Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Mai 09, 2008

Auswirkungen des Rauchverbots in der Gastronomie auf andere Branchen.

Das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie wirkt sich auch negativ auf Lieferanten aus. Drei Beispiele:
  • Der Absatz des für die Gastronomie typischen Faßbiers geht zurück. Der etwas höhere Absatz von Flaschenbieren, weil frustrierte Raucher ihr Bierchen lieber zu Hause trinken, gleicht dies nicht aus. So ist bei der Schlossbrauerei Odelzhausen beim Fassbier ein Rückgang von 14 Prozent zu verzeichnen, während der Absatz von Flaschenbier leicht gestiegen ist: "Rauchverbot wirkt sich beim Bier aus", in: Dachauer Nachrichten vom 9. Mai 2008. Zudem sind die Preise und Deckungsbeiträge bei Faßbier im Branchendurchschnitt höher. Die Brauereien leiden also nicht nur unter einem Absatzrückgang, sondern auch unter einem Umsatz- und Margenrückgang.
  • Bei bei Europas größtem Streichholz-Produzenten Europe Match ist der Umsatz in Deutschland nach Einführung der Nichtraucherschutzregeln in den Ländern um 30 Prozent zurückgegangen: "Rauchverbot lässt Umsätze mit Streichhölzern einbrechen", in: AFP vom 9. Mai 2008. Der Grund liegt nicht so sehr darin, daß weniger geraucht würde. Streichholz-Päckchen und -Heftchen werden kaum noch als Werbeträger eingesetzt, so daß diese vergleichsweise lukrativen Aufträge flöten gehen.
  • Noch fataler sind die Auswirkungen auf die Anbieter von Luftfiltersystemen für die Gastronomie. Unser Wartungsdienst hat z.B. resigniert und seinen Service eingestellt.

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Kommentare:
"Noch fataler sind die Auswirkungen auf die Anbieter von Luftfiltersystemen für die Gastronomie. Unser Wartungsdienst hat z.B. resigniert und seinen Service eingestellt."

Naja, anstatt eines Wirtes, der vorher Pleite ging weil er tausende an Investitionen und Betriebskosten monatlich für die Lüftungsanlagen berappen musste, überlebt nun der Wirt, und der "Lüftungsanlagen"hersteller geht Pleite.

Was daran schlecht sein soll kann ich nicht erkennen, zumal Dinge die nichts bringen (Lüftungsanlagen) bzw. auch kostenlos zu haben sind (wo kein Rauch, da auch keine Pusteanlagen notwendig), auch abschaffbar sind.

Im übrigen gibt es noch keinerlei Zahlen zum Bierabsatz im neuen Jahr; zudem wird ja in der Hälfte der Bundesländer in den inhabergeführten noch geraucht, und in Bayern in 30% der Lokale. Am rauchen kanns also nicht liegen, da man es ja überall darf.
 
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