raucherräume,
  • Nichtraucherbereiche und
  • Schilder, mit denen um Ruhe für die Nachbarn gebeten wird,
jeweils im Hoch- und Querformat.

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Rauchverbot in Niedersachsen: ein Drittel der Betriebe mit Umsatzverlusten.

Laut der Meldung "Jede dritte Gaststätte will Rauchverbot erst im November umsetzen", in: ad-hoch-news vom 16. August 2007, verweigert etwa ein Drittel der Kollegen in Niedersachsen die Umsetzung des seit 1. August 2007 geltenden Raucherdrangsalierungsgesetzes ("Nichraucherschutzgesetz" (PDF)). So das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Niedersachsen. 35 Prozent der Wirte wollen Raucherräume erst einrichten, wenn im November Bußgelder drohen.
"In schätzungsweise jeder zehnten niedersächsischen Kneipe dürfe trotz des Rauchverbots weiter gequalmt werden"
wird Renate Mitulla vom Hotel- und Gaststättenverband zitiert. Die Betriebe in Niedersachsen hätten bereits in den ersten zwei Wochen nach Inkrafttreten des gesetzlichen Rauchverbots Umsatzeinbußen feststellen müssen.

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Rauchverbot: Zelt in der Gaststaette wieder abgebaut.

Der Karlsruher Kollege Fretz vom Höfpner Burghof" hat, nach Androhung eines Bussgeldes in Höhe von 2.000 Euro, sein Zelt in seiner Gaststätte wieder abgebaut: "Wirt baut Raucherzelt ab", in: Stuttgarter Nachrichten vom 15. August 2007.

Zur Vorgeschichte: Bierzelt im Lokal: Karlsruher Gastronom trotzt Rauchverbot".

Leider enthält der Presseartikel nicht die Information, wie die Aufsichtsbehörde ihre Aufforderung, das Zelt wieder abzubauen, begründet hat. Die Aussage des Stuttgarter Sozialministeriums, dass Ausnahmen vom Gesetz zum Schutz der Nichtraucher in Baden- Württemberg nur für Festzelte gelten, die wieder abgebaut werden, ist wenig hilfreich, denn man kann Feste auch in Gaststätten feiern und die dafür eingesetzten Zelte nach einer im Gesetz nicht definierten Zeitspanne auch wieder abbauen.

Im Landesnichtraucherschutzgesetz - LNRSG (Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in Baden-Württemberg)" (PDF) steht dazu:
"Absatz 1 gilt nicht für Bier-, Wein- und Festzelte sowie die Außengastronomie und die im Reisegewerbe betriebenen Gaststätten."
Semantisch werden dabei "Bier-, Wein- und Festzelte" nicht der Außengastronomie zugerechnet, sondern bilden eine eigenständige Ausnahmekategorie ("sowie"), so daß sich nicht sagen läßt, daß Zelte nur im Freien stehen dürfen.

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Tabakprohibition.

Unser Staat nutzt die lehrreichen Erfahrungen der Alkoholprohibition in den USA, wo das Alkoholverbot zu einem immensen Anstieg der organisierten Kriminalität geführt hat, um auch in Deutschland die organisierte Kriminalität konsequent zu fördern.

