Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, März 07, 2008

Beckstein will "spanische Verhaeltnisse" in Bayern.

Zur "Münchener Abendzeitung" sagte der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein ("Ganz Bayern ein Raucherclub") vom 6. März 2008):
"Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Herbst spanische Verhältnisse in Bayern haben werden."
Genau dies haben viele Gastronomen gefordert, so auch die Wiesn-Wirte und der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur. Für alle Einraumgaststätte und Betriebe bis zu 100 Quadratmeter läuft die "spanische Lösung" darauf hinaus, daß sie wie schon vor der Einführung des Raucherdrangsalierungsgesetzes sich frei entscheiden können, ob sie in ihrem Betrieb ein Rauchverbot aussprechen oder auch nicht.

Konsequenter wäre es, das ganze Murksgestz einfach in den Papierkorb zu schmeißen und es wie in den letzten Jahrtausenden uns Gastronomen zu überlassen, wie wir unser Hausrecht wahr nehmen. Doch dazu fehlt es den Politikern noch an Demut.

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Kommentare:
Spanische Lösung: "genau dies haben viele Gastronomen gefordert, so auch die Wiesn-Wirte und der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur."

Nur eine Minderheit hat dies "gefordert". Zumal die WiesnWirte nur eine handvoll sind, und der Verein "zum Erhalt..." keinerlei Wirte vertritt. Die Mehrheit der bayerischen Gastronomen vertritt die klare Lösung eines Rauchverbot ohne Ausnahmen.

Weder die Mehrheit der Wirte, noch der Gaststättenverband, noch die Wirtschaftsverbände, die Gäste, oder die Angestellten fordern eine spanische Lösung, die praktisch den Status-Quo vor dem Gesetz bedeutet, plus viel Bürokratie, ausbleibende Nichtraucher, Gästetrennung und massive Umsatzeinußen.

Eine bürokratische, wettbewerbsverzerrende und kostenintensive Lösung (wer zahlt die Milliarden für die Raucherumbauten in großen Lokalen?) die zudem NR aus allen Lokalen kleiner als 100qm sperrt (also die Mehrzahl) wird weder von den Wirten noch von den Gästen gewünscht.

Im Januar stiegen u.a. die Touristenzahlen in Bayern weiter, die Aufhebung eines Rauchverbotes durch die (selbst dort erfolglose) spanische Lösung wäre der Tod für die Gastronomie und vielen Wirte, die wegen ein paar Hardcorerauchern und CSU-Umfallern dazu gezwungen würden ihre Gäste zu trennen, und Milliarden Euro in Raucherzimmer umzubauen.
 
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