Gastgewerbe Gedankensplitter



Montag, Dezember 31, 2007

Inserate integriert in Dateien vom Portable Document Format.

Nicht wenige Gastronomen stellen Speisekarten und andere Werbemittel online im Portable Document Format (PDF) zur Verfügung.

Zur Finanzierung von Speisekarten kann man unter anderem Inserate Dritter aufnehmen. Bei den Werbetreibenden kann es sich handeln
  • um Lieferanten, die zu einer Insertion mehr oder weniger genötigt werden, und diese Ausgabe als Vertriebskosten dem Kundenkonto zuschreiben, oder
  • um Lieferanten, die wirklich an einer werblichen Präsentation im Objekt interessiert sind, entweder im Hinblick auf eine Werbewirkung bei den Endverbrauchern oder im Hinblick auf andere Gastronomen, denen gegenüber das beworbene Objekt als Referenzobjekt dient.
  • Besonders imagestarke gastronomische Objekte können aber auch für Werbetreibende interessant sein, die in keiner Lieferbeziehung zu diesem Objekt stehen.
Man kann sich auch eines Dienstleisters bedienen, der (überregionale) Inserenten anwirbt:
  • Creative Menue Designs and Covers ist ein amerikanischer Anbieter unter anderem mit "kostenlosen" Speisekarten, die durch Anzeigen finanziert werden.
  • In Deutschland bietet z.B. die auf das Gastgewerbe spezialisierte Unternehmensberatung Coester & Schmidt einen solchen Service im Paket mit anderen Dienstleistungen an.
Auch wir refinanzieren die Speisekarte (PDF) unseres Café Abseits durch Insertionserlöse. Neudeutsch nennt man solche Insertionen gelegentlich "Co-Branding". Solche Werbung Dritter auf der Speisekarte wie auch im gastronomischen Objekt selbst paßt natürlich nicht zum Stil eines jeden Betriebs.

Seit November 2007 betreibt Yahoo einen Service, der in PDFs contentbezogene Inserate dynamisch einspielt und dem Contentanbieter Provisionserlöse bietet: "Yahoo to Serve Ads on Adobe PDF Documents" von Arnold Zafra, in: Search Engine News. Leider ist dieser Service vorerst auf Anbieter englischsprachiger Inhalte in den USA beschränkt.

Um ihn zu nutzen, muß man sich
  • registrieren,
  • die Datei im PDF hochladen
  • Man erhält eine modifizierte PDF, die man seinen Besuchern zum Download anbietet oder etwa als PDF-Newsletter versendet. Ein Beipiel, wie so etwas aussehen kann.
  • Jedes Mal, wenn diese PDF angezeigt wird, werden inhaltsbezogene Anzeigen dynamisch dem Inhalt zugeordnet. Man kann z.B. die Werbung von Wettbewerbern ausschließen.
Mehr über die technischen Details: "Ads for Adobe PDF" von Adobe.

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ArGe niedersaechsischer Gastwirte.

Die Arbeitsgemeinschaft niedersächsischer Gastwirte wurde am 09.11.2007 von acht Gastronomen in Delmenhorst gegründet. Es gibt bereits 51 Mitglieder. Sprecher ist der Kollege Peter Willenbrock von der Gaststätte "Baristo" in Delmenhorst.

Zielgruppe sind alle Gastronomen, Getränkevertriebe, Tabaklieferanten, Automatenaufsteller etc. die durch die Existenzgefährdung der Gastwirte mittelbar und unmittelbar betroffen sind und die Ziele der Arbeitsgemeinschaft unterstützen wollen - dies können sowohl natürlich als auch juristische Personen sein.

Vorrangig dient sie dem Kampf für Ausnahmeregelungen in der Nichtraucherschutz-Gesetzgebung in Niedersachsen. Weitere Ziele:
  • Koordination der Verfassungsbeschwerde gegen das Nichtraucherschutzgesetz und die Durchführungsbestimmungen der Lände in Zusammenarbeit mit dem Deutschem Hotel- und Gaststättenverband,
  • die Erzielung von Ausnahmeregelungen für Mitglieder,
  • die Förderung und Koordination von Volksinitiativen und
  • die werbliche Unterstützung von "Rauchergaststätten".

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Sonntag, Dezember 30, 2007

Wir haben die Wahl.

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband hat drei Plakatmotive zum Download bereitgestellt, mit denen man seine Gäste über das ab dem 1. Januar 2008 in Bayern geltende gesetzliche Rauchverbot informieren kann.

Auf einem der drei Plakatmotive heißt es: "Wir haben keine Wahl". Tatsächlich jedoch finden am 2. März 2008 in Bayern Kommunalwahlen statt. Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) hat dazu aufgerufen, keine Wahlversammlung der CSU in einem bayerischen Wirtshaus mehr zu dulden.

Weiter heißt es wahrheitswidrig auf diesem Plakat:
"Mit dem generellen Rauchverbot ab 1. Januar 2008 in Bayern hat der Gesetzgeber die EU-Vorgaben umgesetzt!
Wenn dem so wäre, würde z.B. die spanische Lösung, wonach sich Gaststätten mit bis zu 100 Quadratmeter Gastraumfläche entscheiden dürfen, das Rauchen zu dulden, rechtswidrig und auch alle anderen Bundesländern hätten rechtswidrige Lösungen beschlossen. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Umsetzung des gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie Spaniens".

Im Unterschied dazu liest sich das BHG-Info Rauchverbot (PDF) geradezu aufrührerisch. So versucht sich der Verband an einer juristischen Definition, was denn eine "geschlossene Gesellschaft" sei - leider ohne diese Definition zu belegen:
"Eine geschlossene Gesellschaft setzt einen festen und nicht durch Dritte erweiterbaren Personenkreis voraus, der in einem abgetrennten Raum oder in der gesamten Gaststätte eine Geburtstags-/ Hochzeits-/ Weihnachts-/ Betriebsfeier etc. durchführt. Gehen Mitglieder eines Kegelvereins in der von der Gaststätte räumlich abgetrennten Kegelbahn ihrem Hobby nach, so bildet auch dieser Personenkreis eine geschlossene Gesellschaft, wenn daran nur Vereinsmitglieder oder geladene Gäste teilnehmen dürfen (Gästeliste!). Hier gelten für Gaststätten und Vereinsheime dieselben Voraussetzungen. Vereinsheime sind grundsätzlich keine öffentlichen Gebäude, auch wenn sie staatliche Zuschüsse erhalten. Es kommt beim Rauchverbot allein darauf an, ob die Vereinsheime öffentlich zugänglich sind, d. h. ob Nichtmitglieder Zugang haben.

In Einzelfällen kann es durchaus sinnvoll sein, dass der Wirt die Gründung eines Vereins durch seinen Stammtisch anregt. Ein solcher von Gästen gegründeter Verein kann dann auch problemlos als rechtsfähiger Verein in das Vereinsregister eingetragen werden.

Eine Checkliste für ein Gründungsprotokoll und eine Mustersatzung können Sie bei Ihrer Bezirksgeschäftsstelle anfordern."
Wieso die BHG der Auffassung zuneigt, ein Verein als Veranstalter einer geschlossenen Gesellschaft müsse ein eingetragener Verein sein, wird nicht begründet und ist auch nicht nachvollziehbar. Im Gesundheitsschutzgesetz gibt es dafür keinen Anhaltspunkt. Auch nicht eingetragene Vereine können durchaus geschlossene Veranstaltungen durchführen. Selbst die Gründungsversammlung eines Vereins, auf der naturgemäß die Gründung erfolgt und danach weitere Mitglieder zu den Gründungsmitgliedern stoßen können, kann eine geschlossene Veranstaltung durchführen. Und die Gründung eines nicht eingetragenen Vereins ist anmelde- und genehmigungsfrei und zudem geschützt durch Artikel 9 des Grundgesetzes. In nicht eingetragenen Vereinen kann es schriftliche Listen der Mitglieder geben, aber das muß nicht sein. Seine Gründung ist grundsätzlich formfrei. Ein Gründungsvertrag kann deshalb auch mündlich abgeschlossen werden.

In der enthaltenen FAQ wird ausgeführt:
"Von besonderen Einzelfällen abgesehen, ist es oft nicht sinnvoll, sofort nach der Polizei zu rufen."
Da muß ich heftigst widersprechen. Ich rate dringend dazu, in jedem Fall sofort die Polizei zu alarmieren und diesen Anruf zu dokumentieren. Machen Sie sich nicht freiwillig zum unbezahlten Raucherpolizisten, sondern geben Sie den Schwarzen Peter an den Staat zurück.

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Samstag, Dezember 29, 2007

Kommunale Ordnungsaemter in Hessen verhaengen willkuerlich Bussgelder oder auch nicht.

Über höchst unterschiedliche Kontrollintensitäten in hessischen Kommunen berichtet Ira Schaible in ihrem Artikel "Kneipen straucheln, Nichtraucher frohlocken", in: Frankfurt Rundschau vom 29. Dezember 2007:
  • In Taunussstein sei eine Kollegin mit einem Bussgeld in Höhe von 845 Euro belästigt worden, die man angeblich rauchend in ihrem Lokal erwischt hat.
  • In Frankfurt am Main muß man sich schon gehörig anstrengen für sein Bußgeld. Ein gastronomisches Unternehmen mit drei Betrieben sei zu einem Ordnungsgeld in Höhe von jeweils 270 Euro verdonnert worden, weil man angeblich Schilder mit der Aufschrift, in diesen Betrieben dürfe weiter geraucht werden, aufgehängt habe.
  • Keine Sanktionen gäbe es jedoch in Frankfurt am Main zu vermelden, wenn Wirte das Rauchverbot einfach ignorieren würden.
Leider enthält der Artikel keinen Hinweis darauf, ob die kriminalisierten Kollegen gegen diese Bussgelder bzw. Ordnungsgelder vor Gericht ziehen. So stellt sich bei irgendwelchen Schildern immer die Frage, ob sie wirklich von dem Gastronomen aufgehängt worden sind oder ohne Wissen des Kollegen von einem unbekannten Dritten, der dem betroffenen Betrieb schaden will oder aus reinem Schabernack.

Die Höhe eines Bussgeldes hat sich danach zu bemessen, welchen wirtschaftlichen Vorteil man durch die Begehung einer Ordnungswidrigkeit einheimst. Nun verkünden aber die zuständigen Gesundheitsministerien der Bundesländer unisono, es seien nach Inkrafttreten eines Rauchverbots in der Gastronomie keine Umsatzverluste zu erwarten. Vielmehr würden nichtrauchende Gäste in Massen die Gastronomie stürmen, um endlich rauchfrei Speisen und Getränke zu konsumieren. Allzu hoch kann der wirtschaftliche Vorteil, nach dem das Bussgeld bzw. Ordnungsgeld zu bemessen ist, dann ja nicht sein. Eigentlich müßten nach dieser Logik die Gastronomen, die das Rauchverbot ignorieren, sogar noch Geld ausbezahlt bekommen, weil sie die Massen der nichtrauchenden Gäste verprellen...

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Schlemmerreise Alpen.

Der österreichische Fernsehkanal ORF wiederholt Folgen der kulinarischen Dokumentationsserie "Schlemmerreise Alpen" des Bayerischen Fernsehens aus dem Jahre 2005. Am 1. Januar 2008 ab 9.05 Uhr ist zum Beispiel die 8. Folge "Von Appenzell ins Bündner Land" zu sehen.

Filmautor und Produzent ist Werner Teufl. Lesen Sie ein Interview mit Werner Teufl von Jürgen Berens. Folgen dieser Serie werden auch vom Bayerischen Fernsehen gezeigt, jeweils mittwochs ab 19.00 Uhr (Wiederholung donnerstags um 12.55 Uhr).

Diese Serie ist auch auf sieben Videokassetten erhältlich.

