Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, März 31, 2008

Rekomendi.

Von Mundpropaganda, Empfehlungsmarketing und Networking wird viel geschwätzt. Seltener sind die Projekte, bei denen die Erkenntnis, daß (wechselseitiges) Empfehlen effizienter sein kann als klassische Werbung, gelebt wird. Rekomendi, das Empfehlungsnetzwerk des MIRO Instituts in Coburg, also von Dr. Thomas Grottker, scheint zu funktionieren.

Es vereint folgende Elemente:
  • Aus jeder Branche darf nur ein Unternehmen teilnehmen. Dieses Prinzip kennt man auch mehr oder weniger in ähnlicher Weise von Netzwerken wie den Lion Clubs, den Rotary Clubs und den Freimaurern (ich weiß, daß diese Netzwerke auch gemeinnützige bzw. ideologische Zielsetzungen haben).
  • eine Kombination von Networking (Vertrauensbildung durch Kennenlernen) und Weiterbildung/Beratung wie man sie auch kennt von Barcamps, Treffen des Food Management & Bevarage Association oder der Wirtschaftsjunioren. Bei Rekomendi trifft man sich einmal wöchentlich. Alle vierzehn Tage stellt sich ein Mitglied vor. Bei den Treffen dazwischen gibt es Vorträge zu betriebswirtschaflichen Themen.
  • Das Projekt ist kommerziell, der Organisator/Coach wird bezahlt durch einen Mitgliedsbeitrag. Damit bleiben die Kosten pro beratenem Unternehmen überschaubar. Vergleichbar ist dies mit dem Konzept des Beraternetzwerkes Coester & Schmidt. Der Unterschied besteht darin, daß Coester & Schmidt ausschließlich Betriebe des Gastgewerbes und nur einen Betrieb jeder Region ("Gebietsschutz") berät, wohingegen Dr. Thomas Grottker Betriebe aller Branchen in einer Region (zur Zeit in den Regionen Coburg, Bamberg und Würzburg).
  • Die regionale Gruppe bleibt von ihrer Mitgliederanzahl überschaubar. Im Raum Bamberg gibt es zur Zeit ca. 15 Mitglieder. Maximal sollen es ca. 35 werden. Siehe dazu die Mitgliederliste bzw. eine Übersicht der vertretenen und noch nicht vertretenen Branchen.
  • Der Zeitbedarf für die Teilnehmer wird gering gehalten. Die wöchentlichen Treffen dauern maximal von 7 Uhr bis 8.15 Uhr in der Früh. Das ist nur bei regionalen Netzwerken sinnvoll. Bei überregionalen Treffen wie dem Tourismuscamp in Eichstätt oder Treffen der Nachhaltigkeitsblogger auf der Biofach in Nürnberg wird man ein- oder mehrtägige Teilnahmen präferieren, damit der Fahrtaufwand in einem vernünftigen Verhältnis zur gemeinsamen Zeit steht.
Gastronomen können sich Vorteile aus Erfahrungsaustausch, betriebswirtschaftlicher Weiterbildung und Beratung eher von Branchentreffen erwarten. Ein Vorteil regionaler Netzwerke mit Teilnehmern anderer Branchen (wie etwa auch regionaler Xing-Gruppen) besteht darin, daß deren Mitglieder gastronomische Leistungen vor allem in der Region nachfragen.

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