Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Februar 20, 2008

Tourismuscamp 2008 in Eichstaett - Auf ein Wiedersehen.

Am 9. und 10. Februar 2008 habe ich am Tourismuscamp 2008 in Eichstätt teilgenommen.

Logo TourismusCamp Eichstätt

Den Organisatoren des ersten Fach-Barcamps im deutschsprachigen Raum, den Autoren von Tourismus-Zukunft (Jens Oellrich und Florian Bauhuber) meinen herzlichen Dank, ebenso Prof. Hopfinger und nicht zuletzt den netten und fleißigen Studenten von TOPAS (Touristische Organisation, Planung, Ausführung von Studenten).

Ich habe auch unter der Fragestellung teilgenommen, was man für die Organisation von thematischen Barcamps lernen kann. Da zu den einzelnen Sessions des TourismusCamps schon zahlreiche Beiträge vorliegen und auf der Website des TourismusCamps verlinkt worden sind, beschränke ich mich auf einige organisatorische Aspekte und persönliches Erleben rund um das BarCamp.

Auch wenn nach außen hin vielleicht der falsche Eindruck entstehen kann, BarCamps organisierten sich selbst, steckt dahinter doch jede Menge planender, organisierender und operativer Arbeit. Das folgende Foto zeigt Jens Oellreich beim Empfang der gut 40 Teilnehmer:

Jens Oellrich

Eine besondere Herausforderung für die Organisation von BarCamps, so auch bei diesem, scheint zu sein, daß viele Teilnehmer sich sehr spät anmelden und ein Teil der angemeldeten Teilnehmer nicht erscheint. Warum verlangt man nicht die Vorauszahlung einer Anmeldegebühr, die verfällt, wenn man nicht erscheint. Ob man sie den Teilnehmern erstattet oder dazu verwendet, etwa die Verpflegung oder andere Kosten zu decken, steht auf einem anderen Blatt. Gerade Teilnehmer von Fachblogs werden durch eine nicht zu hohe Anmeldegebühr nicht an einer Anmeldung gehindert. Ohnehin stellen die individuell anfallenden Kosten für Anfahrt, Übernachtung usw. und die für ein BarCamp aufzuwendende Zeit eine viel größere Hürde dar.

Als Getränkesponsor konnte die Brauerei Gutmann gewonnen werden.

Getränke-Sponsoring der Brauerei Gutmann

Ich bin einen Tag früher angereist und habe die Zeit und die Gelegenheit genutzt, die Brauereien Gutmann in nahegelegenen Titting und Hofmühl in Eichstätt zu besuchen.

Mein Gesprächspartner bei Gutmann wußte nichts von diesem Sponsoring. Warum hat diese Brauerie es versäumt, sich und ihre Biere vorzustellen? Man hätte sich in einer Pause die Biere degustieren können und jedem Teilnehmer einen Prospekt und evtl. ein Sixpack in die Hand gedrückt. Kostengünstiger kann man in einem solch meinungsbildenden Teilnehmerkreis nicht bekannt machen. Ich habe Anfang März einen Brauereimitarbeiter in Bamberg zu Besuch und werde mal darüber sprechen.

Das folgende Bild habe ich auf dem Brauereigelände der Brauerei Gutmann geschossen. Es zeigt alte Bierfässer:

Alte Bierfässer in der Brauerei Gutmann

Die Brauerei selbst ist modern und für jemanden, der aus dem Raum Bamberg mit seinen vielen, sehr kleinen Brauereien kommt, schon beeindruckend groß.

Auch die Brauerei Privatbrauerei Hofmühl, am Veranstaltungsort Eichstätt gelegen, hat die Chance, sich vorzustellen, nicht genutzt. Dabei ist man durchaus bemüht, das Vertriebsgebiet auszuweiten. Vor gut einem Jahr hat man die Stadtbrauerei Roth, eine der letzten beiden deutschen Kommunalbrauereien, übernommen und nutzt sie als Depot für die Mühlhof-Biere. Man hat mir aber immerhin zwei Prospekte mitgegeben, als ich anbot, welche für die Teilnehmer mitzunehmen, und darauf hingewiesen, daß der Braugasthof "Trompete" Hofmühl-Biere ausschenkt und auch Prospekte vorrätig hat. Viele auswärtigen Teilnehmer, wie auch ich, haben dort übernachtet.