Ob Deutschland, Österreich oder Schweiz - das Begleitbuch zur gleichnamigen BR-Sendereihe präsentiert die leckersten Seiten des alpinen Schlaraffenlandes. Die Tour führt in 15 Etappen durch Bayern, Österreich und die Schweiz - kurz: in ein alpines Schlaraffenland für Gourmets, Abenteuerlustige und Kulturbegeisterte. Zum Nachreisen empfiehlt sich das Begleitbuch mit Wissenswertem aus Geschichte, Kunst und Kultur, Ausflugs-Tipps, Empfehlungen, Terminen und Adressen... Und für alle, die sich dieses alpine Schlaraffenland zunächst an den heimischen Herd zaubern wollen, hält das Buch mit seinen zahlreichen Rezepten ungeahnte Gaumenkitzel parat: Kürbisrahmsuppe mit gebratener Weißwurst, Salzburger Nockerln, Tafelspitz, Wildererpfandl, Ennstaler Roggenkrapfen, Almraungerl, Erdbeerschmarrn, Chügelipastete....

Freitag, Dezember 28, 2007

Wer zahlt, schafft an.

Wie schlichtet ein Gastronom einen Streit zwischen einem nicht rauchenden und einem rauchenden Gast? Die marktwirtschaftliche Lösung ist es, demjenigen Recht zu geben, der die größere Zeche macht.

Im Zeitungsartikel "Dicke Luft in Berliner Kneipen" von Annette Kögel, in: Tagesspiegel vom 28. Dezember 2007, wird Klaus-Dieter Richter vom Restaurant Kolk, Vizepräsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin und Vorsitzender der Fachgruppe Gastronomie, mit folgenden Äußerungen zitiert:
  • Bis zu 80 Prozent der 6500 Gastronomiebetriebe in Berlin hätten nur einen einzigen Raum. Dem Verband seien bislang kaum Betriebe mit nur einem Gastraum bekannt, die diesen baulich geteilt hätten, um einen Extra-Raucherraum zu schaffen.
  • Die Mehrzahl der Wirte setze darauf, dass die unterbesetzten Ordnungsämter kaum Personal für Kontrollen hätten.
  • Die Gastronomen würden ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe abwarten.
Auf die Frage angesprochen, was ein Gastronom machen werde, wenn es einen Streit zwischen einem Raucher und einem Nichtraucher gebe, votierte Richter für die marktwirtschaftliche Lösung.

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Tabakrauch am Arbeitsplatz in der Gastronomie: Gesundheitsrisiken?

Wenn man den Befürwortern eines gesetzlichen Rauchverbots Glauben schenken könnte, müßten die Mitarbeiter in der Gastronomie, die im Service arbeiten, an Lungenkrebs und anderen Krankheiten infolge einer Passivrauchbelastung sterben wie die Fliegen. Doch dem ist nicht so.

Am 23. und 24. Oktober 2007 veranstaltete die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten gemeinsam mit der Universität Mannheim das internationale Symposium "Tabakrauch am Arbeitsplatz - Gesundheitsrisiken und Kausalität". Zahlreiche Experten nahmen daran teil und ermöglichten es, den aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Passivrauchproblematik darzustellen. Die Vorträge können heruntergeladen werden.

Prof. Dr. med. R. Grieshaber von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten kommt zu dem Schluß:
"Dass im Vergleich mit Versicherten anderer Gewerbe die Erkrankungsursache Passivrauch bei den Exponierten der Gastronomie gegenüber Nichtexponierten keine Rolle spielt, wird politisch einen Erdrutsch auslösen oder einfach ignoriert werden. Der Nachweis, dass es sich anders verhält als bisher angenommen kann jedoch geführt werden."
Quelle: "Bewertung arbeitsbedingter Erkrankungen mittels Kennziffern und Expertisen" (PDF) von Prof. Grieshaber.

Siehe dazu auch "Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) bestätigt ihre Aussagen zur Passivrauchproblematik. Erläuterungen zur Stellungnahme des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle zur Pressemitteilung der BGN vom 26.10.2007" (PDF).

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Donnerstag, Dezember 27, 2007

Des Spiegels Dollar-Tick.

"Google verprellt Blogger mit Dollar-Trick", in: Spiegel vom 25. Dezember 2007.

Google würde nur dann von einer Dollarabwertung profitieren, wenn zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Inserenten per Google Adwords ihre Anzeigen in Euro zahlen, und dem Zeitpunkt, an dem die Affiliates von Google Adsense ihre Beteiligung an den Einnahmen erhalten, der US-Dollar an Wert verliert. Doch dies ist unwahrscheinlich, denn beide Abrechnungen (von Google AdSense und Google AdWords) erfolgen monatlich im Nachhinein. Google erhält die Umsatzerlöse aus Google Adwords im jeweils folgenden Monat. Die Affiliates von Google Adsense erhalten ihr Umsatzbeteiligung ebenfalls im Folgemonat. Es geht folglich, wenn überhaupt, nur um Kursgewinne aus der Kursänderung weniger Tage.

Änderungen des Werts von US-Dollar, ausgedrückt in Euro, sind historisch gesehen, aber eher als zufällig anzusehen und gehen mal in die eine, mal in die andere Richtung, zumindest gibt es keine Theorie, die diese Schwankungen gut erklärt. Wer sich vor dem geringen Währungsrisiko schützen möchte, kann sich theoretisch dagegen absichern. Ein solches Kurssicherungsgeschäft wäre aber angesichts der geringen absoluten Beträge, um die es geht (zumindest für den einzelnen Affiliate), des geringen Zeitabstands zwischen Insertion und Zahlung und dem in diesem Zeitintervall nur geringen Kursrisiko lächerlich.

Auch die Kritik an den Erlösen von Google AdSense für Affiliates geht daneben. Anzeigennetzwerke erfüllen den Zweck, freie Anzeigenflächen, die nicht teurer, etwa direkt, vermarktet werden können, pauschal loszuschlagen. Die damit zu erzielenden Erlöse liegen naturgemäß immer am unteren Rande der erzielbaren Einnahmen, denn für weniger Geld würde man direkt keine Anzeigen akzeptieren. Eine optimale Vermarktung von Anzeigenflächen erfolgt in zwei Schritten:
  • Möglichst viel teuer und direkt verkaufen.
  • Restflächen über ein Anzeigennetzwerk losschlagen.
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Rauchverbot in Berlin: Kontrollen nur en passant.

Die Berliner Gesundheitsverwaltung hat laut dem Artikel "Rauchverbot wird ein halbes Jahr nicht geahndet", in: Berliner Morgenpost vom 27. Dezember 2007, bestätigt, daß zur Überprüfung des gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie kein neues Kontrollsystem geschaffen werde.
"Vielmehr soll bei bereits bestehenden Kontrollen zu Gesundheitsschutz und Hygiene auch auf die Einhaltung des Nichtraucherschutzgesetzes geachtet werden."
Kommentar: Praktisch bedeutet dies, daß die Lebensmittelaufsicht diese Kontrollen nebenbei erledigen soll. Diese sind jedoch bereits mit der Erfüllung ihrer Kernfunktionen überfordert. Stichwort: Gammelfleisch.

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IHK wendet sich gegen weitere Einschraenkungen für Raucher.

In einem Schreiben an die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger setzen sich die hessischen Industrie- und Handelskammern noch einmal für verschiedene Änderungen bei den Vorkehrungen zum Raucherschutz ein. Besonders betroffen davon sind die Einraumgaststätten, die nicht die Möglichkeit eines Raucherbereiches in einem Nebenraum haben. Viele von diesen Gastronomen, so hat die IHK Kassel in einer Umfrage festgestellt, sind akut existenzgefährdet. Um einem weiteren Einbruch der Umsätze in der Gastronomie durch das Nichtraucherschutzgesetz beziehungsweise der Existenzgefährdung etlicher Gaststätten entgegenzuwirken, haben die hessischen Industrie- und Handelskammern eine Reihe von Forderungen erhoben, die sie der Ministerin vorlegten.

Neuerlicher Anlass der Initiative waren Erlasse des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und des Hessischen Sozialministeriums vom 12. Dezember, in denen verfügt wird, dass Raucherräume nicht mit einer eigenen Schankanlage ausgestattet werden dürfen. Hiergegen protestieren die hessischen Industrie- und Handelskammern sehr klar und eindeutig.

So sei im Sinne der Gewerbefreiheit und des freien Wettbewerbs das Hessische Nichtrauchergesetz dahingehend zu ändern,
"dass Einraumgaststätten eine Wahlmöglichkeit eingeräumt bekommen, ob sie ihren Gästen das Rauchen untersagen oder erlauben wollen. Diese Wahlmöglichkeit muss in Verbindung mit einer Kennzeichnungspflicht, ob Raucher- oder Nichtrauchergaststätte, erfolgen."
Weiterhin sei
"von einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie abzusehen. Dies würde einerseits zu noch höheren Umsatzeinbußen führen, andererseits die bisher getätigten Investitionen der Gastronomen im Zusammenhang mit dem Nichtraucherschutzgesetz, obsolet werden lassen, was im Sinne der Investitionssicherheit von unserer Seite abgelehnt wird"
heißt es im Brief an die Ministerin. Schließlich verlangen die IHK-Verantwortlichen
"klare und praktisch umsetzbare Richtlinien zu formulieren, die Rechtssicherheit gewähren. Diese müssen bindend für die Arbeit der Ordnungsämter sein."
(Quelle: Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer Kassel).

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Rauchverbot bedroht Existenzen.

Was bisher nur zu vermuten war, hat eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Kassel unter 1400 Gastronomen der Region nun bestätigt: Das neue Nichtraucherschutzgesetz führt zu massiven Umsatzeinbußen und bedroht die Existenz vieler Betriebe. Sven Sänger, verantwortlich für die Durchführung der Befragung, sagte dazu:
"Die Mehrheit der Befragten ist nicht für eine Abschaffung des Gesetzes, sondern fordert Nachbesserungen im Sinne einer Wahlfreiheit für die kleinen Gaststätten, ob Raucher- oder Nichtrauchergastwirtschaft."
Damit, so Sänger weiter, könne man nicht von einer grundsätzlichen Ablehnung gegen den Nichtraucherschutz sprechen. Vielmehr sei es offensichtlich eine Frage der politischen Vorgehensweise gewesen, die Folgen des allgemeinen Rauchverbotes bereits im Vorfeld besser kalkulieren zu müssen.

Rund einem Drittel der Antwort gebenden Befragten fällt es schwer die Folgen des Rauchverbotes zu kompensieren. Sie gaben an seit Beginn des Verbotes Anfang Oktober über 25 Prozent Umsatzeinbußen erlitten zu haben. Bei 15 Prozent der Befragten waren es sogar über 50 Prozent minus! Über die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die Umsätze weiter sinken werden und nur ein kleiner Teil (5 % der Befragten) rechnet mit steigenden Umsätzen. Die dramatische Nachricht jedoch, die sich im Zahlenwerk der IHK-Experten verbirgt, dass sich viele Kneipenbetreiber durch die Umsatzeinbußen in der nächsten Zeit zur Geschäftsaufgabe gezwungen sehen. Die Tatsache, dass über ein Drittel der Befragten investieren mussten oder müssen, um einen Nichtraucherbereich zu schaffen, trägt über dies nicht zu besseren Ergebnissen bei.
"Über diese Zahlen wird zu reden sein"
stellt denn auch IHK-Geschäftsführer Ulrich Spengler fest und stellt in Aussicht auf die Landesregierung zuzugehen, um zur Vermeidung von Insolvenzen und Arbeitsplatzverlusten eine Änderung des Gesetzes zu bewirken.

(Quelle: Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer Kassel).

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Mittwoch, Dezember 26, 2007

Gastronomen befuerchten negative Folgen zum Nichtraucherschutzgesetz.

Zu den zu erwartenden Auswirkungen für ihr Unternehmen durch das Sächsische Nichtraucherschutzgesetz, welches am 1. Februar 2007 in Kraft tritt, wurden durch den DEHOGA Sachsen 500 sächsische gastgewerbliche Unternehmen befragt. 49 % erwarten negative Folgen und Umsatzverluste, nur 10 % gehen von Umsatzsteigerungen aus. Langfristig sehen 53 % durch das Rauchverbot eine weitere negative Geschäftsbeeinflussung, welche neben Einbußen weitere Mitarbeiterentlassungen bis hin zur Existenzgefährdung erbringen wird. 72 % der Unternehmen hätten stattdessen eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht vorgezogen, die es gerade "Ein-Raum-Betrieben" gestattet hätte, ihre Gaststätte als Raucher- oder als Nichtraucherlokal zu führen.