Man fokussiert dabei auf Zigaretten:
  • Mit einer exorbitanten Steigerung der Tabaksteuer (fünf Erhöhungen seit 2002) konnte der Marktanteil der Kriminellen auf über 20% gesteigert werden. In Teilen Deutschland liegt er bereits über 50%. Der legale Markt konsolidiert. Viele Tabakwarenhändler mußten den Kriminellen weichen.
  • Die Automatenbetreiber wurden mit erheblichen Investitionen in ihre Automaten belastet. Geschickt wurden schrittweise immer neue Anforderungen formuliert. Allein im vergangenen Jahr fielen Umrüstkosten von 60 Millionen Euro an. Kriminelle Wettbewerber profitieren, denn sie sind auf Automaten nicht angewiesen, da ihre Verdienstspannen so hoch sind, daß sich händisches Verkaufen rechnet (stangenweise auf den Straßen und zunehmend per Paketzustellung in Wohnungen, teilweise per Abonnement). In diesem Jahr fallen durch die Anhebung des Abgabealters weitere sechs Millionen Euro für die Umstellung. Siehe dazu: "Tabakwarenhändler warnen vor drastischer Zunahme des Schwarzhandels", in: Markenpost.de vom 19. Juni 2007.
  • Das geplante Rauchverbot in der Gastronomie dürfte die Marktbedingungen für die organisierte Kriminalität weiter verbessern. Wenn in der Gastronomie überwiegend nicht mehr geraucht werden darf, wird der Umsatz mit den dort aufstellten Zigarettenautomaten weiter zurückgehen. Wenn die Raucher immer mehr zu Hause rauchen, werden sie sich Zigaretten auch dorthin liefern lassen. Mittlerweile gibt es ein gut organisiertes Netz, das per Multi-Level-Management Zigaretten in die Haushalte distribuiert. Die Kunden werden über Mundproganda gewonnen bzw. im Bekanntenkreis der Verkäufer des letzten Levels angesprochen. Sie bestellen eine bestimmte Anzahl von Stangen Zigaretten und werden etwa einmal monatlich beliefert. Aufgrund des engen persönlichen Kontaktes ist das Risiko erwischt zu werden, erheblich geringer als beim Straßenverkauf an jedermann. Deshalb kann die organiserte Kriminalität bei der Rekrutierung von Tätern des niedrigsten Levels auf Menschen zurückgreifen, die nicht mehr ethnischen Randgruppen angehören müssen.

    Teilweise entwickelt sich diese Vertriebsform auch zum "Network Marketing" weiter. Der Käufer wirbt im Freudes- und Bekanntenkreis weitere Abnehmer an und bestellt für diese mit (Sammelbesteller).
Von der staatlichen Förderung der organisierten Kriminalität wird auch die illegale Gastronomie profitieren wie in den 20er Jahren die sogenannten Speakeasy, illegale Kneipen oder Clubs, in denen hochprozentiger Alkohol ausgeschenkt wurde. Deren Geschäftsmodell basiert auf persönlichen Beziehungen ihrer Gäste (Zutritt bekommt nur, wer von Stammgästen empfohlen wird) und der Bestechung der Aufsichtsbehörden und der Polizei, um vor Razzien gewarnt zu werden.

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Ruf doch mal an.

Stefan Braun, der Leiter der Suttgarter Gaststättenbehörde hat in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" ("Sind Restaurants jetzt rauchfrei?" vom 16. August 2007) auf die negativen Folgen des Rauchverbots hingewiesen:
"Die Lärmbelästigung muss man wohl als eine Art Abfallprodukt der neuen Regelung sehen. Das Problem wird in nächster Zeit noch stark zunehmen, da sind wir sicher."
Fast genausoviel Beschwerden Stuttgarter Bürger habe es gegeben wie wegen Verstößen gegen das Rauchverbot.

Dies haben die Verfechter des vermurksten Raucherdrangsalierungsgesetzes in Baden-Württemberg wohl nicht bedacht. Doch es ist vorhersehbar gewesen. Siehe dazu meinen Beitrag vom 25. Februar 2007: "Reaktionen Berliner Gastronomen auf das geplante gesetzliche Rauchverbot". Mein Tipp von damals:
"Für den Fall, daß sich jemand wegen Lärm beschweren möchte, gibt man ihm gleich die Telefonnummer der Gesundheitssenatorin an die Hand, am besten die private Telefonnummer, denn nachts, wenn man sich beschweren will, arbeitet im Gesundheitssenat ja niemand mehr. Damit die Politik den Frust abkriegt und nicht wir Gastronomen."
In Stuttgart sollte man natürlich nicht die Telefonummer der Berliner Gesundheitssenatorin verbreiten, sondern die Nummer der für den Murks verantwortlichen Sozialministerin Baden-Württembergs Dr. Monika Stolz:In dem oben zitierten Interview droht Stefan Braun den Stuttgarter Kollegen
"Sobald wir aber sehen, dass ein Wirt bewusst und hartnäckig gegen das Gesetz verstößt, werden wir einschreiten."
Dazu ist zu sagen:
  • Gegen eine politische Entscheidung zu sein, ist durch das Recht auf Meinungsfreiheit erlaubt. Ich kann mich als Gastronom deshalb auch ausdrücklich, hartnäckig und mit scharfen Worten gegen dieses Gesetz positionieren, in Medien, im persönlichen Gespräch und auch in meinem Betrieb.
  • Bewusste Verstöße sind nur nachzuweisen, wenn es Dokumente oder Zeugenaussagen gibt, die beweisen, daß ein Gastronom absichtlich die Bestimmungen des Gesetzes nicht einhält. Dazu müßte er so blöde sein, daß er äußert, daß er absichtlich dagegen verstößt, also ganz bewußt kein Rauchverbotsschild aufhängt oder nicht die Polizei ruft, wenn jemand raucht. Unterlassen sollte man auch schriftliche Arbeitsanweisungen an die Mitarbeiter, das Gesetz zu ignorieren. Man sollte auch nicht damit werben, daß in dem Betrieb weiterhin geraucht werden darf. Mundpropganda genügt. Zu Hausverboten ist er nicht verpflichtet. Er ist auch nicht verpflichtet, mit seinen Gästen zu diskutieren oder gar wider besseres Wissen zu behaupten, das Raucherdrangsalierungsgesetz sei kein Murks.

