Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, April 07, 2008

Unbehindert Miteinander in Restaurants und Laeden.

Stuttgart, 7. April 2008: Zum dritten Mal zeichnet die Aktion "unbehindert miteinander" Gaststätten, Hotels und Geschäfte mit Sitz in Baden-Württemberg für ihren guten Service für Menschen mit Behinderungen aus. Bei dieser bundesweit einmaligen Aktion haben in den beiden letzten Jahren 250 Unternehmen die Auszeichnung bekommen. Der Anmeldeschluss in diesem Jahr ist der 30. April 2008.
"Durch die Auszeichnung haben wir viele positive Rückmeldungen bekommen"
so einer der ausgezeichneten Betriebe. Eine Umfrage der Projektpartner unter 30 Gaststätten und Einzelhandelsgeschäften hat ergeben, dass alle sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Plakette sind.

Die Plakette ist das äußerliche Zeichen, mit dem jeder Betrieb für die erhaltene Auszeichnung und damit seinen guten Service für Menschen mit Behinderungen werben kann. Zwar lässt sich nicht exakt messen, ob zusätzliche Kunden gekommen sind. Aber es führte vor allem dazu, dass
"im Betrieb Bewusstsein geschaffen wurde, um im Alltag 'unbehindert miteinander' zu leben."
Viele haben ihr Servicepersonal ganz bewusst geschult und die Empfehlungen der beteiligten Verbände im Umgang mit behinderten Kunden umgesetzt.
"Es sind einfach viele Kleinigkeiten im Service, die beachtet werden müssen, wie z.B. den blinden Menschen zu sagen, wo das Besteck liegt. Oder das Essen so anzurichten, dass es nur mit der Gabel gegessen werden kann."
Viele Betriebe sind auch baulich auf behinderte Menschen eingerichtet. Wo das nicht geht, ist vor allem Kreativität gefragt. Ein Hotelier:
"Die Tische wurden höher gemacht. Und meine private Toilette, die rollstuhlgerecht ist, wurde so umgebaut, dass sie auch von Gästen benutzt werden kann. Denn die Hoteltoiletten konnten nicht verändert werden."
Auch Einzelhändler zeigen an einfachen Beispielen, wie Service für Menschen mit Behinderungen aussehen kann: So können in einigen Geschäften die Rollstuhlfahrer eine Kleiderauswahl mit nach Hause nehmen, wenn die Umkleidekabinen zu eng sind. Im Supermarkt hilft Personal, Ware aus oberen Regalen herauszunehmen oder nimmt sich für blinde Kunden Zeit für den gemeinsamen Rundgang.

Die Plakette, die ausgezeichnete Betriebe bekommen, gilt für drei Jahre und muss dann neu beantragt werden. Für die Unternehmen ist die Teilnahme an der Aktion eine gute Gelegenheit, ihr Serviceprofil öffentlichkeitswirksam darzustellen und dadurch neue Kunden zu gewinnen. Überprüft werden die Betriebe durch Menschen mit Behinderungen, die von der Lebenshilfe oder der Diakonie betreut oder begleitet werden. Neben diesen Sozialverbänden sind der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und der Einzelhandelsverband Baden-Württemberg Träger der Aktion. Gefördert wird die Aktion von der Paul Lechler Stiftung und der Aktion Mensch.

Mehr Infos über die Aktion, die Bewerbungsunterlagen und die Liste der ausgezeichneten Betriebe stehen im Internet unter www.unbehindert-miteinander.de

(Quelle: Pressemitteilung des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Baden-Württemberg e.V.)

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