Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Februar 13, 2008

Das Musterlaendle.

Gute Nachrichten für die Kollegen in Baden-Württemberg. Siehe dazu die Meldung "Nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol", in: Stuttgarter Nachrichten vom 13. Februar 2008.

Demnach plant die schwarz-gelbe Koalition, die die Landregierung stellt:
  • Den Verkauf von Alkohol in Tankstellen und im Einzelhandel ab 22.00 Uhr oder ab Mitternacht bis 6 Uhr früh zu verbieten.

    Das ist gut so, denn von dieser Beschränkung des Handels profitiert die Gastronomie. Paragraph 7 Absatz 2 des Gaststättengesetzes erlaubt Gaststätten den Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken:
    "Der Schank- oder Speisewirt darf außerhalb der Sperrzeit zum alsbaldigen Verzehr oder Verbrauch
    1. Getränke und zubereitete Speisen, die er in seinem Betrieb verabreicht,
    2. Flaschenbier, alkoholfreie Getränke, Tabak- und Süßwaren
    an jedermann über die Straße abgeben."
    D.h. man darf Bier auch in Flaschen verkaufen, wenn man es in der Gaststätte nur vom Faß anbietet. Andere alkoholische Getränke darf man nur außer Haus verkaufen, wenn man sie auch in der Gaststätte ausschenkt, also in der Getränkekarte gelistet hat.

    Man sollte in den Gaststätten attraktive Angebote für den Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken machen. Wegen der wegfallenden Konkurrenz von Tankstellen und Handel können sie preislich durchaus etwas über dem Preisniveau von Tankstellen liegen. Es empfiehlt sich seine Außer-Haus-Preise für alkoholische Getränke an die der Kollegen anzupassen bzw. mit den benachbarten Kollegen darüber zu reden.

    Die Einschränkung "zum alsbaldigen Verzehr oder Verbrauch" wird üblicherweise großzügig ausgelegt. Ein paar Kisten Bier für eine Party fallen sicherlich noch darunter.

  • Die Sperrzeiten, die in Baden-Württemberg anders als in den anderen Bundesländern noch nicht verkürzt worden sind, sollen endlich verkürzt werden. Gaststätten könnten demnach am Wochenende bis 5 Uhr öffnen, unter der Woche bis 3 Uhr. Dies ist aber immer noch weniger liberal als etwa in Bayern, wo sogar überlegt wird, die "Putzstunde" von 5 bis 6 Uhr morgens, in der Gaststätten noch geschlossen werden müssen (auch wenn das normalerweise kein Schwein kontrolliert) abzuschaffen.

  • Überlegt wird auch eine Deregulation des vermaledeiten Rauchverbots - unter dem Eindruck der jüngsten Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz und der Aussicht auf eine in die selbe Richtung gehenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts.

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