Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, April 12, 2008

Qualitaetsjournalismus à la Schwaebischem Tagblatt.

Was ich an Journalisten gar nicht mag, ist, daß sie gerne abschreiben, aber mitunter unterschlagen, wo sie abgeschrieben haben. So heißt es in einem Artikel "Das Rauchverbot: ein Papiertiger" von Willibald Ruscheinski, in: Schwäbisches Tageblatt vom 12. April 2008:
"Denn natürlich beraten sich auch die Kneipiers darüber, wie sich das zumindest auf dem Papier für viele schmerzhafte Gesetz maximal liberal handhaben lässt. 'Das Risiko erwischt zu werden', heißt es beispielsweise auf einer einschlägigen Internet-Seite, 'ist geringer, als wenn man nachts um Drei verbotenerweise an eine Hauswand pinkelt'. Und: 'Wer seinen Gastwirt anzeigt, sollte sich schnell eine andere Stammkneipe suchen. Ein Hausverbot ist ihm wohl sicher.'
Die "einschlägige Internet-Seite" ist Abseits.de. Beide Zitate stammen aus meinem Beitrag "FAQ Nichtraucherschutzgesetz Baden-Wuerttemberg" vom 27. Juli 2007. Wenn man schon so gescheit ist zu googeln, warum ist man unwillens oder unfähig, richtig zu zitieren?

Ansonsten ist dieser Bericht aus einer Sitzung des Rottenburger Gemeinderats recht amüsant. Z.B. wird die SPD-Stadträtin Margarete Nohr zitiert:
"Man kann doch keine Gesetze machen, wenn sich hinterher niemand dran halten muss."
Doch, das kann man. Ich zitiere mich mal korrekt selbst:
"Die Politiker meinen es in Wahrheit gar nicht ernst mit dem Rauchverbot, sonst müßten sie administrativ für eine effektive Kontrolle sorgen. Doch genauso wie sie feige vor der Antiraucher-Lobby kuschen, haben Sie Schiß vor dem Unmut von Millionen Rauchern."
(Quelle: "Verfassungsbeschwerden gegen das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie", in: Abseits.de 24. März 2007.

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