Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, April 25, 2008

Verwaltungsgericht Schleswig: Rauchverbot in Eck-Kneipen ohne Angestellte.

24. April 2008. In Eck-Kneipen ohne Angestellte darf vorläufig geraucht werden. Das hat das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht gestern in einem Eilverfahren entschieden.

Antragstellerinnen des Verfahrens waren vier Lübecker Gastwirtinnen von typischen "Stammkneipen". Sie können in ihren Lokalen keinen separaten Raucherraum einrichten, weil die räumlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Bislang hatten sich die Gastwirtinnen strikt an das seit Jahresbeginn geltende Nichtraucherschutzgesetz gehalten. Dadurch hätten sie viele Stammgäste verloren und seien mittlerweile nach drei Monaten in einer existentiell bedrohlichen wirtschaftlichen Notlage.

Das Gericht hat verfassungsrechtliche Bedenken am Nichtraucherschutzgesetz geäußert, weil das Gesetz keine Ausnahmeregelung für solche Gaststätten vorsieht, die keinen getrennten Raucherbereich in ihren Betrieben einrichten können und daher gezwungen sind, das Rauchen vollständig zu untersagen. Das Gericht folgte damit den u.a. vom Landesverfassungsgerichthof Rheinland-Pfalz zum dortigen gleich gelagerten Nichtraucherschutzgesetz erhobenen Bedenken.

Zur Abwendung schwerer wirtschaftlicher Nachteile hat das Gericht durch den Beschluss vorläufig bis zu einer Entscheidung eines Verfassungsgerichts über diese Frage das Rauchen in diesen Gaststätten zugelassen.

Dies gilt jedoch nur für Gaststätten, in denen keine Arbeitnehmer beschäftigt sind. Diese können sich nämlich - anders als nichtrauchende Gäste - den gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht entziehen. Hier überwiegen die überragenden Belange des mit dem Gesetz bezweckten Gesundheitsschutzes, den das Gericht respektierte.

Gegen den Beschluss vom 22. April 2008 (Az. 12 B 13/08) ist die Beschwerde zum Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht möglich.

(Quelle: Pressemitteilung des Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgerichts).

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