Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, April 23, 2008

Schinderhannes-Marketing VII.

Den Begriff "Schinderhannes-Marketing" habe ich für Marketing-Aktionen eingeführt, bei denen vorsätzlich gegen Gesetze verstoßen wird oder fragliche Rechtssituationen oder rechtliche Grauzonen ausgenutzt werden, um in den Genuß kostenloser Werbung zu kommen, die sich daraus ergibt, daß Wettbewerber, der Staat oder andere Organisationen dagegen vorgehen oder auch nur wettern und die Medien darüber berichten. Beispiele unter "Schinderhannes-Marketing VI".

Eine umgekehrte Variante nutzt Klagen gegen bekannte Persönlichkeiten oder Unternehmen, um Menschen oder Unternehmen, die kaum jemand kennt, ins Rampenlicht zu stellen: "Blogger will Schadenersatz von Facebook", in: Computerwoche vom 23. April 2008.

Die Klage erscheint nicht ganz aussichtslos, denn der Gebrauch natürlicher Namen ist nach § 12 BGB geschützt, auch wenn sie nicht als Marke nach § 3 Markengesetz eingetragen sind. In diesem Fall kommt es aber auch darauf an, ob die Verwendung von Marken- und anderen Namen in der Weise, daß, wenn jemand in einer Suchmaschine danach sucht, eine Anzeige eines Inserenten automatisch geschaltet wird, der diese Namensrechte nicht besitzt, zulässig ist. Dies ist juristisch umstritten.

Kommentare:
Naja, bei Johnny Haeusler davon zu sprechen, dass ihn niemand kennt ist vielleicht doch etwas untertrieben. Unabhängig davon überlege ich mir auch ähnliche rechtliche Schritte. Das hat für mich aber nicht was mit PR zu tun sondern viel mehr damit, dass man so einem Treiben wirklich so früh und klar wie möglich Einhalt gebieten muss.
 
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