Laut durchgeführter Umfrage würden 43 % der Gäste ein gesetzliches Rauchverbot nicht befürworten aber vor allem erwarten 67 % der Unternehmen nun Probleme mit Anwohnern durch rauchende Gäste auf der Straße. Besonders negativ stehen viele Kleinunternehmen mit einem Gastraum und die Diskotheken zum sächsischen Gesetz, welche keinerlei räumliche Möglichkeit für rauchende Gäste einrichten können.

Das Sächsische Nichtraucherschutzgesetz sorgt nach wie vor für hohe emotionale Wellen im Gastgewerbe. Auch wenn laut Umfrage 10 % Umsatzsteigerungen und 14 % langfristig eine positive Auswirkung auf ihr Geschäft erwarten, sieht doch jedes zweite Unternehmen negative Folgen. Besonders negativ betroffen sehen sich die vielen kleinen Gaststätten auf dem Lande oder im Wohngebiet, Bars, Cafés, Nacht-, Szene- und Erlebnislokale, welche keinen als Ausnahme genehmigten abgetrennten Raucherraum einrichten können.

Fast jeder zweite dieser besonders betroffenen Unternehmenstypen befürchtet einen massiven Rückgang an Stammgästen, an Verweildauer der Gäste und erwartet Konsequenzen bis hin zur Mitarbeiterentlassung oder sogar Existenzaufgabe für sein Haus. Auch die Ungleichbehandlung der Diskotheken, welche in Sachsen im Unterschied zu anderen Betriebsarten keine Nebenräume für Raucher anbieten dürfen, wird massiv kritisiert. Im verbalen Teil der Umfrage wird mit großem Abstand am meisten von Unternehmen heftig kritisiert, dass der Gesetzgeber hier den privaten Unternehmer in seinem eigenen Unternehmen bevormundet und einschränkt und in seine verfassungsrechtlich geschützte unternehmerische Entscheidungsfreiheit unverhältnismäßig eingreift.

Wenn 32 % der Befragten langfristig keine negativen Auswirkungen für sich sehen, dann sind dies zum einen schon viele Nichtraucherlokale, welche freiwillig diese Angebote geschaffen haben und dieses Thema auch weiterhin durch Freiwilligkeit und vom Markt geregelt haben möchten. Zum anderen sind hier auch viele Restaurants mit mehreren Räumen zu sehen, welche sich mit räumlich getrennten Angeboten sowohl auf Raucher wie Nichtraucher einstellen können.

Die vom DEHOGA immer geforderte Kennzeichnungspflicht, wie sie auch in Spanien für kleine Gaststätten gilt und den Gastronomen ermächtigt, selbst für sein Haus zu entscheiden, hätten auch in Sachsen 72 % der Unternehmen klar für besser befunden. Allerdings sind auch 18 % für ein komplettes ausnahmsloses Rauchverbot.

In vielen Umfrageantworten kommen massive Befürchtungen kleiner Unternehmen zum Ausdruck, so wie diese sich jetzt bereits in den Bundesländern mit schon gültigen Nichtraucherschutzgesetzen wie Baden-Württemberg, Niedersachsen oder Hessen in der Praxis deutlich zeigen. Dies betrifft auch die Frage nach zu erwartenden Problemen mit Anwohnern durch rauchende Gäste vor dem Lokal. 67 % der Unternehmen sehen dies auf sich zukommen. Viele kleine Miet- und Pachtobjekte in Wohnhäusern im Innenstadtbereich erwarten Anwohnerprobleme hinsichtlich Lärm, Sauberkeit und Alkohol, wie das in den vorgenannten Bundesländern bereits stark der Fall ist. Auch massive "Aufläufe" von Rauchern vor Diskotheken werden ihre Negativwirkung nicht verfehlen.

Viele Unternehmen äußern in der Umfrage heftiges Unverständnis, dass ihre branchentypischen Belange und praktischen Aspekte, rechtliche und verfassungsrechtliche Bedenken aber auch viele schon bestehende freiwillige Nichtraucherlösungen keinerlei Zugang zu den politischen Entscheidungsträgern gefunden haben. Deshalb wird von diesen gastgewerblichen Unternehmen auch sehr nachdrücklich das Vorhaben des DEHOGA und aller Landesverbände unterstützt, diese Nichtraucherschutzgesetze einer verfassungsrechtlichen Überprüfung mit Verfassungsbeschwerde zuzuführen.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Sachsen).

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Dienstag, Dezember 25, 2007

Vage Antworten des Gesundheitsministeriums auf Fragen zum Rauchverbot.

Das Gesundheitsministerim des Landes Nordrhein-Westfalen hat mit Datum vom 21. Dezember 2007 erste Antworten auf Fragen zum Nichtraucherschutz (PDF) gegeben, veröffentlicht auf der Website des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein-Westfalen.

Ein paar der Antworten sind nicht nur für die Kollegen in Nordrhein-Westfalen interessant, weil das Ministerium sich darin versucht, juristisch nicht definierte Begriffe zu definieren, wie sie dummerweise auch in Raucherdrangsalierungsgesetzen anderer Bundesländer verwendet werden:
"Wie wird geschlossene Gesellschaft definiert?

Unter einer geschlossenen Gesellschaft versteht man in der Gastronomie die Buchung aller Räume oder eines Raums einer Gaststätte, bei der der Veranstalter darüber entscheidet, wer Zugang hat. Persönliche Beziehungen zwischen dem Veranstalter und den Gästen, etwa familiäre Bande, Arbeitsverhältnisse oder Vereinsmitgliedschaften sind nicht maßgebend. Auch 'öffentliche Versammlungen' wie Parteiveranstaltungen und Podiumsdiskussionen können geschlossene Gesellschaften sein."
Mit einer solchen weiten Definition können wohl viele Kollegen leben und ihre Gäste rauchen. Ich möchte das Augenmerk darauf lenken, daß es demnach nicht erforderlich ist:
  • daß der Veranstalter die Zeche zahlt,
  • daß der Veranstalter eine Raummiete entrichtet oder sich zu einem Mindestumsatz verpflichtet.
  • daß Veranstalter und Gastronom verschiedene Personen snd.
Faktisch genügt es, wenn jemand bezeugt,
  • daß er den Raum reserviert hat
  • alle Anwesenden nach seinem Willen sich aufhalten dürfen
  • nach seinem Willen (und des Gastronomen, der Hausrecht hat) rauchen dürfen.
Zum Thema "Raucherclub" bleibt das Ministerium erstaunlich vage:
"Wie ist ein Raucherclub definiert?

Raucherclubs sind Vereine oder Gesellschaften, deren ausschließlicher Vereinszweck der gemeinschaftliche Konsum von Tabakwaren ist.

Thema Raucherclubs - was sind die Voraussetzungen zur Gründung? Bedarf es einer Mitgliedschaft im vereinsrechtlichen Sinne?

Zur Gründung von Raucherclubs werden im Nichtraucherschutzgesetz keine Aussagen gemacht. Diese richtet sich nach den Regeln des Vereinsrechtes.

Thema Raucherclubs - was ist unter der Beschreibung 'ausschließlicher Zweck' in diesem Zusammenhang zu verstehen? Darf in einem Raucherclub also nur geraucht oder auch getrunken und gegessen werden?

Vereinszweck ist der gemeinschaftliche Konsum von Tabakwaren. Die Verabreichung von Speisen und Getränken in kleinerem Umfang ist möglich."
Dazu nur ein paar Anmerkungen:
  • Was soll "Verabreichung von Speisen und Getränken in kleinerem Umfange" heißen? Das Ministerium versucht sich dummerweise darin, eine qualitative Unterscheidung ("ausschließlicher Vereinszweck"), die auf die Intention der Besucher gerichtet ist, zu messen an dem, was sie tun (rauchen, essen und trinken) und essen und trinken dann auch noch quantitativ zu messen. Wenn man diesen Blödsinn für bare Münze nehmen würden, dürfte man Getränke nur noch in kleinen Gläsern und dazu Miniportionen von Speisen verabreichen. Aus Bamberger Sicht kann ich dazu nur vermerken, daß in Nordrhein-Westfalen Bier ja ohnehin nur in Fingerhüten (0,1 l- und 0,2 l-Glästern) ausgeschenkt wird statt in Seidla (0,5 l) und Literkrügen.
  • Mit dem Vereinsrecht kompatibel ist es auch, Vereine nicht ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Auch nicht eingetragene Vereine sind Vereine genauso wie Vereine, deren Gründung beschlossen, aber noch nicht beantragt worden ist und deren Eintragung im Vereinsregister noch nicht erfolgt ist. Das Vereinsrecht zwingt keinen nicht eingetragenen Verein sich einzutragen. Die Unterscheidung eingetragener und nicht eingetragener Verein hat im Wesentlichen nur die Folge einer Haftungsbegrenzung, die aber bei Vereinen ohne bzw. mit nur geringem Budget praktisch keine Rolle spielt.
Das Ministerium äußert sich auch zur Frage, was die Pflichten eines Gastronomen sind:
"Der Wirt hat am Eingang wie gesetzlich geregelt ein Rauchverbotsschild angebracht. Es wird trotzdem geraucht. Welche Voraussetzungen muss ein Wirt erfüllen, um seinen gesetzlichen Verpflichtungen gerecht zu werden?

Der Inhaber oder die Inhaberin des Hausrechts ist in weitem Umfang für die Anordnung und Durchsetzung von Rauchverboten zuständig. Hierzu gehört etwa das Auffordern, das Rauchen zu unterlassen oder ein Verbot des Besuchs der Gaststätte. Gegebenenfalls kann das Ordnungsamt oder die Polizei gerufen werden."
"In weitem Umfange" - diese Formulierung ist keine Antwort sondern ministerielle Kacke. Es reicht laut Ministerium - anders kann die Formulierung "oder" zwischen den drei Möglichkeit, zum Rauchverzicht aufzufordern oder die Polizei oder das Ordnungsamt zu rufen, logischerweise nicht interpretiert werden - aus, den Raucher einmalig aufzufordern, das Rauchen einzustellen. Falls der Gast dieser Aufforderung nicht Folge leistet, rate ich dazu, sofort die Polizei zu alarmieren. Die Sesselfurzer der kommunalen Aufsichtsämter haben, wenn unsere Mitarbeiter und wir Gastronomen abends, nachts und an den Wochenenden arbeiten, meist schon die Kelle fallen lassen. Die Polizei wird sich fast immer nicht sehen lassen. Doch das ist nicht das Problem des Gastronomen. Geben Sie den Schwarzen Peter an den Staat zurück!

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Schoefferhofer Weizen waechst 2007 um mehr als 50 Prozent.

Frankfurt, 18. Dezember 2007. Schöfferhofer Weizen, die urbane Weizenbiermarke, bricht im Jahr 2007 trotz eines grundsätzlich rückläufigen Biermarktes und eines verschärften Wettbewerbs im Weizenbiersegment alle Rekorde: Das Weizen, das länger prickelt, als man trinkt, übertraf schon zu Beginn des Monats Dezember die 500.000-hl-Marke - und wuchs damit gegen den eindeutigen Markttrend um mehr als 50 Prozent. Damit entschieden sich die Konsumenten insgesamt 100 Millionen Mal für eine Flasche aus dem Sortiment von Schöfferhofer Weizen oder umgerechnet 5 Millionen Mal für einen Kasten des Weizens, das "so schön hat geprickelt..."
"Das ist ein Markenwachstum, das im schwierigen deutschen Biermarkt 2007 wohl kein zweites Mal vorkommt"
zeigt sich auch der zuständige Marketing Manager Jörg Peter begeistert von der Entwicklung des etwas "anderen" Weizens – ganz ohne Lederhosen- und Dirndlzwang.
"Wir wussten, dass die Marke Schöfferhofer richtig viel Potential hat – und dass das Jahr 2007 das Jahr der Marke Schöfferhofer werden kann. Mit diesem wirklich ungewöhnlichen Erfolg unserer Marke und diesem beeindruckenden Hektoliter-Zuwachs haben aber selbst wir im Hause Schöfferhofer nicht gerechnet."
Die Marke wächst dabei im gesamten Portfolio. Einer der Motoren war sicherlich die große Innovation der Marke, Schöfferhofer Grapefruit, der erste nationale Weizenbiermix, der sich als Senkrechtstarter im dynamischen Mischgetränkemarkt erwies: So erhielt das 2007 gelaunchte Mischgetränk gerade als "erfolgreichste Produktinnovation im deutschen Biermarkt" den BESTSELLER der Zeitschrift "Rundschau für den Lebensmittelhandel", einen der renommiertesten und begehrtesten Innovationspreise des Lebensmittel- und Getränkemarktes.

