Gastgewerbe Gedankensplitter



Dienstag, Oktober 30, 2007

Hausverbot fuer CSU.

Am Mittwoch, 31. Oktober 2007, berichtet das Bayerische Fernsehen ab 21.15 Uhr im Politikmagazin "Kontrovers" über eine Aktion bayerische Gastronomen in der Wirte-Vereinigung Arbeitskreis zum Erhalt von Dorfwirtshäusern und Kneipen gegen das geplante gesetzliche Rauchverbot. Sie haben dazu aufgefordert, bei der kommenden Kommunal- und Landtagswahl nicht mehr die CSU zu wählen und es dieser Partei zu untersagen, in ihren Betrieben Wahlkampfveranstaltungen durchzuführen. Siehe dazu eine vorgefertige Pressemitteilung, mit der Gaststätten ihren Betrieben für CSU-frei erklären können: "Keine CSU-Wahlversammlungen in unseren Wirtshäusern" (PDF). Siehe dazu auch: "Rauchverbot: CSU will jetzt mit Wirten reden", in: Passauer Neue Presse vom 30. Oktober 2007.

Sprecher des Arbeitskreises ist Hans Koller aus Thyrnau im Landkreis Passau. Er ist zugleich Kreisrat und stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender.

Mit an vorderster Front ist der Kollege Franz Bergmüller vom "Gasthof Bergmüller" in Feldkirchen-Westerham. Er ist CSU-Ortsvereinsvorsitzender von Höhenrain. Er tritt bei den Kommunalwahlen mit einer eigenen Liste an ("Pro Bürger"). Neben ihm kandidieren auch weitere CSU-Gemeinderäte auf dieser freien Liste.

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Montag, Oktober 29, 2007

Sind Insektenvernichter HACCP-konform?

Gerade hat mich jemand gefragt:
"Immer wieder höre ich widersprüchliche Aussagen hinsichtlich elektrischer Insektenvernichter. Laut meiner Information sind elektrische Insektenvernichter in der Gastronomie laut dem neuen HACCP 2006 NICHT verboten. Sondern es liegt im Ermessen des Gastronoms über die Verwendung zu entscheiden. Selbstverständlich ist hier zu beachten (und das sagt schon der normale Menschenverstand), dass das Gerät nicht in der Nähe der Zubereitung von Lebensmitteln aufzustellen ist. Nach einer erneuten Anfrage bin ich jedoch wieder verunsichert. Genaue Aussagen oder Quellen habe ich noch nicht gefunden. Können Sie mir hier weiterhelfen?"
Explizit auf Insektenvernichter wird meines Wissens nur in einer Richtlinie für die gute landwirtschaftliche und hygienische Praxis für Rohmaterial für die Herstellung von teeähnlichen Erzeugnissen (PDF) der European Herbal Infusions Association eingegangen. Dort wird in einem HACCP-Plan zur Trocknung von Rohwaren für teeähnliche Erzeugnisse in organisierten Betrieben ein Insektenvernichter explizit aufgeführt.

Generell ist dazu zu sagen:
  • Mit der Reform der Lebensmittelhygiene-Verordnung ist das frühere System konkreter Bestimmungen ersetzt worden durch die Norm, daß derjenige, der Lebensmittel und Speisen herstellt, verantwortlich ist für die hygienische Unbedenklichkeit seiner Produkte. Die Lebensmittelhygiene-Verordnung fordert, daß er ein betriebliches Eigenkontrollsystem einführt.
  • Im Rahmen dieses Eigenkontrollsystems ist als erstes zu prüfen, ob und in welchem Umfange konkret vor Ort Schädlinge eindringen und sich einnisten können und inwieweit sich dies bei der Herstellung von Lebensmitteln und Speisen negativ auswirken könnte (Risikoanalyse).
  • In einem zweiten Schritt muß man sich Vorkehrungen gegen das Eindringen und Einnisten von Schädlingen überlegen. Stichworte: Beseitung von Durchschlupfmöglichkeiten (Löcher, Ritzen, offen stehende Türen und Fenster), Absicherung von Gebäudeöffnungen (Keller, Abflüsse, Fliegengitter), Wareneingangskontrolle (Waren und Verpackung).
  • Es ist ein Plan aufzustellen, wer, wann und wo regelmäßig kontrolliert, ob ein Schädlingsbefall vorliegt (Schädlingsspuren wie Kot, tote Schaben, Mäuse, Ratten usw.).
  • Hilfreich für die Schädlingsvermeidung ist es ganz allgemein, auf ein möglichst niedriges Raumklima zu achten. Waren möglichst kühl und trocken zu lagern, Überlagerung von Waren zu vermeiden, Abfallbehälter stets geschlossen zu halten, Leergut möglichst schnell zu entfernen, die Betriebsräume generell gut zu reinigen und Geräte und Anlagen regelmäßig zu warten, tropfende Wassrhähne zu reparieren, Kondenswasserbildung zu vermeiden.
  • Fluginsekten, deren Eindringen im Alltag einer Gaststätte nicht immer zu vermeiden ist, dürfen mit Fluginsektenvernichter bekämpft werden. Es muß jedoch eine bakterielle Kontaminiation der Umgebung vermieden werden. Die Insekten sollten meines Erachtens deshalb nicht mit einem Spannungsgitter vernichtet werden, denn dabei kann es passieren, daß sie zerplatzen, am Stromgitter kleben bleiben, vor sich hinschmoren oder Flügel, Beine und Schuppen von sich werfen. Stattdessen sollten die Insekten mit einer Klebefolie festgehalten werden. Ob Lebensmittelkontrolleure vor Ort auch Insektenvernichter mit Spannungsgitter akzeptieren, weiß ich nicht. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie vor einer Neuanschaffung den für Sie zuständigen Lebensmittelkontrolldienst kontaktieren.
  • Die Klebefolien sollten regelmäßig ausgetauscht werden (etwa vierteljährlich), ebenso die Blaulicht- oder Synergetic-Röhren (etwa jährlich). Außerdem sollten die Geräte selbst aus einem Material sein, das gut zu reinigen ist, idealerweise aus Edelstahl.
Viele Informationen zum Thema bietet die Website des Insektenbekämpfers Karl Wiemers.

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"Rauchverbot ist Kneipentod".

Felix Helbig berichtet über eine Demonstration von 500 hessischen Gastronomen auf dem Frankfurter Römerberg am Samstag, 27. Oktober 2007: "Rauchzeichen auf dem Römerberg", in: Frankfurer Rundschau vom 29. Oktober 2007.

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Sonntag, Oktober 28, 2007

Heilbronner Gastronomen leisten Widerstand gegen das Rauchverbot.

Da einige Heilbronner Gastronomen das Rauchverbot nicht so ernst nehmen und das Rauchverbot in ihrer Café-Bar "Hartman's" in Heilbronn einen Umsatzrückgang von 40 bis 50 Prozent zur Folge hatte, hat die Kollegin Jasmin Stein wieder Aschenbecher aufgestellt - bis zu einem mahnenden Schreiben des Ordnungsamtes: "Wirte trotzen dem Rauchverbot" von Carsten Friese, in: Stimme.de vom 23. Oktober 2007.

Mein Tipp dazu: Aschenbecher aufstellen ist ziemlich provokativ. Teelichterhalter und ähnliche Dekorationsgegenstände bleiben erlaubt.

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Leere Tische? Welche Folgen hat das Rauchverbot in der Gastronomie?

In Niedersachsen und Baden-Württemberg fürchten viele Gastronomen um ihre Existenz. Seit Einführung des Rauchverbotes in Gaststätten, Restaurants und Discotheken am 1. August laufen vor allem Inhaber kleinerer Betriebe Sturm. Die Dehoga-Landesverbände wollen sogar vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Befürworter des Gastro-Rauchverbotes halten dagegen: In keinem europäischen Land habe es bisher negative wirtschaftliche Auswirkungen durch die Rauchfreiheit von Bars und Restaurants gegeben, sagt die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing.

Das Marktforschungsinstitut CHD Expert führt dazu eine telefonische Befragung von Betreibern von Bars, Kneipen und Restaurants in den beiden Bundesländern durch. Die Studie "Auswirkungen des Nichtraucherschutzes auf den Alkoholkonsum in der Gastronomie" wird Ende Oktober verfügbar sein. CHD-Studie "Auswirkungen des Nichtraucherschutzes auf den Alkoholkonsum in der Gastronomie" – exklusiv für Brauereien, Spirituosenhersteller und -importeure, Getränkefachgroßhändler; Frühbucherpreis (bis 05. Oktober 2007) €2.400 zzgl. MwSt.; Weitere Informationen: Thilo Lambracht, Tel. (04263) 301-300, lambracht.t@chd-expert.de.
"Mit welchen Konzepten reagieren die betroffenen Gastronomen auf mögliche Veränderungen in der Gästezusammensetzung? Wir werden ebenso bei den Gastronomen nach der Veränderungen bei Aufenthaltsdauer und Konsumverhalten der Gäste fragen. Ebenso stehen die Gewinner und Verlierer der alkoholischen Getränke im Fokus unserer repräsentativen Stichprobenbefragung"
sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer Deutschland von CHD Expert.

Rauchverbot trifft Bars, Lounges und Bistros am schwersten

Vom Gastro-Rauchverbot werden besonders Bars, Lounges und Bistros betroffen sein. Über 40 Prozent dieser Betriebe haben einen Raucheranteil von rund 75 Prozent unter ihren Gästen. Dies geht aus einer deutschlandweiten Untersuchung von CHD Expert vom Mai dieses Jahres hervor.

Gut die Hälfte aller befragten Wirte erwartet sich negative Auswirkungen eines (strengen) erweiterten Nichtraucherschutzes in der Gastronomie. Am intensivsten werden Umsatzrückgänge in den Betriebstypen mit sehr rauchaffinem Publikum befürchtet. Cafébetreiber sind verhältnismäßig gelassen, aber auch dort erwartet immer noch ein gutes Drittel Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzabbau.

Die Ausweichmöglichkeiten sind begrenzt. Nur elf Prozent der Betriebe mit lediglich einem Gastraum verfügt über die baulichen Voraussetzungen, einen weiteren getrennten und abschließbaren Gastraum einzurichten. Da bleibt nichts anderes übrig, als die Gäste zum Rauchen vor die Tür zu bitten. Der Anteil der Betriebe mit Möglichkeit zur Außengastronomie ist sehr hoch und steigt z.B. bei Bistros auf über 80 Prozent der Objekte. Weitere 25 Prozent der Betriebe ohne vorhandenen Sitzplätzen in der Außengastronomie plant laut der CHD-Studie Investitionen in diesem Bereich.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unter-nehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

(Quelle: Pressemitteilung von CDH Expert).

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Samstag, Oktober 27, 2007

Bayernpartei fuer Befreiung kleiner Gaststaetten vom Rauchverbot.

Wer einen in der Waffel hat, braucht sich um Spott nicht zu sorgen. Die Bayernpartei verarscht das ab 2008 geplante Rauchverbot auf dem Oktoberfest: "Bayernpartei für umfassenden Gesundheitsschutz auf der Wiesen", in: Blog der Bayernpartei vom 26. Oktober 2007.

Doch Spaß beiseite. Die Bayernpartei fordert eine Variante der "spanischen Lösung", nämlich Gastwirtschaften unter 75 Quadratmeter vom Rauchverbot auszunehmen: "Bayernpartei für Augenmaß beim Nichtraucherschutz", in: Blog der Bayernpartei vom 24. Oktober 2007.

Die Prognosen zur Landtagswahl in Bayern im Herbst 2008 sagen der Bayernpartei nur einen Stimmenanteil von 2 bis 4 Prozent voraus.