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Mittwoch, August 15, 2007

Babyartikel bei Amazon.

Abseits.de ist einer der ältsten Affiliates von Amazon.de. Wir wurden im April 1998 als vormaliger Affiliate der Regensburger Online-Buchshop ABC Bücherdienst Telebuch.de übernommen. Mehr darüber: "10 Jahre Amazon". In den mehr als neun Jahren unserer Partnerschaft hat Amazon.de sein Sortiment stetig erweitert.


Seit heute gibt es eine neue Produktgruppe, nämlich Babyartikel. Dazu gehören
  • Autositze & Babyschalen,
  • Babykleidung,
  • Babypflege,
  • Babymöbel,
  • Schnuller,
  • Kinderwägen,
  • Fläschchen,
  • Babyphones,
  • Hochstühle,
  • Lauflernhilfen
  • und alles rund um das Thema Stillen.
Mehr darüber im Amazon Affiliate Blog: "Babyartikel bei Amazon.de - ab sofort können Sie diese auf Ihrer Website bewerben und Geld verdienen".

So bleibt mir zu hoffen, daß die werten Kolleginnen und Kollegen im alltäglichen Stress gastronomischer Betrieb Zeit finden, Kinder zu zeugen und sich einen Teil des Bedarfs der süßen Kleinen über Links von uns zu Amazon.de beschaffen.

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Koscheres Grapefruit-Caipi.

Das läßt schaudern: "Die etwas anderen Biertrends", in: Die Welt vom 15. August 2007.

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Alcopopsteuer gescheitert.

Mit leeren Versprungen haben genußfeindliche Politiker die Alcopop-Steuer durchgesetzt. Versprochen wurde, das Problem übermäßigen Alkoholkonsums von Jugendlichen werde damit gelöst. Christian von Hiller zieht eine ganz andere Bilanz: "Alkopops verschwinden, Alkohol nicht", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. August 2007.
"Es überrascht nicht, dass die Politiker heute ihren erfolgreichen Kreuzzug gegen ein Teufelszeug namens Alkopop nicht feiern wollen. Denn die zuckersüßen Schnaps-Cocktails konnten sie vom Markt verdrängen. Doch die deutsche Jugend trinkt so viel wie zuvor - wenn nicht sogar mehr. Heute ist nicht mehr von süßen Party-Verführungen die Rede. Komasaufen ist jetzt angesagt."
Dies ist vorhersehbar gewesen. Siehe dazu meinen Artikel "Alcopops - zum Zweiten" vom 25. November 2003.

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Aushangpflichtiger Auszug aus dem Jugendschutzgesetz: Betrugsversuche per Telefon gehen ungehemmt weiter.

Im Mai 2007 habe ich vor einer Bande gewarnt, die Gastronomen aushangpflichtige Jugendschutzvorschriften per Telefonacquise überteuert anzudrehen versucht: "Jugendschutzgesetz ueberteuert per Cold Call".

Heute hat es einer dieser Call-Canter-Arschlöcher auch in meinem Bamberger Café Abseits versucht. Wann tut endlich die Polizei etwas gegen diese Kriminellen, statt brave Bürger zu behelligen, bloß weil sie in einer Gaststätte rauchen?

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Sechs Gastronomen in Stuttgart wegen Verstosses gegen das Rauchverbot abgemahnt.