Aber auch alle anderen Sorten der Dachmarke wuchsen im laufenden Jahr deutlich:
  • Schöfferhofer Hefeweizen,
  • Schöfferhofer Kristallweizen,
  • Schöfferhofer Dunkles Hefeweizen und
  • Schöfferhofer Hefeweizen Alkoholfrei
blicken auf ein rundum erfolgreiches Wachstumsjahr 2007 zurück. Beliebtester Vertreter der Marke Schöfferhofer ist dabei das naturtrübe Schöfferhofer Hefeweizen, gefolgt von Schöfferhofer Grapefruit und Schöfferhofer Kristallweizen.

(Quelle: Presemitteilung der Radeberger Gruppe).

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Umsatzverluste wegen Rauchverbot in Spielbanken.

Die Spielbanken in Baden-Württemberg, wo seit dem 1. August 2007 ein gesetzliches Rauchverbot gilt, rechnen im Jahre 2007 mit Umsatzverlusten von 7 Prozent: "Spielbanken in der Region leiden unter Rauchverbot - Man rechne mit rund sieben Prozent Umsatzeinbußen" , in: ISA-Casinos vom Dezember 2007.

Wenn man den Verlust von 7 Prozent per anno, den das Rauchverbot in den 5 Monaten des Jahres 2007 bewirkt hat, hochrechnet, würde sich in zwölf Monaten mit Rauchverbot, etwa 2008, ein Verlust von 16,8 Prozent ergeben, also eine Größenordnung, wie sie sich auch in Kneipen in den Ländern, in denen ein gesetzliches Rauchverbot eingeführt worden ist, ergeben hat.

Das Spielcasino in Kassel umgeht das Rauchverbot, indem es seine Gäste kostenlos bewirtet: "Im Casino in der Kurfürstengalerie darf geraucht werden - Schlupfloch im Gesetzestext", in: ISA-Casinos vom 21. Dezember 2007.

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Deutsches Bratwurstmuseum.

Das 1. Deutsche Bratwurstmuseum wurde am 28.05.2006 in Holzhausen (Ilm-Kreis, Thüringen) eröffnet. Träger ist der Verein Freunde der Thüringer Bratwurst e.V.

Gäste erhalten im Museum Informationen zur Bratwurst im Allgemeinen und zur Thüringer Bratwurst im Besonderen. Gezeigt wird unter anderem eine Kopie der ältesten Bratwurstrechnung der Welt.

Präsentiert werden neben der Thüringer Rostbratwurst die Nürnberger Rostbratwurst, die Sonneberger Bratwurst, die Coburger Bratwurst, die Fränkische Bratwurst, die Kulmbacher Bratwurst, die Hofer Bratwurst sowie Bauernseufzer, die Westfälische Bratwurst, die Nordhessische Bratwurst, die Pfälzer Bratwurst, die Rote Wurst, die Schlesische Bratwurst, die Sulzfelder Meterbratwurst, die Olma-Bratwurst (St. Galler Bratwurst), Merguez (marokkanischen Ursprungs) und die Würzburger Bratwurst.

Neben Dokumenten, Schlachter-ausrüstung und Gerätschaften zur Herstellung wie Fleischwolf, Wurstspritze und Füllmaschine sind allerlei Kurioses, Geschichten, Anekdoten und Bilder zu sehen.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Vereines steht die Kultur- und Brauchtumspflege der Thüringer Bratwurst. Mit dem Museumsfest im Frühjahr und der Bratwurstiade im Herbst veranstaltet der Verein jährlich zwei große Bratwurstfeste. Die Kontaktpflege zu Museen und Vereinen ähnlichen Charakters stehen ebenso auf dem Programm wie Wanderungen, Schlachtfeste, Vorträge, Seminare und kulturelle Veranstaltungen. Durch Teilnahme an regionalen und überregionalen Messen und Events wird für Thüringen und sein bekanntestes Produkt geworben.

Essen um die Wette.

Die 1997 gegründete International Federation of Competitive Eaters veranstaltet weltweit Ess-Wettbewerbe, so den Mehr darüber im Online-Lexikon Wikepedia: "International Federation of Competitive Eating".

Einen guten Überblick bietet über derartige Wettbewerbe bietet die Website EatFeats - competitive eating news, database and calendar mit einem Archive for Eating Challenges..

Man mag solche (Fr)esswettbewerbe für obszön halten. Doch rekordverdächtiges Fressen wird, ganz konträr zu Trends zu gesundheitsbewußtem Essen, zu Diäten und zu Functional Food, von einem Teil der Gäste und der Gastronomie gepflegt. Siehe dazu unsere früheren Beiträge:Manche Zeitgenossen und Kollegen entwickeln auch Ehrgeiz, mehr oder weniger merkwürdige Rekorde aufzustellen wie die "größte Bratwurstschnecke" (5 Meter Durchmesser, 450 Kilogramm, aufgestellt im Jahre 2000 in Arnsberg), die "längste Bratwurst der Welt" (5.888 Meter, hergestellt am 27.06.1999 von Metzgermeister Bernhard Oßner mit einem Team von 16 Metzgern und freiwilligen Helfern im Ausflugslokal Weihbüchl bei Landshut in neun Stunden und 13 Minuten) oder den "größten Hamburger der Welt" (1,70 Meter Durchmesser, 330 Kilogramm, aufgestellt am 17.10.2007 vom Grillteam "Gut Glut" zusammen mit dem Team von "Galileo extrem").

Die Zubereitung überdimensionierter Speisen stellt meist eine große küchentechnische Herausforderung dar. Die dabei gefundenen, nicht selten kreativen Lösungen können auch helfen, Herausforderungen beim Event-Catering zu meistern.

Montag, Dezember 24, 2007

Spielekneipe Triangel in Leipzig.

Petra Mewes hat sich in der Leipziger Spielekneipe "Triangel" umgesehen: "Gäste spielen, was sie wollen", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 22. Dezember 2007.

Man muß nicht wie in diesem fokussierten Konzept gleich mehr als 600 Brett- und Kartenspiele, Geschicklichkeits-, Strategie-, Wort- und Wissensspiele zur Ausleihe für seine Gäste parat haben. Ein paar können aber nicht schaden, es sei denn, der eigene Betrieb ist auf schnell drehende Gäste ausgerichtet.

Interessant ist an der "Triangel" vor allem, wie ausgereift dieses Konzept mittlerweile ist und Elemente beinhaltet, die man auch mit weniger Spielen im Angebot aufgreifen kann:
  • Gäste können Spiele telefonisch bzw. per Formular webbasiert reservieren.
  • Gäste können sich Spiele für zu Hause ausleihen - gegen Gebühr.
  • Gäste können Spiele kaufen.
  • Die Servicemitarbeiter können bei der Auswahl der Spiele und bei den Regeln beraten.
  • Es gibt Spieletipps.
  • Neue Spiele werden vorgestellt.
Es liegt nahe, daß das gastronomische Konzept insgesamt stark auf Kinder ausgerichtet ist. Siehe dazu alle Features für Kinder.

Was mir noch fehlt, ist die Möglichkeit, Spielpartner zu finden und sich mit anderen Spielern online und in der Kneipe organisiert auszutauschen.

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Hassliebe.

In seinem Artikel "Das Lexikon der Fernsehköche", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vom 23. Dezember 2007, charakterisiert Manfred Kohnke, der Chefredakteur der deutschen Ausgabe des Restaurantführers "Gault Millau", Deutschlands Fernsehköche süffisant und mehr oder weniger angemessen respektlos.

So heißt es über Vincent Klink, dessen Restaurant "Wielandshöhe" in Stuttgarts wir bei Blog-trifft-Gastro 2008 besuchen werden, nach einigen einleitenden, charmanten Worten, Vincent Klink sei
"... im Fernsehen leider die Idealbesetzung für einen schmuddeligen Koch in einem schlechten Film übers große Fressen. Dick, schwitzend und hygienemißachtend wie Köche in den Karikaturen des 19. Jahrhunderts, kocht der Chef der 'Wielandshöhe", als ob er Gérard Depardieu in der derben Rolle des Gulaschkanoniers für Landknechte verkörpert..."
Da bin ich mal gespannt, was Vincent Klink, der sich ja durchaus ausdrücken kann, seinerseits über Manfred Kohnke zu sagen weiß.

Dieser Artikel steht dummerweise nur Abonnenten zur Verfügung oder zum Preis von 2 Euro. Andere Zeitungsverlage sind cleverer. So ist das Archive des "Spiegels" ab 2008 kostenlos lesbar und "Die Zeit" erweitert den Umfang ihres kostenlosen Archives: "'Die Zeit' erweitert kostenloses Archiv deutlich", in: dwdl.de vom 20. Dezember 2007. Aber die Frage, ob man Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen sollte, ist eigentlich ein schon lange abgeschmacktes Thema. Siehe dazu auch: "New York Times To Fold TimesSelect Presaging The Death of Paid Content", in: Publishing 2.0 vom 7. August 2007.

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Gruppen in Restaurants, Servicegebuehr und Preise fuer Produkte ausserhalb der Speisekarte.

"Sind Gruppen in Restaurants grundsätzlich unerwünscht?" fragt Burkhard Schneider in seinem Best Practice Busines Blog und schildert die Erfahrungen einer Gruppe, der er angehört hat, bei einem Restaurantbesuch. Ich kenne Burkhard Schneider zwar (noch) nicht persönlich, aber lange Zeit aus dem Internet und unterstelle deshalb, daß sein Bericht den Tatsachen entspricht. Aber es geht mir nicht darum, diesen "Fall" zu beurteilen (dazu müßte man auch die Gegenseite hören), sondern daraus zu lernen.

Er schreibt zum Schluß:
"Wenn nach mehr als 10 Jahren Erfahrungen mit Restaurants, die in Gruppen besucht wurden, habe ich den Eindruck, dass es nur ganz wenige Gastronomiebetriebe gibt, die heute noch Gruppen willkommen heißen. Eine echte Marktlücke, denn viele Gruppen bringen guten Umsatz, kommen bei guten Erfahrungen gerne wieder und jeder einzelne aus der Gruppe ist ein potentieller Gast in Zukunft."
Ich glaube, Gruppen sind in vielen Gaststätten willkommen. In meinem Bamberger Café Abseits buhlen wir regelrecht um Gruppen, auch wenn wir leider, vom Biergarten und einer Nische abgesehen, uns schwer tun, Gruppen kompakt zu platzieren. Denn es stimmt, Gruppen haben Vorteile:
  • Es gibt ein oder mehrere Gruppenmitglieder bzw. den Einladenden oder den Gruppenleiter, der die Gaststätte empfohlen hat. Der Empfehler steht in gewissem Sinne für ein positives Erlebnis seiner Gruppe gerade und wird sich bemühen, interpretationsfähige Détails positiv zu werten und so seine Entscheidung für die Wahl des Betriebs zu rechtfertigen.
  • In den meisten Gruppen gibt es Gäste, die den Betrieb noch nicht kennen. Man hat die Chance, sie als Gäste häufiger wiederzusehen.
  • Gruppen sind meines Erachtens leichter zu acquirieren. Man kommt leicht an Kontaktdaten von Unternehmen, Vereinen, Reiseveranstaltern usw. und darf sie eher kontaktieren als Privatpersonen.
  • Große Gruppen bzw. der Einladende, Organisator oder Empfehler pflegen ihre Entscheidung für eine Gaststätte sorgfältiger vorzubereiten als Einzelgäste und kleine Grüppchen. Sie informieren sich häufiger über Restaurantführer, Bewertungsportale und die Websites gastronomischer Betriebe oder fragen persönlich die Erfahrungen von Bekannten ab. Vorab informierte Gäste sind pflegeleichter. Sie wissen eher, was auf sie zukommt, und werden deshalb in ihren Erwartungen seltener enttäuscht.
  • Es gibt einen gewissen Gruppendruck, mehr zu konsumieren: Runden, die "geschmissen" werden, Gäste, die für andere zahlen, Appetit, der entsteht, wenn andere essen und trinken, eine Stimmung und Gespräche, die motivieren, länger zu bleiben als sonst.
Das von Burkhard Schneider besuchte Restaurant verlangt angeblich eine Reservierungsgebühr von 20 Euro für jeden Gast, der nicht erscheint. Was ist davon zu halten? Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Schadenersatz bei Nichteinhaltung einer Tischreservierung".