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Muenchener CSU gegen Rauchverbot auf dem Oktoberfest.

Die CSU-Stadratsfraktion in München lehnt das ab 2008 geplante Rauchverbot in den Bierzelten des Oktoberfests ab: "Rauchverbot in Wiesn-Zelten sorgt für Streit in der CSU", in: Reutlinger General-Anzeiger vom 27. Oktober 2007.

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Rauchverbots-Boykott in Fulda: Zwoelf Gastronomen machen schon mit.

Gestern haben wir über ein Rauchverbots-Boykott in Fulda berichtet. Heute meldet die Fuldaer Zeitung ("Zwölf Fuldaer Kneipen missachten Rauchverbot"), daß sich mittlerweile zwölf Kollegen beteiligen.

Die Stadt Fulda habe, so heißt es in diesem Artikel, angedroht, gegen die Boykotteure vorzugehen. Nicht die Stadt, sondern die Wirte seien für die Einhaltung des Verbots verantwortlich, tönt Dr. Wolfgang Dippel (CDU), Fuldas Bürgermeister und Ordnungsdezernent.

Das Land Hessen hat das Rauchverbot beschlossen, wälzt die Verantwortung für die Umsetzung aber auf die Kommunen und die Gastronomie ab. Doch Wirte sind Gastgeber, keine Raucherpolizisten. Dafür werden Wirte nicht bezahlt.

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Rauchverbot in Konstanz: Umsatzrueckgaenge bis zu 50 Prozent.

Diplom-Volkswirt Wolfgang Daub, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Kontanz des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Baden-Württemberg, beziffert den Umsatzrückgang in kleineren Kneipen in Konstanz infolge des Rauchverbots auf 40 bis 50 Prozent. In einer Diskothek im Industriegebiet sei der Umsatz sogar um 50 Prozent zurückgegangen: "Wirt kämpft gegen Rauchverbot", in: Südkurier vom 26. Oktober 2007.

In diesem Artikel steht auch, das Sozialministerium Baden-Württembergs habe der Konstanzer Stadtverwaltung per E-Mail mitgeteilt, der Hauptraum eines Lokals könne auch als Raucherbereich ausgewiesen werden und somit Nichtraucher auf kleinere Nebenräume verwiesen werden. Dies sei aber vom Sozialministerium Baden-Württemberg dementiert worden.

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Freitag, Oktober 26, 2007

Rauchverbot: Boykott statt Pleite.

Angesichts massiver Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent infolge des gesetzlichen Rauchverbots in Hessen bleibt Kollegen in Fulda nichts anderes übrig, als das Rauchverbot zu ignorieren: "Kneipen boykottieren Rauchverbot - Großer Umsatzrückgang", in: Osthessen-News vom 26. Oktober 2007.

Nach dieser Meldung beteiligen sich an dieser Aktion bereits die Kollegen der Betriebe:
  • "Zum Krokodil"
  • "Windmühle"
  • "Schöppchen"
  • "Spitzbub"
  • "Piazetta"
  • "Posaune"
  • "Oberbayern"

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Donnerstag, Oktober 25, 2007

Arbeitskreis zum Erhalt der Dorfwirtschaften und Kneipen startet Protestaktion mit 10.000 Wirten.

Feldkirchen/Westerham - Die Wirte haben das Vertrauen in die Politik endgültig verloren. Die CSU-Landtagsfraktion verweigert nicht nur den Einraum-Gastronomen die Wahlfreiheit, sondern droht sogar noch, die Raucherräume, die in allen anderen Bundesländern nach wie vor erlaubt sind, komplett zu verbieten.
"Wenn das eine Mehrheit findet, erwarte ich 5.000 Betriebsschließungen, verbunden mit einem Verlust von 12.000 Arbeitsplätzen"
so Franz Bergmüller, Sprecher des Arbeitskreises zum Erhalt der Dorfwirtschaften und Kneipen.

Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis am 24. Oktober 2007 eine Unterschriften- und Protestaktion unter dem Motto:
"Fühlen sich die Wirte und ihre Gäste in Bayern noch von der Politik im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunal- und Landtagswahlen 2008 vertreten?"
Alle Unterstützer können auf dem Informationsportal www.rauchen-erlaubt.de ihre Stimme abgeben.

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Oktoberfest open air.

Sepp Grätz, Betreiber des Hippodrom-Zeltes auf dem Oktoberfest in München, sieht große Probleme bei der Umsetzung des Rauchverbots ab 2008 vorher. Wirte dürften bei Rauchverstoßen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Er überlegt, außerhalb der Bierzelte umzäunte Bereiche unter freiem Himmel zu schaffen, in denen geraucht werden darf: "Wiesn-Wirte machen Front gegen geplantes Rauchverbot", in: Münchener Merkur vom 25. Oktober 2007.

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Rauchverbot auf der Wiesn nicht kontrollierbar.

Ludwig Hagn, Wirt des Löwenbräu-Festzelts" auf dem Oktoberfest und bis zu seiner Abwahl im Herbst 2006 zehn Jahre lang Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, weigert sich, das Rauchverbot auf der "Wiesn" (dem Oktoberfest in München, das ab 2008 gelten soll, zu kontrollieren. Dafür wären tausend Polizisten notwendig: "Hagn: Rauchverbot nicht kontrollierbar", in: Süddeutsche Zeitung vom 25. Oktober 2007.

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BHG begrüßt Beschluss der CSU-Landtagsfraktion: Rauchverbot soll auch fuer Vereinsfeste und in Kultur- und Freizeiteinrichtungen gelten.

(München) Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. (BHG) begrüßt den Beschluss der CSU-Landtagsfraktion für eine klare Regelung hinsichtlich des Nichtraucherschutzes in Bayerns Gastronomie. Die Abgeordneten haben sich gegen die im Gesetzesentwurf vorgesehenen Ausnahmen ausgesprochen und sich somit für einen umfassenden Nichtraucherschutz in Gaststätten, Festzelten und Festhallen entschieden.
"Jede einseitige Ausnahme hätte zwangsläufig eklatante Wettbewerbsverzerrungen zur Folge gehabt"
so BHG-Präsident Siegfried Gallus.
"Deshalb muss sich der Nichtraucherschutz selbstverständlich auch auf Kultur- und Freizeiteinrichtungen erstrecken, in denen Vereinsfeste und andere Feierlichkeiten stattfinden, die keiner gewerberechtlichen Erlaubnis bedürfen."
(Quelle: Pressemitteilung des BHG).

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Mittwoch, Oktober 24, 2007

CSU-Fraktion fuer Rauchverbot ohne Ausnahmen.

Eine Mehrheit der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag hat sich für ein radikales Rauchverbot in der Gastronomie ausgesprochen - ohne Ausnahmen für Bierzelte, Festhallen und Nebenzimmer: "CSU verschärft Nichtraucherschutz - auch die Wiesn wird rauchfrei", in: Augsburger Allgemeine vom 24. Oktober 2007.

Mit einem totalen Rauchverbot müßte logischerweise auch die Verpflichtung für die Gastronomie entfallen, Rauchverbotschilder anzubringen und dafür zu sorgen, daß nicht geraucht wird.

Würde ein solche Vorschlag Gesetzeskraft erlangen, hätten gastronomische Betriebe einen Wettbewerbsnachteil, die auf dem eigenen Betriebsgelände, auf öffentlichen Straßen oder Plätzen oder auf fremdem Gelände in ihrer Nachbarschaft keine Flächen anzubieten haben, auf denen geraucht werden darf. Im Sommer würde sich der Wettbewerbsvorteil von Betrieben mit Außengastronomie verstärken. Im Winter wären Betriebe im Vorteil, die solche Außenflächen, Innenhöfe oder halboffene Bereiche anzubieten haben, in die ihre Gäste zum Rauchen ausweichen können. Die Auseinandersetzungen zwischen Aufsichtsbehörden und Gastronomen würden nicht mehr um die Frage kreisen, wo im Gebäude das Rauchen verboten ist, sondern sich auf die Frage konzentrieren, welche Flächen drinnen oder draußen sind. Einige Beispiele für strittige räumliche Gegebenheiten:
  • überdachte Innenhöfe, deren Überdachung geschlossen oder geöffnet werden kann
  • Flächen, die von zwei oder drei Seiten mit Mauern eingefaßt sind, bei denen aber eine oder zwei Seiten offen sind oder geöffnet werden können.
  • Wintergärten, die geöffnet oder geschlossen werden können.
  • Bierzelte, deren Seiten teilweise oder ganz geöffnet sind bzw. geöffnet werden können.
  • Treppenhäuser, Durchgänge und Durchfahrten, die nicht zum gastronomischen Betrieb gehören, aber von den Gästen faktisch genutzt werden können.

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Erst einmal abwarten.

Die Süddeutsche Zeitung hat fünf Münchener Gastronomen befragt, was sie vom geplanten Rauchverbot halten: "'Das Ende des zweiten Wohnzimmers'", in: Süddeutsche Zeitung ohne Datum (gesehen am 24. Oktober 2007).

Ob das Rauchverbot für die Gastronomie in Bayern kommen wird, wann und in welchem Umfange ist unklar. Die CSU-Fraktion streitet sich wieder einmal. Nur Schüttel-Schorsch meint, es käme spätestens zum 1. März 2007.

Jürgen Seidel, (CDU), Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat offen zugegeben, daß Einraumgaststätten mit einem Rauchverbot wirtschaftliche Probleme haben. Quelle: "Nichtraucherschutz in der Gastronomie" , in: MVregio vom 24. Oktober 2007. Deshalb sollen sie, bevor sie pleite gehen, noch mal schnell ein öffentliches Darlehen aufnehmen (bis zu 15.000 Euro, 20% Eigenanteil erforderlich, Darlehensvergabe durch das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern", die Förderrichtlinie, gefördert werden Investitionen in Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen in Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zwei Millionen Euro):
"Gerade die Existenzängste kleiner Kneipen werden im Zusammenhang mit dem Rauchverbot sehr ernst genommen. Mit einem Darlehen für Umbaumaßnahmen ist eine unbürokratische Möglichkeit gefunden worden, die Hotel- und Gaststättenbe­sitzer finanziell zu unterstützen."
Wenn ich böse wäere, würde ich den Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern raten, das Geld zu nehmen und noch einmal einen schönen Urlaub zu machen, bevor sie anschließend Hartz IV beantragen.

Ernsthafter:
  • Viele Einraumgaststätten sind Pachtbetriebe. Umbaumaßnahmen müssen deshalb mit dem Verpächter abgestimmt und von diesem baurechtlich beantragt werden.
  • In der Regel reicht die Restpachtzeit nicht aus, diese Investitionen abzuschreiben. Die Pachtvertragsdauer zu verlingern, liegt ferne, denn Einraumgaststätten haben unter dem Diktat des Rauchverbots langfristig keine Chance.
  • Wieso sollte ein Gastwirt in wirtschaftlich schwieriger Lage ein Darlehen aufnehmen und 20 Prozent der Investitionssumme selbst tragen, obwohl die von ihm finanzierten Bauinvestitionen nach dem Pachtvertragsende oder seiner Pleite dem Hauseigentümer anheimfallen?
  • Das Darlehen ist zinspflichtig (ab 5 Prozent per anno). Woraus sollen Tilgung und Zinsen finanziert werden, wenn mit dem Rauchverbot weniger Gäste kommen als vorher?

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Dienstag, Oktober 23, 2007

Bayerisches Fernsehen berichtet ueber geplantes Rauchverbot in Einraumgaststaetten.