In Stuttgart wurden seit dem 1. August bereits sechs Kollegen wegen "Uneinsichtigkeit" abgemahnt. Sie sehen nicht ein, daß sie Raucherpolizei spielen sollen. Bußgelder gegen Gastronomen sind im landeseigenen Raucherdrangsalierungsgesetz, Baden-Württemberg ist insoweit eine Ausnahme unter den Bundesländern, nicht vorgesehen: " Beschwerden gegen Raucher in Gaststätten", in: Stuttgarter Nachrichten vom 15. August 2007.

In diesem Zeitungsartikel heißt es:
"Der Wirt, in dessen Gaststätte entgegen dem Verbot geraucht wurde, hat keine Geldstrafe zu befürchten. Er ist aber verpflichtet, für die Einhaltung des Gesetzes zu sorgen, nötigenfalls mit einem Hausverbot für den qualmenden Gast."
Dies ist aber falsch. Das Landesnichtraucherschutzgesetz - LNRSG (Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in Baden-Württemberg) (PDF) enthält keine Bestimmung, die einen Gastronom verpflichtet, ein Hausverbot zu erteilen. Was sie tun müssen, ist in Paragraph 9 geregelt:
"Sie haben auf das Rauchverbot durch deutlich sichtbare Hinweisschilder in jedem Eingangsbereich hinzuweisen. Soweit ihnen Verstöße gegen das Rauchverbot bekannt werden, haben sie die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Verstöße zu verhindern."
Ein Hausverbot ist allein deshalb keine "erforderliche Maßnahme", weil diese Maßnahme nicht hinreicht. Denn ein Gastronom darf ein ausgesprochenes Hausverbot selbst nicht mit unmittelbarer Gewalt durchsetzen. Dazu muß er die Polizei rufen. Dann kann er aber auch die Polizei rufen, um das Rauchverbot selbst durchzusetzen und auf ein Hausverbot verzichten. Ein Hausverbot zu erteilen und dann die Polizei zu rufen, um es durchzusetzen, macht aus dem banalen Vergehen, gegen das Rauchverbot zu verstoßen, einen Straftatbestand des Paragraphen 123 des Strafgesetzbuches mit einem Strafrahmen von bis zu einem Jahr Gefängnis. Es kann eigentlich auch nicht im Interesse der Justiz sein, wegen eines läppischen Verstoßes gegen das Rauchverbot, Strafverfahren zu generieren.

Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. August 2007 seien von Bürgern bereits 14 Beschwerden über Raucher in einer Gaststätte sowie weitere 14 Beschwerden wegen Rauchens vor einer Gaststätte erhalten, sagte laut diesem Zeitungsartikel Stefan Braun, Leiter der Gaststättenbehörde beim Ordnungsamt. Dazu kämen fünf Meldungen von Polizeibeamten. Dazu ist zu sagen:
  • Rauchen vor einer Gaststätte ist laut dem Gesetz nicht verboten. Man könnte im Gegenteil eher von einem impliziten und intendierten Gebot sprechen, draußen zu rauchen. Daß der damit verbundene Lärm Nachbarn nerven kann, ist klar. Doch dies hat sich der Gesetzgeber zuzuschreiben. Er wurde rechtzeitig vor dieser Konsequenz gewarnt.
  • Beschwerden über Raucher machen, wie man sieht, der Aufsichtsbehörde arbeitet. Sie führen in der Regel aber zu keinem Bußgeldbescheid, der vor Gericht Bestand hätte, allein deswegen, weil die Person des Täters meist nicht feststellbar ist.

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Dienstag, August 14, 2007

StudiVZ: Leute in Huelle und Fuelle.

