Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, April 22, 2008

World Beer Cup 2008: Die Gewinner.

Die Liste der Gewinner des World Beer Cup 2008 der amerikanischen Brewers Association wurde veröffentlicht.

Ausgezeichnet wurden zum einen Brauereien und Gasthausbrauereien, zum anderen Biere in 91 Kategorien.

Aus Deutschland wurde die Privatbrauerei Hoepfner mit dem "World Beer Cup Champion Brewery and Brewmaster" in der Kategorie "Mid-Size Brewing Company" ausgezeichnet.

Bei den Bieren wurden folgende Biere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet:
  • In der Kategorie "Non-Alcoholic Malt Beverage" erhielt das "Hefeweizen alkoholfrei" der Alpirsbacher Klosterbräu Glauner GmbH & Co. KG eine Silbermedaille. Bronze erhielt die Neumarkter Lammsbräu für ihr "Organic Saps-Fit Sparkling Malt Drink".
  • In der Kategorie "American-Style Hefeweizen" gewann die Apostel Bräu in Hauzenberg eine Bronze-Medaille.
  • In der Kategorie "Rye Beer" (Roggenbier) gewann die Bierbrauerei Schrems mit ihrem "Schremser Roggenbier" Silber.
  • In der Kategorie "Specialty Beer" gewann die das "Orig. Dinkel Bier" der Apostel Bräu in Hauzenberg eine Auszeichnung in Silber.
  • In der Kategorie "Cellar or Unfiltered Beer" (Kellerbiere oder unfiltrierte Bier) gewann die Privatbrauerei Hoepfner GmbH in Karlsruhe eine Goldmedaille für ihr "Hoepfner Kräusen".
  • In der Katgegorie "European-Style Low-Alcohol Lager/German-Style Leicht(bier)" gewann das "Waldhaus Light Line" Gold für die Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH in Weilheim/Waldhaus.
  • In der Kategorie "German-Style Pilsener" gewann das "Waldhaus Diplom Pils" der Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH in Weilheim/Waldhaus Silber.
  • In der Kategorie "Münchner (Munich)-Style Helles" wurde das "Urtyp Hell" der Engelbráu Rettenberg in Rettenberg mit Gold ausgezeichnet. Die Privatbrauerei Hoepfner GmbH in Karlsruhe gewann Silber mit ihrem "Hoepfner Export". Die Schlossbrauerei Stein Wiskott GmbH & Co KG in Stein an der Traun gewann Bronze für ihr "Chiemgau Hell".
  • In der Kategorie "German-Style Märzen" gewann die Brauerei Goss in Deuerling mit ihrem "Goss Märzen" Gold. Die Klosterbrauerei Weltenburg GmbH gewann mit ihrem "Weltenburger Kloster Anno 1050" Silber.
  • In der Kategorie "European-Style Dark/Münchner Dunkel" gewann die Klosterbrauerei Weltenburg GmbH mit ihrem "Weltenburger Kloster Barock Dunkel" Gold. Die Ottenbräu in Abendsberg wurde für ihr "Ottenbräu 1348 Dunkles Lager" mit Bronze ausgezeichnet.
  • In der Kategorie "German-Style Heller Bock/Maibock" ging die Goldmedaille an den "Hoepfner Maibock" der Privatbrauerei Hoepfner GmbH in Karlsruhe.
  • In der Kategorie "German-Style Strong Bock" wurde der "Freudenberger Märkator" der Brauerei Märkl in Freudenberg mit Gold ausgezeichnet. Silber ging an den "Doppelbock Dunkel" der Brauerei Schloss Eggenberg in Vorchdorf, Österreich.
  • In der Kategorie "South German-Style Hefeweizen/Hefeweissbier" ging die Goldmedaille an das "Freudenberger Hefe Weizen" der Brauerei Märkl in Freudenberg. Bronze erzielte das "Plank Hefeweizen" der Brauerei Michael Plank in Laaber.
  • In der Kategorie "German-Style Pale Wheat Ale" erzielte das "Distelhäuser Kristallweizen" der Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH in Tauberbischofsheim Gold. Die Bronzemedaille ging an das "Weihenstephan Kristall-Weissbier" der Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan in Freising.
  • In der Kategorie "German-Style Dark Wheat Ale" ging die Goldmedaille an "Schneider Weisse Original" der Brauerei Schneider Weisse in Kelheim. Mit Silber wurde das "Original Plank Hefeweizen" der Brauerei Michael Plank in Laaber ausgezeichnet und mit Bronze das "Fendt Vario-Weizen" der Aktienbrauerei Kaufbeuren AG in Kaufbeuren.
  • In der Kategorie "South German-Style Weizenbock/Weissbock" ging die Goldmedaille an das "Plank Heller Weizenbock" der Brauerei Michael Plank in Laaber. Die Bronzemedaille erzielte das "Aventinus" von Schneider Weisse in Kelheim.
Für mich ist bei solchen Wettbewerben immer wieder erschreckend, daß in Deutschland nur Biere einer Minderheit der insgesamt 91 Kategorien gebraut werden. Kaum eine Brauerei wagt es, sich mit Bierspezialitäten zu profilieren.

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Kommentare:
Ich war als Juror in San Diego dabei und habe gesehen, wie gering der Anteil der deutschen Biere in diesem wichtigen Wettbewerb ist - während die deutschen Braumeister gleichzeitig in höchstem Ansehen stehen. Doch der englische Sprachraum, aus dem die meisten Einreichungen (und die meisten Juroren) stammen, zeigt eine erstaunliche Professionalität und vermittelt mit den vielen Kategorien, dass eben doch das beste Bier dort gebraut würde. Selbst in den immerhin zehn Kategorien von Bieren belgischen Stils dominieren hervorragende Vertreter aus Brauereien wie Russian River, Allagash, Port Brewing, Goose Island und Ommegang. Dabei schicken die Belgier immerhin etliche ausgezeichnete Biere in die Konkurrenz. Beim festlichen Awards Dinner hat es richtig weh getan, dass etwa das "Brugse Zot Blond" aus der Brouwerij De Halve Maan Gold in der Kategorie Belgian and French Style Ale gewonnen hat - das wird nicht mehr vorkommen, weil diese hübsche Brauerei (bisher auch eine Top-Touristenattraktion in Brügge) leider inzwischen zugesperrt hat.
Daraus könnte man schließen, dass nicht nur die deutschen Biertrinker, sondern auch die Belgier zu wenig schätzen (sprich: zu fairen Preisen bezahlen), was sie an ihren Weltklasse-Brauern haben.
Und umgekehrt: Die Weltklasse-Brauer, die es dieseits des Atlantiks gibt, trauen sich nicht, besondere Biere zu brauen, weil das europäische Publikum das gar nicht honoriert. Ein böser Teufelskreis!
 
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