Am Donnerstagabend zeigt das Bayerische Fernsehen im Magazin "Quer" einen Bericht über die Auswirkungen des geplanten Nichraucherschutzgesetzes auf den Betrieb von Einraumgaststätten. Gedreht wird dafür heute abend in der Oberndorfer Szene-Bar "Galerie No. 7". Quelle: "Nichtraucher Stockinger bricht Lanze für Raucherkneipen", in: Swex vom 23. Oktober 2007.

Unterdessen fabuliert der neue CSU-Fraktionschef Georg Schmid, der der CSU-Fraktion vom neuen Ministerpräsidenten Beckstein als Vorsteherhund aufgenötigt worden ist, davon, wenn denn das geplante Rauchverbot nicht zum 1. Januar 2008 in Kraft treten werde, dann schaffe er das zum 1. März 2008. Quelle: "Streit um Nichtrauchergesetz - Rauchverbot in Gaststätten wird womöglich verschoben", in: Kanal8 vom 23. Oktober 2007.

Erster April wäre ein geeigneteres Datum für diesen Scherzkeks.

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Montag, Oktober 22, 2007

Restaurant der Zukunft.

Wie sieht ein Restaurant in der Zukunft aus? Dieser Frage kann man sich auf verschiedene Weise nähern.
  • Seit 2004 schreibt die Fachzeitschrift "Gastronomie-Report" einmal jährlich einen Wettbewerb "Restaurant der Zukunft" rund um die Gastronomie der Zukunft aus. 2004 haben Studenten an der Akademie der Bildenden Künste "Restaurants der Zukunft" entworfen. 2005 griffen Schüler der Hotelfachschulen in Bad Wörishofen und Pegnitz diese architektonischen Ideen auf und entwickelten dazu gastronomische Konzepte. 2006 kamen Schreinermeister zum Zuge. Sie gestalteten die "Freiluftgastronomie der Zukunft". 2007 wurde den Freiluft-Visionen wieder von den Hotelfachschulen in Bad Wörishofen und Pegnitz gastronomisches Leben eingehaucht. Chefredakteur Willy Faber stellt am 13. November 2007 die Siegermodelle aus dem Wettbewerb "Freiluftgastronomie der Zukunft" und "Gastronomie der Zukunft" in der "Trend-Lounge" auf der Fachmesse "Alles für den Gast" in Salzburg vor.

  • Der Frankfurter Unternehmensberater Pierre Nierhaus führt Trendreisen durch insbesondere in die USA, nach Thailand, Spanien, Großbritannien, Frankreich und die Schweiz, um neue Trends aufzuspüren. Siehe dazu meine Veranstaltungsankündigung "AHGZ Gastro-Trendtag auf der Anuga: Weltweite Gastrotrends und was sie für uns bedeuten" und einen Bericht über den Vortrag von Pierre Nierhaus: "Das Detail macht das Konzept", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 20. Oktober 2007.

  • Das Center for Innovative Consumer Studies (CICS)an der niederländischen Universität Wageningen, in Partnerschaft mit der Noldus Information Technology und dem Catering-Unternehmen Sodexho und dem Gastroküchenhersteller Kampri Group, erlaubt das Testen neuer Food-Konzepte, Produkte, Gaststätteneinrichtungen und Restaurantdesigns in einem wirklichkeitsnahen Kontext. Dabei wird das Verhalten von Gästen nicht per Interviews und Fragebogen erfragt, sondern unmittelbar beobachtet.

    Im Restaurant kann der Einfluß unterschiedlicher Anordnungen, Produktpräsentationen und der Verwendung von Countern auf die Bestellungen und den Verzehr der Gäste untersucht werden. In der Küche können neue Küchengeräte getestet werden. Außerdem gibt es Räume für Diskussionen mit Focus-Gruppen und ein Labor, in dem trainierte Teilnehmer Produkte sensorisch beurteilen können. Mehr darüber in einer Pressemitteilung der Noldus Information Technology vom 9. Muni 2006: "Noldus becomes partner in 'Restaurant of the Future'" und in einer aktuellen Meldung von Reuters vom 15. Oktober 2007: "'Big Brother' restaurant opens to study diners".

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Samstag, Oktober 20, 2007

Kinderfreie Zone.

Die Entscheidung des Kollegen Dieter Hein (52 Jahre alt und Vater von vier Kindern), Kinder in seinem Restaurant "Hacienda" in Kraiburg nicht mehr als Gäste zu akzeptieren, hat heftige Diskussionen hervorgerufen. Siehe dazu: "Konsequent 'kinderfrei'", in: OVB online vom 19. Oktober 2007.

Meines Erachtens fällt es alleine in die Entscheidungshoheit eines Unternehmers, welche Kunden er bewirten möchte oder auch nicht. Für den einen ist eine Fokussierung auf Kinder und Jugendliche bzw. auf Familien und Gästegruppen mit Kindern und Jugendlichen sinnvoll (siehe dazu meinen Beitrag: "Marketing für Kinder und Jugendliche"), für den anderen kann es lohnend sein, bestimmte Gästegruppen auszuschließen.

Aufregen kann ich mich aber über Frank-Ulrich John, den Pressesprecher des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, der statt sich vor den Kollegen zu stellen oder wenigstens das Maul zu halten, erdreistet, zu behaupten, der Kollege verstoße damit gegen das Antidiskriminierungsgesez. Warum?
  • Alle Unternehmerverbände haben sich zurecht gegen das Inkraftreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gewehrt. Warum beruft man sich jetzt darauf?
  • Es gehört nicht zur Aufgabe eines Branchenverbandes, einen Kollegen zu kriminalisieren.
  • Wenn ich böse wäre, würde ich vermuten, Dieter Hein ist nicht Mitglied des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes.
Das Antidiskriminierungsgesetz erlaubt sehr wohl, Altersgrupen unterschiedlich zu behandeln. Angebote nur für bestimmte Altersgruppen oder Altersgrenzen bedürfen jedoch einer besonderen Rechtfertigung; die Altersdifferenzierung darf nicht willkürlich sein. Siehe dazu z.B.: "Entwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz vorgestellt", eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Justiz vom 15. Dezember 2004.

Dieter Hein hat seine Altersdifferenzierung mit seinen schlechten Erfahrungen in den letzten Jahren begründet (siehe dazu: "Wirt lässt Kinder unter zwölf Jahren nicht rein", in: Passauer Neue Pressse vom 9. Oktober 2007:
  • Kinder krabbeln mit ihren Schuhen auf der Couch.
  • Kinder bemalen seine weißen Tischdecken,
  • Kinder krabbeln ins Schaufenster,
  • Kinder schmeißen Porzellanfiguren um.
Gute Erfahrungen mit einer "kinderfreien Zone" hat in Österreich Roland Ballner vom Hotel "Cortisen" am Wolfgangssee gemacht. Siehe dazu: "Kinder müssen draußen bleiben!", in: Die Welt vom 13. Oktober 2007.

Unter dem Titel "No kids?" heißt es dazu auf der Website dieses Hotels:
"Meine 'no children policy' im Cortisen ab 1. Mai 2006 mag eventuell für den Alpenraum neu sein, wird aber seit Jahren in vielen Hotels weltweit praktiziert.

Nach dem Motto 'Wir lieben Kinder, aber auch Eltern brauchen mal Urlaub' garantieren wir bei uns ungestörte Nachtruhe, Frühstück mit open end, ein Relaxen am hauseigenen Strand ohne Angst, dass der kleine Liebling ein unfreiwilliges Bad nimmt, ein romantisches Abendessen mit einem guten Glas Wein auf der Seeterrasse .....

Ich definiere somit unser Marktsegment ganz konkret und überlasse die Urlaubswünsche vieler Familien mit Kindern unter 12 Jahren meinen zahlreichen, hervorragend arbeitenden Kollegen rund um den Wolfgangsee...."

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Abgabe fuer Lebensmittelhygienekontrollen auch wenn gar nicht kontrolliert wird.

Ein Blick über die Landesgrenzen lohnt, um weitere Belastungen für die deutsche Gastronomie zu erahnen. So wird 2009 in Österreich eine Abgabe für Lebensmittelkontrollen eingeführt, die lebensmittelverarbeitende Betriebe zahlen sollen, auch
  • wenn sich überhaupt keine Beanstandungen ergeben haben,
  • sogar eine Kontrolle überhaupt nicht stattgefunden hat.
Je nach Risikopotntial soll die Gebühr 47 bis 327 Euro per anno betragen: "Scharfes Rauchverbot droht: Wirte schäumen", in: Tirol.com vom 19. Oktober 2007.

Auch in Deutschland gibt es in der Politik ähnliche Überlegungen.

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Freitag, Oktober 19, 2007

Keine Angst vor Fernsehbieren.

Garrett Oliver, den Braumeister der Brooklyn Brewery und Bierfachautor, konnte ich bei einer Bierverkostung der Veranstaltung "Bier-Matadore in gemeinsamer Mission: Bier-Verkostung" der Privaten Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH in Kelheim am 9. Mai 2007 kennen lernen. Weitere Beiträge über diese Veranstaltung.

In der New York Times vom 19. Oktober 2007 ist von Oliver Garrett ein Kommentar "'Don t Fear Big Beer'" veröffentlicht worden. Einige seiner markanten Aussagen:
  • "But today the United States has by far the most exciting beer culture in the world".
  • "Craft brewers used to be called microbreweries, but many of us are not so micro anymore."
  • "Now Americans are moving away from spongy industrial bread, watery coffee, plasticized cheese and other wonders of modern food science. The top maker of white supermarket bread went bankrupt a few years ago."
  • "European brewers, who once laughed at watery American beer, now look to the United States for inspiration."
Danke an Simon Hengel von Akademie.de für den Hinweis auf diesen Artikel.

Ganz gut zum Artikel von Oliver Garrett passt, daß mir heute Fred Waltman vom Franconian Beer Guide, ein Freund aus Kalifornien, anläßlich der Bockbiersaison Herbst/Winter 2007 in unserem Bamberger "Café Abseits" als Gastgeschenk ein bemerkenswertes Bier aus Colorado mitgebracht hat, ein "Samael's oak-aged ale" der Brauerei Avery in Boulder, ein Saisonbier mit 14,5% vol alc. Ich trinke die Flasche erst heute abend. Deshalb begnüge ich mich vorerst mit der Beschreibung der Brauerei:
"Samael's Ale is a super-caramelly, oak aged English-style strong ale. Perhaps the least hoppy (sacrilege here at Avery!!) beer we've brewed, to accentuate the malt. The oak is very apparent in this rich and high gravity ale, adding additional depth and complexity with a woody and cask-like nose and a pronounced vanilla flavor on the palate."

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Gesetzliches Rauchverbot in Bayern auf der Kippe.

Wie ich vermutet habe, steht das gesetzliche Rauchverbot in Bayern auf der Kippe. In Gaststätten, die aus nur einem Raum bestehen, sollen die Wirte selbst über das Rauchverbot entscheiden dürfen: "Kraftprobe um Nichtraucherschutz", in: Merkur-Online vom 19. Oktober 2007.

Drei Gründe sprechen dafür:
  • Dr. Schnappauf, der "Bärentöter", der als Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, ein gesetzliches Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie vehement vertreten hat, hat sich auf den Posten des Hauptgeschäftsführers der Bundesverbandes der Deutschen Industrie verduftet.
  • Dr. Beckstein, der neue bayerische Ministerpräsident, ist bereits als Innenminister gegen ein umfassendes gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie gewesen. Er ist zwar zu feige gewesen, diesen Konflikt im Kabinett auszutragen, doch jetzt müßte er blöde sein, wenn er versuchen würde, das vermaledeite Nichtraucherschutz-Gesetz in der vom Kabinett verabschiedeten Form gegen besseres Wissen in der CSU-Fraktion durchzusetzen.
  • Der vehemente Widerstand in anderen Bundesländern (Volksbegehren und Verfassungsklagen) schlägt den CSU-Landtagsabgeordneten aufs populistische Gemüt.