Martin Recke, Leiter Unternehmenskommunikation der auf die Entwicklung von E-Business-Anwendungen, die interaktive Markenführung, Online-Media, Systembetrieb und Web Mining-Analyse spezialisierten SinnerSchrader AG, hat sich StudiVZ angeschaut, die mittlerweile nach Seitenabrufen größte deutsche Website: Sein Fazit:
"Bei StudiVZ: Fehlanzeige. Keine Anwendungen, keine RSS-Feeds. Dafür aber Leute in Hülle und Fülle. Die Stärke von StudiVZ ist die unglaublich hohe Durchdringung der Zielgruppe. Wer mit Studenten zu tun hat oder kommunizieren will, der kommt in Deutschland nur schwer an StudiVZ vorbei."
Aus meiner Sicht kann ich meine früheren Beiträge über StudiVZ mit der Anmerkung ergänzen, daß ich StudiVZ mittlerweile regelmäßig auch beruflich nutze:
  • Um Trends auf die Spur zu kommen. Es gibt z.B. zahlreiche Gruppen, in denen Produktgruppen diskutiert werden, z.B. wo es das beste Eis gibt, welches Bier das beste ist usw. Ich stoße dabei auch auf Produkte und Marken, von denen ich noch nie gehört habe.
  • Ich scanne, wenn Bewerbungen von studentischen Aushilfen eingehen, deren StudiVZ-Seite. Wo haben Sie schon gearbeitet? Haben Sie viele Bekannte? Kenne ich jemand, den sie kennen, und den man fragen könnte, ob er den Bewerber/die Bewerberin empfiehlt? Wie sehen sie aus? Welche Hobbies und Interessen haben sie? In welchen Vereinen usw. sind sie aktiv?
Die von Martin Recke kritisierten Unzulänglichkeiten von StudiVZ, genauer gesagt die fehlende Weiterentwicklung der abgekupferten frühen Version von Facebook, sind aus der Sicht eines StudiVZ-Nutzers sicherlich ärgerlich (vielleicht brechen sie StudiVZ auch den Hals, wenn Facebook gezielt in den deutschen Sprachraum eindringen sollte). Doch zur Zeit ist es wie auf Partys: Man sitzt lieber in der Küche, wo alle sitzen, als im schöneren, aber leeren Wohnzimmer.

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Smexting.

Das gesetzliche Rauchverbot in Großbritannien hat zu einem neuen Wort geführt: "Smexting" heißt die Fusion aus "smoke" und "texting". Seit der Einführung des Rauchverbots ist die Zahl der gesendenten SMS stark gewachsen: "7,5 Millionen SMS statt Zigarettendunst: Großbritannien - Rauchverbot fördert SMS", in: networld.at vom 13. August 2007.

Die Interpretation, Raucher, die genötigt werden, in der Außengastronomie oder gar auf der Straße zu rauchen, würden per Handy Gespräche mit ihren nichtrauchenden Freunden im Innern der Pubs fortsetzen, scheint mir gewagt. Vielleicht bestellen Sie nur ihr Bier beim Service?

Auf alle Fälle sollten sich Gastronomen Gedanken machen, wie sie den Abverkauf von Speisen und Getränken auf den Raucherplätzen organisieren. Sei es per SMS, per Gegensprechanlage, Überwachungskamera oder einfach dadurch, daß man das Revier um diese Plätze erweitert. Denn erfahrungsgemäß geht der Umsatz zurück, wenn man auf Selbstbedienung umsteigt, also darauf wartet, daß sich die Gäste ihre Speisen und Getränke selbst an der Theke abholen.

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Debatten angeregt ueber das Rauchverbot in Baden-Württemberg.

Vor kurzem habe ich die Aktion des Kollegen Michael Jeckel in Überlingen vorgestellt, der ein Raucherzelt in seinem Gastraum aufgestellt hat, um gegen das vermurkste baden-württembergische Raucherdrangsalierungsgesetz zu protestieren ("Zwei Raucherrebellen").

Diese Aktion hat eine rege Debatte nicht nur in den bundesweiten Medien, sondern auch vor Ort in Überlingen angereget. Siehe dazu z.B. ie Kommentare "Rauchen im Zelt", in: Weblog der Südkurier-Redaktion Überlingen. Die Aktion hat damit ihren Zweck erreicht und wurde beendet.

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Samstag, August 11, 2007

Zwei Raucherrebellen.

Der zweite Gastronom in Baden-Württemberg, der ein Bierzelt in seiner Gaststätte aufgebaut hat, ist Michael Jeckel vom "Gasthaus zur Krone" in Überlingen, Vorsitzender des DEHOGA Bodenseekreises. Zum anderen Rebell in Karlsruhe siehe unseren Beitrag "Murks aus dem Musterlaendle".

Laut einer Meldung "Im Bierzelt gelten andere Gesetze", in: Südwest Aktiv vom 11. August 2007, hat das Sozialministerium die örtlichen Behörden aufgefordert, rasch zu reagieren und den Abbau der Zelte anzuordnen. Doch die lokal zuständigen Aufsichtsbehörden haben keinen Bock, dagegen einzuschreiten. Vielleicht liegt der Grund darin, daß sie das Gesetz aufmerksamer studiert haben als das Sozialministerium, das für diesen Murks verantwortlich ist.

