Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Mai 21, 2008

Bundesparteitag der NPD.

Wegen des am kommenden Wochenende in Bamberg geplanten Bundesparteitages der NPD ist die ganze Stadt schon zittrig. Siehe dazu eine Meldung der Stadt Bamberg: "Wegen NPD-Parteitag und Gegendemonstrationen: Behinderungen und Einschränkungen für Anwohner und Besucher am 24./25. Mai".

Eigentlich bezieht sich die pessimistische Stimmung weniger auf den in der Konzert- und Kongreßhalle stattfindenden Parteitag als auf die möglicherweise einher gehenden Krawalle, Verkehrsbehinderungen, brennenden Autos, Diebstähle, Schlägereien usw. Die Polizei bittet ein besonderes Augenmerk auf Verkaufsstände, Werbe- und Infotafeln sowie anderem Verkaufs- bzw. Dekorationsmaterial vor den einzelnen Geschäften im Verlauf des Demonstrationszuges zu richten oder rät, an diesem Tag ganz darauf zu verzichten.

Kollegen in der Innenstadt überlegen sogar, am Samstagabend ihre Gaststätten zu schließen oder wenigstens ausnahmsweise mit Einlaßkontrollen und Sicherheitsdiensten zu arbeiten. Gottseidank sind wir j.w.d. ("janz weit draußen"), abseits des Kriegsschauplatzes gelegen.

Normalerweise spielen in der Konzert- und Kongreßhalle die Bamberger Symphoniker. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zwingt die Stadt mit einem Beschluss vom 18. April 2008 (Az. 4 CE 08.725), den NPD-Bundesparteitag gegen deren Willen in der städtischen Halle durchführen zu lassen. Siehe dazu eine Pressemitteilung der Stadt Bamberg: "Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes: Überlassung des Hegelsaals der Bamberger Konzert- und Kongresshalle".

Jetzt erwartet Bamberg fünftausend Gegendemonstranten und organisiert ein "Fest der Demookratie" gegen die braune Scheiße, in die ich liebend gerne die Verwaltungsrichter tunken würde.