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Warum Mario Scheuermann auf Blogs setzt.

Klaus Eck hat den Hamburger Blogger, Journalisten und Weinexperten Mario Scheuermann befragt, "Warum der Weinexperte Mario Scheuermann auf Blogs setzt", in: PR-Blogger vom 19. Oktober 2007.

Mario Scheuermanns Blog drink tank wurde zum Pop Blog 2007 gewählt, eine Auszeichnung der Genussblogs Awards 2007 der Genussblogs.

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Donnerstag, Oktober 18, 2007

Antrag auf einstweilige Anordnung gegen das Rauchverbot in Hessen gescheitert.

Ein Antrag mehrerer hessischer Kollegen auf eine einstweilige Anordnung gegen das Rauchverbot in der Gastronomie ist beim hessischen Staatsgerichtshof gescheitert, weil angeblich die Umsatzeinbrüche nicht ausreichend dokumentiert worden seien: "Kneipiers scheitern mit erstem Vorstoß gegen Rauchverbot" in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. Oktober 2007 und "Hessische Gastwirte machen gegen das Rauchverbot mobil", in: PR-Inside vom 18. Oktober 2007.

Da müssen wohl erst einige Kollegen über die Wupper, bevor die Verfassungsgerichte der Länder und des Bundes sich zu einer Entscheidung durchringen.

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Mittwoch, Oktober 17, 2007

Montagsdemonstrationen gegen das Rauchverbot in der Gastronomie Hessens.

Am kommenden Montag, 22. Oktober 2007, demonstrieren zum vierten Male Frankfurter Kollegen gegen das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie. Die Demonstrationen starten immer Montags um 18:00 Uhr am Frankensteiner Platz. Mehr darüber einschließlich Fotos der Demonstration vom 15. Oktober 2007: "Raucherdemo Frankfurt am Main" von Alexandropulus Kapnistes.

Der Montag wurde nicht etwa gewählt, um Assoziationen zu den Montagsdemonstrationen in Leipzig und vielen anderen Städten der "DDR" hervorzurufen. Montags haben viele, inbesondere kleinere Familienbetriebe geschlosssen. Siehe zu den Hintergründen auch: "Wir sind die Raucher", in: Frankfurter Rundschau vom 8. Oktober 2007.

Unterschriften gegen das gesetzliche Rauchverbot in Hessen sammelt auch Luzie Hartel von der Frankfurter Nachtkneipe "Lebensfreude pur" auf ihrer Website Lebensfreude-Pur.com.

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Gaststaetten mit Angeboten fuer Raucher profitieren vom Rauchverbot.

Das gesetzliche Rauchverbot in Baden-Württemberg führt zu erheblichen Veränderungen im Wettbewerbsverhältnis gastronomischer Betriebe. Wer Rauchern keinen Raum bieten kann, verliert bis zu 30% seiner Gäste. Wer Raucher bewirten kann, profitiert. Michael Klitzsch hat in Nagold recherchiert: "Qualm-Oasen genießen Wettbewerbsvorteil", in: Schwarzwälder Bote vom 16. Oktober 2007.

Im Auftrag von Reemtsma hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid Gastronomen in Baden-Württemberg befragt:
  • 4% der Betriebe in Baden-Württemberg gaben einen Umsatzanstieg an.
  • 2% meldeten gar "deutlich gestiegene Umsätze".
  • 40% sehen ihre Existenz bedroht,
  • 23% wollen Personal entlassen.
Siehe dazu: "Wirte leiden unter dem Rauchverbot", in: Rundschau Online vom 15. Oktober 2007.

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Dienstag, Oktober 16, 2007

Gastgewerbe setzt im August 2007 real 2,3% weniger um.

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland im August 2007 nominal um 0,2% höher und real um 2,3% niedriger als im August 2006. Im Vergleich zum Juli 2007 wurde im Gastgewerbe im August 2007 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,8% und real 0,4% mehr umgesetzt.

Nur die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, erzielten im August 2007 nominal und real höhere Umsätze als im August 2006 (nominal + 4,4%, real + 1,5%). Im Beherbergungsgewerbe wurde nominal 1,3% mehr, real aber 0,8% weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Das Gaststättengewerbe blieb nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats (nominal - 1,3%, real - 4,1%).

In den ersten acht Monaten des Jahres 2007 setzte das Gastgewerbe nominal genauso viel (0,0%) und real 2,4% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts).

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BioFach 2008: Dynamische Tendenzen beim Bio-Wein.

Das Stimmungsbarometer in der Bio-Weinbranche steht so hoch wie nie zuvor. Auf Bio-Weine spezialisierte Importeure und Händler konnten sich auch 2006 wieder über zweistellige Zuwachsraten freuen. Doch nicht nur die Absatzzahlen klettern nach oben, im Gegensatz zu konventionellen Weinen stimmen dabei auch die Umsatzzahlen der Anbieter. Die BioFach 2008, Weltleitmesse für Bio-Produkte, ist zugleich auch größte Bio-Weinfachmesse weltweit. Wein-Aussteller aus aller Herren Länder präsentieren vom 21. bis 24. Februar 2008 in der neuen Weinhalle 4A ihre Bio-Spitzenweine dem interessierten Fachpublikum. Stilvolles Ambiente, betreute Verkostungszone und Bio-Hochgenuss auf dem Geschmacksparcours und im Hallenrestaurant inklusive! Insgesamt werden auf der BioFach und der parallel stattfindenden Vivaness, Fachmesse für Naturkosmetik und Wellness, 2008 circa 2.600 Aussteller und rund 45.000 Fachbesucher im Messezentrum Nürnberg zum alljährlichen Branchenfest erwartet.

Bio-Dynamik gewinnt an Bedeutung

Im internationalen Wein-Markt setzt eine wachsende Zahl Winzer auf Bio-Weine. Die ökologische Landwirtschaft kennt zwei Anbaumethoden, die biologisch-organische und die biologisch-dynamische Bewirtschaftungsweise.

Biologisch-dynamisch nennt sich die Herstellungsweise nach der anthroposophischen Lehre von Rudolf Steiner. Nicht alleine materielle Substanzen und physische Kräfte der Natur, sondern beispielsweise auch Mondphasen werden berücksichtigt. So wird im bio-dynamischen Weinbau zum Beispiel bei einem Umzug des Weins von einem Fass in ein anderes auch der Gestirnenkalender konsultiert.

Spanien: wachsende Zahl konventioneller Erzeuger steigt um auf Bio

Wachstum und gute Umsatzzahlen veranlassen zunehmend große, renommierte konventionelle Erzeuger der Iberischen Halbinsel, ihr Sortiment um Bio-Weine zu erweitern. In erster Linie sind es Genossenschaften in den Gebieten La Mancha, Rioja, Penedès und der Levante, die zunehmend größere Flächen umstellen. Sie sorgen für ein stetig wachsendes Angebot an Bio-Weinen. Die Mehrzahl dieser Weine wird als Fasswein exportiert, und im Segment Einstiegswein verkauft.

Vor allem private Bio-Weingüter verweisen aber auf reichlich Potenzial für gehobene Qualitäten. Seit einigen Jahren werden kontinuierlich Anbauflächen erweitert, um der steigenden Nachfrage im Preisbereich über 10 Euro gerecht werden zu können.

Österreich: Bio-dynamische Welle erfasst Alpenrepublik

Während in Spanien mit seinen über 15.000 ha Bio-Rebfläche der bio-dynamische Anbau derzeit noch eine absolute Außenseiterrolle spielt, ist in vielen weiteren bekannten Weinbaunationen ein anderer Trend festzustellen. So ist etwa in Österreich seit 2005 eine regelrechte bio-dynamische Welle angerollt.
"Die Umstellung hat keine Marketinggründe, denn eine Vermarktungshilfe brauchen wir nicht. Es geht uns um Nachhaltigkeit und eine noch bessere Qualität"
so Peter Veyder-Malberg vom Schlossweingut Graf Hardegg. Er gehört zu einer Gruppe renommierter österreichischer Winzer, die gemeinsam auf bio-dynamischen Weinbau umgestellt haben.

Deutschland: Dynamische Entwicklung im Bio-Weinbau

In Deutschland, wo derzeit etwa 2.000 ha Rebfläche ökologisch bewirtschaftet werden, kommt Bewegung in den Bio-Weinanbau. Ein Motor ist dabei der Verein Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). 15 Verbands-Weingüter bewirtschaften über 12 % der deutschen Öko-Rebfläche.
"Weitere fünf unserer Mitglieder befinden sich in Umstellung. In punkto Bio-Engagement erleben wir eine sehr große Dynamik. Das ist kein Strohfeuer mehr, sondern schon fast ein Flächenbrand"
so VDP-Präsident Steffen Christmann. Wie die Mehrheit seiner Verbandskollegen bewegt auch er sich hin zu bio-dynamischem Anbau.

Frankreich: Elsass ist Vorreiter beim bio-dynamischen Weinbau

Auch in Frankreich ist der Trend zu Bio-Wein unverkennbar. Vor allem die großen Genossenschaften im Süden, speziell im Languedoc und im Gebiet Rhône/Provence, stellen viele Flächen um. Dennoch beträgt der Anteil der bio-kontrollierten Rebflächen bei den meisten Winzergenossenschaften weniger als ein Drittel. Es ist noch viel Spielraum nach oben vorhanden. Dies gilt speziell für das Languedoc, das auf einem guten Weg ist, seinen Ruf als Massenweinregion abzulegen. Die Regionen Bordeaux und Elsass sind starke Bio-Weinbaugebiete. Vor allem im Elsass ist eine deutliche Entwicklung zum bio-dynamischen Anbau feststellbar, vorangetrieben hauptsächlich durch private Winzer. Frankreich verzeichnet aktuell rund 15.000 ha Bio-Rebfläche.

Italien: Spitzenreiter im Bio-Weinmarkt

Italien hat sich innerhalb des vergangenen Jahrzehnts an die Spitze des europäischen Bio-Weinbaus gesetzt. Waren es 1994 rund 3.700 ha, wuchs die bio-kontrollierte Rebfläche bis 2001 auf 44.000 ha an. Seither ist die Bio-Rebfläche jedoch deutlich geschrumpft. Mit über 30.000 ha ist Italien aber noch immer absoluter Spitzenreiter im Bio-Weinbau.

Die Flächenverringerung hatte vor allem zwei Gründe: Im Süden Italiens, wo die meisten Bio-Trauben kultiviert werden, griffen die großen Kellereien lieber auf kostengünstige Trauben für einfache Weine zurück. Für die teureren Bio-Weine fehlten im Süden die Abnehmer. Zudem gingen die Fördermittel für den Bio-Anbau deutlich zurück. Weitaus erfreulicher sieht es in den renommierten Regionen im Norden des Landes, vor allem in der Toskana und im Veneto, aus. Dort sind hauptsächlich private Bio-Weingüter angesiedelt, die den größten Teil ihrer Weine im Ausland absetzen können.

Viel Schwung erhält die Bio-Branche in Italien durch Slow Food Präsidenten Carlo Petrini. Er sieht in der biologischen und vor allem bio-dynamischen Landwirtschaft die Zukunft für italienische Winzer und Bauern, und fördert damit auch in seinem Land den Trend zur Bio-Dynamik.

Zukunftstrend Bio-Wein

Verbraucher fragen Bio-Wein immer stärker nach – und das weltweit. Branchenkennern zufolge gewinnt Bio-Wein beispielsweise auch in den USA unter Sommeliers und Kunden immer mehr Liebhaber. Und in Europa finden Bio-Weine aus den USA eine wachsende Anhängerschaft.

