Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Mai 05, 2008

ZU GAST - 4000 Jahre Gastgewerbe. Sonderausstellung des Stadtmuseums Erfurt vom 17. Mai bis 5. Oktober 2008.

Im Haus zum Stockfisch, dem Erfurter Stadtmusueum, ist vom 17. Mai 2008 bis zum 5. Oktober 2008 die Sonderausstellung "ZU GAST - 4000 Jahre Gastgewerbe" zu sehen.

Erstmals widmet sich eine von drei Museen gemeinsam veranstaltete Ausstellung der Gastgewerbe-Historie über Jahrtausende hinweg. Nach Erfurt ist sie noch in zwei anderen Städten zu sehen:Mit zum Teil einmaligen Objekten verschiedener Kulturkreise bekommt der Museumsgast Einblicke in die Anfänge des Gastgewerbes, dessen Besonderheiten, dessen skurrile und unbekannte Seiten. Die über 350 Exponate stammen von 15 Leihgebern.

Das Gastgewerbe gilt als das zweitälteste Gewerbe der Menschheit. Bereits vor 4000 Jahren ist von einer Schenkwirtin die Rede, die einen verzweifelten Mann am Tresen tröstet.

In einem Erfurt-Kapitel und zwölf Komplexen werden mit zum Teil einmaligen Exponaten verschiedenste Themenkomplexe behandelt. Einige Beispiele werden auf der Website des Museums beschrieben:
  • "Vom Feind zum Gast. Der Mensch kocht, das Tier nicht. Die Evolution des Menschen geht parallel mit der Evolution des Kochens. Unsere Vorfahren begannen vor 250.000 Jahren (nach neuesten Theorien schon vor 2 Millionen Jahren) zu kochen. Moderne Thesen lauten: Nicht durch Arbeit, sondern durch die Vorliebe für warmes Essen ist der Homo erectus intelligent geworden. Gekochte und gebratene Nahrung hat die rapide Hirnentwicklung mehr befördert als jede andere Kulturleistung (Wrangham). Das gemeinsame Essen und Trinken – gehen wir doch mal ein Bier trinken - sind noch heute die wichtigsten Zeichen von Friedens- und Verständigungswillen.
  • Imbiss-Buden, Garküchen, Betriebskantinen und Kneipenbordelle im alten Orient, in Ägypten und Rom. Mit der Etablierung von Waren-Austausch-Wirtschaftssystemen und Geldwirtschaft im alten Orient wird das Gewähren von Gastlichkeit unter bestimmten Voraussetzungen (Urbanität, Mobilität, Verkehr) eine ganz normale Dienstleistung und unterliegt den Gesetzen des Marktes. Eine 4500 Jahre alte Brotbackform zeigt, wie es in den Betriebskantinen der Pyramidenarbeiter zuging. Im alten Rom frönt man illegalem Glücksspiel oder geht gleich ins Kneipen-Bordell.
  • Reisebesteck der Österreichischen Kaiserin Elisabeth - "Sissi".
  • Ein innovationsfreudiges Gewerbe. Kaffeehäuser sind im 18. Jahrhundert und Restaurants im 19. Jh. völlig neuartige Betriebsformen, die an der Entwicklung von den groben Sitten zur feinen Lebensart wesentlichen Anteil tragen. Das Hotelsilber wird im Jahr 1770 in Thüringen erfunden. Im 19. /20.Jh. entwickelt sich das Gastgewerbe zur Innovationslokomotive im Bereich Hotellerie, Großverbrauch, Getränke- und Küchentechnik."

Kommentare:
Das MUseum, das 50% der Leihgaben zur Verfügung gestellt hat, heißt Museum August Kestner
 
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