Burkhard Schneider moniert weiter:
"Der absolute Hammer war eine Service-Fee in Höhe von 35,50 EUR. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas in Deutschland gibt. Oder hat man das nur uns berechnet, weil man sowieso kein freiwilliges Trinkgeld bei diesem lausigen Service erwarten konnte?"
Dazu ist zu sagen, daß die in Speisekarten angegebenen Preise Endpreise sein müssen. Mehrwertsteuer oder Bedienungsaufschläge getrennt zu berechnen, ist nicht erlaubt. Siehe dazu Paragraph 7 der Preisangabenverordnung. Absatz 5 lautet:
"Die in den Preisverzeichnissen aufgeführten Preise müssen das Bedienungsgeld und sonstige Zuschläge einschließen."
Burkhard Schneider schreibt weiter:
"Und jetzt rächte sich auch, dass ein Gruppenmitglied das empfohlene Fleisch gewählt hatte, das nicht auf der Karte stand. Es war mit 49,80 EUR nicht wirklich ein Schnäppchen."
Es ist durchaus möglich, weitere Speisen und Getränke zu führen, die in der Speisekarte oder weiteren Preisverzeichnissen nicht enthalten sind. Kommt es zu einem Kaufvertrag über ein solches Produkt, ohne daß explizit ein Preis vereinbart wird, müßte im Streitfalle letztlich ein Gericht, das sich vermutlich eines Sachverständigen bedienen wird, darüber entscheiden, ob der verlangte Preis angemessen ist. Man wird zur Beurteilung dieser Frage die anderen Angebote, deren Preise und die relativen Kosten des Wareneinsatzes und die Kosten der Herstellung heranziehen oder die betriebsüblichen Aufschlagssätze. Ein Gast, der sich betrogen fühlt, könnte die Bezahlung teilweise verweigern, einen Teilbetrag zahlen, den er für angemessen hält und für den Rest auf den Klageweg verweisen und dazu seinen Namen und seine Anschrift angeben. Prozesstaktisch geschickt wäre es sicherlich, den Teilbetrag, den er zahlt, eher hoch zu bemessen.

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Sonntag, Dezember 23, 2007

Chic.

Der Fernsehkanal arte strahlt am Heiligabend, Montag, 24. Dezember 2007, eine neue Ausgabe der in Frankreich produzierten Lifestyle-Sendung "chic" aus (18:30 bis 19:00 Uhr):
  • Portätiert wird der von Gault Millau als "Koch des Jahres 2006" ausgezeichnete Küchenhef Thierry Marx (2 Sterne). Thierry Marx hat sein Handwerk bei den ganz Großen erlernt, unter anderem bei Joël Robuchon, bevor er sich für vier Jahre in Japan niederließ. Sein renommiertes Restaurant im Château Cordeillan-Bages im Médoc nahe Bordeaux bietet eine kreative Küche, die verführerisch und zuweilen frech daher kommt und den ausgewählten Zutaten neue Formen verleiht. Mit dem verspielten Design seiner Gerichte steht er für eine neue Generation von Köchen. Porträt eines vielseitigen Mannes und begnadeten Kochs.
  • Der Beitrag "Trend: 'Haute Pâtisserie'" stellt die Modemacherinnen Chantal Thomass und Anna Sui vor, die das Design für die Verpackungen der berühmten Ladurée-Patisserien, deren Motive und Farben ständig wechseln, erstellt haben. Das Pariser Feinkostgeschäft Fauchon bietet Patisserie-Kollektionen in den Modefarben der Saison an. Angestoßen hat den neuen Trend Pierre Hermé mit seinen Patisserie-Kompositionen.
  • Im dritten Beitrag wird der französische Sternekoch Christian Le Squer in seinem Pariser Restaurant "Ledoyen" vorgestellt. Der Bretone liebt natürlich alles, was aus dem Meer kommt, und bereitet für die Zuschauer Miesmuscheln auf seine Art zu.
  • Im vierten Beitrag besucht "Chic" die Foodfotografin Mathilde de l'Ecotais, die ihre Objekte durch die Kameralinse betrachtet, um sie in neuem Licht zu zeigen. Ihre Fotos entführen in eine Welt der Gastronomie, die mit der traditionellen Küche nicht mehr viel gemein hat. In ihrem Atelier, das als Fotostudio und Labor dient, nimmt sie die Lebensmittel auseinander, bevor sie ihnen neues Leben einhaucht und die Foodfotografie neu erfindet. X-beliebige Lebensmittel werden unter Mathilde de l'Ecotais' Hand zu wahren Kunstwerken.
Die Ausstrahlung am Heiligabend ist Teil einer Ausstrahlung des Lifestylemagazin CHIC zur Jahreswende drei Wochen lang im Vorabendprogramm vom 17. Dezember 2007 bis zum 4. Januar 2008.

Über die Festtage bittet Chic die Spitzenköche Frankreichs zu Tisch: Anne-Sophie Pic, Thierry Marx, Pierre Gagnaire und viele andere geben sich die Ehre. Leckere Rezepte, ausgefallenen Ideen und neueste Trends aus der Welt der kulinarischen Genüsse warten auf die Zuschauer: Kreationen mit Münsterkäse oder ein Ausflug zu den berühmten Sylter Austern steht genauso auf dem Programm wie ein Trip durch die bestdesignten Museumsrestaurants. Zu Sylvester erzählt CHIC die kleine Geschichte des Champagners.

(Quelle: arte).

Rauchverbot in der Gastronomie: DEHOGA reicht Verfassungsbeschwerde ein.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) geht gegen das gesetzliche Rauchverbot juristisch vor.
"Am Freitag haben wir unsere Verfassungsbeschwerde gegen das Rauchverbot zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe auf den Weg geschickt"
"sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes, in Berlin.
"Als Unternehmerverband ist es unsere Aufgabe, die Verfassungsmäßigkeit eines solchen Gesetzes überprüfen zu lassen und für Rechtsklarheit zu sorgen."
Hartges betont:
"Unsere Verfassungsbeschwerde ist kein Nein zum Nichtraucherschutz. Allerdings erwarten insbesondere die Besitzer der wirtschaftlich stark betroffenen Einraumlokale zu Recht, dass wir ihnen helfen."
Seit 1. August 2007 ist das Rauchen in Gaststätten in Baden-Württemberg und Niedersachsen nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt. Seit 1. Oktober 2007 gilt ein Rauchverbot für die Gastronomie auch in Hessen. Zum 1. Januar 2008 folgen weitere acht Bundesländer. In Sachsen tritt das Rauchverbot am 1. Februar, in Rheinland-Pfalz und im Saarland nach Karneval am 15. Februar in Kraft. Eine Schonfrist für die Wirte gibt es in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In diesen beiden Bundesländern gilt das Rauchverbot erst ab 1. Juli 2008.
"In den meisten Hotels und vielen Restaurants hat die Umsetzung des Rauchverbotes bisher problemlos funktioniert"
berichtet Hartges.
"Im Gegensatz dazu gab und gibt es jedoch erhebliche Probleme in Einraumbetrieben, ob Kneipen oder Bars, in denen oft die Mehrzahl der Stammgäste Raucher sind. Viele dieser Gastronomen sind über diese staatliche Bevormundung verärgert und fürchten um ihre Existenz."
Da ein Verband eine Verfassungsbeschwerde nicht von sich auch beim Gericht anhängig machen könne, habe sich der DEHOGA nach sorgfältiger Prüfung entschlossen, die Verfassungsbeschwerde eines betroffenen Unternehmers zu unterstützen.
"Zusammen mit den renommierten Verfassungsrechtlern Professor Rupert Scholz und Professor Christoph Mönch von der Kanzlei Gleiss Lutz haben wir den Kläger unter vielen betroffenen Wirten ausgewählt und die Klage vorbereitet"
erklärt Hartges.

Beschwerdeführer ist Uli Neu, Inhaber des Einraum-Betriebes "Pfauen" in Tübingen. Neu, dessen Stammgäste zu 70 Prozent Raucher sind, hat von August bis November 2007 über 30 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Er macht die Verletzung seiner im Grundgesetz geschützten Rechte auf freie Berufsausübung und Eigentumsrecht geltend.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

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Rauchverbot in Luebeck.

Dem Artikel "Nur noch neun Tage! So setzt Lübeck das Rauchverbot um", in: Lübecker Nachrichten vom 23. Dezember 2007, entnehme ich zwei für mich interessante Fakten:
  • Auch die Stadt Lübeck weigert sich, wie fast alle deutschen Kommunen, das Rauchverbot zu kontrollieren. Zitiert wird Matthias Erz, Sprecher der Stadt Lübeck, mit den Worten "Wir werden das Verbot nicht aktiv überwachen und auch an Silvester nicht durch die Gaststätten ziehen".
  • Zwei Lübecker Kollegen sind auf den naheliegenden "Trick" gekommen, als Einraumgaststätte sich einen "Nebenraum" anzumieten. Thomas Rosenhahm vom "Brauberger" hat das ehemalige "Brasil" angemietet" und wird diesen Zweitbetrieb in "Brauberger Smokers" umwandeln. Das italienische Restaurant "San Marco" in der Mühlenstraße verfügt über zwei Lokale direkt nebeneinander und macht den einen zum Nebenraum des anderen. Diesen "Trick" habe ich schon in meinem Beitrag "Sich aus dem Rauchverbot einen Jux machen" vom 23. November 2007 empfohlen, wenn auch als Idee für zwei Kollegen mit nebeneinander liegenden Betrieben, virtuell zu fusionieren und einen der beiden Betriebe als Nebenzimmer des anderen mit Raucherlaubnis zu führen. Ob das mit dem mittlerweile für Schleswig-Holstein geltenden Raucherdrangsalierungsgesetz vereinbar ist, konnte ich damals natürlich nicht abschätzen. Unabhängig davon führen die Raucherdrangsalierungsgesetze der Bundesländer, insoweit sie Gaststätten mit Nebenzimmern die Möglichkeit eröffnen, dort das Rauchen zu erlauben, mittel- und langfristig dazu, daß viele Einraum-Gaststätten aufgegeben und umgenutzt werden oder sie werden mit benachbarten Betrieben zusammengefaßt. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Ausserordentliche Kuendigung von Pachtvertraegen wegen Rauchverbot".

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Samstag, Dezember 22, 2007

Blog-trifft-Gastro 2008.

Blog-trifft-Gastro 2008 findet vom 25. bis 27. Januar 2008 in Stuttgart statt.

Jan Theofel aus Stuttgart, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, dieses Treffen, unterstützt von Dirk Baranek, zu organisieren, erklärt, worum es geht:
"Es handelt sich hierbei um ein offenes Treffen von Gastronomen, Genießern und Bloggern, insbesondere aber nicht nur von Leuten, die beides verbinden. Wobei eine gewisse Genussaffinität bei dem Programm von Vorteil ist."
Ein kulinarischer Höhepunkt wird sicherlich ein Abendessen im Restaurant "Wielandshöhe" von Vincent Klink sein (von Gault Millau mit 16 Punkten bewertet).

Ein paar frühere Beiträge von Abseits.de über den bloggenden Grand Signeur der Kochkunst:Wobei bei allen bisherigen Treffen das Wiedersehen mit Menschen, die man aus dem Internet oder von früheren Treffen kennt und das Kennenlernen netter, bislang unbekannter Menschen im Vordergrund steht. Anders ausgedrückt: eine Mischung aus Networking, gutem Essen und am Rande auch unterhaltsamer Fortbildung.