So verzeichnete der größte US-Bio-Betrieb Bonterra Vineyards, der sowohl ökologisch als auch bio-dynamisch wirtschaftet, im schwierigen Jahr 2006 keine Umsatzrückgänge in Europa und entwickelte sich vor allem in Deutschland positiv.

Experten zufolge ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann sich die europäischen Winzergenossenschaften noch stärker als bisher dem Thema annehmen. Heute schon steigt die Zahl der konventionellen Genossenschaften, die Bio-Weine vermarkten, und damit zweigleisig fahren. Das ist auch angesichts des Klimawandels sinnvoll. Dies bestätigt der rheinhessische Winzer und Öko-Pionier Günter Wittmann:
"Vor allem durch den Einsatz bio-dynamischer Mittel präsentieren sich die Trauben besser und werden früher reif."
Die Trauben haben bei optimaler Reife einen geringeren Alkoholgrad als entsprechende Traubenqualitäten aus konventionellem Anbau, die länger am Stock hängen müssen. Branchenexperten zufolge werden Weine durch den Klimawandel und entsprechend schwierige Witterungsverhältnisse immer alkoholreicher, was Weingenießer nicht freut und vermieden werden sollte. Vielfältig sind die Argumente, die für den Bio-Weinbau sprechen. Die Vielfalt des Bio-Weins weltweit können Fachbesucher auf der BioFach 2008 erleben und genießen.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

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Montag, Oktober 15, 2007

Starker Auftritt der Tiefkuehlbranche auf diesjaehriger Anuga.

Produkte aus der Tiefkühlkette stehen nach wie vor ganz oben auf der Einkaufsliste der privaten Verbraucher und der Entscheider in der Außer-Haus-Verpflegung. Der Gesamtabsatz von Tiefkühlkost wird bis Ende 2007 voraussichtlich um 1,8 Prozent auf über 3,1 Millionen Tonnen in Deutschland steigen. So lautet die Einschätzung des Deutschen Tiefkühlinstitutes (dti) auf Basis von Branchenerhebungen auf der Anuga in Köln. Damit würden die Bundesbürger fast 55.500 Tonnen mehr tiefgekühlte Lebensmittel verbrauchen als im Jahr zuvor. Der Pro-Kopf-Verbrauch werde laut dti um 700 Gramm auf 38,4 Kilogramm klettern. Insgesamt dürfte der Gesamtumsatz am Jahresende einen Wert von 10,41 Milliarden Euro erreichen, was einer wertmäßigen Steigerung von 3,6 Prozent entspricht.

Aufgrund der sehr positiven Markentwicklung präsentiert sich die Tiefkühlwirtschaft auf der Internationalen Ernährungsmesse entsprechend selbstbewusst. Die Angebotsform Tiefkühlkost stehe vergleichsweise und insbesondere angesichts der immer noch nicht befriedigenden Konjunktur in Handel und Gastronomie sehr gut da. Der dti-Geschäftsführer Manfred Sassen ist überzeugt, dass
"die Branche auch in diesem Jahr in vielen Produktsegmenten ihren Marktanteil weiter ausbaut."
Privathaushalte schätzen Auswahl und Vielfalt bei Tiefkühlkost

Alleine 54 Prozent der gesamten Verbrauchsmenge von Tiefkühlkost werden nach dti-Prognosen bis Ende 2007 im Lebensmittelhandel, einschließlich der Heimdienste und der Discounter, von den Privathaushalten gekauft. Das Verbrauchsplus werde bei einem Prozent liegen. Besonders beliebt ist der Tiefkühlklassiker Pizza. Ebenso Backwaren, pfannenfertiges Bratfleisch sowie Fisch liegen voll im Trend. Diese Sortimente werden mengenmäßig mindestens um zwei Prozent zulegen.

Ein Trend zeigt sich beim Einkauf von Tiefkühlkost: Verbraucher suchen verstärkt die Auswahl und Vielfalt des umfangreichen Angebots aus der Tiefkühlung. Die Bandbreite ist riesig und umfasst mittlerweile Bio-Produkte, exotische Rezepturen beispielsweise aus der indischen Küche, vegetarische Varianten und ethnische Angebote wie halal. Entsprechend suchen die privaten Haushalte verstärkt die Auswahl, die ihnen der Lebensmittelhandel mit seinem Vollsortiment bietet. Mit der Folge, dass der Kauf höherwertiger Produkte zunimmt. Dies trägt nach Ansicht des Branchenverbandes dazu bei, dass die Umsatzsteigerung über der Mengensteigerung liegen wird.

Qualitätsvorteil von Tiefkühlkost zählt im Außer-Haus-Markt

Auch im Außer-Haus-Markt steht Tiefkühlkost weiter auf Wachstumskurs. Erreicht wird 2007 voraussichtlich ein überdurchschnittliches Verbrauchsplus von 2,7 Prozent zum Beispiel in den Restaurants, der Betriebsverpflegung, den Kindertagesstätten, der Schulverpflegung, den Krankenhäusern und den sozialen Einrichtungen. Hinter dieser Mengensteigerung im Großverbraucherbereich steht ein Plus von 38.800 Tonnen.

Vor allem die tiefkühlfrische Qualität überzeugt immer mehr Entscheider in den einzelnen Segmenten der Außer-Haus-Verpflegung. Die Profi-Köche schätzen neben der Qualität, dem Geschmack und der hygienischen Sicherheit insbesondere die kalkulatorischen Vorteile von Tiefkühlkost aus Kostengründen. Dies betrifft alle Bereiche im Außer-Haus-Markt. Tagungen und Kongresse mit Catering sind ohne Tiefkühlkost in der Regel nicht zu organisieren. Die zunehmend speziellen Gästewünsche in der Gastronomie sind ohne das breite Tiefkühlkostsortiment nicht umsetzbar. Und auch die Systemgastronomie - wie McDonald's & Co - hätte ohne Tiefkühlkost ein Problem und würde in der heutigen Form nicht existieren.

Bestnoten von Ernährungsexperten

Dass Tiefkühlkost Spitzenqualität bietet, bestätigt die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Auf dem diesjährigen Qualitätswettbewerb wurden 94 Prozent aller eingereichten Tiefkühlprodukte mit einem Preis ausgezeichnet, davon über die Hälfte sogar mit dem DLG-Preis in Gold. Professor Dr. Jörg Oehlenschläger, wissenschaftlicher Leiter des DLG-Wettbewerbs:
"Tiefgefrorene Produkte haben sich während der letzten 20 Jahre laufend in der Qualität verbessert und haben heute einen häufig vollkommen fehlerfreien Qualitätsstandard erreicht, der deshalb zwangsläufig zu Prämierungen führt. Viele Gerichte aus der Tiefkühltruhe sind heute nach der Zubereitung nicht mehr von frisch zubereiteten Gerichten zu unterscheiden."
(Quelle: Pressemitteilung des Deutsches Tiefkühlinstitut e.V.).

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Sonntag, Oktober 14, 2007

Sinconade - die Neue in der Szene.

"Sinconade - die Neue in der Szene" - so titelt Sincalco eine Pressemitteilung anläßlich der Vorstellung ihrer beiden Bionade-Me-Toos auf der Anuga in Köln. Ich habe meinen Besuch der Anuga dazu genutzt, Sinconade in den beiden Geschmacksrichtungen "Holunder-Cranberry" und "Litschi" zu kosten. Zwei Anmerkungen dazu:
  • Unter dem Vorbehalt, daß man die Nachmacher mit den Originalen von Bionade direkt nacheinander oder besser noch blind verkosten müßte, ist mein spontaner, persönlicher Geschmackseindruck gewesen, daß beide Produkte von Sinalco süßer sind als die Originale von Bionade, weniger ausgeprägt bei Litschi, mehr bei Holunder-Cranberry.
  • Erstaunt hat mich auch wie frank und frei im Prospekt von Sinconade auf den Erfolg des Marktführers, ohne ihn namentlich zu erwähnen, eingegangen wird, um die Erfolgsaussichten der eigenen Produkte in rosigen Farben zu schildern. Darin heißt es:
    "Natürlich am Puls der Zeit: Denn...

    Lifestylige, biologische Erfrischungsgetränke in der Longneck-Flasche haben sich in den letzten Jahren zum In-Getränk schlechthin entwickelt. Wo auch immer man sich aufhält - sie sind fast überall zu finden. Ob in der Szene, auf der Party von Freunden und natürlich im Kühlschrank zu Hause.

    Heute so gefragt wie nie - hat sich das trendige Bio-Erfrischungsgetrnänk mit einem überdimensionalen Zuwachs in den letzten Jahren zu einem Verkaufsschlager entwickelt.

    Und das aus einem guten Grund: Das lifestylige Design der neuen Bio-Erfrischungsgetränke kommt an und die Longneck-Flasche ist Kult. Genauso wie die außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen.

    Auf den Punkt: So trifft auch die neue SINCONADE natürlich den Zeitgeist - und ist erfrischend anders!"
    Dieses Zitat aus einem Sinconade-Prospekt erinnert mich eher an ein Strategiepapier mit Gründen, den Marktführer zu imitieren, als an einen Werbetext für ein orginär neues Proodukt.
Im Folgenden gebe ich unkommentiert den Wortlaut der Pressemitteilung von Sinalco wieder.
"Bewegung im Trendsegment der biologischen Erfrischungsgetränke"

Sinconade - die Neue in der Szene

Unter dem Markennamen Sinconade stellt die Deutsche Sinalco dem ANUGA-Fachpublikum ein biologisches Erfrischungsgetränk auf Malzextraktbasis in den beiden absatzstärksten Geschmacksrichtungen des Segmentes vor.

Bio-Bewusste, Party-People und Trend-Trinker haben künftig die Wahl. Mit der neuen Marke Sinconade aus dem Hause Sinalco kommt Bewegung in einen boomenden Markt, der bislang die Angebotsvielfalt vermissen ließ. Sinconade erfrischt auf natürlicher Grundlage mit den beiden feinherb-fruchtigen Varianten Holunder-Cranberry und Litschi. Das bekannte sechseckige staatliche Bio Siegel gibt dem Verbraucher die Sicherheit, dass ausschließlich wertvolle, ausgesuchte Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau bei der Herstellung verwendet werden. Die leicht prickelnde Sinconade enthält wenig Zucker und keine Farbstoffe.

Angeboten wird Sinconade in der 0,33 Liter Longneck-Weissglasflasche, dem handlichen Kultgebinde für In-Getränke. Die klar gestalteten Etiketten nehmen den Farbton der jeweiligen Geschmacksrichtung auf und zeigen als Absendermarke den klassischen Sinalco-Rotpunkt über dem markanten Schriftzug Sinconade. Der Endverbraucherpreis für ein Sixpack wird im Handel bei etwa 2,99 Euro liegen.

Verschiedene Auslieferungsformen decken die unterschiedlichen Bedürfnisse der Vertriebspartner ab. So gibt es neben 24 einzelnen Mehrwegflaschen alternativ auch 4 attraktive Sixpacks im individuellen Sinco Marken-Mehrwegkasten mit praktischem Tragegriff. Außerdem stehen für impulsstarke Platzierungen Abverkaufs-Displays im Ifco Dual Tray-System zur Verfügung. Eine Viertelpalette fasst 270 Flaschen, die einzeln oder in Sechserpacks auf Mehrweg-Trays untergebracht sind. Die Trays dienen gleichzeitig dem Leergutrücklauf und erleichtern das Handling von Einzelflaschen erheblich.

