Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, März 13, 2008

Blogger Relations.

In seinem Artikel "Blogger Relations - Die Social Media Release" gibt Bastian Scherbeck von der Achtung! kommunikation GmbH (GPRA) Tipps, wie man als PR-Mensch mit Bloggern umgehen sollte (via "Online Relations aufbauen" von Klaus Eck).

Ich bin zwar kein klassischer Blogger, weil ich auch Pressemitteilungen gerne publizieren, ohne jedesmal den mitunter lächerlichen, marktschreierischen Stil mancher Pressemitteilungen hämisch zu kommentieren. Doch ein paar Dinge nerven mich mitunter schon:
  • Quellen für Aussagen werden nicht genannt oder ungenau bezeichnet, etwa wenn Ausagen Dritter in Pressemeldungen zitiert werden. Die Autoren dieser Pressemitteilungen verkennen, daß Blogs sich in bezug auf die Zitierung eher an wissenschaftlichen Publikationen orientieren denn an Zeitungsartikeln. Zitate und Links zu den Quellen sind ein nützlicher Service für die Leser und erhöhen die Glaubwürdigkeit eines Blogs. So auch das Ergebnis einer quantitativen Studie über die Rezepienten von Corporate Blogs: "Studienergebnisse: Rezipienten von Corporate Blogs". Viele Printmedien scheinen dies nicht nötig zu haben.
  • Die URLs der Websites Dritter, die in diesen Pressemitteilungen erwähnt werden, werden nicht mitgeliefert. Ich kann diese zwar selbst recherchieren. Doch dies ist zeitaufwändig und gelegentlich verlinkt man nicht im Sinne desjenigen, der die Pressemeldung versandt hat. Ein Beispiel aus den letzten Tagen: Ein Unternehmen stellt ein Produkt her und verwendet dabei den Markennamen eines anderen Unternehmens. Dafür hatte der Produzent zwar die Erlaubnis dieser Marke, wollte aber dennoch nicht, daß auf die Website dieser Marke verlinkt wird, weil eventuell der falsche Eindruck hätte entstehen können, das Produkt werde nicht von ihm, sondern vom Markenunternehmen hergestellt. Ich habe dann, nachdem man mich deswegen angerufen hat, diesen mißverständlichen Link wieder entfernt.
  • Fotos, die zur Verfügung gestellt werden, sind für Online-Veröffentlichungen nicht geeignet (zu groß). Ich kann sie zwar selbst schnell verkleinern. Aber alles was einem Blogger Arbeit macht, verschlechtert die Chance, daß eine Pressemitteilung oder das Foto genutzt wird. Zudem verliert der Urheber der Pressemitteilung die Kontrolle darüber, in welcher Kompression, in welcher Qualität ich das Bild veröffentliche oder ob ich es gar beschneide.
  • Wenn ich neue Produkte, etwa Getränke vorstelle, probiere ich sie am liebsten vorher selbst (aus). Dies ist für mich ein Grund, Messen wie die ANUGA, die Biofach, Gastromessen oder Hausmessen von Getränkefachgroßhändlern oder auch Verbrauchermessen zu besuchen. Viele Hersteller sind zwar so clever, neue Produkte von sich aus zuzusenden oder eine Zusendung wenigstens anzubieten. Aber manche übertreiben: Was soll ich mit einer ganzen Kiste anfangen von einem Zeug, das in vielen Fällen wirklich nicht mundet? Schlimmer noch ein Getränkehersteller, der mir, nachdem ich angefragt habe, wo ich mir das Produkt in meiner Nähe kaufen könne, den Namen einer großen Einzelhandelskette nannte, bei der es gelistet wäre. In einer Filiale habe ich dann erfahren, daß es zwar zentral gelistet sei, aber vor Ort nicht zu haben. Der Grund liegt darin, daß dieses Unternehmen wie viele Hersteller nicht weiß, in welchen Verkaufsstellen seine Produkte verkauft werden. Nachdem ich mich nicht habe abbringen lassen, um die Nennung einer konkreten Verkaufsstelle zu bitten, hat man mir unaufgefordert ein sehr großes Paket mit dem (fast) kompletten Sortiment zugeschickt. Das ist zwar vermutlich nett gemeint gewesen, aber leider hat ausgerechnet das gewünschte, neue Produkt gefehlt. Gottseidank haben die anderen wenigstens (ungebloggt) geschmeckt.

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