Es würde mich freuen, als neue Teilnehmer auch einige Leser der "Gastgewerbe Gedankensplitter" begrüßen zu dürfen. Zum Kennenlernen ideal ist erfahrungsgemäß der Vorabend, Freitag, 25. Januar 2007, wenn noch nicht alle angereist sind. Wir essen an diesem Abend im bodenständigen "Stuttgarter Ratskeller".

Persönlich freue ich mich ganz besonders auf den Besuch der Stuttgarter Markthalle. Einen Vorgeschmack bietet der Artikel "Martkhalle", der Stuttgarter Zeitung.

Das abschließende Mittagessen am Sonntag nehmen wir ein im Restaurant "Cube" von Jörg Rauschenberger (Rauschenberger Partyservice), einer beeindruckenden Location im gläsernen Würfel des Stuttgarter Kunstmuseums, nominiert für den Leaders Club Award 2005 des Leaders Club Deutschland.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Teilnahme Ihnen etwas bringt, kontaktieren Sie einfach einen der Teilnehmer oder mich (Tel. 0951/38488) oder schmökern Sie in den Berichten über die Treffen seit 2005 in Wolfsburg, Heidelberg und Hamburg. Links dazu finden Sie auch im Beitrag Blog-trifft-Gastro 2008 von Jan Theofel.

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Erdinger Urweisse: Innovation auf urbayrisch.

Als ich vor fast zehn Jahren Stefan Zehendner, den Inhaber der Brauerei Zehendner in Mönchsambach bei Bamberg, gefragt habe, ob er daran denke, von der altbackenen Euro-Flasche auf die schlankere NRW-Flasche oder auf die noch ältere Bügelverschlußflasche umzustellen, hat er dies strikt verneint. Irgendwann werde die Euro-Flasche selten und kultig. Mittlerweile verdankt z.B. das "Augustiner Hell" der Augustiner Bräu in München seinen Hype nicht nur in der Berliner Szenegastronomie unter anderem der für Berliner Brauereien ungewöhnlichen Flaschenform. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Kult statt Werbung".

Die Erdinger Weißbräu lobt in diesen Tagen die Wiederbelebung der Euro-Flasche für ihre Produktinnovation "Erdinger Urweisse" als "innovativ". Siehe dazu die folgende Pressemitteilung:

Mit der Einführung der "Erdinger Urweissen" zum Januar 2008 überrascht ERDINGER Weißbräu alle Weißbierliebhaber. Denn die Privatbrauerei erweitert ihr Sortiment um ein Weißbier mit ausgeprägt obergärigem Profil und eigenem Markenauftritt.

Euroflasche Erdinger UrweisseDurch ihr kräftiges, würziges Aroma unterscheidet sich die Urweisse deutlich vom Klassiker aus dem Hause Erdinger, der für seinen eleganten, milden Geschmack bekannt ist. Das Rezept für die Ur-weisse stammt aus den Gründungsjahren der Brauerei vor über 120 Jahren. Ein spezielles Malz, eine andere Hopfensorte und eine andere Hefe verleihen ihr den unverkennbaren, traditionellen Weißbiergeschmack.
"Mit der Urweissen ergänzen wir unser Portfolio und unterstreichen unsere Kompetenz als Weißbierspezialist"
sagt Werner Brombach, Inhaber von Erdinger Weißbräu.
"Außerdem setzt meine Brauerei ganz bewusst einen anderen Akzent am Biermarkt, der im Moment von immer neuen Mixgetränken geprägt ist. Wir beweisen, dass alt-bayrische Braukunst nach wie vor für eine echte Innovation gut ist."
Damit bleibt die heimatverbundene Brauerei ihrer Linie treu und braut streng nach dem bayrischen Reinheitsgebot. Die konsequente Umsetzung dieser Qualitäts-Philosophie führte die Familienbrauerei an die Spitze der nationalen Weißbiermarken.

Passend zu ihrem bodenständigen Charakter hat die Urweisse eine eigene Produktausstattung, die traditionelle Aspekte betont und Freunde der "guten altbayrischen Art" erfreuen dürfte. So ist auf dem Etikett der historische "Schöne Turm" in Erding abgebildet.

Durch die Euro-Flasche und das ursprüngliche Glas werden Erinnerungen an vergangene Zeiten wach.
Ein echter Clou ist der neue Kasten, der mit seiner Holzoptik und dem "eingebrannten" Schriftzug zwar im historischen Gewand daherkommt, aber voll kompatibel mit dem Modulkasten ist.

Die ERDINGER Urweisse wird zum 1. Januar 2008 in Bayern und zum 1. Februar in Baden-Württemberg eingeführt. Für den POS-Auftritt stellt die Brauerei Poster, Banner, Metoschilder und Kastenstecker zur Verfügung. Für den passenden Auftritt in der Gastronomie gibt es Tischaufsteller, Bierdeckel, Speisekartenaufkleber, Poster und Blechschilder.

(Quelle: Pressemitteilung der Erdinger Weißbräu).

Siehe zum Marketing per Flasche und den sich daraus ergebenden logistischen Problemen im Getränkefachhandel: "Flaschen machen's. Individualflaschen werden zunehmend zum Marketing-Instrument - soll der Getränkefachhandel die Sortierarbeit übernehmen? von Andreas B. Kalinowski, in: "Getränkefachgroßhandel" 12/2002.

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Preisdifferenzierung.

Für unterschiedliche Zielgruppen mehr oder weniger identische Produkte und Dienstleistungen zu verschiedenen Preisen anzubieten, ist in der Gastronomie nicht ganz unbekannt, aber vergleichsweise selten. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Preisdifferenzierung. Häufiger ist eine "Zeitliche Preisdifferenzierung".

Schwierig wird es bei der persönlichen Preisdifferenzierung, wenn die differenzierten Zielgruppen von den günstigeren Preisen für andere erfahren. Dann sind sie verärgert oder sie versuchen, in den Genuß der günstigeren Preise zu kommen.

Amazon hat für seine Kunden die unterschiedlichen Preise für Musik-CDs innerhalb und außerhalb der Europäischen Union auszunutzen versucht und die billigeren Import-CDs in Europa verkauft. Die ebetroffenen Musikkonzerne haben Amazon deswegen abgemahnt, aber wohl nicht mit der selbstbewußten Reaktion von Amazon gerechnet. Just im Vorweihnachtsgeschäft hat Amazon nicht nur die diskriminierten Import-CDs aus dem Sortiment genommen, sondern auch die für den europäischen Markt bestimmten, überteuerten Verkaufsschlager. Mehr darüber: "Krach mit Musikindustrie: Amazon schmeißt Top-Titel aus dem Angebot", in: Der Spiegel vom 21. Dezember 2007.

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Hamburger Gesundheitsbehoerde mit dissoziativer Identitaetsstoerung.

Die Raucherdrangsalierungsgesetze der Bundesländer sind mit heißer Nadel gestrickt. Diejenigen, die sie zu verantworten haben, mögen von Tuten und Blasen eine Ahnung haben, gastronomische Betriebe kennen sie allenfalls von Saufgelagen. Dies zeigt sich auch en Détail.

So haben Mitarbeiter der Hamburger Gesundheitsbehörde nach einem Ortstermin im Spielcasino Esplanade festgestellt, diese Spielbank sei kein gastronomischer Betrieb, unterliege demnach auch nicht dem gesetzlichen Rauchverbot. Tags drauf behauptet die Gesundheitssenatorin Birgit Schnieber-Jastram (CDU) das Gegenteil, "selbstverständlich" gelte das Rauchverbot in der Spielbank. Mehr darüber: "Senatorin stoppt Ausnahmeregelung für Kasino-Raucher", in: Hamburger Abendblatt vom 22. Dezember 2007.

Aus derart widersprüchlichen Aussagen kann man, wenn man nicht unterstellt, eine der beiden Seiten sei völlig durchgeknallt, nur schließen, daß das Gesetz diese Frage nicht eindeutig regelt, also auch ein Rauchverbot in der Spielbank nicht rechtswirksam begründet.

Zumindest ist die Frage so offen, daß sich ein Verwaltungsgerichtsverfahren lohnen sollte, denn solche Fragen lassen nicht politisch-populistisch entscheiden, sondern nur anhand des Wortlauts des Gesetzes. Und wenn diese Gesetze nicht eindeutig formuliert sind, kann man das den gastronomischen Betrieben bzw. in diesem Fall einer Spielbank nicht anlasten. Im Zweifelsfalle gilt das Rauchverbot nicht.

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Freitag, Dezember 21, 2007

Zahl soviel Du willst.

In unserem Beitrag "Der Gast bestimmt den Preis" haben wir das Preiskonzept vorgestellt, daß der Gast entscheidet, wieviel er zahlen möchte und einige Betriebe, die dieses Konzept bereits umgesetzt haben.

In dem Artikel "Kein fester Preis als Konzept", in: Gastro News Nr. 31/2007 vom 21. Dezember 2007, wird nun der Nürnberger Madasar Maneeb vorgestellt, der dieses Preismodell in seinem pakistanischen Restaurant "Feuer&Flamme ab Mitte Januar bis Ende März ausprobieren will. "Feuer&Flamme" wurde am 25. April 2007 in der Nürnberger Nordstadt eröffnet. Lesen Sie dazu auch ein Interview mit Madasar Maneeb. Sein Vorbild ist das pakistanische Restaurant "Deewan" in Wien. Fotos aus dem Deewan.

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Donnerstag, Dezember 20, 2007

Rauchrebellen im Ersten.

Das Magazin Plusminus stellte am 18. Dezember 2007 im Ersten einige Rauchrebellen aus Stuttgart und Hannover vor: "Rauch-Verbot: Viele Gaststätten pfeifen auf das Rauchverbot".

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Rauchverbot: In Bayern soll es sechs Wochen lang keine Bussgelder geben.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat heute in Vollzugshinweisen zum gesetzlichen Rauchverbot die Kommunen zum Rechtsbruch aufgefordert. Da sich der "Nichtraucherschutz in der Praxis erst noch einspielen" müsse, solle sechs Wochen lang auf Bußgelder verzichtet werden: "Sechs Wochen Schonfrist", in: Süddeutsche Zeitung vom 20. Dezember 2007.

Da bin ich mal gespannt, ob das Gesundheitsministerium, falls es zu einem Prozeß gegen jemanden kommt, der gegen das Rauchverbot verstößt, auf den zuständigen Richter einwirken wird, das Recht zu beugen.

Gastronomen sollten diesen rechtswidrigen "Vollzugshinweise" nicht vertrauen.

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Wahlboykott?

Im Landesverband Thürigen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes tobt ein Streit um die Frage, ob Gastronomen wegen des gesetzlichen Rauchverbots die thüringischen Landtagswahlen im Herbst 2009 boykottieren sollten. Zu einem Wahlboykott aufgerufen hat der Ostthüringer Hotel- und Gaststättenverband, der Landesverband DEHOGA Thüringen ist dagegen. Wir dokumentieren diesen Streit und veröffentlichen hierzu eine Pressemitteilung des Landesverbandes. Ich würde den Aufruf zum Wahlboykott der ostthüringischen Kollegen gerne auch dokumentieren, habe ihn aber bislang noch nicht zu Gesicht bekommen.
Wahlboykott wegen Rauchverbot – für DEHOGA Thüringen völlig inakzeptabel

Erfurt, 20. Dezember 2007 / Der DEHOGA Thüringen distanziert sich mit aller Deutlichkeit von einem Aufruf zum Boykott der nächsten Landtagswahlen, der vom regionalen Ostthüringer Hotel- und Gaststättenverband wegen des beschlossen Nichtraucherschutzgesetzes gefordert wurde.

Natürlich kritisiert der DEHOGA Thüringen das in der letzten Woche vom Thüringer Landtag beschlossene Nichtraucherschutzgesetz, welches zum 01.07.2008 in Kraft tritt, insbesondere bezüglich des Rauchverbotes in der Einraum-Gastronomie.

Das Gesetz ist jedoch in einem demokratischen Willensbildungsprozess, der die zumindest die Mehrheit des Willens der Thüringer Abgeordneten widerspiegelt, entstanden.