Die Marke Sinalco, deren Bekanntheitsgrad bei 91 Prozent liegt, schafft als kompetenter Absender Vertrauen und beste Startbedingungen für eine Produkteinführung, die künftig im rasant wachsenden Trendmarkt der lifestyleorientierten biologischen Erfrischungsgetränke eine bedeutende Rolle spielen wird. "Wir steigen mit Sinconade in einen lange Zeit monopolistisch strukturierten Markt ein, der durch überdimensionale Zuwächse beeindruckt und der sicherlich Entwicklungsmöglichkeiten für mehr als eine Marke bietet", so Wilhelm Josten, Sprecher der Geschäftsführung der Getränkegruppe Hövelmann, auf der ANUGA in Köln.

Sinconade wird ab Oktober bundesweit im klassischen Lebensmittelhandel und in Getränkefachmärkten eingeführt. Später soll die Marke auch in weiteren Vertriebskanälen wie Gastronomie und Conveniencebereich etabliert werden.

Der Start von Sinconade wird durch Werbung im Hörfunk und auf Großflächenplakaten sowie durch Promotion-Aktivitäten am POS unterstützt.
(Quelle: Pressemitteilung von Sinalco).

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Samstag, Oktober 13, 2007

Anuga 2007: Trendthema Vegetarische Produkte.

Auf der Anuga vom 13.bis 17. Oktober 2007 trifft sich die internationale Ernährungswirtschaft in Köln: 6.607 Anbieter aus 95 Ländern präsentieren Nahrungsmittel und Getränke, darunter zahlreiche neue Produkte und Konzepte. Durch die Gliederung in zehn Fachmessen erreichen die Anbieter die für ihre Branche interessante Zielgruppe an Einkäufern aus dem Handel und dem Außer-Haus-Markt ohne Streuverluste. Mit Hilfe der Anuga-Datenbank können interessierte Fachbesucher die Anuga aber auch auf die großen Ernährungstrends hin ausloten. Einer der Trends sind "Vegetarische Produkte", mit denen sich 941 Anbieter registriert haben. Die wachsende Bewegung zum Essen ohne Fleisch zeigt sich auch daran, dass zur letzten Anuga vor zwei Jahren lediglich 600 ausstellende Unternehmen für dieses Trendthema gemeldet waren.

Albert Einstein hat einmal gesagt:
"Rein durch ihre Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschen äußerst positiv beeinflussen können...."
Auch von anderer Seite wird diese Ansicht bestätigt. Der Mensch, der viel Gemüse und kaum Fleisch zu sich nimmt, lebt gesünder, aber, so meint der Ernährungsexperte Professor Hademar Bankhofer, eben auch glücklicher. Zu viel Fleisch zu essen bremse nämlich die Entwicklung von Serotonin, des körpereigenen Glücksbotenstoffes. Menschen, die mit einer Steak-Diät abnehmen wollten, seien depressiv geworden.

Die Steak-Diät ist zugegebenermaßen ein Extrembeispiel. Dennoch gibt es viele Gründe, auf Fleisch zu verzichten. Seit Tausenden von Jahren verweigern Menschen tierische Nahrung aus gesundheitlichen, ethischen oder religiösen Motiven.

Bereits im 6.Jahrhundert vor Christus begann die religiöse Sekte der Orphiker, Fleisch zu meiden. Die Anhänger des Dichters und Sängers Orpheus suchten Askese in allen Lebensbereichen, also auch in der täglichen Kost. Auch der griechische Philosoph Pythagoras war gegen den Verzehr von "beseelten" Wesen. Deshalb wurde der Vegetarismus bis ins 19.Jahrhundert auch "Pythagoräismus" genannt.

1867 gründete der Pfarrer Eduard Baltzer den "Verein für natürliche Lebensweise", den ersten vegetarischen Verbund in Deutschland. Heute ist der Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.in Hannover die Dachorganisation der Vegetarier.

Die Statistiken belegen, dass die Zahl der Anhänger des "fleischlosen Glücks" weiter zunimmt. Laut einer Forsa-Umfrage ernähren sich inzwischen acht Prozent aller Bundesbürger vegetarisch - das sind etwa sechs Millionen Menschen. 1983 waren es, so die GfK nur etwa sechs Prozent.

In den letzten zwanzig Jahren hat sich also die Zahl der Vegetarier mehr als verzehnfacht. Dafür sind vor allem BSE, aber auch die veränderte Wahrnehmung von Massentierhaltung, Tiertransporten und Fleischskandalen verantwortlich. Aber eben auch ethische Gründe lassen die Menschen Fleisch meiden. Je nach Art der Schlachtung können die Tiere unter starken Schmerzen leiden.

1988 wurden noch 69,7 Kilogramm Fleisch pro Person und Jahr gegessen, 2006 waren es nur noch 60,4 Kilogramm. Das bedeutet einen Rückgang des Fleischverzehrs um mehr als zehn Prozent. Mit diesen Veränderungen geht eine große Verbreitung vegetarischer Produkte einher.

Bioläden und vegetarische Restaurants haben großen Erfolg mit Tofu-Burgern, Soja-Coctails und Gemüse-Pasta.

Vor allem junge Menschen, Menschen mit einem höheren Bildungsstandard und Frauen sind es, die sich zunehmend vegetarisch ernähren.

Die Formen des Vegetarismus

Man unterscheidet vier Ausprägungen des Vegetarismus, denen eine unterschiedliche Lebensmittelauswahl zugrunde liegt.
  • Die Ovolaktovegetarier: sie nehmen neben pflanzlicher Nahrung auch Milch, Milcherzeugnisse und Eier zu sich.
  • Die Laktovegetarier verzehren Milch und Milchprodukte, aber keine Eier. Die Ovovegetarier, die weder Fleisch noch Fisch noch Milch zu sich nehmen, dafür aber Eier, sind selten.
  • Die strengen Vegetarier, die Veganer, lehnen den Verzehr aller Lebensmittel ab, die vom Tier stammen.
Vegetarier sollen länger leben

Vegetarier leben länger - so lautet das Ergebnis einer Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg ergeben. Zwanzig Jahre lang wurden die Sterbezahlen von Vegetariern mit denen der Allgemeinbevölkerung verglichen. 40 von 100 Vegetariern wurden älter als statistisch zu erwarten war.

Vegetarier haben seltener Übergewicht und hohen Blutdruck. Auch die Cholesterinwerte und die Harnsäurewerte sind in der Regel besser. Eine vegetarische Ernährung bringt positive Effekte mit sich, denn sich ungünstig auf die Gesundheit auswirkende Inhaltsstoffe wie gesättigte Fettsäuren, Cholesterin oder Purine werden in geringerem Maß aufgenommen.

Aber es ist nicht die gesündere Ernährungsweise allein, die zu diesen Vorteilen führt. Vor allem die insgesamt achtsamere Lebensweise spielt eine große Rolle. Vegetarier rauchen oft weniger, trinken wenig Alkohol und Koffein und sie treiben Sport. Dadurch ist das Risiko für Diabetes mellitus, Gicht, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen niedriger.

Mangelerscheinungen ausgleichen - wie geht das?

Vegetarier sollen häufig unter Vitamin B 12-Mangel leiden. Denn das Vitamin B 12, das wir für gesunde Nerven, Zellwachstum und die Blutbildung brauchen, steckt vor allem in Fisch und Fleisch. Aber man kann es auch über pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen: vor allem durch Sauerkraut, Sojabohnen, Bierhefe und Algenprodukte.

Schwierig ist es für den Veganer, der keine Milchprodukte isst, sich mit genügend Calcium zu versorgen. Er kann den Mangel an Calcium über Möhren, Petersilie, Vollkornbrot, Pilze und Leinsamen ausgleichen. Außerdem sollten Veganer in Maßen Sonne tanken. Denn dann bildet die Haut Vitamin D, das dafür sorgt, dass sich das Calcium in die Knochen einlagert.

Auch die Eisenversorgung kann zum Problem werden. Denn pflanzliches Eisen ist für den Organismus schwerer verwertbar als tierisches. Und Eisen steckt vor allem im Fleisch. Wenn der Vegetarier aber darauf achtet, genügend Gemüse wie Kohl, Rote Beete und Kürbis zu essen, nimmt er ausreichend Eisen auf. Der Vitamin C-Gehalt in diesen Gemüsesorten hilft, das Eisen im Darm besser verarbeiten.

Grundsätzlich gilt: Eine gut zusammengestellte vegetarische Ernährung kann die Bedürfnisse des Menschen optimal befriedigen, aber extreme Ausprägungen wie zum Beispiel die vegane Ernährung bergen die Gefahr von Mangelzuständen. Deshalb müssen hier die Lebensmittel sorgfältig zusammengestellt werden. Einig sind sich die verschiedenen Untersuchungen darin, dass eine vegetarische Dauerernährung mit Eiern und Milchprodukten eine sehr gesunde Variante sein kann.

(Quelle: Pressemitteilung der KölnMesse).

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Freitag, Oktober 12, 2007

TASTE_07: Innovationsfenster der Anuga.

Wenn am 13. Oktober 2007 die Anuga, die Weltleitmesse für Food- und Beverage, ihre Tore öffnet, trifft sich die internationale Branche wieder in Köln. 6.607 Anbieter aus 95 Ländern präsentieren rd. 160.000 Einkäufern aus über 160 Staaten ihr Leistungsspektrum. Dabei stehen natürlich neue Produkte, innovative Trends und zukunftsorientierte Konzepte im Mittelpunkt. Ein wichtiges Trendbarometer für die Einkäufer ist dabei die Sonderschau TASTE_07. Ausgewählt von eine Jury internationaler Fachjournalisten werden hier die Top-Neuheiten auf einen Blick präsentiert. Insgesamt bewarben sich über 500 Unternehmen mit fast 1.100 Produkten um die Aufnahme in die Sonderschau und den begleitenden Katalog TASTE_07. Am Ende überzeugten 61 Produkte die Jury durch Originalität und Qualität, aber auch in puncto Verpackung, Rezeptur, Verbraucherfreundlichkeit oder Optik.

Neben neuen Geschmackserlebnissen und dem Wunsch vieler Verbraucher nach mehr Convenience, nach einem Mehr an Gesundheit und Wellness spricht die Ernährungsindustrie auch die jüngsten Konsumenten mit besonderen Produktinnovationen an. Dabei präsentiert ein Hersteller sogar ein von Kindern erfundenes Produkt: Die Essknete. Sie wird wie eine Backmischung mit Wasser angerührt und ergibt eine Knetmasse, wie Kinder sie es von herkömmlicher Knete kennen. Die Knete kann sowohl roh als auch gebacken gegessen werden und wird in verschiedenen Farben angeboten. Mit einem bunten und zugleich süßen Popcorn, das in seinen Farben an einen Regenbogen erinnert und einfach in der Mikrowelle zubereitet wird, können Eltern ihre Kinder in Zukunft überraschen. Kinderpasta in Form von beliebten Comic-Figuren wie Winnie Puuh, Spiderman, Bob der Baumeister oder Sponge Bob hat sich ein Anbieter einfallen lassen und will so Kindern mehr Lust auf Nudelgerichte und Spaß beim Essen bieten. Wenn Kinder Hunger haben, muss es oft schnell gehen. Deshalb gibt es nun auch tiefgekühlte Convenience-Pastagerichte speziell für Kinder, die man einfach und "kinderleicht" in der Mikrowelle zubereitet. Die Gerichte sind kalorienarm, ausschließlich aus hochwertigen zutaten in bester Qualität zubereitet und weder mit Farb- oder Konservierungsstoffen noch künstlichen Aromastoffen behandelt. Und auch das Verpackungsdesign ist in Optik und Haptik kindgerecht.

