Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, April 14, 2008

Ciconia ciconia.

Störche sind fast so putzig wie Eisbären. Sie bringen nicht nur Babies, sondern ziehen auch Gäste an, inbesondere Familien. Dies nutzen unter anderem zwei Kollegen im Landkreis Bamberg. Die Brauerei Zehendner in Mönchsambach hat das Objektiv einer Webcam auf ein Storchennest auf dem Dach ihres Brauhauses gerichtet und stellt alle 30 Sekunden aktualisierte Bilder ins Netz. So können sich nicht nur die Besucher der Brauereigaststätte vor Ort informieren, wo der Nachwuchs bleibt. Gottseidank sind Störche sind tagaktive Vögel, so daß man auch sehen kann, was im Nest passiert.

Brauerei Zehendner in Mönchsambach

Das Foto zeigt die Brauerei Zehendner in Mönchsambach.
Rechts: die Brauereigaststätte, links: die Brauerei mit dem roten Sudhaus in der Mitte. Auf dem Dach des Sudhauses links: das Storchennest, in der Dachmitte: die Webkamera.

Der Landgasthof Pickel in Frensdorf beheimatet seit Jahren alljährlich ein Storchenpaar und informiert per Inserat in der lokalen Tageszeitung, sobald das Storchenpaar wieder "zu Hause" ist. Die Chance, damit im Internet zu werben, wird verschenkt. Aber wenigstens berichten Bierkellerführer wie Bierkleller.de darüber.

Im Online-Lexikon Wikipedia kann man über den Storch lesen:
"Einzelgängerische Arten nutzen ohnehin meistens alljährlich dasselbe Nest, die Koloniebrüter besetzen ein vorhandenes Nest innerhalb der Kolonie, aber selten das des Vorjahres. Dennoch wird stets frisches Nistmaterial hinzugefügt. Ein Storchennest besteht hauptsächlich aus Ästen und Zweigen....Meistens werden drei bis fünf, selten ein bis sieben Eier gelegt. Die Eier werden 25 bis 38 Tage von beiden Partnern bebrütet. Die geschlüpften Jungen tragen für gewöhnlich ein weißes Dunenkleid... Die Jungen sind untereinander friedlich, so dass oft die gesamte Brut durchgebracht werden kann. Beide Partner sind für die Beschaffung von Nahrung zuständig. Nach fünfzig bis hundert Tagen sind Jungstörche flügge."
"Storch" findet sich gelegentlich auch als Name gastronomischer Betriebe:
  • Das elsässische Restaurant "Storch" in Berlin biete auch Links zum Thema.
  • Der Name "Zum Storch" des fränkischen Gasthofs und Weinguts "Zum Storch" in Prichsenstadt wurde 1658 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das Thema wird aber nicht weiter gesponnen.
  • Ganz anders der Gasthof Summter Storch in Mühlenbeck-Summt, wo man Störche als Dekoration und als Bildlogo findet. Was man aber aus einem tierischen Namen machen kann, zeigt z.B. die Bamberger Gaststätte "Zum Pelikan", in der dieses Thema nicht nur in der Werbung aufgegriffen wird (Kneipenmotto: "Untertauchen, Auftauchen, Weiterfliegen"), sondern auch in Form von Dekorationsgegenständen, von ausgestopften Pelikanen, bis hin zu einem Schild der Brauerei Pelican, gesammelt vom Kollegen Heiner Sauer, aber auch Mitbringsel seiner Gäste aus der ganzen Welt.
In der Speise- und Getränkekarte kann man das Thema schlecht aufgreifen; Störche sollen etwas zäh sein. Auch die angebliche Lieblingsspeise der Störche sind als Froschschenkel auf Speisekarten hierzulande eher verpönt, zumindest selten zu finden, so z.B. auf der im Speisekarte von Hugo's Restaurant im Hotelrestaurants Hasen in Karlsruhe in zwei Zubereitungen:
  • Froschschenkel a la creme: Angebratene Froschschenkel mit Weisswein, Creme fraiche, Sahne, Koblauch, jungem Lauch und Kräutern
  • Froschschenkel provencial: Froschschenkel in Olivenöl gebraten, mit Tomaten, Chorizo, Knoblauch, jungem Lauch und Kräutern.