Der DEHOGA Thüringen sieht in der Regelung selbst, insbesondere eben im Rauchverbot in der Einraum-Gastronomie erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken. Gerade deshalb unterstützt der DEHOGA Thüringen die Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht.
"Wir sind überzeugt, dass in der Güterabwägung seitens des Gesetzgebers eben die Schutzinteressen auf freie Berufsausübung der Gastronomen nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Dies hätte mit einer Kennzeichnungsverpflichtung geschehen können, da das Gesundheitsinteresse der Allgemeinheit, hier der Nichtraucher, als schutzwürdiges Rechtsgut zwar sehr hoch zu bewerten ist, aber hingegen auch keinen Zwang für einen Nichtraucher besteht, in eine Gaststätte zu gehen, insbesondere dann nicht, wenn diese als Rauchereinrichtung gekennzeichnet ist. Insofern kann eben nicht nachvollzogen werden, warum der Gesetzgeber derart in das Recht zur freien Berufsausübung und das Eigentum der Gastronomen, also insbesondere derer mit nur einem Raum, eingreift"
Dirk Ellinger Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen.

Der DEHOGA Thüringen als Unternehmerverband bekennt sich zur Branchenpolitik und zu den demokratischen Grundlagen, insofern ist ein Wahlboykott nicht mal eine theoretisch in Betracht kommende Option.
"Ein Aufruf zum Wahlboykott stellt aus meinem und ich denke aus unser aller demokratischem Grundverständnis heraus keinerlei probates Mittel dar und schon gar nicht darf ein Unternehmerverband dazu aufrufen, weil dies genau den Kräften im rechten und linken Spektrum Auftrieb verschafft und möglicherweise neue, demokratisch nicht gewollte Wahlchancen eröffnet. Der DEHOGA Thüringen macht Branchenpolitik, nicht mehr und nicht weniger, wir werden nicht zu einem Instrument der Demokratieverweigerung aufrufen"
so Gudrun Münnich, die Präsidentin des DEHOGA Thüringen.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).

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Produktabbildungen verwenden.

Wenn man als Gastronom neue Produkte listet, möchte man meist auch auf seinen Karten und online dieses Produkt, gerne auch im Bild, vorstellen. Naheliegend ist der Gedanke, daß man der Einfachheit halber auf Produktabbildungen zurückgreift, die vom Hersteller oder Lieferanten stammen. Wer sich im Urheberecht ein wenig auskennt, sieht sofort die Gefahren. Das Urheberrecht an Fotos hat der Fotograf. Man muß zwar als Hersteller oder Lieferant mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man seine Wiederverkäufer verklagt. Aber sowas soll es schon mal geben: "Philips mahnt Online-Händler ab: Vertriebsstrukturen nicht im Griff?" von Lena Knake, in: Internethandel Blog vom 21. Dezember 2007.

Clevere Hersteller oder Lieferanten versorgen ganz im Gegenteil ihre Distributionskanäle sogar mit Abbildungen. Vorbildlich ist dabei Salamon Hitburger und stellt sogar Fotos zur Verfügung, die ihre Produkte angerichtet zeigen. Lobenswert ist neben vielen anderen auch die Kulmbacher Brauerei, die in einer Rubrik Download Abbildungen sowohl in Schwarz-Weiß als auch vierfarbig zur Verfügung stellt:
  • Anzeige
  • Anzeigenrahmen
  • Biercharakteristik
  • Logo
  • Produktabbildung
  • Schriftzug.
  • Fotos, die den Herstellungsprozeß abbilden und den Ausschank von Bier in einem Wirtshaus.
Das ist nicht nur freundlich gegenüber den Wiederverkäufern. Der Lieferant schützt sich auch davor, daß weniger gute Fotos abgebildet werden, die das Image der Produkte schwächen können.

Ist man sich unsicher, ob es erlaubt ist, Produktabbildungen des Herstellers zu verwenden, kann man:
  • nachfragen - und löst damit möglicherweise in bürokratischen Großunternehmen einen langatmigen Prozeß aus, wer für diese Anfrage zuständig ist, und wie man damit umgehen soll.
  • ein eigenes Foto vom Produkt schießen. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Essen fotografieren".
  • auf Fotos etwa von Flickr und andere Foto-Communities zurückgreifen, soweit sie dafür von den Urhebern freigegeben sind. Siehe dazu meinen früheren Beitrag über "Flickr-Badgets"

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Rauchverbot: 28 Prozent der Gastronomen in Niedersachsen erleiden Umsatzverluste von 10 und mehr Prozent.

Wie bekifft muß man sein, um sich die Ergebnisse einer Umfrage so schön zur reden? "Drogenbeauftragte: Rauchverbot lockt neue Kunden in Gaststätten", in: Reuters vom 20. Dezember 2007.

In Niedersachsen haben 28 Prozent der befragten Gastronomen von Umsatzrückgängen von 10 und mehr Prozent berichtet. Für Sabine Bätzing, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, mögen solche Umsatzrückgänge "nicht dramatisch" sein, denn sie muß sich ihr Gehalt ja nicht am Markt verdienen, sondern bekommt es von den Steuerzahlern in den Arsch geblasen. Für Zehntausende Gastronomen sind solche Umsatzrückgänge angesichts der ohnehin niedrigen Gewinnspanne in der Gastronomie und stark steigender Kosten für Lebensmittel, Strom, Gas, Öl, Wasser und Müll existenzgefährdend:

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Mittwoch, Dezember 19, 2007

Praeventationsprogramm Alkohol.

Das Rauchverbot ist nur ein Meilenstein einer Entwicklung hin zu einer "totalitären Gesundheitskontrolle". Der nächste Schritt könnte darin bestehen, den Konsum von Alkohol zu kriminalisieren. Z.B. sieht sich der Schweizer Brauerei-Verband mit einer Kampagne der Sektion Sektion Alkohol und Tabak des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit konfrontiert: "Bierbrauer im Streit mit Bundesamt für Gesundheit", in: Neue Zürcher Zeitung vom 19. Dezember 2007.

Vorgeschlagen werden im "Nationalen Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA)" 34 Maßnahmen, darunter
  • ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot in der Zeit von 21 Uhr bis 7 Uhr morgens.
  • ein Verkaufsverbot für Alkohol in Fussball- und Eishockeystadien sowie in deren unmittelbarem Umfeld
  • ein Verbot von Alkoholwerbung an Sportanlässen
  • eine Erhöhung der Biersteuer
  • die Einführung einer Weinsteuer.
Siehe dazu: "'Alles im Griff?': Gemeinsam gegen 1 Glas zu viel".

All dies sind Forderugnen, die auch Gutmenschen und Fiskal-Raubrittern in Deutschland nicht fremd sind.

In der Schweiz ist der Konflikt eskaliert. Das Kantonale Labor Zürich hat verfügt, daß der Schweizer Brauerei-Verband nicht mehr über wissenschaftlich erwiesene gesundheitsfördernde Wirkungen des massvollen Bierkonsums berichten darf. Der Schweizer Brauerei-Verband unterläuft dieses Verbot, in dem er auf die deutsche Website Bier und Gesundheit verweist.

Google Profile.

Wenn man heutzutage mit jemand in Kontakt kommt oder sich auf ein Treffen mit jemandem vorbereitet, von dem man wenig weiß, guckt man in Xing nach bzw. in einer anderen Community wie Facebook oder bei jüngeren Menschen in MySpace oder StudiVZ. Sucht man in Google nach dem Namen der betreffenden Person, wird, zumindest wenn es sich um einen Namen handelt, der nicht häufig vorkommt, meist auch das Xing-Profil der betreffenden Person an erster Stelle angezeigt.

Mit Google Profile versucht Google diese Funktion eines zentralen Personenregisters zu erobern. Mehr darüber: "Profiles Via New Google Profiles" von Julie Kent, in: Search Engine Journal vom 18. Dezember 2007.

In seinem Google Profil kann man, wenn man will, folgende Daten eintragen und veröffentlichen:
  • den Spitznamen (dann werden nur denjenigen Menschen, die man als "Kontakte" erklärt hat, der richtige Namen angezeigt).
  • den Standort bzw. Wohnort,
  • der Beruf,
  • ein Foto
  • ein kurzer Text ("about me")
  • Links, etwa zum eigenen Blog, der eigenen Website oder was auch immer. Man könnte hier z.B. seine Profile in Communities verlinken, seine gastronomischen Betriebe, Vereine, in denen man Mitglied ist usw..
Alle Google Profile sind öffentlich und werden bei Google Suchergebnisse angezeigt.

Wenn Sie Ihr Profil editieren wollen, benötigen Sie einen Google Account (kostenlos). Logen Sie sich dann in Google Maps ein. Dort finden Sie rechts oben den Link zu "MyProfile".

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Dienstag, Dezember 18, 2007

Auch in Hamburg: Keine Raucherpolizei.

Um in den 2.200 Gaststätten im Hamburger Bezirk Mitte das gesetzliche Rauchverbot zu kontrollieren, wären ab Januar 2008 100 neue Mitarbeiter nötig, die es aber nicht geben wird. Stattdessen sollen die neun Mitarbeiter, die bislang schon mit Lebensmittelkontrollen komplett ausgelastet sind, diese Rauchverbotskontrollen nebenbei erledigen: "Bezirksamtschef Schreiber will kleinen Kneipen helfen", in: Die Welt" vom 18. Dezember 2007.

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Punschstand mit eigener Website.

Punsch.de ist die Website eines Punschstandes auf dem Bamberger Weihnachtsmarkt, betrieben von der Delikatessen-Müller OGH, die neben einem Delikatessenhandel in Bamberg einen Partyservice betreiben.

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Gut bei Google gefunden werden.

Ich habe mir mal angeschaut, was angezeigt wird, wenn man bei Google nach "partyservice bamberg" sucht. Das Ergebnis ist erstaunlich (per Klick zu einer größeren Darstellung):

Suchergebnis: partyservice bamberg

Offensichtlich gibt es Wettbewerber in Hamburg und Berlin, die bundesweit per Google AdWords werben. Es stellt sich die Frage, operieren sie wirklich bundesweit oder wissen Sie nur nicht, daß man die Schaltung von Google AdWords regional einschränken kann, um Streuverluste zu vermeiden? Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Reginal Targeting mit Google AdWords".

Google zeigt oberhalb der Suchergebnisse und unterhalb einer bezahlten Anzeige (eines Kollegen aus Hamburg) eine Googe Map mit den Standorten einiger gefundener Anbieter ("Local business results"). Wir sind mit unserem "Café Abseits" als "A" gelistet. Wie kommt man an diese erste Stelle? Man sorgt für Besprechungen in den Bewertungs-Portalen, von denen Google Rezensionen bezieht, das sind zur Zeit Qype, "BeLocal und Restaurant-Kritik.de und vorab dafür, daß man sowohl in diesen Portalen als auch bei Google selbst mit vielen Details beschrieben wird. Alle vier Dienstleister erlauben und fördern sogar Selbstdarstellungen der Inhaber gastronomischer Betriebe. Siehe dazu z.B.: "Qype: Kostenlose Selbstdarstellung fuer Unternehmen". Das Formular für den Eintrag Ihres Betriebs bei Belocal.

Natürlich gehört in diese Darstellungen der Begriff "Partyservice", wenn Sie einen solchen anbieten.

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BioFach 2008: Erstmals Fachbesucherpreis für Bio-Olivenoel.

Die BioFach 2008 präsentiert Wein aus kontrolliert biologisch angebauten Trauben erstmals in der Halle 4A. Nicht nur der Bio-Wein aus aller Welt zieht in die moderne, lichtdurchflutete Weinhalle, auch die Olivenöl-Bar erstrahlt dort im siebten Jahr ihres Bestehens in neuem Glanz. Vereint mit dem Trendthema Wein und ergänzt durch kulinarische Erlebnisse bietet die Weinhalle das perfekte Ambiente für die Faszination der internationalen Facetten des Bio-Olivenöls.

Vom Geschmacksparcours bis zur Olivenölverkostung werden vom 21. bis 24. Februar 2008 die Sinne der etwa 45.000 Fachbesucher rundherum angesprochen. Erstmals findet zur BioFach 2008 auch eine Prämierung des besten Olivenöls aus ökologischem Anbau statt. Das Besondere an dieser Auszeichnung sind die Verkoster, denn hier entscheiden die Fachbesucher der Messe selbst.