Für die Feinkost- und Gourmetliebhaber gibt es wieder eine Vielzahl interessanter und natürlich wohlschmeckender Neuheiten. So beispielsweise den in Deutschland noch weitgehend unbekannten Olivenblättertee. Wie das Olivenöl weist auch der Tee hervorragende gesundheitliche Eigenschaften auf: Wirksamkeit gegen Bakterien und Viren, Stärkung des Immunsystems, Steigerung der Energie, Blutdrucksenkung, Fettabbau und wirkt zudem als natürliches Antibiotikum. High End-Produkte und Convenience sind schon seit langem kein Widerspruch mehr. Im Gegenteil: Hohe Qualität und bequeme, schnelle Handhabung bzw. Zubereitung finden sich heute in allen Segmenten der internationalen Ernährungswirtschaft. Wer beispielsweise auch unterwegs auf einen kleinen Oliven-Snack nicht verzichten möchte, für den bietet ein Aussteller die "Oloves To Go" an - in einer einfach zu handhabendn, aufreißbaren Folienverpackung. Die Oliven werden ohne Gase oder Flüssigkeiten verpackt, sind zwei Jahre lang haltbar und in den Geschmacksrichtungen Chili und Original zu haben. Und als Konsument tut man auch gleich noch etwas für die Umwelt: Ein Prozent des Verkaufserlöses geht an die internationale Stiftung "1 % For the Planet". Als gesunde Alternative zu Süßem ist der Surimi-Happen mit Schokoladen-Geschmack konzipiert. Er enthält weniger als 20% Fett und hat nur die Hälfte der Kalorien einer Schokolade. Hochwertigkeit und Bequemlichkeit verspricht auch der Hersteller eines kalt geriebenen Apfelmuses im ersten dosierbaren Beutel mit Ausgießer. So gelingt die Dosierung und im wieder verschließbaren Beutel eignet er sich zudem auch für unterwegs. Das Pesto Genovese kompakt im "Do it yourself"- Baukasten eines italienischen Herstellers sieht hübsch aus und lässt Kochfans genügend Spielraum für eigene Variationen. Alles, was man zur Zubereitung eines frischen Pestos benötigt findet sich in einer kleinen Packung: Ein Bund frisches Basilikum, ein Töpfchen Extra Vergine Olivenöl, Pinienkerne aus Pisa, Salz und Knoblauch. Auch eine weitere italienische Köstlichkeit kann ab sofort in nur zwei Minuten in Mirkowelle oder Topf zubereitet werden: Lediglich ein wenig Wasser ist nötig, um ein köstliches Risotto "auf den Punkt" zuzubereiten.

Immer mehr Verbraucher greifen bewusst zu reinen Bioprodukten. Entsprechend große ist das Angebot an Neuigkeiten zur Anuga 2007. So bietet ein Hersteller ein erfrischendes Milchgetränk auf Joghurtbasis mit nur 2,4% Fett im Milchanteil an. Der Drink ist in den Geschmacksrichtungen Pink Guave und Himbeere erhältlich, wird ohne Zusatz von Aromen hergestellt und mit wieder verschließbarem Deckel präsentiert. Ein kostbares Arganöl wird als einziges in sozialer und nachhaltiger Partnerschaft mit den Frauenkooperativen der UCFA (Union des Coopératives des Femmes de l'Arganeraie) in der jahrhundertealten, weltweit einzigartigen Handpressung, hergestellt. Das Öl erfüllt die Maßstäbe des Bio-Siegels und des "Commerce Aquitable" (Fairer Handel). Genuss pur verspricht eine Weiße Trüffel mit Rosmarin eines spanischen Herstellers, der seine Schokolade ausschließlich aus biologisch angebauten Rohstoffen zubereitet, die nach Biorichtlinien zertifiziert sind. Zum Süßen der Trüffel wird Honig aus biologischem Anbau verwendet.

Gesund, Wellness-orientiert und mit einem Hauch von Exotik präsentieren sich auch einige Neuheiten aus der Fleischwirtschaft. Vor allem die Salami hat die Fantasie vieler Anbieter in diesem Jahr beflügelt. So stellt ein Unternehmen zur Anuga eine Antilopen Ringsalami vor, die aus magerem Kudufleisch hergestellt und leicht über Buchenholz geräuchert wird. Neu auch eine Kaninchensalami, die einen markanten, neuartigen Geschmack verspricht. Zur Herstellung wird eine besondere Rezeptur verwandt, die sowohl den Geschmack des Kaninchenfleisches, als auch der Gewürze optimal aufeinander abstimmt. Ungewöhnlich die süß-salzige, ungarische Salami, verfeinert mit Aprikosenstückchen und zusätzlich mit Fruchtpulver gewürzt. Überzogen wird die Salami zusätzlich mit einer fruchtigen Hülle, bestehend aus Aprikose, Papaya, Williamsbirne und Ananas. Wer eine schnelle, aber herzhafte Mahlzeit bevorzugt, greift ab sofort zum ersten Toast-Fleischsnack. Aus lecker-saftigem Schinkenfleisch zubereitet, ist der Toast mit einer extra krossen Panade umhüllt und bereits vorgegart. Einfach in einen Toaster geben und fertig. Fleischgenuss und zugleich Energie verspricht der Sport-Riegel "Power Runner", der in den Geschmacksrichtungen Classic und Chili angeboten wird. Mit geringem Fettanteil und vielen Mineralstoffen, L-Carnitin und probiotischen Kulturen bietet er eine Alternative zu den üblichen Riegeln. Natürlich gibt es auch für vegetarische Genießer entsprechende Alternativen: Eine auf Basis von Soja- und Weizenproteinen hergestellte vegetarische Wurst bietet nicht nur den Geschmack von zartem Geflügelfleisch, sondern fasziniert zudem mit ihren bereits auf dem Produkt befindlichen "Grillstreifen".

Tiefkühlkost ist heute für viele Verbraucher nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Und die Innovationen der Anuga bieten noch mehr Vielfalt und Qualität, z.B. die erste Pizza in Form einer Tüte. Die ConeInn-Pizza ist innerhalb von zwei Minuten in der Mikrowelle knusprig und fix und fertig zum Verzehr. Ein Gefühl von Urlaub und Meer verspricht der Gourmet Garnelen Burger, der bereits mit erfrischendem Zitronenpfeffer in einer knusprigen Panade vorgebacken ist. Wahren Feinschmeckern empfiehlt ein Hersteller sein vegetarisches Soufflés-Oriental, bestehend aus einem knusprigen Backteig mit einer cremig-würzigen Weichkäse-Füllung, angereichert mit aromatischen Gewürzen, Oliven und Knoblauch. Und zum Dessert kann man nun zudem auf geeiste Früchte in vier Geschmacksrichtungen zurückgreifen, die von feinster belgischer Schokolade umhüllt sind. Wer es lieber etwas gesünder mag, für den gibt es das erste probiotische Eiskrem, ein kalorienarmes Joghurt-Eiskrem mit dem Lactobaccilus BB12.

Der Wellness- und Convenience-Gedanke wird auch bei Molkereiprodukten umgesetzt. Als gesunde Erfrischung für Zwischendurch eignet sich ein Soja-Trinkjoghurt in den Geschmacksrichtungen Erdbeere und Aprikose/Passion, verpackt in einem wieder verschließbaren Becher. Eine hohe Produkt- und Verpackungsqualität verspricht ein Bergkäse, der direkt in einer Käseglocke verpackt ist. Traditionell gekäst aus tagesfrischer Heumilch ist der Bergkäse mindestens 6 Monate gereift und natürlich laktosefrei. Einen zusätzlichen Mehrwert bietet die Verpackung: Sie dient als Schneidebrett, ist wieder verschließbar und liefert besten Aromaschutz. Seinen bekannten Frischkäse produziert ein Hersteller nun auch in praktischen Scheiben, natürlich mit Kräuterrand und in typischer Rundform.

Snacks sind die ideale Ergänzung als kleine Zwischenmahlzeit: Aus Südafrika kommen die süßen Pfeffer-Baguettes, die im ersten Biss süß schmecken und dann eine sehr feine und angenehme Schärfe entwickeln. Als perfekter Ersatz für Kaugummi oder Kaubonbons eignen sich die "Honey Chews" - der Honig zum kauen auf Zuckerbasis. Man kann ihn nicht nur überall und zu jeder Zeit konsumieren, er versorgt die Konsumenten auch mit einer Portion Vitaminen, Proteinen, Kalzium und Eisen.

Besonders im Getränkebereich zeigt sich der starke Wellness- und Gesundheits-Trend. Neu ist z.B. ein Softdrink aus Brennesseln, der eine Antistress-Wirkung verspricht, für Diabetiker geeignet ist und ausschließlich aus Fruchtzucker mit Magnesium, Vitaminen und einer Pflanzenmischung aus Aloe Vera, Ginkgo und Ginseng hergestellt wird. Als frisch und wohlschmeckend erweist sich ein Fruchtgetränk, das den Verbraucher wirksam mit seiner Tagesration an Omega-3-Fettsäuren versorgt und der aus dem Öl des norwegischen Lachs gewonnen wird. Für die Extraportion Gesundheit sorgt auch der natürlich fermentierte schwarze Reisessig - ein mildes Getränk, mit einem süßen Honiggeschmack und einem gesunden "Mehr" an Aminiosäuren, das frei von künstlichen Farbstoffen und Zusätzen ist. Ein neues isotonisches Sportgetränk soll alle Aktiven mit der neuartigen Kombination der natürlichen Energieträger Fruchtsüße und Weizendextrin in ihrer Ausdauerleistung unterstützen. Das Getränk wird zudem in einem praktischen, wieder verschließbaren Beutel abgefüllt und ist so ideal für unterwegs. Die "Wellness-Woche" ist das kompakte und natürliche Entschlackungspaket für alle gesunden Erwachsenen. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Ernährungsspezialisten wird der Körper dank der optimalen Kombination von hochwertigen, biologischen Frucht- und Gemüsesäften während des Saftkurens mit wichtigen Nährstoffen versorgt und über den Zeitraum einer Woche entschlackt.

Wer sich mit Küchentechnik befasst, der wird sich sicherlich für ein neues Koch-Center begeistern, das mit seiner "Kochintelligenz" in der thermischen Speisenzubereitung neue Maßstäbe setzt. Herkömmliche Eingaben wie Temperatur, Gargut, Luftgeschwindigkeit oder Garraumklima entfallen. Auch ständiges Kontrollieren und kompliziertes Programmieren sind hier nicht nötig.

Als Einweglösung für Fassbier ist die "Bag-In-Box" konzipiert. Möglich wird diese Technikrevolution durch einen Bier-Carbonator, welcher die Kohlensäure erst beim Zapfen dem Bier zuführt.

Die Ausstellung TASTE_07 ist während der gesamten Dauer der Anuga im Messeboulevard Nord der Koelnmesse zu besichtigen. Der begleitende Katalog kann für 5,- € erworben werden.

(Quelle: Pressemitteilung der KölnMesse).

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Dienstag, Oktober 09, 2007

Blog und Podcast von der Frankfurter Buchmesse.

Welche Prominenz ist auf der Frankfurter Buchmesse? Welche außergewöhnlichen Veranstaltungen sollte man nicht verpassen? Antworten auf solche Fragen liefern die Blogger der Frankfurter Buchmesse. Sie sind in diesem Jahr zum zweiten Mal während der fünf Messetage vom 10. bis 14. Oktober 2007 auf dem Messegelände unterwegs und schreiben darüber, was sie auf ihren Streifzügen durch die Hallen sehen, hören, entdecken. Die aktuellen Einträge und Kurzbiographien der Blogger sind ab sofort nachzulesen unter: Blog. Der Blog ist bis nach der Messe aktiv.

