Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Juni 05, 2008

Bierbraende.

Brauereien und mitunter auch Getränkefachgroßhändler brennen aus Bier Brände oder lassen sie brennen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Resteverwertung. Biere, deren Haltbarkeit abgelaufen ist oder das kleine Fehler hat, werden, statt sie wegzuschütten, in ein Produkt umgewandelt, das man verkaufen kann.

Die Qualität ist sehr unterschiedlich. Sie hängt zum einen von den Ausgangsmaterialien ab. Vor allem wenn z.B. ein Getränekefachgroßhändler allerlei Reste zusammenschüttet, schmeckt das Zeug mitunter greulich. Eine Rolle spielt auch die Erfahrung des Brenners und die Mühe, die er sich beim Lernen macht. Deshalb arbeiten nicht wenige Brauereien, statt selbst zu brennen, mit Brennereien zusammen.

Ist das Ergebnis nicht besonders erbaulich, hilft nur noch eins. Man schüttet Sirup dazu und erhält einen süßen, likörartiges Getränk, dessen Sirupkomponente den Bierbrand übertönt.

Das Angebot an guten Bierbränden ist mittlerweile stark differenziert nach der Biersorte, die gebrannt wird. Brände aus hellen, untergärigen Bieren sind meist ziemlich geschmacksneutral oder sagen wir besser langweilig. Besser schmecken mir Bierbrände aus Bockbier oder obergärigen Bieren.

Ein paar Beispiele für Bockbierbrände:
  • Aventinus Weizenstarkbierbrand der Birkenhof Brennerei aus Aventinus Weizenstarkbier der Schneider Brauerei in Kelheim. Ausserdem gibt es aus der selben Brauerei noch eine Version, die in einem Bourbon-Holzfass gelagert worden ist. Diese Brennerei brennt zudem einen Frankenheim-Altbierbrand auf der Grundlage des Destillates des "7.0 Altstarkbier" der Frankenheim Brauerei und sogar einen Krombacher-Pils Bierbrand 40% auf der Grundlage von Krombacher Pils.
  • Bierbrand aus Schaumburger Privat-Bock der Schaumburger Privatbrauerei GmbH. Aus dem selben Haus gibt es auch Bierbrände aus Schaumburger Keller-Bier, Schaumburger Landbier und Schaumburger Edel-Herb.
  • Stiegl Bockigen auf der Grundlage der Stiegl Bocks österreichischen Stiegl Brauerei, gebrannt von Siegfried Herzog
  • Schremser Bock Bier-Brand der Edelbrennerei Kramar in Raabs.
  • Schleppe Bockbierbrand der österreichischen Brauerei Schleppe, gebraut von der Brennerei Pfau. Aus dem selben Haus gibt es auch einen Schleppe Rauchmalzbrand.
Ein paar Beispiele für Weizenbierbrände:
  • Josef Schneider's Weizenbierbrand hell oder dunkel aus dem Brauereigasthof Schneider in Essing. Beide haben einen Alkoholgehalt von 42% vol.
  • Weizenbierbrand von Pfau Edelbrand in Kröning. Dort ist auch ein Bockbierbrand, ein Altbierbrand, ein Roggenbierbrand, ein Dinkelbierbrand und ein im Holzfaß gereifter Rauchmalzbrand gereift, erhältich.
  • Noch im Reifeprozess ist ein Weizenbierbrand aus hellem Mönchsambacher Weizenbier der Brauerei Zehendner in Mönchsambach bei Bamberg, selbst gebrannt vom Braumeister und Inhaber Stefan Zehendner. Er überlegt sich gerade, ob er in einem Barriquefass ausbauen soll, in dem zuvor Rotwein gelagert worden ist.
Weitere Bierbrände:Bierliköre:

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