Braugasthof Trompete

Am Vorabend haben fünft bereits angereiste und am Abend des 1. Veranstaltungstages alle Teilnehmer dort gemeinsam zu Abend gegessen. Das Essen war fränkisch-bayerisch, mit großen Portionen (800 Gramm Haxe!) und hat gut geschmeckt, wie z.B. der abgebildete "Ochsenbraten":

Braugasthof Trompete, Eichstätt: Ochsenbraten


Das Ambiente ist bodenständig und gemütlich, die jungen Service-Mitarbeiter sind überaus freundlich und schnell. Im Interieur wird das Thema des Braugasthofs an vielen Stellen aufgegrifen, z.B. werden die Lampen über den Tischen von Trompeten getragen:

Braugasthof Trompete

Wohl gefühlt hat sich auch der "Kronenblogger" Stefan Waidele (rechts im Bild), den ich auch für das nächste Treffen Blog-trifft-Gastro 2009, voraussichtlich im Raum Lüneburg, eingeladen habe:

Mühlhof Helles


Fast alle Hofmühl-Biere habe ich probiert. Am besten haben mir das weiche "Helle" und das dunkle, wunderbar nach Schokolade schmeckende Hefeweizen geschmeckt. Beide wurden zu recht ausgezeichnet.

Mühlhof Helles


Leider gab es aber das Bockbier von Hofmühl nicht, obwohl der Bock am selben Abend im Café im Paradeis angestochen worden ist.

Mühlhof Helles


Den Braugasthof "Trompete" kann ich empfehlen. Er liegt zentral in der Eichstätter Altstadt, unweit vom Veranstaltungsgelände der Universität Eichstätt. Man bekommt vom Hotel sogar eine Parkerlaubnis, mit der man au den öffentlichen Parkplätzen vor dem Hotel kostenlos parken darf:

Braugasthof Trompete

Von einigen Teilnehmern des TourismusCamps wurde bemängelt, daß das WLAN nicht so recht funktioniert hätte (was ein generelles Problem auf BarCamps zu sein scheint, geschuldet den üblchen Schutzmechanismen in den Veranstaltungsräumen, mit denen verhindert werden soll, daß Unberechtigte das WLAN nutzen). Ich verkneife mir mittlerweile auf ähnlichen Veranstaltungen wie auch auf Messen meine Zeit an der Kiste zu vertrödeln, statt zuzuhören und mitzureden. Und vernünftigerweise haben es die meisten auch so gehalten. Es waren fast schon zu wenige, die aus den Sessions fortlaufend berichtet haben. Insoweit hätte es sich vielleicht gelohnt, zu organisieren, wer welche Sessions mit schreibt.

Die kompetenten und durchgängig netten Teilnehmer waren Gott sei dank nicht Technik besessen. Nur eine Handvoll der Teilnehmer hatte zuvor schon einmal an einem BarCamp teilgenommen, vielleicht der Tatsache geschuldet, daß am selben Wochenende in Jena ein eher Technik lastiges BarCamp Mitteldeutschland stattfand. Aber solche Überschneidungen sind kaum zu vermeiden. Ich wäre, wenn mich Eichstätt nicht mehr gereizt hätte, zur Intergastra nach Stuttgart gefahren.

Erfreulicherweise waren viele Österreicher anwesend. Gerade bei touristischen wie auch gastgewerblichen Themen ist das fruchtbar, weil das österreichische Gastgewerbe wie auch der Tourismus, so mein oberflächlicher Eindruck, durchschnittlich professioneller agiert. Dies mag seine Gründe haben, wie den größeren Stellenwert, den der Tourismus hat, oder auch die lange Zeit vorhandenen, mittlerweile eingeebneten Zugangsbeschränkungen für das Gastgewerbe.

Wenn ich Jens Oellrich, einen der Organisatoren, richtig verstanden habe, spielt man mit dem Gedanken, das TourismusCamp in Eichstätt im nächsten Jahr zu wiederholen. Ich wäre dabei und würde mich dann auch vorbereiten, eine Sesson (mit) vorzutragen.

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