Zum Hören gibt es in diesem Jahr zum zweiten Mal den täglichen Buchmesse-Podcast. Er erscheint jeden Tag gegen 16 Uhr und gibt einen unterhaltsamen Überblick über den vergangenen Messetag. Der Buchmesse-Podcast kann angehört und abonniert werden über: Podcast.

Sowohl den Buchmesse-Podcastern als auch den Buchmesse-Bloggern kann man auf der Messe bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen: Sie sind im neuen Web 2.0 Wohnzimmer in Halle 4.2 (Q 411) zu Hause. Die Buchmesse-Podcaster von earpaper.de haben dort ihr Podcast-Studio, in dem sie direkt vor Ort den täglichen Podcast produzieren. Außerdem führen sie Live-Interviews und geben in ihrer täglichen Podcast-Sprechstunde um 16.30 Uhr Tipps und Tricks rund um das junge Medium Podcast. Im Web 2.0 Wohnzimmer treffen sich auch die Blogger, um ihre Texte zu schreiben. Besucher haben die Möglichkeit, hier eigene Kommentare zum Buchmesse-Blog zu verfassen und in einer täglichen Sprechstunde um 14 Uhr allgemeine Fragen zum Thema Blog zu stellen.

Das Web 2.0 Wohnzimmer der Frankfurter Buchmesse ist ausgestattet mit Möbeln der Designer von e15 und wird mit Leuchten von serien.lighting ins rechte Licht gerückt.


(Quelle: Pressemitteilung der Frankfurter Buchmesse).

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Montag, Oktober 08, 2007

Medien 2.0.

Den ersten Vortrag, den ich mir am kommenden Mittwoch, am ersten Tag der Frankfurter Buchmesse, anhören werde, wird von Ehrhardt F. Heinold von Heinold, Spiller & Partner gehalten im Forum Innovation (Halle 4.2 P 421) um 10 Uhr über "Medien 2.0 - Die Internetrevolution". Er verspricht einen aktuellen Überblick zu den Umbrüchen, die die gesamte Medienlandschaft beschäftigen.


Mehr darüber: "Medien 2.0 - das Forum Innovation auf der Frankfurter Buchmesse", in: Das Blog zum Publishing-Business: Verlage, Medien, Internet, Web 2.0...

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Samstag, Oktober 06, 2007

Wechselgeld.

Bis zu welcher Menge an Münzen die Annahme von Kleingeld im Handel zumutbar ist, regelt das Münzgesetz bzw. die EG-Verordnung Nr. 974/98. In Paragraph 3 des Münzgesetzes heißt es zur Annahme- und Umtauschpflicht:
"(1) Niemand ist verpflichtet, deutsche Euro-Gedenkmünzen im Betrag von mehr als 100 Euro bei einer einzelnen Zahlung anzunehmen. Erfolgt eine einzelne Zahlung sowohl in Euro-Münzen als auch in deutschen Euro-Gedenkmünzen, ist niemand verpflichtet, mehr als 50 Münzen anzunehmen; dies gilt auch dann, wenn der Gesamtbetrag 100 Euro unterschreitet."
Muß man auch große Banknoten akzeptieren, z.B. wenn jemand einen Kaffee mit einer 500-Euro-Note zahlt? Der Bundesverband Deutscher Banken erklärt dazu:
"Als Grundregel gilt: Laden- und Tankstellenbesitzer, die die 500-Euro-Scheine nicht akzeptieren wollen, müssen – für ihre Kunden gut erkennbar – extra darauf hinweisen. Außerdem sollte der verwendete Geldschein in einem angemessenen Verhältnis zur gekauften Ware oder Dienstleistung stehen."
Mehr dazu: "Probleme mit 500-Euro-Scheinen?"

BRAU Beviale Abend 2007 im neuen Gewand.

Sie werden schon erwartet: von gut 1.400 Ausstellern der BRAU Beviale 2007 vom 14. bis 16. November im Messezentrum Nürnberg. Selbstverständlich haben Sie Ihren Besuch längst geplant, schließlich geht es ja um die in diesem Jahr wichtigste Messe Ihrer Branche. Aber was machen Sie am Donnerstag (15. November) nach Messeschluss? Sie wollen nach zwei turbulenten Messetagen richtig feiern, tanzen, Spaß haben oder doch lieber in aller Ruhe mit wichtigen Kunden das Gespräch weiterführen? Auf jeden Fall möchten Sie lecker essen und natürlich ein, zwei Bierspezialitäten genießen. All dies und vieles mehr bietet der neu konzipierte BRAU Beviale Abend.

Die wohl wichtigste Veränderung betrifft den Termin: Die Privaten Brauereien Bayern, ideeller Träger der Messe, laden 2007 am Donnerstag zum traditionellen BRAU Beviale Abend ein. Im festlichen Ambiente des CCN CongressCenter West verwöhnen großzügige Buffets mit internationalen Spezialitäten. Auf der Showbühne werden die Consumer Favourites des European Beer Star verliehen. Um den begehrten European Beer Star bewerben sich in diesem Jahr 575 Biere (+30 %!) aus 28 Ländern, darunter neben Deutschland auch Australien, Belgien, Brasilien, Finnland, Großbritannien, Japan, Litauen, die Mongolei, Peru, Rumänien, Russland, die Slowakei, Thailand, Tschechien oder die USA. Zur stilvollen Degustation der jeweils besten Biere in den 40 Kategorien lädt die European Beer Star Lounge.

Wichtig ist: Der BRAU Beviale Abend 2007 bietet jedem etwas: Dem nach zwei Messetagen noch immer Energiegeladenen: Tanz zur Musik von Boysnomore oder sportlichen Wettstreit beim Armbrustschießen und überdimensionalen Tischkicker. Auch für diejenigen, die es doch lieber ruhiger ausklingen lassen möchten, ist bestens gesorgt: in einer der Lounges oder an den Bier-Bars. Besucher reservieren für den BRAU Beviale Abend 2007 am 15. November am besten direkt vor Ort: während der Messetage an allen Infocountern im Messezentrum Nürnberg.

(Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

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Mittwoch, Oktober 03, 2007

Graefe und Unzer auf der Frankfurter Buchmesse.

Auf der Frankfurter Buchmesse vom 10. bis 14. Oktober 2007 werde ich sicher auch wieder dem Stand von Gräfe und Unzer einen Besuch abstatten. Mich interessieren dort Bücher und Autoren der Verlagsbereiche GU Kochen & Verwöhnen, TEUBNER Köche und HALLWAG Weinautoren.


GRÄFE UND UNZER ist Marktführer unter den deutschen Ratgeberverlagen. Im Ranking der gesamten deutschen Buchverlage rangiert er im vorderen Drittel. Verlegt werden Ratgeber zu den Programmbereichen Kochen & Verwöhnen, Partnerschaft & Familie, Körper & Seele, Leben & Lernen, Haus & Garten sowie Weinbücher.

Innovativ für die Buchbranche ist das Selbstverständnis des Verlages als Markenartikler mit exakt positionierten Marken wie GU, TEUBNER und HALLWAG.

Seit Frühjahr 2007 publiziert der Verlag auch Bücher unter dem Label "Gräfe und Unzer". Mit über 300 neuen Lizenzabschlüssen pro Jahr ist der GRÄFE UND UNZER Verlag einer der international erfolgreichsten Verlage deutscher Sprache. Der Verlag beschäftigt 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit 1990 gehört GRÄFE UND UNZER zur Hamburger GANSKE VERLAGSGRUPPE, gemeinsam mit dem JAHRESZEITEN VERLAG und HOFFMANN UND CAMPE.

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Dienstag, Oktober 02, 2007

Abschluss des neuen Entgelttarifvertrags fuer das Thueringer Hotel- und Gaststaettengewerbe.

Nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Tarifpartnern DEHOGA Thüringen auf Arbeitgeberseite und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten auf Arbeitnehmerseite liegt nunmehr ein neuer Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der Branche in Thüringen vor.

Nachdem die letzten Entgelterhöhungen am 01. April 2005 vereinbart worden waren, steigen die Entgelte der Beschäftigten zum 01. Oktober 2007 um 2,5 % und nochmalig zum 01. Juli 2008 um 2,2 %.

Die Laufzeit des Tarifvertrages ist vom 01. Juli 2007 bis zum 31. Dezember 2008. Für die Monate Juli, August und September 2007 erhalten alle Entgeltgruppen eine Einmal-Zahlung in Höhe von 100 Euro. Diese ist im Oktober fällig und wird mit dem Oktobergehalt verrechnet.

Besonderheiten des Tarifabschlusses gibt es dabei für die Bewertungsgruppe 1 sowie für Beschäftigte in Restaurants der Handels-, System- und Fast-Food-Gastronomie sowie bei Cateringbetrieben, dort wurden explizite Entgeltvereinbarungen getroffen. Ansonsten herrscht zwischen den Tarifparteien Einigkeit über den neuen Wirkungskreis des Entgelttarifvertrages für den Freistaat Thüringen.

Auch die Ausbildungsvergütung für die einzelnen Ausbildungsjahre wird zum 01. Oktober 2007 verändert. Auszubildende im 1. Ausbildungsjahr erhalten dann monatlich 350 Euro, im 2. Ausbildungsjahr werden 450 Euro gezahlt und im 3. Ausbildungsjahr erhalten die Auszubildenden 500 Euro.

Die jetzt getätigten Entgelterhöhungen wurden in Übereinstimmung beider Verhandlungsparteien in Verantwortung vor der gespannten wirtschaftlichen Situation der Branche und den Bedürfnissen der Arbeitnehmer erzielt.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).

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20000 Unterschriften gegen das Rauchverbot in Hamburg.

Die Hamburger "Rauchrebellen", das sind mehr als 300 Kollegen, die einer Initiative von Peter Engels vom "Goldbeker" in Buxtehude folgen, haben bereits 20.000 Unterschriften gegen das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie gesammelt: "Gastwirte sammeln 20 000 Unterschriften gegen Rauchverbot", in: Hamburger Abendblatt vom 2. Oktober 2007, und "Wirte wollen Volksentscheid", in: taz vom 8. September 2007.

10.000 geprüften Unterschriften genügen, damit sich laut Artikel 50 der Hamburger Verfassung die Hamburger Bürgerschaft (das Parlament des Bundeslandes Hamburg) noch einmal mit dem Rauchverbot beschäftigen muß.

Bleiben die Politiker uneinsichtig, wollen die Kollegen 62.000 Unterschriften für ein Volksbegehren gegen das Rauchverbot sammeln. Und das mitten im Wahlkampf. Am 24. Februar 2008 finden in Hamburg die Bürgerschafts- und die Bezirksversammlungswahlen statt.

Die FDP zittert um ihren Einzug in die Bürgerschaft. Laut der letzten Prognose liegt sie bei 4 Prozent und schleimt sich deshalb bei den Kollegen ein. Dies ist total unglaubwürdig, denn in anderen Bundesländern, wo die FDP an der Landesregierung beteiligt ist und ein gesetzliches Rauchverbot hätte verhindern können, hat sie dem Rauchverbot zugestimmt.

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Montag, Oktober 01, 2007

Messeblog der Lebensmittel-Zeitung.

Die Lebensmittel-Zeitung hat ein Blog zur Anuga gestartet: LZ Messeblog (via "Messeblog", in: Drinktank von Mario Scheuermann).

Im Beitrag "Nur über das Blog kann ein echter Dialog mit den Verbrauchern entstehen" interviewt Marco Kitzmann Friederike Ahler, verantwortlich für die Pressearbeit von Frosta über ihre Erfahrungen mit dem Frosta-Blog.

Die Lebensmittel Zeitung ist die führende Fach- und Wirtschaftszeitung der Konsumgüterbranche in Deutschland. Sie gehört zur Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, wie auch die Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung und diverse Fachzeitschriften für das Gastgewerbe.

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