Bio-Olivenöl nicht nur aus dem Mittelmeerraum

Der Olivenöl-Preis garantiert eine objektive Bewertung der stetig steigenden Zahl der auf der BioFach präsentierten Olivenöle. 2007 waren über 60 Aussteller aus 10 Ländern mit ihren Ölen vertreten, die große Mehrzahl davon auch an der Olivenöl-Bar. Darunter befanden sich neben den Klassikern wie Italien, Spanien und Griechenland auch europäische "Exoten" wie Zypern und Albanien. Zu den mittlerweile etablierten Überseeländern Chile und Australien stellten sich mit Saudi Arabien und Palästina erstmalig Hersteller aus dem arabischen Raum vor.

Weltweite Olivenölproduktion erreicht 2,86 Mio. Tonnen

Im Erntejahr 2006/2007 betrug die weltweite Olivenölproduktion aus konventionellem und Bio-Anbau nach einer Erhebung des International Olive Oil Council (IOOC) 2,86 Mio. t. Innerhalb der EU wurden in diesem Zeitraum 2,14 Mio. t Olivenöl produziert. Spitzenreiter ist Spanien mit 1,1 vor Italien mit 0,6 und Griechenland mit rund 0,4 Mio. t.

Bio-Olivenöl in all seinen Facetten

Die Olivenöl-Bar der BioFach eröffnet den Fachbesuchern verschiedenste Zugänge zum Thema Olivenöl. Einen ersten Eindruck verschafft eine Liste aller ausgestellten Öle mit genauer Sorten-, Herkunfts- und Standangabe. Daraus kann nach Beratung oder auf eigene Faust eine individuelle Verkostung zusammengestellt werden. Wer mehr zu Geschmack, Kategorisierung und professioneller Beurteilung von Olivenölen wissen möchte, sollte an den mehrmals täglich stattfindenden Degustationen teilnehmen. Experten-Vorträge im Fachforum liefern Fakten zur EU-Gesetzgebung und zum Olivenölmarkt. Der neue Olivenöl-Preis bietet den interessierten Besuchern eine aussagekräftige Bewertung der ausgestellten Erzeugnisse. Die Beurteilung der Olivenöle erfolgt anonym durch Verschlüsselung der Proben. Das Bewertungssystem ist numerisch, gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung der Muster und gleiche Verkostungschancen für alle Teilnehmer. Die Verkostungsnoten werden sofort verarbeitet und das Ranking bis zur offiziellen Ehrung der Spitzenreiter am Samstagnachmittag fortlaufend abgebildet.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

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Montag, Dezember 17, 2007

Rauchverbot: 5 Prozent Umsatzrueckgang.

Michael Pakko, Wissenschaftler und Ökonom der Federal Reserve Bank of St. Louis, hat in einer Studie die Folgen des gesetzlichen Rauchverbots für die Gastronomie im amerikanischen Bundesstaat Columbia untersucht. Seiner Studie legte er die Umsatzsteuerstatistiken der Zeit von Januar 2001 bis Juli 2007 zugrunde, also den Jahren vor der Einführung des Rauchverbots Anfang 2007 und den sieben Monaten danach. Das Rauchverbot führte, wenn man andere Faktoren isoliert, zu einem Umsatzrückgang von durchschnittlich 5 Prozent. Teilweise ging der Umsatz um bis zu 30 Prozent zurück: "Study: Smoking ban hurts sales", in: Columbia Tribune vom 12. Dezember 2007.

Lesenswert ist auch seine Studie "On the Economic Analysis of Smoking Bans" (PDF), in der Pakko die bis dato vorhandene Literatur zur Frage der ökonomischen Effekte von Rauchverboten ausgewertet hat.

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Genuss- und Raucherclub im Holzhaeusel.

Der Kollege Alexander Rank von der Gaststätte "Holzhäusl" im Luftkurort Bad Griesbach im Rottal im bayerischen Landkreis Passau wehrt sich mit der Umwidmung seine separaten Bar "Hochsitz" in einen Club, der Mitgliedern des neu gegründeten Vereins "Genuss- und Raucherclub im Holzhäusl-Hochsitz" offen steht, gegen die drohenden Umsatzverluste wegen des gesetzlichen Rauchverbots in Bayern, das ab 2008 in Kraft tritt: "Bad Griesbacher Wirt reagiert mit Raucherclub auf Rauchverbot", in: unserRadio online vom 17. Dezember 2007.

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Bayerisches Fernsehen: Diskussion zum Rauchverbot in der Gastronomie.

Morgen, am 18. Dezember 2007, zeigt das Bayerische Fernsehen um 20.15 Uhr in der Talkshow "Münchner Runde" eine Diskussion zum Thema Rauchverbot in der Gastronomie unter der reißerischen Überschrift "Kippen-Krieg in Bayern". Teilnehmer sind:
  • Ludwig Hagn, Wiesnwirt
  • Dr. Marianne Koch, Ärztin und Moderatorin
  • Georg Schmid, CSU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, genannt "Schüttel-Schorsch", nicht weil ihn viele gerne kräftig schütteln möchten, sondern weil er grinsend jedem die Hand schüttelt, der nicht rechtzeitig auf den Bäumen ist.
  • Max Tidof, ein Schauspieler, der mit Genuß angeblich bis zu 80 Gitanes am Tag raucht. Quelle: "Nachtcafé, in: Gourmet-Report.
Moderiert wird das Gespräch von Sigmund Gottlieb.

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Rundfunks).

Anmerkung: Es ist bezeichnend für die desolate Lage, in die sich der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband manövriert hat, daß die Branche von Ludwig Hagn vertreten wird. Er ist zehn Jahre lang Präsident des BHG gewesen, engagiert sich aber mittlerweile mit Herzblut im Verein zum Erhalt der Wirtshauskultur.

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Lanara Badekugeln.

Die "Lanara Wellness Manufaktur" hat ihren Sitz in der lettischen Hauptstadt Riga. Sie fertigt unter anderem Badekugeln, handgemachte Seifen in Kugelform. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten, bis hin zu "Grapefruit", "Zitronenmelisse", "Vanille", "Zitronengras", "Pflaume", "Kaffee" oder "Haferflocken-Honig-Milch" aus Weintraubenkernöl, Mittelmeersalz, Haferflocken, Milch und Honigaroma.

Sie eignen sich gut als Weihnachtsgeschenk für Ihre Stammgäste, Mitarbeiter oder Geschäftspartner, das thematisch zu Ihrem gastronomischen Konzept oder ein Produkt Ihres Hauses thematisch passend ergänzt.

Betriebe des Übernachtungsgewerbes können ihre Bäder mit diesen ungewöhnlichen Seifen ausstatten und sorgen so für Mundpropaganda.

Eventuell kann man diese Seifen auch Gästen als Mitbringsel zum Kauf anbieten oder Sie integrieren als Amazon-Affiliate Links zu Amazon, die auf diese Seifen verweisen, in die Website Ihres Betriebs, und verdienen sich damit eine kleine Verkaufsprovision, ohne sich selbst um den Distanzverkauf kümmern zu müssen. Denn Produkte von Lanara kann man auch bei Amazon erwerben und nicht nur in den zahlreichen Läden von Franchisenehmern und weiteren Anbietern.

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Sonntag, Dezember 16, 2007

DEHOGA-Trendreisen für Gastro-Profis: Erste Ziele 2008 Lissabon und Prag .

Innovative Gastro-Konzepte und spannende kulinarische Trends in europäischen Metropolen stehen im Fokus der neuen DEHOGA-Trendreisen, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) ab 2008 veranstaltet. Geführt von erfahrenen Reiseleitern erkunden die gastgewerblichen Unternehmer im Rahmen eines abwechslungsreichen und hochwertigen Programms die Städte und können sich selbst ein Bild von den gastronomischen Entwicklungen vor Ort machen.

Die ersten dreitägigen Reisen gehen im Februar 2008 nach Lissabon in Portugal und im Mai 2008 nach Prag in Tschechien. Für das zweite Halbjahr 2008 sind weitere attraktive Trend-Reisen zu gastronomisch wie touristisch interessanten Destinationen geplant. Im Preis enthalten sind die Reiseleitung, drei Übernachtungen inklusive Frühstück in einem bereits ausgewählten Hotel, ein Abend- und zwei Mittagessen, die Kosten für das Rahmenprogramm, die Transfers zwischen Flughafen und Hotel sowie ein Reisepreissicherungsschein. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 20.
  • Die Lissabon-Reise im Detail: Sonntag, 24. Februar, bis Mittwoch, 27. Februar 2008. Der Preis pro Person beträgt 725,00 Euro inklusive Übernachtungen und Mehrwertsteuer. Für Alleinreisende kommt ein Einzelzimmerzuschlag von 125,00 Euro (inkl. MwSt.) hinzu.
  • Die Prag-Reise im Detail: Sonntag, 18. Mai, bis Mittwoch, 21. Mai 2008. Der Preis pro Person beträgt 825,00 Euro inklusive Übernachtungen und Mehrwertsteuer. Für Alleinreisende kommt ein Einzelzimmerzuschlag von 260,00 Euro (inkl. MwSt.) hinzu.
Die Reisen werden von der INTERHOGA und ihrem Partner, der City innovation GmbH, jeweils in Zusammenarbeit mit einer lokalen Reiseagentur durchgeführt. Buchungen nimmt Frau Bianca Daniels von City innovation gerne unter der Telefonnummer 0211/87 67 07 54 oder per Fax an 0211/876 70 76 entgegen. Flyer zu beiden Reisen mit weiteren Reisedetails stehen im Internet unter www.interhoga.de/gastro zum Download bereit.

(Quelle: Pressemitteilung der Interhoga).

Anmerkung: Den Flyer für die Gastro-Tour nach Prag habe ich mir angeschaut. Ich konnte keine Information entnehmen, warum ausgerechnet diese Restaurants besucht werden sollen. Positiv formuliert ist das Programm insgesamt so licht, daß man ausspannen kann. Von einer Gastro-Tour würde ich mir persönlich aber - auch schon in der ankündigenden Beschreibung - wünschen, zu erfahren, inwieweit die besuchten Betriebe gastronmische Konzepte darstellen, die es zu besichtigen lohnt, insbesondere, wenn solche Gastro-Touren von der DEHOGA angepriesen werden.

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Gelaber.

Was machen schlechte Manager, wenn sie ihre Kunden mit Plänen verprellen, sie mit Werbung Dritter per Instant Messenger und Handy vollmüllen zu wollen, einen Sturm der Entrüstung ernten und dann den Schwanz einziehen müssen? Sie labern sich die Arschkarte schön:
"Auf diese Ankündigung hin haben sich bereits viele von euch gemeldet und uns damit ein wertvolles Feedback gegeben, auf Grund dessen wir die Formulierungen klarer gestaltet haben."
Zitaut aus: "Kommentar der Gründer zu den neuen AGB und Datenschutzregelungen" von Dennis Bemmann und Michael Brehm von StudiVZ.

Zu den Hintergründen siehe: "Werbetralala um StudiVZ", in: Basic Thinking Blog.

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Tricks zur Umgehung des Rauchverbots.

Die Leser von "Bild am Sonntag" können sich in der heutigen Ausgabe über Tricks de Gastronomen amüsieren, mit denen sie das gesetzliche Rauchverbot umgehen wollen: "Rauchverbot - na und?".

Neben einigen Gags, über die wir schon berichtet haben (wie "Wie Wirte das Rauchverbot austricksen", "Bar Centrale als Raucherclub"), habe ich in dem Artikel auch mir Neues erfahren:
  • Das "Bachmaier Hofbräu" in München hat seine Sommerzelte mit Heizstrahlern und Decken zu Winterzelten umfunktioniert.
  • Die Kollegin, Autorin und RTL-Moderatorin Tine Wittler hat ihre "Parallelwelt" in Hamburg-Ottensen ein Vereinsheim des raucherei e.V. umgewandelt.
  • Der Kollege Michael Windisch hat in seiner Berggaststätte "Maltermeister Turm" in Goslar (Niedersachsen) drei Löcher in die Wand gesägt (für den Kopf und zwei Arme). Der Raucher bleibt in der Wärme stehen, die Zigarette raucht er draußen.
  • In München hat der Kollege Simi Berst im Innenhof seines "Zoozies" zwei Ski-Gondeln für Raucher aufgebaut. Er nennt sie "Beziehungskisten".

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