Statt den schwarzen Peter den Kommunen aufzuhalsen, hätte das Sozialministerium die Durchführung der Kontrollen selbst übernehmen können. Die Kommunen wollen vernünftigerweise die versalzene Suppe nicht auslöffeln und auf dem Ärger und den Kosten der Raucherkontrollen sitzen bleiben.

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Drei Freunde gruenden eine Bar.

Am Sonntag, 12. August 2007, zeigt der Fernsehsender RTL in der Zeit von 23.05 bis 23.55 Uhr die große Reportage: "Endlich selbstständig! Unsere erste gemeinsame Bar" aus dem Jahre 2007.

RTL schreibt dazu:
"Der Schritt in die Selbstständigkeit: Viele träumen davon, nur wenige wagen ihn. Die drei Freunde Chris Hagen, Susanne und Simone Meyer-Götz träumen von einer Szene-Bar in Dresden. In nur sechs Wochen wollen sie eine alte, heruntergekommene Kneipe in einen angesagten Club verwandeln. Und nicht nur die Zeit ist knapp: Mit einem Budget von knapp 15.000 Euro sind sie auf ihre eigenen handwerklichen Fähigkeiten und die Hilfe ihrer Freunde angewiesen.

Bereits bei den ersten Renovierungsarbeiten erleben die drei Existenzgründer böse Überraschungen: Die Wände und Böden sind in einem desolaten Zustand. Ihr enger Finanz- und Zeitplan gerät gewaltig durcheinander. Der Eröffnungstermin rückt immer näher und die Arbeit wird nicht weniger. Können es Susanne, Simone und Chris überhaupt noch schaffen?

Die Nerven der gelernten Buchhalterin Simone liegen blank. In ihrem normalen Beruf ist sie strukturiertes und ordentliches Arbeiten gewohnt. Doch die Bauarbeiten laufen chaotisch - eine Situation, mit der Simone nur schwer zu Recht kommt.

Susanne hat in den sechs Wochen weniger mit sich selbst als mit den Handwerkern zu kämpfen. Die Designerin hat sich in ihrem Berliner Büro einen besonderen Look für den 'Club der Republik' ausgedacht. Die Handwerker haben nicht immer Verständnis für ihren extravaganten Stil und manche Ideen lassen sich einfach nicht so umsetzen wie Susanne sich das vorgestellt hat: 'Das nervt einfach, wenn man für sich einen guten Zeitplan gemacht hat und den auch eingehalten hat und andere machen einem dann einen Strick draus.'

Chris arbeitet schon seit Jahren in der Gastronomie. Um seine handwerklichen Fähigkeiten ist es leider nicht gut bestellt. Beim Messen vergisst er gerne mal den einen oder anderen Zentimeter. Alle Pannen und Fehlplanungen müssen die Existenzgründer gemeinsam mit ihren Freunden wieder ausbügeln - teilweise bis spät in die Nacht."

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Bratwurst, schwarz vom Grill.

Kaum machen sich die Lebensmittelkontrolleure in Baden-Württemberg darüber, bei den Schwarzgastronomen die gleichen strengen Vorschriften (siehe: "Leitfaden für den Umgang mit Lebensmitteln auf Vereins- und Straßenfesten" (PDF) durchzusetzen wie in der Gastronomie, fangen Kommunalpolitiker an, dagegen aufzumotzen und die Umsetzung dieser Hygienevorschriften zu verweigern: "'Typisch, was hier so abgeht'", in: Baden Online vom 11. August 2007.

Inhaltlich haben sie recht. Es ist mir noch kein Fall zu Ohren gekommen, daß sich jemand von Grillbratwürsten den Magen verdorben hat (höchstens weil man zuviel davon gegessen hat). Wenn man aber die Hygienestandards für Schwarzgastronomen als zu hoch erkennt, sollte man sie auch für die Gastronomie herabsetzen. Z.B. ist es immer wieder ein Ärgernis, wenn bei Festen an den Ständen fließend warmes Wasser verlangt wird, sich die Mitarbeiter aber auch ein paar Meter entfernt die Hände mit warmem Wasser waschen oder warmes Wasser in einem Eimer zum Saubermachen holen könnten.

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